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Items tagged with: Sozialpsychologie

Frauenquote beim Frauenbashing?

Warum leugnen auch Frauen, dass #sexualisierteGewalt ein #Problem ist? [...]

[...] Das heißt konkret zum Beispiel, dass Frauen, die anderen Frauen die Schuld an sexualisierter Gewalt geben, sich selbst indirekt rückversichern, dass Menschen selbst kontrollieren können, ob sie Opfer von sexualisierter Gewalt werden oder nicht. Wenn es zum Beispiel stimmt, dass die Bitch selbst Schuld hat, weil sie einen kurzen Rock anhatte oder weil sie sich einen übergriffigen Partner ausgesucht hat, dann heißt das im Umkehrschluss auch, dass man selbst verhindern kann Opfer zu werden, indem man sich eben für einen langen Rock und keinen übergriffigen Partner entscheidet. Auf diese Weise erscheint eine für Frauen eigentlich bedrohliche gesellschaftliche Lage kontrollierbar und die Gefahr, vergewaltigt zu werden, abwendbar (Vonderhaar & Carmody, 2015). [...]

[...] Frauen als potentielle Opfer von sexualisierter Gewalt benutzen #Vergewaltigungsmythen also, um die gefühlte Erniedrigung und Bedrohung, die sexualisierte Gewalt eigentlich für sie bedeutet, abzuwehren. Dieser Mechanismus ließ sich indirekt in Studien nachweisen, in der Frauen mit Geschichten über sexualisierte Gewalt konfrontiert wurden. Es kam heraus, dass Frauen, die Vergewaltigungsmythen eher ablehnen, mit einem sinkenden Selbstwertgefühl reagieren, wenn sie Geschichten über sexualisierte Übergriffe lesen. Bei Frauen, die Vergewaltigungsmythen eher zustimmen, sank das Selbstwertgefühl hingegen nicht (Bohner, Siebler, & Raaijmakers, 1999; Bohner, Weisbrod, Raymond, Barzvi, & Schwarz, 1993). Betroffene zu beschuldigen schützt also davor, sich selbst als potentielle Betroffene schäbig fühlen zu müssen. [...]
https://ficko-magazin.de/frauenquote-beim-frauenbashing/

#FICKO #Sexismus #Feminismus #Antifeminismus #Vergewaltigung #Täter-Opfer-Umkehr #Psychologie #Sozialpsychologie #Wissenschaft #Gesellschaft
Frauenquote beim Frauenbashing?
 

Frauenquote beim Frauenbashing?

Warum leugnen auch Frauen, dass #sexualisierteGewalt ein #Problem ist? [...]

[...] Das heißt konkret zum Beispiel, dass Frauen, die anderen Frauen die Schuld an sexualisierter Gewalt geben, sich selbst indirekt rückversichern, dass Menschen selbst kontrollieren können, ob sie Opfer von sexualisierter Gewalt werden oder nicht. Wenn es zum Beispiel stimmt, dass die Bitch selbst Schuld hat, weil sie einen kurzen Rock anhatte oder weil sie sich einen übergriffigen Partner ausgesucht hat, dann heißt das im Umkehrschluss auch, dass man selbst verhindern kann Opfer zu werden, indem man sich eben für einen langen Rock und keinen übergriffigen Partner entscheidet. Auf diese Weise erscheint eine für Frauen eigentlich bedrohliche gesellschaftliche Lage kontrollierbar und die Gefahr, vergewaltigt zu werden, abwendbar (Vonderhaar & Carmody, 2015). [...]

[...] Frauen als potentielle Opfer von sexualisierter Gewalt benutzen #Vergewaltigungsmythen also, um die gefühlte Erniedrigung und Bedrohung, die sexualisierte Gewalt eigentlich für sie bedeutet, abzuwehren. Dieser Mechanismus ließ sich indirekt in Studien nachweisen, in der Frauen mit Geschichten über sexualisierte Gewalt konfrontiert wurden. Es kam heraus, dass Frauen, die Vergewaltigungsmythen eher ablehnen, mit einem sinkenden Selbstwertgefühl reagieren, wenn sie Geschichten über sexualisierte Übergriffe lesen. Bei Frauen, die Vergewaltigungsmythen eher zustimmen, sank das Selbstwertgefühl hingegen nicht (Bohner, Siebler, & Raaijmakers, 1999; Bohner, Weisbrod, Raymond, Barzvi, & Schwarz, 1993). Betroffene zu beschuldigen schützt also davor, sich selbst als potentielle Betroffene schäbig fühlen zu müssen. [...]
https://ficko-magazin.de/frauenquote-beim-frauenbashing/

#FICKO #Sexismus #Feminismus #Antifeminismus #Vergewaltigung #Täter-Opfer-Umkehr #Psychologie #Sozialpsychologie #Wissenschaft #Gesellschaft
Frauenquote beim Frauenbashing?
 

Harald Welzer: Macht Schluss mit der Überhöhung von #Arbeit!


http://odattachmentmdr-a.akamaihd.net/mp4audiomobil/digas-55f0b647-5291-4062-8463-831baad780a3-74eb7cd9f4d9_55.mp4
Der Soziologe und Publizist #HaraldWelzer hat sich gegen eine Überhöhung der Arbeit ausgesprochen. Arbeit im klassischen Sinn - insbesondere schlechte oder entfremdete Arbeit - sei nicht sinnstiftend, auch wenn es gesellschaftlich und kulturell so tradiert sei, sagte Welzer im Gespräch mit Carsten Tesch.
[...]
"Es ist mir bitterlich in Erinnerung geblieben, wie übel das war, im Winter um vier Uhr morgens aufzustehen, um halb sechs im Paketdienst zu sein, in einer Halle das Auto zu beladen, in der es saukalt gewesen ist, und dann diese Pakete auszuliefern. Das ist kein Wert an sich, so etwas machen zu müssen."

Vor diesem Hintergrund plädiert der Soziologe und Sozialpsychologe für einen Bruch mit der #Tradition und fordert ein Ende der "Fetischisierung" von Arbeit. Das mache die Leute unglücklich und verpasse die Chance, die die zunehmende Digitalisierung biete:

Wenn es möglicherweise etwas Gutes geben könnte durch die #Digitalisierung, #Roboterisierung, #Automatisierung, dann ist das die Befreiung von schlechter Arbeit.
Harald Welzer

Diese Realität des 20. Jahrhunderts zu erkennen und positiv umzudrehen, könne er jedem sozialdemokratischen Politiker nur empfehlen, so Harald Welzer weiter bei #MDRKULTUR. Schließlich könnten davon am Ende alle profitieren. "Wenn niemand mehr schlechte Arbeit machen muss, dann ist das ja doch ein zivilisatorischer Gewinn und übrigens eine Freisetzung für viel sinnvollere Sachen."

https://www.mdr.de/kultur/harald-welzer-ueberhoehung-von-arbeit-100.html

#Soziologie #Sozialpsychologie #Arbeitsfetisch #Wissenschaft #Gesellschaft #Politik #Sozialpolitik #Kapitalismus #Neoliberalismus #Podcast #Interview #MP4
 

Harald Welzer: Macht Schluss mit der Überhöhung von #Arbeit!


http://odattachmentmdr-a.akamaihd.net/mp4audiomobil/digas-55f0b647-5291-4062-8463-831baad780a3-74eb7cd9f4d9_55.mp4
Der Soziologe und Publizist #HaraldWelzer hat sich gegen eine Überhöhung der Arbeit ausgesprochen. Arbeit im klassischen Sinn - insbesondere schlechte oder entfremdete Arbeit - sei nicht sinnstiftend, auch wenn es gesellschaftlich und kulturell so tradiert sei, sagte Welzer im Gespräch mit Carsten Tesch.
[...]
"Es ist mir bitterlich in Erinnerung geblieben, wie übel das war, im Winter um vier Uhr morgens aufzustehen, um halb sechs im Paketdienst zu sein, in einer Halle das Auto zu beladen, in der es saukalt gewesen ist, und dann diese Pakete auszuliefern. Das ist kein Wert an sich, so etwas machen zu müssen."

Vor diesem Hintergrund plädiert der Soziologe und Sozialpsychologe für einen Bruch mit der #Tradition und fordert ein Ende der "Fetischisierung" von Arbeit. Das mache die Leute unglücklich und verpasse die Chance, die die zunehmende Digitalisierung biete:

Wenn es möglicherweise etwas Gutes geben könnte durch die #Digitalisierung, #Roboterisierung, #Automatisierung, dann ist das die Befreiung von schlechter Arbeit.
Harald Welzer

Diese Realität des 20. Jahrhunderts zu erkennen und positiv umzudrehen, könne er jedem sozialdemokratischen Politiker nur empfehlen, so Harald Welzer weiter bei #MDRKULTUR. Schließlich könnten davon am Ende alle profitieren. "Wenn niemand mehr schlechte Arbeit machen muss, dann ist das ja doch ein zivilisatorischer Gewinn und übrigens eine Freisetzung für viel sinnvollere Sachen."

https://www.mdr.de/kultur/harald-welzer-ueberhoehung-von-arbeit-100.html

#Soziologie #Sozialpsychologie #Arbeitsfetisch #Wissenschaft #Gesellschaft #Politik #Sozialpolitik #Kapitalismus #Neoliberalismus #Podcast #Interview #MP4
 
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