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Deprivation


Obwohl heute eher von sensorischer Deprivation die Rede ist, ist der Begriff des Hospitalismus noch geläufiger. Was ist damit gemeint? Es handelt sich um pathologische Symptome, die einem Verlust an sozialen Interaktionen folgt. Der Mensch, seinerseits ein soziales Wesen, hängt vital von sozialen Interaktionen ab. Es sind Sozialkontakte im Allgemeinen, Gespräche mit einem direkten Gegenüber, die Varianz unterschiedlicher Kommmunikationskontexte und der Reflexion des Geschehenen im Dialog. Es geht um das kulturelle Dasein des Menschen. Bleiben diese Möglichkeiten aus, setzt ein Prozess der sozialen Verarmung ein, es machen sich Verlustgefühle breit, depressive Befindlichkeiten sind die Folge.

Soziale Verarmung und virtuelles Dasein

Soziale Deprivation kann eingesetzt werden und wird gezielt eingesetzt, um Gefangene zu brechen, der juristische Begriff der Kontaktsperre umschreibt dieses ausführlich. Sie kann aber auch die Folge einer sozio-kulturellen Entwicklung sein.

Das, was allgemein so euphemistisch als Individualisierung bezeichnet wird, hat eine Dimension eingenommen, die durchaus auch unter der Bezeichnung der sozialen Deprivation gefasst werden kann. Das, was scheinbar als eine bisher ungekannte Form der Freiheit im Zeitalter der Digitalisierung beschrieben wird, trägt im Keim die Gefahren der sozialen Verarmung in sich.

Die sozialen Kontakte reduzieren sich stetig, der synthetische, virtuelle Austausch mit Symbolträgern steigt. Schule, Familie, die Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz, das Leben in Vereinen und politischen Parteien, die Interaktion bei kulturellen Veranstaltungen, alles dies hat in den letzten zwei Jahrzehnten synchron zur wachsenden Digitalisierung rapide an Bedeutung verloren. Was bleibt, ist eine rasant wachsende Einbettung in das virtuelle Dasein. Ob dieses den Verlust kompensiert oder, wie zunehmend behauptet wird, die Möglichkeiten der sozialen Interaktion noch vergrößert, ist nicht erwiesen.

Der Eintritt in die post-heroische Gesellschaft

Belegt hingegen ist der mit dieser Entwicklung einhergehende Verlust des Gemeinsamen. Damit ist das Gefühl gemeint, dass etwas existiert, das über das individuelle Wohlbefinden hinausgeht und als Lebensgrundlage aller gilt. Politologen und Historiker bezeichnen diese Tendenz als das Eintreten in die post-heroische Gesellschaft, was nicht auf die Bereitschaft reduziert werden sollte, Kriege zu führen und seinem Vaterland zu dienen. Es ist, und das ist die Gefahr, die ebenso schwindende Bereitschaft, in die Sache der Gemeinschaft zu intensivieren. Alle sozialen Organisationsformen leiden darunter, von der Familie bis zum Staat.

Die gegenwärtige Krise, die mit der Pandemie eingeleitet wurde, hat sich bereits jetzt als ein Katalysator dieser Entwicklung herausgestellt. Unter der glorifizierten Überschrift der Digitalisierung vollzieht sich gegenwärtig eine Revolutionierung der Produktionsbedingungen bei gleichzeitiger weiterer Individualisierung der Lebensverhältnisse.

Hinzu kommt, dass durch die Einschränkung der bestehenden Sozialkontakte ein Austausch über die damit gemachten Erfahrungen im realen öffentlichen Raum unterbunden werden. Es ändert sich vieles grundlegend, und die ohnehin mit der Komplexität des virtuellen Lebens bereits Überforderten bleiben allein.

Kollektiver Hospitalismus als Folge

Die tatsächlich von der gegenwärtigen Regierung vorgenommene Triage bei der Entscheidung, welche Sektoren des volkswirtschaftlichen Handelns subventioniert und welche geopfert werden, ist eine katastrophale Option exklusiv für die Produktionsverhältnisse und gegen die politische Kultur.

Genau in den Zeiten, in denen sich das Unterste zuoberst kehrt, ist das genuin menschliche Verlangen nach direkter Kommunikation untereinander die wesentliche Bedingung für ein Fortleben der Gemeinschaft; eines Staates. Geschieht dies nicht, entsteht keine selbst bestimmte Pädagogik des kollektiven Willens, verkommt alles in dem Funktionalismus von Regel und Sanktion.

Die Folge ist eine Art kollektiver Hospitalismus, der mal pathologische, mal anarchische Formen anzunehmen droht.

Link zum Essay: https://neue-debatte.com/2020/11/20/droht-der-kollektive-hospitalismus/

#Deprivation #Zerfall #Soziales #Psyche #Verhalten
Pathologische Symptome: Droht der kollektive Hospitalismus?
 
Bild/Foto
Ich danke @°Anthepa für diese Frage. Ich hab mir dazu #Gedanken gemacht und bin zu folgenden Folgerungen gekommen: Es beginnt sehr früh und oft so, dass viele Menschen sagen würden: "Das ist doch noch harmlos."
Harmlos, das bedeutet vom Wortlaut her, es schadet doch nicht. Und damit wird dann idR auch schon der Widerspruch offenbar.

Teil 2

#Mobbing - ein Teufelskreis


Teil 1 und Auslöser dieses (sehr ausführlichen) Gedankens:
https://diasp.de/posts/2f05f3c0a98c01386025101b0e91c357

Die Frage nach den Ursachen sollte am besten jeder bei sich selbst suchen, in seinen Erinnerungen und Gefühlen. Wenn man die Muster mal weniger scharf betrachtet, läuft es nach meiner Erfahrung, fast immer auf ähnliche Grundmotive heraus. Und wer ehrlich zu sich ist, wird wahrscheinlich erkennen, selbst auch schon Opfer & Täter gewesen zu sein. Mehrnoch, wer seine Eltern gut kennt, findet vielleicht auch dort Muster seines eigenen Verhaltens wieder.

Wann empfindet ein #Mensch eine Situation als Mobbing?

Ausgrenzung kann als Mobbing empfunden werden. Das Gefühl nicht dazu gehören zu können, zu dürfen oder die schlimmste Form, die Ausgrenzung aus seiner eigenen Gruppe, Familie von Freunden getrennt zu werden. Bei sehr „softem Mobbing“ empfinden die Täter es oftmals nicht einmal als Mobbing. Die Täter sind sich dessen nicht bewusst. In ihren Augen und aus ihrem Selbstverständnis heraus gibt es gute, objektive Gründe für die Ausgrenzung.
  • du bist kein Mädchen/Junge
  • du kannst kein Fussball spielen
  • du hast kein Führerschein
  • du hast die falsche Kleidung
  • du hast die falsche Playstation
  • ne du kannst nicht mitmachen ...
Subjektiv kann das Opfer diese Ausgrenzung als ebenso schlimm empfinden wie „Diskriminierung“, „Stalking“ oder physische Gewalt.
Der niederschwelligste Einstieg ist "jemanden nicht zu mögen" und ihn dies spüren zu lassen.

Auch die "Üble Nachrede" ist eine sehr alltägliche Form dessen, was Menschen als Mobbing empfinden können. Für Außenstehende sieht es so aus, als würden die Akteure dabei sehr subtil und perfide vorgehen. Den Täter ist dies selbst oftmals gar nicht bewusst
  • das war doch nicht so gemeint
  • das sagt man doch so
  • war doch nur ein Spruch
  • war nur Spass
    oder
  • „das hab ich nur so dahergesagt“.
Die bewusste üble Nachrede, mit dem Ziel der Bloßstellung oder Ausgrenzung, nimmt oft nicht den direkten Weg, sondern wird feige und gemein, gerade so verbreitet, dass möglichst viele andere es mitbekommen, außer dem Opfer.

Der Klassiker bei bewusster Verleumdung, die Verleugnung, entgegen der Wahrheit: „Das hab ich nie gesagt.“, ist die Angst und das Schuldeingeständnis gleichermaßen. In dem Fall kann man annehmen, dass der Täter selbst so stark verletzt ist, dass ihm/ihr Reue noch nicht möglich ist. Zuerst muss die eigene Wunde heilen. Als Eselsbrücke finde ich das Wort "die Kränkung" sehr gut.

Menschen denen oft übles nachgesagt wird, werden gemieden. Die Opfer werden stigmatisiert. Manchmal wird die Schmähung auch so ausgesprochen dass das Opfer sie gerade noch mitbekommt, direkt oder über Umwege, ohne direkt angesprochen zu werden. Dabei wird dann aber klar, wer gemeint ist. Schulhofschmiererein, Blogeinträge, Tweets oder auch das Verhalten, das zeigen der kalten Schulter. Üble Nachrede und Abwertung sind niederschwellig:
  • Der geht mir voll auf den Sack.
  • Wie der wieder aussieht.
  • Was stinkt denn hier so?
  • Der ist ja nix zu gebrauchen.
  • Der kann sich nichteinmal xyz leisten …
  • Habt ihr auch schon bemerkt wie doof der ist?
  • So ganz sauber tickt der ja nicht.
  • Son bisschen asozial ist der ja auch.
Klingt harmlos?
Die Folgen sind oftmals verheerend. Denn Opfer von Mobbing werden nicht selten selbst Täter von Mobbing. Und wer kennt folgendes Muster nicht?

Wenn ein Mensch sich den Frust von der Seele redet und dabei seinen Chef, Vorgesetzen oder auch Kollegen abwertet, dann neigen Kollegen zur solidarisierung und stimmen nicht nur der Abwertung zu, sondern steuern noch eigene negative Gedanken hinzu.

Nur selten gibt es couragierte Menschen die einschreiten und die Teufelskreis durchbrechen. Der couragierte Mensch, der innerhalb einer Gruppe sich für ein Opfer einsetzt, muss dazu die Ausgrenzung nicht fürchten oder ist sich derer nicht bewusst und muss zudem das Muster die Kränkung des Opfers bewusst wahrnehmen. Das ist manchen Menschen nicht möglich, weil sie selbst zuviel Angst haben, selbst ausgegrenzt, also Opfer zu werden.
  • willst dich wohl einschleimen bei der Chef/in?
  • bist du etwa scharf auf sie/ihn?
  • findest du etwa gut was sie macht?
  • hälst du etwa zu ihr?
  • bist du gegen mich oder für mich?
Menschen die selbst noch nie Ausgrenzung in der Familie erlebt haben, sind häufig stärker, ihnen fehlt das negative Erfahrungsmuster aus der Sicherheit der Familie heraus gekränkt oder gar ausgeschlossen zu werden. Eine gute Familie ist ein guter Schutz.

In Jungen Jahren lernen wir Menschen mit Alltagssituationen umzugehen. Wer in der eigenen Familie Ausgrenzung erlebt hat, in frühster Kindheit manipuliert und auch gemobbt wurde, entwickelt Überlebensstrategien ebenso, wie auch das kopieren der „feindlichen Strategie“. Die Muster werden übernommen, abgeguckt und leider kommt es dann oftmals zum ersten „Lernerfolg“.

RACHE

Rache ist idR ganz simple die Kopie der Feindesstrategie: Auge um Auge, Zahn um Zahn.
„Arschloch“
„Selber Arschloch“

Klingt harmlos?
Wenn ein Mensch einen anderen beleidigt, dann selten ohne Grund.
Die Menschen die uns am ehesten verletzen können, sind jene die uns nahestehend sind. Wenn wir in einen Menschen Gefühle investiert haben, auf ihn bauen und Vertrauen, dann schmerzt es um so mehr, als wenn wildfremde Menschen ein Wort über uns verlieren. Warum das so schmerzt ist, weil wir damit eine soziale Bindung verlieren. Das ist für unser Gehirn der Worst Case.

Das Prinzip der Rache ist jedoch die einfachste Waffe die in jungen Jahren schon erlernt werden kann. Ein Kind schubst, das andere schubst zurück. Den Teufelskreis zu durchbrechen benötigt häufig komplexes Verhalten, Intelligenz, also auch Achtsamkeit. Es gibt auch einige wenige Opfer, die sich nicht wehren können oder wollen. Aus meiner Beobachtung sind Opfer die in jungen Jahren sich nicht wehren, je nach Umgebung, entweder häufiger Opfer (schwach, depressiv, ängstlich, etc) oder mit Glück später sehr erfolgreich, zufrieden und besitzen eine starke Impulskontrolle und ein festes Regelwerk. Ein Großteil wird einfach selbst zum Täter und wird dass dann begründen mit:
  • der hat Angefangen.
  • selbst schuld.
  • ist ja selbst ein Arschloch.
  • ich hab mich nur gewehrt.
Das Konzept der #Rache wird leider über Generationen hinweg weitergegeben. Die Strategie ist schlecht, ineffizient und spaltet die Gesellschaft, hält sich aber leider hartnäckig. Denn noch immer gibt es Menschen, die an „das Böse“ glauben. Autoren wie Beispielsweise, „Stephen King“ haben daran ihren Anteil. Doch auch TV Serien, allen voran aus den USA, vermitteln das Konzept der Rache ohne eine rationale Erklärung für das Verhalten der Bösewichte zu liefern.
Menschen die an „Magie“ wie zB „das Böse“ glauben, können sich häufig nicht weiter entwickeln, weil rationale Begründungen und Erklärungen deutlich komplexer sind, mehr Intelligenz, mehr Achtsamkeit und für unser Gehirn, mehr Zeit und Energie bedeuten.
„#Magie“ ist die simpelste Lösung aller Probleme:
  • der ist böse
  • das ist ne Hexe
  • schlechte Gene
  • in ihm wohnt ein Teufel
  • der ist von Dämonen besessen
    oder auch der Klassiker:
  • Schicksal
Unbewusstes Mobbing:
Mobbing kann erlerntes Verhalten sein, aber wir können auch unbewusst zum Täter werden.
Das Problem hierbei ist, das unser unbewusstes Verhalten vom Opfer sehr bewusst wahrgenommen wird. Ein unglücklicher Umstand ist dabei, das unser Gehirn negative Erfahrungen schon bei der ersten Wahrnehmung sehr stark in die Erinnerung aufnimmt.
Was ich als „Schlimm“ empfunden habe, war für andere nur eine Lappalie und umgekehrt. Doch das negative bleibt sehr stark haften. Eine Verfehlung in 365 Tagen wäre eigentlich kein schlechter Schnitt, doch einmal das falsche Wort gesagt, zur falschen Zeit, kann eine Beziehung beenden oder Nachhaltig vergiften.
  • stell dich nicht so an
  • so schlimm kann das ja nicht gewesen sein
  • das hast du nur so empfunden
Die Weigerung des Gegenübers, die eigene Schuld anzuerkennen ist eine weitere Eskalationsstufe.
Sie vermittelt dem Opfer das Gefühl der erneuten Ausgrenzung. Der Täter verweigert die Anerkennung der Gefühle, die vom Opfer real empfunden werden.

Die Motivation

Für die Frage, warum tun Menschen sich das gegenseitig an, neige ich zu folgendem Erklärungsmodel:
Es geht stets um Angst. Triebfeder sind unsere Gefühle, sehr stark beteiligt das Unterbewusste und unser altes Hirn, das zur Flucht oder Angriff rät.

Angst vor dem Verlust von Anerkennung
Angst vor dem Verlust von Zugehörigkeit
Angst nicht wahrgenommen zu werden
Angst andere könnten meinen Platz einnehmen
Angst zu kurz zu kommen, geringer behandelt zu werden

Sich dessen bewusst werden, das Eingeständnis ist der erste Schritt, diese Ängste zu bewältigen.
Angst fühlt sich nicht immer an wie ein Horrorfilm. Angst zeigt sich nicht immer mit Schweiss auf der Stirn oder dem mulmigen Gefühl.
Achtsam zu sein, kann einem bewusst werden lassen, dass wir Menschen durch „Angst“ auch motiviert werden. Angst kann einen Impuls auslösen, bestimmte Dinge zu sagen.
  • Das ist mir so rausgerutscht.
  • Ist über mich gekommen
  • Das wollte ich so nicht gesagt haben
Angst kommt in Mikrodosierung gar nicht bis in unser Bewusstsein, doch sie kann Auslöser sein für Taten die wir bereuen.

Ich war selbst Täter, Opfer und unzählige Male nur Beobachter, Zeuge, Opportunist, Helfer, Retter oder auch Rächer. Ich kann meine Fehler heute offen zugeben, weil ich keine Angst mehr habe, zu meinen Gefühlen zu stehen. Und weil ich weiß, dass wenn ich bewusst handle dann geschieht mir der gleiche Fehler kein zweites Mal. Es gibt keinen rationalen Grund für das was wir Modelhaft als „böses Verhalten“ bezeichnen. Es gibt ausschließliches dummes Verhalten, wider besseren Wissens. Wenn Menschen keine andere Wahlmöglichkeit mehr sehen und die Angst so groß ist, selbst Verletzungen zu erleiden, erliegt Mensch dem Impuls seiner eigenen Ängste.

Ich bin auch nicht stolz auf meine Dummheiten, ich bin froh darüber dass ich diese endlich entschlüsseln konnte. Ich vergleiche mich nicht mehr mit anderen, sondern mit dem der ich einmal war. Ich habe es nicht mehr nötig andere abzuwerten, ich hinterfrage ihr verhalten … allerdings neige ich noch immer zu vorschnellen Annahmen über Motiv und Hergang. Das ist menschlich und ich kann damit besser leben, als mit Rache Gedanken.

Reue und die Bitte um Entschuldigung

Jeder von uns kann von seinen Gefühlen überwältigt einem anderen #Menschen weh tun.
Wenn das Geschieht ist Heilung wichtig. Das wäre dann aber noch einmal ein eigenes Kapitel.
Fakt ist, wir können und müssen lernen zu unseren Fehlern zu stehen und um Entschuldigung zu bitten. Auch für die Taten, die wir nicht bewusst verübt haben. Nur so kann unser Mitmensch genesen und wir den Teufelskreis der Verletzungen und Rache durchbrechen.
#Psychologie #Neurologie #Verhalten #Hypothese #Lernen #Kinder #Jugendliche #Gewalt
 

News | Tagesschau: Maßnahmen gegen Corona - Leere Innenstädte, vollere Parks


Wird das "Social Distancing" eingehalten? Eine erste Datenanalyse von NDR und WDR zeigt: Viele Orte werden weniger aufgesucht, Supermärkte auch Samstag nicht "gestürmt". Mehr Menschen besuchen hingegen Parks.

Das öffentliche Leben in Deutschland ist in Folge der umfangreichen Kontaktverbote und Beschränkungen als Reaktion auf die Corona-Pandemie stark zurückgegangen. Eine Datenanalyse zeigt, dass in den vergangenen Tagen vor allem in Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen deutlich weniger Menschen an öffentlichen Orten gezählt wurden als vor der Krise. In Hessen und einigen ostdeutschen Bundesländern wie Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist der Rückgang weniger deutlich...

Info: Ich halte es btw. immer noch grundfalsch von 'social distancing' zu reden. Den es handelt sich nicht um eine soziale sondern um eine räumliche Distanz die man aus Sicherheitsgründen einhalten sollte. Darüber hinaus spricht nichts dagegen soziale Kontakte zu pflegen und nun da viele mehr Zeit dafür haben auch noch auszuweiten und sich mehr zu vernetzen.

Tags: #de #news #corona #coronakrise #social-distancing #mensch #gesellschaft #verhalten #datenanalse #kontaktverbote #beschränkungen #ard #tagesschau #wdr #ndr #ravenbird #2020-03-30
 

Das Runde


"Was der Fußball sichtbar macht, sind die gesellschaftlichen Entwicklungen und Verhältnisse.“

Link zum Beitrag von Gerhard Mersmann
https://neue-debatte.com/2020/03/06/spiegel-der-gesellschaft-ist-es-der-fussball/

#Fussball #Gesellschaft #Verhalten #Soziales #Normen #Werte
Spiegel der Gesellschaft: Ist es der Fußball?
 

Ausbrechen!


Wir sind in Blasen gefangen. Dort ist es für mich einfacher, meine Meinung zu äußern – aber in meiner Blase bewirke ich auch kaum etwas –, ich erhalte überwiegend Zustimmung, die mir ein gutes Gefühl verleiht. Wenn ich aber wirklich etwas bewirken will, sollte ich meine Blase verlassen.

Link zum Beitrag von Heiko Schröder:
https://neue-debatte.com/2020/01/12/meme-und-das-leben-in-netzwerken/

#Meme #Verhalten #Anpassung #Kommunikation #Soziologie #Psychologie #Gesellschaft #Veränderung
Meme und das leben in Netzwerken
 
Lügen

Bild/Foto

Es gibt viele Mythen über Lügner: sie haben kurze Beine oder kriegen eine lange Nase usw.
Erste Gewissheiten über das, was Lügnern beim Lügen wirklich passiert, verschafften sich Lee, J. J., Hardin, A. E., Parmar, B., & Gino, F. von der University of Michigan.

Wer sich unehrlich verhält, lügt und betrügt, hat danach oft Probleme den Gemütszustand anderer Menschen zu erkennen.
Dies fanden die Wissenschaftler heraus. Sie vermuten, dass Lügner sich innerlich vom Gegenüber abgrenzen müssen.
"Um unser unmoralisches Handeln vor uns selbst zu rechtfertigen, blenden wir unsere sozialen Rollen aus – und damit auch ein Stück weit den Gemütszustand anderer."
(Zitat Artikel s.u.)
Wer notorische Lügner und Fake-News-Verbreiter beobachtet, kann das bestätigen.

Wie lange dieser Zustand anhält, ist offiziell noch unbekannt.
Schaut man sich aber populäre, notorische Lügner und Fake-News-Verbreiter an, scheint eine gewisse Skrupellosigkeit erforderlich zu sein.
Letztlich auch, um das Lügenhaus nicht einstürzen zu lassen.
Insofern könnten Lügner innerlich zutiefst vereinsamen.
Wer weiß, vielleicht findet die Wissenschaft das ja auch noch heraus.

Sozialverhalten: Die Folgen des Lügens - Spektrum der Wissenschaft https://www.spektrum.de/news/die-folgen-des-luegens/1678528
#Lügen #Betrügen #Fake-News #Wissenschaft #Sozial #Verhalten
 

Gedanken | Heißt Anreize schaffen nicht auch Dinge die man nicht will unattraktiv zu machen?


Aus der Mainstream Politik hört man ja das man beim Kampf gegen den Klimawandel lieber Anreize schaffen will anstatt Verbote auszusprechen. Doch frage ich mich ob zum Schaffen von Anreizen nicht auch gehört jene Dinge und Verhaltensweisen die man nicht will unattraktiv zu machen. Sei es über die Kostenschiene oder über die Zeitschiene. Was ich damit meine? Nun wenn z. B. die Nutzung von Verbrennern im Verkehr verringern will, dann muss ich ihre Nutzung unattraktiver machen. Sprich ich muss dafür sorgen das sie teurer werden. Gleichzeitig kann ich z. B. die Nutzung des schweren motorisierten Individualverkehrs auf der zeitlichen Schiene unattraktiver machen indem ich z. B. dafür sorge das die Fahrt in einer Stadt zumindest so lange dauert als wenn ich das Fahrrad oder die ÖPNV nehme. Natürlich setzt so ein Ansatz auch voraus, dass entsprechende Alternativen geschaffen werden. Diese kann man diese auch noch fördern, um den Anreiz zu steigern. Aber Veränderung wird man nicht erreichen indem man die alten ungewollten Verhaltensweisen nicht erschwert bzw. unattraktiver macht.

Nur mal so in den Raum geworfen.
Info: Bitte diskutiert hier beim Originalbeitrag, so dass die Diskussion zusammen bleibt und jeder jeden Kommentar sehen kann. Leider sorgt die Weitersagen Funktion zwar auf der einen Seite für mehr Aufmerksamkeit, werden die Beiträge aber in der weitergesagten Version kommentiert, ist das für die Diskussion sehr schlecht.
Tags: #de #gedanken #klima #klimapolitik #anreize #verhalten #diskussion #ravenbird #2019-08-03
 

Wie die #Taktik zur Vernebelung des Klimawandels funktioniert

[...] Wenn nach dem Freistoss meines Sohnes die Blumen des Nachbars flachliegen, sind die #Ausreden voraussehbar: Der Fussball ging nicht in die Blumen. Falls doch, ich war es nicht! Falls doch, ist es nicht so schlimm. Falls doch, kann man jetzt sowieso nichts mehr machen. Die Mechanismen sind klar, die Psychologen nennen es #kognitiveDissonanz: Man sucht nach Ausreden, um das eigene #Verhalten zu rechtfertigen. Schliesslich fällt es schwer, auf die geliebten Freistösse zu verzichten. Obwohl Sohnemann genau weiss, dass er seine fussballerischen Übungen ganz einfach anderswo verrichten müsste, um des Nachbars Blumen zu schützen. [...]

[...] Als Wissenschaftler können wir Grundlagen erarbeiten, Lösungen entwickeln und Vorteile und Risiken von Szenarien aufzeigen. Wir haben auch die Pflicht, darauf hinzuweisen, wenn Fakten verzerrt oder instrumentalisiert werden. Es ist nicht Aufgabe der Wissenschaft zu entscheiden, mit welchen politischen Instrumenten wir auf netto Null #CO2 Emissionen kommen, das ist ein demokratischer Aushandlungsprozess.

Aber ein Blick in die Geschichte zeigt, dass von ähnlichen Problemen keines allein durch Eigenverantwortung und Marktmechanismen gelöst wurde: Abfall, Abwasser, Luftreinhaltung, Ozonloch, alle hat man durch klare Regeln für alle in den Griff bekommen. Das Klimaproblem ist lösbar, aber unvergleichlich schwieriger, weil es weltweit ist, alle Sektoren betrifft, und die grössten Probleme erst in Jahrzehnten sichtbar werden. [...]
https://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/Wie-die-Vernebelungstaktik-des-Klimawandels-funktioniert

#Ökologie #Umweltschutz #Klimawandel #Klimakrise #Klima #FridaysForFuture #Neoliberalismus #Kapitalismus #Politik #Wirtschaft #Gesellschaft
 

Wie die #Taktik zur Vernebelung des Klimawandels funktioniert

[...] Wenn nach dem Freistoss meines Sohnes die Blumen des Nachbars flachliegen, sind die #Ausreden voraussehbar: Der Fussball ging nicht in die Blumen. Falls doch, ich war es nicht! Falls doch, ist es nicht so schlimm. Falls doch, kann man jetzt sowieso nichts mehr machen. Die Mechanismen sind klar, die Psychologen nennen es #kognitiveDissonanz: Man sucht nach Ausreden, um das eigene #Verhalten zu rechtfertigen. Schliesslich fällt es schwer, auf die geliebten Freistösse zu verzichten. Obwohl Sohnemann genau weiss, dass er seine fussballerischen Übungen ganz einfach anderswo verrichten müsste, um des Nachbars Blumen zu schützen. [...]

[...] Als Wissenschaftler können wir Grundlagen erarbeiten, Lösungen entwickeln und Vorteile und Risiken von Szenarien aufzeigen. Wir haben auch die Pflicht, darauf hinzuweisen, wenn Fakten verzerrt oder instrumentalisiert werden. Es ist nicht Aufgabe der Wissenschaft zu entscheiden, mit welchen politischen Instrumenten wir auf netto Null #CO2 Emissionen kommen, das ist ein demokratischer Aushandlungsprozess.

Aber ein Blick in die Geschichte zeigt, dass von ähnlichen Problemen keines allein durch Eigenverantwortung und Marktmechanismen gelöst wurde: Abfall, Abwasser, Luftreinhaltung, Ozonloch, alle hat man durch klare Regeln für alle in den Griff bekommen. Das Klimaproblem ist lösbar, aber unvergleichlich schwieriger, weil es weltweit ist, alle Sektoren betrifft, und die grössten Probleme erst in Jahrzehnten sichtbar werden. [...]
https://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/Wie-die-Vernebelungstaktik-des-Klimawandels-funktioniert

#Ökologie #Umweltschutz #Klimawandel #Klimakrise #Klima #FridaysForFuture #Neoliberalismus #Kapitalismus #Politik #Wirtschaft #Gesellschaft
 

Ein bisschen Wahrheit


"(...) Das “ein bisschen” gehört zur Hinterlassenschaft der Merkel-Ära und dieser sprachlosen, wertfreien und abgeduckten Republik. Keiner hat hier noch irgendetwas von Bedeutung zu sagen, aber selbst davor baut sich ein Angstdamm auf."

Link zum Essay von Wolf Reiser:
https://neue-debatte.com/2019/05/16/ein-bisschen-im-zwergenland-des-bisschens/
#Gesellschaft #Verhalten #Soziologie #Essay
Ein bisschen im Zwergenland des Bisschens
 

Ein bisschen Wahrheit


"(...) Das “ein bisschen” gehört zur Hinterlassenschaft der Merkel-Ära und dieser sprachlosen, wertfreien und abgeduckten Republik. Keiner hat hier noch irgendetwas von Bedeutung zu sagen, aber selbst davor baut sich ein Angstdamm auf."

Link zum Essay von Wolf Reiser:
https://neue-debatte.com/2019/05/16/ein-bisschen-im-zwergenland-des-bisschens/
#Gesellschaft #Verhalten #Soziologie #Essay
Ein bisschen im Zwergenland des Bisschens
 

Willst Du Streit?


"Es gibt verschiedene Intensitäten und Bereichsgrößen des Kooperierens. Entsprechendes gilt für das Streiten. Man kann sich um einen Parkplatz streiten, um Unkraut an der Grenze zwischen Nachbargrundstücken, um das Datum des nächsten Treffens einer Gruppe, über ein flüchtig gesehenes Tier, über die Bedeutung eines Textes oder um Erziehungsmethoden als Eltern. Entscheidend ist in der Regel der kooperative Hintergrund. (...)"

Link zum Beitrag von Gerhard Kugler: https://neue-debatte.com/2019/04/18/ein-plaedoyer-fuer-den-gepflegten-streit/
#Gesellschaft #Kooperation #Mensch #Verhalten #Psychologie #Bildung #Interaktion
Ein Plädoyer für den gepflegten Streit
 

Ihre Sucht


"(...) Viele Politikerinnen und Politiker leiden an einer Abhängigkeit. Nicht von einer Substanz, die in Blut, Urin oder Haaren nachweisbar wäre. Sie kann aber wie Kokain, Crystal oder Heroin einen Menschen vollkommen verändern. Diese besondere Droge heißt Macht. [...]"

Link zum Beitrag von Gunther Moll: https://neue-debatte.com/2019/04/17/die-sicht-eines-kinderpsychiaters-auf-das-politische-establishment/

#Politik #Gesellschaft #Macht #Herrschaft #Gewalt #Verhalten #Psyche #Verhaltensabweichung #Sozialstörung #SPD #CDU #CSU #Grüne #FDP #AfD #DieLinke #Bundesregierung
Die Sicht eines Kinderpsychiaters auf das politische Establishment
 

Deadline


„Sehr geehrte Fahrgäste: Aufgrund eines Personenschadens auf der Strecke, können wir unsere Fahrt leider nicht fortsetzten. Sie haben in … Ausweichmöglichkeiten. Bitte nutzen Sie …“
Link zum Essay von Alex Ross: https://neue-debatte.com/2019/03/19/personenschaden/
#Gesellschaft #Kultur #Verhalten #Gefühl #Mitgefühl #Menschsein #Bildung #Literatur
Personenschaden
 
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