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Das Mikrofon ist an


Habs in meiner Timeline hier noch gar nicht entdeckt. Dann poste ich es halt mal. Die neue Ausgabe des TIME-Magazins:

Gesellschaft Klima

@Bettina Schwarz miteinander agieren heißt immer beides: gegeneinander und füreinander, Kommunikation im weitesten Sinn ist einfach Austausch und Interaktion. Moral ist eine Kulturleistung, die wir diesem Austausch hinzufügen. Das sollten wir schätzen aber nicht als selbstverständlich nehmen.
Und es muss immer relativiert werden. Absolute Moral ist der sichere Weg in die Dummheit, bestenfalls.

Greta Tunberg als Popstar zu inszenieren ist vollkommen legitim, sie ist es ja tatsächlich. Solange sie radikal bleibt, was die Vertretung ihrer Botschaft angeht, darf sie gerne auch auf einem brennenden Einhorn durch die Wolken reitend dargestellt werden.

@Hartmut Noack
Absolute Moral ist der sichere Weg in die Dummheit, bestenfalls.

Danke für den Satz.

Mit dem Popstar habe ich meine Probleme, nehme die Tatsache aber hin und bekomme heute das Bild vom brennenden Einhorn, dass durch die Wolken jagt nicht mehr aus dem Kopf. :-)



 

Al Gore - Eine unbequeme Wahrheit


Mittlerweile ist die in Europa wabernde Klimakrisendebatte auch in die USA hinübergeschwappt. Dort trifft sie nicht nur auf das Volk mit dem mit Abstand höchsten CO2-Fußabdruck der Welt, sondern auch auf die stärkste und bestorganisierte Klimakrisenleugner-Garde weltweit. Da erwachen gerade lauter alte Herren mit ExxonMobil- und Chevron-Hintergrund aus ihrem Schlaf der Selbstgerechten und schmeißen wild fuchtelnd ihre altbekannten Leugner-Grafiken in die Runde. Die haben noch gar nicht begriffen, dass sie gerade nur wie Dinos in einem Naturkundemuseum betrachtet werden.

In den USA hat die Klima- und Umweltschutzbewegung eine ganz eigene Geschichte, die stark von der durch die grünen Parteien geprägten Geschichte in Mitteleuropa abweicht. In den USA haben sich sowohl Demokraten als auch Republikaner immer wieder für das Thema stark gemacht. Der Komplett-Ausstieg von Trump ist da durchaus historisch einmalig. Ganz eng verbunden ist das Thema in den USA aber vor allem mit Al Gore, dem Ex-Prädidentschaftskandidaten, der so knapp gegen George W. Bush verlor wie es nur möglich ist. Gore wurde zu einem populären Warner vor den Folgen des menschengemachten Klimawandels, gipfelnd in dem unten verlinkten Dokumentarfilm.

Es ist ein durch und durch amerikanischer Film. Al Gore erkennt zwar alle Zusammenhänge und stellt sie absolut sehenswert dar, garniert durch zahlreiche persönliche Annekdoten. Aber er hinterfragt sich zu keinem Zeitpunkt selbst, mit welchem Recht er andauernd in der Welt herumjettet und mindestens einen zehnmal so hohen CO2-Abdruck erzeugt wie ein Normalbürger. Außerdem erscheint er in typisch amerikanischer Weise selbstverliebt. Das ist der Unterschied zu modernen Aktivisten wie Greta Thunberg, die auch für sich selber Konsequenzen ziehen und durch das eigene Vorleben eine gänzlich neue Vorbild-Funktion ausüben.

Den berühmten Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" von und mit Al Gore gibt es auf YouTube zum Ausleihen für 3 Euro. Wer Amazon Prime hat - dort ist er mit enthalten - einfach auf Amazon Prime Video nach dem Titel "Eine unbequeme Wahrheit" suchen.

Klima Medien Politik Video
Der Film enthält auch einige Fehler. Da berufen sich Leute gern, die die Krise wegdiskutieren wollen. Ändert aber nix dran, dass der Film die meisten Zusammenhänge sehr gut verständlich darstellt.

Ah, danke für den Tipp mit Prime.



 

Die Greta-Kurve


Die grüne Kurve ist die Greta-Kurve. Sie steht für ökologisches Siehmalachneguckmalda-Bewusstsein in Deutschland in den letzten drei Jahren. Bis diesen Winter wurde nur über Flüchtlinge geredet. Bei 4°C Global Warming kommen davon übrigens schnell noch zehn mal mehr ...


 

Social Network für Klima-Aktivisten


Als #GretaThunberg am 20. August 2018 erstmals mit ihrem Schild vor dem schwedischen Reichstagsgebäude hockte, kam zufällig oder auch nicht zufällig (da scheiden sich die Geister) ein gewisser Ingmar #Rentzhog an ihr vorbei, machte ein Foto von ihr mit dem Schild und postete es in den sozialen Medien. Das allein sorgte zwar noch nicht für übermäßiges Aufsehen. Aber Rentzhog war mit einer Startup-Idee schwanger, die dem einsamen Mädchen mit dem Schild sicherlich gefiel. Seine Idee bestand darin, ein neues soziales Netzwerk speziell für Klima-Aktivisten und deren Kampagnen zu gründen. Als Thunberg dann im Herbst allmählich bekannter wurde, konnte Rentzhog davon profitieren, sie nachweislich als Erster entdeckt zu haben. Der Nimbus als Greta-Entdecker half ihm dabei, Investoren anzulocken und das Kapital für die Entwicklung seines geplanten Social Networks zusammenzutreiben.

Von rechten und konservativen Kreisen ist das Thema ja dann Monate später, als die Aktivistin binnen weniger Wochen zum Weltstar wurde, leidlich ausgeschlachtet worden, und es wurde sich genüsslich die Zunge über die Millionenbeträge zerredet, die Rentzhog aus dem Mädchen herausgepresst habe. Dass Thunberg selbst den Kontakt zu Rentzhog abbrach, nachdem herausgekommen war, dass er mit seinem frühen Foto von ihr Investment-Funding betrieb, tat nichts zur Sache.

Wie auch immer - die Investitionsbeträge kamen zusammen, und Rentzhog konnte sein Projekt realisieren. Ja, und da ist es nun also, das Social Network für Klima-Aktivisten mit der gewissen Vorgeschichte: www.wedonthavetime.org/.

Die Website des Networks empfiehlt, sich bei Interesse erst mal die Mobile App bei GooglePlay bzw. im Apple Playstore zu besorgen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich direkt im Web-Browser zu registrieren. Nach dem üblichen Prozedere mit E-Mail-Bestätigung hat man dann einen vollständigen Account.

Das Main-Panel des Networks besteht aus vier Tabs:
Following zeigt Beiträge von Leuten, denen man selber folgt.
Hot zeigt aktuell stark trendende Beiträge aus dem gesamten Network an.
Nearby funktioniert derzeit noch nicht und soll später mal das regional lokale Vernetzen von Aktivisten erleichtern.
News enthält aktuelle Hinweise aus Sicht des Betreibers.
Womit klar ist, dass es sich um eine zentral betriebene Plattform handelt. Auch wenn sich nach wenigen Tagen schon über 700.000 User registriert haben, ist noch nicht wirklich viel los dort. Unter den ersten gestarteten Kampagnen sind z.B. Forderungen danach, dass irgendwelche Länder den Klimanotstand ausrufen sollten, aber auch solche nach dem Ausbau bestimmter Bahnstrecken. In der Mobile App kann man sich zur Einstimmung auch erst mal seinen persönlichen CO2-Fußabdruck errechnen lassen.

Das ganze Design der Plattform ist deutlich mobile-first-zentriert und aufgeräumt. Wohin die Reise gehen wird, wird sich zeigen. Ob die innerhalb des Networks gestarteten Kampagnen tatsächlich Einfluss auf das haben werden, was sie fordern? Ob das Netzwerk tatsächlich Aktivisten vernetzen kann, die sich über bestehende Plattformen wie Facebook oder Twitter nie gefunden hätten? Und ob Greta Thunberg jemals mehr als 21 Follower (Stand heute 10. Mai) haben wird? :-)
#GretaThunberg #Rentzhog Gesellschaft Klima Netzwerke


 

Szene 93


Perlen sind selten und werden von feinsinnigen, femininen Menschen geliebt. Seit jeher sagt man Perlen geheimnisvolle Kräfte nach. Der Name "Greta" bedeutet nichts anderes als "Perle", und das Mädchen Greta verändert die Welt. Offenbar hat sie Superkräfte. Ihre Mutter meint, dass man solche Kräfte einfach entwickelt, wenn man sich in einer Notsituation befindet. Und Greta befindet sich sozusagen fortwährend in einer Notsituation. Weil sie uns auf eine Wand zurasen sieht, wo wir nur etwas harmlosen Nebel sehen. Auch wenn wir es längst hätten besser wissen könnten. Wir, die ganz normalen Klimakrisenverdränger.

Nur die Klimakrisenleugner sind noch schlimmer. Das sind meist grobschlächtige, maskuline Menschen, die mit Perlen nichts anfangen können. Stattdessen lieben sie den Gestank und das Knattern von Auspuffen. Mädchen und Frauen sind für sie Eroberungen und Besitztümer. Über die fast religiöse Verehrung von Greta lachen und witzeln sie nur. Allerdings sind sie auch irritiert, genauer gesagt, stehen sie unter Schock. Sie hatten den Diskurs und den Ball gekonnt in den eigenen Reihen gehalten. Politiker, Medien und Stammtische diskutierten über Flüchtlinge, Überfremdung und Ausländerkriminalität. Wenn sie unter sich sind, fragen sie sich, wie es passieren konnte, dass ihnen ein Mädchen mit einem Sperrholzschild aus dem Baumarkt den Ball abjagte. Und warum jetzt alle über die Klimakrise reden.

Die Antwort, die sie gefunden haben, ist, dass es Hintermänner geben muss. Grobschlächtige, maskuline Menschen wie sie selber, weil ihrer Meinung nach nur Menschen wie sie selber zu solchen Kräften fähig sind. Fiese Hunde, die sich verstecken und die das zarte Mädchen vorschieben, sein Gehirn waschen und es benutzen. Um Milliardengewinne mit irgendwelchen Sachen zu machen, die nicht mal was mit Auspuffen zu tun haben und irgendwo im Ausland erzielt werden.

Vielleicht liegt es ja an uns, also an den ganz Normalen und Halbfemininen, die dank Greta allmählich aus ihren Klimaverdrängerträumen erwachen, die ganze Sache verständlich zu machen. Denn wir müssen zugeben, dass sich Greta sicher nicht eigenhändig Zutritt zu den Rednerpulten von Katowice, Brüssel, Davos, Straßburg, Rom und London verschafft hat. Allenfalls glauben wir gerne, dass sie ihre Reden tatsächlich selber schreibt. Und die Faszination, die von ihr ausgeht, erleben wir als durch und durch echt.

Meine Erklärung geht so: Greta hat keine Hintermänner, oder genauer, die Hintermänner stehen nicht hinter ihr, sondern vor ihr. Die Hintermänner gehören zu denen, die Greta in ihren Reden angreift. Halbmaskuline Menschen an wichtigen Schalthebeln der industriellen und politischen Mächte, die im Halbschlaf oder Wachtraum eine Perle erblicken und das Mädchen an die Rednerpulte lassen. Stumme Verräter in hohen Positionen von Industrie und Politik, die verstanden haben, dass ihr Spiel gelaufen ist. Für die der Verrat das letzte ist, was sie noch für eine bessere Welt tun können, in der sie irgendwann aufzuwachen und Gnade zu erhalten hoffen. Müde Gestalten aus dem Gruselkabinett, von denen irgendwann jemand so was Legendäres sagen wird wie „Das tritt nach meiner Kenntnis – ist das sofort, unverzüglich“.

Die Welt muss und wird femininer werden. Wir werden es wohl nicht alle schaffen, Perlen wie Greta zu werden. Aber wahrscheinlich reicht es schon, wenn wir künftig wach bleiben, solange wir am Steuer der Welt sitzen, und Wände nicht für Nebel halten.

So weit meine "Szene 93". Sie ist mein Dank für die Lektüre der 92 Szenen aus dem Herzen. Weitergabe und Verwendung unter CC-BY-SA.
Gesellschaft Klima Politik

Ich lebe ja hier in RWE-Land und sehe die Plakate der AFD "Diesel retten", das ist der Gegenpol, sozusagen. Wir werden sehen wie sehr das verfängt....

Große Umwerfungen werden nicht von einzelnen Personen getan. Steve Jobs hat nicht das Smartphone erfunden. Und wenn Carl Benz das Auto nicht und Albert Einstein nicht die Relativitätstheorie erfunden hätte, so hätte es jemand anderes getan. Die Zeit war damals einfach reif und sie ist es heute auch. Es ist irgendwie schön, dass Greta jetzt die Speerspitze dieser Bewegung geworden ist. Das zeigt, wie dämlich wir Erwachsenen gewesen sind. Wir alle hätten die Perle sein können, aber wir haben es nicht gemacht. Wir haben einfach nicht so klar gesehen und nicht 100% gegeben.

Stimme größtenteils zu. Aber ob wir tatsächlich alle das Zeug zur Speerspitze gehabt hätten, wage ich doch zu bezweifeln. Denn es geht bei dem ganzen Hype um Greta (und auch übrigens in dem Buch) noch um eine zweite Sache, die ich in meiner "Szene 93" ebenfalls versucht habe, mit reinzuweben: ökologisch nachhaltig zu denken, also "Mutter Erde" nicht stärker zu belasten als nötig, erfordert "weibliches" Denken. Umwelt nicht mehr als Eroberungs- und Verfügungsbereich zu betrachten, sondern als erhaltenes Geschenk, das es sinnvoll zu nutzen gilt. Es ist kein Zufall, dass bei #FridaysForFuture viel mehr Mädchen als Jungs mitmachen. Der Umstieg kann nur wirklich gelingen, wenn die Gesellschaft sich geistig vom Patriarchat löst. Das fällt Männern und Jungs natürlich besonders schwer. Von Greta fasziniert zu sein hilft vielen von ihnen, sich in ersten Schritten in die richtige Richtung zu üben. Für viele ist es eine geradezu neuartige Erfahrung, ein junges weibliches Wesen nicht zu begehren, sondern zu bewundern für ihre überlegene Klugheit und Feinsinnigkeit. Es ist eine Art notwendiger Demut - schwer zu beschreiben.



 

Wenn der Pfarrer mit dem Benziner zur Beerdigung kommt


Denn du bist Erde, sagten wir. Und sollst zu Erde werden. Alles was aus der Erde kommt, muss wieder zu Erde werden, sagten wir.
Dann aber fand irgendjemand eine Menge Öl, und es war vorbei mit allem Zu-Erde-werden. Stattdessen erschufen wir eine Gesellschaft, die auf der Idee beruhte, fossile Reste einstigen Lebens auszugraben, die wir dann – schnellstmöglich – in der hochempfindlichen Atmosphäre des Planeten verheizten. Und wie wir sie verheizten! Laut einer Studie der Universität von Utah benötigt man 23,5 Tonnen Biomasse, um einen Liter Benzin herzustellen. 23,5 Tonnen altes Holz und Dinosaurier und Tausende Millionen Jahre also, nur damit ein einzelner Volvo imstande ist, ein paar Kilometer zu fahren. Es lässt sich viel sagen über jenen Vertrag, den unsere moderne Gesellschaft mit dem Planeten geschlossen hat, auf dem wir leben. Aber nachhaltig ist er nicht.


Ist einem tatsächlich normalerweise nicht bewusst, dass wir, wenn wir mit einem Benziner-Auto fahren, nichts anderes tun, als die gespeicherte Energie aus uralter tierischer und pflanzlicher Biomasse zu verheizen. Entwurf für ein Zitat für die zu erwartende #Fossilscham:

»Dein Uronkel würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er wüsste, dass seine sterblichen Überreste dir gerade mal einen überflüssigen Überholvorgang auf der Autobahn ermöglicht haben.«

Diese Art von Denken ist das normale Alltagsbewusstsein im Hause #Thunberg. Das obige Zitat stammt ebenfalls aus dem Buch Szenen aus dem Herzen.
#Fossilscham #Thunberg Gesellschaft Klima


 

Klima-Notstand


Klima Politik

@Stefan Münz Der Inkognito-Modus ist doch nur für lokale Spurenverwischung in deinem Browser. Serverseitig ändert sich da nix. Ich kann den Artikel ganz normal lesen. Aber sie fummeln da ordentlich rum, schalten Kontextmenu und diverse Maus-Events ab.

Ja, aber der Incognito-Modus eröffnet am Server eine neue Session. Und darauf kommts in dem Fall an.



 

Italienisch-Grundkurs (1min)


Das ist - ich verspreche es - die schnellste Art und Weise, in einer einzigen Minute eine Menge Italienisch zu verstehen und zu lernen.

Klima
Und fürs nächste Level:




 

Rede von Greta Thunberg vor dem britischen Parlament (in deutsch)


Ich habe mich entschlossen, die Rede von Greta Thunberg, gehalten am 23. April 2019 vor dem britischen Parlament, mal ins Deutsche zu übersetzen, nachdem ich bislang keine Übersetzung gefunden habe und weiß, dass es viele Leute gibt, die von einem solchen Text doch mehr haben, wenn sie ihn in der eigenen Sprache lesen können. Ich hoffe, die Übersetzung enthält keine groben Fehler. Für kleinere entschuldige ich mich nicht, da ich kein Lindner-Profi bin was das betrifft :-)
Das Original ist übrigens hier zu lesen: You did not act in time



Ich bin Greta Thunberg. Ich bin 16 Jahre alt. Ich komme aus Schweden. Und ich spreche im Namen künftiger Generationen.

Ich weiß, dass viele von Ihnen uns nicht zuhören möchten – Sie sagen, wir sind doch nur Kinder. Aber wir geben nur wieder, was die versammelte Klimawissenschaft sagt.

Viele von Ihnen scheinen besorgt darüber zu sein, dass wir wertvolle Unterrichtszeit verlieren, aber ich versichere Ihnen, wir werden wieder in die Schule gehen, sobald Sie auf die Wissenschaft hören und uns eine Zukunft geben. Ist das zu viel verlangt?

Im Jahr 2030 werde ich 26 Jahre alt sein. Meine kleinere Schwester Beata wird 23 sein. So wie viele von Ihren Kindern oder Enkelkindern. Ein tolles Alter, hat man uns gesagt. Du hast dein ganzes Leben vor dir. Aber ich bin nicht so sicher, ob das so toll für uns werden wird.

Ich hatte das Glück, zu einer Zeit und an einem Ort geboren worden zu sein, wo uns alle dazu ermunterten, große Träume zu haben; Ich könnte werden was ich wolle. Ich könnte leben wo immer ich wollte. Leute wie ich würden alles haben was sie wollen, und noch mehr. Dinge, von denen unsere Großeltern nicht mal zu träumen wagten. Wir würden alles haben, was wir uns jemals wünschten und doch könnte es sein, dass wir nichts mehr davon haben werden.

Wahrscheinlich haben wir jetzt nicht mal mehr eine Zukunft.

Weil diese Zukunft verkauft wurde, damit ein kleiner Kreis von Leuten unvorstellbare Mengen von Geld machen konnte. Sie wurde uns jedes mal gestohlen, als Sie uns erzählten, nur der Himmel sei die Grenze, und dass wir alle nur einmal leben.

Sie haben uns angelogen. Sie haben uns falsche Hoffnungen gemacht. Sie haben uns erzählt, die Zukunft sei etwas, worauf wir uns freuen können. Und das Traurigste bei alledem ist, dass die meisten Kinder nicht mal eine Ahnung haben, welches Schicksal uns erwartet. Wir werden es nicht verstehen, bis es zu spät ist. Und doch sind wir die Glücklichen. Diejenigen, die am meisten betroffen sein werden, leiden schon jetzt an den Folgen. Aber ihre Stimmen bleiben ungehört.

Ist mein Mikrofon an? Können Sie mich hören?

Um das Jahr 2030, also in 10 Jahren, 252 Tagen und 10 Stunden, wird eine Situation eintreten, in der wir eine nicht mehr rückgängig zu machende Kettenreaktion in Gang setzen werden, die sich der menschlichen Kontrolle entzieht, und das wird höchstwahrscheinlich zum Ende der Zivilisation führen, wie wir sie kennen. Das wird passieren, wenn es bis dahin keine dauerhaften und einschneidenden Veränderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen geben wird, einschließlich der Reduzierung der CO2-Emissionen um mindestens 50%.

Und bitte beachten Sie, dass diese Schätzungen auf Erfindungen vertrauen, die noch gar nicht im großen Maßstab erfunden worden sind, Erfindungen, von denen angenommen wird, dass sie die Atmosphäre von astronomischen Mengen an Kohlendioxyd befreien können.

Außerdem berücksichtigen diese Berechnungen keine unvorhersehbaren Kipp-Punkte und Rückkopplungseffekte wie das extrem starke Methan-Gas, das aus dem rapide auftauenden arktischen Permafrost entweicht.

Diese wissenschaftlichen Berechnungen beinhalten auch weder die bereits gespeicherte Erwärmung, die durch toxische Luftverschmutzung verborgen ist, noch den Aspekt der Gerechtigkeit – oder Klimagerechtigkeit – der, im Pariser Abkommen klar festgelegt, absolut notwendig ist, damit alles weltweit funktioniert.

Wir müssen uns im klaren darüber sein, dass das nur Berechnungen sind. Schätzungen. Das bedeutet, dass dieser “Zeitpunkt ohne Rückkehrmöglichkeit” sowohl vor als auch nach 2030 eintreten kann. Niemand kann ihn sicher vorhersagen. Aber wir können sicher sein, dass er etwa in diesem Zeitbereich eintreten wird, denn die Berechnungen sind keine bloßen Meinungen oder wilde Spekulationen.

Diese Voraussagen sind durch wissenschaftliche Fakten gestützt, und bekräftigt durch alle Nationen durch den IPCC [Anm.: www.de-ipcc.de]. Nahezu jede einzelne nationale Wissenschaftskörperschaft auf der Welt bejaht vorbehaltlos die Arbeit und Ergebnisse der IPCC.

Haben Sie gehört, was ich gerade gesagt habe? Ist mein Englisch in Ordnung? Ist das Mikrofon an? Weil - ich habe so meine Zweifel.

Während der letzten sechs Monate bin ich durch ganz Europa gereist, habe hunderte von Stunden in Zügen, elektrischen Autos und Bussen verbracht, und wiederhole diese lebenswichtigen Worte immer und immer wieder. Aber niemand scheint darüber zu reden, und nichts geschieht. Tatsächlich steigen die Emissionen weiter.

Als ich herumreiste, um in verschiedenen Ländern Reden zu halten, wurde mir immer Hilfe angeboten, um etwas über spezielle klimapolitische Themen des jeweiligen Landes zu schreiben. Aber das halte ich nicht für nötig. Weil das Grundproblem überall das gleiche ist. Und das Grundproblem besteht darin, dass einfach nichts getan wird, um den klimatischen und ökologischen Zusammenbruch zu stoppen – oder zumindest hinauszuzögern, trotz aller schönen Worte und Versprechen.

Großbritannien ist jedoch noch mal sehr besonders. Nicht nur wegen seiner vergangenen Kohlestoffschulden, sonden auch wegen seiner gegenwärtigen, äußerst kreativen Kohlestoffberechnung.

Seit 1990 hat der UK 37% Reduktion bei den CO2-Emissionen auf seinem Territorium erreicht, laut dem Global Carbon Project. Und das hört sich ziemlich beeindruckend an. Doch leider beinhalten diese Zahlen keine Emissionen aus der Luftfahrt, der Schiffahrt und solchen, die mit Importen und Exporten zusammenhängen. Zählt man diese Zahlen hinzu, bleibt eine Reduktion von etwa 10% seit 1990 – oder ein Mittelwert von 0,4% pro Jahr, laut Tyndall Manchester.

Und der Hauptgrund für diese Reduktion ist nicht etwa eine Klimapolitik, sondern eher eine EU-Richtlinie von 2001 zur Luftqualität, die den UK im wesentlichen zwang, seine sehr alten und extrem dreckigen Kohlekraftwerke herunterzufahren, um sie durch nicht ganz so dreckige Gaskraftwerke zu ersetzen. Und von einer katastrophalen Energiequelle auf eine etwas weniger katastrophale zu wechseln verringert halt auch die Emissionen.

Doch das vielleicht gefährlichste Missverständnis über die Klimakrise ist, dass wir unsere Emissionen “verringern” müssten. Denn das ist weit gefehlt. Unsere Emissionen müssen komplett gestoppt werden, um unterhalb von 1,5-2 Grad Celsius Erderwärmung zu bleiben. Das “Verringern der Emissionen” ist natürlich nötig, aber es kann nur der Beginn eines schnellen Prozesses sein, der zu einem vollständigen Emissionsstopp innerhalb weniger Jahrzehnte oder weniger führen muss. Und mit “Stopp” meine ich netto null – und dann schnell weiter in den Negativbereich. Das schließt Politik, wie sie heute betrieben wird, aus.

Die Tatsache, dass wir über “Verringern” statt über “Stoppen” von Emissionen reden ist vielleicht die größte Kraft hinter dem Immer-so-weiter-Machen-wie-bisher. Die gegenwärtigen Anstrengungen des UK, neue fossile Energiequellen zu erschließen – zum Beispiel die Schiefergas-Fracking-Industrie, die Erweiterung der Öl- und Gasfelder in der Nordsee, der Ausbau von Flughäfen und die Baugenehmigung für eine brandneue Kohlemine – sind jenseits von absurd.

Dieses andauernde unverantwortliche Verhalten wird ohne Zweifel als eine der größten Fehler der Menschheit in die Geschichte eingehen.

Die Leute erzählen mir und den anderen Millionen von Schulstreikern immer wieder, dass wir stolz auf uns sein sollten für das, was wir erreicht haben. Aber das einzige, worauf wir zu schauen haben, ist die Emissionskurve. Und die steigt leider nach wie vor. Diese Kurve ist das einzige, worauf wir schauen sollten.

Jedesmal, wenn wir eine Entscheidung fällen, sollten wir uns selber fragen, wie diese Entscheidung die Kurve beeinflussen wird. Wir sollten aufhören damit, unseren Wohlstand und Erfolg in einem Diagramm darzustellen, das wirtschaftliches Wachstum zeigt, sondern in einer Kurve, welche die Emissionen von Treibhausgasen zeigt. Wir sollten nicht mehr nur fragen: „Haben wir genügend Geld um das duchzuziehen?“, sondern ebenso: „Haben wir genügend von dem zu sparenden Kohenstoff-Bugdet, um das durchzuziehen?“ Das sollte und muss zum Zentrum unserer neuen Währung werden.

Viele Leute sagen, dass wir gar keine Lösungen gegen die Klimakrise haben. Und sie haben Recht. Denn wie sollten wir? Wie “löst” man die größte Krise, der die Menschheit je gegenüberstand? Wie “löst” man einen Krieg? Wie “löst” man die erste Fahrt zum Mond? Wie “löst” man das Erfinden neuer Erfindungen?

Die Klimakrise ist sowohl die leichteste als auch die schwierigste Angelegenheit, mit der wir es je zu tun hatten. Die leichteste, weil wir wissen, was wir tun müssen. Nämlich die Treibhausgas-Emissionen zu stoppen. Die schwierigste deswegen, weil unsere gegenwärtige Wirtschaft völlig abhängig ist vom Verheizen fossiler Brennstoffe, und dabei Ökosysteme zerstört, um ein ewiges wirtschaftliches Wachstum zu erzeugen.

„Also, wie genau lösen wir das?“, fragen Sie uns – die Schulkinder, die für das Klima streiken.

Und wir sagen: „Niemand weiß das sicher. Aber wir müssen aufhören, fossile Brennstoffe zu nutzen, wir müssen die Natur wiederherstellen und viele andere Dinge, die wir noch gar nicht so richtig durchdacht haben“.

Dann sagen Sie: „Das ist aber keine Antwort!“

Also sagen wir: „Wir müssen anfangen, die Krise als Krise zu behandeln – und etwas tun, auch wenn wir nicht alle Lösungen haben.“

„Das ist immer noch keine Antwort“, sagen Sie.

Dann fangen wir an, Ihnen etwas über zirkuläres Wirtschaften und Renaturierung und die Notwendigkeit eines gerechten Strukturwandels zu erzählen. Dann verstehen Sie gar nicht mehr, worüber wir überhaupt reden.

Wir sagen, dass all die benötigten Lösungen niemandem wirklich bekannt sind, und dass wir uns deshalb gemeinsam hinter die Wissenschaft stellen müssen, um sie so zu finden. Aber Sie hören dabei nicht zu. Weil die Antworten zum Lösen einer Krise dienen, welche die meisten von Ihnen nicht mal in ihrem ganzen Ausmaß begreifen. Oder nicht begreifen wollen.

Sie hören nicht auf die Wissenschaft, weil Sie nur an Lösungen interessiert sind, die Ihnen erlauben, so weiterzumachen wie gewohnt. So wie jetzt. Und jene Antworten existieren nicht mehr. Weil Sie nicht rechtzeitig gehandelt haben.

Um den Klima-Kollaps zu verhindern, ist “Kathedralen-Denken” erforderlich. Wir müssen den Grundstein legen, obwohl wir noch nicht genau wissen, wie wir das Dach bauen müssen.

Manchmal müssen wir einfach einen Weg finden. In dem Moment, da wir uns entscheiden etwas zu erreichen, können wir alles tun. Und ich bin sicher, dass wir ab dem Moment, in dem wir anfangen uns zu verhalten wie in einer Notsituation, die Klima- und Ökokatastrophe verhindern können. Menschen sind sehr anpassungsfähig: wir können das noch richten. Aber die Gelegenheit dazu wird nicht mehr lange bestehen. Wir müssen heute anfangen. Wir haben keine Ausreden mehr.

Wir Kinder opfern nicht unsere Bildung und unsere Kindheit, damit Sie uns erzählen, was Sie für politisch möglich halten in der Gesellschaft, die Sie geschaffen haben. Wir sind nicht auf die Straße gegangen, damit Sie Selfies mit uns schießen können, und damit Sie uns erzählen, wie sehr Sie bewundern was wir tun.

Wir Kinder tun das, um die Erwachsenen aufzuwecken. Wir Kinder tun das für Sie, damit Sie Ihre üblichen Differenzen beenden und so handeln, wie Sie es in einer Krisensituation tun würden. Wir Kinder tun das, weil wir unsere Hoffnungen und unsere Träume zurück haben wollen.

Ich hoffe, das Mikofon war an. Ich hoffe, Sie konnten mich alle hören.
Klima Politik

@Gerrit Danke, war mir nicht bewusst, hat in der Tat etwas von einem Deja Vu.

@Stefan Münz Es ist die Aufgabe eines Anführers Optimismus zu verbreiten, und das kann Al Gore wirklich gut. Darin geht fast das entscheidende Argument unter: Wenn Solarstrom günstiger als Strom aus fossilen Quellen sein wird, ist er die natürliche Wahl auch für diejenigen, denen Klimawandel egal ist - und das ist die Mehrheit. Mal sehen, was jetzt aus der Diskussion um die CO2-Steuer bzw. dem Emissionshandel für den Verkehr wird.

Klimawandel ist ja eigentlich das Symptom, die Ursache ist exzessiver Energieverbrauch. Wer es weniger optimistisch (europäisch?) mag, kann ja mal auf der gleichen Plattform David Mackay: A reality check on renewables lauschen oder den Links hier folgen.

LED's statt Mondlicht - yeah.



 

Did you hear what I just said? Is my English OK? Is the microphone on?


"Haben Sie gehört, was ich gerade gesagt habe? Ist mein Englisch in Ordnung? Ist das Mikrofon an?" Das ist kein eins-zwei-drei-test-Check vor einem Live-Konzert, sondern eine neue Figur im rhetorischen Repertoire von #GretaThunberg - bei der Rede, die sie heute vor dem britischen House of Parliament gehalten hat. Der Guardian war so nett den kompletten Redetext zu veröffentlichen (siehe Link unten).

Abgesehen von dieser neuen Rhetorik-Figur findet sich in der Rede vieles im Wortlaut wieder, das alle, die nun schon mehrere Reden von ihr mitbekommen haben, längst kennen. "Greta hat eigentlich schon alles gesagt, nur noch nicht überall", meinte dazu jemand sinngemäß auf Twitter. Was soll sie auch anderes sagen? Das ist nun mal ihre Botschaft, und es ist ihre (selbst gewählte oder vom Publikum erwartete) Rolle bei all diesen Auftritten. Immerhin deutet sie an, was diese Botschaft letztlich alles impliziert, und was aber in gegenwärtigen parlamentarischen Kreisen durch die Bank als indiskutabel gilt - etwa die Ersetzung der gewinnbasierten (kapitalistischen) Wirtschaftsform durch eine kreislaufbasierte Wirtschaftsform. Doch diese Konsequenzen müssen andere fordern und auf die politische Agenda bringen.

Im Laufe des Sommers werden sich wohl mehrere neuere Protestbewegungen koordinieren, wie etwa #FridaysForFuture und #ExtinctionRebellion. Es wäre aber gut, wenn auch Protestbewegungen dazu stoßen würden, die stärker die finanzpolitischen und sozialen Aspekte des notwendigen Umdenkens vertreten. Also #Occupy, #Aufstehen, #Unteilbar, #PulseOfEurope und wie sie alle heißen.


 

Was die Briten letzte Woche im TV gesehen haben


Am Gründonnerstag abend lief auf BBC1 abends um 21.00 Uhr ein Dokumentarfilm zum Thema Klimawandel - mit ziemlich spektakulären Bildern. Erfreulicherweise ist die knapp einstündige Doku offen zugänglich - auch auf YouTube (siehe unten). Viele Briten werden den Film gesehen haben und sind damit hoffentlich gut vorbereitet. Denn nächste Woche bekommen sie Besuch von Greta.

Klima Politik Video
Ich möchte besser englisch können...




 

Flyer zum Mitzeichnen der Bundestags-Petition 92294


Hier ein PDF, das zum Mitzeichnen der Klimaschutzgesetz-Petition an den Deutschen Bundestag auffordert. Am besten doppelseitig ausdrucken und vervielfältigen. Geeignet zur Verteilung auf Friday-for-Future-Demos oder anderen Veranstaltungen. Hauptsache vor dem 6. Mai 2019.

Bild/Foto
Klima Politik



 

ePetition für Klimaschutzgesetz


Nun gibt es auch eine #ePetition an den Deutschen #Bundestag, in der ein umfassendes #Klimaschutzgesetz wie von #FridaysForFuture gefordert wird. Benötigt werden wieder mal 50.000 #Mitzeichner. Die Zeichnungsfrist hat am gestrigen 8. April begonnen und geht bis 6. Mai.


 

Forderungen von FridaysForFuture


Heute hat die Bewegung #FridaysForFuture, Abteilung DE, ein Forderungspapier an die #Bundesregierung veröffentlicht und vorgestellt. Es geht um isg. sechs Kernforderungen, die gestellt werden, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können. Auf der unten verlinkten Seite sind die Forderungen nachzulesen. Außerdem kann man sie als PDF ausdrucken, z.B. für Flyer auf den Freitagsdemos, für den Schulunterricht als Diskussionsmaterial, für die nächste Gemeinderatssitzung, und und und ...
Unsere Forderungen an die Politik

Fridays for Future: Unsere Forderungen an die Politik - Fridays for Future (Luca)

#FridaysForFuture #Bundesregierung Klima Link Politik


 

Grafische Öko-Fußabdruck-Übersicht nach Volkswirtschaften


Die Site footprintnetwork.org bietet eine Weltkarte mit anklickbaren Ländern an, die von grün nach rot unterschiedlich eingefärbt sind. Rot steht natürlich für "extrem schlecht" und grün für "gut so". Dabei wird der Wert für jede Volkswirtschaft isoliert berechnet, und zwar aus dem durchschnittlichen ökologischen Fußabdruck pro Person minus dem regenerativen Biopotential des Landes (Bio-Kapazität), also dem, was die Pflanzenmasse der Atmosphäre wieder zurückgibt. So kommt es, dass z.B. ein großer Flächenstaat wie die USA, obwohl im Prokopf-Footprint deutlich höher als etwa Deutschland, insgesamt nicht ganz so rot eingefärbt ist, weil er einfach eine deutlich höhere Biokapazität hat.

Nun kann man natürlich einwenden, dass es etwas sinnfrei ist, jede Volkswirtschaft isoliert zu betrachten. Schließlich hat ja nicht jedes Land seine eigenen, unveränderlichen Luftmoleküle. Doch solange wir Menschen keine echte Erdpolitik betreiben, also eine Politik für eine menschheitsweite Volkswirtschaft, sind die Volkswirtschaften der einzelnen Staaten nun mal die verantwortlichen Instanzen.

Bild/Foto
Klima Link

@Bettina Schwarz Ich hab das Gefühl wir reden quasi vom gleichen?! Ich meine Kanada sieht hier noch ziemlich grün aus, aber die stehen seit den 60er-Jahren bei 8 ha pro Einwohner - In D hat es sich wenigstens von knapp 8 in den 70ern auf 5 gesenkt.

@Volker Süß Ok, dann hab ich Dich jetzt richtig verstanden.
Ja, ist schon im Detail schon etwas passiert, ist trotzdem nicht gut.

Danke für den Link @Stefan Münz , habe ich mir gemerkt.



 

Solarenergie vom Mond


Während sich der deutsche Dieselmichel noch über die Gretaisierung der Welt echauffiert, mit Verweis auf das schon Erreichte und mit Zeigefinger auf "böse Schwellenländer" wie #China, die sich anmaßen, bei sich den gleichen #Wohlstand zu implementieren wie in der Michelrasse üblich, folgen wir einfach mal dem ausgestreckten Zeigefinger und schauen, was China so macht.

China will Robots auf den Mond schießen, die dann vor Ort eine gigantische Solaranlage errichten, deren erzeugter Strom mittels eines Mikrowellenstrahls zu einem Relaissatelliten in der Erdumlaufbahn gelenkt wird, wo er mittels riesiger Teleskopantennen aufgefangen und zur Erde weitergeleitet wird. Auf jeder Seite des Mondes eine oder mehrere solcher Anlagen, und man hat immer Strom. Denn auf dem Mond gibt es kein Wetter, und die Sonne scheint immer. Think big, not Michel!
#China #Wohlstand Klima Technik
This entry was edited (2 months ago)

im endeffekt will china die erde aus dem orbit mit einem gebündelten energiestrahl beschießen .... klingt wie eine gute idee. das habe ich aber schon mal irgendwo gesehen ....

Lunar stationierte Anti-Satelliten/Anti-Schiffs-/Anti-U-Boot/Anti-Flugzeug/Anti-Raketen-Waffen, die kaum zu bekämpfen sind.
Deswegen will POTUS unbedingt eine Weltraum-Armee. Um den Mond von den Chinesen zu erobern zu befreien und für die Welt U.S. of A. nutzbar zu machen...
Ich Dummerchen...



 

In einer seltsamen Welt leben


Ich widme diesen Preis den Menschen, die für den Schutz des Hambacher Waldes kämpfen. Und allen Aktivisten überall, die dafür kämpfen, dass fossile Brennstoffe in der Erde bleiben.

Wir leben in einer seltsamen Welt. In der die versammelte Wissenschaft uns sagt, dass wir noch 11 Jahre davon entfernt sind, eine nicht mehr rückgängig zu machende, und von Menschen nicht mehr kontrollierbare Kettenreaktion in Gang zu setzen, die wohl das Ende der Zivilisation bedeutet, wie wir sie kennen.

Wir leben in einer seltsamen Welt, in der Kinder ihre eigene Bildung opfern müssen, um gegen die Zerstörung ihrer Zukunft zu protestieren.

In der die Menschen, die am wenigsten zu der Krise beigetragen haben, diejenigen sind, die am stärksten davon betroffen sein werden.

In der die Politiker sagen, dass es zu teuer sei die Welt zu retten, während sie Billionen von Euro in die Subventionierung fossiler Brennstoffe stecken.

Wir leben in einer seltsamen Welt, in der niemand wagt, über unsere gegenwärtigen politischen Systeme hinauszuschauen, obwohl es offensichtlich ist, dass die Antworten, die wir suchen, innerhalb der Politik von heute nicht zu finden sind.

In der einige Menschen sich mehr Gedanken über die Schulpflicht von einigen Kindern machen als über die Zukunft der Menschheit.
In der jeder seine eigene Realität aussuchen und seine eigene Wahrheit kaufen kann.

In der unser Überleben von einem kleinen, rapide schrumpfenden Karbon-Vorrat abhängt. Und kaum jemand weiß überhaupt etwas davon.

Wir leben in einer seltsamen Welt. In der wir glauben wir könnten uns den Weg aus der Krise irgendwie bauen oder kaufen, die genau durch das Bauen und Kaufen von Dingen entstanden ist.

In der ein Fußballspiel oder eine Film-Gala mehr Medienbeachtung findet als die größte Krise, welcher die Menschheit jemals gegenüberstand.

In der Berühmtheiten, Film- und Popstars, die sich gegen alle möglichen Ungerechtigkeiten erhoben haben, sich nicht für Klimagerechtigkeit erheben, weil das mit ihrem Recht kollidiert, rund um die Welt zu fliegen, um ihre Lieblingsrestaurants, Strände und Yoga-Behandlungen zu besuchen.

Den katastrophalen Zusammenbruch des Klimas zu verhindern ist scheinbar unmöglich. Doch genau das müssen wir tun. Aber die Wahrheit ist: wir können das nicht ohne euch, das Publikum hier heute abend.

Menschen verehren euch Berühmtheiten als Götter. Ihr beeinflusst Milliarden von Menschen. Wir brauchen euch.

Ihr könnt euere Stimme nutzen, um das allgemeine Bewusstsein für die globale Krise zu schärfen. Ihr könnt dazu beitragen, dass aus Einzelnen Bewegungen werden. Ihr könnt uns helfen, unsere politischen Anführer aufzuwecken - und ihnen klarzumachen, dass unsere Hütte brennt.

Wir leben in einer seltsamen Welt.
Aber es ist die Welt, die meiner Generation übergeben wird. Die einzige Welt, die wir haben.

Wir stehen an einem historischen Scheideweg. Wir sind dabei zu scheitern, aber wir sind noch nicht gescheitert. Noch können wir es richten.

Es liegt an uns.



#GretaThunberg
#GretaThunberg Gesellschaft Klima Politik Video
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Die Demontage der AfD-Klimawandelleugner geht weiter


Wie einigen vielleicht bekannt, hat sich am vergangenen Freitag bei der #FridaysForFuture Demo in Berlin ein AfD-Politiker unter die Menge gemischt und Flyer mit Quizfragen zum Thema Klima(wandel) verteilt, mit der Absicht, unbedarfte Schüler damit aufs Glatteis zu führen. Womit er wohl nicht gerechnet hatte, war, dass auch Wissenschaftler vom Fach anwesend waren. So kam es zu Das Schüler-Klimaquiz der AfD: die Auflösung, verbunden mit der Aufforderung an den Verteiler des Flyers, zu den Antworten Stellung zu nehmen. Durch die große Beachtung, die der Artikel gefunden hatte, blieb dem AfD-Mann nur die Stellungnahme, inklusive Offenlegung der Quellen seiner Ansichten. Und hier nun die Replik der Fachwissenschaft auf diese Stellungnahme. Darin werden die üblichen Zahlen und Schaugrafiken, die auf Twitter und Facebook massenweise in Umlauf sind, um die Ansicht der Klimawandelleugner zu untermauern, gründlich auseinander genommen:
Herr Hilse von der AfD beantwortet die Fragen der KlimaLounge
#FridaysForFuture Klima Politik

Wo sind sie denn unsere versammelten Klimabesserwisser abgeblieben?

Sie arbeiten wohl am Gegenbeweis.



 

Hausaufgaben machen


Der Bonner Wissenschaftsjournalist und Fotograf Frank Fremerey schreibt ein allgemeinverständliches Buch über nachhaltiges und ökologisch verträgliches Wirtschaften. Dabei werden alle möglichen Aspekte thematisiert, nicht einfach nur "CO²-Reduktion" und derartige Reizwörter. Es geht auch um Spielregeln für Wirtschaft und Finanzen. Es geht um die intelligente Nutzung natürlicher Kreisläufe. Und um die Abwägung technischer Möglichkeiten. Das entstehende Buch betreibt selbst keine Wissenschaft. Es ist einfach ein Sachbuch, bei dem man nicht jedem vorgetragenen Argument zustimmen muss. Aber sich über diese Themen und Zusammenhänge zu informieren, das alles zu kennen und zum Leitbild politischer Entscheidungen zu machen (und nicht die Flüstereien großindustrieller Lobbyisten) wären die #Hausaufgaben, welche die Politik zu machen hätte.

Fremerey stellt das, was er für das Buch zusammenträgt, online zur Verfügung:

Klimafarm: Gesunde Nahrung. Gesunde Umwelt. Gesunde Profite.]
#Hausaufgaben Gesellschaft Klima Politik

@Bettina Schwarz Ich kann die Tendenz zu Landflucht und Verstädterung auch nicht wirklich nachvollziehen. Allerdings ist sie ein Fakt, und bei steigender Bevölkerungszahl sicher auch im Hinblick auf halbwegs menschenleere Naturfreiräume ein Beitrag zu mehr Artenreichtum. Aber Städte - und da gebe ich dem Autor recht - müssten ganz anders geplant und gebaut werden als heute. Das Schlimmste sind ja die endlosen Einfamilienhauswüsten rund um die inneren Städte. Das könnte man ganz anders lösen. Mit Grünanlagen auch mal im 10. Stock, mit Fußgänger- und Radfahrbrücken zwischen Häusern, mit aufgelockerten Gebäudekomplexen, die ganz verschiedene Wohnlösungen bieten usw.

@Stefan Münz Der Nachteil der menschenleeren Räume ist aber leider, dass die Fahrtwege zur Lebensmittelproduktion viel zu groß werden und wenn man sich wirklich mit "Permakultur" beschäftigt, dann weiß man auch, dass man direkt vor der Fläche leben muss, um einfach energiearm "mit ihr zu arbeiten". Hier hat man dann auch die Chance, dass die Kinder mit sich selbst einig sind, also ihre selbstverständlichen Freiräume haben.
Da ist hoffentlich noch Entwicklung in andere Richtungen möglich und ich hoffe, dass auch die Hundehüttensiedlungen an den Stadträndern potentiell da mitmachen können. Im Zweifelsfall baut man die so um, dass die kleinen Hüttchen zu Mehrfamilienhäusern werden können, ohne dass man dazu noch mehr Fläche versiegelt.