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Für alle Wohnzimmersegler


Medien
Nicht nur für`s Wohnzimmer. Ich interessiere mich für eine Miniwindkraftanlage.
Die habe ich auf der Jutter-Hütte in Kijkduin schon mal gesehen. Auf Bild 2:
https://takethehague.nl/en/location/jutterskeet-ome-jan-kijkduin

sieht doch easy aus: halb gegen den wind bis spanien, dann locker bis auf höhe der kanaren gleiten, mit dem wind dann westwärts in richtung florida durchrutschen, um von dort aus dann entspannt nach new york zu segeln. vielleicht kann man ja auch schon früher raus, boston oder so und von dort aus dann mit dem zug.

wer braucht da schon diesel ... :-)



 

Ist Nicht-Reden das neue Reden?


Im Vorfeld der im September stattfindenden Internationalen Automobilausstellung (#IAA) treten offene Konflikte zwischen Klimaschützern und Autoherstellerkonzernen zu Tage. Die heutige Blockade-Aktion am Schienen-Ausgang des VW-Werks in Wolfsburg war sicher nur eine der ersten Aktionen dieser Art. Im Laufe des Herbstes hat #ExtinctionRebellion etliche Aktionen geplant - Blockaden, spektakuläre Aktionen, alles Futter für Presse und gesellschaftliche Debatten. Aber mit den eigentlichen Gegnern, den Energie-Magnaten, Autokonzernen, Großindustrien will man gar nicht mehr reden. Wenns hoch kommt noch mit Politikern. Aber auch da schwindet die Bereitschaft mit jedem Tag, den Regierungen wie unsere #GroKo nach außen hin etwas geschäftig tut, aber in Wirklichkeit nur hofft, das alles aussitzen und am Ende so weitermachen zu können wie bisher, mit den gewohnten, das fossile Wachstums-Mantra predigenden Zuflüsterern aus Finanz und Industrie.

Je mehr Menschen auch nur halbwegs begreifen, dass wir tatsächlich mit voller Fahrt auf eine irreversible, planetenweite und viele Jahrhunderte andauernde Umweltkatastrophe zusteuern, desto schneller wird das Verständnis für offensichtliches Nichtstun oder Tun-als-Ob schwinden - gegenüber Politikern, und auch gegenüber den größten Treibhausgasproduzenten. Noch ist vielleicht ein klein wenig Zeit, um sozialverträgliche Lösungen zu finden, für Stadt und Land, für unterschiedliche Lebensstile und Einkommen. Aber je mehr Zeit mit gewohnt souveräner, aber längst entlarvter Sonntagsrhetorik und Konservierungsversuchen alter Industrien oder Technologien verplempert wird, desto mehr Menschen werden sich dagegen radikalisieren. Es sind ja vorwiegend zu Frieden und Freiheit erzogene Menschen, und deshalb werden sie erst einmal zu gewaltfreien Widerstandsformen neigen, so wie es ja derzeit auch bei ExtinctionRebellion, EndeGelände usw. der Fall ist. Doch je häufiger es zu Blockaden oder ähnlichen Aktionen kommt, desto ruppiger wird das Verhältnis zwischen Aktivisten und Einsatzkräften werden. Irgendwann wird es Verletzte und vielleicht Tote geben. Und dann kann alles sehr schnell gehen. Rechte Gruppierungen werden sich dann ebenfalls zusammenrotten und mit privat organisierten Einsatzkräftetrupps ihrerseits die Hoffnung auf die Erneuerung ihres Dritten Reichs auf die Straßen tragen.

Auf Twitter habe ich heute zum ersten mal den Hash-Tag #NichtRedenIstDasNeueReden im Zusammenhang mit zunehmend wütenden Klimaschutz-Aktivisten gelesen. Greta hat es ja schon vor Monaten so ausgedrückt: "Simpy act. Because acting works". Es wird Mediatoren geben müssen, und zwar sehr viele und sehr gute. Politiker oder außerparlamentarische Mediatoren ohne Parteibuch, aber mit Gewissen, ohne amerikanisch-fossilistische Thinktank-Prägung, aber mit dem Mut zu sagen was sie wirklich wollen. Und es werden klimaschutz-wirksame Gesetze erlassen werden müssen, die einige Bürger und Unternehmen in ihren Gewohnheiten und Geschäftsmodellen hart treffen werden. Die Alternative ist, dass der demokratische Diskurs demnächst für lange verstummen wird. Und das wird dann alle treffen. In welcher Form auch immer.

@Bettina Schwarz

Ich habe ja auch nur gesagt, dass hier nicht kontrovers diskutiert wird. Meist haben kontroverse Diskussionen, also das gegenüberstellen andere Sichtweisen mehr Potential. Trotzdem finde ich es klasse und toll, dass hier sehr offen und ehrlich die eigenen Positionen dargestellt werden.

Aber eines ist mir wichtig. Selbst wenn hier beispielsweise @Ravenbird Überbevölkerung als Problem angesprochen hat, möchte ich das auf keinen Fall auf eine Stufe mit Tönnies stellen.
Denn dieser hat klar rassistisch gepoltert.
Ich wollte nur aufzeigen, dass die Geburtenrate sehr wohl etwas mit Wohlstand zu tun hat und das der Fokus meiner Meinung nach, eben genau auf diesen Punkt gelegt werden muss.
Also ich habe zwar Umweltschutz von der Pike gelernt, aber leider wird das soziale Problem da wenn überhaupt, dann nur tangiert.
Dabei ist es das Hauptproblem.
Keine Lösung der sozialen Frage ohne Beachtung der Umweltproblematik und keine Lösung der Umweltproblematik ohne Beachtung der sozialen Frage.
Und ja, aus diesem Grunde ist es aus meiner Meinung nach wichtig den "Globalismus" völlig neu zu denken.
Aber das wird dieses System nie leisten können!

@Gokh Ah, dann kommen wir aus dem gleichen Stall. :-)
Aber auch wenn wir das nicht beigebracht bekommen haben im Zusammenhang mit der Ausbildung, so sind wir doch zrotzdem auf den gleichen Weg abgebogen.
@Gokh

@Bettina Schwarz: Ja, ich denke, wir kommen wahrscheinlich aus dem gleichen Stall und sind eigentlich auch gar nicht weit von einander entfernt, mit den Ansichten.
So haben wir ja beispielsweise das Problem von nachwachsenden Rohstoffe in einen kapitalistischen Markt beide erkannt.
Es ist natürlich auch klar, dass wir, der in Wohlstand lebende Westen, die größten Emissionen verursachen und eben nicht die Menschen in Afrika trotz ihrer hohen Fertilität.
Dennoch sourcen wir ja gerade auch eine Menge Emissionen und Umweltverschmutzung aus. Und jetzt kommt eben das Wohlstandsgefälle zu tragen und natürlich der globale Markt.
So beschissen beispielsweise der Anbau von Soja in Argentinien ist, so ist er gleichzeitig eines der größten Wirtschaftsfaktor in einem Land, was vielleicht schon jetzt wieder in eine nächste große Krise taumelt.
Alles hoch kompliziert und eben nicht durch eine weltweite CO2-Abgabe lösbar.
Meiner Meinung ist diese nicht einmal der richtig Weg.

Der Meinung schließe ich mich vollkommen an!



 

Greta mal authentisch


Die "Delegationen" beim aktuellen #SmileForFuture-Summit in Lausanne sind länder-orientiert. So gibt es auch eine Delegation aus Schweden, zu der denn auch die "wer-hats-erfunden"-Gründerin Greta Thunberg gehört. Die versteht sich offenbar recht gut mit einer anderen Teilnehmerin der schwedischen Delegation, mit Gabriella Malki. Letztere hat sich mit Greta in diesen Tagen in Lausann mal persönlich getroffen und ein halbstündiges persönliches Video-Podcast-Interview mit Greta gemacht. Wenn Greta in ihrer Muttersprache reden kann, wird ihre Gestik gleich viel reicher. Für uns armen Nichtschweden hat Gabriella das Video jedoch mit englischen Untertiteln versehen. Wahnsinn. Anderswo braucht es zig Redaktionsmitglieder, um so was zu produzieren.

#SmileForFuture-Summit Klima Medien


 

Bildinterpretation erwünscht


Das kann man bei Amazon kaufen:

Bild/Foto

Finden tut man das, wenn man auf Amazon nach Fuck you Greta sucht:
@Greta Thunberg Gesellschaft Medien
Nicht direkt. Aber man findet es halt, wenn man nach "fuck you Greta" sucht. Und danach zu suchen ist mittlerweile verbreitet, weil sich in der Szene herumgesprochen hat, dass es entsprechende Sticker für über den Auspuff gibt.



 

Schräg, schräger, Achternbusch


Als dieser Film Anfang der 80er erschien, war es ein unerhörter Bildungsbürgerschreck, und es wurde #Blasphemie gerufen. Schenkt euch besser was ein, bevor ihr euch das anseht. Aber achtet drauf, was im Glas ist ... ^^

#Blasphemie Medien Video


 

Geschichten vom Mond


Im Sommer 1969, vor heute 50 Jahren also, war mein Vater, ein Beamter, auf einem mehrmonatigen Lehrgang in Saarbrücken. Wir selber wohnten zu der Zeit in Koblenz. Einmal besuchten meine Mutter und ich ihn dort. Er hatte dort ein Zimmer zur Untermiete bei einem älteren Ehepaar. Und die luden uns alle ein, an ihrem Fernseher dem Jahrhundertereignis beizuwohnen. Wir hatten zu dem Zeitpunkt noch gar kein Fernsehen, deshalb war das eine Premiere für mich, und deshalb kann ich mich noch gut daran erinnern, wie wir allesamt in der engen Stube dieses mir unbekannten Vermieterehepaars um diesen Kasten herum versammelt waren, auf dem verschwommene Schwarzweiß-Bilder von der Mondlandung zu sehen waren. Das war alles buchstäblich wie von einem anderen Stern. Das Gerät, die Bilder von diesen Menschen in ihren Raumanzügen, diese anderen Schwerkraftverhältnisse.

Wer die ganze Geschichte und all die Geschichten dahinter noch mal in epischer Breite erzählt bekommen möchte: Auf YouTube gibt es eine dreiteilige ARTE-Doku darüber. Isg. über 5 Stunden lang. Also was für lange laue Nächte.

Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=RpR6kzLW7oY
Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=nIhCL74dPP8
Teil 3: https://www.youtube.com/watch?v=uQ0ZyUTcyC8
Geschichte Medien Video


 

Lindner vs. Neubauer


Christian Lindner fällt ja vor allem gerne durch provokative Bemerkungen auf, mit denen er auf Schenkelklopfer bei Leuten hofft, die es lieben, mit ihrem deutschen Qualitätsverbrenner mit zweihundert Sachen immer auf der linken Spur zu rasen. Und die Plakate seiner Partei bemühen sich, die Konkurrenz mit grellen Neonfarben auszustechen.

Um so verwunderlicher ist dieses Machwerk: ein Zwiegespräch zwischen Lindner, der die streikenden Schulkinder anfangs wie kaum ein anderer verunglimpfte, und der deutschen Frontfrau von Fridays for Future, Luisa Neubauer. Keine Konfrontationen im hektischen Twitter-Format, sondern ein produktiver, auch in Details gehender Auseinandersetzungsversuch in Spielfilmlänge. Und nicht in Neonfarben, sondern in hoch-ästhetischem Schwarzweiß. Oder sollte ich sagen: in fifty shades of gray?

Wie auch immer - in der aktuellen, eher auf Konfrontation gebürsteten Atmosphäre rund um das Klima-Thema eine interessante Ausnahme, dieses Gespräch.

Klima Medien Politik Video

Ich habe nur mal, mangels Zeit, etwa 15 Minuten quergeschaut. Dass Lindner hier weniger gut rüberkommt als Neubauer, konnte ich da nicht feststellen. Mein subjektives Empfinden war da eher gegenteilig. Aber wie schon geschrieben - das beruht nur auf punktuell Gesehenem/Gehörtem.

Grundsätzlich finde ich dieses Format aber sehr gut - und vor allem: SEHR WICHTIG! Hierbei geht mir es gar nicht so ums Thema selbst, sondern um den Dialog und Gedankenaustausch auf Augenhöhe als solchen. In den letzten 5 Jahren haben sich hier regelrecht Abgründe etabliert, die wir schnellstens überwinden müssen, damit die Gesellschaft nicht völlig auseinander reißt.

Und wieder gibt es Leute, die nicht gerafft haben, dass Lindner und Neubauer in dem "Streitgespräch" exakt dieselben Positionen vertreten haben - nur Neubauer es nicht gerallt hat und auf Konfrontation gegangen ist.

Exakt die gleichen Positionen bestimmt nicht. Lindner will alles dem freien Markt überlassen und lediglich das "Restguthaben an CO2" politisch vorgeben. Neubauer will dagegen den Markt stark regulieren (genauer gesagt sogar völlig umdefinieren, was Marktziele betrifft), um die Klimavorgaben einzuhalten.



 

Die ideale SocialMedia-Plattform - ein quasi-staatliches Gebilde?


Derzeit konkurrieren im Bereich #SocialMedia zwei Modelle. Wobei es wohl leicht übertrieben ist, von Konkurrenz zu sprechen. Das eine Modell - die zentral von kommerziellen Anbietern betriebenen Plattformen wie #Facebook, #Instagram oder #Twitter - machen derzeit etwa 99,8% des SocialMedia-Betriebs aus. Das andere Modell, also die verbleibenden 0,2%, besteht in den gegenwärtigen dezentralen Netzwerken von Fediverse und Federation.

Dass die kommerziell betriebenen, zentralen Plattformen eklatante Mängel haben, wissen auch die meisten User, die dort täglich verkehren. Dennoch schaffen es die Netzwerke von #Fediverse und #Federation nicht, diese eigentlich unzufriedenen User scharenweise in die Freiheit zurückzuholen. Warum? Zum einen, weil die Musik halt woanders spielt, weil man hier kein "Influencer" sein kann, weil hier nichts "trendet", weil man hier keinen Jackpot knacken kann und mit einem harmlosen Tweet als ganz normaler User plötzlich ein Millionenpublikum erreicht, weil das Ding durch die Decke geht.

Dazu kommt aber noch ein anderes Problem. Hätten die dezentralen Netzwerke tatsächlich mal den Zuspruch, den sie verdienten, würden sie auch die gleichen Probleme bekommen wie die großen, kommerziellen Plattformen: massenweise Hate-Speech, Bots, und juristisch problematische Inhalte. Nur, dass es hier gar keine nennenswerten Kontroll-Instanzen für so was gibt. Keine im Verborgenen arbeitenden, bezahlten Heere von Delete-Trupps wie bei Facebook. Keine Melde-Funktion, nichts. Das Ganze würde in tausenden von teueren Klagen gegen kleine Pod/Hun/Knoten-Betreiber enden und zum Ruin von deren idealistischen Angeboten führen.

Der "Netz-Philosoph" Michael Seemann hat sich dazu einige Gedanken gemacht. Eigentlich wünscht er sich auch eine nicht-kommerziell, dezentral organisierte SocialMedia-Kommunikation. Aber eine, die den politischen und juristischen Anforderungen auf dem Level einer 9- oder 10stelligen User-Basis gewachsen ist. Dazu stellt er sich ein mehrschichtiges Modell vor:

1. einen freien Markt von Client-Software, die die Protokolle des Networks beherrscht. Keine Zwänge, bestimmte Clients nutzen zu müssen, freier Zugang zu den und freie Dokumentation der Protokolle, so dass Entwickler alle Freiheiten haben, am Client-Markt neue Ideen zu realisieren.

2. föderierte Instanzen, die via Protokoll in der Lage sind, SocialMedia-Aktivitäten instanzübergreifend zu ermöglichen - Seemann wählt dafür den Begriff "Hub" - der Punkt geht also an Hubzilla :-)

3. und hier wirds interessant: ein "Zen­tra­les Meta-Governance". Was das genau sein soll, erfahrt ihr, wenn ihr den ausführlichen Artikel selber lest:
#SocialMedia #Facebook #Instagram #Twitter #Fediverse #Federation Internet Medien Netzwerke

bei wirklich hohen userzahlen käme vermutlich vor dem ganz juristischen kram noch hinzu, dass die hardware der hubs/nodes vorher in die knie ginge.

das ist eine schöne beschreibung des problems der organisation staatlich-monopolisierter socnets:
Ama­zon sieht aus, wie Jeff Bezos es will. Wie sähe es aus, wenn sich CDU und SPD auf einen Ent­wurf eini­gen müss­ten?
:-)



 

Na, oiso, des is wirkli nix für mi


Oiso, wirkli! Do rean irgendwoiche Gauner mit mir auf Augenhöhe! Stellens sich des amoi vor: auf Augenhöhe mit mir! Na oiso wirkli net.
Medien Politik


 

Die Neue auf Twitter


Auf Twitter gibt es eine brandneue Userin:

https://twitter.com/vonderleyen

Doch obwohl da ein blaues Häkchen ist, ist das nicht der echte Account. Der echte Account ist natürlich dieser hier:

https://twitter.com/Truppenursel
Medien Politik


 

Spannendes Zwiegespräch


Der britische #Guardian hat vor ein paar Tagen ein "Zwiegespräch" ("Interview" wäre hier die falsche Bezeichnung) zwischen Alexandria Ocasio-Cortez, der jüngsten Abgeordneten im amerikanischen Kongress, einer Demokratin mit puerto-ricanischer Abstammung, dem Lager von Bernie Sanders zuzuordnen, und der allseits bekannten Greta Thunberg veröffentlicht. Ich hab das erst mal ein paar Tage vor mir hergeschoben, weil ich es auf Twitter schnell so oft verlinkt sah, dass ich dachte, OK, das brauchst du nicht auch noch verlinken, kennen eh alle schon.

Aber vielleicht kennen es ja doch noch nicht alle, und das Zwiegespräch ist wirklich interessant. Es geht unter anderem auch um die starke Klimawandel-Leugner-Szene in den Staaten. Greta fühlt da schon mal vor, was sie ab September an ihrem Reiseziel erwartet.
#Guardian Klima Medien
Also mir war das entgangen, danke für den Link.



 

Szenarien erkennen, Vorgänge anders bewerten, an Stellschrauben drehen


Bei Jung&Naiv ist heute ein weiteres dieser langen (fast 2stündigen) Inverview-Videos erschienen, in denen Zeitgenossen, die viel zu sagen haben, wirklich mal ausreichend Raum dazu bekommen. Diesmal hat sich Thilo Jung, dessen YouTube-Kanal allmählich auch immer mehr Beachtung findet, die durch ScientistsForFuture bekannt gewordene Maja Göpel interviewt. Eine Frau mit einem gefühlten IQ von 160, die ihre größte persönliche Herausforderung zu Recht darin sieht, ihr Wissen auf die die geistige Aufnahmefähigkeit von Normalbürgern herunterzubrechen. Das gelingt ihr nicht immer, aber zumindest oft genug, um open minded Menschen zu faszinieren.

Es geht um die großen, fast schon philosophischen Fragen des Wirtschaftens. Und wie man das beste Wissen, das man darüber mittlerweile hat, in die Realpolitik bekommen könnte.

Gesellschaft Medien Politik Video
Sie ist gigantisch!



 

Ein Long-Reader von 2017 - und keine leichte Kost


Der FREITAG hat heute auf Twitter auf einen längeren Artikel verwiesen, den die Zeitung bereits vor zwei Jahren veröffentlicht hat. Also zu der Zeit, als sich in Deutschland alles nur um Afghanen mit Messern drehte.

Vielleicht kein Zufall. Denn mehr CO2 in der Luft führt zu Verblödung. Bei 1.000 ppm (aktuell sind wir bei 415 ppm) sollen die kognitiven Fähigkeiten von Menschen um bis zu 21% schwinden. Außerdem nimmt bei globaler Erwärmung der Ozonanteil in der Luft stark zu, und es gibt eine Studie, die einen Zusammenhang zwischen Ozon in der Schwangerschaft und späteren Autismus-Diagnosen der Kinder nachgewiesen hat. Stattdessen freut sich das US-Militär über die Erwärmung. Denn 0,5 Grad Erwärmung erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines bewaffneten Konflikts um 10 bis 20 Prozent. Bei 5 Grad kann sich die selbsternannte Weltpolizei dann mal so richtig austoben. Falls sie bis dahin nicht von prähistorischen Viren dahingerafft wurden, die durch die Eisschmelze an den Polen frei werden.

Solche und noch etliche andere mögliche Szenarien, Zusammenhänge und nicht so bekannte Erkenntnisse der Klimawissenschaft stellt der Artikel vor. Ein Artikel, der auf Flugblätter gedruckt und in Schulhöfen in der großen Pause verteilt gehört.
Klima Medien

Planeten brauchen gar nichts. Sie sind einfach da und haben Eigenschaften. Wer so ein Ding bewohnt, ist gut beraten, sich diese Eigenschaften genau anzusehen und sich so zu verhalten, dass diese Eigenschaften so bleiben, wie es für das angenehme Bewohnen günstig ist.
Denn um Verzeihung bitten kann man Gaia jederzeit, sie wird allerdings nicht zuhören....

.... oder wie der große George Carlin zu sagen pflegt: "The planet is fine -- we are f*cked"



 

Brilliant mind speech


Diese Brilliant Mind Conference in Stockholm, wo #GretaThunberg vor eineinhalb Wochen auch Barack Obama getroffen hat, und wo jenes ikonische Schwarz-Weiß-Foto von den beiden entstand, das die große Runde gemacht hat, ist eigentlich so eine typische Exklusiv-Veranstaltung, wo sich innovative Unternehmer und Geister austauschen und gegenseitig den Bauch bepinseln. Braucht man denke ich nicht weiter drauf einzugehen. Aber Greta gehörte dort ebenfalls zu den "Rednern". Und hier ihre "brilliant mind speech":

#GretaThunberg Klima Medien Video

Ok, danke. Diaspora also nicht direkt...



 

Die Klimakrise ist eine Informationskrise


Schon gewusst? In Grönland schmelzen aktuell 2 Milliarden Tonnen Eis: täglich. Woher soll man so was auch wissen? Berichtet ja niemand drüber. Greta drückt das in ihrer Art zu reden sinngemäß so aus: "Wenn alle Medien kapieren würden, worum es hier geht, würden sie über nichts anderes mehr berichten. Sie würden so darüber berichten, als wenn der dritte Weltkrieg ausgebrochen wäre". Nun habe ich zwar schon den Eindruck, als ob das Thema mittlerweile häufiger "mitgedacht" wird. So kommt kein seriöser Bericht über die Reiselust der Deutschen mehr ohne Hinweis auf die CO2-Problematik von Flug- und Kreuzfahrtreisen aus. Doch das ist alles der falsche Tonfall. Das klingt alles so wie nach "neuestem Gängelband der Linksalternativen". Was fehlt, sind klare Berichte darüber, was aktuell schon passiert, welche Folgen das haben wird, und was bei welchen Erwärmungsszenarien voraussichtlich passieren wird. Und das alles samstags abends in ARD/ZDF, 90 Minuten lang. Mindestens zweimal die Woche. Dann würde sich was bewegen im Land. Leider haben die Öffentlich-Rechtlichen dazu wohl weder das geeignete Personal noch den Mut, sich gegen die aktuelle Politik zu positionieren.

Wichtiger Artikel vom Volksverpetzer:
Die wohl wichtigste Meldung fürs Klima, die du wahrscheinlich nicht gehört hast
Klima Medien

Ich denke wir haben tatsächlich "nur" noch ein Kommunikationsproblem unter den Menschen. You tube und soziale Medien sind der Anfang. Wahrscheinlich braucht man noch mehr Psychologie, um die Menschen zu erreichen.

https://www.rbb24.de/panorama/thema/2019/klimawandel/beitraege/Klima-skeptiker-leugner-psychologe-klimawandel-interview.html

"Welche Argumente könnten Skeptiker zum Nachdenken bringen?

Wir müssen unterscheiden. Menschen, die sich ganz stark eingemauert haben und schon komplett den Verschwörungstheorien glauben. Die wird nichts mehr überzeugen, weil Verschwörungstheorien der Natur nach so gebaut sind, dass sie argumentations- und faktenresistent sind.

Aber der Großteil der Klimaskeptiker oder Leugner ist nur unsicher und hat keine festgefahrene Meinung. Ich denke, bei diesen Menschen würde ich nicht allein auf die wissenschaftlichen Argumente des menschgemachten Klimawandels setzen, sondern viel darüber sprechen, was die Ängste auslöst. Also welche Möglichkeiten gegen den Klimawandel gibt es, die nicht die persönliche Freiheit einschränken. Wir müssen den Skeptikern außerdem zeigen, dass das nicht gleich den Umsturz der freien Marktwirtschaft nach sich zieht. Und wir sollten mehr über die wirtschaftlichen Chancen reden, zum Beispiel die ein wirtschaftlicher Umbau hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft bedeutet, die ganzen Arbeitsplätze die dadurch entstehen. Solche Argumente in den Vordergrund zu rücken, würde am ehesten helfen, die Menschen zu mitzunehmen."

Ich geb's zu mir fehlt auch oft die Geduld, ich versuche es weiter.

Doch, die Marktwirtschaft muss weg!
Ich habe bei meinem Artenschutz das Problem, dass die Auflagen gesetzlich vorgegeben sind, die Flächen, die für den Artenschutz gestaltet werden, wem gehören und daher nur der Kompromiss zwischen wirtschaftlichen Interessen und der Nische, in die die Arten noch irgendwie reinpassen könnten möglich ist.
Ich arbeite nicht für den Klimaschutz, aber ich fürchte auch hier die Besitztumswahrung und das ist ein massives Problem.

Ich glaube, nicht die Marktwirtschaft an sich ist problematisch, sondern dass in deren aktueller rein-kapitalistischer Form Erfolg nur der Gewinn ist, ohne Gegenrechnung von verursachten Schäden und Maßnahmen zur Nachhaltigkeit. Erst wenn das alles in die Billanzen mit einfließt und vom Gewinn tatsächlich abgezogen oder ihm hinzugefügt wird, werden Unternehmen ihre Strategien ändern (müssen). Also z.B. so wie beim Gemeinwohl-Ökonomie-Modell. Den genauen Rahmen und die Spielregeln dafür kann aber nur die Politik setzen. Mit den gegenwärtigen Regierungs-Hanseln - keine Chance.

jetzt könnten wir drüber streiten, ob das dann wirklich noch Marktwirtschaft ist, aber davon habe ich definitiv viel zu wenig Ahnung.

Naja, also ich will jedenfalls keinen Sozialismus nach DDR-Art. Mit 5-Jahresplänen für die gesamte Wirtschaft, mit lauter halbstaatlichen Betrieben, ohne echte Anreize für innovative Leistungen, ohne gesunden Wettbewerb usw. Geändert werden muss in unserem System das, was Rendite abwirft. Bislang wirft nur Rendite ab: Gewinnmaximierung für Investoren und Rationalisierung ohne Rücksicht auf Verluste bei Gesellschaft und Umwelt. Aber wenn das geändert wird in: Nutzen für Gesellschaft und Umwelt und nachhaltig, dann müssten die Betriebe andere Ziele verfolgen, Investoren müssten anders gefunden werden, und Produktionen oder Dienstleistungen müssten auf diese anderen Ziele hin optimiert werden. Die Betriebe könnten aber trotzdem weiterhin privatwirtschaftlich bleiben, und es könnte weiterhin marktwirtschaftlich bewährte Kräfte wie Nachfrage, Konkurrenz und Marken geben. Allerdings müsste der Staat oder ein anderes unabhängiges Organ die Wirtschaft genau und ständig kontrollieren und die Rahmenbedingungen für "Nutzen für Gesellschaft und Umwelt und nachhaltig" immer wieder neu und am Stand der Technik und an gesellschaftlichen Entwicklungen justieren. Naja, ich bin auch kein studierter Volks-Ökonom, von daher kann ich auch nur stammtischphilosophieren, was all diese Dinge betrifft :-)

Ja, ich hatte das schon so verstanden. Ich les Dich ja schon eine Weile und kenne Deine Gesellschaftsideen, die ich genau so mittragen kann.
Ich würde sie nur eben nicht mehr Marktwirtschaft nennen.

Bevor was weg kommt, brauchst du Mehrheiten.

Ja, stimmt. So lange man Leute an seinen Besitztümern und nicht an seinem gesellschaftlichen Erfolg misst, wird das dann auch nichts mit den Mehrheiten.



 

Beata Ernman


Der #WDR hat sich dieser Tage erdreistet, seinem Publikum ein Ha-ha-lustig-Satire Video anzuempfehlen, in dem eine fiktive Schwester von #GretaThunberg, natürlich ebenfalls mit zwei Zöpfen, mit einem #Hummer zum Shopping fährt und das alles ganz doll findet. Haha, was haben wir gelacht! ^^

Nun hat Greta aber tatsächlich eine Schwester. Die ist jünger als sie, doch weil Greta so schmächtig wirkt, wirkt die Schwester in Wirklichkeit älter. Und diese Schwester heißt nicht Herta (wie in dem Superduper-WDR-Video), sondern Beata. Und sie heißt auch nicht Beata Thunberg, sondern Beata Ernman. Einen Hummer darf sie natürlich auch noch nicht fahren. Aber sie ist Gretas leibliche Schwester. Sie hat sich zwar kein ganz so großes Ziel gesetzt (die gesamte Welt zu retten), aber sie tut alles andere als einfach nur dahin zu vegetieren. Here she goes:

Naja, das würde ich nicht so ernst sehen. Pussy Terror haut schon das eine oder andere Mal eine flache Nummer raus. Und wenn schon alle den Narzissten Bömmelmann toll finden, dann finde ich diese Nummer nicht weiter erwähnenswert. Jeder sollte auch sein Niveau offen zeigen dürfen ;)
This entry was edited (2 months ago)

Stimme zu, aber die Geschichte der wahren Schwester fand ich jetzt trotzdem ganz interessant.



 

Woher all der Hass kommt


Daher kommt all der Hass, der letztlich auch zu Mord und Totschlag führt:

Medien
Auch wenn ich jede Nennung und Abbildung dieses Schundblattes grundlegend ablehne, aber leider hast du absolut Recht.

Ich finde nicht, dass Ihr "absolut Recht" habt: Nur Bild für den Hass verantwortlich zu machen, greift meines Erachtens zu kurz. Es ist nicht nur Bild, nicht nur verantwortungslose Politiker, nicht nur die Medien, nicht nur die AfD, die all diesen Hass schüren, sondern ist die gemeinsame Aktion dieser Akteure. Inwiefern diese gemeinsame Aktion untereinander abgestimmt ist - ob ausgesprochen oder unausgesprochen - sei mal dahin gestellt.

Allein an diesem Beispiel wird das klar: Ich weiß von keinem Strafverfahren gegen Bild auf Grund der genannten Titel"geschichten" wegen übelster Volksverhetzung.

Sagen wir so - es ist ein sich gegenseitiges Verstärken ähnlich gesinnter Akteure. Aber egal wie viele Möchtegern-Nazis da draußen in ihren Stuben hocken und ihre Abzeichen aus dem Zweiten Weltkrieg sammeln - ohne dieses Medienorgan mit Millionenauflage wären sie nichts, sie wären einfach nur vereinzelte Idioten, die nach dem fünften Bier anfangen vom Führer zu schwafeln. Würde man dieses Medienorgan zerschlagen, wäre zwar nicht die rechtsnationale Denke erledigt, wohl aber deren Mut, sich für legitim zu halten, inklusive der Hoffnung auf die "Machtübernahme" irgendwann.

Hm...
Aber würden sich diese Leute dann nicht ein eigenes "Organ" beschaffen?
Also egal was man macht, sie werden einen Weg finden und sich zusammen rotten und ihre Weltansicht kund tun, verpackt mit "Angst, Hass, Titten und den Wetterbericht" ist das dann für viele genießbar.

...dem Wetterbericht...

Aber wen sollte das interessieren? Kaum jemand. Klar würde es die gleichen rechten Netzwerkbildungen zwischen Ex-Ost und Ex-West geben wie jetzt auch. Aber ohne irgendetwas, das ihnen das Gefühl gibt, wirklich Macht zu haben, würden sie in ihren Facebook-Gruppen rum-haten und ansonsten würde niemand was davon mitbekommen. Im Idealfall würde der Staat noch eine Art "geschlossene Anstalt" Haube für diese Art von Bürgerdenke schaffen, und gut wärs. Gesamtgesellschaftlich betrachtet ist es ja nur eine (potentiell gefährliche) Minderheit, und als solche sollte man sie behandeln.

Wir sind aber gut regierbar, wenn wir in Fronten gegenüber stehen bzw., wie es Eure Nachdenk-Seiten so schön formuliert, mit tiefen Gräben zwischen uns. Und je mehr Gräben es gibt, umso besser.
Und in der Hinsicht ist "das Volk" sehr dankbar. Man liest / hört / sieht sich durch die Außenwelt und freut sich, dass sie selbst nicht die Schlimmsten, Blödesten sind. Es gibt also eine Sucht nach schlechten Nachrichten, an denen man 1. seinen eigenen Wert hochtechnen kann oder 2. lesen darf, dass es in der Nachbarschaft ja noch viel blöder aus sieht, als bei einem selbst zu Hause.
Und genau hier passiert dann bei Unzufriedenheit, dass man sich mit Solchen zusammen schließt, die ein beschissenes Leben wie man selbst hat, um sich stärker zu fühlen, ohne sich vetändern zu müssen.
Rechtsextremismus ist ein Mittel von Vielen dafür.
Glaube ich, beweisen kann ich das nicht und nachvollziehen auch nicht.

Wenn es denn eine Sucht nach schlechten Nachrichten gibt, dann sollte man doch eher gegen die Sucht vorgehen. Schließlich verteilt man ja auch nicht Heroin auf den Straßen, nur weil es eine Sucht danach gibt. :)

Diese Szene hat natürlich auch sein eigenes Organ oder Organe. Nehmen wir aber mal dieses genannte Schundblatt, als Einstiegspapier. Sie legitimiert das Gedankengut und macht es „gesellschaftsfähig“. Wenn diese Stufe mal erklommen ist, legt das die Basis für den "das wird man ja nochmal sagen dürfen" Unsinn. Und für mich ist das „gesellschaftsfähig“ machen schon eine Volksverhetzung.

Aber dann muss man das auch mit den Privatsendern machen.
Ich hatte 12 Jahre keinen TV und musste dann, weil die Tochter der Direktorin aus der Schule der Großen beim Dieter war, den Dieter an sehen. Bitte alle diese Sender noch einmal zur Schule schicken, von Klasse eins bis neun...
Da werden Dinge gesellschaftsfähig gemacht, das hätte ich mir persönlich nicht vorstellen können und in diesen Tonfall passt dann die Bild als eine seriöse Zeitung.
Und Tonfall ist genau das Stichwort - denn die Aggressionen, die man nicht nur vom Dieter sich anhören muss, sondern die da auch in der Ansage und der Werbung ab geht - da lebe ich irgendwie in einer komplett anderen Welt!
Die Frage ist dann: Wie bekommen wir diese Leute (die sich ausschließlich nur das freiwillig an sehen) wieder zurück aus den Gewohnheiten des "Omega-Rudels"?

Ich weiß nicht was „Dieter“ ist, aber ich denke das ist auch nicht wirklich wichtig. Natürlich sind viele Sender auf dem B!att Niveau. Dem kann man nur mit Ignoranz und Ächtung entgegentreten.

Ich werde immer wieder belächelt, wenn ich erzähle, dass es Naturvölker gab oder gibt (weiss ich leider nicht genau), die kein Wort für das Böse haben. Sie sagen, wenn es keinen Begriff dafür gibt, dann kann man es nicht nennen und es bekommt keinen Platz in unserem Leben.

Wenn du dir anschaust, was gerade in sozialen Netzwerken verbreitet wird, dann ist das das glatte Gegenteil. Daher auch meine einführenden Worte in meinem ersten Kommentar. Egal wie aufgeklärt, intelligent oder gebildet wir sind, unser aller Gehirn funktioniert auf die selbe Weise: Nennung erzeugt Aufmerksamkeit, Emotion, Bilder und Wiederholung sorgt für die Abspeicherung in unserem Langzeitgedächtnis und Prägung unseres Charakters mit all den Bildern und Emotionen.

Klassisches Beispiel: Denk mal nicht an weiße Mäuse. Oder beobachte dich mal selbst, wenn nur das Wort "AfD" auftaucht. Man ist schon so geprägt, durch die Dauerbefeuerung. Das sind Pfähle, die in unser intellektuelles und emotionales Gedächtnis rein gerammt werden. Sich dagegen zu wehren erfordert eine Menge Kraft .... oder Ignoranz. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, oder erst gar nicht entstehen zu lassen gibt es die Ächtung. Ablehnung.

Werbung und PR funktioniert exakt nach diesem Prinzip. Schaffe Aufmerksamkeit. Wenn es etwas Schlechtes ist, dann verwirre mit Informationen, bis es ein „neutraler“ Begriff wird. Damit hast du schon eine Verknüpfung zu etwas Schlechtem gelöscht „Früher war ja nicht alles schlecht“ ... „die haben ja auch gute Punkte“ usw. Es wird so lange diversifiziert, bis es keinen konkreten Angriffspunkt mehr gibt. Oder es wird ein konkreter Punkt geschaffen, damit wieder Aufmerksamkeit erzeugt wird.

Und, entschuldige den Ausdruck, die Vollidioten der „Anti-Fraktion“ fallen volle Kanne darauf rein und teilen wie die Furien Entrüstungsartikel in denen der Name immer und immer wieder wiederholt wird.. Das bezeichne ich immer wieder als #Hysteria und #Empöria

Die, die eigentlich dagegen sind, sind das wertvollste und mächtigste Werbeinstrument, die solche Organisationen oder Firmen aka Zeitungen haben. Um es mal drastisch und dramatisch zu formulieren: Das sind die perfekten Handlanger des Bösen.

Wenn keiner mehr darüber spricht, hat es auch keine gesellschaftliche Relevanz mehr.

Wenn Menschen darüber sprechen, versuche ich persönlich zu vermeiden diese Namen zu wiederholen. Stattdessen drücke ich meine Ablehnung so aus, dass , je nach dem, mein Gegenüber das Gesicht wahren kann. Ich lenke das Gespräch und die Aufmerksamkeit innerhalb des Themenkomplexes davon weg. Wenn es nicht anders geht, versuche ich den Themenkomplex zu beenden, so dass diese ständige Nennung gestoppt wird.
Nur weil sich alle mit Scheiße beschmieren, muss ich das nicht auch tun.

Wow!
Du hast heute meinen persönlichen Lieblingskommentar verfasst.

@Stefan Münz
Leider ist es damit nicht getan, aber klar, ein selbstbestätigendes Organ wäre weg.

In seiner aktuellen Kolumne https://www.spiegel.de/netzwelt/web/mordfall-walter-luebcke-die-braunen-schlaefer-erwachen-kolumne-a-1273204.html weitet Sascha Lobo diese These ein wenig aus, indem er schreibt "Nicht nur das Milieu, sondern auch größere gesellschaftliche Stimmungen können [...] ermutigend wirken." Es geht um das Verschwimmen der Grenzen aufgrund von "Verharmlosung durch Politik, Behörden und Zivilgesellschaft", was einen "passiven Resonanzraum" aufbaut (der deutlich über das Blatt hinaus geht).

Und das hat dann irgendwie auch mit @hoergen s Ausführungen zu Wiederholung und Umdeutung zu tun, denen ich definitiv zustimme.
Dank unscharfer Positionierung findet auch der letzte Idiot noch seine Legitimation, sogar mitten in der Gesellschaft.



 

Neuer URL-Shortener


DIE PARTEI hat einen neuen URL-Shortener (https://fckaf.de/6PZ) gelauncht:
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Al Gore - Eine unbequeme Wahrheit


Mittlerweile ist die in Europa wabernde Klimakrisendebatte auch in die USA hinübergeschwappt. Dort trifft sie nicht nur auf das Volk mit dem mit Abstand höchsten CO2-Fußabdruck der Welt, sondern auch auf die stärkste und bestorganisierte Klimakrisenleugner-Garde weltweit. Da erwachen gerade lauter alte Herren mit ExxonMobil- und Chevron-Hintergrund aus ihrem Schlaf der Selbstgerechten und schmeißen wild fuchtelnd ihre altbekannten Leugner-Grafiken in die Runde. Die haben noch gar nicht begriffen, dass sie gerade nur wie Dinos in einem Naturkundemuseum betrachtet werden.

In den USA hat die Klima- und Umweltschutzbewegung eine ganz eigene Geschichte, die stark von der durch die grünen Parteien geprägten Geschichte in Mitteleuropa abweicht. In den USA haben sich sowohl Demokraten als auch Republikaner immer wieder für das Thema stark gemacht. Der Komplett-Ausstieg von Trump ist da durchaus historisch einmalig. Ganz eng verbunden ist das Thema in den USA aber vor allem mit Al Gore, dem Ex-Prädidentschaftskandidaten, der so knapp gegen George W. Bush verlor wie es nur möglich ist. Gore wurde zu einem populären Warner vor den Folgen des menschengemachten Klimawandels, gipfelnd in dem unten verlinkten Dokumentarfilm.

Es ist ein durch und durch amerikanischer Film. Al Gore erkennt zwar alle Zusammenhänge und stellt sie absolut sehenswert dar, garniert durch zahlreiche persönliche Annekdoten. Aber er hinterfragt sich zu keinem Zeitpunkt selbst, mit welchem Recht er andauernd in der Welt herumjettet und mindestens einen zehnmal so hohen CO2-Abdruck erzeugt wie ein Normalbürger. Außerdem erscheint er in typisch amerikanischer Weise selbstverliebt. Das ist der Unterschied zu modernen Aktivisten wie Greta Thunberg, die auch für sich selber Konsequenzen ziehen und durch das eigene Vorleben eine gänzlich neue Vorbild-Funktion ausüben.

Den berühmten Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" von und mit Al Gore gibt es auf YouTube zum Ausleihen für 3 Euro. Wer Amazon Prime hat - dort ist er mit enthalten - einfach auf Amazon Prime Video nach dem Titel "Eine unbequeme Wahrheit" suchen.

Klima Medien Politik Video
Der Film enthält auch einige Fehler. Da berufen sich Leute gern, die die Krise wegdiskutieren wollen. Ändert aber nix dran, dass der Film die meisten Zusammenhänge sehr gut verständlich darstellt.

Ah, danke für den Tipp mit Prime.



 

Software-Rebellen - die Macht des Teilens


Eine sehenswerte ARTE-Dokumentation über freie Software und freies Wissen. Die Bedeutung offener Software wird hier nicht anhand langweiliger Anwendungsbereiche wie Betriebssystemen oder Office-Software demonstriert, sondern anhand von Software in Prothesen, Herzschrittmachern, Maschinensteuerung, Saatgut usw. Richard Stallman kommt ebenfalls ausführlich zu Wort.

Und es geht nicht nur um Programmier-Codes. Ich hab dieser Tage beispielsweise ein paar Änderungen in Open Street Map vorgenommen. Wahrscheinlich werde ich da in nächster Zeit noch mehr machen. Es macht einfach riesig Spaß, an so einem Riesending kleine Dinge in der eigenen bekannten Umgebung zu optimieren, um dann auch selber davon zu profitieren. Ich nutze nämlich Locus Pro und Magic Earth am Handy, und beide basieren auf Open Street Map. Meine Änderungen kann ich also beim nächsten Karten-Update auch dort sehen. Das ist einfach ein tolles Gefühl.

Die Doku dauert ca. 1 Stunde.



#OpenSource #OpenData #GNU #FreeSoftware #Stallman

naja, android ist aber kein linux, da steckt nur linux mit drin.

Na klar ist Android ein Linux, es gibt halt viele Spielarten und Möglichkeiten diesen Kernel zu benutzen.
Aber Android hat ja "nur" einen Marktanteil von 80%, der Rest verteilt sich ja auf WebOS und Tizen und Sailfish und UbuntuPhone und iOS und WindowsCE und wie sie alle heißen.
Jetzt habe ich die gleiche Zahl für Webserver geschätzt (und der Rest mag sich auf Windows und BSD verteilen), aber ich nehme an, dass Mensch mehr als eine Webseite pro Tag anklickt bzw. mehr als einen Webserver. Aber oft nur ein Mobiltelefon.