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Items tagged with: gerhardsgedankenbuch


 
Ein Mensch, der mein Leben bis heute geprägt hat:

Ein toller Lehrer


Während meiner Gymnasialzeit hatte ich über mehrere Jahre einen Klassenlehrer, den ich nicht nur fachlich sehr geschätzt habe, sondern vor allem auch menschlich. Er verfügte über eine Sozialkompetenz und Fairness, die ich in jenen Jahren bei den meisten Lehrern vermisst habe.

Dank seiner Sozialkompetenz stimmten seine Worte grundsätzlich mit seinen Taten überein. Er war sehr geduldig und tolerant. Wenn ich mal wieder zu vorlaut gewesen war und er mir mit Nachdruck Konsequenzen androhte, wenn ich nicht aufhören würde, habe ich aufgehört, weil ich wusste, dass er seinen Worten Taten folgen lassen würde.

In jener Zeit war ich ein schwieriger Schüler. Irgendwann beschloss dann die Lehrerkonferenz, dass es besser sei, mich von der Schule zu nehmen und beauftragten meinen Klassenlehrer, das meinen Eltern zu empfehlen. Diesem Beschluss ist er auf eigene Verantwortung nicht nachgekommen, weil er fest davon überzeugt war, dass es das "Allerschlechteste" für mich gewesen wäre, mich von der Schule zu nehmen.

Erst Jahre später hat mir dieser Klassenlehrer bei anderer Gelegenheit davon erzählt. Und ich war ihm sehr dankbar für seine Tat. Denn ich spürte sehr deutlich, dass er eine ausgeprägt menschliche Entscheidung getroffen hatte, weil allein bei dem Gedanken an einen Schulwechsel mein Herz in die Hoste rutschte.

#gerhardsgedankenbuch #mensch #respekt #achtung #lehrer #sozialkompetenz #fairness #schüler #schule #verantwortung

 

Warum ich politische Diskussionen lieber meide


Auch in meiner politisch engagierten Jugend war ich nie der Theoretiker, der sich in langatmigen Diskussionen verlor, sondern der Praktiker, der aktive Politik machte.

Politisch zu diskutieren empfinde ich in der Regel als schwierig, weil es nach meiner Wahrnehmung weniger um echten Austausch geht, sondern darum, den anderen von der Richtigkeit der eigenen Meinung zu überzeugen. Das ist grundsätzlich nicht falsch, aber oft recht schwierig, zu einer gemeinsamen Auffassung zu finden. Ich spreche hier von Menschen, die grundsätzlich dasselbe wollen. Diskussionen mit AfD und den anderen Parteien der "Mitte" lehne ich grundsätzlich ab, weil ich die Zeit und Kraft lieber in Sinnvolles investiere.

Politische Diskussionen unter Gleichgesinnten sind auch deshalb sehr schwierig, weil es so viele Zusammenhänge gibt, die im Grunde bedacht werden müssten. Man müsste sich schon den ganzen Tag mit Politik theoretisch beschäftigen und das eigene Leben dabei verlieren - unabhängig davon, dass Leben und Politik sehr stark miteinander verschlulngen sind.

Wenn ich täglich die Medien lese, bin ich immer wieder erschrocken über das viele Böse in dieser Welt, an das ich mich weder gewöhnen kann noch will. Manchmal möchte ich mich einfach nur in meine Höhle verkriechen und mit dem da draußen nichts mehr zu tun zu haben.

In meiner Jugend war politisches Engagement für mich noch selbstverständlich, weil ich unter vielen gleich oder ähnlich denkenden und handelnden Menschen gelebt und gewirkt habe und so manche politische Aktivität gemeinsam mit anderen angestoßen habe.

Heute bin ich nur noch müde. Es klingt vielleicht abgedroschen, aber meine Jugend war in jeglicher Hinsicht eine schönere Zeit als mein Heute. Das hat natürlich nicht nur mit der politischen, sondern auch mit meiner persönlichen Entwicklung zu tun.

Original: https://gerhardsgedankenbuch.blogspot.com/2020/02/warum-ich-politische-diskussionen.html

#gerhardsgedankenbuch #engagement #politik #jugend #diskussionen #menschen #zeit #medien

 

Sichtweise eines Feuerwehrmanns


Es ist schon einige Zeit her, dass ich einen Feuerwehrmann mal gefragt habe:
"Sag mal, ist Dein Beruf nicht oft hart, weil Du oft unmittelbar sehr viel Leid siehst?"
Und die Antwort hat sich in meinem Kopf gespeichert:
"Ich sehe zwar sehr viel Leid, aber ich bekomme auch sofort mit, wie ich den betroffenen Menschen helfen kann. Und diese Zufriedenheit könnte mir kein Bürojob geben."
In dieser Aussage steckt für mich sehr viel Menschlichkeit. Diese Arbeit von Menschen, die unmittelbar anderen Menschen helfen, ist für mich aktive politische Basisarbeit - eine langwierige Arbeit, die viel Geduld, einen sehr langen Atem und jede Menge Herzblut erfordern. Und dennoch erhalten diese engagierten Menschen von der Politik bei weitem nicht die Unterstützung, die ihnen gebührt.

#gerhardsgedankenbuch #menschlichkeit #feuerwehr #beruf #leid #helfen #zufriedenheit #menschen #politik #basisarbeit #herblut #engagement #unterstützung

 
Die amerikanische Freiheitskämpferin Angela Davis soll während ihrer politischen Gefangenschaft mal gefragt worden sein, was die Menschen im Ausland für sie tun können. Und Angela soll sinngemäß geantwortet haben: ´Kämpft in eurer unmittelbaren und näheren Umgebung für Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. Denn das wird sich wie eine Welle über den Erdball ausbreiten.
Quelle: https://gerhardsgedankenbuch.blogspot.com/2012/07/so-viele-baustellen.html
Greta Thunberg ist der lebende Beweis für diese Aussage.

#gerhardsgedankenbuch #gretathunberg #menschenrechtsverletzungen #sozialabbau

 
Die amerikanische Freiheitskämpferin Angela Davis soll während ihrer politischen Gefangenschaft mal gefragt worden sein, was die Menschen im Ausland für sie tun können. Und Angela soll sinngemäß geantwortet haben: ´Kämpft in eurer unmittelbaren und näheren Umgebung für Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. Denn das wird sich wie eine Welle über den Erdball ausbreiten.
Quelle: https://gerhardsgedankenbuch.blogspot.com/2012/07/so-viele-baustellen.html
Greta Thunberg ist der lebende Beweis für diese Aussage.

#gerhardsgedankenbuch #gretathunberg #menschenrechtsverletzungen #sozialabbau

 

Ungesagte Worte


Würden meine Eltern noch leben, würde ich ihnen in etwa die folgenden Worte sagen:

*Während Eurer Lebenszeiten habe ich Euch oft für Eure in meinen Augen Lieblosigkeit mir gegenüber angegriffen und kritisiert. Als Kind und Jugendlicher wusste ich es nicht anders - wir haben ja auch nie miteinander gesprochen. Das hat mich immer gestört und mir war klar, dass Eure Sprachlosigkeit keine Absicht war, sondern Unvermögen. Und das meine ich ohne jede Kritik, sondern sachlich. Und ich war nie imstande, daran etwas zu ändern.

Ihr habt mir aber viel gegeben, das all meine Kritik an den Rand schiebt - doch leider erst heute und nach Eurem Tod. Du Mutti, hast mir das Leben geschenkt - ein Leben, aus dem ich nicht das gemacht habe, was ich hätte daraus machen können. Ihr habt in jeder Hinsicht dafür gesorgt, dass ich immer versorgt war. Es mangelte mir sachlich an nichts. Und auch daran hat unser gefühlsmäßiges Zusammenleben gelitten, weil Euch das Versorgen der Familie schon sehr stark gefordert hat.

Obwohl Ihr mich immer als ein schwieriges Kind bezeichnet habt, habt Ihr mich nichtsdestotrotz geliebt und zu mir gehalten. Das ich diese Liebe nicht annehmen konnte steht auf einem anderen Blatt.

Heute ist das alles Vergangenheit und ich kann es nicht mehr rückgängig machen und auch nicht in Teilen ändern. Ich kann mich nur immer wieder bemühen, diese Unduldsamkeit nicht gegen mich und nicht gegen meine Mitmenschen zu leben. Euch möchte ich mit jahrelanger Verspätung um Verzeihung dafür bitten, dass ich Euch gegenüber oft ungerecht und dickköpfig war.*

#gerhardsgedankenbuch #eltern #worte #sprachlosigkeit #verzeihen #sprache #jugend #kindheit

 
Ruhige Seele - klarer Geist

Diese Überschrift ist eine Abwandlung des Spruchs "In der Ruhe liegt die Kraft". Ein kluger Satz, der für manch Einen - so auch für mich - nicht leicht zu leben ist. Viel zu schnell rege ich mich über das auf, was in der Gesellschaft geschieht und was andere mir Kritisches sagen. Dieser Ärger ist dann so übermächtig, dass ich innerlich gar nicht ruhig und gelassen bleiben kann. Und damit bringe ich mich argumentativ sehr häufig aufs Abstellgleis.

Einen guten Bekannten von mir, der viel über "Die Finanzkapitalisten des 21. Jahrhunderts" schreibt und sich im Kampf gegen Arbeitsunrecht engagiert, habe ich mal gefragt, ob ihn dieses ganzes Unrecht nicht innerlich aufwühlen würde. Er hat mir geantwortet, dass er diese Gefühle nicht an sich heran ließe und sich als Chronist unserer Zeit sieht.

Diese klare Trennung zwischen Gefühl und Verstand würde ich mir auch wünschen. Doch da ist der Wunsch der Vater des Gedanken. Und ich denke, dass bei mir der Weg das Ziel ist - immer wieder versuchen, durchzuatmen und klar zu denken und mir nicht alles "so zu Herzen" nehmen. Dann kann ich auch ruhig und sachlich über Dinge reden, die mir gefühlsmäßig unter die Haut gehen.

#gerhardsgedankenbuch #seele #geist #ruhe #kraft #ärger #trennung #gefühle #unrecht #arbeitsunrecht #verstand #weg #ziel

 

Geschlechtergerechte Sprache


In einem Artikel setzt sich Netzpolitik.og mit geschlechtergerechter Sprache auseinander und erklärt deren Sinn, dem ich grundsätzlich zustimme. Abweichend finde ich, dass die Schreibweisen mit Doppelpunkt und Sternchen schlecht lesbar und schlecht vorlesbar sind, weil sie aus meiner Sicht den Sprachfluss stören. Doch das ist meine persönliche Meinung.

Auch ich bemühe mich um geschlechtergerechte Sprache und versuche, das so zu handhaben, dass ich nach Möglichkeit Begriffe benutze, die beide Geschlechter einschließen - z.B. Menschen, Leute, Betroffene oder Personen. Wo das nicht möglich ist, verbinde ich beide Begriffe mit dem Wort "und" - z.B. Männer und Frauen.

Im Privaten verwende ich meistens die männliche Form, weil meine Freunde und Bekannten das "nicht so eng" sehen.

#gerhardsgedankenbuch #sprache #geschlechtergerecht #gender #sprachfluss #meinung

 

Nutzung meines Blogs


Ich möchte Euch gerne bitten, mir in den Kommentaren die folgenden Fragen zu beantworten:

*** Wie häufig besuchst Du mein Blog?**
- regelmäßig, - alle paar Wochen, - alle paar Monate

*** Wie rufst Du mein Blog auf?**
- per RSS-Feed, - über Lesezeichen, - manuell

Herzlichen Dank für Eure Teilnahme
Euer Gerhard

#gerhardsgedankenbuch #blog #nutzung #gerhard #kommentare #fragen #antworten

 

Sorgen loslassen


Wünsche zum neuen Jahr habe ich keine. Und wenn ich einen hätte, wäre es der Wunsch, meine Sorgen los zu lassen und gelassener zu leben. Dieser Wunsch begleitet mich schon viele Jahre und ich bekomme das Gleichgewicht zwischen beiden mal mehr und mal weniger hin - meistens weniger. Wenn mir die Sorgen wieder zu viel werden, setze ich mich mit der Frage auseinander, welchen Sinn es macht, mir die aktuellen Sorgen zu machen. Ich nehme dabei auch meine körperlichen Verkrampfungen wahr und versuche, mich zu entspannen.

Sorgen loslassen heißt für mich nicht, Sorgen zu verdrängen, sondern sie anzunehmen und als etwas Natürliches in mein Leben einzubinden.

Schwierig fällt mir dieses Loslassen auch deshalb, weil meine Familie Lachen und Freude nicht gerade vorne auf ihrer Stirn stehen hatten. Davon bin auch ich geprägt und habe dieses Muster sehr viele Jahre nicht erkannt.

Wie gelingt es Euch, Eure Sorgen und Eure Gelassenheit miteinander in Einklang zu bringen?

#gerhardsgedankenbuch #gelassenheit #sorgen #loslassen #einklang #wunsch #gleichgewicht #leben

 

Selten bereut


Mein Leben ist nicht besonders geradlinig verlaufen. Und so manchen Abzweig bereue ich im Nachhinein und weiß, dass ich es nicht rückgängig machen kann. Damit muss ich leben und es gelingt mir mal mehr mal weniger. Es gibt Fehler, die kann man wieder gut machen und es gibt Fehler, die das nicht zulassen.

Mein Kernfehler war der Abbruch meines Lehrerstudiums und die Unfähigkeit, mein Berufsleben überlegt zu planen und zu organisieren. Meine längste Beziehung dauerte 14 Jahre. Im Grunde war mein Ziel immer, mit einer Frau gemeinsam alt zu werden und im Alter immer noch Hand in Hand durchs Leben zu gehen. War nichts - zumindest bis jetzt.

Von den zwei Abzweigungen abgesehen, geht es mir ziemlich gut: Ich habe viel Zeit und bin gesund. Wer kann das heute schon von sich sagen.

#gerhardsgedankenbuch #reue #leben #abzweigung #fehler #lehrerstudium #unfähigkeit #berufsleben #beziehung #ziel #zeit #gesundheit

 

Im Kleinen wirken


In meiner Jugend war ich in vielen Bereichen politisch stark engagiert, weil ich dazu beitragen wollte, die Welt besser und menschlicher zu gestalten. Doch die Welt konnte ich nicht besser machen. Irgendwann wurde und werde ich bis heute das Gefühl nicht los, die Welt kein Stück menschlicher gemacht zu haben, weil sie heute unmenschlicher ist als vor Jahrzehnten. Eine gute und düstere Zusammenfassung allein aus diesem Jahr zeigt schon allein dieser Artikel.

Auch heute noch neige ich dazu, die Welt verändern zu wollen - "getreu" dem Motto Gelernt ist gelernt. Doch ich ermahne mich immer wieder, nicht mehr die Welt verändern zu wollen, sondern im Kleinen zu wirken, in meiner unmittelbaren Umgebung, bei den Menschen, mit denen ich viel Kontakt habe und die mir wichtig sind. Auf Grund des damit verbundenen Schneeballeffekts dürfte ein solches Handeln eine wesentlich größere und für mich auch sicht- und spürbare Wirkkraft haben.

#gerhardsgedankenbuch #jugend #politik #engagement #veränderung #menschen #kontakt #schneeballeffekt #wirkkraft

 

Meine Zeit "mit" Bob Dylan


Diese Dokumentation über das Leben von Bob Dylan hat in mir Erinnerungen geweckt an den wohl schönsten Abschnitt in meinem Leben:

Es war meine Schulzeit auf dem Konrad-Heresbach-Gymnasium in Mettmann mit ganz vielen tollen Menschen. Einer von ihnen war ein sehr guter Freund, der wunderbar Gitarre spielte - oft zusammen mit seinem Bruder - und ein Fan von Bob Dylan war und viele seiner Texte zur Gitarre sang. Es war eine wunderbare Zeit mit sehr viel Leichtigkeit und Lebensfreude.

Morgens vor dem Unterricht begrüßte sich unser "kleiner Kreis" mit Herzlichkeit und In-den-Arm-nehmen - es war wie das Frühstück für unsere Seelen.

Von einer dieser Schulkameradinnen ist mir noch sehr gut ihre Antwort in Erinnerung, die sie mir gegeben hat, als ich ihr mal sagte, ich fände es toll, dass sie immer ein Lachen im Gesicht habe. Sie antwortete mir sinngemäß: "Wenn ich nicht wüsste, was Tränen sind, wüsste ich auch nicht, was Lachen ist."

#gerhardsgedankenbuch #bobdylan #konradheresbachgymnasium #dokumentation #erinnerungen #schulzeit #menschen #freund #gitarre #leichtigkeit #lebensfreude #herzlichkeit #frühstück #seelen #tränen #lachen

 
Beim Stöbern in meinem Blog bin ich auf diesen Eintrag über einen Menschen gestoßen, der mein Leben stark geprägt hat.

Ein authentisches Vorbild


Mein erstes authentisches Vorbild war Herr Meyer, mein langjähriger Klassenlehrer während meiner Schulzeit auf dem Konrad-Heresbach-Gymnasium in Mettmann. Er war nicht nur ein Mensch des Wortes, sondern auch ein Mensch der Tat. Er stand konsequent auch in Taten zu seinen Worten. Ihm habe ich geglaubt, ihm habe ich vertraut, er war für mich weniger Lehrer als vielmehr Mensch, von dem ich auch menschlich sehr viel lernen durfte.

Wenn ich mal wieder den Unterricht störte und Herr Meyer - er war ein sehr geduldiger Mensch - mich in meine Grenzen verwies, so habe ich das sofort umgesetzt, weil ich genau wusste, dass er andernfalls die angedrohte Konsequenz auch wahr machen würde. Bei einer anderen Gelegenheit hatte die Klassenkonferenz ihn als meinen Klassenlehrer beauftragt, meinen Eltern zu empfehlen, mich von der Schule zu nehmen, weil ich für die Schule nicht mehr tragbar sei. Er hat das auf eigenes Risiko nicht getan, weil er der Überzeugung war, das wäre der falscheste Schritt, den die Schule überhaupt gehen konnte. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar. Erfahren habe ich davon erst Jahre später.

Sehr geehrter Herr Meyer, gleich an welcher "Anschrift" Sie diese Worte erreichen: Ich möchte Ihnen ein herzliches Dankeschön sagen für die Jahre, die Sie mich mehr als Mensch denn als Lehrer durch mein Leben begleitet haben. Es war wunderbar für mich - auch wenn ich das damals noch nicht so empfunden habe -, Ihnen vertrauen zu dürfen und zu können.

#gerhardsgedankenbuch #authentisch #vorbild #vertrauen #lehrer #mensch #dankbarkeit #schule #risiko

 

Ein roter Faden im Leben


Es zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, dass mit Ausnahme von Partnerschaften, alle Kontakte ausschließlich von mir gepflegt worden sind und bis heute gepflegt werden. Das gibt mir oft das Gefühl, für diese Menschen keine Rolle in deren Leben zu spielen oder eben nur eine unter geordnete Rolle.

Bisher habe ich mich zweimal von solchen Kontakten getrennt - ich habe beharrlich nichts mehr von mir hören lassen. Und keiner dieser Kontakte hat sich bis heute bei mir gemeldet. Das kann ich nicht anders deuten, als dass ich für diese Menschen nicht wichtig war.

Auch aktuell stehe ich wieder vor dieser Schwierigkeit, zögere aber mit der Umsetzung, weil ich Angst davor habe, letztlich alleine zu sein. Und ich bin überzeugt, dass sich die Menschen, an die ich denke, nicht wieder bei mir melden würden.

Ein krasses Beispiel möchte ich nennen: Wenn mir ein Mensch über einen längeren Zeitraum immer wieder sagt "Deine Freundschaft ist mir sehr wichtig." und nie wieder von sich hören lässt . . . - was soll ich daran positiv sehen?

Dieser "rote Faden" hat bestimmt einen Grund - doch welchen bzw. welche? Ich bin alles andere als fehlerfrei. Aber so fehlerhaft, dass sich Menschen immer wieder von mir verabschieden? Das kann ich mir kaum vorstellen.

Oder stehe ich mit dieser Erfahrung gar nicht so alleine, wie ich es oft empfinde?

#gerhardsgedankenbuch #menschen #leben #gefühl #kontakte #abschied #partnerschaften #angst #freundschaft #fehler #erfahrung

 

Schenken und Beschenktwerden


Es ist schon viele Jahre her, kommt mir aber auf Grund meiner materiellen Lage immer wieder in Erinnerung:

Als meine Eltern noch lebten, haben wir ihnen zu ihren Geburtstagen auf Initiative meines Bruders zweimal zwei Musicalkarten geschenkt - einmal in Hamburg einschließlich Übernachtung und einmal in Bochum. Obwohl ich zu der Zeit schon arbeitslos war, habe ich jedes Mal 50 DM beigesteuert. Das war es mir als Dankeschön an meine Eltern wert.

Und obwohl mein Bruder meine materielle Lage kannte und wusste, dass ich Musik sehr mag, habe ich ein ähnliches Geschenk nie bekommen. Ihm war ich grundsätzlich nur ein paar müde Mark wert.

Das klingt wie Neid und nachtragend sein. Doch es war eine Kränkung, weil mir mein Bruder damit seine Gleichgültigkeit gezeigt hat. Nach dem Tod meiner Eltern habe ich mich von ihm (und auch meiner Schwester) los gesagt und bereue das bis heute nicht.

Leider gibt es im Leben auch Menschen, die einem eigentlich nahe stehen sollten und von denen man sich trotzdem aus Selbstschutz und auch wenn es schmerzt trennen muss.

#gerhardsgedankenbuch #bruder #schwester #eltern #geschenke #armut #neid #kränkung #gleichgültigkeit #leben #menschen #selbstschutz #trennung

 

Weltenbummler


Seit einigen Jahren mache ich einmal wöchentlich in einem Altenheim Gedächtnistraining. Das Gedächtnistraining besteht darin, dass ich aus vielen Wissensgebieten den Seniorinnen und Senioren Quizfragen aus verschiedenen Gebieten stelle. Darunter sind auch erdkundliche Fragen. Das veranlasste eine Seniorin mal zu der Frage:

"Sagen sie mal, Herr Hallstein, sind sie schon so weit in der Welt herum gekommen, dass sie das alles wissen?"

Nicht nur ich war verdutzt und musste schmunzeln. Ich habe sie dann aufgeklärt und sie wusste nun Bescheid.

Das ist eine von vielen aufbauenden Erlebnissen in meiner ehrenamtlichen Arbeit.

#gerhardsgedankenbuch #weltenbummler #erdkunde #gedächtnistraining #seniorinnen #senioren #welt #fragen #antworten #ehrenamt

 
<a href"https://gerhardsgedankenbuch.blogspot.com/2019/10/theorie-und-praxis.html">Theorie und Praxis</a>

Während meiner Umschulung zum Bürokaufmann 1980/81 hat ein Dozent folgendes gesagt:

Ich habe schon Prüflinge erlebt, die mit einer Eins abgeschlossen haben, in der Praxis jedoch versagt haben. Und ich habe umgekehrt auch schon Prüflinge erlebt, die mit gerade mal einer Vier . . .


#gerhardsgedankenbuch #theorie #praxis #umschulung #prüfung #arbeitgeber #arbeitslosigkeit #nebeneinsteiger #chance

 

Auf den Punkt gebracht


Wochen nach dem Urlaub fand folgendes ganz kurze Gespräch statt:

Fandest Du unseren Urlaub auch schön?
Nein.
Warum?
Weil Du zu wenig von Deinen Problemen gesprochen hast.

Man kann im Urlaub auch über Probleme sprechen. Aber daraus den wichtigsten Urlaubsinhalt machen . . . ? Na, das sehe ich doch anders.

Bei der Gelegenheit mal gefragt: Gibt es wirklich Menschen ohne Probleme?

#gerhardsgedankenbuch #urlaub #probleme #gelegenheit #menschen

 

Vom Einklang zwischen Verstand und Gefühl


Ein schwieriges Thema, weil es mir immer ziemlich schwer fällt, über Gefühle so zu sprechen, dass ich verstanden werde und mich nicht verwusele.

Ich weiß natürlich nicht, wer von Euch Verstand und Gefühle miteinander in Einklang bringen kann. Menschen mit dieser Fähigkeit sind meines Erachtens im Leben grundsätzlich im Vorteil: Sie sind nicht in der Gefahr, sich von ihren Gefühlen beherrschen zu lassen und sich damit so manches Mal ins Aus zu manövrieren.

Möglicherweise ist dieses Thema für Euch ohne Bedeutung - das wäre in Ordnung.
Doch wenn es in Eurem Leben auch eine Rolle spielt - wie geht Ihr damit um?

#gerhardsgedankenbuch #verstand #gefühl #einklang #menschen #fähigkeit #bedeutung

 

Spuren aus meinem Leben


Als ich noch motorisiert war, bin ich so etwa alle zwei Jahre in mein altes Gymnasium gefahren, bin durch die Flure gegangen, habe mir die bemalten Wände angesehen und die Atmosphäre dieses Gebäudes eingeatmet und mit meinen anderen Sinnen in mich aufgenommen.

In diesen Klassenzimmern, Fluren, auf dem Schulhof habe ich von Lehrern und Mitschülern sehr viel gelernt, das auch noch mein Leben im Jetzt prägt. Und ich denke an diese Jahre sehr gerne und auch mit etwas Wehmut zurück, weil ich damals im Vergleich zu Heute noch angstfrei vor dem Heute und Morgen leben durfte und konnte.

Bei meinem letzten Besuch stand ich schon im Ausgang, warf einen letzen Blick zurück ins Gebäude und entdeckte ein größeres Foto, das mich neugierig machte. Es war ein Bild mit den Mitgliedern des Pädagogisch-Psychologischen Ausschusses.

Donnerwetter! – habe ich überrascht und erfreut gedacht. Dieser Ausschuss war vor über 30 Jahren "mein Kind" und dieses Kind ist heute erwachsen geworden. Der Pädagogisch-Psychologische Ausschuss ist gleichwertig mit Lehrern und Schülern besetzt und hilft bei der Lösung von Konflikten zwischen Schülern und Lehrern, bevor sie eskalieren.

Eine motivierende und nachhaltige Erfahrung

#gerhardsgedankenbuch #spuren #leben #gymnasium #lehrer #mitschüler #angstfrei #besuch #kind #konflikte #erfahrung #nachhaltigkeit #nachhaltig

 

Hinweis


Möglicherweise möchte der eine oder die andere von Euch meine Blogeinträge nur von Zeit zu Zeit lesen. Falls das der Fall sein sollte, möchte ich Euch gerne anbieten, Euch zu Anfang eines jeden Monats per Email mit einem einzigen Link alle Einträge des Vormonats zu senden. Ihr braucht sie dann nur durch zu scrollen und die für Euch interessanten Einträge anzuklicken.

Wer dieses Angebot gerne in Anspruch nehmen möchte, möge mir über das Kontaktformular in der rechten Seitenseite seine entsprechende Emailadresse zukommen lassen, die ich selbstverständlich vertraulich behandeln und nicht weitergeben werde.

#gerhardsgedankenbuch #benachrichtigungen #email #emailadresse #vertraulichkeit #blogeinträge #angebot #hinweis

 

Die Nabelschnur


Ursprünglich sollte ich schon am 11. und nicht 23. Dezember geboren werden. Doch es kam zu Verzögerungen. Gerade noch rechtzeitig stellten die Ärzte fest, dass sich die Nabelschnur um meinen Hals gewickelt hatte und ich nur noch mit einem Kaiserschnitt geboren werden konnte.

Und nun kommt das Verwunderliche: Für diesen Eingriff war 1950(!) die Einwilligung meines Vaters notwendig. Doch Vati hatte - so hat es mir Mutti erzählt - mit Geburt nichts am Hut und war wohl in irgendeiner Kneipe verschwunden. Also "durfte" meine Mutti selbst die Einwilligung für den Eingriff geben. Und das war gut so, denn sonst gäbe es mich nicht und auch nicht mein "Gedankenbuch" mit seinen bisher hunderten von Einträgen.

#gerhardsgedankenbuch #geburt #nabelschnur #kaiserschnitt #1950 #ärzte #einwilligung #vater #mutter #eingriff

 

Schweigend miteinander reden


. . . . .

Das erinnert mich an eine Erfahrung aus meiner letzten Kur. Auf einem Spaziergang mit Lisa - einer anderen Patientin - haben wir vereinbart, eine halbe Stunde miteinander spazieren zu gehen, ohne miteinander zu reden. Das war eine der Erfahrungen aus meinem Leben, die mir tief in Erinnerung geblieben ist, weil unsere Kommunikation ohne Sprache auf der gefühlsmäßigen Ebene sehr intensiv war. Und - das finde ich auch ganz spannend - ich habe die Natur um uns herum ebenfalls tiefer wahrgenommen, als wenn ich in ein Gespräch vertieft gewesen wäre.

Wir haben nicht nur unsere gesprochene Sprache als Mittel für Kommunikation, sondern auch noch Gestik, Mimik und Einfühlungsvermögen. Alle diese Elemente machen - sinnvoll miteinander kombiniert - eine guten und befriedigenden Austausch zwischen uns Menschen aus.

#gerhardsgedankenbuch #erfahrung #spaziergang #reden #miteinander #schweigen #intensiv #kommunikation #sprache #wahrnehmung #gespräch #gestik #mimik #einfühlungsvermögen #austausch #menschen #gefühle #natur

 

Alltägliche Gewalt


Täglich sehen, hören und lesen wir in den Medien von der “alltäglichen Gewalt”. Doch leider ist hier immer nur die Rede von einem sehr eingegrenzten Gewaltbegriff – dem der körperlichen Gewalt gegen andere Menschen und der Gewalt gegen Sachen. Es ist schon makaber, dass Gewalt gegen Sachen (richtig wäre “Sachbeschädigung”) ein größeres Vergehen ist als die Gewalt gegen Menschen, die ich im Weiteren darstellen werde. Es geht nicht darum, dass über diese Themen nicht berichtet wird; vielmehr geht es mir darum, dass diese Tatsachen nicht als das bezeichnet werden, was sie letztendlich sind, nämlich Alltägliche Gewalt:

Da gibt es die wirtschaftliche Gewalt: Es ist nahezu jedem Arbeitgeber erlaubt, aus unfähiger Betriebsführung oder Gewinnsucht “seine” Mitarbeiter auf die Straße zu setzen und sie damit ihrer wirtschaftlichen Grundlage zu berauben.

Da gibt es die politische Gewalt: Obwohl Millionen Menschen in Armut leben müssen, wird das Arbeitslosengeld II entgegen besseren Wissens nicht erhöht, werden nicht die Arbeitslosen unterstützt, sondern die Unternehmer mit Ein-Euro-Jobs, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, 400 €-Jobs (die immer mehr die Vollzeitbeschäftigung verdrängen) und ergänzendem Arbeitslosengeld II.

Da gibt es die soziale Gewalt: Altbundeskanzler Schröder hat vor Jahren die Arbeitslosen beleidigt, ohne sich je dafür zu entschuldigen und ohne je dafür wegen Volksverhetzung (die Arbeitslosen gehören tatsächlich noch zum Volk!) und übler Nachrede juristisch belangt zu werden. Und dieses Denken ist auch heute leider immer noch vorherrschend.

Da gibt es die psychische Gewalt: “Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein.” Anders kann ich es nicht bezeichnen, wenn Arbeitgeber ihre Mitarbeiter und der Staat seine Bürger unter den Druck wirtschaftlicher Sanktionen setzen dürfen.

Das alles hat System: Die Menschen sollen zermürbt und ausgelaugt werden. Beständige und erfolgreiche Gegenwehr soll verhindert werden und wird es in den allermeisten Fällen auch. Der Einzelne ist viel zu ausgelaugt, als dass er sich noch wehren kann. Hinzu kommt, dass diesen Menschen häufig die Solidarität verweigert wird.

Die alltägliche Gewalt ist auch mit meiner hier geschilderten erweiterten Sichtweise nur annähernd beschrieben, weil das Thema äußerst verzweigt und vielschichtig ist. Vielmehr will ich auch mit diesem Beitrag nicht missionieren, sondern zum Denken über den Tellerrand hinaus anregen – und vielleicht auch ein Stück zum eigenen Handeln.

#gerhardsgedankenbuch #gewalt #arbeitgeber #gewinnsucht #armut #hartz4 #hartzIV #arbeitslosigkeit #volksverhetzung #solidarität

 

Alltägliche Gewalt


Täglich sehen, hören und lesen wir in den Medien von der “alltäglichen Gewalt”. Doch leider ist hier immer nur die Rede von einem sehr eingegrenzten Gewaltbegriff – dem der körperlichen Gewalt gegen andere Menschen und der Gewalt gegen Sachen. Es ist schon makaber, dass Gewalt gegen Sachen (richtig wäre “Sachbeschädigung”) ein größeres Vergehen ist als die Gewalt gegen Menschen, die ich im Weiteren darstellen werde. Es geht nicht darum, dass über diese Themen nicht berichtet wird; vielmehr geht es mir darum, dass diese Tatsachen nicht als das bezeichnet werden, was sie letztendlich sind, nämlich Alltägliche Gewalt:

Da gibt es die wirtschaftliche Gewalt: Es ist nahezu jedem Arbeitgeber erlaubt, aus unfähiger Betriebsführung oder Gewinnsucht “seine” Mitarbeiter auf die Straße zu setzen und sie damit ihrer wirtschaftlichen Grundlage zu berauben.

Da gibt es die politische Gewalt: Obwohl Millionen Menschen in Armut leben müssen, wird das Arbeitslosengeld II entgegen besseren Wissens nicht erhöht, werden nicht die Arbeitslosen unterstützt, sondern die Unternehmer mit Ein-Euro-Jobs, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, 400 €-Jobs (die immer mehr die Vollzeitbeschäftigung verdrängen) und ergänzendem Arbeitslosengeld II.

Da gibt es die soziale Gewalt: Altbundeskanzler Schröder hat vor Jahren die Arbeitslosen beleidigt, ohne sich je dafür zu entschuldigen und ohne je dafür wegen Volksverhetzung (die Arbeitslosen gehören tatsächlich noch zum Volk!) und übler Nachrede juristisch belangt zu werden. Und dieses Denken ist auch heute leider immer noch vorherrschend.

Da gibt es die psychische Gewalt: “Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein.” Anders kann ich es nicht bezeichnen, wenn Arbeitgeber ihre Mitarbeiter und der Staat seine Bürger unter den Druck wirtschaftlicher Sanktionen setzen dürfen.

Das alles hat System: Die Menschen sollen zermürbt und ausgelaugt werden. Beständige und erfolgreiche Gegenwehr soll verhindert werden und wird es in den allermeisten Fällen auch. Der Einzelne ist viel zu ausgelaugt, als dass er sich noch wehren kann. Hinzu kommt, dass diesen Menschen häufig die Solidarität verweigert wird.

Die alltägliche Gewalt ist auch mit meiner hier geschilderten erweiterten Sichtweise nur annähernd beschrieben, weil das Thema äußerst verzweigt und vielschichtig ist. Vielmehr will ich auch mit diesem Beitrag nicht missionieren, sondern zum Denken über den Tellerrand hinaus anregen – und vielleicht auch ein Stück zum eigenen Handeln.

#gerhardsgedankenbuch #gewalt #arbeitgeber #gewinnsucht #armut #hartz4 #hartzIV #arbeitslosigkeit #volksverhetzung #solidarität

 

Alltägliche Gewalt


Täglich sehen, hören und lesen wir in den Medien von der “alltäglichen Gewalt”. Doch leider ist hier immer nur die Rede von einem sehr eingegrenzten Gewaltbegriff – dem der körperlichen Gewalt gegen andere Menschen und der Gewalt gegen Sachen. Es ist schon makaber, dass Gewalt gegen Sachen (richtig wäre “Sachbeschädigung”) ein größeres Vergehen ist als die Gewalt gegen Menschen, die ich im Weiteren darstellen werde. Es geht nicht darum, dass über diese Themen nicht berichtet wird; vielmehr geht es mir darum, dass diese Tatsachen nicht als das bezeichnet werden, was sie letztendlich sind, nämlich Alltägliche Gewalt:

Da gibt es die wirtschaftliche Gewalt: Es ist nahezu jedem Arbeitgeber erlaubt, aus unfähiger Betriebsführung oder Gewinnsucht “seine” Mitarbeiter auf die Straße zu setzen und sie damit ihrer wirtschaftlichen Grundlage zu berauben.

Da gibt es die politische Gewalt: Obwohl Millionen Menschen in Armut leben müssen, wird das Arbeitslosengeld II entgegen besseren Wissens nicht erhöht, werden nicht die Arbeitslosen unterstützt, sondern die Unternehmer mit Ein-Euro-Jobs, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, 400 €-Jobs (die immer mehr die Vollzeitbeschäftigung verdrängen) und ergänzendem Arbeitslosengeld II.

Da gibt es die soziale Gewalt: Altbundeskanzler Schröder hat vor Jahren die Arbeitslosen beleidigt, ohne sich je dafür zu entschuldigen und ohne je dafür wegen Volksverhetzung (die Arbeitslosen gehören tatsächlich noch zum Volk!) und übler Nachrede juristisch belangt zu werden. Und dieses Denken ist auch heute leider immer noch vorherrschend.

Da gibt es die psychische Gewalt: “Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein.” Anders kann ich es nicht bezeichnen, wenn Arbeitgeber ihre Mitarbeiter und der Staat seine Bürger unter den Druck wirtschaftlicher Sanktionen setzen dürfen.

Das alles hat System: Die Menschen sollen zermürbt und ausgelaugt werden. Beständige und erfolgreiche Gegenwehr soll verhindert werden und wird es in den allermeisten Fällen auch. Der Einzelne ist viel zu ausgelaugt, als dass er sich noch wehren kann. Hinzu kommt, dass diesen Menschen häufig die Solidarität verweigert wird.

Die alltägliche Gewalt ist auch mit meiner hier geschilderten erweiterten Sichtweise nur annähernd beschrieben, weil das Thema äußerst verzweigt und vielschichtig ist. Vielmehr will ich auch mit diesem Beitrag nicht missionieren, sondern zum Denken über den Tellerrand hinaus anregen – und vielleicht auch ein Stück zum eigenen Handeln.

#gerhardsgedankenbuch #gewalt #arbeitgeber #gewinnsucht #armut #hartz4 #hartzIV #arbeitslosigkeit #volksverhetzung #solidarität

 

Schreibe ich authentisch?


Bekanntlich schreibe ich sehr viel über meine Gedanken, meine Gefühle, mein Leben und wie ich versuche, mich in diese Gesellschaft einzubinden. Das fällt mir oft nicht leicht, und ich weiß oft nicht so recht, wie ich das alles in Worte fassen kann. Und noch weniger weiß ich, ob ich von Euch verstanden werde. Verstanden in dem Sinn, dass ich nachvollziehbar machen kann, was ich denke, warum ich es denke, warum ich so und nicht anders lebe und oft auch nicht leben kann.

Ich möchte niemanden davon überzeugen, dass mein Leben in vorbildlichen Bahnen verläuft - das wäre eine Lüge. Mein Wunsch ist, Euch etwas von mir mitzuteilen - mit Euch ein Teil meines Lebens zu teilen. Inwiefern Ihr das auch möchtet, das ist Eure Entscheidung.

Wichtig wäre mir auch eine Rückmeldung zu der Frage: Schreibe ich authentisch?

#gerhardsgedankenbuch #gedanken #gefühle #leben #worte #verstehen #verständnis #lüge #wunsch #mitteilen #entscheidung #authentizität #rückmeldung

 

Theorie und Praxis


Während meiner Umschulung zum Bürokaufmann 1980/81 hat ein Dozent folgendes gesagt:
Ich habe schon Prüflinge erlebt, die mit einer Eins abgeschlossen haben, in der Praxis jedoch versagt haben. Und ich habe umgekehrt auch schon Prüflinge erlebt, die mit gerade mal einer Vier abgeschlossen haben, in der Praxis jedoch erfolgreich waren.
Eine Aussage, die im Grunde jeder Arbeitgeber auch anerkennen und wissen müsste. Ich weiß nicht, wie groß die Anzahl der Arbeitgeber ist, die auch Nebeneinsteigern eine Chance geben - ich habe während meiner langen Arbeitslosigkeit solche Arbeitgeber leider nicht kennen gelernt.

Darum wünsche ich jedem arbeitslosen Menschen, der in seinem (neu) erlernten Beruf keine Chance auf einen Wiedereinstieg erhält, dass er zumindest einen Arbeitgeber findet, der ihm eine Chance als Nebeneinsteiger gibt.

#gerhardsgedankenbuch #arbeitslosigkeit #theorie #praxis #umschulung #arbeitgeber #nebeneinsteiger #wiedereinstieg

 

Mein Gedankenbuch oder Diaspora*?


Hin und wieder frage ich mich, ob ich die Pflege meines Gedankenbuches nicht zugunsten meines Diaspora-Pods einschlafen lassen sollte, weil in meinem Gedankenbuch kein Gedankenaustausch stattfindet, in Diaspora der Gedankenaustausch jedoch sehr rege ist. Doch ich glaube, die Verwirklichung dieser Überlegung wäre überhaupt nicht gut.

Ich glaube, beide haben unterschiedliche Zielgruppen. In Diaspora* sind mir diese Menschen namentlich (zumindest mit ihren Pseudonymen) bekannt, in meinem Gedankenbuch weiß ich nur von sehr wenigen Menschen, dass sie meinen Gedanken regelmäßig folgen.

Facebook und Twitter habe ich eine zeitlang getestet und für "ungeeignet" gehalten und mich deshalb von ihnen wieder verabschiedet. Bei Diaspora* mache ich seit über zwei Jahren die Erfahrung von gegenseitiger Achtung - Hate Speech habe ich dort noch nie erlebt.

Mein Gedankenbuch ist nicht nur seit zwölf Jahren mein "schreibendes" Herzblut, sondern auch eine Art von Chronik für wichtige Einstellungen in meinem Leben. Dort sind meine Gedanken und Gefühle an einem Ort versammelt. So wie meine Wohnung meine menschliche Wohlfühloase ist, so ist mein Gedankenbuch meine schreibende Wohlfühloase.

#gerhardsgedankenbuch #diaspora #gedankenaustausch #zielgruppen #menschen #facebook #twitter #achtung #hatespeech #herzblut #chronik #wohnung #wohlfühloase

 

Aus der menschlichen Bahn geraten


Armut, sehr lange Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und fehlende soziale Vernetzung - das alles sind hervorragende Voraussetzungen, um aus der menschlichen Bahn zu geraten. Und ist es erst einmal so weit, ist die Rückkehr in ein sogenanntes "normales" Leben sehr schwer bis in Einzelfällen unmöglich.

Doch warum bin ich trotz weit über zehnjähriger Arbeitslosigkeit und fehlender sozialer Vernetzung immer noch im "normalen" Leben? Und habe vor, es bleiben, wovon ich auch überzeugt bin.

Die Basisgrundlagen dafür liegen bestimmt in meiner Kindheit. Auch wenn ich so manches an meinen Eltern kritisiert habe und vieles alleine regeln musste - ein gefühlsmäßig sicheres Zuhause haben mir meine Eltern immer geboten.

Untermauert wurden diese Grundlagen in meiner Jugend: Auf "meinem" Gymnasium habe ich mich immer auch Zuhause gefühlt und war sozial gut vernetzt. Und ich habe sehr engagiert politisch gearbeitet. Und in diesen Gruppen habe ich mich ebenfalls Zuhause und wohl gefühlt.

Und heute? Heute lebe ich immer noch von diesen Grundlagen, was mir nach meiner Überzeugung nur möglich ist, weil ich bewusst lebe.

#gerhardsgedankenbuch #armut #arbeitslosigkeit #perspektivlosigkeit #menschlichkeit #vernetzung #leben #gruppen #zuhause #gefühle #engagement #politik #bewusstheit

 

Aus der menschlichen Bahn geraten


Armut, sehr lange Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und fehlende soziale Vernetzung - das alles sind hervorragende Voraussetzungen, um aus der menschlichen Bahn zu geraten. Und ist es erst einmal so weit, ist die Rückkehr in ein sogenanntes "normales" Leben sehr schwer bis in Einzelfällen unmöglich.

Doch warum bin ich trotz weit über zehnjähriger Arbeitslosigkeit und fehlender sozialer Vernetzung immer noch im "normalen" Leben? Und habe vor, es bleiben, wovon ich auch überzeugt bin.

Die Basisgrundlagen dafür liegen bestimmt in meiner Kindheit. Auch wenn ich so manches an meinen Eltern kritisiert habe und vieles alleine regeln musste - ein gefühlsmäßig sicheres Zuhause haben mir meine Eltern immer geboten.

Untermauert wurden diese Grundlagen in meiner Jugend: Auf "meinem" Gymnasium habe ich mich immer auch Zuhause gefühlt und war sozial gut vernetzt. Und ich habe sehr engagiert politisch gearbeitet. Und in diesen Gruppen habe ich mich ebenfalls Zuhause und wohl gefühlt.

Und heute? Heute lebe ich immer noch von diesen Grundlagen, was mir nach meiner Überzeugung nur möglich ist, weil ich bewusst lebe.

#gerhardsgedankenbuch #armut #arbeitslosigkeit #perspektivlosigkeit #menschlichkeit #vernetzung #leben #gruppen #zuhause #gefühle #engagement #politik #bewusstheit

 

Die Weisheit des Alters

In einem Interview mit der Rheinischen Post, das ich leider nicht verlinken kann, wurde Wolfgang Niedecken, der Frontmann der Kölschrockband BAP unter anderem gefragt:
Haben Sie manchmal das Gefühl, dass man mit zunehmendem Alter in bestimmten Fragen des Lebens konservativer wird?
Wolfgang Niedecken antwortet darauf: . . .
#gerhardsgedankenbuch #wolfgangniedecken #bap #alter #leben #fähigkeit #zweifelsfall

 

Armut und Partnerschaft


Armut und Partnerschaft

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das vielen Menschen vertraut sein dürfte und das mir beständig Sorgen bereitet: Armut und Partnerschaft.

Es ist schon schwierig, eine Partnerschaft weiter zu leben, wenn ein Partner verarmt. Die Partnerschaft ist in einigen Bereichen umzustellen, weil viel von dem, was man sich bisher geleistet hat, nicht mehr möglich ist. Die finanziellen Lasten liegen nun hauptsächlich auf einem Parter. Und ob er bzw. sie das annehmen kann bzw. will oder nicht, ist schwierig zu entscheiden. Manche Partnerschaften zerbrechen daran, andere schaffen es, ihre Partnerschaften zu festigen.

Ist man aber bereits verarmt und sucht eine neue Partnerschaft, so ist man in einer geradezu ausweglosen Lage, weil so gut wie niemand bereit ist, eine Partnerschaft mit einem armen Menschen zu wagen, den man zudem überhaupt nicht kennt.

Einerseits kann ich diese ablehnende Haltung sehr gut verstehen. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn man Leben finanziell abgesichert verliefe und ich eine sympathische, arme Frau kennen lernen würde.

Andererseits schmerzt es mich immer wieder, in der eigenen Seele diese Ablehnung spüren zu müssen. Das gedankliche Verstehen vermag ich nicht in gefühlsmäßiges Annehmen umsetzen. Kompromisse weiß ich auch keine.

#gerhardsgedankenbuch #armut #partnerschaft #menschen #sorgen #verstehen #gedanken #gefühle #seele

 

Hausmusik - wo gibt´s die noch?


Hausmusik hatte für mich als Kind schon einen schlechten Beigeschmack, weil ich sie mit unserem weihnachtlichen Pflichtprogramm verbunden habe, wo wir vor der Bescherung auf unseren Blockflöten Weihnachtslieder spielen mussten.

Heute belege ich diesen Begriff positiv, weil ich damit freiwilliges Musizieren in der Familie oder unter Freunden verbinde. Dabei denke ich an zwei Feiern bei einer Freundin, auf der ein Bekannter auf der Gitarre viele verschiedene Lieder gespielt und gesungen hat. Und wir anderen mitgesungen haben.

Es waren die schönsten Feiern, an die ich mich erinnern kann, weil unser gemeinsames Muisizieren für sehr viel tolle und entspannte Stimmung gesorgt hat.

Wir werden es bestimmt wiederholen.

#gerhardsgedankenbuch #musik #hausmusik #weihnachten #blockflöte #weihnachtslieder #pflichtprogramm #freiwilligkeit #gitarre #lieder #singen

 

Ärzte-Appell: Rettet die Medizin


Viele von uns haben bestimmt schon Ärzte kennen gelernt, die sich nicht die Zeit genommen haben für ein ausführliches Gespräch, weil ihnen ihr Verdienst wichtiger ist als das Wohl des Patienten. In Krankenhäusern scheint es noch krasser zu sein, weil die Ärzte dort angestellt sind und unter dem Zwang von Geschäftsführungen stehen, die ausschließlich auf Gewinn zielen - Profit vor Gesundheit.

Gegen dieses Diktat der Ökonomie in den Krankenhäusern wenden sich jetzt viele Ärzte in einem öffentlichen Appell. So schreiben Sie unter anderem:

Vor sechzehn Jahren gab es in Deutschland eine Revolution, deren Name keiner kennt. An unseren Krankenhäusern wurde ein völlig neues Abrechnungssystem eingeführt, die "Fallpauschalen". Jeder bekommt sie zu spüren, der heute eine Klinik betritt. Wir tragen dort unsichtbare Preisschilder auf der Stirn. Die Verdachtsdiagnose entscheidet darüber, wie interessant wir für das Haus sind.

und

Fast alle Ärztinnen und Ärzte nannten zwei Ursachen für die Misere: Extremen ökonomischen Druck und das "Fallpauschalen-System", für das Diagnosen in "Fallgruppen" gruppiert und pauschal vergütet werden – nach der Faustregel: Je höher der Aufwand, desto mehr Geld.

Sie fordern:

1) Das Fallpauschalensystem muss ersetzt oder zumindest grundlegend reformiert werden.

2) Die ökonomisch gesteuerte gefährliche Übertherapie sowie Unterversorgung von Patienten müssen gestoppt werden. Dabei bekennen wir uns zur Notwendigkeit wirtschaftlichen Handelns.

3) Der Staat muss Krankenhäuser dort planen und gut ausstatten, wo sie wirklich nötig sind. Das erfordert einen Masterplan und den Mut, mancherorts zwei oder drei Kliniken zu größeren, leistungsfähigeren und personell besser ausgestatteten Zentren zusammenzuführen.

#gerhardsgedankenbuch #appell #ärzte #krankenhäuser #mediziner #missstände #fallpauschalen #staat

 

Berufswunsch Priesterbischof

Lokführer oder Polizist wollte ich als Kind nie werden. Unter dem Einfluss der katholischen Kirche wollte ich Priester werden. Doch schon bald wollte ich Bischof . . .
#gerhardsgedankenbuch #berufswunsch #priester #bischof #lokführer #polizist #katholischekirche #kündigungen

 

Der Kardinalfehler meines Lebens

In meinem Leben habe ich viele Fehler gemacht und es werden noch einige folgen. Doch der schlimmste Fehler meines Lebens war meine unstete und unüberlegte Berufslaufbahn. Diesen Fehler kann ich nicht mehr rückgängig machen - . . .
#gerhardsgedankenbuch #blog #leben #fehler #kardinalfehler #beruf #lebenslauf #arbeitsstelle #arbeitsplatz #wiedereinstieg #zusammenhänge #lebensqualität #hartzIV #grundsicherung #denken #sozialhilfe

 

Ein neues Design

Ich habe meinem "Gedankenbuch" eine neue Optik gegeben, weil mir die ursprüngliche nicht so recht gefiel. Ein optisch und inhaltlich ansprechendes Blog sind für mich . . .
#gerhardsgedankenbuch #blog #inhalt #optik

 
@Frank Dapor #podmin

Künftig werde ich meine #Teaser manuell einfügen:

Bespiel

Ein mangelnder Austausch in einer Gruppe kann zu unliebsamen Auseinandersetzungen oder gar zu Streit führen. So geht mir derzeit immer wieder eine Erinnerung aus meiner Jugend durch den Kopf.
Weil mir meine Eltern für meinen Antrag auf Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetzt (Bafög) . . .
#gerhardsgedankenbuch u.a.

 

Neue Blog-Adresse


Mein Blog "Gerhards Gedankenbuch" ist umgezogen und nunmehr unter der Adresse

https://gerhardsgedankenbuch.blogspot.com/

zu erreichen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir auch unter meiner neuen Adresse folgen würdet.

Vielen Dank an Euch
Gerhard

#gerhardsgedankenbuch

 

Dieser Sachverhalt sollte nie in Vergessenheit geraten!!!


Eine Million Rentner ohne Rentenerhöhung

Zum 01. Juli werden die Renten um 1,9% erhöht. Darunter gibt es über eine Million Rentner, die auf Grund ihrer Armut auf ergänzende Grundsicherung angewiesen sind. Auch diese Rentner kommen in den Genuss der Erhöhung – allerdings mit einem sehr bitteren Beigeschmack: Diese Erhöhung wird ihnen in voller Höher von der Grundsicherung abgezogen.

Sofern die Betroffenen nicht das Glück eines Nebenjobs haben, wird ihnen die Höhe ihrer Gesamteinkünfte für Jahre auf demselben Stand eingefroren. Von dem zusätzlichen Verlust der Geldentwertung in dieser Zeit gar nicht zu reden.

Davon wird in den Medien so gut wie gar nicht berichtet. Und die Gewerkschaften haben das auch nicht auf ihrem Radar. Ich habe zwar auch schon im vorletzten Jahr über dieses Thema geschrieben, finde aber sehr wichtig, dass dieses Thema nicht in Vergessenheit gerät.

Orignalbeitrag

#gerhardsgedankenbuch #rente #rentenerhöhung #armut #grundsicherung #medien #vergessenheit #totschweigen

 

Freundschaft und Liebe


Was bedeuten die Begriffe Freundschaft und Liebe für Euch ganz persönlich - will sagen: ohne sie in irgendeinem Lexikon nachzuschlagen? In welchen Bereichen grenzen sich Freundschaft und Liebe aus Eurer ganz persönlichen Sicht voneinander ab?

Nun habt Ihr natürlich ein Recht darauf, dass ich diese Fragen ebenfalls aus meiner ganz persönlichen Sicht beantworte. Ich kann es aber nicht, weil mir schon zu häufig signalisiert und gesagt wurde, dass ich meine Ansprüche zwar an andere stellen, aber selbst nicht leben würde.

#gerhardsgedankenbuch #freundschaft #liebe #authentizität #lexikon #ansprüche #theorie #praxis

 

Wenn Kommunikation mangelhaft ist


Ein mangelnder Austausch in einer Gruppe kann zu unliebsamen Auseinandersetzungen oder gar zu Streit führen. So geht mir derzeit immer wieder eine Erinnerung aus meiner Jugend durch den Kopf.

Weil mir meine Eltern für meinen Antrag auf Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetzt (Bafög) nicht die entsprechenden Angaben in dem Vordruck machen wollten, bin ich den „offiziellen“ Weg gegangen. Wie sich im Nachhinein heraus stellte, war das völlig überflüssig, weil es eine Absprache zwischen dem Leiter des Amtes für Ausbildungsförderung und meinen Eltern gabe, dass er sich unmittelbar darum kümmern würde. Das Ausschöpfen seiner Kompetenzen war somit nicht mehr möglich. Die Folge: Meine Eltern mussten Kosten tragen, die ihnen hätten erspart bleiben können, und der Zwist zwischen meinen Eltern und mir wurde vertieft.

Hätten meine Eltern mich über diese Absprache informiert, wäre ich doch nie und nimmer den „offiziellen“ Weg gegangen. Doch Austausch war in unserer Familie bedauerlicherweise ein Fremdwort.

Heutzutage bemühe ich mich, solche Fehler zu vermeiden – gelingt aber auch nicht immer . . .

Originalbeitrag

#gerhardsgedankenbuch #kommunikation #austausch #gruppe #erinnerung #jugend #absprache #eltern #kompetenzen #kosten #zwist #familie

 

Was ist für Euch das Herzstück von Freundschaft


Ist es die Häufigkeit von realen bzw. virtuellen Kontakten? Sind es Gespräche? Ist es die absolute gegenseitige Ehrlichkeit? Ist es die Dauer von realen Gemeinsamkeiten? Sind es die Bereitschaft und die Fähigkeit, füreinander da zu sein? Ist es das gegenseitige Vertrauen, das auch über längere Zeiträume nicht verloren geht, in denen man sich nicht sieht? Ist die Voraussetzung von Freundschaft, auf „gleicher Augenhöhe“ zu sein – sprich: keiner fühlt sich als Lehrer und keiner als Schüler?

Ich habe mal versucht, mir auf Wikipedia mehr Klarheit zu verschaffen, habe aber festgestellt, dass Freundschaft sehr viele Erscheinungs- und Lebensformen hat.

Meine Frage an Euch kann ich für mich nicht klar beantworten. Zur Zeit lebe ich da sehr im Zweifel. Über Eure Ansichten in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen – unabhängig davon, ob Ihr klare, unklare oder zweifelnde Ansichten habt.

Originalbeitrag

#gerhardsgedankenbuch #freundschaft #herzstück #kontakte #gespräche #ehrlichkeit #bereitschaft #fähigkeit #vertrauen #voraussetzung #augenhöhe #ansichten #zweifel

 

Sparen


Landauf und landab wird vom Sparen gesprochen, ohne diesen Begriff zu hinterfragen. Denn Sparen kann nicht jeder:
  • Menschen, die genügend Geld haben, um sich ihr Leben ohne Einschränkungen zu gestalten, können sehr wohl sparen. Sparen im Sinne von Rücklagen bilden - wofür auch immer.
  • Menschen, die auf soziale Leistungen angewiesen sind, haben nicht genügend finanziellen Spielraum, ihr Leben ohne Einschränkung zu gestalten. Sie können nicht sparen. Für diese Menschen bedeutet Sparen, sich Einschränkungen aufzuerlegen - auch wenn sie sich kaum ein Monatsticket leisten können oder sogar hungern müssen.
Originalbeitrag

#gerhardsgedankenbuch #sparen #leben #hinterfragen #rücklagen #sozialleistungen #sozialhilfe #grundsicherung #einschränkungen #hunger