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Radio | DLF-Kommentar: #unteilbar-Demo in Dresden - Traurig, dass die CDU sich gedrückt hat

35.000 Menschen sind heute in Dresden für „Solidarität statt Ausgrenzung“ auf die Straße gegangen. Und für die Verteidigung demokratischer Grundwerte, kommentiert Sachsen-Korrespondent Bastian Brandau. Dass Michael Kretschmer (CDU) da fernbleibe, wirke wie ein schäbiges politisches Kalkül...

#NieMehrCDU

#Geraspora*
https://pod.geraspora.de/posts/10538872
 

Radio | DLF-Kommentar: #unteilbar-Demo in Dresden - Traurig, dass die CDU sich gedrückt hat


35.000 Menschen sind heute in Dresden für „Solidarität statt Ausgrenzung“ auf die Straße gegangen. Und für die Verteidigung demokratischer Grundwerte, kommentiert Sachsen-Korrespondent Bastian Brandau. Dass Michael Kretschmer (CDU) da fernbleibe, wirke wie ein schäbiges politisches Kalkül...

Audio: Web | MP3
Tags: #de #radio #dlf #kommentar #unteilbar #demo #dresden #cdu #sachsen #solidarität #ausgrenzung #landtagswahl #dlf #2019-08-24 #ravenbird #2019-08-25
 

Die gefährliche Uneindeutigkeit der CDU


Die #unteilbar-Demo am 24. August 2019 in Dresden findet ohne Teilnahme der CDU und ohne Teilnahme des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer statt. Die taz (Dresden wird #unteilbar) zitiert Kretschmer mit dem Satz: „Ich finde es gut und wichtig, dass es Menschen gibt, die die Demokratie und den Rechtsstaat bei der ,unteilbar’-Demonstration verteidigen möchten. Auch dass sie ein Zeichen gegen die AfD setzen wollen, kann ich nachvollziehen. Dafür haben sie meinen Respekt.“

Angesichts der vielen erschreckenden Nachrichten in den letzten Jahren über mangelnde Abgrenzung der Sachsen-CDU gegenüber der neu-faschistischen AfD und anderer rechtsextremer Gruppen und enger Beziehungen zwischen Teilen der sächsischen Polizei, Justiz und Verwaltung kann man einen solchen Satz lesen als vorsichtigen ersten Schritt in Richtung einer Abgrenzung gegen die extreme Rechte und rechtem Terror.

Aber gleichen Kontext sagte Kretschmer laut taz: „Aber ich kann als CDU-­Vorsitzender und Ministerpräsident nicht bei einer Veranstaltung dabei sein, bei der auch Kräfte wie die Antifa mit von der Partie sind.“

Dieser zweite Satz nichtet leider den ersten. Denn wenn Kretschmer sich nicht mit Antifaschisten von der Antifa gegen die AfD und andere rechte Gruppen stellen will, dann bringt er damit indirekt auch zum Ausdruck, dass er seine Partei, die CDU, nicht als antifaschistische Partei versteht. Da sich die #unteilbar-Demo gegen die von AfD und Pegida vertretene Politik richtet, gesteht Kretschmer damit auch implizit zu, dass sich bei AfD und Pegida um faschistische Gruppierungen handelt.

Bei allen politischen Differenzen zwischen den demokratischen Parteien in der Bundesrepublik gab es als historische Lehre auf der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur immer – zumindest theoretisch – den einen Grundkonsens, die eine Gemeinsamkeit: Die Abgrenzung gegen Nazis, die Abgrenzung gegen Faschisten.

Mit seiner zweiten Aussage positioniert Kretschmer die CDU außerhalb dieses Grundkonsenses und außerhalb des Grundgesetzes.

Sollte Kretschmer sich tatsächlich nach recht stärker abgrenzen wollen, was man/frau seiner ersten Aussage entnehmen kann, dann ist das zu begrüßen – weil lange überfällig. Dann muss er aber um seiner Glaubwürdigkeit willen die zweite Aussage zurücknehmen und zeigen, dass er bereit und fähig ist, die Spannungen eines solchen antifaschistischen Grundkonsenses auszuhalten und sich gemeinsam mit der Antifa gegen die extreme Rechte, gegen ein Wiederaufflammen des Faschismus stellen.

#unteilbar #Dresden #Demo #Antifa #CDU #Kretschmer #Sachsen #Antifaschisten #BRD #Politik #Parteien #Rassimsus
 
Morgen ist es so weit!
Am Sa., 24.08.2019 findet die große #unteilbar-Demo in #Dresden statt.
Auch die @PiratenLSA rufen zur Teilnahme auf.
 
Ich wunder mich auch, warum hier dauernd auf irgendwelchen Bundespräsidenten rumgeritten wird. Es geht hier im Thread um die Rede von Sascha Lobo auf der re:publica 2019. Über die re:publica kann man sicherlich auch unterschiedlicher Auffassung sein. Ich selber als südwestdeutsches Landei war bislang noch nie da. Die 700km-Reise in die für mich eigentlich falsche Himmelsrichtung, die ich mir für die #Unteilbar-Demo angetan habe, wäre mir die re:publica irgendwie nicht wert. Zu viel selbstverliebtes Nerd-Gehabe. Aber trotzdem halte ich die Veranstaltung für wichtig. Wichtiger jedenfalls als die Hannover-Messe. Oder sozusagen die zeitgemäße Form dessen, was solche Messen früher mal waren. Und Sascha Lobo ist halt nun mal der von der Szene anerkannte Chef-Seismograph für die aktuelle Befindlichkeit im reflektierteren Teil der Bevölkerung. Kann man zweifellos idiotisch finden. Aber genau darum, um Idiotie und dergleichen mehr, geht es ja in Lobos Rede. Wenn man sich denn mal auf sie einlässt.
 
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