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News | RNZ: Dürre am Mekong: Südostasiens Lebensader trocknet aus


Der Mekong ist Mythos und Lebensader zugleich. Doch das Sehnsuchtsziel vieler Asien-Fans ist zunehmend von Dürren und Dämmen bedroht. Dabei sind Millionen Menschen von dem mächtigen Fluss abhängig. Auch ein einzigartiges Naturphänomen gerät aus dem Takt.

Das Flussbett auf der Chroy-Changvar-Halbinsel führt kaum Wasser, im matschigen Boden häuft sich Müll. Der Fischer Ho San steht neben seinem Holzboot und blickt auf den Punkt, wo der Fluss Tonle Sap in den legendären Mekong mündet.

"Man kann am Schlamm erkennen, bis wo das Wasser normalerweise reicht", sagt Ho San. "So niedrig haben wir den Wasserpegel noch nie gesehen. Wir werden Hunger leiden", so der 31-jährige Kambodschaner. Schon das zweite Jahr in Folge erleben die Menschen am Mekong eine verheerende Dürre. Dabei ist der Strom, der durch ein halbes Dutzend Länder Südostasiens fließt, für die Ernährung und den Lebensunterhalt von geschätzten 60 Millionen Menschen von lebenswichtiger Bedeutung...

Tags: #de #news #klimaerhitzung #asien #mehkong #dürre #china #myanmar #thailand #laos #kambodscha #vietnam #rnz #ravenbird #2020-09-21
 

Harald #Welzer "Selbst Denken"


Harald Welzer schreibt in seinem Buch "Selbst Denken" Fischer Verlag 2. Auflage 2013; - Kapitel Zerstörung von Sozialität S22
Der Stalinismus zerstörte die Sozialität durch die willkürlich wechselnde Definition dessen, wer gerade als >>gut<< bzw. >>schlecht<< galt, als konform oder kriminell. Solche Willkür zerstört die Basis jeder Sozialität: Vertrauen. Beide Herrschaftssysteme bauten ihre soziale Macht auf die Destruktion autonomer, unkontrollierter Beziehungen zwischen den Menschen. Man zerstörte den bestehenden sozialen Zusammenhang, setzte die Teile anders zusammen und verwandelte das soziale Beziehungsgefüge selbst in ein machtvolles Herrschaftsinstrument.
Dasselbe Prinzip war in China der #Kulturrevolution wirksam, im #Kambodscha der Roten #Khmer, übrigens auch in der #Sozialutopie des #Behaviorismus: Die ideale Einrichtung der Welt erfordert im ersten Schritt immer die Zerstörung eigensinniger Sozialverhältnisse. Genau dort setzen auch die literarischen Dystopien von George Orwell oder Aldous #Huxley an, und womöglich sollte man seine Aufmerksamkeit genau auf solche Zerstörungsprozesse richten, wenn man um das Abdriften von Gesellschaften in antisoziale, gegenmenschliche Richtungen besorgt ist. Und wahrscheinlich ist man zu romantisch, wenn man davon ausgeht, so etwas geschehe immer in Kopie historischer Vorläufer. Es könnte vielmehr sein, dass der heutige Totalitarismus ausgerechnet im Gewand der Freiheit auftritt: in jedem Augenblick alles haben und sein zu können, was man haben und sein zu wollen glaubt. Es gibt nur ein einziges Regelsystem, das solche Freiheit begrenzt: der Markt.
Denn im Unterschied zu >>#1984&lt;< ist heute ja keine überwachende Instanz mehr nötig, die die Wünsche und Regungen der Menschen kontrolliert und eingreift, wo sie gefährlich werden. Es bedarf keiner #Gestapo und keiner #Tscheka mehr; im Zeitalter von #Google und #facebook liefert ja jeder einzelne Insasse des Netzes die nötigen Daten über sich freimütig, ohne jeden Zwang. Was das in der Konsequenz heißt, mag einem klarwerden, wenn man sich einen Augenblick lang den Faschismus mit facebook vorstellt. Kein einziger ...
**Mein Fazit: Es ist unvernünftig den Markt zu verteufeln. Auch Harald #Welzer sieht im #Markt das einzige Regelsystem, mit dem wir die gesellschaftlichen Probleme lösen können!
 

Harald #Welzer "Selbst Denken"


Harald Welzer schreibt in seinem Buch "Selbst Denken" Fischer Verlag 2. Auflage 2013; - Kapitel Zerstörung von Sozialität S22
Der Stalinismus zerstörte die Sozialität durch die willkürlich wechselnde Definition dessen, wer gerade als >>gut<< bzw. >>schlecht<< galt, als konform oder kriminell. Solche Willkür zerstört die Basis jeder Sozialität: Vertrauen. Beide Herrschaftssysteme bauten ihre soziale Macht auf die Destruktion autonomer, unkontrollierter Beziehungen zwischen den Menschen. Man zerstörte den bestehenden sozialen Zusammenhang, setzte die Teile anders zusammen und verwandelte das soziale Beziehungsgefüge selbst in ein machtvolles Herrschaftsinstrument.
Dasselbe Prinzip war in China der #Kulturrevolution wirksam, im #Kambodscha der Roten #Khmer, übrigens auch in der #Sozialutopie des #Behaviorismus: Die ideale Einrichtung der Welt erfordert im ersten Schritt immer die Zerstörung eigensinniger Sozialverhältnisse. Genau dort setzen auch die literarischen Dystopien von George Orwell oder Aldous #Huxley an, und womöglich sollte man seine Aufmerksamkeit genau auf solche Zerstörungsprozesse richten, wenn man um das Abdriften von Gesellschaften in antisoziale, gegenmenschliche Richtungen besorgt ist. Und wahrscheinlich ist man zu romantisch, wenn man davon ausgeht, so etwas geschehe immer in Kopie historischer Vorläufer. Es könnte vielmehr sein, dass der heutige Totalitarismus ausgerechnet im Gewand der Freiheit auftritt: in jedem Augenblick alles haben und sein zu können, was man haben und sein zu wollen glaubt. Es gibt nur ein einziges Regelsystem, das solche Freiheit begrenzt: der Markt.
Denn im Unterschied zu >>#1984&lt;< ist heute ja keine überwachende Instanz mehr nötig, die die Wünsche und Regungen der Menschen kontrolliert und eingreift, wo sie gefährlich werden. Es bedarf keiner #Gestapo und keiner #Tscheka mehr; im Zeitalter von #Google und #facebook liefert ja jeder einzelne Insasse des Netzes die nötigen Daten über sich freimütig, ohne jeden Zwang. Was das in der Konsequenz heißt, mag einem klarwerden, wenn man sich einen Augenblick lang den Faschismus mit facebook vorstellt. Kein einziger ...
**Mein Fazit: Es ist unvernünftig den Markt zu verteufeln. Auch Harald #Welzer sieht im #Markt das einzige Regelsystem, mit dem wir die gesellschaftlichen Probleme lösen können!
 
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