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Wie kann man ein Wirtschaftssystem verändern?


#Neoliberalismus und #Kapitalismus sind längst nur noch Schimpfwörter, bis tief in etablierte bürgerliche Kreise hinein. Dennoch macht die Politik so weiter wie bisher, als ob es kein Morgen gäbe.

Doch wie kann man so ein Wirtschaftssystem überhaupt ändern, ohne dass die Wirtschaft einfach kollabiert? Den Unternehmern die Produktionsmittel wegnehmen, das wird nichts, so viel haben wir aus der Vergangenheit gelernt.

Entscheidend ist stattdessen, wie wirtschaftlicher Erfolg gemessen wird. Und abhängig davon, wer Gewinner und Verlierer ist, wer steuerlich begünstigt und wer zur Kasse gebeten wird. Im Kapitalismus gibt es nur quantitativen wirtschaftlichen Erfolg: Gewinne und Dividenden auf betriebswirtschaftlicher Ebene, und Bruttoinlandsprodukt auf volkswirtschaftlicher Ebene. Eine entscheidende Änderung wäre, Qualität statt Quantität zu messen, wobei Qualität als "den Wohlstand aller fördernd und umweltverträglich" definiert wird. Mit einem Kriterienkatalog und einem Punktesystem jenseits der Geldflüsse und Warenströme. Das gibt es bereits, und es nennt sich #Gemeinwohlökonomie.
Neues vom Finanzmarkt: Höchste Zeit für Gemeinwohl-Ökonomie

Nö bloß nicht! Machen Sie sich frei in Ihren Denken und machen Sie sich eigene Gedanken. Reden und Diskutieren sie mit anderen darüber und organisieren Sie sich mit anderen um Veränderungen zu arbeiten.

Und eine Frage von Takt ist es, die Grenze zur vorlauten Klugscheißerei nicht zu überschreiten.



 

Bruttonationalglück


Heute ist #Weltglückstag. Normalerweise höchstens für das Goldene Blatt von Interesse. Aber wenn wir dieser Tage alle, angestachelt durch die Worte einer jungen Schwedin, über neue Kenngrößen in der Wirtschaft reden - warum dann nicht mal ein Blick nach #Bhutan wagen? Dort gibt es einen #Glücksminister, der im Auftrag des Königs versucht, das Volk in #Glück zu unterrichten. Klingt schräg, kommt aber noch besser: während Bhutan nach unseren Kenngrößen ein relativ wirtschaftsschwaches Land ist, hat man dort einfach das #Bruttoinlandsprodukt durch das #Bruttonationalglück ersetzt. Nun könnte man wiederum meinen "nichts wie hin!". Aber so einfach ist die Sache auch wieder nicht. Der König von Bhutan hat durchaus so seine festen Vorstellungen darüber, wie seine Landsleute zu sein, was sie zu denken haben und was sie glauben sollen. Nichtsdestrotrotz mal eine willkommene gedankliche Abwechselung, das Interview mit dem bhutanischen Glücksminister:


 

Game changing words


Game changing words, mit der klaren Aufforderung, das gesamte Wirtschaftssystem so zu ändern, dass die Klimaziele erreichbar werden. Ausgesprochen zum richtigen Zeitpunkt aus dem Mund, dem gerade alle zuhören. Den Text gebe ich hier als Zitat wieder, denn auf Facebook mag ich nicht verlinken. Schlimm genug, dass sie das als Publikationsplattform nutzt.

Greta Thunberg schrieb am 17.03.2019, 05.25 Uhr


On Friday March 15th 2019 well over 1,5 million students school striked for the climate in 2083 places in 125 countries on all continents.

The favorite argument here in Sweden (and everywhere else…) is that it doesn’t matter what we do because we are all too small to make a difference. Friday’s manifestation was the biggest day of global climate action ever, according to 350.org. It happened because a few schoolchildren from small countries like Sweden, Belgium and Switzerland decided not to go to school because nothing was being done about the climate crisis. We proved that it does matter what you do and that no one is too small to make a difference.

People keep asking me ”what is the solution to the climate crisis.” And how do we ”fix this problem”. They expect me to know the answer.

That is beyond absurd as there are no ”solutions” within our current systems. No one ”knows” exactly what to do. That’s the whole point. We can’t just lower or heighten some taxes or invest in some ”green” funds and go on like before.

Yes there are many many things that are very good and necessary, and improves the situation. Such as solar- and wind power, circular economy, veganism, sustainable farming and so on. But even those are just parts of a greater picture.

We can no longer only focus on individual and separate issues like electrical cars, nuclear power, meat, aviation, bio fuels etc etc. We urgently need a holistic view to adress the full sustainability crisis and the ongoing ecological disaster. And this is why I keep saying that we need to start treating the crisis as the crisis it is. Because only then - and only guided by the best available science (as is clearly stated throughout the Paris Agreement) can we together start creating the global way forward.

But that can never happen as long as we allow the ”yeah-but-what-about-nuclear-power-then-debate” to go on and on and on. This is wasting our time. This is climate delayer-ism. We need to keep a great number of thoughts in our head at same time and yet move forward with the changes at unprecedented speed.

Nuclear power, according to the IPCC, can be a small part of a very big new carbon free energy solution, especially in countries and areas that lack the possibility of a full scale renewable energy supply - even though its extremely dangerous, expensive and time consuming. But let’s leave that debate until we start looking at the full picture.

Some people seem so desperate to go on with the comforts and luxuries of their every day life that they tell others to not have any children. As children, speaking for our little sisters and brothers, we don’t find that very encouraging. It is not us or future generations who have created this. And yet - once again - you blame us.

If not even the scientists, politicians, media and the UN currently can speak up on what exactly needs to be done to ”solve” the climate crisis (in other words, dramatically lowering our emissions starting today) , then how could we, some schoolchildren, know? How can you leave that burden to us?

Once you have done your homework, you realize that we need new politics. We need a new economics, where everything is based on our rapidly declining and extremely limited carbon budget.

But that is not enough. We need a whole new way of thinking. The political system that you have created is all about competition. You cheat when you can because all that matters is to win. To get power. That must come to an end. We must stop competing with each other. We need to start cooperating and sharing the remaining resources of this planet in a fair way. We need to start living within the planetary boundaries, focus on equity and take a few steps back for the sake of all living species.

We are just passing on the words of the science. Our only demand is that you start listening to it. And then start acting.

So please stop asking your children for the answers to your own mess.


Quelle: www.facebook.com/gretathunbergsweden/posts/793441724356983?__xts__%5B0%5D=68.ARB9RNt3uAISCmanhmGUjQLWExpoySxopsGUkIZeTkFdFTawMJYtKRQC-wMnXYv16AtcbDLSH6NXsXjfgdlA-OPBi2DLw96jKpcTzyRVfrVxwciEB6hYb_5BQ1bVgKv1W3gpctSEIC-NZEQ1hy9o8a5gWz5LTT8gAnQYQ_kgqmZam7U1Cz5UHaIZRCE0-kqkW7ePu98bwGeAEiWB75rTtL-ZKvUjrbxYNs1GPfZ-R4XZlevdD_Z8jczMvwGAnURnMxmCULjrINlCKa9eJUh3TYWbD469OKR5glY8pR0H7DGcF5xopVfCGldNYkmu_01kfcEi42n4s1JhLKj_VqUSVsU&__tn__=K-R
Gesellschaft Politik



 

Global Striking - die Idee der Schülerproteste weitergedacht


Das Keimform-Blog geht mit dem Gedanken schwanger, ob es nicht sinnvoll wäre, die Schülerproteste #FridaysForFuture auf die arbeitende Bevölkerung auszudehnen. Also einfach Freitags auf die Straße gehen statt in die Betriebe oder Behörden. Der Gedanke leuchtet ein: die Wucht, welche die Schülerbewegung angenommen hat, ausnutzen und das tun, was die #Aufstehen Bewegung eigentlich wollte: nämlich breiten gesellschaftlichen Druck gegen die neoliberale Politik und ihre Folgen aufbauen. Und mit "etwas weniger Auto fahren und weniger Fleisch essen" allein ist es auch noch nicht getan. Es braucht andere, neue wirtschaftliche Zielwerte als Quartalsgewinne und Shareholder-Renditen. Und eine Betriebswirtschaft, die sich den Interessen der Volkswirtschaft untergeordnet ist. Dann wird auch eher der Weg frei für den raschen Durchbruch neuer Technologien, mit denen sich die Klimaziele von Paris vielleicht noch annähernd erreichen ließen.

Die Frage ist natürlich, wie das mit dem Streikrecht (in Deutschland: Arbeitskampfgesetz) vereinbar ist. Denn es ist ja kein Arbeitskampf um Tariflöhne oder Arbeitszeiten, sondern um etwas Größeres, Allgemeineres. Und einfach blau machen, so wie die Schüler, einfach Tatsachen schaffen? Das werden sich wahrscheinlich nur wenige trauen, zu wenige. Trotzdem: der Gedanke hat was.

Keimform: Der globale Streik als globales Commoning

#FridaysForFuture #Aufstehen Gesellschaft Politik

@Ravenbird
das Ziel hat eine Regierung oder gar ein System bei Seite zu fegen
...dann gilt er mit Sicherheit als verfassungsfeindlich und wird ggf mit Gewalt niedergeschlagen. Wurden nicht vor gar nicht allzu langer Zeit die Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr im Inneren ermöglicht/erweitert? Kommt mir da so rein zufällig in den Sinn...

Der Innere Notstand kam bereits 1968 ins Grundgesetz.

Nein es kommt darauf an. Wenn es nämlich um Verfassungsfeindlichkeit ginge, dann müssten ja Regierungen die dauernd Gesetze schaffen die dann vom Bundesverfassungsgericht bei Seite gefegt werden ebenso gewalttätig beseitigt werden...



 

Hausaufgaben machen


Der Bonner Wissenschaftsjournalist und Fotograf Frank Fremerey schreibt ein allgemeinverständliches Buch über nachhaltiges und ökologisch verträgliches Wirtschaften. Dabei werden alle möglichen Aspekte thematisiert, nicht einfach nur "CO²-Reduktion" und derartige Reizwörter. Es geht auch um Spielregeln für Wirtschaft und Finanzen. Es geht um die intelligente Nutzung natürlicher Kreisläufe. Und um die Abwägung technischer Möglichkeiten. Das entstehende Buch betreibt selbst keine Wissenschaft. Es ist einfach ein Sachbuch, bei dem man nicht jedem vorgetragenen Argument zustimmen muss. Aber sich über diese Themen und Zusammenhänge zu informieren, das alles zu kennen und zum Leitbild politischer Entscheidungen zu machen (und nicht die Flüstereien großindustrieller Lobbyisten) wären die #Hausaufgaben, welche die Politik zu machen hätte.

Fremerey stellt das, was er für das Buch zusammenträgt, online zur Verfügung:

Klimafarm: Gesunde Nahrung. Gesunde Umwelt. Gesunde Profite.]
#Hausaufgaben Gesellschaft Klima Politik

@Bettina Schwarz Ich kann die Tendenz zu Landflucht und Verstädterung auch nicht wirklich nachvollziehen. Allerdings ist sie ein Fakt, und bei steigender Bevölkerungszahl sicher auch im Hinblick auf halbwegs menschenleere Naturfreiräume ein Beitrag zu mehr Artenreichtum. Aber Städte - und da gebe ich dem Autor recht - müssten ganz anders geplant und gebaut werden als heute. Das Schlimmste sind ja die endlosen Einfamilienhauswüsten rund um die inneren Städte. Das könnte man ganz anders lösen. Mit Grünanlagen auch mal im 10. Stock, mit Fußgänger- und Radfahrbrücken zwischen Häusern, mit aufgelockerten Gebäudekomplexen, die ganz verschiedene Wohnlösungen bieten usw.

@Stefan Münz Der Nachteil der menschenleeren Räume ist aber leider, dass die Fahrtwege zur Lebensmittelproduktion viel zu groß werden und wenn man sich wirklich mit "Permakultur" beschäftigt, dann weiß man auch, dass man direkt vor der Fläche leben muss, um einfach energiearm "mit ihr zu arbeiten". Hier hat man dann auch die Chance, dass die Kinder mit sich selbst einig sind, also ihre selbstverständlichen Freiräume haben.
Da ist hoffentlich noch Entwicklung in andere Richtungen möglich und ich hoffe, dass auch die Hundehüttensiedlungen an den Stadträndern potentiell da mitmachen können. Im Zweifelsfall baut man die so um, dass die kleinen Hüttchen zu Mehrfamilienhäusern werden können, ohne dass man dazu noch mehr Fläche versiegelt.



 

Bilder vom Tage


Bilder vom Tage - aber die guten Bilder, die von #FridaysForFuture, nicht die furchtbaren aus #Christchurch, die es heute leider auch gab. Während sich ein AfD-Mitglied bereits dazu verstiegen hat beides zu verbinden und zu behaupten, die streikenden Schüler würden eine Mitverantwortung an dem Terrorakt in Neuseeland haben, zeigt die New York Times beeindruckende und farbenfrohe Bilder von den Demos aus aller Welt:

The New York Times: Pictures From the Youth Climate Strikes Worldwide (By THE NEW YORK TIMES)

#FridaysForFuture #Christchurch Gesellschaft Link Politik
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (vor 7 Tage)

der letzte Absatz wäre doch noch mal eine coole Abschlussfrage für das AfD-Quiz gewesen:
"Wie viel Geld haben Lobbyisten seit dem Jahr 2000 für Desinformationskampagnen gegen den Klimawandel ausgegeben?" und diese Zahl dann mal in Relation zu den bereits erfolgten Ausgaben... ;)

@Hannibal Karthago machste wieder deine ooohhhh-alle-hier-auf-der-autobahn-fahren-falsch-und-nur-ich-merke-das :-D



 

Friedensnobelpreis für Klima-Aktivistin?


Greta #Thunberg ist von norwegischen Abgeordneten für den #Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Das freut natürlich die gesamte #FridaysForFuture Bewegung und lässt alle, die das Mädchen nur als Objekt und Opfer einer gigantischen PR-Aktion sehen, noch mehr glühen.

Derweil kann man natürlich auch darüber diskutieren, was das Aufbegehren gegen eine Politik, die zu wenig gegen den Klimawandel tut, mit mehr Frieden auf der Welt zu tun haben soll. Auf den ersten Blick nämlich nicht viel. Doch der von Greta geforderte Politikwandel fordert auch einen grundsätzlichen ökonomischen Wertewandel. Das belegt das Zitat unten aus einer Rede von Greta sehr deutlich. Nicht mehr Konkurrenz soll die Wirtschaft bestimmen, sondern Kooperation. Das ist zwar beileibe auch kein völlig neuer Gedanke, aber es ist ein für die derzeitigen Eliten gefährlicher Gedanke. Und: Kooperatives Verhalten befördert friedliches Verhalten, wohingegen Konkurrenz das befördert, was wir allenthalben sehen: Betrug, Lügen, Egoismus, Gleichgültigkeit und Hass.

Bild/Foto
#Thunberg #Friedensnobelpreis #FridaysForFuture Gesellschaft Politik
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (vor 1 Woche)

@Pheona A. McFallon, Ph.D. <your-niveau>Sorry, your teeth are too dentifrice white to tell the truth</your-niveau>



 

Am Freitag wird es heiß


Für den herannahenden Freitag, den 15. März, plant die Bewegung #FridaysForFuture ihren bisherigen Höhepunkt. In über 90 Ländern und über 1.200 Städten weltweit (Quelle) werden Schüler auf die Straße gehen. Und für alle, die nach "Profis" rufen, haben mittlerweile 12.000 Wissenschaftler die Forderungen der Bewegung unterschrieben.
#FridaysForFuture Gesellschaft Klima Links Politik
Gibt sogar nen Trailer dafür:


Und in der Schweiz ist die größte Kirchturmuhr Europas um 5 vor 12 stehen geblieben (es gibt auch Nachrichtenquellen dazu, aber alle mit Ad-Blocker-Blockierung, deshalb keine Links dorthin):



 

Der Kapitalismus hat einen Brief an Greta geschrieben


Weiß zwar nicht so recht, ob ich das für einen ehrlichen Versuch des notwendigen Generationen-und Lifestyle-Dialogs halten soll, oder doch nur für aalglatte Einschmeichelei, die dieser Zunft ja zueigen ist. Aber diskussionsanregend in jedem Fall!

Gesellschaft Klima Link Wirtschaft

Ja das Wichtigste: Lieben und geliebt werden.

@tini Wir brauchen zwar auch Menschen, die den Überblick behalten, die organisieren können, und die auch in großen Maßstäben denken und Verantwortung übernehmen können. Aber das sind sicher keine heutigen Banker. Die gehören in die Ausnüchterungszellen der Zukunft.
@tini



 

Tag der Frau heute in Schweden


"Expressen", ein führendes schwedisches Boulevard-Magazin, zuständig für so Sachen wie "die schwedische Vorzeigefrau des Jahres am Tag der Frau" zu küren, hat sich, wie sollte es anders sein, für das schwedische Mädchen des Jahres entschieden. Ein Full-featured-Artikel mit neuen Bildern, Videos und Details, mit vielen Fragen und Erklärungen seitens der Protagonistin zu Autismus, Asperger und ihrem Leben. Durchaus informativ!

Im Schulfach Englisch hatten sie gerade eine Übung, in der die Klasse gefragt wurde, wer die Bewegung #FridaysForFuture gegründet hat. Greta antwortete wahrheitsgemäß "I did". Arnold #Schwarzenegger, der sie zu einem Klima-Event im Mai dieses Jahres nach Wien einlud, sagte sie zu mit den Worten "hasta la vista, baby". Und: "Ja, ich habe ein gutes Gedächtnis für Details und kann rückwärts sprechen. Ich bin in einigen Bereichen Nerd."

Ja, #Greta hat eine faszinierende Persönlichkeit mit Spaltpotential, was die öffentliche Wahrnehmung betrifft. Als Mensch und mit ihrer Mission absolut authentisch, und wer da Zweifel anmeldet, tut besser daran, an sich selbst zu zweifeln. Dennoch gibt es Kritikpunkte wie den, warum am 22. Mai dieses Jahres schon eine mit heißer Nadel gestrickte Biografie von Greta erscheinen soll. Das beflügelt leider nur ihre Gegner.

Hinweis: der nachfolgend verlinkte Artikel ist auf Schwedisch. Versteht ja nicht jeder. Hier die Übersetzung mit Hilfe von Google Translator.


 

Ernst Neger - Heile, heile Gänsje


So ernst war Fastnacht/Fasching in der Nachkriegszeit. Mehr zu den Details des Songs auf Wikipedia.

Gesellschaft Video


 

Die App, die ermöglicht, was sie verhindern soll


Wunderbare Geschichte. Fast so gut wie die von Sheherazade. Eine Geschichte aus dem Morgenland, mit einer Android-App in der Hauptrolle:
Gesellschaft Technik



 

Hexensuche


Den folgenden Text, den ich in diesem Posting auf Diaspora gefunden habe, habe ich mir mal erlaubt ins Deutsche zu übersetzen, weil es sich dann für einige User doch vertrauter und besser liest:

Eine meiner Freundinnen erzählte mir von einer lehrreichen Unterrichtsstunde am Gymnasium ihrer Tochter in diesem Winter. Sie haben dort gerade die Hexenprozesse von Salem als Unterrichtsthema, und ihr Lehrer sagte, er würde nun ein Spiel spielen.

"Ich werde jetzt herumgehen und jeder/m von euch ins Ohr flüstern ob ihr eine Hexe oder eine normale Person seid. Euer Ziel ist es anschließend, die größte mögliche Gruppe zu bilden, in der sich KEINE Hexe befindet. Am Ende wird jede Gruppe, in der sich mindestens eine Hexe befindet, ausscheiden."

Die Jugendlichen begannen, sich gegenseitig mit Fragen auszuquetschen. Zunächst bildete sich eine recht große Gruppe, doch die meisten SchülerInnen verteilten sich dann auf kleine, exklusive Gruppen, die alle abwiesen, bei denen sie nur den Hauch eines Verdachts hatten.

"OK", sagte der Lehrer. "Ihr habt nun euere Gruppen gebildet. Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen. Alle Hexen heben nun bitte ihre Hände."

Niemand erhob die Hand.

Die Kids waren verwirrt und warfen dem Lehrer vor, dass er ihr Spiel verdorben hätte.

"Tatsächlich? War denn irgendjemand in Salem wirklich eine Hexe? Oder glaubten alle nur was man ihnen erzählt hatte?"

So bringt man Kids bei, wie einfach es ist, eine Gesellschaft zu spalten.

Bleibt weiterhin offenherzige, wundervolle Menschen! Ausgrenzung, zum Sündenbock machen und Spalten zerstört weit mehr als es schützt. Wir hocken alle im gleichen Boot.
Gesellschaft


 

Mit LINKS zum Grundeinkommen


Falls wieder mal eine Diskussion in die Richtung führt, dass Linke und Grundeinkommen inkompatibel seien, weil Linke im Grunde die gleiche (nur Erwerbs-)Arbeit-macht-frei-Ideologie vertreten wie ihre neoliberalen Widersacher, dann ist dieser Link vielleicht ein guter Einwand, versehen mit der Bemerkung, dass es auch neolinke Einstellungen gibt. Nur, wie bei Parteien üblich, noch nicht bis zur Parteispitze vorgedrungen.
Gesellschaft Links Politik
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (vor 2 Monate)