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Nicht schon wieder die #Killerspieldebatte

[...] Man kann es nicht oft genug schreiben: #Korrelation ist nicht #Kausalität.

Die Killerspieldebatte könnte stattdessen Ausdruck eines viel tiefer liegenden Problems sein: dass wir terroristische Anschläge je nach Täter anders bewerten. Ein Team um den Wissenschaftler James Ivory hat in den USA untersucht, welche Rolle die Hautfarbe eines Täters für die Debatte um #Videospiele spielt (Psychology of popular media culture: Markey, Ivory et al., 2019). Dafür legten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Probanden zwei fiktive Artikel über eine Schießerei vor – einmal bebildert mit einem weißen Attentäter, einmal mit einer schwarzen. Das Ergebnis: Die Befragten assoziierten die Tat einer weißen Person eher mit Videospielen als die Tat einer schwarzen. In einem zweiten Teil der Studie untersuchten die Wissenschaftler, wie Medien über #Attentate an Schulen berichteten. Auch in Artikeln kamen Videospiele eher vor, wenn der Täter eines Anschlags weiß war. Im nicht-schulischen Umfeld gab es keine Unterschiede.

Die Forscherinnen und Forscher schlussfolgern daraus: Die Diskussion um Videospiele könnte ein indirekter Indikator für ein breiteres Rassismusproblem sein. Wenn ein Gewaltakt von einer ethnischen Minderheit verübt werde, fühlten sich Personen möglicherweise nicht gezwungen, eine externe Erklärung zu suchen, weil das zu dem Stereotyp passe, wie sie sich gewalttätige Verbrecher vorstellten, so die Wissenschaftler. Deswegen reden wir nach einer Tat von weißen Menschen möglicherweise über Videospiele, nach der Tat von Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund dagegen eher über ihre Herkunft. "Ich habe noch keinen Senator über Videospiele sprechen hören, wenn ein Immigrant ein Verbrechen begeht", sagte Wissenschaftler Ivory kürzlich der New York Times.
[...]
Statt über Videospiele sollten wir eher darüber sprechen, wie sich Stephan B. radikalisierte, mit welchen Menschen er in Kontakt stand, wer seine Ideologien teilte, wie sich sein Video unter Rechtsextremen verbreitete und, ja, auch wie Rechtsextremisten möglicherweise Games für ihre Zwecke nutzen. Und darüber, inwieweit das rechte, antisemitische Gedankengerüst dieses Einzeltäters tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist. Wir müssen neben dem Motiv das System dahinter verstehen. Videospiele allein werden Stephan B. nicht zu seiner Tat verleitet haben. Das kann man schon jetzt sicher sagen. [...]
https://www.zeit.de/digital/games/2019-10/attentat-halle-horst-seehofer-gamerszene-egoshooter-radikalisierung-debatte/komplettansicht

#Seehofer #Killerspiele #Gamerszene #Anschlag #Terrorismus #Halle #Rechte #Rassismus #Antisemitismus #Antifeminismus

 

Nicht schon wieder die #Killerspieldebatte

[...] Man kann es nicht oft genug schreiben: #Korrelation ist nicht #Kausalität.

Die Killerspieldebatte könnte stattdessen Ausdruck eines viel tiefer liegenden Problems sein: dass wir terroristische Anschläge je nach Täter anders bewerten. Ein Team um den Wissenschaftler James Ivory hat in den USA untersucht, welche Rolle die Hautfarbe eines Täters für die Debatte um #Videospiele spielt (Psychology of popular media culture: Markey, Ivory et al., 2019). Dafür legten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Probanden zwei fiktive Artikel über eine Schießerei vor – einmal bebildert mit einem weißen Attentäter, einmal mit einer schwarzen. Das Ergebnis: Die Befragten assoziierten die Tat einer weißen Person eher mit Videospielen als die Tat einer schwarzen. In einem zweiten Teil der Studie untersuchten die Wissenschaftler, wie Medien über #Attentate an Schulen berichteten. Auch in Artikeln kamen Videospiele eher vor, wenn der Täter eines Anschlags weiß war. Im nicht-schulischen Umfeld gab es keine Unterschiede.

Die Forscherinnen und Forscher schlussfolgern daraus: Die Diskussion um Videospiele könnte ein indirekter Indikator für ein breiteres Rassismusproblem sein. Wenn ein Gewaltakt von einer ethnischen Minderheit verübt werde, fühlten sich Personen möglicherweise nicht gezwungen, eine externe Erklärung zu suchen, weil das zu dem Stereotyp passe, wie sie sich gewalttätige Verbrecher vorstellten, so die Wissenschaftler. Deswegen reden wir nach einer Tat von weißen Menschen möglicherweise über Videospiele, nach der Tat von Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund dagegen eher über ihre Herkunft. "Ich habe noch keinen Senator über Videospiele sprechen hören, wenn ein Immigrant ein Verbrechen begeht", sagte Wissenschaftler Ivory kürzlich der New York Times.
[...]
Statt über Videospiele sollten wir eher darüber sprechen, wie sich Stephan B. radikalisierte, mit welchen Menschen er in Kontakt stand, wer seine Ideologien teilte, wie sich sein Video unter Rechtsextremen verbreitete und, ja, auch wie Rechtsextremisten möglicherweise Games für ihre Zwecke nutzen. Und darüber, inwieweit das rechte, antisemitische Gedankengerüst dieses Einzeltäters tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist. Wir müssen neben dem Motiv das System dahinter verstehen. Videospiele allein werden Stephan B. nicht zu seiner Tat verleitet haben. Das kann man schon jetzt sicher sagen. [...]
https://www.zeit.de/digital/games/2019-10/attentat-halle-horst-seehofer-gamerszene-egoshooter-radikalisierung-debatte/komplettansicht

#Seehofer #Killerspiele #Gamerszene #Anschlag #Terrorismus #Halle #Rechte #Rassismus #Antisemitismus #Antifeminismus

 

Gedanken | Die Verlogenheit der Parteien und ihrer Protagonisten


Angesichts des Anschlags (nein es ist kein Versuchter Anschlag, den es starben Menschen) in Halle, hört man jetzt überall wieder was die Parteien besser machen wollen. Das sie mehr Sicherheit wollen, das sie mehr gegen Rechts vorgehen wollen. Ja es werden zum Teil auch Zugeständnisse gemacht und dann wird fleißig weiter wie bisher gearbeitet. Sprich man ist weitgehend auf dem rechten Auge blind und versucht den Anschlag als Begründung für noch mehr Überwachung, für eine noch größere Aufweichung der Privatsphäre des Einzelnen heranzuziehen.

Das das eigentliche Problem ein gesellschaftliches und wirtschaftliches ist, wird wider besseren Wissens ignoriert. Ich habe hier angesichts des Terrors aus Richtung IS & Co. in der Vergangenheit schon einige Male geschrieben, daß das daran liegt das wir diesen Ideologien den Weg ebnen. Das wir massiv dafür verantwortlich sind das diesen Rattenfängern die Leute zulaufen. Weil wir massiv daran beteiligt sind das sie in ihrer Heimat nicht in Wohlstand, Friede und Freiheit leben können. Das ist wie ein starker Brandbeschleuniger für die Unzufriedenheit der Menschen und das wiederum führt dazu das sie für fundamentalistisches und extremistisches Gedankengut anfällig werden.

Hier in Deutschland ist das auch nicht anders als in den arabischen Ländern, ja selbst hier haben sich Menschen ob der Zustände in welchen sie leben im Sinne des IS & Co. radikalisiert. Und das sind Ideologien aus einen gänzlich anderen Teil der Welt. Was wundert es also das in einer Gesellschaft wie der unseren, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, in der der gesellschaftliche Sprengstoff immer mehr zunimmt und die Zukunft düster ist, immer mehr auf die Einflüsterungen und Versuchungen aus dem rechten bis rechtsextremen Bereich hören? Auf die einfachen Lösungen die ihnen von dort geboten werden. Zumal wir in der Gesellschaft ein schweres Erbe mit uns tragen das entgegen aller Behauptungen nicht wirklich aufgearbeitet wurde und in den Köpfen der Menschen angekommen ist. Zumal in einer Gesellschaft in der auch nach dem Ende seines düstersten Kapitels, dem Dritten Reich und dem Nationalsozialismus, nie der tief liegende rassistische, nationalistische und antisemitische Bodensatz angetastet wurde. In der lieber eine offizielle Aufarbeitungs- und Gedenkstruktur geschaffen wurde die alles überdeckt, anstatt das Problem an den Wurzeln zu fassen und sie auszureißen. Und das in allen Bereichen der Gesellschaft!

Da müssen wir ansetzen! Nicht mit noch mehr Überwachung, noch mehr Zerstörung der Privatsphäre und noch mehr Lügen von wegen das man nicht mehr auf dem rechten Auge blind sein wolle!

Tags: #de #gedanken #meinung #deutschland #rassismus #nationalismus #antisemitismus #halle #anschlag #synagoge #sicherheit #überwachung #parteien #politiker #staat #system #gesellschaft #ravenbird #2019-10-11

 
ich bin mir nicht so ganz sicher, aber das bild, das die is-anhänger da verwenden, ist -- glaube ich -- von walter moers geklaut. oder von ralph könig, oder ralf ruthe oder so ...

#politik #anschlag #srilanka #IS #attentat

IS bekennt sich dazu, ein riesiger Haufen Arschlöcher zu sein


Der IS hat sich erneut dazu bekannt, ein riesiger Haufen von Arschlöchern zu sein. Das geht aus einem Statement der IS-nahen Agentur Amaq hervor, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

 
Bild/Foto

Farbattacke auf Heidelberger Fotografen


Mit roter Farbe führt eine symbolische Blutspur von der Eingangstür fast um das ganze Haus. Auch mehrere Wände wurden mit Farbe besudelt. An einer steht der Name des Kindes des Fotografen, darunter der Satz: "Dein Papa tötet Dich." Ein klarer Einschüchterungsversuch findet der Heidelberger Fotograf, den dies treffen soll.

Zum Artikel und dem Video auf SWR.de - mit Dank ans BILDblog!

#fcknzs #fckafd #anschlag #fotograf #rechtsradikalismus #rechtestraftaten #nazisraus #ichkriegnochzustände