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Aussicht mit Fenster


Foto Pflanzen


 

Die Feinde der Greta Thunberg


Eine Doku aus Österreich, die versucht, den Konflikt etwas ins Liebenswerte zu ziehen. Eine Reporterin wandert mit einer Greta-Ikone aus Pappe in Originalgröße herum, stellt sie vor allen möglichen Leuten auf und lässt denen dann freien Lauf, etwas zu Greta, FridaysForFuture und ihrer Ansicht zum Klimawandel zu sagen. Keine Sorge, es ist nichts Anstößiges dabei - dieses Video wurde gestern abend in Österreich im ORF1 um 20.15 als Primetime-Highlight gesendet. Der gesellschaftliche Konflikt dahinter wird bemüht entschärft, aber bleibt erkennbar. Der erste Versuch von seiten einer öffentlichen Rundfunkanstalt, den Konflikt massentauglich außerhalb von Talkshows zu dokumentieren - und das aber vor großem Publikum?

Gesellschaft Klima Medien Politik Video
Ich denke, dass eine differenziertere Sicht diesbezüglich nötig ist. Es ist schlichtweg infantil, wenn man in jedem Kritiker gleich einen Feind ausmacht. Probleme sind in aller Regel komplex … und unsere Klima-/Umwelt-/System-Probleme erst recht. So komplex, dass ein jeder damit im Prinzip auch reichlich überfordert ist. Und das ist dann der große Moment für jene, die vermeintlich einfache Lösungen anbieten, Probleme dramatisieren … oder auch ganz wegreden. Dass dumme daran: all jene werden diese Probleme kein Stückchen lösen (sondern eher eskalieren).

Dissens ist wichtig! Und Dissens ist in einer Demokratie etwas, was JEDER aushalten muss. Wer mit seiner Meinung in die Öffentlichkeit geht, muss auch bereit sein, andere Ansichten zu respektieren. Und das ist aktuell ein echtes Problem in unserer Gesellschaft. Es ist erschreckend schnell en vogue geworden, andere Meinungen sofort zu diskreditieren und zu vernichten. Was die meisten (noch) nicht bemerken: dieses Problem könnte das Klimaproblem leise und schnell überholen und die Menschheit vielleicht noch schneller an den Abgrund bringen.

Ganz deiner Meinung. Bin ebenfalls Demokrat und verwehre mich gegen autoritäre Umsturzversuche, von denen es aktuell wahrlich genügend gibt. Es bleibt nur das unangenehme von FridaysForFuture klar definierte Problem: Wenn die gegenwärtigen politischen Systeme es nicht schaffen, erforderliche Maßnahmen zu ergreifen, dann sind wir halt am Arsch. Und spätere Generationen werden dann die Schuld denjenigen politischen Systeme geben, die sich als ungeeignet erwiesen haben.



 

OK, Boomer


Bereits seit einigen Wochen fiel mir auf, dass in den sozialen Medien der Ausdruck #Boomer boomte. Gemeint sind damit Leute wie ich, die heute so zwischen 50 und 60 sind, also in den 60ern geboren wurden. Früher nannte man uns Baby-Boomer und hatte immer schon Angst vor uns, weil wir als Rentner die Bevölkerungspyramide auf den Kopf stellen würden. Doch die aktuelle Generation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat eher ein Problem mit unserem Klammern an Wohlstandserrungenschaften und unserer mangelnden geistigen Beweglichkeit angesichts globaler Bedrohungen wie dem Klimawandel. Sie wollen unser Gequatsche von demokratischem Interessensausgleich nicht mehr hören, das sie nur als Vorwand dafür wahrnehmen, dass wir unseren Lebensstil nicht hinterfragen wollen.

Auch die 25jährige neuseeländische Grünen-Politikerin Chlöe Swarbrick denkt so. Und sorgte mit einer Reaktion, die nicht mal eine Sekunde dauerte, für ein neues #Mem, das sich schnell durch die sozialen Medien verbreitete. Sie hielt gerade eine Rede zur Klimakrise und über das Jahr 2050, in dem sie 56 Jahre alt sein würde, als ein (älterer) Parlamentarier mit einer Bemerkung dazwischenfunkte. Die Sprecherin wischte den Zwischenruf mit einem souveränen "OK, Boomer" hinweg und setzte ihre Rede fort. Hier die Szene:



Für viele, die "OK, Boomer" trenden ließen, ist es eine Schlüsselszene. Jetzt redet die junge Generation, und jene Generation der Boomer, die es verbockt hat, soll wenigstens die Klappe halten. Schlimm genug, was sie angerichtet hat. Trotz allen besseren Wissens, das der breiten Bevölkerung spätestens seit den 80er Jahren bekannt war, haben sie nach dem Zusammenbruch des Sowjet-Kommunismus nichts Besseres zu tun gehabt, als einen Turbokapitalismus zu zünden, ohne jeden Gedanken an Nachhaltigkeit und künftige Folgen.

Nun waren ja nicht alle von uns Boomern in den vergangenen 30 Jahren nur mit Shareholder-Values und Renditen beschäftigt. Auch haben wir nicht alle der Vielfliegerei und fetten Autos gefrönt oder waren Massentierhalter. Doch die meisten von uns waren zumindest was die Sache mit den Treibhausgasen betraf Vergessende. Oder zumindest Prokastinierende. Und das, obwohl doch die meisten von uns wussten, dass sich das Verschleppen des Umstiegs auf klimaneutrale Energieen irgendwann rächen würde. Die Party war halt gerade so schön, und Apokalyptiker der Jahrtausendwende hatten sich eh alle vertan.

Das Mindeste, was wir tun können, ist, die Lage jetzt endlich auch ernst zu nehmen und der jungen Generation auf Augenhöhe zu begegnen und nicht von oben herab, mit üblichen Argumenten wie Lebenserfahrung.

Links zum Thema:


Ok Boomer: Die Bedeutung dieser Worte
https://www.mimikama.at/allgemein/ok-boomer/

Wie ein Minisatz die Generationen spaltet
https://www.jetzt.de/digital/das-meme-ok-boomer-bringt-die-alten-auf-die-palme

"OK, Boomer" - Warum dieses Mem deine Eltern aufregt
https://www.dasding.de/lifestyle/netztrends/Ok-Boomer-warum-dieses-Meme-deine-Eltern-aufregt,boomer-memes-100.html

OK Boomer, OK Millennial, we need to talk
https://edition.cnn.com/2019/11/08/opinions/ok-boomer-callan-filipovic/index.html
#Boomer #Mem Gesellschaft Medien
This entry was edited (6 days ago)

Ja, diese Boomer haben das Internet in die Gänge bekommen. Aber nur ganz wenige von ihnen. Stefan Münz ist nicht Bundeskanzler, Tim Berners-Lee ist nicht Prime-Minister. Die Boomer sind hauptsächlich ohne Internet unterwegs und misstrauen ihm, weil sie nicht wissen, was davon zu erwarten ist außer der nächste Shitstorm, mit dem sie nicht umgehen können.

Rückwärtsgewandte Besitzstandswahrer gibt es natürlich in allen Generationen. Ich nenne sie Egozentriker, die immer nur an sich denken. Die gibt es in allen Generationen. Und in 20-30 Jahren wird es meinen Kindern negativ auffallen, dass in meiner Generation auch engstirnige Arschlöcher sind.

Wenn ich mir meine Kinder und deren Freunde anschaue, dann ist dort der Anteil der Leute die irgendeine Ahnung von der aktuellen Technik haben nicht größer als bei uns alten Säcken. Da haben Internet und Smartphone nur Glotze, CD-/Plattenspieler und Telefon abgelöst und das war's. Und in der Berufsschulklasse von meinem Sohn war er der Einzige der auf FridaysforFuture Demos gegangen ist und für den Rest der Klasse (die aus halb Bayern kommt) ist Auto wichtiger. Und in München sind auf diesen Freitagsdemos auch eine ganze Menge Boomer dabei.



 

WT:Social


Ich probiere gerade mal was Neues - das brandneue Social Network von Jimmy Wales, dem Mitbegründer von Wikipedia. Es gibt dort Einladungslinks. Hier ist mal meiner für euch:
https://wt.social/gi/stefan-münz/friends/r1cx
Ich hab aber keine Ahnung was passiert, wenn ihr da drauf klickt :-)
Vorhin habe ich auch schon meine ersten Eindrücke dort aufgeschrieben:
https://wt.social/post/p6t38ky5242331064138
Es stimmt aber nicht alles, was dort steht. Das mit den Wikis und Artikeln hatte ich da noch gar nicht ausprobiert. Wie sich herausgestellt hat, sind "Wikis" nichts anderes als timeliine-basierte Posting-Streams zu einem bestimmten Thema. Und Artikel sind eigentlich auch einfach nur Postings. Den besonderen Zweck davon habe ich noch nicht ergründen können.
Es ist überhaupt alles noch sehr Beta, fast eher Alpha dort. Manches funktioniert noch nicht richtig, und im UI gibts noch viel an Fine-Tuning zu tun. Aber es ist was für frühe Vögel. Und wer gerne mal mit Jimmy Wales persönlich diskutieren möchte - dort ist das jetzt noch möglich :-)
Networks

Gibt es einen speziellen Grund, warum extra eine Desktop-Anwendung entwickelt wird, anstelle einer Web-Anwendung?

Weil es bisher nur eine mobile App gibt. Keine Ahnung warum man nicht gleich so eine Cross plattform web app entwickelt hat



 

Was auf dem Bild zu sehen ist





Nicht die Kirche ist es, die strahlt, sondern die Sonne!
Foto


 

Mittelmeerklima


Ich weiß nicht mal, ob ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben sollte. Es ist ja schließlich nichts Ungewöhnliches und wahrscheinlich für drei Viertel der deutschen Bevölkerung nachvollziehbar, dass ich - wie so viele andere auch - verliebt bin ins Mittelmeerklima. Diese stabilen Hochsommer, mit einer alles bestimmenden Sonne, von Laissez faire bis Fiesta, einem erhöhten Lebensgefühl, das Prickeln von warmem, trockenem Wind auf der Haut, dazu der Duft mediterraner Pflanzen und Gewürze, das leichte Essen, die vorwiegend freundlichen, unkomplizierten Menschen. Das alles waren bis vor kurzem Auswanderungsgründe für mich!

Doch nun sieht es so aus, als ob ich meinen Hintern gar nicht mehr bewegen muss, um noch Mittelmeerklima im Alter zu erleben. Hier, im Südwesten Deutschlands, wird es bis zum Ende des Jahrhunderts bis zu 54 Sonnentage pro Jahr mehr geben als 100 Jahre zuvor. Gleichzeitig wird es wärmer, und Regen verlagert sich von den Sommermonaten weg in die Wintermonate (Mittelmeerklima = Winterregenklima).

OK, Ende des Jahrhunderts werde ich schon lange verwest sein. Aber wenn es im Tempo der letzten Jahre weiter geht, dann werden die anstehenden 20er Jahre schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf kommende mittelerdische Sonnenwonnen bieten.

Derzeit läuft alles auf ein Erwärmungsszenario von etwa 3-5°C bis zum Jahrhundertende hinaus. Zunächst mal muss man wissen, dass das globale Durchschnittswerte sind. Über den 70% Ozeanen passiert weit weniger als über den Landmassen. Sprich: "an Land" kann man das fast verdoppeln. Also ein 6-10°C-Szenario. Frankfurt bekommt dann die Klimatabelle von Sevilla. Abgesehen davon, was das für Pflanzen und Tiere bedeutet, die bislang in Frankfurt und einem Radius von 5-700km darum heimisch waren, muss man auch fragen, was das für Sevilla bedeuten wird. Dort und im übrigen Mittelmeerraum wird man auf Lebensbewältigungspraktiken umstellen müssen, wie sie heute in manchen Gebieten Indiens oder der arabischen Halbinsel herrschen. Oder auch ncht, weil die Trinkwasserknappheit gar kein dauerhaftes Siedeln mehr ermöglichen wird. Also wohin? Wahrscheinlich erst mal nach Deutschland oder Skandinavien. Bienvenido! Wenn man nicht gerade von der AfD ist. Und kein Problem damit hat, dass da lauter Südeuropäer kommen, obwohl auch hier das Trinkwasser teilweise rationiert werden muss.

Aber damit nicht genug. Denn was ist mit den hunderten Millionen Indern und anderen Bewohnern der Wüsten- und Tropenzonen? In einer Umgebung, in der es tagsüber täglich, das ganze Jahr über, über 30°C wird und in der Nacht höchstens auf um die 20°C abkühlt, können Menschen dauerhaft überleben. Aber nicht, wenn sich beide Werte nohmals um 10°C erhöhen. Zumindest nicht dauerhaft. Auch das wird - im Verbund mit Folgen für Flora und Fauna, versiegenden Trinkwasserquellen, nicht mehr anbaubaren Nutzpflanzen und nicht mehr haltbaren Nutztieren für Fluchtbewegungen sorgen. Von einer Größenordnung, die wir uns noch gar nicht vorstellen können.

Den Rest erspare ich mir - die Zunahme von Extremwetterereignissen mitsamt deren verursachten Schäden, die Verbreitung tropischer Krankheiten auch in ehemals gemäßigten Klimazonen, oder die allgemeine Abnahme menschlicher Intelligenz (das Hirn verblödet bei zu viel Wärme).
Klima
tooooooot---al falsch, es sei denn, die KLIMAWAFFEN der uSSa würden weiter DAUERFEUER den PLANETEN zerstören.. Es sind nicht die BUERGER, & auch n i c h t die INDUSTRIE, sondern es ist ei 300.SATANISTEN.N W O-Killuminati.Clique von VÖLKERMÖRDERN, die den PLANETEN zerstöre,, auch via fetter KLIMA-MANIPULATIONEN.. DAS c02 is ja nun ma k e i n KLIMAGAS, also wird völlig anders vorgegangen.. HANNIBAL KARTHAGO schreibt hier bei diaspora regelmässig ueberaus fachkundg drüber!!!!!!

SPITZENMANN, total unerreicht ansonste !!!

TROTZ seiner FACHLICHEN MEGAQUALIFIKATOION u regelmässigen PRESENZ hier wird von pseudolinken ÖKOBAN wwweiter der gleiche GRBSTUNSINN GEFASELT; auch irgendwo KILLER, nämlich mindestens der WahrHeit & seriositet..


Wem gehört dieser mies programmierte Bot eigentlich?

Keine Ahnung. Ich lass es mal stehen, als Beleg dafür, was globale Erwärmung im Kopf anrichten kann :-)




 

Sascha Lobo im Kopf


Gerade gestern habe ich die ersten kabellosen In-Ear Buds meines Lebens ausgepackt und in Betrieb genommen. Und ich muss sagen, das ist schon was anderes als herkömmliche Kopfhörer. Keine Kabel mehr, auf die man achten muss, einfaches Switchen zwischen Handy und PC als Bluetooth-Quelle, außerdem zugleich Headset, und von der natürlichen Umgebung bekommt man, wenn man die Lautstärke nicht übertreibt, auch noch genügend mit. Ich hatte gerade schon überlegt, ob ich darüber etwas "philosophieren" sollte - und da kommt nun der Sascha Lobo mit diesem Artikel daher. Nix für Technikfeinde. Aber am Ende möglicherweise visionärer, als viele heute ahnen.
Medien Technik
Jost Schwider doesn't like this.

Dass die Menschen jetzt in der Öffentlichkeit anfangen, mit ihren Geräten zu sprechen, glaube ich gerade nicht. Aber ich bin vielleicht auch schon ein old fart, was das angeht. Vielleicht tun das die Leute schon und ich kriege das gar nicht mit?

Für mich ist es auch "kulturell fremd". Aber es gibt ja schon genügen Leute, die alleine unterwegs sind und sich trotzdem gerade angeregt unterhalten - dank dem Knopf im Ohr. Was noch dazu kommen wird, ist die intelligente Sprachsteuerung auf diesem Wege. Was Lobo meint, ist, dass die Wischerei auf dem Smartphone-Screen irgendwann in näherer Zukunft vielleicht schon so "out" sein könnte wie heute das Entfächern eines Falk-Stadtplans. Einfach weil es mit Attributen wie "handsfree" und und "open minded" besetzt ist. Also wieder weg von den leidigen Displays und weltwahrnehmend. Dabei aber trotzdem ständig online, ständig communicated, aber halt alles akustisch, per Sprachsteuerung, mit nichts weiter als den Knöpfen im Ohr und dem Smartphone gut versteckt in der Tasche.

Ich probiere diese Sprachsteuerung immer mal wieder aus. Aber es fühlt sich jedes Mal falsch an - auch wenn das klappt, was ich eigentlich machen möchte. Wenn ich im Wald bin und niemand hört mir zu, fällt es noch leicht, den Einkaufszettel per Diktat aufschreiben zu lassen (und es ist angenehmer, als ihn per Minitastatur zu tippen). Aber wenn ich in der Stadt bin oder bei der Arbeit, will ich einfach ruhig sein. Ich will nicht jedem um mich herum erzählen, dass ich noch Kondome einkaufen muss - und ich bin mir sicher, die andere wollen das auch nicht wissen. Warum also denkt alle Welt, dass das die Zukunft ist, dass ich "Kondome" nicht mehr eintippe, sondern laut in die Welt rufe?



 

Nothing sweet about her


Ich hatte mich ja gewundert, wie sie die Rede, die sie letzte Woche vor dem UN-Senat abgeliefert hat, und die ich hier auch ins Deutsche übersetzt habe, um mal "leichter erfahrbar" zu machen, wie sie tickt und wie weit außerhalb sie aller politischen Ideologien steht, noch toppen will. Für sie ist das tatsächlich nur ein abstruses Märchenonkel- und -tanten-Theater, wenn sie die internationalen politischen Parketts betritt. Sie kann es zu keinem Zeitpunkt anders empfinden. Allenfalls höflich darauf reagieren. Aber nicht immer. Heute jedenfalls nicht. Fünf Minuten Redezeit, für die sie vor über einem Monat von zuhause aufgebrochen ist. Da ist so viel zusammen gekommen, so viel Hass gegen sie, so viel Unterstützung für sie - und dann ihre Passion, die Zahlen in ihrem Kopf, die ihr keine Ruhe lassen, das mit den verbleibenden Gigatonnen und der Prozentwahrscheinlichkeit, dass keine nicht mehr kontrollierbare Kettenreaktion in Gang kommt. Es hat sich alles hochgeschaukelt, und sie sich selber erst recht. Und all das ist dann heute aus ihr herausgebrochen. Fünf Minuten, die viele Folgen haben werden, und viele Fußnoten.

Klima Medien Politik

die wwahnsinnige ÖKOFASCHA & spirtisten-- & Killer-ganG gründerin , D I E S E HEXE muss brennen 1111

§§§: The sooner, the better, sie verführt milliarden jugendliche 6 drillt sie zu killern & völkermöRdern!11 ihR hass & ihr FRUST & ihre demüTIGUNg 8ihres groessenwahns durch ihre normale, vernünftige, humane umgebUNG!!) sind unendlich

IHR blUTRAUSCH wird fürchterlich sein, mao tse tung mit der ersten 2222kultUr""2Revolution 6 seinen 57 mIO totEn wird n i c h t s dagegen sein, den diesmak kommt den satanos die GLOBALISIERUNg zu HILFE!!!!





 

Ich habe auch einen Traum


Mein Name ist Greta Thunberg, ich bin 16 Jahre alt und komme aus Schweden. Ich bin dankbar, hier bei Ihnen in den USA zu sein. In einer Nation, die für viele Menschen das Land der Träume ist.

Ich habe auch einen Traum: dass Regierungen, politische Parteien und Unternehmen die Dringlichkeit der klimatischen und ökologischen Katastrophe begreifen und sich zusammen tun trotz all ihrer Differenzen, so, wie man es in einer Notsituation tun würde, und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Grundlagen eines würdevollen Lebens für jeden Menschen auf der Erde zu sichern.

Denn dann könnten wir Millionen streikende Jugendliche wieder zur Schule gehen.

Ich habe einen Traum, dass Verantwortung tragende Menschen und Medien damit beginnen diese Krise als den existenziellen Notfall zu behandeln, der sie ist. So dass ich nach hause fahren könnte zu meiner Schwester und meinen Hunden. Weil ich sie vermisse.

Eigentlich habe ich viele Träume. Aber wir schreiben das Jahr 2019. Es ist nicht die Zeit für Träume. Es ist die Zeit, um aufzuwachen. Es ist der historische Zeitpunkt, an dem wir auf breiter Front aufwachen müssen.

Und ja. wir brauchen Träume, wir können nicht ohne Träume leben. Aber für alles gibt es eine Zeit und einen Ort. Und Träume düfen nicht im Weg stehen, wenn es darum geht zu sagen was los ist.

Doch wo immer ich hinkomme, kommt es mir vor als wäre ich von Märchen umgeben. Unternehmer, gewählte Volksvertreter quer über das gesamte politische Spektrum verbringen ihre Zeit damit, Gutenachtgeschichten zu erzählen, die uns beruhigen und uns wieder einschlafen lassen sollen.

Wohlfühlgeschichten darüber, wie wir alles lösen werden. Wie wundervoll alles sein wird wenn wir erst mal alles "gelöst" haben. Doch das Problem, mit dem wir es zu tun haben, hat nichts mit der Fähigkeit zu träumen zu tun, oder sich eine bessere Welt vorzustellen. Das aktuelle Problem besteht einfach nur darin, dass wir aufwachen müssen. Es ist Zeit, der Realität ins Auge zu sehen, den Fakten, der Wissenschaft.

Und die Wissenschaft spricht nicht von "tollen Gelegenheiten, eine Gesellschaft zu erschaffen, die wir eh immer schon wollten". Sie spricht von unaussprechlichem menschlichen Leid, das immer schlimmer wird, je länger wir es hinauszögern zu handeln - wenn wir jetzt nicht anfangen zu handeln. Und ja, natürlich wird eine nachhaltig veränderte Welt auch viele neue Vorteile beinhalten. Aber eins muss klar sein. Es geht nicht vordringlich darum, neue "Green Jobs" zu erschaffen, neue Geschäftsfelder oder irgendwelches grünes Wirtschaftswachstum. Es handelt sich vor allem un einen Notfall, und zwar nicht um irgendeinen Notfall. Es handelt sich um die größte Krise, mit der es die Menschheit jemals zu tun hatte.

Und wir müssen sie entsprechend behandeln, damit die Menschen sie verstehen und als Notfall behandeln. Denn man kann keine Krise lösen, ohne sie als solche zu behandeln. Hören Sie auf den Leuten zu erzählen, dass alles gut werden wird, wenn es, nach momentanem Stand, alles andere als gut ausgehen wird. Da ist einfach nichts, was man verpacken und verkaufen kann oder in sozialen Netzwerken "mögen" kann.

Hören Sie auf zu versprechen, dass Sie, Ihre Geschäftsidee, Ihre politische Partei oder Ihr Plan irgendwas lösen werden. Wir müssen realisieren, dass wir noch nicht alle Lösungen haben. Wir sind sogar weit davon entfernt. Solange die Lösungen bedeuten, dass wir einfach nur auf irgendwas verzichten sollten.

Eine verhängnisvolle Energiequelle durch eine etwas weniger verhängnisvolle zu ersetzen ist noch kein Fortschritt. Dadurch, dass wir unsere Emissionen einfach nur nach Übersee exportieren, reduzieren wir unsere Emissionen nicht. Kreative Buchführung hilft uns nicht weiter. Doch genau da liegt das Problem.

Einige von Ihnen haben vielleicht schon mal davon gehört, dass wir, beginnend mit dem 1. Januar 2018, noch 12 Jahre haben, um unsere CO2-Emissionen zu halbieren. Aber ich glaube, dass kaum jemand von Ihnen weiß, dass es aktuell nur eine 50%ige Chance gibt, damit unterhalb der 1,5°C-Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zustand zu bleiben. Gerade mal 50%!

Und diese aktuellen, den heutigen Stand der Wissenschaft repräsentierenden Berechnungen, beinhalten nicht einmal nicht-lineare Kipppunkte oder unvorhergesehene Rückkopplungsschleifen wie das extrem schädliche Methan-Gas, das aus schnell auftauenden arktischen Permafrostböden entweicht. Oder schon eingeschlossene Erwärmung, die noch von giftiger Luftverschmutzung verdeckt wird. Oder der Aspekt des Ausgleichs, der Klimagerechtigkeit.

Eine 50%-Chance - also die statistische Wahrscheinlichkeit bei einem Münzwurf - wird auf keinen Fall genügen. Das wäre moralisch nicht zu verantworten. Oder würde jemand von Ihnen in ein Flugzeug steigen, wenn dieses mit 50%iger Wahrscheinlichkeit verunglücken wird? Oder um noch deutlicher zu werden: Würden Sie Ihre Kinder in ein solches Flugzeug setzen?

Und warum ist es so wichtig, unterhalb der 1,5°C-Grenze zu bleiben? Weil die vereinte Wissenschaft dies fordert, um das Klima nicht zu destabilisieren, um auf der sicheren Seite zu bleiben und keine Kettenreaktionen auszulösen, die sich der menschlichen Kontrolle entziehen. Sogar jetzt bei 1°C Erwärmung sehen wir schon einen inakzeptablen Verlust von Leben und Lebensgrundlagen.

Doch wo sollen wir anfangen? Nun, ich würde vorschlagen wir beginnen mal mit Kapitel 2 auf Seite 108 des letzten Jahres erschienenen IPCC-Reports. Dort steht, dass wir, wenn wir eine 67%ige Chance haben wollen, die globale Erwärmung unterhalb von 1,5°C zu halten, am 1. Januar 2018 noch ein Restbudget von 420 Gigatonnen CO2 haben, das wir ausstoßen dürfen. Und heute ist diese Zahl natürlich schon deutlich niedriger. Denn wir stoßen jedes Jahr 42 Gigatonnen CO2 aus, einschließlich Landnutzung.

Mit den heutigen Emissionsraten wird das Restbudget innerhalb der nächsten achteinhalb Jahren aufgebraucht sein. Diese Zahlen sind nicht meine Meinung. Sie sind nicht die Meinung von irgendwem oder irgendwelcher politischer Ansichten. Das ist Stand der aktuellen Wissenschaft. Obwohl viele Wissenschaftler selbst diese Zahlen noch für zu moderat halten, so sind es doch diejenigen, die von allen Nationen durch den IPCC akzeptiert wurden.

Und bitte berücksichtigen Sie, dass, wie das Pariser Abkommen klar festhält, diese Zahlen global sind und daher noch nichts aussagen über den Aspekt der gerechten Verteilung, die aber absolut notwendig ist, damit die Ziele global einhaltbar sind. Das bedeutet, dass reichere Länder ihren fairen Anteil leisten und ihre Emissionen wesentlich schneller Richtung null reduzieren, so dass die Menschen in ärmeren Ländern ihren Lebensstandard erhöhen können, durch Errichtung von Infrastrukturen, die es bei uns längst gibt. Also Straßen, Krankenhäuser, Schulen, sauberes Trinkwasser und Elektrizität.

Die USA ist der größte Kohlenstoff-Verseucher der Geschichte. Das Land ist auch weltweit Nummer eins als Ölproduzent. Und doch sind Sie die einzige Nation in der Welt, die ihre klare Absicht signalisiert hat, aus dem Pariser Abkommen auszutreten. Weil es - Zitat "ein schlechtes Geschäft für die USA ist".

Vierhundert-und-zwanzig verbleibende Gigatonnen CO2 am 1. Januar 2018, um eine 67%ige Chance zu haben, mit der globalen Erwärmung unterhalb von 1,5°C zu bleiben. Mittlerweile sind es bereits weniger als 360 Gigatonnen.

Das sind sehr unbequeme Zahlen. Aber die Menschen haben das Recht sie zu kennen. Und die ganz große Mehrheit von uns hat noch gar keine Ahnung, dass diese Zahlen überhaupt existieren. Nicht einmal Journalisten, denen ich begegne, scheinen je davon gehört zu haben. Geschweige denn Politiker. Und doch scheinen sich alle von ihnen völlig sicher zu sein, dass ihr politischer Plan die gesamte Krise lösen wird.

Doch wie will man ein Problem lösen, das man noch nicht einmal richtig erfasst hat? Wie kann man das Gesamtbild und den aktuellen Stand der Wissenschaft einfach ignorieren?

Ich glaube, dass es eine große Gefahr ist, so zu handeln. Egal wie politisch der Hintergrund dieser Krise sein mag, wir dürfen nicht zulassen, dass dies weiterhin nur eine parteipolitische Frage ist. Das Klima und die ökologische Krise interessieren sich nicht für politische Parteien. Unser Hauptfeind sind jetzt nicht unsere politischen Gegner. Unser Hauptfeind ist die Physik. Und mit der Physik können wir keine "Geschäfte" machen.

Alle sagen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, Opfer zu bringen für das Überleben der Biosphäre - und die Lebensgrundlagen künftiger und gegenwärtiger Generationen zu sichern.

Doch gerade Amerikaner haben in der Vergangenheit bereits große Opfer erbracht, um Widrigkeiten zu überwinden.

Denken Sie an die tapferen Soldaten der ersten Welle, die am D-Day in Omaha Beach an Land ging. Denken Sie an Martin Luther King und die 600 anderen Bürgerrechtler, die alles riskierten, um von Selma nach Montgomery zu marschieren. Denken Sie an Präsident John F. Kennedy, der 1962 ankündigte, Amerika würde "es schaffen, noch in diesem Jahrzehnt auf dem Mond zu landen und andere Dinge zu tun, nicht, weil sie einfach sind, sondern weil sie schwer sind...".

Vielleicht ist es unmöglich. Aber wenn man sich diese Zahlen anschaut - und wenn man sich den aktuellen Stand der Wissenschaft anschaut, unterzeichnet von allen Nationen - dann denke ich, das ist genau das, was uns jetzt bevorsteht.

Aber Sie sollten nicht all Ihre Zeit mit Träumen verbringen, oder dies als einen politischen Kampf betrachten, den es zu gewinnen gilt.

Und Sie sollten nicht die Zukunft Ihrer Kinder dem Zufall eines Münzwurfs überlassen.

Stattdessen sollten Sie sich geschlossen hinter die Wissenschaft stellen.

Werden Sie aktiv.

Tun Sie das Unmögliche.

Denn Aufgeben kann niemals eine Option sein.
Klima Medien Politik
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Stuttgart


Gestern ist in der taz frei nach dem Motto "Die Vernichtung der CDU" ein Artikel der Sorte "Die Vernichtung von Stuttgart" erschienen. Der Artikel strotzt dermaßen von Sarkasmus, dass man ihn kaum ohne spontane Bauchmuskelbewegungen lesen kann. Das nahm ich mal zum Anlass, diesen heutigen vielleicht letzten sommerlichen Schönwettertag zu einem Ausflug zu #S21 zu nutzen. War schon etliche Jahre nicht mehr in Stuttgart gewesen und kannte die umstrittene Großbaustelle um den HBF herum noch gar nicht aus eigener Erfahrung. Das habe ich heute mal nachgeholt und auch ein paar Bilder gemacht. Die gibts hier:

Fotos: Der patriarchalische Futurismus von Stuttgart

Ja, das geplante "Bahnhofsuniversum" #Stuttgart21 und das ganze schon existierende Gebäude-Ensemble drumherum signalisieren städtebaulich: maskuliner Größenwahn, kapitalistische Kälte, und isolierte Fußgängerzonen/Menschenlebensbereiche in einem allein für Autos gebauten Umfeld. Genau das ist die Zielscheibe dieses bitterbösen Artikels:
#S21 #Stuttgart21 Architektur Foto Gesellschaft Medien
This entry was edited (2 months ago)

Das Bankenviertel, das zwischen Hbf und Milaneo ist, war schon immer eine einzige Katastrophe. Kalt, leer, abweisend. Das war aber schon lange vor dem Bau von S21 so.

Ja, stimmt, diese Beton- und Glasbunker gab es in den 70ern schon. Nun gibt es ja auch ein paar nette Altstadtwinkel in Stuttgart, die der Autor des sarkastischen Artikels wahrscheinlich nicht besucht hat. Aber wenn man die gegenwärtige Stadtanlage mal durch die Brille des Artikels sieht - es ist schon was dran. Die Stadt ist extrem Auo-fixiert gebaut. Fußgänger haben "ausgewiesene Gehege" abseits der vierspurigen Stadtadern. Das ist dort krasser als in den meisten anderen Städten.

das wird ganz bestimmt eine echte bereicherung der stadt werden ...



 

Amerika ist so gut wie erobert :-)


Die zweite von Europa ausgehende Eroberung Amerikas, letzten Monat stilecht mit der Überfahrt im Segelboot begonnen, um die primitiven Fossil-Wilden und "Denier" zu zivilisieren, macht Fortschritte. Zwar gibt es noch deutlichen Verbesserungsbedarf bei den Teilnehmerzahlen von #FridaysForFuture vor Ort. Und die Demos sind scheinbar auch zu etwas zu laut für die Ohren von Greta. Jedenfalls sieht sie inmitten der skandierenden Schüler dort immer ziemlich deplatziert und sich unwohl fühlend aus. Aber dafür hat sie in der vergangenen Woche gleich drei Husarenstücke abgeliefert, die ihresgleichen suchen. Die amerikanische Medienwelt ist jedenfalls aufgewacht, und die Menschen erliegen reihenweise diesem einmalig stocknüchternen Teenie-Charme mit der so authentischen und aufrüttelnden Botschaft.

Hier die drei Videos mit den Auftritten letzter Woche.

1. Interview mit Naomi Klein




Die Journalistin, Buchautorin und Aktivistin Naomi Klein hält zunächst eine kleine Einführung, um ihrem Publikum den Interview-Gast näherzubringen. Und dann folgt ein knapp einstündiges Interview mit Greta. Obiger Link zum Video springt etwa an der Stelle ein, wo Naomi Klein ihre Einführung beginnt. Da war vorher schon eine halbe Stunde noch mehr zum Thema, mit weiteren Rednern. Wer möchte, kann ja auch mal an den Anfang spulen.

2. Interview mit DemocracyNow




DemocracyNow ist ein reichweitenstarkes US-Politmagazin. Die Sendung wird laut Wikipedia international von über 700 Radio-, TV- und Internetsendern übernommen. Dort wurde Greta ebenfalls letzte Woche eine ganze Stunde lang vorgestellt und interviewt.

3. Interview bei The Daily Show




Die Daily Show hat ebenfalls sehr große Reichweite, hat aber eher unterhaltsamen Charakter. Das Format der Sendung ist "Promis aufs Tuch fühlen und beim Publikum für ein paar Schenkelkracher sorgen". Greta hat das derart souverän gemeistert, dass die Amis hinterher völlig aus dem Häuschen waren. Hier noch der Tweet dazu - man lese die Kommentare.

Tweet von DailyShow zum Interview mit Greta

Und das wars noch lange nicht. In der nächsten Woche, noch im Vorfeld des globalen Streiks, wird sie vom amerikanischen Kongress angehört auf Einladung der Demokraten. Ferner wird sie den Preis von Amnesty International, den sie im Juni schon erhalten hat, überreicht bekommen. Dann folgt am nächsten Freitag der weltweite Megastreik, und übernächsten Montag (23. September) dann ihr Auftritt bei der Klimakonferenz in New York. Falls das noch nicht reicht, wird Extinction Rebellion dann am 7. Oktober mehrere europäische Hauptstädte lahmlegen.
#FridaysForFuture Klima Medien Politik
Danke für die Übersicht und die kurzen Inhaltsangaben zu den Sendungen 😃
Sehr hilfreich, um mich zu orientieren in der amerikanischen Medienlandschft bzgl. Gretas Auftritte und Resonanz beim US-Publikum..




 

Karlsruher Eiszeit





Ist zwar noch nicht die Jahreszeit für solche Bilder, aber aus aktuellem Anlass. In den Wintern 2016/17 und 2017/18 war ich dort mehrmals, kinderbegeisterungsbedingt. Eine schöne Schlittschuh-Erlebniswelt in toller städtischer Kulisse frei nach dem Motto "jetzt ist doch Winter, da sollte man doch Schlittschuh laufen können". Wobei man ja zu der Zeit noch eher Gedanken im Kopf zu wälzen haben sollte wie "Das ist nun leider die perfekte Location für einen wirkungsvollen terroristischen Anschlag". Tatsächlich trug sich möglicherweise ein gebürtiger Freiburger mit irakischen Wurzeln mit dem Gedanken, dort auf der Karlsruher Eiszeit einen Anschlag zu verüben. Um ihm das Vorhaben nachweisen zu können, wurde ein V-Mann eingesetzt: ...

Tonaufnahme bei Karlsruher Eiszeit-Prozess sorgt für Wirbel

Foto Politik


 

Flockenblume (?)


Foto Pflanzen
Heißt tatsächlich Flockenblume. Wunderschönes Unkraut, wenn man es einmal im Garten hat, dann hat man es und es blüht jedes Jahr wieder so schön.

Danke - das abgelichtete Exemplar war wild wachsend.
Und der Begriff "Unkraut" gehört eigentlich moralisch genauso abgeschafft wie "unwertes Leben".

@Stefan Münz
Es könnte auch "Beikraut" genannt werden. Das klingt freundlicher und bringt zum Ausdruck, dass es irgendwie ungeplant mit dabei steht.



 

Auf dem Weg zum erfolgreichsten Tweet ever


Der aktuell erfolgreichste Tweet ever ist laut Watson Magazine eine Mitteilung von von Yusaku Maezawa, einem japanischen Milliardär, die allerdings wieder mal nur die niederen Instinkte im Menschen anspricht. Maezawa verkündete in dem Tweet, dass er wegen Erreichen eines wichtigen Umsatzziels seiner Firma isg. 100 Millionen Yen (ca. 800.000 Euro) an 100 Leute verteilt, die ihm auf Twitter folgen, und die diesen seinen Tweet verbreiten. Damit hat Maezawa 1,33 Mio. Likes erreicht.

Heute aber ist ein Tweet viral gegangen, der keine niederen Instinkte anspricht, und in dem es darum geht, was Albert Einstein, Charles Darwin, Nikola Tesla, Andy Warhol, Isaac Newton, Susan Boyle, Steven Spielberg, Tim Burton und Greta Thunberg gemeinsam haben: #Asperger.

Nachdem sich Presse und Hater schon wieder das Maul zerrissen hatten wegen eines kleinen Gedanken-Blackouts auf der Pressekonferenz unmittelbar nach dem Landgang nach der zweiwöchigen Segeltour und wegen Gretas etwas teilnahmslos wirkender Art bei ihrer ersten FridaysForFuture-Demo in New York, hat sie nun auf Twitter gekontert. Und liegt aktuell bei 0,6 Mio. Likes dafür. Ende noch nicht abzusehen.

Dieser Tweet ist ein wahrscheinlich kaum zu unterschätzender Schub für mehr Alltags-Anerkennung von Menschen mit Asperger. Mögen ihn alle Personalchefs, alle Lehrer und andere, die in die unangenehme Lage kommen, andere Menschen zu "bewerten" oder sich "für Bewerber zu entscheiden" zu müssen, diesen Tweet kennen und gegebenenfalls daran denken!



 

Kulturkampf


Gestern abend gab es einen Elternabend in der Klasse meines einen Sohns. Ich war irgendwie verhindert wegen Unlust auf Elternsprecherwahl und dergleichen Theater, habe aber heute von meinem Sohn (14 - das ist auch das Alter, um das es hier geht) erfahren, dass es wohl gut war, nicht dort gewesen zu sein, denn es sei dort zu einem Kontrollverlust gekommen. Nächste Woche macht die Klasse einen dreitätigen Ausflug in eine Stadt in der Nähe, in eine coole neuartige Jugendherberge und mit einigen Events auf dem Programm. Ursprünglich hieß es mal, dass alle Handys zuhause bleiben sollen, aber einige Kids haben angekündigt, dass sie sich daran nicht halten werden. Es gab dann eine ausführliche Diskussion zwischen Lehrern und Schülern, und am Ende einigte man sich darauf, dass die Handys doch mit dürfen, aber nur zu sinnvollen Zwecken wie Fotos, Navigation und Kommunikation in Hilfefällen genutzt werden sollen. Das hat nun gestern anscheinend einen Vater dermaßen auf die Palme gebracht, dass er völlig ausgerastet ist, wütend geschnaubt und fast das Mobiliar zertrümmert hat.

Als mir mein Sohn das heute erzählte, dachte ich spontan: "Ah, Ok, jetzt weiß ich auch endlich, was es mit diesem Okö-Faschismus auf sich hat". Und war einmal mehr froh, nicht dabei gewesen zu sein. Und klar soll mein Sohn sich keinen Stadtplan kaufen müssen, um sich zu orientieren, und wir kaufen auch nicht extra eine Kamera, damit er Erinnerungsfotos machen kann. Und das lassen wir uns sicher nicht von irgendwelchen fremden Elternteilen vorschreiben. Fertig aus.

Mag sein, dass hier auch einige so drauf sind wie dieser Vater. Aber das muss bei mir trotzdem mal raus.
Gesellschaft

War der Vater jetzt voll dafür oder voll dagegen?

Na, voll dagegen. Es ist halt so, dass es bis vor kurzem noch üblich war, dass die Handys auf Klassenfahrten zuhause bleiben sollten, und das Gefahr-dass-die-dann-nur-Daddeln-Argument überwog bei allen. Aber irgendwann kamen halt auch mal neue Argumente wie Navigation, Kamera usw. Lehrer sind oft hin- und hergerissen und bei den Eltern gibt es halt manche Hardliner, die es strikt verbieten wollen. Allmählich kippt da jedoch die Stimmung auch bei mehr und mehr Eltern, und das hat in diesem Fall wohl zu einem Wutausbruch geführt.

Danke für die Erklärung.