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Wegsehen hilft nicht
Heute vor 25 Jahren begann der Völkermord an den Tutsi in Ruanda


Vor genau 25 Jahren, am 6. April 1994, wurde die Maschine des ruandischen Präsidenten Habyarimana beim Anflug auf den Flughafen der Hauptstadt Kigali von zwei Boden-Luft-Raketen getroffen. Es gab keine Überlebenden. Das und die Ermordung der belgischen Blauhelme, die zum Schutz von Premierministerin Uwilingiyimana abgestellt worden waren, war das Startsignal für die #Hutu-Milizen, damit zu beginnen, die #Tutsi-Minderheit im ganzen Land zu massakrieren. Dabei legten sie eine Effizienz an den Tag, die diejenige der NS-Mordindustrie im zweiten Weltkrieg bei weitem überstieg. Zwischen 800.000 und eine Million Menschen wurden binnen 100 Tagen ermordet. 8.000-10.000 pro Tag. Im Schnitt. Und das mit vergleichsweise einfachen Mitteln. In Handarbeit.
Ich komme nicht umhin, darauf hinzuweisen, dass das Massaker vor allem von lokalen Medien (Radio in the hills) organsiert und angeheizt wurde und dass das heute via Facebook laufen würde... beziehungsweise läuft. In Südasien gibt es mehrere Fälle von Lynchmorden, die durch Falschmeldungen auf Facebook ausgelöst und via Facebook organisiert wurden.
Information, die tötet.
Gibt es, ist leider so.