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Items tagged with: fahrrad


 

 
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Letzte Woche habe ich nach 5,5 Jahren die 29 Schnapszahl mit dem #Fahrrad erreicht. Die meisten der 22222 km habe ich dabei auf dem Weg zur und von der Arbeit zurück gelegt und dabei 2329 kg CO2 eingespart. Laut Rechner des #ADFC habe ich damit 8000 € eingesparte Fahrkosten.

 

 
Das #Fahrrad-Konzept von #Bundesautomobilminister #Scheuer ist wahrlich ein schlechter Witz. Es ist ein Mix aus Selbstverständlichkeiten (Halteverbot auf Schutzstreifen, Einbahnstrassen für Fahrräder offen, Grüner Pfeil beim Rechtsabbiegen, Abbiegeassistent für LKW, aber leider nur für neue und keine Nachrüstung) und halbgaren Ideen. Vor allem aber KEIN Wort von einem dringend nötigen Ausbau der #Infrastruktur. Die #CSU kann und will keine Förderung vom Fahrrad im #Verkehr.

 
Fahrräder in der Bahn: Weniger Sitze, mehr Standfläche?
https://taz.de/Fahrraeder-in-der-Bahn/!5624130/
#Verkehr #Fahrrad #U-Bahn #ADFC #Öko

 
Fahrräder in der Bahn: Weniger Sitze, mehr Standfläche?
https://taz.de/Fahrraeder-in-der-Bahn/!5624130/
#Verkehr #Fahrrad #U-Bahn #ADFC #Öko

 

Nestlé mal wieder...


Ich boykottiere Nestlé schon seit vielen Jahren. Was auch nicht schwierig ist, angesichts der überteuerten und unappetitlichen Produkte. Nestlé denkt sich seit den 1970er Jahren (Nestlé tötet Babys) immer wieder neue Gründe für einen Boykott aus: Wasserrechte werden in wasserarmen Gebieten gekauft, dann das Grundwasser in Plastikflaschen teuer verkauft, für's Palmöl ekliger Zuckerriegel ("Kitkat") wird der Regenwald in Indonesien abgeholzt und auch beim Thema Tierversuche läßt der Konzern keine Maus ungequält, Botox sei dank. Schweizer Imperialismus vom Feinsten.

Seit einigen Jahren wird die Umwelt durch Nespresso-Kapseln belastet. Die Recycling-Quote der Dinger liegt irgendwo bei knapp über 0 %. Die Kunden sparen an der Kaffeemühle und zahlen dann viel mehr für teure Kapseln. Doch jetzt kommt die Rettung: Das schwedische Startup "Vélosophy" stellt Aluminium-Fahrräder aus recycelten Nespresso-Kapseln her! Hurra! Abgesehen davon, daß ich keine Aluräder mag, sondern Stahl bevorzuge: In einem 15-kg-Fahrrad von Vélosophy stecken nur 0.3 kg Nespresso-Kapseln, also eine homöopathische Dosis — hoffentlich gut geschüttelt, damit sie auch wirkt!

Zu allem Überfluß nutzen sie den Namen "re:cycle", der stark an "re-cycle" erinnert, einer britischen Hilfsorganisation, die seit Jahren gebrauchte Fahrräder nach Afrika spendet. Diese ist "not amused" über den offensichtlichen Markenmißbrauch.

#fahrrad #nestlé #nestléboykott #nestlétötetbabys #regenwald #botox #recycle #re-cycle #tierversuche #nespresso #vélosophy

 

Nestlé mal wieder...


Ich boykottiere Nestlé schon seit vielen Jahren. Was auch nicht schwierig ist, angesichts der überteuerten und unappetitlichen Produkte. Nestlé denkt sich seit den 1970er Jahren (Nestlé tötet Babys) immer wieder neue Gründe für einen Boykott aus: Wasserrechte werden in wasserarmen Gebieten gekauft, dann das Grundwasser in Plastikflaschen teuer verkauft, für's Palmöl ekliger Zuckerriegel ("Kitkat") wird der Regenwald in Indonesien abgeholzt und auch beim Thema Tierversuche läßt der Konzern keine Maus ungequält, Botox sei dank. Schweizer Imperialismus vom Feinsten.

Seit einigen Jahren wird die Umwelt durch Nespresso-Kapseln belastet. Die Recycling-Quote der Dinger liegt irgendwo bei knapp über 0 %. Die Kunden sparen an der Kaffeemühle und zahlen dann viel mehr für teure Kapseln. Doch jetzt kommt die Rettung: Das schwedische Startup "Vélosophy" stellt Aluminium-Fahrräder aus recycelten Nespresso-Kapseln her! Hurra! Abgesehen davon, daß ich keine Aluräder mag, sondern Stahl bevorzuge: In einem 15-kg-Fahrrad von Vélosophy stecken nur 0.3 kg Nespresso-Kapseln, also eine homöopathische Dosis — hoffentlich gut geschüttelt, damit sie auch wirkt!

Zu allem Überfluß nutzen sie den Namen "re:cycle", der stark an "re-cycle" erinnert, einer britischen Hilfsorganisation, die seit Jahren gebrauchte Fahrräder nach Afrika spendet. Diese ist "not amused" über den offensichtlichen Markenmißbrauch.

#fahrrad #nestlé #nestléboykott #nestlétötetbabys #regenwald #botox #recycle #re-cycle #tierversuche #nespresso #vélosophy

 
Na das ist ja mal eine pfiffige Idee.

AddBike verwandelt Ihr Fahrrad in ein Lastenrad

#fahrrad #lastenrad #CargoBike #bike #cycling

https://add-bike.com
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Meinung | Fahrradfahrer auf Fußwegen sind Bullshit!


Heute hatte ich mal wieder so ein tolles Erlebnis. Ich war auf dem Fußweg unterwegs und wäre fast von Hinten von einen Radfahrer erwischt worden.Ich habe beherzt zugegriffen, das Fahrrad fuhr noch ein paar Meter bevor es umkippte, der Kerl darauf landete äußerst unsanft auf dem Boden. Habe ihn zur Sau gemacht, ihm erklärt das der Fußweg eben kein Radweg ist und wenn ich ihn noch mal mit dem Rad auf dem Fußweg erwische er nicht nur auf der Schnauze landet, sondern ich die Bullen von wegen gefährlicher Eingriff in den Verkehr rufe.

Für mich ist das Fahrradfahren auf dem Fußweg genauso bescheiden wie Autofahrer die auf dem Radweg fahren. Klar bei Kindern und Begleitpersonen gibt es ohne Zweifel berechtigte Ausnahmen. Darüber hinaus sollte man aus diesem Grund in meinen Augen auch die Schilder abschaffen die Fußgänger und Radfahrer verpflichten den selben Weg zu nutzen. Das setzt ein vollkommen falsches Signal.
Tags: #de #meinung #fahrrad #fahrradfahrer #fußweg #bullshit #grummel #ravenbird #2019-09-03

 
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Fahrrad ohne Vorderrad / Bicycle without front wheel


an der Friedrich-Wilhelm-Straße in Duisburg, August 2019







#Verkehr #Fahrrad #Ruhrgebiet #Duisburg #foto #photo #fotografie #photography
#objects #traffic #bicycles

 

qualitätsjournalismus


gut, das ist der kölner stadtanzeiger, da ist nicht viel zu erwarten. aber eine passende überschrift wäre schon schön. eine "fahrradbande" ist eine kriminelle gruppe, die auf rädern unterwegs ist und damit ihre verbrechen begeht -- also aus autofahrersicht quasi jeder radfahrer.

eine "bande von fahrraddieben" hingegen ist eine kriminelle gruppe, die sich auf das klauen von fahrrädern spezialisiert hat.

es ist natürlich nicht zu erwarten, dass journalisten zwischen beiden gruppen einen unterschied erkennen und den dann in 2 worten ausdrücken können, schon gar nicht solche aus der kölner provinz.

#verkehr #qualitätsjournalismus #fahrrad #verbrechen #diebstahl

Bild/FotoRhein-Sieg-Anzeiger Ksta (inoffiziell) wrote the following post Wed, 28 Aug 2019 14:15:04 +0200

Razzia in Köln und Bonn: Polizei fasst Fahrrad-Bande– hunderte Diebstähle vermutet


#bande #bonn #diebstähle #fahrrad #fasst #hunderte #köln #polizei #razzia #und #vermutet

 

die tun was


meine vollste zustimmung dazu. und das sage ich als neutraler, politinteressierter bürger ... :-)

#politik #verkehr #fahrrad #radfahren

Bild/FotoSpiegel Online Schlagzeilen (inoffiziell) wrote the following post Wed, 28 Aug 2019 14:45:17 +0200

Weniger Fehltage: Grünen-Abgeordneter will Extra-Urlaubstag für Radfahrer


 
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#Fotos vom Weg zur Arbeit von heute früh. Heute bin ich brav mit dem #Fahrrad mitten auf dem Weg zum fotografieren stehen geblieben, damit die Polizei nicht wieder mit mir schimpft. ;-)

 
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Mein teuerstes, jemals gemachtes #Foto von einem Hang, der in der Morgensonne leuchtet - ich war mit dem #Fahrrad unterwegs zur Arbeit und wurde von der Polizei erwischt. 55€ plus Bearbeitungsgebühr wegen Handybenutzung auf dem Rad. :-(

 

lastenräder galore


ein interessanter artikel über die praktische nutzbarkeit von lastenrädern im alltag kleinerer firmen. besonders interessant finde ich, dass der autor hier auf probleme bei der vergleichbarkeit von auto und lastenrad hinweist, die von zu autofreundlichen messungen verursacht werden.
"Das Cargobike würde noch besser abschneiden, wenn die realen Zeiten gemessen werden würden", sagt Gruber. Er meint den kompletten Weg von Tür zu Tür. Denn die Zeit für die Parkplatzsuche und die Dauer des Fußwegs zum Auto oder Fahrrad wurden nicht mitgerechnet.
ich habe schon vor jahren "rennen" mit dem fahrrad gegen autofahrer gewonnen, vom wedding nach dahlem und zurück. hin war mein kumpel mit seinem auto schneller, weil es damals nicht so große parkplatzprobleme bei der fu-mensa in dahlem gab. aber nur ca. 10 minuten, weil natürlich der verkehr schon in den 90ern dicht war. zurück von dahlem in den wedding saß ich schon lange an meinem fenster, bis endlich mein autofahrer-kumpel vorbei kam. er meinte, das zähle nicht, er sei ja schon 25 minuten früher da gewesen, habe aber nur einen parkplatz suchen müssen. ich war der meinung, das rennen sei aber von tür zu tür vereinbart gewesen und danach war es auf beiden wegen gesamt unentschieden, mit ein paar minütchen vorsprung für mich.

auf das unentschieden musste ich mich damals einlassen, weil der schlechte autofahrer das bier nicht rausgerückt hätte, dass er mir für das rennen schuldete ...

#politik #fahrrad #lastenrad #verkehr #umwelt

Cargobikes: Und plötzlich ist die Parkplatzsuche so viel einfacher


Immer mehr Lastenrad-Modelle kommen auf den Markt, vor allem kleinere Unternehmen entdecken das Cargobike als Betriebsfahrzeug. Aber auch ein paar große Firmen denken um.

 
Eine tolle Aktion von ADFC, BUND, campact, DUH, Greenpeace, NaturFreunde Deutschlands und VCD.

https://www.iaa-demo.de/

#Fahrrad #adfc #vcd #verkehrswende #aussteigen

 
Was für ein #Fahrradschloss will man denn heutzutage, was nicht Abus ist, wofür man keinen Kredit aufnehmen muss, und was lang genug für um Rahmen UND Laterne ist? #fahrrad

 

Zwei Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung


Heute fand ich bei der Rhein-Neckar-Zeitung zwei Artikel die ich hier verlinken will.

Heidelberg - Ein Bußgeld "muss im Geldbeutel wehtun"


Stadt begrüßt Vorstoß von Bundesverkehrsminister Scheuer - Über 130 000 Verwarnungen in 2018

Falschparkern den Kampf ansagen: Das hat die Stadt in den vergangenen Jahren schon mehrfach versucht. Für Aufsehen sorgte beispielsweise 2016 die "Denkzettel"-Aktion von Stadt und der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg. Ein Dutzend junger Menschen verteilte damals gut 20.000 blaue Klebezettel für ein in der Plöck im absoluten Halteverbot abgestelltes Auto. Wenige Monate später gewannen die Initiatoren mit ihrer Aktion den Deutschen Fahrradpreis 2017 in der Kategorie Kommunikation. Seither werden immer mal wieder "Denkzettel" verteilt...

Straßenverkehrsordnung - Bußgelder bringen ohne Kontrollen nichts


Verkehrspolizeichef Schäfer zu den Ideen des Verkehrsministers

Dieter Schäfer war gerade im Internet. Er hat gelesen, dass sich Busse in Städten künftig ihre Spuren mit E-Scootern teilen sollen. Einer der vielen Vorschläge von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), mit denen er den Straßenverkehr in Deutschland ändern will. Schäfer muss lachen: "Manche haben Ideen." Man sieht das Kopfschütteln des Leiters der Mannheimer Verkehrspolizeidirektion förmlich durchs Telefon. Scheuer will auch Bußgelder erhöhen. Schäfer findet das eigentlich nicht schlecht, hat allerdings auch so seine Zweifel...
Tags: #de #news #rnz #verkehr #auto #fahrrad #fußgänger #falschparker #bußgelder #stadt #ravenbird #2019-08-16

 

Mit dem Radl ins Stadion


Die Löwenfans wollen ein Zeichen für den Verbleib im Grünwalder Stadion setzen und machen eine Sternfahrt zum Spiel gegen Meppen - und das umweltfreundlich!

#60muenchen #Fahrrad #fussball #ELIL
„Mit dem Radl ins Sechzger“ heißt es am nächsten Heimspieltag am 17. August gegen Meppen.

 
das ist doch mal was für den morgen. in wien wird ein kind auf einem fahrradanhänger von einem lkw umgenietet, wie das lkw halt so machen, ohne dass jemand ernsthaft etwa dagegen unternimmtl. das veranlasst den spiegel, anweisungen des "allgemeinen deutschen automobil clubs" für fahrradfahrer zu veröffentlichen. wie es eben der spiegel so macht.

das ist kein guter anfang für den tag ...

#verkehr #fahrrad #adac #adfc

Fahrradanhänger und Co: So fahren Kinder sicher auf dem Fahrrad mit


Der Unfall nahe Wien, bei dem zwei Kinder in einem Fahrradanhänger ums Leben kamen, hat eine Sicherheitsdebatte ausgelöst. SPIEGEL ONLINE zeigt, worauf Eltern achten sollten.

 
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Es sieht freundlicher aus als es ist. Man hätte auf dem #Fahrrad fast ein Unterhemd oder eine dünne Jacke vertragen können.

 
#Fahrrad fahren in Frankreich. Meine zweite Heimat hat die schönsten Radwege und diese werden auch genutzt #landes




 
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Durchblick / Look through


im Schönwasserpark in Bockum (Krefeld), Juli 2019



Landende Kanadagänse / Landing Canada Geese



Kanadagänse schwimmen auf dem Wasser / Canada geese swim on the water

#Verkehr #Fahrrad #Bockum #Krefeld #Niederrhein #Schönwasserpark #foto #photo #fotografie #photography
#objects #traffic #bicycles

 
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#Bilder vom gestrigen #Morgenhimmel. Heute Nacht sind dann beim #Gewitter 23 l/m2 an #Regen runter gekommen und auch jetzt hat es gerade wieder angefangen zu regnen.
#Wetter #Taubertal #Fahrrad #MitdemRadzurArbeit

 
Mal wieder quer übers Land...

…letzten Sonntag.








































So ganz grob: Lauffen – (durchs Gipswerk nach) Heilbronn – Neckarsulm – Amorbach – Neuenstadt am Kocher – Kochertürn – Degmarn – Oedheim – Hagenbach – Bad Friedrichshall – Jagstfeld – Offenau – Gundelsheim – Heinsheim – Bad Wimpfen – Kirchhausen – Massenbach – Schwaigern – Nordheim – Lauffen (Kiesplatz)

\#drahtesel #fahrrad #gundelsheim #kochertal #neckartal #neuenstadt-am-kocher #rad #radtour #tour
Quelle: https://schubladenerinnerungen.de/blog/2019/08/07/mal-wieder-quer-uebers-land/
Mal wieder quer übers Land…

 
Mal wieder quer übers Land...

…letzten Sonntag.








































So ganz grob: Lauffen – (durchs Gipswerk nach) Heilbronn – Neckarsulm – Amorbach – Neuenstadt am Kocher – Kochertürn – Degmarn – Oedheim – Hagenbach – Bad Friedrichshall – Jagstfeld – Offenau – Gundelsheim – Heinsheim – Bad Wimpfen – Kirchhausen – Massenbach – Schwaigern – Nordheim – Lauffen (Kiesplatz)

\#drahtesel #fahrrad #gundelsheim #kochertal #neckartal #neuenstadt-am-kocher #rad #radtour #tour
Quelle: https://schubladenerinnerungen.de/blog/2019/08/07/mal-wieder-quer-uebers-land/
Mal wieder quer übers Land…

 

Radschnellweg Ruhrgebiet: Ausgebremst - taz.de


https://taz.de/Radschnellweg-Ruhrgebiet/!5609926/

#fahrrad #rad #radschnellweg #essen #ruhr #ruhrgebiet #verkehrswende #klima #politik #rs1

 

Radschnellweg Ruhrgebiet: Ausgebremst - taz.de


https://taz.de/Radschnellweg-Ruhrgebiet/!5609926/

#fahrrad #rad #radschnellweg #essen #ruhr #ruhrgebiet #verkehrswende #klima #politik #rs1

 

Was uns an E-Scootern eigentlich aufregt…


Eigentlich wollte ich zum Thema E-Scooter weder viel schreiben noch verlinken, aber da Sascha Lobo ein in Netzkreisen bekannter Autor ist und seine Irrtümer in Sachen E-Scooter hier zu recht kritisiert werden, empfehle ich diesen Blog-Post von Peter Wendel.

#escooter #emobility #verkehr #politik #saschalobo #fahrrad #berlin
Was uns an E-Scootern eigentlich aufregt…

 

E-Scooter in Städten: Ökologisch desaströs

E-Scooter führen also nicht zu einer Reduzierung des CO2-intensiven Automobilverkehrs in Großstädten. Ganz im Gegenteil: Vielmehr laden sie zu einer Abkehr von CO2-freundlichen kommunalen und körperlichen Bewegungsformen ein.

Denn es ist ein Mythos, dass E-Mobilität CO2-neutral und umweltfreundlich ist. Die Produktion der technologisch aufwendigen Geräte sowie insbesondere ihrer komplexen Batterien verschlingt viel CO2-aufwendige Energie. Da die meisten Bestandteile der Scooter in ärmeren Ländern hergestellt werden, führt E-Mobilität tendenziell zu einer Verlagerung der von Industrienationen hervorgerufenen Umweltschäden in sogenannte Entwicklungsländer.

Der E-Scooter-Markt deutet exemplarisch auf einen „Ökokapitalismus“ hin, an dem nichts öko ist außer seine rattenfängerischen Verkaufsstrategien: mit grünem Anstrich werden so Bereiche von einem zerstörerischen Marktprinzip erschlossen, die bisher noch nicht Teil kapitalistischer Wertproduktion waren.
(siehe auch)

#escooter #emobility #verkehr #politik #taz #ökokapitalismus #fahrrad

 

E-Scooter in Städten: Ökologisch desaströs

E-Scooter führen also nicht zu einer Reduzierung des CO2-intensiven Automobilverkehrs in Großstädten. Ganz im Gegenteil: Vielmehr laden sie zu einer Abkehr von CO2-freundlichen kommunalen und körperlichen Bewegungsformen ein.

Denn es ist ein Mythos, dass E-Mobilität CO2-neutral und umweltfreundlich ist. Die Produktion der technologisch aufwendigen Geräte sowie insbesondere ihrer komplexen Batterien verschlingt viel CO2-aufwendige Energie. Da die meisten Bestandteile der Scooter in ärmeren Ländern hergestellt werden, führt E-Mobilität tendenziell zu einer Verlagerung der von Industrienationen hervorgerufenen Umweltschäden in sogenannte Entwicklungsländer.

Der E-Scooter-Markt deutet exemplarisch auf einen „Ökokapitalismus“ hin, an dem nichts öko ist außer seine rattenfängerischen Verkaufsstrategien: mit grünem Anstrich werden so Bereiche von einem zerstörerischen Marktprinzip erschlossen, die bisher noch nicht Teil kapitalistischer Wertproduktion waren.
(siehe auch)

#escooter #emobility #verkehr #politik #taz #ökokapitalismus #fahrrad

 

Sichtweise


Ich bin hin und wieder mit dem Einwurf konfrontiert, äußerst polemisch und mit beschimpfendem Ton über meine lieben Mitverkehrsteilnehmer in ihren Autos zu sprechen und zu schreiben. Und ich gebe es zu: Begriffe wie »Motorhenker« für Autofahrer und »Lizenz zum Vergasen« für einen Führerschein sind nicht gerade freundlich und erst recht nicht sachlich.

Es hat einen Grund, dass ich so schreibe.

Es liegt daran, dass ich ebenfalls Verkehrsteilnehmer bin. Ich bin Radfahrer und bewege mich täglich durch den Stadtverkehr. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens ein Mal nur knapp einem schweren Unfall entkomme, bei dem der Autofahrer nur marginalen Schaden an seinem heiligen Blech, ich allerdings einen ernstzunehmenden Lasttest für meine rd. 210 Knochen bekäme. Und nein, ich fahre weder besonders schnell noch riskant. Eben gerade zum Beispiel, als ich in Hannover-Linden durch die Ottenstraße fuhr, öffnete eine Autofahrerin – natürlich, ohne in den Spiegel zu schauen und auch ohne mal kurz über die Schulter zurückzuschauen – ihre Fahrertür in Richtung Fahrbahn vor mir, damit ich verunfallt werden kann und am eigenen Leib erlebe, was es mit dieser ominösen Impulserhaltung auf sich hat. Zum Glück habe ich die Handbewegung gesehen und konnte einen schnellen Schlenker machen (der ebenfalls zum Glück auch nicht zu einem Unfall führte, weil ich in anderen Verkehr geriet), sonst würde ich jetzt vermutlich nicht diesen Text tippen, weil ich mit meinen Schmerzen beschäftigt wäre oder im schlimmsten Fall meinen Sterbeprozess bereits durchschritten hätte.

So etwas passiert mir – wie schon gesagt – beinahe jeden Tag.

Ich unterstelle den Autofahrern noch nicht einmal böse Absicht dabei. »Nur« Unaufmerksamkeit. Diese wird natürlich ein bisschen gefördert, wenn man dabei »nur« Materialschäden hat und außerdem der Kontrollillusion unterliegt, ein so guter Autofahrer zu sein, dass man sich stets richtig, regelkonform und vernünftig verhält und sowohl sein Auto, als auch sein Verhältnis zum Auto, als auch sein Fahrverhalten vollständig unter Kontrolle hat. Es erinnert mich, als einen Menschen, der nicht davon betroffen ist, an die Realitätsverluste eines Heroinabhängigen.

Manchmal ist es allerdings auch verantwortungslose Dummheit, worüber ich mich wirklich aufregen kann. Jeden verdammten Tag sehe ich Menschen in ihren Autos am Steuer, mit ihren verdammten Handys herumspielend und blind durch die Straßen fahrend. Manchmal wundere ich mich darüber, dass immer noch so wenig passiert. Zum Glück überwiegen immer noch die aufmerksamen Menschen im Verkehr.

Und ehrlich gesagt: Manchmal fahre ich mir auch einen Müll zusammen, bei dem ich froh darüber bin, dass die aufmerksamen Menschen im Verkehr deutlich überwiegen. Vermutlich geht es jedem Menschen so.

Im besten Fall würde Verkehr einfach nur bedeuten, dass wir alle einigermaßen zügig, entspannt und heil dort ankommen, wo wir jeweils hinwollen – und dabei zu Partnern mit gleichem Ziel würden. Die wichtigste Regel in diesem Geschehen wäre im §1 StVO festgelegt und würde völlig ausreichen. Leider ist der Alltag auf den Straßen nicht einmal der zweitbeste oder drittbeste Fall, ganz im Gegenteil. ☹️

Neulich sagte ein Autofahrer zu mir: »Du musst das alles einmal aus der Sicht eines Autofahrers sehen« und fing mit einer längeren, wenig erfreuten Beschreibung an, wie er aus seiner Sicht die Radfahrer im Staßenverkehr wahrnimmt – unter besonderer Beschreibung einiger Vollidioten, die fahren, als hätten sie zu viele von diesen Spielen gespielt, in denen man drei Leben hat.

Es war ein interessanter, wenn auch etwas einseitiger und kurzer Vortrag, in der Tat. Aber wenn ich etwas »muss«, weckt das meinen heiteren Drang, nicht zu wollen. Und dann habe ich mir keck gedacht:

Seht das mal aus der Sicht eines Radfahrers!


Stellt euch nur für ein paar Minuten vor, ihr Blechkutscher, ihr fahrt weiterhin die Autos, die ihr gewohnt seid, diese tonnenschweren Metallmaschinen mit Motor! Aber die gesamte Infrastruktur und der Verkehr wären anders. Stellt euch nur eine halbe Stunde lang mal vor, es wären die gleichen Straßen wie jetzt, nur, dass der Verkehr auf ihnen von LKWs geprägt wäre, dass die Fahrbahnen voller Vierzigtonner wären und dass jeder Unfall mit einem solchen Gefährt sehr gefährlich und teuer, in vielen Fällen sogar tödlich würde!

Die meisten Straßen dürftet ihr gar nicht erst benutzen. Stattdessen würden eigens für euch Markierungen auf Fußwegen angebracht, und ihr müsstet euch diesen Weg mit meist eher unaufmerksamen Fußgängern, oft mit lebhaften Kindern, teilen. Wenn ihr das nicht tätet, würde ein Bußgeld fällig, das auch immer wieder einmal in Verkehrskontrollen der Polizei kassiert wird. Ihr müsstet wehrlos hinnehmen, dass ein LKW so asozial falsch parkt, dass euer Weg völlig blockiert wäre, ohne dass sich Polizei und Ordnungsamt dafür interessierten. Oft wären die Baustellen genau auf dem euch zugewiesenen Weg, der vorsätzlich so gepflastert wäre, dass man ihn leicht öffnen kann, damit Kabel und Rohre einfach zugänglich sind, und gar nicht so selten würde an so einer Baustelle ein Schild aufgestellt, das euch gebietet, dass ihr gefälligst aussteigen und euer Auto schieben sollt. Aber auch, wenn das nicht der Fall wäre, würden die eigens für euch angebrachten Absenkungen an den Bordsteinen von Müttern mit ihren Kinderwagen, Rollstuhlfahrern und gelgentlich Roller- und Skateboardfahrern sowie Inlineskatern mitbenutzt, weil sie so praktisch sind. Und von Fußgängern. Natürlich wären sie auch öfter einmal von asozial parkenden LKW zugeparkt. »Öfter einmal« meint hier: In dicht bewohnten Gebieten mit wenig Parkplatz sehr häufig bis immer. . Dazu würde euer Weg immer wieder als »Vielzweckfläche« dienen: Abstellplatz für Sperrmüll, Parkplatz für LKW, alles mögliche eben. Und als ob das alles nicht schlimm genug wäre, würde euch auch immer wieder einmal von LKW-liebenden Idioten in euren kommunalen Verkehrsausschüssen ein Verkehrtzeichen 240 hingestellt, das euch bußgeldbewehrt dazu nötigt, den Weg mit Fußgängern zu teilen und ganz vorsichtig im Schritttempo zu fahren, nur, damit ihr den LKW-Verkehr auf der Straße nicht mit eurer Anwesenheit stört.

Diese Sonderwege, die euch aufgezwungen würden, hätten nur Nachteile. Deshalb sind sie ja auch benutzungspflichtig, denn wenn sie Vorteile für euch hätten, müsste niemand eine Benutzungspflicht anordnen, sondern ihr würdet euch eurer Vorteile erfreuen. Verkehrszeichen und der LKW-Verkehr auf der Fahrbahn wären für euch oft schwer einsehbar, weil sie hinter Bäumen und parkenden LKW unsichtbar sind. Ihr selbst wärt genau so unsichtbar für den LKW-Verkehr auf der Fahrbahn. Bei der Lektüre der Straßenverkehrsordnung könnte man denken, ihr hättet auch Rechte wie Vorfahrt, aber das ist angesichts der Zustände eine eher theoretische Konstruktion, die bei allzu blindem Glauben daran schnell das Leben kosten kann. Trotzdem sieht niemand in der Politik ein Problem darin, solche gefährlichen Sonderwege zu bauen und anzuordnen. In den Städten müsstet ihr häufig an der Ampel das Signal für die Fußgänger beachten, obwohl diese viel langsamer als ihr sind und oft eine halbe Minute lang an einer roten Ampel stehen, während die LKWs auf der Fahrbahn grün haben und an euch vorbeifahren.

Kurz: Die gesamte innerhalb der Städte »für euch« hingepatzte Verkehrsinfrastruktur wäre objektiv unbrauchbar, vorsätzlich körperverletzend und zudem demütigend, aber ihr müsstet sie benutzen, wo immer sie für euch hingepatzt wäre. Und immer wieder hört ihr Verkehrtpolitiker und Scheißjournalisten und LKW-Fahrer faseln, dass das alles ja »für eure Sicherheit« da sei…

Da wärt ihr doch froh, wenn ihr mal keinen Sonderweg benutzen müsstet, oder? Endlich kommt man mal voran! Aber das ist auch nicht besser, denn die LKW-Fahrer betrachteten euch immer wieder einmal als Menschen, die gar keine richtigen Verkehrsteilnehmer und kaum richtige Menschen sind. Ihr müsstet ganz rechts, nahe an den parkenden LKW fahren – ja, eigens für euch wären immer wieder einmal rote »Schutzstreifen« auf die Fahrbahn gemalt worden, damit ihr das auch wirklich kapiert und damit man das Blut nicht so sieht – und würdet ständig im Abstand von zwanzig, dreißig Zentimetern von Vierzigtonnern überholt, am Wochenende gar nicht so selten mit besoffenen Fahrern, aber an jedem verdammten Werktag wären auch genug Fahrer dabei, die mehr mit ihren Handys als mit dem Verkehr beschäftigt und dabei oft noch gefährlicher als ein Betrunkener sind. Wenn ihr geradeaus fahren wolltet, der Vierzigtonner aber nach rechts abbiegt, würdet ihr immer wieder einmal übersehen und es käme zu schweren Unfällen. Dabei hätten irgendwelche Schreibtischmörder aus der Politik sogar in die StVO reingeschrieben, dass ihr Vorfahrt habt, wenn ihr rechts vom rechtsabbiegenden Verkehr geradeaus fahrt. Aber die würden ja auch nicht Auto, sondern Vierzigtonner fahren. Denen wäre es egal, wie ihr verreckt, hauptsache, ihr stört den Verkehr der Vierzigtonner nicht. Und damit ihr noch weniger Freude am Vorankommen habt, wären immer wieder eigene Ampeln für euch aufgestellt, damit ihr auch nicht so lange Grün habt. Und wo es diese eigenen Ampeln nicht gäbe, müsstet ihr nach dem eventuell vorhandenen Fußgängersignal fahren, auch, wenn ihr auf der Fahrbahn fahrt. (Ja, wirklich. Das ist die aktuelle Regelung für Radfahrer.) Wenn ihr aber einmal nach links abbiegen wolltet und euch entsprechend auf der Fahrbahn einordnetet, würdet ihr von Vierzigtonner-Fahrern angehupt und beschimpft, weil ihr nicht ganz rechts bleibt, da, wo der blutrote Streifen auf der Fahrbahn ist. Ja, immer wieder würde euch von Vierzigtonner-Fahrern vorgeworfen, dass ihr so viel Platz auf der Fahrbahn wegnehmt und dass es euretwegen immer enger auf der Fahrbahn wird. Journalisten, die im Vierzigtonner zur Arbeit fahren, würden das glauben, und die Zeitungen und Fernsehmagazine wären voll damit; und Politiker würden sich rasch anschließen und den Bau neuer Sonderwege für Autofahrer einfordern, damit sie den Verkehr nicht mehr so behindern – und in den Reklamelügen neben diesen Dummheiten würde die Umweltfreundlichkeit, Bequemlichkeit und Freiheit des LKW-Fahrens gelobt.

Wenn ihr aber die Städte verließet, um einmal frei von diesem täglichen Wahnsinn zu sein, dann wärt ihr direkt in einer Barbarei der Landstraße, in der die jeweils leistungsstärkeren LKW-Fahrer ihr »Recht« einfach durchsetzen – auch immer wieder auf Kosten von Autofahrern, deren Tod billigend in Kauf genommen wird. Dort, wo die Sonderwege am Nötigsten wären, gibt es sie nicht. Und wo es sie doch einmal gäbe, da sind sie in einem Zustand, dass man sich fragt, ob die Betonplatten wohl damals auf einen Führerbefehl hin verlegt wurden und seitdem vor sich hinrotten. Immerhin ist meist ein Verkehrszeichen 101 nebst Zusatzzeichen 1007-34 aufgestellt, immer schön zusammen mit dem Zeichen, das die Benutzungspflicht anordnet.

Hin und wieder bekämen die Politiker einmal mit, dass das Autofahren trotz aller »sicheren« Sonderwege gefährlich geworden ist, und sie würden in reflexartigem Aktionismus eine Helmpflicht für Autofahrer einfordern. In den Polizeimeldungen über solche Unfälle würde jedesmal erwähnt werden, dass der tödlich verunglückte Fahrer keinen Helm getragen hat, und zwar selbst dann noch, wenn im Unfallhergang ein paar Gliedmaßen abgetrennt wurden. Niemals würde in den Polizeimeldungen erwähnt, dass ein solcher Tod von LKW-Fahrern verursacht wurde, stattdessen wurden die Autos sprachlich »von einem LKW erfasst«; ganz ähnlich wie bei den Dienstwaffen der Polizeibeamten, mit denen niemals geschossen wird, sondern aus denen sich immer nur ein Schuss löst. Journalisten würden diese Meldungen mit ihren wenig subtilen Schuldzuweisungen einfach abschreiben, genau die gleichen Journalisten, die es ziemlich unerträglich fänden, einer vergewaltätigten Frau die Schuld an ihrer Vergewaltigung zu geben. Aber für euch Autofahrer gälten eben völlig andere Maßstäbe. Ihr wärt in jeder Hinsicht nur der Dreck der Straße, den man von der Fahrbahn entfernen muss und in jeder nur erdenklichen Weise gängeln muss. Und die ganze Welt wäre von diesem Reden und Denken voll. Die eigentlichen Ursachen der täglichen Gefährdung blieben dabei aber völlig unbearbeitet.

Viele von euch würden sich einen teuren Vierzigtonner kaufen, um endlich wie normale Menschen am Verkehr teilnehmen zu können und halbwegs sicher unterwegs zu sein. Und die, die das nicht einsähen, würden als asoziale Dummköpfe bezeichnet, die den ganzen Verkehr nur aufhalten und viel zu viel wertvollen Platz auf der Fahrbahn einnehmen und damit Staus verursachen – und zwar von Bildzeitung bis FAZ, von ARD bis RTL.

Genau so wie in dieser fiktiven Welt, werte Blechkutscher, genau so geht es mir jeden verdammten Tag. Einfach nur, weil ich Fahrrad fahre. Seit Jahrzehnten. Und es wird nicht besser, ganz im Gegenteil.

Und genau daher kommt mein oft sehr galliger Ton. Bitte entschuldigt mich, wenn er manchmal eine Spur zu grob und polemisch ist, aber ich lasse mich wirklich nicht gern umbringen. Wenigstens das solltet ihr verstehen, wenn ihr den Verkehr nur mal eine halbe Stunde aus der Sicht eines Radfahrers gesehen habt.

#Fahrrad #Auto #Wahnsinn | Zweitverwertet aus meiner Homepage

 

Sichtweise


Ich bin hin und wieder mit dem Einwurf konfrontiert, äußerst polemisch und mit beschimpfendem Ton über meine lieben Mitverkehrsteilnehmer in ihren Autos zu sprechen und zu schreiben. Und ich gebe es zu: Begriffe wie »Motorhenker« für Autofahrer und »Lizenz zum Vergasen« für einen Führerschein sind nicht gerade freundlich und erst recht nicht sachlich.

Es hat einen Grund, dass ich so schreibe.

Es liegt daran, dass ich ebenfalls Verkehrsteilnehmer bin. Ich bin Radfahrer und bewege mich täglich durch den Stadtverkehr. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens ein Mal nur knapp einem schweren Unfall entkomme, bei dem der Autofahrer nur marginalen Schaden an seinem heiligen Blech, ich allerdings einen ernstzunehmenden Lasttest für meine rd. 210 Knochen bekäme. Und nein, ich fahre weder besonders schnell noch riskant. Eben gerade zum Beispiel, als ich in Hannover-Linden durch die Ottenstraße fuhr, öffnete eine Autofahrerin – natürlich, ohne in den Spiegel zu schauen und auch ohne mal kurz über die Schulter zurückzuschauen – ihre Fahrertür in Richtung Fahrbahn vor mir, damit ich verunfallt werden kann und am eigenen Leib erlebe, was es mit dieser ominösen Impulserhaltung auf sich hat. Zum Glück habe ich die Handbewegung gesehen und konnte einen schnellen Schlenker machen (der ebenfalls zum Glück auch nicht zu einem Unfall führte, weil ich in anderen Verkehr geriet), sonst würde ich jetzt vermutlich nicht diesen Text tippen, weil ich mit meinen Schmerzen beschäftigt wäre oder im schlimmsten Fall meinen Sterbeprozess bereits durchschritten hätte.

So etwas passiert mir – wie schon gesagt – beinahe jeden Tag.

Ich unterstelle den Autofahrern noch nicht einmal böse Absicht dabei. »Nur« Unaufmerksamkeit. Diese wird natürlich ein bisschen gefördert, wenn man dabei »nur« Materialschäden hat und außerdem der Kontrollillusion unterliegt, ein so guter Autofahrer zu sein, dass man sich stets richtig, regelkonform und vernünftig verhält und sowohl sein Auto, als auch sein Verhältnis zum Auto, als auch sein Fahrverhalten vollständig unter Kontrolle hat. Es erinnert mich, als einen Menschen, der nicht davon betroffen ist, an die Realitätsverluste eines Heroinabhängigen.

Manchmal ist es allerdings auch verantwortungslose Dummheit, worüber ich mich wirklich aufregen kann. Jeden verdammten Tag sehe ich Menschen in ihren Autos am Steuer, mit ihren verdammten Handys herumspielend und blind durch die Straßen fahrend. Manchmal wundere ich mich darüber, dass immer noch so wenig passiert. Zum Glück überwiegen immer noch die aufmerksamen Menschen im Verkehr.

Und ehrlich gesagt: Manchmal fahre ich mir auch einen Müll zusammen, bei dem ich froh darüber bin, dass die aufmerksamen Menschen im Verkehr deutlich überwiegen. Vermutlich geht es jedem Menschen so.

Im besten Fall würde Verkehr einfach nur bedeuten, dass wir alle einigermaßen zügig, entspannt und heil dort ankommen, wo wir jeweils hinwollen – und dabei zu Partnern mit gleichem Ziel würden. Die wichtigste Regel in diesem Geschehen wäre im §1 StVO festgelegt und würde völlig ausreichen. Leider ist der Alltag auf den Straßen nicht einmal der zweitbeste oder drittbeste Fall, ganz im Gegenteil. ☹️

Neulich sagte ein Autofahrer zu mir: »Du musst das alles einmal aus der Sicht eines Autofahrers sehen« und fing mit einer längeren, wenig erfreuten Beschreibung an, wie er aus seiner Sicht die Radfahrer im Staßenverkehr wahrnimmt – unter besonderer Beschreibung einiger Vollidioten, die fahren, als hätten sie zu viele von diesen Spielen gespielt, in denen man drei Leben hat.

Es war ein interessanter, wenn auch etwas einseitiger und kurzer Vortrag, in der Tat. Aber wenn ich etwas »muss«, weckt das meinen heiteren Drang, nicht zu wollen. Und dann habe ich mir keck gedacht:

Seht das mal aus der Sicht eines Radfahrers!


Stellt euch nur für ein paar Minuten vor, ihr Blechkutscher, ihr fahrt weiterhin die Autos, die ihr gewohnt seid, diese tonnenschweren Metallmaschinen mit Motor! Aber die gesamte Infrastruktur und der Verkehr wären anders. Stellt euch nur eine halbe Stunde lang mal vor, es wären die gleichen Straßen wie jetzt, nur, dass der Verkehr auf ihnen von LKWs geprägt wäre, dass die Fahrbahnen voller Vierzigtonner wären und dass jeder Unfall mit einem solchen Gefährt sehr gefährlich und teuer, in vielen Fällen sogar tödlich würde!

Die meisten Straßen dürftet ihr gar nicht erst benutzen. Stattdessen würden eigens für euch Markierungen auf Fußwegen angebracht, und ihr müsstet euch diesen Weg mit meist eher unaufmerksamen Fußgängern, oft mit lebhaften Kindern, teilen. Wenn ihr das nicht tätet, würde ein Bußgeld fällig, das auch immer wieder einmal in Verkehrskontrollen der Polizei kassiert wird. Ihr müsstet wehrlos hinnehmen, dass ein LKW so asozial falsch parkt, dass euer Weg völlig blockiert wäre, ohne dass sich Polizei und Ordnungsamt dafür interessierten. Oft wären die Baustellen genau auf dem euch zugewiesenen Weg, der vorsätzlich so gepflastert wäre, dass man ihn leicht öffnen kann, damit Kabel und Rohre einfach zugänglich sind, und gar nicht so selten würde an so einer Baustelle ein Schild aufgestellt, das euch gebietet, dass ihr gefälligst aussteigen und euer Auto schieben sollt. Aber auch, wenn das nicht der Fall wäre, würden die eigens für euch angebrachten Absenkungen an den Bordsteinen von Müttern mit ihren Kinderwagen, Rollstuhlfahrern und gelgentlich Roller- und Skateboardfahrern sowie Inlineskatern mitbenutzt, weil sie so praktisch sind. Und von Fußgängern. Natürlich wären sie auch öfter einmal von asozial parkenden LKW zugeparkt. »Öfter einmal« meint hier: In dicht bewohnten Gebieten mit wenig Parkplatz sehr häufig bis immer. . Dazu würde euer Weg immer wieder als »Vielzweckfläche« dienen: Abstellplatz für Sperrmüll, Parkplatz für LKW, alles mögliche eben. Und als ob das alles nicht schlimm genug wäre, würde euch auch immer wieder einmal von LKW-liebenden Idioten in euren kommunalen Verkehrsausschüssen ein Verkehrtzeichen 240 hingestellt, das euch bußgeldbewehrt dazu nötigt, den Weg mit Fußgängern zu teilen und ganz vorsichtig im Schritttempo zu fahren, nur, damit ihr den LKW-Verkehr auf der Straße nicht mit eurer Anwesenheit stört.

Diese Sonderwege, die euch aufgezwungen würden, hätten nur Nachteile. Deshalb sind sie ja auch benutzungspflichtig, denn wenn sie Vorteile für euch hätten, müsste niemand eine Benutzungspflicht anordnen, sondern ihr würdet euch eurer Vorteile erfreuen. Verkehrszeichen und der LKW-Verkehr auf der Fahrbahn wären für euch oft schwer einsehbar, weil sie hinter Bäumen und parkenden LKW unsichtbar sind. Ihr selbst wärt genau so unsichtbar für den LKW-Verkehr auf der Fahrbahn. Bei der Lektüre der Straßenverkehrsordnung könnte man denken, ihr hättet auch Rechte wie Vorfahrt, aber das ist angesichts der Zustände eine eher theoretische Konstruktion, die bei allzu blindem Glauben daran schnell das Leben kosten kann. Trotzdem sieht niemand in der Politik ein Problem darin, solche gefährlichen Sonderwege zu bauen und anzuordnen. In den Städten müsstet ihr häufig an der Ampel das Signal für die Fußgänger beachten, obwohl diese viel langsamer als ihr sind und oft eine halbe Minute lang an einer roten Ampel stehen, während die LKWs auf der Fahrbahn grün haben und an euch vorbeifahren.

Kurz: Die gesamte innerhalb der Städte »für euch« hingepatzte Verkehrsinfrastruktur wäre objektiv unbrauchbar, vorsätzlich körperverletzend und zudem demütigend, aber ihr müsstet sie benutzen, wo immer sie für euch hingepatzt wäre. Und immer wieder hört ihr Verkehrtpolitiker und Scheißjournalisten und LKW-Fahrer faseln, dass das alles ja »für eure Sicherheit« da sei…

Da wärt ihr doch froh, wenn ihr mal keinen Sonderweg benutzen müsstet, oder? Endlich kommt man mal voran! Aber das ist auch nicht besser, denn die LKW-Fahrer betrachteten euch immer wieder einmal als Menschen, die gar keine richtigen Verkehrsteilnehmer und kaum richtige Menschen sind. Ihr müsstet ganz rechts, nahe an den parkenden LKW fahren – ja, eigens für euch wären immer wieder einmal rote »Schutzstreifen« auf die Fahrbahn gemalt worden, damit ihr das auch wirklich kapiert und damit man das Blut nicht so sieht – und würdet ständig im Abstand von zwanzig, dreißig Zentimetern von Vierzigtonnern überholt, am Wochenende gar nicht so selten mit besoffenen Fahrern, aber an jedem verdammten Werktag wären auch genug Fahrer dabei, die mehr mit ihren Handys als mit dem Verkehr beschäftigt und dabei oft noch gefährlicher als ein Betrunkener sind. Wenn ihr geradeaus fahren wolltet, der Vierzigtonner aber nach rechts abbiegt, würdet ihr immer wieder einmal übersehen und es käme zu schweren Unfällen. Dabei hätten irgendwelche Schreibtischmörder aus der Politik sogar in die StVO reingeschrieben, dass ihr Vorfahrt habt, wenn ihr rechts vom rechtsabbiegenden Verkehr geradeaus fahrt. Aber die würden ja auch nicht Auto, sondern Vierzigtonner fahren. Denen wäre es egal, wie ihr verreckt, hauptsache, ihr stört den Verkehr der Vierzigtonner nicht. Und damit ihr noch weniger Freude am Vorankommen habt, wären immer wieder eigene Ampeln für euch aufgestellt, damit ihr auch nicht so lange Grün habt. Und wo es diese eigenen Ampeln nicht gäbe, müsstet ihr nach dem eventuell vorhandenen Fußgängersignal fahren, auch, wenn ihr auf der Fahrbahn fahrt. (Ja, wirklich. Das ist die aktuelle Regelung für Radfahrer.) Wenn ihr aber einmal nach links abbiegen wolltet und euch entsprechend auf der Fahrbahn einordnetet, würdet ihr von Vierzigtonner-Fahrern angehupt und beschimpft, weil ihr nicht ganz rechts bleibt, da, wo der blutrote Streifen auf der Fahrbahn ist. Ja, immer wieder würde euch von Vierzigtonner-Fahrern vorgeworfen, dass ihr so viel Platz auf der Fahrbahn wegnehmt und dass es euretwegen immer enger auf der Fahrbahn wird. Journalisten, die im Vierzigtonner zur Arbeit fahren, würden das glauben, und die Zeitungen und Fernsehmagazine wären voll damit; und Politiker würden sich rasch anschließen und den Bau neuer Sonderwege für Autofahrer einfordern, damit sie den Verkehr nicht mehr so behindern – und in den Reklamelügen neben diesen Dummheiten würde die Umweltfreundlichkeit, Bequemlichkeit und Freiheit des LKW-Fahrens gelobt.

Wenn ihr aber die Städte verließet, um einmal frei von diesem täglichen Wahnsinn zu sein, dann wärt ihr direkt in einer Barbarei der Landstraße, in der die jeweils leistungsstärkeren LKW-Fahrer ihr »Recht« einfach durchsetzen – auch immer wieder auf Kosten von Autofahrern, deren Tod billigend in Kauf genommen wird. Dort, wo die Sonderwege am Nötigsten wären, gibt es sie nicht. Und wo es sie doch einmal gäbe, da sind sie in einem Zustand, dass man sich fragt, ob die Betonplatten wohl damals auf einen Führerbefehl hin verlegt wurden und seitdem vor sich hinrotten. Immerhin ist meist ein Verkehrszeichen 101 nebst Zusatzzeichen 1007-34 aufgestellt, immer schön zusammen mit dem Zeichen, das die Benutzungspflicht anordnet.

Hin und wieder bekämen die Politiker einmal mit, dass das Autofahren trotz aller »sicheren« Sonderwege gefährlich geworden ist, und sie würden in reflexartigem Aktionismus eine Helmpflicht für Autofahrer einfordern. In den Polizeimeldungen über solche Unfälle würde jedesmal erwähnt werden, dass der tödlich verunglückte Fahrer keinen Helm getragen hat, und zwar selbst dann noch, wenn im Unfallhergang ein paar Gliedmaßen abgetrennt wurden. Niemals würde in den Polizeimeldungen erwähnt, dass ein solcher Tod von LKW-Fahrern verursacht wurde, stattdessen wurden die Autos sprachlich »von einem LKW erfasst«; ganz ähnlich wie bei den Dienstwaffen der Polizeibeamten, mit denen niemals geschossen wird, sondern aus denen sich immer nur ein Schuss löst. Journalisten würden diese Meldungen mit ihren wenig subtilen Schuldzuweisungen einfach abschreiben, genau die gleichen Journalisten, die es ziemlich unerträglich fänden, einer vergewaltätigten Frau die Schuld an ihrer Vergewaltigung zu geben. Aber für euch Autofahrer gälten eben völlig andere Maßstäbe. Ihr wärt in jeder Hinsicht nur der Dreck der Straße, den man von der Fahrbahn entfernen muss und in jeder nur erdenklichen Weise gängeln muss. Und die ganze Welt wäre von diesem Reden und Denken voll. Die eigentlichen Ursachen der täglichen Gefährdung blieben dabei aber völlig unbearbeitet.

Viele von euch würden sich einen teuren Vierzigtonner kaufen, um endlich wie normale Menschen am Verkehr teilnehmen zu können und halbwegs sicher unterwegs zu sein. Und die, die das nicht einsähen, würden als asoziale Dummköpfe bezeichnet, die den ganzen Verkehr nur aufhalten und viel zu viel wertvollen Platz auf der Fahrbahn einnehmen und damit Staus verursachen – und zwar von Bildzeitung bis FAZ, von ARD bis RTL.

Genau so wie in dieser fiktiven Welt, werte Blechkutscher, genau so geht es mir jeden verdammten Tag. Einfach nur, weil ich Fahrrad fahre. Seit Jahrzehnten. Und es wird nicht besser, ganz im Gegenteil.

Und genau daher kommt mein oft sehr galliger Ton. Bitte entschuldigt mich, wenn er manchmal eine Spur zu grob und polemisch ist, aber ich lasse mich wirklich nicht gern umbringen. Wenigstens das solltet ihr verstehen, wenn ihr den Verkehr nur mal eine halbe Stunde aus der Sicht eines Radfahrers gesehen habt.

#Fahrrad #Auto #Wahnsinn | Zweitverwertet aus meiner Homepage

 
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Unterwegs | Überdachter Fahrradstellplatz am Speyerer Hauptbahnhof


Ist an sich recht gut gelöst, es gibt auch ein paar Boxen die man offenbar mieten kann, aber es gibt auch die bekannten Fahrradleichen.
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