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Did you hear what I just said? Is my English OK? Is the microphone on?


"Haben Sie gehört, was ich gerade gesagt habe? Ist mein Englisch in Ordnung? Ist das Mikrofon an?" Das ist kein eins-zwei-drei-test-Check vor einem Live-Konzert, sondern eine neue Figur im rhetorischen Repertoire von #GretaThunberg - bei der Rede, die sie heute vor dem britischen House of Parliament gehalten hat. Der Guardian war so nett den kompletten Redetext zu veröffentlichen (siehe Link unten).

Abgesehen von dieser neuen Rhetorik-Figur findet sich in der Rede vieles im Wortlaut wieder, das alle, die nun schon mehrere Reden von ihr mitbekommen haben, längst kennen. "Greta hat eigentlich schon alles gesagt, nur noch nicht überall", meinte dazu jemand sinngemäß auf Twitter. Was soll sie auch anderes sagen? Das ist nun mal ihre Botschaft, und es ist ihre (selbst gewählte oder vom Publikum erwartete) Rolle bei all diesen Auftritten. Immerhin deutet sie an, was diese Botschaft letztlich alles impliziert, und was aber in gegenwärtigen parlamentarischen Kreisen durch die Bank als indiskutabel gilt - etwa die Ersetzung der gewinnbasierten (kapitalistischen) Wirtschaftsform durch eine kreislaufbasierte Wirtschaftsform. Doch diese Konsequenzen müssen andere fordern und auf die politische Agenda bringen.

Im Laufe des Sommers werden sich wohl mehrere neuere Protestbewegungen koordinieren, wie etwa #FridaysForFuture und #ExtinctionRebellion. Es wäre aber gut, wenn auch Protestbewegungen dazu stoßen würden, die stärker die finanzpolitischen und sozialen Aspekte des notwendigen Umdenkens vertreten. Also #Occupy, #Aufstehen, #Unteilbar, #PulseOfEurope und wie sie alle heißen.


 

Rede von Greta Thunberg in Straßburg (EU-Parlamentsausschuss Umwelt)


Hier die Rede von Greta Thunberg im EU-Parlament Straßburg:



Die deutsche Simultan-Übersetzung gibt es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=nKNEVP473L0

#GretaThunberg #Klima #EU
#GretaThunberg #Klima #EU Klima Politik Video


 

Interrail bei den Thunbergs


Osterferien. Auf Twitter lästern Männer, die meist Uwe, Siegfied oder ähnlich heißen, und deren Weltbild offenbar das Niedermachen guter Absichten ist, vielwissend darüber, dass es nun wohl vorbei sei mit #FridaysForFuture, weil jetzt alle Schüler brav mit ihren Eltern in den Flieger steigen würden, um nach dem Winter schnell mal Mittelmeersonne zu tanken.

Die Thunbergs selber werden jedenfalls ziemlich viel herumreisen in den Osterferien, aber natürlich mit dem Zug. So viel, dass sich wahrscheinlich ein Interrail-Ticket lohnt. Und die Ziele sind so hochkarätig, dass die globale Begeisterung für Greta und ihr konsequentes Eintreten für ein Umdenken in der Politik wohl noch weiter wachsen werden. Es wird viele neue Bilder und Zitate geben, die den Druck auf die Politik weiter erhöhen werden.

Den genauen Fahrplan kenne ich natürlich nicht. Aber ein paar Termine sind bekannt. Los geht es am Dienstag, den 16. April in Straßburg. Die EU-Grünen hatten beantragt, Greta vor dem EU-Parlament in Straßburg eine Rede halten zu lassen, doch das wurde offenbar abgelehnt. Dort haben einige der Herrschaften wohl bereits zu viel Angst vor den zu erwartenden verbalen Hieben. Stattdessen hat man sich darauf geeinigt, dass Greta in einer zusätzlichen Sitzung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit des Parlaments sprechen darf. Das alles wird live übertragen, und am Mittwoch morgen haben die Gazetten dann wieder neues Bild- und Zitierfutter.

Während darüber dann noch diskutiert werden wird, reisen die Thunbergs schon weiter, und zwar zu nichts Geringerem als dem Zentrum des Osterfestes, nach Rom. Dort wird es gleich am Mittwoch, den 17. April, zur Audienz von Greta beim Papst kommen. Ob die Idee des Handshakes von Mädchen und Pontifex angesichts der Schieflage der katholischen Kirche tatsächlich so gut ist, wird sicherlich diskutiert werden. Aber auf jeden Fall werden symbolträchtige Bilder um die Welt gehen, die wohl vor allem in Papst-treuen Teilen der Erde wie etwa Mittel- und Südamerika die Debatte befeuern könnten.

Am Karfreitag dann, also am 19. April, wird Rom eine riesige KarfreitagForFuture-Demo inklusive Greta erleben. Der Clou: Es wird 128 wie Heimtrainer aufgestellte Fahrräder geben, auf denen Schülerinnen und Schüler über Stunden in die Pedale treten werden, um über die Fahrrad-Dynamos den kompletten Strom für die Bühnenshow der Demo zu erzeugen.

Ob es noch weitere Termine geben wird in den Osterferien, weiß ich nicht. Aber ein paar für nächsten Monat hab ich noch:

Irgendwann im Mai wird Greta das wohl seltsamste Land der EU besuchen - so seltsam, dass es die EU verlassen will, aber nicht weiß, wie man sich richtig verabschiedet. Großbritannien. Dort haben Parlamentsmitglieder die Vorsitzende Theresa May zu überreden versucht, sich mit Greta zu treffen. Doch May mag das nicht. Ihr Land sei auf einem "guten Kurs" in Sachen Klimaschutz. Und außerdem hat sie ja aktuell viel wichtigere Dinge im Kopf. Wenn sie sich da nur mal nicht verschätzt. Sollte Greta irgendein Satz herausrutschen wie "globale Ziele wie die Einhaltung des Paris-Abkommens brauchen große Regulative wie die EU, und keine Spalterstaaten", dann wird man zwischen Aberdeen und Plymouth sicher flugs damit beginnen, die Urnen für ein neues Referendum zu polieren. Es könnte also ebenfalls ein spannender und hochpolitischer Auftritt werden.

Ende Mai dann, genauer, am 28. Mai, werden all die Uwes und Siegfrieds wirklich stark sein müssen: denn ihr Idol des starken weißen Mannes, der American Selfmade-Man schlechthin, Terminator Arnold Schwarzenegger, wird Greta in seiner Heimat Österreich im Rahmen der Jahresversammlung der R20 AUSTRIAN WORLD SUMMIT Initiative in Wien begrüßen. Bilder von zwei Klimastreitern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, und Bilder, deren Suggestivkraft wohl kaum noch zu toppen ist, wird das erzeugen. Vier Tage vorher, am 24. Mai, ist außerdem der zweite globale FridayForFuture-Streiktag angekündigt, an dem wieder so stark mobilisiert werden soll wie am 15. März, als weltweit über 1.5 Mio. Schüler an über 2.000 Orten demonstrierten.

Die Politik wird sich also trotz steigender Temperaturen warm anziehen müssen.
#GretaThunberg
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Da hat wohl die Erwärmung den Aluhut überhitzt.

Hannibal schon wieder - setzen 6.



 

E-Mails aus Dunkeldeutschland


Seit der Flüchtlingswelle aus Syrien, die im Spätsommer 2015 an der deutschen Grenze bei Passau für Bilder sorgte, die in die Geschichtsbücher eingehen werden, bis weit nach dem Chemnitz-Mord mit anschließendem Seehofer-Maaßen-Theater in fünf Akten gab es in "Schland" medial gefühlt keine anderen Themen mehr als Flüchtlinge, Fremde, Muslims, Axtangriffe in Vorortzügen, und natürlich das Hinschlachten der deutschen Jungfer durch dunkelhäutige Bestien, wodurch das südpfälzische Kandel zum Pilgerort für Rechte wurde.

Doch dann plötzlich, im zweiten Halbjahr 2018, kam Greta, 15 (mittlerweile 16), kaum 1.50m groß, und verschob mit ein paar legendären Reden und ihrer konsequenten Schulstreikidee einfach mal so den politischen Diskurs. Die Rechten sind zwar seitdem immer noch laut dabei, aber nur noch in der Verteidigungsrolle, als Klimawandelleugner. Das Diktieren der Themen, das, worüber die Medien berichten und was die Diskussionen mittlerweile bis in die letzten Stammtische und Foren befeuert, sind die Themen von oder zumindest rund um Greta.

Während sich die gewöhnlichen Rechten und Rechtskonservativen noch am Asperger-Syndrom von Greta oder der Plastikverpackung ihres Toastbrots auf einer 65stündigen Zugreise abarbeiten, kommen die Ultras mit der Schmach der Diskursverschiebung überhaupt nicht klar. Für sie bedeutet das: Krieg. Und Krieg ist hässlich, bedeutet Verachtung von Menschenleben. Seit Brenton Tarrant in Neuseeland über 50 Muslims dahinmetzelte und das Ganze per Headcam live auf Facebook streamte, weiß die Menschheit eigentlich auch, wo bei den rechten Ultras der Hammer mittlerweile hängt.

Früher hätte man E-Mails wie die, die im nachfolgend verlinkten Beitrag zitiert werden, als idiotische Phantastereien von Besoffenen abgetan und gut wars. Doch leider ist das alles nicht mehr so einfach. Die "Volks-Shooter" sind Real-Life-Gamer.


NSU 2.0 und Staatsstreichorchester: Geplanter Mord-Anschlag auf Greta Thunberg?






#GretaThunberg
#GretaThunberg Gesellschaft Politik
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Unser Problem wird eher sein, dass nicht 65 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht sind für bessere Lebensbedingungen, sondern eher 650 Mio, vielleicht auch noch mehr. Das wird der deutsche Michel nicht verkraften und Faschisten an die Macht wählen, die ihm versprechen, das Gesindel draußen zu halten. Auch so können die Folgen des Klimawandels aussehen.
Wenn ich das richtig sehe überlässt man den Job momentan eher dem Ebolavirus .. :(

mʕ•ﻌ•ʔm verkriecht sich und versteckt schnell seine Adresse ..



 

Ein Fisch namens Greta


Bild/Foto

Siehe auch: #GretaThunberg
#FridaysForFuture #GretaThunberg Gesellschaft Link Politik
This entry was edited (2 weeks ago)

Und es ist so falsch.
Denn wer voraussetzt, daß der Leser das schon verstehen wird, der setzt voraus, daß der Leser in derselben Filterblase vegetiert.
Das ist aber mindestens überheblich.

Ist aber nicht so, dass der Cartoonist, also Ralph Ruthe, davon gar nichts hat. Ganz im Gegenteil. Dank der großen Verbreitung der Grafik kaufen vielleicht auch mehr Menschen als sonst das entsprechende T-Shirt. Ruthe vertreibt seine Cartoons nämlich auch als bedruckte T-Shirts. Hier das "Riss-im-Aquarium-T-Shirt":



 

In einer seltsamen Welt leben


Ich widme diesen Preis den Menschen, die für den Schutz des Hambacher Waldes kämpfen. Und allen Aktivisten überall, die dafür kämpfen, dass fossile Brennstoffe in der Erde bleiben.

Wir leben in einer seltsamen Welt. In der die versammelte Wissenschaft uns sagt, dass wir noch 11 Jahre davon entfernt sind, eine nicht mehr rückgängig zu machende, und von Menschen nicht mehr kontrollierbare Kettenreaktion in Gang zu setzen, die wohl das Ende der Zivilisation bedeutet, wie wir sie kennen.

Wir leben in einer seltsamen Welt, in der Kinder ihre eigene Bildung opfern müssen, um gegen die Zerstörung ihrer Zukunft zu protestieren.

In der die Menschen, die am wenigsten zu der Krise beigetragen haben, diejenigen sind, die am stärksten davon betroffen sein werden.

In der die Politiker sagen, dass es zu teuer sei die Welt zu retten, während sie Billionen von Euro in die Subventionierung fossiler Brennstoffe stecken.

Wir leben in einer seltsamen Welt, in der niemand wagt, über unsere gegenwärtigen politischen Systeme hinauszuschauen, obwohl es offensichtlich ist, dass die Antworten, die wir suchen, innerhalb der Politik von heute nicht zu finden sind.

In der einige Menschen sich mehr Gedanken über die Schulpflicht von einigen Kindern machen als über die Zukunft der Menschheit.
In der jeder seine eigene Realität aussuchen und seine eigene Wahrheit kaufen kann.

In der unser Überleben von einem kleinen, rapide schrumpfenden Karbon-Vorrat abhängt. Und kaum jemand weiß überhaupt etwas davon.

Wir leben in einer seltsamen Welt. In der wir glauben wir könnten uns den Weg aus der Krise irgendwie bauen oder kaufen, die genau durch das Bauen und Kaufen von Dingen entstanden ist.

In der ein Fußballspiel oder eine Film-Gala mehr Medienbeachtung findet als die größte Krise, welcher die Menschheit jemals gegenüberstand.

In der Berühmtheiten, Film- und Popstars, die sich gegen alle möglichen Ungerechtigkeiten erhoben haben, sich nicht für Klimagerechtigkeit erheben, weil das mit ihrem Recht kollidiert, rund um die Welt zu fliegen, um ihre Lieblingsrestaurants, Strände und Yoga-Behandlungen zu besuchen.

Den katastrophalen Zusammenbruch des Klimas zu verhindern ist scheinbar unmöglich. Doch genau das müssen wir tun. Aber die Wahrheit ist: wir können das nicht ohne euch, das Publikum hier heute abend.

Menschen verehren euch Berühmtheiten als Götter. Ihr beeinflusst Milliarden von Menschen. Wir brauchen euch.

Ihr könnt euere Stimme nutzen, um das allgemeine Bewusstsein für die globale Krise zu schärfen. Ihr könnt dazu beitragen, dass aus Einzelnen Bewegungen werden. Ihr könnt uns helfen, unsere politischen Anführer aufzuwecken - und ihnen klarzumachen, dass unsere Hütte brennt.

Wir leben in einer seltsamen Welt.
Aber es ist die Welt, die meiner Generation übergeben wird. Die einzige Welt, die wir haben.

Wir stehen an einem historischen Scheideweg. Wir sind dabei zu scheitern, aber wir sind noch nicht gescheitert. Noch können wir es richten.

Es liegt an uns.



#GretaThunberg
#GretaThunberg Gesellschaft Klima Politik Video
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Friedensnobelpreis für Klima-Aktivistin?


Greta #Thunberg ist von norwegischen Abgeordneten für den #Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Das freut natürlich die gesamte #FridaysForFuture Bewegung und lässt alle, die das Mädchen nur als Objekt und Opfer einer gigantischen PR-Aktion sehen, noch mehr glühen.

Derweil kann man natürlich auch darüber diskutieren, was das Aufbegehren gegen eine Politik, die zu wenig gegen den Klimawandel tut, mit mehr Frieden auf der Welt zu tun haben soll. Auf den ersten Blick nämlich nicht viel. Doch der von Greta geforderte Politikwandel fordert auch einen grundsätzlichen ökonomischen Wertewandel. Das belegt das Zitat unten aus einer Rede von Greta sehr deutlich. Nicht mehr Konkurrenz soll die Wirtschaft bestimmen, sondern Kooperation. Das ist zwar beileibe auch kein völlig neuer Gedanke, aber es ist ein für die derzeitigen Eliten gefährlicher Gedanke. Und: Kooperatives Verhalten befördert friedliches Verhalten, wohingegen Konkurrenz das befördert, was wir allenthalben sehen: Betrug, Lügen, Egoismus, Gleichgültigkeit und Hass.
#GretaThunberg
Bild/Foto
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@Pheona A. McFallon, Ph.D. <your-niveau>Sorry, your teeth are too dentifrice white to tell the truth</your-niveau>