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Items tagged with: poésie

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#dwr #foto #fotografieren #mywork

Ausfallende #Profilfächer


In den Profilfächern können sich #SuS ihren Neigungen entsprechend ausprobieren. #Sprachen, #Technik, #Hauswirtschaft z.B.
Finde ich ganz wichtig und ich biete:

#Poesie in der #Informatik

an. Der Titel ist so gewählt, damit sich auch die #Damen trauen. Funktioniert nicht 100%ig aber ein paar sind schon dabei.
Leider fallen diese #Fächer und die #AG's komplett weg, damit die Schüler_innen auch ein wenig #Bildschirmpause machen können.

So, heute #Abend schlagen bei mir die Anfragen der SuS auf, ob man denn nicht trotz des Ausfalls #Unterricht machen könnte! Und zwar nicht nur aus dem Kurs, sondern auch aus anderen Profilfächern.

Ich gebe diese #Welt noch nicht verloren, jetzt bestimmt nicht mehr!


Bleibt senkrecht und gesund!
 
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#dwr #foto #fotografieren #mywork

Ausfallende #Profilfächer


In den Profilfächern können sich #SuS ihren Neigungen entsprechend ausprobieren. #Sprachen, #Technik, #Hauswirtschaft z.B.
Finde ich ganz wichtig und ich biete:

#Poesie in der #Informatik

an. Der Titel ist so gewählt, damit sich auch die #Damen trauen. Funktioniert nicht 100%ig aber ein paar sind schon dabei.
Leider fallen diese #Fächer und die #AG's komplett weg, damit die Schüler_innen auch ein wenig #Bildschirmpause machen können.

So, heute #Abend schlagen bei mir die Anfragen der SuS auf, ob man denn nicht trotz des Ausfalls #Unterricht machen könnte! Und zwar nicht nur aus dem Kurs, sondern auch aus anderen Profilfächern.

Ich gebe diese #Welt noch nicht verloren, jetzt bestimmt nicht mehr!


Bleibt senkrecht und gesund!
 
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#Illustration #gmic #gimp #blender #mywork

Erich Kästner - Belauschte Allegorie


Wieso Warum? | Ausgewählte Gedichte 1928 -1955 | Aufbau-Verlag Berlin und Weimar | 1965

A. Sämtliche Steine der Pyramiden
gleichen einander so ungefähr.
Nur in einem Punkt sind sie verschieden:
Die unteren Steine tragen viel mehr.
B. Ihre Anteilnahme ist ehrenwert.
Die Steine haben sich wohl beschwert?
Es sind nun mal nicht alle die Ersten.
Die Untersten haben es immer am schwersten.
A. Wäre es nicht in solchen Fällen
besser, man kippte die Dinge um?
Pyramiden auf den Kopf zu stellen,
fände ich nicht dumm.
B. Dann gingen die Pyramiden in Trümmer.
Die Steine fielen und würden gehoben.
Doch wieder wäre die Spitze oben.
Und unten wären sie breit wie immer.
A. Wenn bei den Menschen, pardon! bei den Steinen
alles wie wild durcheinander gerät,
schließlich liegt doch zum Schluß, wie Sie meinen,
unten und ewig die Majorität?
B. Das mein ich. Die Geometrie ist vernünftig.
Da hilft kein Weinen. Da hilft kein Hauen!
Da hülfe nur eins.
A. Und das wäre?
B. Künftig
vielleicht keine Pyramiden mehr bauen.

Anmerkung
Vergleiche hinken von Berufs wegen.

#ErichKästner #Gedichte #Poesie #Lyrik #oben #unten #Pyramiden
 
Bonjour je suis #nouvelleici, je me suis inscrite avant tout pour échanger des goods vibes, de la #musique consciente (je suis fan de #rap, #poésie, #slam) et pleine d'amour ainsi que des idées pour vivre plus en accord avec notre nature véritable et respectueuse du vivant en général. Hâte d'échanger avec vous !
 
Bonjour je suis #nouvelleici, je me suis inscrite avant tout pour échanger des goods vibes, de la #musique consciente (je suis fan de #rap, #poésie, #slam) et pleine d'amour ainsi que des idées pour vivre plus en accord avec notre nature véritable et respectueuse du vivant en général. Hâte d'échanger avec vous !
 
« elle est à la fenêtre du monde
il y a bien des rondes
qu’elle ne comprend pas
mais en dessous de chacun des cailloux qu’elle soulève
se cache une fourmilière
les économies sans fond qu’on lui conte
les spirales quotidiennes et les incessants débats
ne sont pour elle
que les infernaux symptômes
du psychotique ressac
collectif »

Un peu de douceur dans le confinement, puisque vous avez le temps.

17 minutes, le chant d'une sirène, le temps d'une berceuse.

« Lorelei », extrait de l'album de poésie sonore « Étanchéité », par Jean-Sully Ledermann et Shaomi.

N'hésitez pas à partager si ça vous rassure !

#mywork #poésie #poésiesonore #spokenword #electronic #experimental #ambient #triphop

 
« elle est à la fenêtre du monde
il y a bien des rondes
qu’elle ne comprend pas
mais en dessous de chacun des cailloux qu’elle soulève
se cache une fourmilière
les économies sans fond qu’on lui conte
les spirales quotidiennes et les incessants débats
ne sont pour elle
que les infernaux symptômes
du psychotique ressac
collectif »

Un peu de douceur dans le confinement, puisque vous avez le temps.

17 minutes, le chant d'une sirène, le temps d'une berceuse.

« Lorelei », extrait de l'album de poésie sonore « Étanchéité », par Jean-Sully Ledermann et Shaomi.

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#mywork #poésie #poésiesonore #spokenword #electronic #experimental #ambient #triphop

 
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#Illustratiom #gmic #gimp #photo #Foto #art #Bildbearbeitung #photomanipulation #mywork

Franz Josef Degenhardt - Der Lindenbaum


Hinter der Müllverbrennungsanlage -
also, von hier aus sieht man ihn kaum -,
da an der Autobahnbrücke drüben
steht er noch immer, der Lindenbaum.
Ja, seine Zweige rauschen noch immer
im stinkenden Westwind. Ja - und genau
wenn Wagen über die Brücke jagen,
und die jagen ja immer, außer im Stau.

Zweihundert Jahre fast ist er.
Napoleon, heißt es, pflanzte ihn an.
Turnvater Jahn, der war es gestern.
Morgen ist sicher der wieder dran.
Ob da ein Tor war oder ein Brunnen?
No, Sir, zu meiner Zeit jedenfalls nicht.
Ich habe auch niemals in seine Rinde
ein liebendes Wort oder sowas geschnitzt.

Ein paar Mal, gewiß doch, hab? ich gesessen
unter der Linde an jenem Ort
und dachte: Was hab? ich bloß hier verloren?
Wie komme ich bloß von hier schnell fort?
Nun bin ich länger als manche Stunde
fort von hier. No, Sir, ich fänd? keine Ruh?,
nicht unter der Linde, nicht unter der Brücke;
bin ja bloß auf Besuch, genau so wie du.

#FranzJosefDegenhardt #Lyrik #Poesie #Lieder
 
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Bonjour tout le monde, je suis #nouveauici. Mes centres d'intérêt sont #art, #artist, #artiste, #litterature, #paint, #peinture, #photo, #photographer, #photographie, #photography, #poésie, #poesy et #sculpture.
Série photographique "Mes Forêts" © Alice Marc 2020
 
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Bonjour tout le monde, je suis #nouveauici. Mes centres d'intérêt sont #art, #artist, #artiste, #litterature, #paint, #peinture, #photo, #photographer, #photographie, #photography, #poésie, #poesy et #sculpture.
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Nos vidéos et sonéos.

Sur notre page Nos vidéos et sonéos, vous pouvez découvrir notre clip-métrage La télé n'est pas réalité ; la bande-annonce du documentaire dont nous avons composé la musique originale, intitulé LoL - Logiciel Libre, une affaire sérieuse ; ainsi que plusieurs enregistrements effectués en concerts.

#musique #chanson #concert #documentaire #cinéma #film #clip #logiciel #logiciel-libre #poésie #poème
Nos vidéos et sonéos
 
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Mais où se trouve donc cette magnifique vallée ?...

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Mais dans un tronc d'arbre, voyons...

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#nature #microcosme #poésie
 
Mais où se trouve donc cette magnifique vallée ?...

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#nature #microcosme #poésie
 
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#Illustration #gmic #gimp #photo #Foto #art #Bildbearbeitung #photomanipulation #mywork

Wilhelm Busch - Zu gut gelebt


Zu guter Letzt, 1904

Frau Grete hatt' ein braves Huhn,
Das wußte seine Pflicht zu tun.
Es kratzte hinten, pickte vorn,
Fand hier ein Würmchen, da ein Korn,
Erhaschte Käfer, schnappte Fliegen
Und eilte dann mit viel Vergnügen
Zum stillen Nest, um hier geduldig
Das zu entrichten, was es schuldig.
Fast täglich tönte sein Geschrei:
Viktoria, ein Ei, ein Ei!

Frau Grete denkt: Oh, welch ein Segen,
Doch könnt es wohl noch besser legen.
Drum reicht sie ihm, es zu verlocken,
Oft extra noch die schönsten Brocken.

Dem Hühnchen war das angenehm.
Es putzt sich, macht es sich bequem,
Wird wohlbeleibt, ist nicht mehr rührig,
Und sein Geschäft erscheint ihm schwierig.
Kaum daß ihm noch mit Drang und Zwang
Mal hie und da ein Ei gelang.

Dies hat Frau Gretchen schwer bedrückt,
Besonders, wenn sie weiterblickt;
Denn wo kein Ei, da ist's vorbei
Mit Rührei und mit Kandisei.

Ein fettes Huhn legt wenig Eier.
Ganz ähnlich geht's dem Dichter Meier,
Der auch nicht viel mehr dichten kann,
Seit er das Große Los gewann.

#WilhelmBusch #Gedichte #Poesie #Lyrik #Fabel #Trägheit
 
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#Illustration #gmic #gimp #photo #Foto #art #Bildbearbeitung #photomanipulation #mywork

Klabund - Leuchtet Ihre Uhr des Nachts?


Rezitiert von Heinz Ratz (bandcamp)

Ich schlenderte eines Vormittags durch die Kaufingerstraße, dachte an nichts böses, aber auch an nichts gutes - als mir plötzlich aus dem Schaufenster eines Uhrmacherladens ein gelbes Plakat mit blutroten Buchstaben in die Augen sprang:
Leuchtet ihre Uhr des Nachts?
Deutsches Reichspatent! ff. Radium. Erstklassige Qualität. Mit Garantie auf Lebensdauer. Mit Läutwerk. Mit Bellvorrichtung: schlägt an wie ein Hund beim Nahen einer Gefahr (unentbehrlich für Angehörige des Heeres und der Marine). Mit Scherenfernrohr, mit Periskop für Unterseeboote.
Ich stand wie betäubt. Ein eisiger Schrecken kroch mir vom Rückenmark ins Gehirn. Was nützte es, daß ich rite den philosophischen Doktor an der Universität lllinois U. S. ehrenvoll gegen Erstattung von 320 D. bestanden hatte? Was nützte es, daß ich Antwort auf alle Fragen des Lebens wußte, wie zum Beispiel: warum? weshalb? weswegen? wozu? Was, sage ich, hat das alles für einen Nutzen und Gewinn, wenn ich nicht weiß, ob meine Uhr des Nachts leuchtet? Und das, muß ich gestehen, wußte ich nicht. Aber das gelbe Plakat mit den blutroten Buchstaben zwang mich unerbittlich zur inneren Einkehr.
Ich fieberte den ganzen Tag. Ich aß nichts. Ich saß stier und verstört im Café Glasl vor einer Schale Nuß und dachte nur den ganzen Tag: Leuchtet meine Uhr des Nachts?
Leuchtet meine Uhr des Nachts?
Wenn es doch erst Abend - wenn es doch erst Nacht wäre!
Eine Dame mit sanften Eidechsenaugen sah immer zu mir herüber.
Es war die schönste Frau, die es auf der Welt geben konnte. Ich wagte nicht, sie anzusprechen. Ein Kreisel rotierte in meinem gänzlich hohlen Hirn:
Leuchtet Ihre Uhr des Nachts?.
Leuchtet Ihre Uhr des Nachts?
Schließlich konnte ich es nicht mehr aushalten: der silberne Schein, der aus den Augen der Dame floß, fiel wie Nebel auf mich.
Ich stand auf, schwankte an ihren Tisch, und indem ich höflich den Hut zog, sagte ich mit vibrierender Stimme, rasend verliebt und meiner Sinne nicht mehr mächtig:
“Leuchtet Ihre Uhr des Nachts?“
Da nahm die Dame eines ihrer sanften blauen Augen aus ihrem Gesicht und warf es mir grollend an den Kopf.
Es war ein Glasauge.

Mit einer Beule an der Stirn verließ ich das Café. Der Abend hing die dunklen Netze um Tal und Hügel, um Busch und Baum.
Die Straße war taghell erleuchtet von tausend elektrischen Äpfeln und Birnen.
Ich zog meine Uhr - aber es war viel zu hell in den Straßen; wie konnte ich beim aufdringlichen Geflimmer der tausend Lampen sehen, ob meine Uhr leuchte?
Ich nahm ein Auto und fuhr auf die Theresienwiese. Mutterseelenallein ging ich mitten auf die Wiese und zog bebend meine Uhr.
Aber siehe, ich hatte nicht beachtet, daß Vollmond im Kalender angezeigt war.
Höhnisch grinste der Mond auf dem Uhrglas.

Ich fuhr in die Stadt zurück. Meine Temperatur war auf 45 gestiegen. Ich bestand nur noch aus Schweiß, in dem, wie ein Fettauge in der Bouillon, die Uhr schwamm.
In der Schwanthalerstraße sah ich ein Schild: “Keller zu vermieten.“ Sofort stürzte ich in das Haus und mietete trotz vorgerückter Nachtstunde den Keller zu einem geradezu lächerlichen Preise.
Ich schloß ihn sorgfältig ab, verstopfte die Fensterlöcher und Türritzen und zog wiederum, auf alles gefaßt, meine Uhr.
Ich wartete ein, zwei Minuten.
Ich wartete drei Stunden.
Sie leuchtete - nicht!
Tränen traten mir in die Augen.
Ich war eine verpfuschte Existenz.
Mein Leben war zerstört.
Was sollte ich tun: meine Uhr leuchtete nicht...

Was nützt es, daß ich mich mit Hindenburgseife wasche? Daß ich auf der Matratze “Immer feste druff“ schlafe? Daß ich ein Portemonnaie besitze mit dem Eisernen Kreuz ins Leder gepreßt? Daß auf meinem Taschentuche die Schlacht zwischen Metz und den Vogesen abgebildet ist? Daß ich eine Armbinde trage mit der Inschrift. “Gott strafe England?“ Daß mein Tintenfaß einen 42 cm-Brummer darstellt? Daß der Federhalter, mit dem ich schreibe, aus Patronenhülsen besteht? Daß ich mich jeden Tag mit dem nach einmaligem Gebrauch unfehlbar wirkenden Entlausungsmittel “Mackensen“ entlause?
Was besagt das alles, wenn ich keine Uhr besitze, die des Nachts leuchtet?
Weinend wachte ich den Morgen heran.

Schon um 5 Uhr stand ich vor dem Uhrwarengeschäft in der Kaufingerstraße und wäre beinah von der Straßenreinigung mit betroffen worden.
Um 7½ wurde endlich das Geschäft geöffnet.
Ich schlüpfte dem öffnenden Gehilfen noch unter der eisernen Rolljalousie durch und forderte mit einer Stimme, die sich wie ein Harlekin überschlug, eine Uhr mit ff. Radiumleuchtvorrichtung. Marke Kronprinz. Mit Garantie für Lebensdauer, mit Läutwerk, Bellvorrichtung, Scherenfernrohr und Periskop.

Ich fieberte den ganzen Tag. Ich aß nichts. Ich saß stier und verstört im Café Glasl vor einer Schale Nuß und dachte nur den ganzen Tag:
Leuchtet meine Uhr des Nachts?
Leuchtet meine Uhr des Nachts?

Wenn es doch erst Abend
wenn es doch erst Nacht wäre!

Und es wurde Abend. Es wurde Nacht. Ich saß in meinem Keller in der Schwanthalerstraße - und meine Uhr leuchtete!
Sie leuchtete!
Sie leuchtete die ganze Nacht: kalkweiß und graugrün wie ein magischer Kreis.
Immer und immer starrte ich auf den Ring der fahlen Lichter.
Und wie ich mich tiefer in das Bild versah, da begriff ich: es war der Himmel, der Sternhimmel, den ich in der Hand hielt. Venus und Wage, Bär und Fisch glänzten in meiner Hand. Ich hatte das Rätsel des Lebens gefunden.

Übernächtigt, aber berauscht von der Erkenntnis der Nacht, stieg ich am Morgen aus meinem Keller empor. Da lag die Welt trübe und blaß wie ein Teller abgestandenes Wasser.
Es regnete in Strähnen und ein weißer Wind seufzte.
Die Welt ekelte mich an.
Ich schlafe keine Nacht mehr.
Ich esse und trinke nicht mehr.
Meine Wangen fallen ein.
Meine Augen sind rosa entzündet.

Ich sitze im Keller und sehe des Nachts meine Uhr leuchten.
Manchmal ziehe ich sie auf, damit mein Herz nicht stehen bleibt.

#Klabund #HeinzRatz #Poesie #Lyrik #Gedichte #Werbung
 
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#illustration #gmic #gimp #mywork

Erich Kästner - Der August


Wieso Warum? | Ausgewählte Gedichte 1928 - 1955 | Aufbau-Verlag 1965

Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muß mähen.
Und wer mäht, muß säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.

Stockrosen stehen hinterm Zaun
in ihren alten, brüchigseidnen Trachten.
Die Sonnenblumen, üppig, blond und braun,
mit Schleiern vorm Gesicht, schaun aus wie Fraun,
die eine Reise in die Hauptstadt machten.

Wann reisten sie? Bei Tage kaum.
Stets leuchteten sie golden am Stakete.
Wann reisten sie? Vielleicht im Traum?
Nachts, als der Duft vom Lindenbaum
an ihnen abschiedssüß vorüberwehte?

In Büchern liest man groß und breit,
selbst das Unendliche sei nicht unendlich.
Man dreht und wendet Raum und Zeit.
Man ist gescheiter als gescheit -
das Unverständliche bleibt unverständlich.

Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht' s nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie groß und grenzenlos ist die Idylle ...

Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gute Nacht.
Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,
ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer.
Dann wünsche deinen Wunsch, doch gib gut acht!
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.

#ErichKästner #Lyrik #Poesie #Gedichte
 
#poetry #poesie #poesia #3lines #shortpoetry #photo #photography #blackandwhite #noiretblanc #blancoynegro #pretoebranco #artnude
 
Bonjour tout le monde, je suis #nouveauici. Mes centres d'intérêt sont #poésie, #art, #art-brut, #humanisme et #musique-actuelle.
 
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#Illustration #gmic #gimp #mywork

Franz Hohler - Die Schöpfung


Der Mann auf der Insel
Ein Lesebuch, Luchterhand Literaturverlag, 1991, ISBN: 9783630867557



Am Anfang war nichts außer Gott.
Eines Tages bekam er eine Gemüsekiste voller Erbsen.
Er fragte sich, woher sie kommen könnte, denn er kannte niemanden außer sich.
Er traute der Sache nicht ganz und ließ die Kiste einfach stehen, oder eher schweben. Nach sieben Tagen zerplatzten die Hülsen, und die Erbsenkugeln schossen mit großer Gewalt ins Nichts hinaus.
Oft blieben dieselben Erbsen, die in einer Hülse gewesen waren, zusammen und umkreisten sich gegenseitig.
Sie begannen zu wachsen und zu leuchten, und so wurde aus dem Nichts das Weltall.
Gott wunderte sich sehr darüber. Auf einer der Erbsen entwickelten sich später alle möglichen Lebewesen, darunter auch Menschen, die ihn kannten.
Sie schrieben ihm die Erschaffung des Weltalls zu und verehrten ihn dafür.
Gott wehrte sich nicht dagegen, aber er grübelt bis heute darüber nach, wer zum Teufel ihm die Kiste mit den Erbsen geschickt haben könnte.

#FranzHohler #Poesie #Lyrik #Gott #Erbsen
 
#poetry #poesie #poesia #3lines #photo #photography #blackandwhite #noiretblanc #blancoynegro #pretoebranco
 
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Hermann Harry Schmitz - Der Fuchs und die Trauben


Buch der Katastrophen - 3 Fabeln ohne Moral, 1916

„Na, ich konnte mir auch denken, daß die Trauben noch nicht reif waren,“ sagte der Fuchs und stellte den Stuhl, auf welchen er gestiegen war, um die Trauben zu kosten, wieder an seinen Platz.
Er streckte sich behaglich am Fuße des Weinstockes aus und ließ sich die Sonne auf den Pelz brennen.

Von ongefähr kam der Rabe geflogen. Der Rabe war ein Witzbold, ein wenig Satiriker; die Tiere meinten, er sei boshaft. Er selbst hielt sich für einen Lebens-Künstler; er war stets im evening dress.
„Hallo, wie schaut’s, alter Freund,“ – Leute, die man nicht mag, nennt man gern alter Freund – rief er dem Fuchs zu.
„N Tag,“ erwiderte lässig der Fuchs.
„Ah so, Traubenkur, was?“
„Zu sauer,“ gähnte der Fuchs faul.
„Verstehe, verstehe,“ kicherte hämisch der Rabe, flog an den Weinstock und pickte eine dicke Beere ab.
„Pfui Teufel!“ Wütend spuckte er aus und flog beschämt davon.

Der Fuchs feixte befriedigt.

#HermannHarrySchmitz #Poesie #Lyrik #Fabeln
 

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#poetry #poesie #poesia #6lines #photo #photography #blackandwhite #noiretblanc #blancoynegro #pretoebranco #artnude
 
#poetry #poesie #poesia #shortpoetry #2lines #photo #photography #blackandwhite #noiretblanc #blancoynegro #pretoebranco #artnude
 
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Tu sais, on voit bien qu'il y a des nuages, non loin.
Mais scrute le ciel
Ressens le vent
Vois comme les trembles ne murmurent qu'à peine
Regardes cette toute petite fleur!
Un peu d'ombre,
Un peu de soleil;
Si la pluie vient: elle sera heureuse.
Oui les trembles parlent.
Je sais que tu frétilles comme eux.
Ho! mais non, ce n'était qu'un trèfle à trois feuilles...
Et si l'orage nous atteint
On trouvera un tout petit coin
Pour se mettre à l’abri!
On laissera passer l'ondée
Pendant ce temps
Je te reconnaîtrai encore plus
Et on reprendra la route
Notre route
Une fois reposé
Sous un abris rapidement trouvé
Nous attendrons la fin de l'ondée
Je te découvrirai encore plus
On se découvrira toujours
Il ne pleuvra plus que par les feuilles toutes mouillées
Et tout ira mieux
L'orage est passé

L'orage n'est pas pour nous
Lorage passe au loin
Tantôt, nous en rirons...
Les orages, c'est pas pour nous!
Oh! T'as vu??
Une libellule est passée...

#mywork, #photo, #photographie, #foto #amateur, #couleur, #Montreal, #nature, #poésie #today
 

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J'ai des larmes, là. Je ne suis pas certain d'où elles viennent.
Je suis heureux d'être vieux.
Qu'aurais-je fais de mieux alors que j'avais 30 ans?
Que pourrez vous faire, vous du bel âge?
Je suis triste; sans regret. Sans honte.
Je ne suis pas assis au coin d'un bar.
Je suis au coin d'un belvédère,
depuis plus d'une décennie.
Plus d'une, oui.
Je me pose, là...
Ça ne me suffit pas.
Je ne sais plus.
Je suis heureux qu'il me reste un temps
Un temps entre-temps.
C'était cool au moment d'entrer sur scène
On avait les papillons!
J'ai pas vu d'aussi beaux papillons sur le web!
L'autre (s) ne dit plus rien.
C'est Ferré qui l'a suggéré.
J'ai des larme, là.
Elles ne coulent que sur ma joue.
Pas plus loin.
Il n'y a plus de chemins à découvrir.
On le sait: la route s’arrête LÀ.
#poésie
 
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Christian Fürchtegott Gellert - Die Biene und die Henne


Fabeln und Erzählungen, 1769

Nun Biene, sprach die träge Henne,
Dieß muß ich in der That gestehn,
So lange Zeit, als ich dich kenne:
So seh ich dich auch müßig gehn.
Du sinnst auf nichts, als dein Vergnügen;
Im Garten auf die Blumen fliegen,
Und ihren Blüthen Saft entziehn,
Mag eben nicht so sehr bemühn.
Bleib immer auf der Nelke sitzen,
Dann fliege zu dem Rosenstrauch.
Wär ich, wie du, ich thät es auch.
Was brauchst du andern viel zu nützen?
Genug, daß wir so manchen Morgen
Mit Eyern unser Haus versorgen.

O! rief die Biene, spotte nicht!
Du denkst, weil ich bey meiner Pflicht
Nicht so, wie du bey einem Eye,
Aus vollem Halse zehnmal schreye:
So, denkst du, wär ich ohne Fleiß.
Der Bienenstock sey mein Beweis,
Wer Kunst und Arbeit besser kenne,
Ich, oder eine träge Henne?
Denn, wenn wir auf den Blumen liegen,
So sind wir nicht auf uns bedacht;
Wir sammeln Saft, der Honig macht,
Um fremde Zungen zu vergnügen.
Macht unser Fleiß kein groß Geräusch,
Und schreyen wir bey warmen Tagen,
Wenn wir den Saft in Zellen tragen,
Uns nicht, wie du im Neste, heisch:
So präge dir es itzund ein:
Wir hassen allen stolzen Schein;
Und wer uns kennen will, der muß in Rost und Kuchen
Fleiß, Kunst, und Ordnung untersuchen.

Auch hat uns die Natur beschenkt,
Und einen Stachel eingesenkt,
Mit dem wir die bestrafen sollen,
Die, was sie selber nicht verstehn,
Doch meistern, und verachten wollen:
Drum, Henne! rath ich dir, zu gehn.

O Spötter, der mit stolzer Miene,
In sich verliebt, die Dichtkunst schilt;
Dich unterrichtet dieses Bild.
Die Dichtkunst ist die stille Biene;
Und willst du selbst die Henne seyn:
So trifft die Fabel völlig ein.
Du fragst, was nützt die Poesie?
Sie lehrt, und unterrichtet nie.
Allein wie kannst du doch so fragen?
Du siehst an dir, wozu sie nützt:
Dem, der nicht viel Verstand besitzt,
Die Wahrheit, durch ein Bild, zu sagen.

#ChristianFürchtegottGellert #Poesie #Lyrik #Fabel
 
#poetry #poesie #poesia #2lines #Udugi #photo #photography #blackandwhite #noiretblanc #blancoynegro #pretoebranco
 
#poetry #poesie #poesia #2lines #photo #photography #blackandwhite #noiretblanc #blancoynegro #pretoebranco #Udugi
 

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Georg Danzer - Zärtlichkeit


Album: Jetzt oder nie, 1982


die Architekten, die die Wohnsilos bau’n
die ham ka Herz für die Leut‘
die drinnen wohnen und stumpfsinnig werd’n
die ham kan Funken Menschlichkeit

die denken nur an Profit und Gewinn
die san gefrässig und dumm
die können zwa grade Linien zieh’n
doch ihr Charakter is krumm

doch manchmal wachst no a Blumen
durch Eisen und durch Beton
und Kinder giessen s‘ mit Tränen
wann’s blüht, des is dann ihr Lohn

Zärtlichkeit, Zärtlichkeit
i hab so Sehnsucht nach dir
i wass: es gibt di in jedem
weu i g’spür, es gibt di in mir

die Psychiater, die die Menschen verbieg’n
die Sklaventreiber unserer Zeit
sperr’n jeden ein, der si ned anpassen kann
die ham kan Funken Herzlichkeit

die Totengräber einer jeden Kultur
san die, die blind nach Fortschritt schrei’n
unmenschlich, aber dafür zivilisiert
grab’n s‘ unsre Träume langsam ein

du kannst die Welt ned gleich ändern
doch Zeichen setzen das geht
bis immer mehr werd’n, die’s merken
wie’s um die Welt wirklich steht

Zärtlichkeit, Zärtlichkeit
i hab so Sehnsucht nach dir
i wass: es gibt di in jedem
weu i g’spür, es gibt di in mir

Zärtlichkeit, Zärtlichkeit
du bist das Licht, das uns scheint
du wär’st die Sprache der Menschheit
die die Menschen wortlos vereint

#GeorgDanzer #Poesie #Lyrik #Musik #Zärtlichkeit
 
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#landart #beauté #nature #zen #anti-confinement #poésie #fleurs

Le printemps est bien là !

« Laisse moi me convaincre de l’éphémère qui enchantait hier mes yeux. »
.
** René CHAR**
 
#Udugi #poetry #poesie #poesia #photo #photography #bnw #noiretblanc #blancoynegro #pretoebranco
 

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