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Items tagged with: Radfahren


 
#Corona: Warum #Radfahren gleich doppelt schützt
https://www.spiegel.de/auto/corona-krise-warum-fahrradfahren-gleich-doppelt-schuetzt-a-46196d09-4aa4-4041-97e3-1fd1ff094c3f
#Fahrrad

 

radfahrer zählen doppelt


wie üblich bei solchen kontrollen, hat sich mal wieder erwiesen, dass nicht hauptsächlich radfahrer bei rot über ampeln fahren, wie das im #qualitätsjournalismus meisten behauptet wird. bei entsprechenden kontrollen stellt sich immer wieder heraus, dass autofahrer die meiste rotlichverstöße begehen, was meiner alltäglichen wahrnehmung als radfaher völlig entspricht.

weil das der springerpresse offenbar irgendwie nicht in die agenda passt, wird die anzahl der bei rotlichverstößen ertappten radfahrer gleich zwei mal erwähnt.

und das mit den
84 Fahrer von Kraftfahrzeugen fuhren verkehrswidrig durch Fahrradstraßen
kann wirklich nur daher kommen, dass die polizei maximal 60 minuten in einer der 3 fahrradstraßen berlins reingeschaut hat ...

#radfahren #fahrrad #berlin #verkehr

Verkehrssicherheit - Polizei ahndet Tausende Verstöße


Fünf Tage lang kontrollierte die Polizei den Verkehr - und ahndete Tausende Verstöße von Autofahrern, Radlern und E-Scooter-Fahrern.

 

Aberdeen Cycle Cam auf Twitter: "Maybe if I just try this... https://t.co/HbQYASXKay" / Twitter


#radfahren #Sicherheitsabstand #humor #cycling

https://twitter.com/ABZ_Cyclecam/status/1232572320943869954

 
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SIE IST DA!

Meine #AirZoundXL ist heute gekommen und gleich angebaut!

Und was soll ich sagen: Das Ding ist FÜRCHTERLICH laut!

Und weil ich gleich 2 bestellt habe, wird einer am 31.1.20 bei der #CriticalMass #Krefeld eine geschenkt bekommen. Also seid dabei!

#Radfahren #Sicherheit

 
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SIE IST DA!

Meine #AirZoundXL ist heute gekommen und gleich angebaut!

Und was soll ich sagen: Das Ding ist FÜRCHTERLICH laut!

Und weil ich gleich 2 bestellt habe, wird einer am 31.1.20 bei der #CriticalMass #Krefeld eine geschenkt bekommen. Also seid dabei!

#Radfahren #Sicherheit

 
Heulen. Ich möchte einfach nur heulen angesichts unserer Politiker....

Können wir zur nächsten Wahl bitte einmal RICHTIG wählen?

#Fahrrad #Radfahren #Verkehrswende #MehrPlatzFürsRad #Holland #Niederlande #Autofrei

 
Heulen. Ich möchte einfach nur heulen angesichts unserer Politiker....

Können wir zur nächsten Wahl bitte einmal RICHTIG wählen?

#Fahrrad #Radfahren #Verkehrswende #MehrPlatzFürsRad #Holland #Niederlande #Autofrei

 
F: Die Straße durch den Wald hat auf beiden Seiten Radwege. Welchen soll ich benutzen?

A: Das ist Geschmackssache. Auf der Nordseite gibt es Rehe und im Frühjahr eine Krötenwanderung, auf der Südseite Wildschweine.

#Radfahren

 
Verkehrstote im ersten Halbjahr: Scheuer, bitte kommen
https://taz.de/Verkehrstote-im-ersten-Halbjahr/!5617598/
#AndreasScheuer #Verkehrsministerium #Verkehrstote #Verkehrswende #Radfahren #Abbiegeassistent #Verkehr #Öko

 

die tun was


meine vollste zustimmung dazu. und das sage ich als neutraler, politinteressierter bürger ... :-)

#politik #verkehr #fahrrad #radfahren

Bild/FotoSpiegel Online Schlagzeilen (inoffiziell) wrote the following post Wed, 28 Aug 2019 14:45:17 +0200

Weniger Fehltage: Grünen-Abgeordneter will Extra-Urlaubstag für Radfahrer


 
Dass sehr viele Menschen #Radfahren finde ich toll. Aber dass viele #Radfahrer ohne #Schutzhelm fahren, ist bestimmt nicht im Sinne des Erfinders.

 
Beim #Radfahren ist der Asphalt von unten mindestens so heiß wie die Sonne von oben. Bis wieviel Temperatur bleibt so ein Radreifen eigentlich fahrstabil? #justthinking

 
Frage an die Radfahrer:
Ich suche gute Ohrhörer, die Umgebungsgeräusche durchlassen.
Dürfen keinen Hinterkopfbügel haben, da ich einen Hövding benutze.
Hauptsächlich höre ich Hörbücher, aber manchmal auch Musik (gerne basslastig).
Bluetooth wäre ideal.
Habt ihr Empfehlungen?

#mdRzA #fahrrad #radfahren

 
#Radfahren soll sicherer werden

So langsam bewegt sich auch an dieser Front was

https://www.tagesschau.de/inland/verkehr-radfahren-101.html

 
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Stadtradeln


Heute war Auftaktveranstaltung des Stadtradelns in Essen. Zusammen mit den Mülheimern und Duisburgern ging's ca. 8km zum Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen. Ab heute zählt 3 Wochen lang jeder Kilometer :-)

https://www.stadtradeln.de/home

#stadtradeln #fahrrad #co2 #radfahren #politik #klima #essen #duisburg #mülheim #ruhrgebiet #ruhrpott #ruhr #adfc

 
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Stadtradeln


Heute war Auftaktveranstaltung des Stadtradelns in Essen. Zusammen mit den Mülheimern und Duisburgern ging's ca. 8km zum Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen. Ab heute zählt 3 Wochen lang jeder Kilometer :-)

https://www.stadtradeln.de/home

#stadtradeln #fahrrad #co2 #radfahren #politik #klima #essen #duisburg #mülheim #ruhrgebiet #ruhrpott #ruhr #adfc

 
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Radschnellweg


Endlich ist die Ruhr-Überquerung des Radschnellweges RS1 in Mülheim/Ruhr eröffnet. Leider ist Richtung Duisburg nach ein paar Metern schon wieder Schluss, aber immerhin, die Unis Mülheim und Essen sind jetzt durchgängig per Radschnellweg verbunden! Der Ausbau des Radwegs wird von der EU gefördert.

#Fahrrad #radfahren #öko #Infrastruktur #straße #Radweg #nrw #Ruhrgebiet #Ruhrpott #eu

 
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Radschnellweg


Endlich ist die Ruhr-Überquerung des Radschnellweges RS1 in Mülheim/Ruhr eröffnet. Leider ist Richtung Duisburg nach ein paar Metern schon wieder Schluss, aber immerhin, die Unis Mülheim und Essen sind jetzt durchgängig per Radschnellweg verbunden! Der Ausbau des Radwegs wird von der EU gefördert.

#Fahrrad #radfahren #öko #Infrastruktur #straße #Radweg #nrw #Ruhrgebiet #Ruhrpott #eu

 
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Gemeinsame Demonstrationen mit ADFC und Radelkollektiv für bessere und mehr Radwege in Homburg und zur Uniklinik. Wir freuen uns über die große Resonanz trotz Regenwetter. #gruene homburg #radwege #homburg #demonstration #fridaysforfuture #adfc #homburg #nachhaltigkeit #radfahren

 
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Amsterdam schafft mehr Platz zum Gehen und #Radfahren und entfernt 11.200 Pkw-Parkplätze. Gent macht City #autofrei, Eindhoven setzt auf #Radschnellwege - wie Städte Verkehrsprobleme reduzieren und Lebensqualität erhöhen https://spon.de/fRWA
https://twitter.com/VCOE_AT/status/1122026240855113728
#Fahrrad

 
#radverkehr #radverkehrspolitik #radfahren

Wer radfährt, spielt mit seinem Leben !!!eins11


Jedes Jahr aufs Neue werden zu Beginn dessen, was prekäre Journalisten für die Fahrradsaison halten, also im Frühjahr, die Medien mit reisserischen Artikeln geflutet, in denen das Radfahren gefährlich geredet wird. Die Themen variieren, Drehbuch und Methoden nicht. Das geht wie folgt:
  • Man formuliert für den Aufmacher eine polarisierende These, die beim Großteil des Publikums gut ankommt, siehe Titel. Dann garniert man das feststehende Ergebnis mit ein paar Zahlen, meist Quotienten, die ein flüchtiger Leser als Beleg für die These interpretieren wird.
  • Im Artikel belegt man die These mit Fakten. In der Regel wird man sich - wegen prekär - die Recherchearbeit nicht selber machen, sondern auf die Pressemitteilung einer Organisation zurückgreifen, die diesen Gedankengang umgesetzt hat und gewissermaßen den Film zum Drehbuch bereits produziert hat. Wenn alle Stricke reißen, schreibt man von einer anderen Zeitung ab.
    Wichtig ist es, mit der These Forderungen zu verbinden oder, besser noch, solche zu suggerieren, die von der Mehrheit der Leser begeistert begrüßt, von ausreichend vielen anderen anderen aber scharf abgelehnt werden.
  • Man freut sich über die Vielzahl von Klicks, die durch erbitterte Diskussionen von Lesern in den eigenen oder fremden Kommentarspalten gefüttert werden. Profit.

Beispiele


Vor vielen Jahren war ein paar Jahre lang Radfahrer sind an ihren Unfällen überwiegend selber schuld! in der Presse sehr beliebt. Nachdem das ausgelutscht war und vielleicht als doch etwas zu einseitig gegen Radfahrer Partei nehmende Polemik wahrgenommen wurde, hat man sich weniger kontroversen Themen zugewandt. Daß diese These an sich ein recht plumper Schwindel ist, wie aus jedem Bericht des Statistischen Bundesamtes zur Verkehrunfallstatistik unschwer abzulesen ist, wurde nie thematisiert und ist daher auch weitgegehend unbekannt.

Aktuell recht beliebt und viel kopiert sind entlang der in der Überschrift formulierten Leitlinie Hypothesen wie

Mangelhafte Radwege sind Ursache für hohes Unfallrisiko


(wobei hinter dem Wortspiel mit "mangelhaft" sicherlich ein kluger Kopf steckt)
Die Deutschen fahren Fahrrad – und bezahlen für mangelhafte Radwege mit einem hohen Unfallrisiko.
sowie als Beleg (anderswo funktioniert es besser) und Forderung (*das müssen wir nachmachen)
Was besser werden müsste und wo es schon besser ist.
So zu lesen bei der FAZ in https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaft-in-zahlen/faz-net-schneller-schlau-auf-zwei-raedern-durch-die-welt-16112370.html

Radfahrende schützen - Klimaschutz stärken


so macht sich Greenpeace für Radfahrer stark:

https://www.greenpeace.de/presse/publikationen/radfahrende-schuetzen-klimaschutz-staerken

Zumindest soll es so aussehen. Denn tatsächlich wird im Text Angst und Schrecken verbreitet, man führt sich mit einem Unfall ein, der typisch für die Verkehrsführung per Radstreifen oder Radweg ist: Führung auf der falschen Seite, radfahrender Geradeausverkehr rechts von Rechtabbiegern, versteht ihn aber nicht als systembedingt, von der Separierung verursacht, sondern als "tragisch", Schicksal, sozusagen.

Natürlich ist es ein Kind, das da zu Tode kommt, das bietet sichere Gewähr dafür, daß beim Leser der Verstand aussetzt. Da kann der seltene aufmerksame Leser noch so sehr darauf hinweisen, daß, wenn's ein Gehweg war, das Kind lt. StVO beim Queren hätte absteigen und schieben müssen und daß, wenn's ein Radweg oder -streifen war, derselbe Unfall auch einem erwachsenen Radfahrer hätte passieren können und passiert (siehe dazu auch weiter unten).

In einem Blogartikel
https://radunfaelle.wordpress.com/2019/04/09/maerchenstunde-bei-greenpeace/
hat sich Thomas Schlüter ausführlich mit dieser "Märchenstunde bei Greenpeace" befasst und in Punkt 3 einige Erklärungen gefunden und dargestellt, wie statistisch zu erwartende Schwankungen sowie Schwankungen durch unterschiedliche Erfassungsmethoden dazu genutzt wurden, auf Basis von nichts oder fast nichts dramatische Behauptungen aufzustellen.

Deutschlands Städte sind für Radfahrer die gefährlichsten der Welt


Eine Variante des Themas in einer gamifizierten Version in https://blog.nkb.fr/danger-cyclists/, verlinkt von Kristian Köhntopp in https://pluspora.com/posts/1132518

Die einzige erfassungsmässig einigermaßen verlässliche Zahl bei dem Vergleich von Riskofällen zwischen verschiedenen Populationen aus unterschiedlichen geografischen Regionen sind die Todesfälle. Leichte Verletzungen werden, worauf Thomas Schlüter hinwies, je nach berichtender Polizei akribisch bis gar nicht erfasst, diese Zahlen sind in diesem Zusammenhang problematisch. Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall mit aufgeschürften Knien kann im einen Land aus versicherungstechnischen Gründen die Regel sein, im anderen aus Kostengründen die große Ausnahme.

Hier wird wird der Modal Split auf Basis von Verkehrszählungen, also Stichproben von Durchreisenden, in der anderen auf Basis von der Befragung von Einwohnern gebildet, m.W. man zählt und vergleicht unterschiedliche Leute und unterschiedliche Wege.

In dem (s.o.) affirmativ zitierten bzw. verlinkten Blogartikel wird Paris mit 0 getöteten Radfahrern in 2011 aufgeführt und sogar mit dem statistisch überhaupt nicht sinnvoll auswertbaren Anteil nur leicht verletzter Radfahrer argumentiert. Wie man mit einer Suchmaschine schnell herausfindet, starben in Paris zwischen 2010 und Oktober 2016 18 Radfahrer, in acht Fällen war daran ein LKW oder Bus beteiligt, mindestens ein Fall davon Rechtsabbieger. Das sind aufgerundet 3 Radfahrer im Jahr, nicht 0, wie in 2011, oder 6 in 2009.

Zwecks Aufbauschen werden gern absolute Zahlen publiziert. Weil man aber wissenschaftlich wirken möchte, werden als weitere Belege ein paar Verhältniszahlen, also Raten oder Anteile nachgeschoben und mit bunten Grafiken illustriert. So auch hier.

Wenn man hinter die Kulisse schauen möchte, lohnt es sich fast immer, sich die Quotienten anzuschauen und zu fragen, aus welchem Zähler und welchem Nenner er gebildet wurde. Geschummelt wird meist, indem Anteile aufgrund völlig verschiedener oder jedenfalls nicht vergleichbarer Basen gebildet werden. Der Trick mit "Überwiegend sind Radfahrer schuld", den man leider auch schon in Polizeipressemitteilungen gesehen hat (s.o.) funktioniert so, aber auch das Verfahren, deutsche Städte gefährlicher zu rechnen, als sie bei einem objektiven Vergleich darstünden, um damit dann die Maßnahme zu begründen, auf die man hinauswollte.

Für einen langjährigen Alltagsradfahrer, der sein gerüttelt Maß an gefährlichen Situationen erlebt und das erratische Verhalten von sog. "Torkelradlern" auf Radwegen zur Genüge kennt, erscheint die aufgestellte These doppelt unglaubwürdig. Das Risko des Einzelnen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, Geschlecht (mehr Testosteron => mehr Risiko), Alter (Risiko steigt mit Alter), Distanz (Risiko steigt mit der Distanz), Tempo (nein, nicht wie beim Kfz, schneller ist sicherer, jedenfalls beim Radfahrer auf der Fahrbahn), Wegbeschaffenheit (hindernisfreie, übersichtliche Wege sind besser), Verkehrsklima (integrativ ist besser als Ghettobildung), usw. usf.

Aussagen auf Basis von in dieser Weise produzierten Städtevergleichen sind absurd. Es werden Quotienten auf Basis von Zahlen errechnet, bei der selbst ohne bösen Willen aufgrund von statistischen Schwankungen im Bereich einer Größenordnung durch Kombination und Selection Bias reine Zufallszahlen herauskommen.

Relevanz und Fazit


Wenn man die erste Tabelle, Verletzte pro Einwohner wegen Nutzlosigkeit ausblendet, bleibt die zweite Tabelle "Verletzte pro Fahrt". Die ist zwar interessanter, leider ohne weitere Informationen ebenfalls nutzlos.

Letzlich werden für den Quotienten zwei Zahlen dividiert, deren Produkt durchaus in dem Umfang schwanken kann, wie hier so lauthals bejammert wird, ohne dass es dafür auf der Basis eine bessere Erklärung als "Messfehler" gibt. Wenn verletzte Radfahrer in Paris sich eher vom Hausarzt behandeln lassen als stationär ein Krankenhaus aufzusuchen als jemand in Berlin oder Köln, der eine Krankenhauszusatzversicherung und ein betriebswirtschaftlich optimiertes Krankenhaus in der Nähe hat, dann gibt es hier weniger "Schwerverletzte" als dort, beispielsweise. Je nachdem, wie unterschiedlich die zurückgelegten Wege sind, bzgl. von wem, wann, wo, wie schnell, wie lange über welche Distanz gefahren wird, ergeben sich deswegen unterschiedliche manifeste Risiken, aber nicht "wegen Stadt". Sondern deswegen.

Erklärungsbedürftig wäre in der Tat, warum hier Stuttgart nach oben und Paris nach unten heraussticht. Ich argwöhne, das liegt daran, daß man in Daimlercity die Maßnahme "Verdrängung des Radverkehrs" früher und und radikaler durchgeführt hat als in anderen großen Städten. Aber auch das läßt sich aus diesen Zahlen genau so wenig ableiten wie Forderungen nach irgendwelchen konkreten Abhilfen, etwa die nach Radwegen oder Wahnwesten. Das hieße den Teufel mit Beelzebub austreiben.

**TL;DR **https://radunfaelle.wordpress.com/2019/04/09/maerchenstunde-bei-greenpeace/ lesen.

 
#radverkehr #radverkehrspolitik #radfahren

Wer radfährt, spielt mit seinem Leben !!!eins11


Jedes Jahr aufs Neue werden zu Beginn dessen, was prekäre Journalisten für die Fahrradsaison halten, also im Frühjahr, die Medien mit reisserischen Artikeln geflutet, in denen das Radfahren gefährlich geredet wird. Die Themen variieren, Drehbuch und Methoden nicht. Das geht wie folgt:
  • Man formuliert für den Aufmacher eine polarisierende These, die beim Großteil des Publikums gut ankommt, siehe Titel. Dann garniert man das feststehende Ergebnis mit ein paar Zahlen, meist Quotienten, die ein flüchtiger Leser als Beleg für die These interpretieren wird.
  • Im Artikel belegt man die These mit Fakten. In der Regel wird man sich - wegen prekär - die Recherchearbeit nicht selber machen, sondern auf die Pressemitteilung einer Organisation zurückgreifen, die diesen Gedankengang umgesetzt hat und gewissermaßen den Film zum Drehbuch bereits produziert hat. Wenn alle Stricke reißen, schreibt man von einer anderen Zeitung ab.
    Wichtig ist es, mit der These Forderungen zu verbinden oder, besser noch, solche zu suggerieren, die von der Mehrheit der Leser begeistert begrüßt, von ausreichend vielen anderen anderen aber scharf abgelehnt werden.
  • Man freut sich über die Vielzahl von Klicks, die durch erbitterte Diskussionen von Lesern in den eigenen oder fremden Kommentarspalten gefüttert werden. Profit.

Beispiele


Vor vielen Jahren war ein paar Jahre lang Radfahrer sind an ihren Unfällen überwiegend selber schuld! in der Presse sehr beliebt. Nachdem das ausgelutscht war und vielleicht als doch etwas zu einseitig gegen Radfahrer Partei nehmende Polemik wahrgenommen wurde, hat man sich weniger kontroversen Themen zugewandt. Daß diese These an sich ein recht plumper Schwindel ist, wie aus jedem Bericht des Statistischen Bundesamtes zur Verkehrunfallstatistik unschwer abzulesen ist, wurde nie thematisiert und ist daher auch weitgegehend unbekannt.

Aktuell recht beliebt und viel kopiert sind entlang der in der Überschrift formulierten Leitlinie Hypothesen wie

Mangelhafte Radwege sind Ursache für hohes Unfallrisiko


(wobei hinter dem Wortspiel mit "mangelhaft" sicherlich ein kluger Kopf steckt)
Die Deutschen fahren Fahrrad – und bezahlen für mangelhafte Radwege mit einem hohen Unfallrisiko.
sowie als Beleg (anderswo funktioniert es besser) und Forderung (*das müssen wir nachmachen)
Was besser werden müsste und wo es schon besser ist.
So zu lesen bei der FAZ in https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaft-in-zahlen/faz-net-schneller-schlau-auf-zwei-raedern-durch-die-welt-16112370.html

Radfahrende schützen - Klimaschutz stärken


so macht sich Greenpeace für Radfahrer stark:

https://www.greenpeace.de/presse/publikationen/radfahrende-schuetzen-klimaschutz-staerken

Zumindest soll es so aussehen. Denn tatsächlich wird im Text Angst und Schrecken verbreitet, man führt sich mit einem Unfall ein, der typisch für die Verkehrsführung per Radstreifen oder Radweg ist: Führung auf der falschen Seite, radfahrender Geradeausverkehr rechts von Rechtabbiegern, versteht ihn aber nicht als systembedingt, von der Separierung verursacht, sondern als "tragisch", Schicksal, sozusagen.

Natürlich ist es ein Kind, das da zu Tode kommt, das bietet sichere Gewähr dafür, daß beim Leser der Verstand aussetzt. Da kann der seltene aufmerksame Leser noch so sehr darauf hinweisen, daß, wenn's ein Gehweg war, das Kind lt. StVO beim Queren hätte absteigen und schieben müssen und daß, wenn's ein Radweg oder -streifen war, derselbe Unfall auch einem erwachsenen Radfahrer hätte passieren können und passiert (siehe dazu auch weiter unten).

In einem Blogartikel
https://radunfaelle.wordpress.com/2019/04/09/maerchenstunde-bei-greenpeace/
hat sich Thomas Schlüter ausführlich mit dieser "Märchenstunde bei Greenpeace" befasst und in Punkt 3 einige Erklärungen gefunden und dargestellt, wie statistisch zu erwartende Schwankungen sowie Schwankungen durch unterschiedliche Erfassungsmethoden dazu genutzt wurden, auf Basis von nichts oder fast nichts dramatische Behauptungen aufzustellen.

Deutschlands Städte sind für Radfahrer die gefährlichsten der Welt


Eine Variante des Themas in einer gamifizierten Version in https://blog.nkb.fr/danger-cyclists/, verlinkt von Kristian Köhntopp in https://pluspora.com/posts/1132518

Die einzige erfassungsmässig einigermaßen verlässliche Zahl bei dem Vergleich von Riskofällen zwischen verschiedenen Populationen aus unterschiedlichen geografischen Regionen sind die Todesfälle. Leichte Verletzungen werden, worauf Thomas Schlüter hinwies, je nach berichtender Polizei akribisch bis gar nicht erfasst, diese Zahlen sind in diesem Zusammenhang problematisch. Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall mit aufgeschürften Knien kann im einen Land aus versicherungstechnischen Gründen die Regel sein, im anderen aus Kostengründen die große Ausnahme.

Hier wird wird der Modal Split auf Basis von Verkehrszählungen, also Stichproben von Durchreisenden, in der anderen auf Basis von der Befragung von Einwohnern gebildet, m.W. man zählt und vergleicht unterschiedliche Leute und unterschiedliche Wege.

In dem (s.o.) affirmativ zitierten bzw. verlinkten Blogartikel wird Paris mit 0 getöteten Radfahrern in 2011 aufgeführt und sogar mit dem statistisch überhaupt nicht sinnvoll auswertbaren Anteil nur leicht verletzter Radfahrer argumentiert. Wie man mit einer Suchmaschine schnell herausfindet, starben in Paris zwischen 2010 und Oktober 2016 18 Radfahrer, in acht Fällen war daran ein LKW oder Bus beteiligt, mindestens ein Fall davon Rechtsabbieger. Das sind aufgerundet 3 Radfahrer im Jahr, nicht 0, wie in 2011, oder 6 in 2009.

Zwecks Aufbauschen werden gern absolute Zahlen publiziert. Weil man aber wissenschaftlich wirken möchte, werden als weitere Belege ein paar Verhältniszahlen, also Raten oder Anteile nachgeschoben und mit bunten Grafiken illustriert. So auch hier.

Wenn man hinter die Kulisse schauen möchte, lohnt es sich fast immer, sich die Quotienten anzuschauen und zu fragen, aus welchem Zähler und welchem Nenner er gebildet wurde. Geschummelt wird meist, indem Anteile aufgrund völlig verschiedener oder jedenfalls nicht vergleichbarer Basen gebildet werden. Der Trick mit "Überwiegend sind Radfahrer schuld", den man leider auch schon in Polizeipressemitteilungen gesehen hat (s.o.) funktioniert so, aber auch das Verfahren, deutsche Städte gefährlicher zu rechnen, als sie bei einem objektiven Vergleich darstünden, um damit dann die Maßnahme zu begründen, auf die man hinauswollte.

Für einen langjährigen Alltagsradfahrer, der sein gerüttelt Maß an gefährlichen Situationen erlebt und das erratische Verhalten von sog. "Torkelradlern" auf Radwegen zur Genüge kennt, erscheint die aufgestellte These doppelt unglaubwürdig. Das Risko des Einzelnen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, Geschlecht (mehr Testosteron => mehr Risiko), Alter (Risiko steigt mit Alter), Distanz (Risiko steigt mit der Distanz), Tempo (nein, nicht wie beim Kfz, schneller ist sicherer, jedenfalls beim Radfahrer auf der Fahrbahn), Wegbeschaffenheit (hindernisfreie, übersichtliche Wege sind besser), Verkehrsklima (integrativ ist besser als Ghettobildung), usw. usf.

Aussagen auf Basis von in dieser Weise produzierten Städtevergleichen sind absurd. Es werden Quotienten auf Basis von Zahlen errechnet, bei der selbst ohne bösen Willen aufgrund von statistischen Schwankungen im Bereich einer Größenordnung durch Kombination und Selection Bias reine Zufallszahlen herauskommen.

Relevanz und Fazit


Wenn man die erste Tabelle, Verletzte pro Einwohner wegen Nutzlosigkeit ausblendet, bleibt die zweite Tabelle "Verletzte pro Fahrt". Die ist zwar interessanter, leider ohne weitere Informationen ebenfalls nutzlos.

Letzlich werden für den Quotienten zwei Zahlen dividiert, deren Produkt durchaus in dem Umfang schwanken kann, wie hier so lauthals bejammert wird, ohne dass es dafür auf der Basis eine bessere Erklärung als "Messfehler" gibt. Wenn verletzte Radfahrer in Paris sich eher vom Hausarzt behandeln lassen als stationär ein Krankenhaus aufzusuchen als jemand in Berlin oder Köln, der eine Krankenhauszusatzversicherung und ein betriebswirtschaftlich optimiertes Krankenhaus in der Nähe hat, dann gibt es hier weniger "Schwerverletzte" als dort, beispielsweise. Je nachdem, wie unterschiedlich die zurückgelegten Wege sind, bzgl. von wem, wann, wo, wie schnell, wie lange über welche Distanz gefahren wird, ergeben sich deswegen unterschiedliche manifeste Risiken, aber nicht "wegen Stadt". Sondern deswegen.

Erklärungsbedürftig wäre in der Tat, warum hier Stuttgart nach oben und Paris nach unten heraussticht. Ich argwöhne, das liegt daran, daß man in Daimlercity die Maßnahme "Verdrängung des Radverkehrs" früher und und radikaler durchgeführt hat als in anderen großen Städten. Aber auch das läßt sich aus diesen Zahlen genau so wenig ableiten wie Forderungen nach irgendwelchen konkreten Abhilfen, etwa die nach Radwegen oder Wahnwesten. Das hieße den Teufel mit Beelzebub austreiben.

**TL;DR **https://radunfaelle.wordpress.com/2019/04/09/maerchenstunde-bei-greenpeace/ lesen.

 

Steile These!


Muss mal meine alten Zeugnisse rausholen, ich glaube, viele Lehrer/innen hatten mich auch ganz doll lieb.

#Radfahren #autsch so wird das nix mit #postcarsociety
Bild/Foto

 

Steile These!


Muss mal meine alten Zeugnisse rausholen, ich glaube, viele Lehrer/innen hatten mich auch ganz doll lieb.

#Radfahren #autsch so wird das nix mit #postcarsociety
Bild/Foto

 
Der #Fahrradklimatest ist zwar kein "Test" im eigentlichen Sinn des Wortes, aber er ist ein wichtiger Indikator für die Zufriedenheit mit dem Radverkehr. Individuelle Städte können auf der Karte ausgewählt werden.

#Radfahren #Scheissradfahrer #runtervomradweg #fahrradundfreizeit

 
In #München haben sich am Wochenende tausende Menschen mit ihren Fahrrädern auf den Straßen versammelt und für eine bessere Infrastruktur für Radfahrer demonstriert. 😍💪💪
#Radfahren #Fahrrad #Verkehrswende #Umweltschutz

 
In #München haben sich am Wochenende tausende Menschen mit ihren Fahrrädern auf den Straßen versammelt und für eine bessere Infrastruktur für Radfahrer demonstriert. 😍💪💪
#Radfahren #Fahrrad #Verkehrswende #Umweltschutz

 
Die letzte humane Technik:
#Fahrrad #Radfahren #Umweltschutz #Verkehrswende

 
Die letzte humane Technik:
#Fahrrad #Radfahren #Umweltschutz #Verkehrswende

 

gleiche rechte? jetzt!


ein schöner kommentar zu der bemerkung der autolobbyisten bei cdsu und fdp zu den "gleichen rechten", die auto- und radfahrer haben sollten. nicht nur mir ist aufgefallen, dass die forderung nach gleichen rechten für beide gruppen eigentlich extrem revolutionär ist. cdsu-bonzen bekommen das allerdings nicht mit:
Und das mit den gleichen Rechten, das wäre nun bitte schön umzusetzen. Zum Beispiel, was den Platz angeht: Auf der Fahrradspur stapeln sich zwei Dutzend Radler:innen, während die gleiche Menge Autofahrer:innen entspannt dreispurig fahren darf? Nichts da. Je zwei Spuren für alle. Oder Ampeln. Die Fahrradampel zeigt schon Rot, da dürfen die Autos noch eine halbe Minute über die Kreuzung rasen? Schluss damit, gleiche Grünzeiten für alle.
das könnte man noch ewig so weiterführen. natürlich, war das nicht, was die cdsu und fdp mit "gleichen rechten" gemeint hat.

wäre aber schön!

#politik #radverkehr #fahrrad #cdsu #fdp #heuchelei

Bild/Fototaz (inoffiziell) wrote the following post Mon, 08 Apr 2019 13:12:39 +0200

Kommentar Verkehrspolitik für Radfahrer: Es müssen endlich gleiche Rechte her
http://www.taz.de/Kommentar-Verkehrspolitik-fuer-Radfahrer/!5586092/
#Verkehrspolitik #Radfahren #Fahrrad #Autolobby #RadfahreninBerlin #Verkehr #Öko #Schwerpunkt

 
Verkehrspolitik am Beispiel Aachen: Rad ab
http://www.taz.de/Verkehrspolitik-am-Beispiel-Aachen/!5578639/
#Radfahren #Aachen #Verkehr #Öko

 
Verkehrspolitik am Beispiel Aachen: Rad ab
http://www.taz.de/Verkehrspolitik-am-Beispiel-Aachen/!5578639/
#Radfahren #Aachen #Verkehr #Öko