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Vielleicht werden sie ja zu Grabe gefahren :-)





Vielleicht werden sie ja zu Grabe gefahren :-)
Foto Technik

@Thomas Heitsiek 🐈 Da liegt schon unsere restliche Munition aus dem Zweiten Weltkrieg.

Hier fahren jede Nacht Unmengen an folierten Audis von Neckarsulm in Richtung Heidelberg/Mannheim. Ich laufe Abends immer über die Brücke darüber. Folienautos zu Folienkartoffeln. Die kann man wenigstens essen! :-)



 

Das Mikrofon ist an


Habs in meiner Timeline hier noch gar nicht entdeckt. Dann poste ich es halt mal. Die neue Ausgabe des TIME-Magazins:

Gesellschaft Klima

@Bettina Schwarz miteinander agieren heißt immer beides: gegeneinander und füreinander, Kommunikation im weitesten Sinn ist einfach Austausch und Interaktion. Moral ist eine Kulturleistung, die wir diesem Austausch hinzufügen. Das sollten wir schätzen aber nicht als selbstverständlich nehmen.
Und es muss immer relativiert werden. Absolute Moral ist der sichere Weg in die Dummheit, bestenfalls.

Greta Tunberg als Popstar zu inszenieren ist vollkommen legitim, sie ist es ja tatsächlich. Solange sie radikal bleibt, was die Vertretung ihrer Botschaft angeht, darf sie gerne auch auf einem brennenden Einhorn durch die Wolken reitend dargestellt werden.

@Hartmut Noack
Absolute Moral ist der sichere Weg in die Dummheit, bestenfalls.

Danke für den Satz.

Mit dem Popstar habe ich meine Probleme, nehme die Tatsache aber hin und bekomme heute das Bild vom brennenden Einhorn, dass durch die Wolken jagt nicht mehr aus dem Kopf. :-)



 

Stauden-Lupine


Foto Pflanzen


 

Weinregal


Foto

Habe diese Weine bislang selber nicht probiert und kenne die Winzer auch nicht.
Ich glaube, in diesem Fall ist das so ähnlich wie mit dem Kröver Nacktarsch - Qualität des Weines völlig wurscht ;-).

Ha, da könnte ich ja glatt mal vorbei fahren, ist ja gleich um die Ecke. Die Sprüche kamen mir auch so bekannt vor 😃



 

Al Gore - Eine unbequeme Wahrheit


Mittlerweile ist die in Europa wabernde Klimakrisendebatte auch in die USA hinübergeschwappt. Dort trifft sie nicht nur auf das Volk mit dem mit Abstand höchsten CO2-Fußabdruck der Welt, sondern auch auf die stärkste und bestorganisierte Klimakrisenleugner-Garde weltweit. Da erwachen gerade lauter alte Herren mit ExxonMobil- und Chevron-Hintergrund aus ihrem Schlaf der Selbstgerechten und schmeißen wild fuchtelnd ihre altbekannten Leugner-Grafiken in die Runde. Die haben noch gar nicht begriffen, dass sie gerade nur wie Dinos in einem Naturkundemuseum betrachtet werden.

In den USA hat die Klima- und Umweltschutzbewegung eine ganz eigene Geschichte, die stark von der durch die grünen Parteien geprägten Geschichte in Mitteleuropa abweicht. In den USA haben sich sowohl Demokraten als auch Republikaner immer wieder für das Thema stark gemacht. Der Komplett-Ausstieg von Trump ist da durchaus historisch einmalig. Ganz eng verbunden ist das Thema in den USA aber vor allem mit Al Gore, dem Ex-Prädidentschaftskandidaten, der so knapp gegen George W. Bush verlor wie es nur möglich ist. Gore wurde zu einem populären Warner vor den Folgen des menschengemachten Klimawandels, gipfelnd in dem unten verlinkten Dokumentarfilm.

Es ist ein durch und durch amerikanischer Film. Al Gore erkennt zwar alle Zusammenhänge und stellt sie absolut sehenswert dar, garniert durch zahlreiche persönliche Annekdoten. Aber er hinterfragt sich zu keinem Zeitpunkt selbst, mit welchem Recht er andauernd in der Welt herumjettet und mindestens einen zehnmal so hohen CO2-Abdruck erzeugt wie ein Normalbürger. Außerdem erscheint er in typisch amerikanischer Weise selbstverliebt. Das ist der Unterschied zu modernen Aktivisten wie Greta Thunberg, die auch für sich selber Konsequenzen ziehen und durch das eigene Vorleben eine gänzlich neue Vorbild-Funktion ausüben.

Den berühmten Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" von und mit Al Gore gibt es auf YouTube zum Ausleihen für 3 Euro. Wer Amazon Prime hat - dort ist er mit enthalten - einfach auf Amazon Prime Video nach dem Titel "Eine unbequeme Wahrheit" suchen.

Klima Medien Politik Video
Der Film enthält auch einige Fehler. Da berufen sich Leute gern, die die Krise wegdiskutieren wollen. Ändert aber nix dran, dass der Film die meisten Zusammenhänge sehr gut verständlich darstellt.

Ah, danke für den Tipp mit Prime.



 

You can go your own way, go your own way!


Foto Natur
wow, beeindruckend! wo ist das?

Weinberge in der Nähe von Bad Bergzabern, ca. 5km von der Grenze zu Frankreich / Elsass entfernt.



 

Die Greta-Kurve


Die grüne Kurve ist die Greta-Kurve. Sie steht für ökologisches Siehmalachneguckmalda-Bewusstsein in Deutschland in den letzten drei Jahren. Bis diesen Winter wurde nur über Flüchtlinge geredet. Bei 4°C Global Warming kommen davon übrigens schnell noch zehn mal mehr ...


 

tod@s oder todxs


Kaum etwas löst so heftige Diskussionen aus wie Versuche, mehr Geschlechtergerechtigkeit im sprachlichen Alltag zu verankern. Die deutsche Sprache hat es in dieser Disziplin mit all den Sprachsternchen, Binnen-Is und sonstigen Formblüten besonders weit gebracht. Aber auch andere Sprachen kennen Ver-she-bungen. Das englische "she" ersetzt immer häufiger die männliche oder neutrale Form, und im Spanischen wehren sich manche gegen die klassische Regel, dass man weibliche Varianten von Wörtern wie "todas" (alle) nur dann verwenden darf, wenn ausschließlich Frauen gemeint sind, wohingegen bei Anwesenheit nur eines Pimmelträgers, und sei er auch noch so jung, bereits "todos" verwendet werden muss. Das wird dann mit modernen Konstruktionen wie "tod@s" oder "todxs" aufzubrechen versucht. Mehr über all das - auch was andere Sprachen betrifft, weiß dieser Artikel in der FAZ:
Gesellschaft

In der DDR wurde einfach behauptet, dass es keine Geschlechterungerechigkeit gäbe. Hinzu kamen Versuche, das gesetzlich umzusetzen. Dennoch war keine Frau in Politbüro und im ZK der SED waren nur sehr wenige.
Das Verleugnen von Problemen war es ja auch, was die Ostregimes hat erstarren und versagen lassen.

In der DDR bekam Mutti jeden Monat einen freien Tag, damit sie sich ordentlich um den Haushalt kümmern konnte. Was sie in dieser Zeit schaffte, musste Vati nicht erledigen, so dass er mehr Zeit für Parteiversammlungen hatte.

Bis ins Politbüro allerdings hätte es auch Vati nicht geschafft, denn dieses war bis zum Schluss mit Vorkriegspersonal besetzt. Für eine vollständig in der DDR herangezogene Führungsschicht bis ganz nach oben wurde dieser Staat – unabhängig davon, wie eine solche dann ausgesehen hätte – gar nicht alt genug.

@Sven Türpe @Hartmut Noack Ja, das habt Ihr hübsch beschrieben. Bedenkt man dann noch, dass die Frau erst in der 70er Jahren eventuell selbst entscheiden durfte, ob sie ihre Bindung zum Neugeborenen leben darf, aber definitiv Assi war, wenn sie das länger als 12 Monate betrieb...
Am Meisten traf mich aber die Erkenntnis, dass ich z.B. nie im Leben mein Kind mit Behinderung hätte bei mir behalten dürfen!
Trotzdem war es leichter mit der männlichen Arroganz umzugehen und damit meine ich nicht per default jeden Mann, sondern eben die wenigen mit dem Pseudohirschgeweih und der riesengroßen Klappe, vor denen man heutzutage nur angesichts so viel heraus gebrüllter Dummheit in Schockstarre verfällt. Seinerzeit waren wir mindestens drei Damen, die den "Hirsch" platt geschnackt haben, der brüllte zwar weiter, aber der Rest der Leute stand dann grinsend da und war erleichtert, dass demjenigen das Geweih gestutzt wurde.

So und ich setz mich jetzt mit "Thema verfehlt" und schweige beschämt. ;-)




 

Rhabarberzeit


Foto Pflanzen

Rabarberkucken mit Hefeteig und Quarkguss

Auch sehr lecker!



 

Social Network für Klima-Aktivisten


Als #GretaThunberg am 20. August 2018 erstmals mit ihrem Schild vor dem schwedischen Reichstagsgebäude hockte, kam zufällig oder auch nicht zufällig (da scheiden sich die Geister) ein gewisser Ingmar #Rentzhog an ihr vorbei, machte ein Foto von ihr mit dem Schild und postete es in den sozialen Medien. Das allein sorgte zwar noch nicht für übermäßiges Aufsehen. Aber Rentzhog war mit einer Startup-Idee schwanger, die dem einsamen Mädchen mit dem Schild sicherlich gefiel. Seine Idee bestand darin, ein neues soziales Netzwerk speziell für Klima-Aktivisten und deren Kampagnen zu gründen. Als Thunberg dann im Herbst allmählich bekannter wurde, konnte Rentzhog davon profitieren, sie nachweislich als Erster entdeckt zu haben. Der Nimbus als Greta-Entdecker half ihm dabei, Investoren anzulocken und das Kapital für die Entwicklung seines geplanten Social Networks zusammenzutreiben.

Von rechten und konservativen Kreisen ist das Thema ja dann Monate später, als die Aktivistin binnen weniger Wochen zum Weltstar wurde, leidlich ausgeschlachtet worden, und es wurde sich genüsslich die Zunge über die Millionenbeträge zerredet, die Rentzhog aus dem Mädchen herausgepresst habe. Dass Thunberg selbst den Kontakt zu Rentzhog abbrach, nachdem herausgekommen war, dass er mit seinem frühen Foto von ihr Investment-Funding betrieb, tat nichts zur Sache.

Wie auch immer - die Investitionsbeträge kamen zusammen, und Rentzhog konnte sein Projekt realisieren. Ja, und da ist es nun also, das Social Network für Klima-Aktivisten mit der gewissen Vorgeschichte: www.wedonthavetime.org/.

Die Website des Networks empfiehlt, sich bei Interesse erst mal die Mobile App bei GooglePlay bzw. im Apple Playstore zu besorgen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich direkt im Web-Browser zu registrieren. Nach dem üblichen Prozedere mit E-Mail-Bestätigung hat man dann einen vollständigen Account.

Das Main-Panel des Networks besteht aus vier Tabs:
Following zeigt Beiträge von Leuten, denen man selber folgt.
Hot zeigt aktuell stark trendende Beiträge aus dem gesamten Network an.
Nearby funktioniert derzeit noch nicht und soll später mal das regional lokale Vernetzen von Aktivisten erleichtern.
News enthält aktuelle Hinweise aus Sicht des Betreibers.
Womit klar ist, dass es sich um eine zentral betriebene Plattform handelt. Auch wenn sich nach wenigen Tagen schon über 700.000 User registriert haben, ist noch nicht wirklich viel los dort. Unter den ersten gestarteten Kampagnen sind z.B. Forderungen danach, dass irgendwelche Länder den Klimanotstand ausrufen sollten, aber auch solche nach dem Ausbau bestimmter Bahnstrecken. In der Mobile App kann man sich zur Einstimmung auch erst mal seinen persönlichen CO2-Fußabdruck errechnen lassen.

Das ganze Design der Plattform ist deutlich mobile-first-zentriert und aufgeräumt. Wohin die Reise gehen wird, wird sich zeigen. Ob die innerhalb des Networks gestarteten Kampagnen tatsächlich Einfluss auf das haben werden, was sie fordern? Ob das Netzwerk tatsächlich Aktivisten vernetzen kann, die sich über bestehende Plattformen wie Facebook oder Twitter nie gefunden hätten? Und ob Greta Thunberg jemals mehr als 21 Follower (Stand heute 10. Mai) haben wird? :-)
#GretaThunberg #Rentzhog Gesellschaft Klima Netzwerke


 

Das Handelsblatt hat ein neues Traumpaar entdeckt


Das #Handelsblatt hat ein neues Traumpaar entdeckt - nämlich Verena #Bahlsen (25), der zu einem Viertel der Megakeks Bahlsen gehört und die Kapitalismus - mit leicht ironischem Unterton - toll findet, und Kevin #Kühnert (29), der sich unlängst als "echter Sozialist" - ebenfalls mit etwas bewusster Überspitzung - outete. Letztlich kämpfen aber beide für eine bessere Gesellschaft und für ein nachhaltigeres Wirtschaften. Wobei sie sich teilweise so ähnlich werden, dass man sie fast schon gerne miteinander verkuppeln möchte. Müssen wir vielleicht einfach mal lernen, die alten Begriffe und Frontlinien aufzubrechen? So verstanden, ist der Artikel im Handelsblatt ja vielleicht ein interessantes Signal.
#Handelsblatt #Bahlsen #Kühnert Gesellschaft Politik

@Stefan Münz Marx hatte den ganzen Kladderadatsch seinerzeit recht sachlich analysiert und seine Idee war, das existierende kapitalistische System durch ein grundsätzlich anders konstruiertes zu ersetzten.
Er war dabei weise genug, diese Alternative, den Socialismus/Communismus, sehr vage zu halten.
Eigentlich hat er nur vorgeschlagen, was so ein System grundsätzlich bewirken sollte und einige ebenfalls sehr abstrakte Eigenschaften. Im Grunde nicht mehr als die Ersetzung des Privateigentums an Produktionsmitteln durch igendein Gemeineigentumskonzept, das er nie konkret beschrieben hat.

Es ist nämlich sehr sehr kompliziert, ein System zu entwickeln, das nicht nur anders, sondern besser als der shyce Kapitalismus ist. Einfache Lösungen gibt es nicht. Ich denke inzwischen auch, dass revolutionäre Lösungen im klassischen Sinn von "Umsturz -> Neue Welt innerhalb von 3 Wochen" nicht funktionieren und mehr Schaden als Nutzen stiften.
Ich denke auch, dass wir uns solche Kapriolen nicht leisten können, im Angesicht des Klimaproblems könnte ein fehlgeschlagener Versuch katastrophal werden. Im Sinne von "apokalyptisch katastrophal".

Ich bin ein ganz ekeliger, langweiliger, verräterischer Reformist. Ein demokratischer Sozialismus, also die sozialdemokratische Variante des Ordoliberalismus im Stil von Eucken scheint mir ein sehr erstrebenswertes Ziel zu sein.

Und für Reformen benötigt man natürliche Gegner, die bereit sind, einzusehen, dass sie sich selbst einen Gefallen tun, wenn sie einschneidende Reformen akzeptieren, die ihre Vorteile reduzieren zum Wohl des Ganzen.

Typen wie diesen hier:


@Hartmut Noack Ich bin da ja gar nicht so weit weg von dir, auch wenn ich gerne mal zu "revolutionärem Vokabular" neige. Ich bin kein Freund von blutigen Umbrüchen, nur von notwendigen, und die auch so human wie möglich. Derzeit stehen wir an der Schwelle zu einem solchen notwendigen Umbruch. Viele spüren das (und darum drehte sich ja auch die Rede von Sascha Lobo auf der rp19). Die Frage ist: wollen wir den Umbruch irgendwie selbst gestalten, oder machen wir einfach so weiter, bis entweder das Finanzsystem oder die gewohnte Umwelt crasht. Problem dabei: dann wird es richtig ungemütlich, und wahrscheinlich auch blutig.

Ich glaube, dass man den Umbruch gestalten kann. Allerdings muss man dazu einen einigermaßen breiten Konsens finden. Alle machen nie mit. Die 20-25% strammen Ewiggestrigen muss der Rest leider in Schach halten und ertragen. Aber wenn der Rest mal so halbwegs in die gleiche Richtung tendiert, dann gelingt so was. Deshalb sind mir Ansätze, um unterschiedliche Denkrichtungen zu bündeln, so wichtig. Solange alles glatt läuft, habe ich nichts gegen eine gemütliche Diversifikation von Ansichten und Überzeugungen. Aber derzeit ist eine Situation, in der meines Erachtens keine Zeit und kein Platz ist für feine Unterschiede.

Ich glaube ferner, dass dieser "breite Konsens" allmählich auch durchaus Konturen annimmt. Es geht dabei durchaus nicht um Bekämpfung von wirtschaftlichem Erfolg. Wohl aber um die Bewertungshoheit darüber, was wirtschaftlicher Erfolg ist und was nicht. Derzeit ist wirtschaftlicher Erfolg alles, was für die Kapital-Investoren Geld abwirft. Wenn wirtschaftlicher Erfolg jedoch das wäre, was am nachhaltigsten, schonensten und gleichzeitig am effektivsten und angenehmsten wäre, dann würden ganz andere Player zu den Gewinnern gehören, und die deutsche Automobilindustrie würde ab der unteren Management-Ebene bis nach oben komplett ins Gefängnis wandern. Außerdem plädiere ich auf eine Umorientierung der Wirtschaft dahingehend, dass wieder die Nachfrage das Angebot bestimmt und nicht - wie derzeit - das Angebot mit immer irrwitzigeren Tricks versucht, künstlich eine Nachfrage zu generieren. Diese Änderungen gehen aber nicht ohne politisch gewollte und erzwungene Regulierung. Mit dem gegenwärtigen Copy&Paste-Doktoren-Kabinett ist das jedenfalls nicht zu schaffen.

Danke übrigens für den Link zu dem TED-Talk. Durchaus erfrischend! Und ja - würde ich auch so sehen: Wenn man den ganz normalen Leuten mehr Zeit und Muße und Geld zum Leben lässt, dann generieren sie auch die Nachfrage für eine gesunde Wirtschaft.

@Stefan Münz
"Ich glaube ferner, dass dieser “breite Konsens” allmählich auch durchaus Konturen annimmt."

Finde ich gut, dass Du das auch sehen kannst. Es geht eben nicht dauernd bergab. Es gibt Rückschläge wie die neoliberale Revolution oder den Wahlsieg Trumps aber es gibt auch Fortschritt wie eben die Einsicht, dass der Kapitalismus auf Dauer nicht so weitergehen kann und dass so langsam wirklich etwas gegen die Umweltzerstörungen der Wirtschaft unternommen werden muss.

Dass es scheinbar "immer mehr" Klimawandelleugner gäbe, ist nicht ganz richtig: je mehr sich die Notwendigkeit zum Ziehen von Konsequenzen abzeichnet und je mehr das auch von den "Eliten" eingesehen wird, desto mehr Grund haben die, die diese Konsequenzen nicht ziehen wollen, sich zur Wehr zu setzen.
Aber wie Du ganz richtig bemerkst: es zeichnet sich ein Konsens ab, der in Richtung Vernunft zeigt. Die Vernunft wird sich durchsetzen. Wie lange das noch dauert, wird man sehen.

In Ermangelung der Möglichkeit, einen Diaspora-Kommentar mit einem erhobenen Daumen zu versehen, dann eben so: 👍



 

Software-Rebellen - die Macht des Teilens


Eine sehenswerte ARTE-Dokumentation über freie Software und freies Wissen. Die Bedeutung offener Software wird hier nicht anhand langweiliger Anwendungsbereiche wie Betriebssystemen oder Office-Software demonstriert, sondern anhand von Software in Prothesen, Herzschrittmachern, Maschinensteuerung, Saatgut usw. Richard Stallman kommt ebenfalls ausführlich zu Wort.

Und es geht nicht nur um Programmier-Codes. Ich hab dieser Tage beispielsweise ein paar Änderungen in Open Street Map vorgenommen. Wahrscheinlich werde ich da in nächster Zeit noch mehr machen. Es macht einfach riesig Spaß, an so einem Riesending kleine Dinge in der eigenen bekannten Umgebung zu optimieren, um dann auch selber davon zu profitieren. Ich nutze nämlich Locus Pro und Magic Earth am Handy, und beide basieren auf Open Street Map. Meine Änderungen kann ich also beim nächsten Karten-Update auch dort sehen. Das ist einfach ein tolles Gefühl.

Die Doku dauert ca. 1 Stunde.



#OpenSource #OpenData #GNU #FreeSoftware #Stallman

naja, android ist aber kein linux, da steckt nur linux mit drin.

Na klar ist Android ein Linux, es gibt halt viele Spielarten und Möglichkeiten diesen Kernel zu benutzen.
Aber Android hat ja "nur" einen Marktanteil von 80%, der Rest verteilt sich ja auf WebOS und Tizen und Sailfish und UbuntuPhone und iOS und WindowsCE und wie sie alle heißen.
Jetzt habe ich die gleiche Zahl für Webserver geschätzt (und der Rest mag sich auf Windows und BSD verteilen), aber ich nehme an, dass Mensch mehr als eine Webseite pro Tag anklickt bzw. mehr als einen Webserver. Aber oft nur ein Mobiltelefon.




 

Sascha Lobo ruft im Namen von Greta Thunberg die Revolution aus


So muss das laufen:
#rp19 #FridaysForFuture Gesellschaft Politik

Hier scheint ein Missverständnis vorzuliegen. Ich hatte gedacht, es ginge um Lobo, den ich für einen wohlmeinenden Typen halte.
Steinmeier ist freilich nur ein Grußonkel, der jederzeit irgendwelches gutklingendes Zeug erzählen kann aber eher gar nichts damit meint.

Ich wunder mich auch, warum hier dauernd auf irgendwelchen Bundespräsidenten rumgeritten wird. Es geht hier im Thread um die Rede von Sascha Lobo auf der re:publica 2019. Über die re:publica kann man sicherlich auch unterschiedlicher Auffassung sein. Ich selber als südwestdeutsches Landei war bislang noch nie da. Die 700km-Reise in die für mich eigentlich falsche Himmelsrichtung, die ich mir für die #Unteilbar-Demo angetan habe, wäre mir die re:publica irgendwie nicht wert. Zu viel selbstverliebtes Nerd-Gehabe. Aber trotzdem halte ich die Veranstaltung für wichtig. Wichtiger jedenfalls als die Hannover-Messe. Oder sozusagen die zeitgemäße Form dessen, was solche Messen früher mal waren. Und Sascha Lobo ist halt nun mal der von der Szene anerkannte Chef-Seismograph für die aktuelle Befindlichkeit im reflektierteren Teil der Bevölkerung. Kann man zweifellos idiotisch finden. Aber genau darum, um Idiotie und dergleichen mehr, geht es ja in Lobos Rede. Wenn man sich denn mal auf sie einlässt.

Zu dem alten IFO Geschäftsklima-Joke, den Sascha Lobo von Volker Pispers geklaut hat mal ein kleiner Seitenhieb:

https://files.coding4.coffee/ll4nfm1h.png

(das musste raus ..., es war mir ein Bedürfnis :D )



 

Sky Scream


woah die kenn ich gar nicht, war wohl zu lange nicht mehr dort :D

Ich bin jetzt nicht aktuell informiert, aber kann sein, dass die derzeit gar nicht mehr fährt. Müsste man sich erkundigen, wenn man dort hin will.

laut webseite faehrt die bei < 6 grad nicht, sonst schon.
und omg, es gibt ne tabalugafahrt <3



 

Sperrung von Twitter-Accounts wegen Wahlwitz


Vor der letzten Bundestagswahl machte in den sozialen Netzwerken ein Witz die Runde. User empfahlen AfD-Wählern, ihre Wahlzettel persönlich zu unterschreiben, um der Wahl Nachdruck zu verleihen.
Hintergrund: Dadurch würde die Stimmabgabe ungültig.

Mittlerweile hat #Twitter bei der Möglichkeit, Tweets wegen irgendwelcher Verstöße zu melden, auch die Option "Der Tweet enthält falsche Informationen zu Wahlen oder zur Wahlregistrierung" eingeführt. Davon machen nun AfD-nahe User fleißig Gebrauch und melden mehrere Jahre alte Tweets, die seinerzeit obigen Witz teilten.

Da der Witz aus Sicht von Twitter den Tatbestand der genannten Melde-Option erfüllt, sperrt der Netzwerkbetreiber den betroffenen Usern ihren Account, d.h. diese User können sich nicht mehr bei Twitter anmelden. Ihre Inhalte sind aber noch verfügbar.

Prominentestes Opfer ist der deutsche Rechtsanwalt Thomas Stadler, der auf Twitter etliche tausend Follower hat und einen erfolgreichen Blog zu netzpolitischen Themen betreibt. Dort berichtet er von der Sperrung:
Twitter sperrt meinen Account wegen eines drei Jahre alten Tweets
#Twitter Link Medien Netzwerke

Der Account von Thomas Stadler ist jetzt wieder freigeschaltet:

https://twitter.com/RAStadler/status/1125363576133255168?s=19

Das mit dem Wahlwitz ("Wahlzettel unterschreiben") kann ich sogar nachvollziehen, wobei der Tweet von 2016 war: DIeser Witz hat (auch bei mir) eine heimliche Hoffnung ausgelöst dass AfDler tatsächlich so dumm sind das zu glauben. In sofern passt der Sperrgrund durchaus, wenn man ehrlich ist.

Aus jetztiger Sicht schon. Aber in den damaligen Terms of Usage von Twitter stand noch nichts dergleichen drin. D.h. die Nutzungsbestimmungen, denen die User zugestimmt hatten, enthielten noch keinen derartiges Verbot. Selbst jetzt ist das Verbot eigentlich erst durchsetzbar, wenn die User den entsprechend geänderten Nutzungsbedingungen nochmals zugestimmt haben. Was die moralische Bewertung betrifft - naja, so wahnsinnig toll finde ich die Idee auch nicht, jemanden, der es nicht besser weiß, durch eine solche Veräppelei dazu zu bringen, ungültig zu wählen. Aber wählen zu dürfen, bedeutet eben auch, sich zu informieren, was man bei einer Wahl darf und was nicht. Aber irgendwann wird ja das Wahlrecht vielleicht eh auf "Führerschein" umgestellt, also so, dass die Wahlberechtigung vom Bestehen einer Staatsbürgerprüfung abhängig ist.




 

Szene 93


Perlen sind selten und werden von feinsinnigen, femininen Menschen geliebt. Seit jeher sagt man Perlen geheimnisvolle Kräfte nach. Der Name "Greta" bedeutet nichts anderes als "Perle", und das Mädchen Greta verändert die Welt. Offenbar hat sie Superkräfte. Ihre Mutter meint, dass man solche Kräfte einfach entwickelt, wenn man sich in einer Notsituation befindet. Und Greta befindet sich sozusagen fortwährend in einer Notsituation. Weil sie uns auf eine Wand zurasen sieht, wo wir nur etwas harmlosen Nebel sehen. Auch wenn wir es längst hätten besser wissen könnten. Wir, die ganz normalen Klimakrisenverdränger.

Nur die Klimakrisenleugner sind noch schlimmer. Das sind meist grobschlächtige, maskuline Menschen, die mit Perlen nichts anfangen können. Stattdessen lieben sie den Gestank und das Knattern von Auspuffen. Mädchen und Frauen sind für sie Eroberungen und Besitztümer. Über die fast religiöse Verehrung von Greta lachen und witzeln sie nur. Allerdings sind sie auch irritiert, genauer gesagt, stehen sie unter Schock. Sie hatten den Diskurs und den Ball gekonnt in den eigenen Reihen gehalten. Politiker, Medien und Stammtische diskutierten über Flüchtlinge, Überfremdung und Ausländerkriminalität. Wenn sie unter sich sind, fragen sie sich, wie es passieren konnte, dass ihnen ein Mädchen mit einem Sperrholzschild aus dem Baumarkt den Ball abjagte. Und warum jetzt alle über die Klimakrise reden.

Die Antwort, die sie gefunden haben, ist, dass es Hintermänner geben muss. Grobschlächtige, maskuline Menschen wie sie selber, weil ihrer Meinung nach nur Menschen wie sie selber zu solchen Kräften fähig sind. Fiese Hunde, die sich verstecken und die das zarte Mädchen vorschieben, sein Gehirn waschen und es benutzen. Um Milliardengewinne mit irgendwelchen Sachen zu machen, die nicht mal was mit Auspuffen zu tun haben und irgendwo im Ausland erzielt werden.

Vielleicht liegt es ja an uns, also an den ganz Normalen und Halbfemininen, die dank Greta allmählich aus ihren Klimaverdrängerträumen erwachen, die ganze Sache verständlich zu machen. Denn wir müssen zugeben, dass sich Greta sicher nicht eigenhändig Zutritt zu den Rednerpulten von Katowice, Brüssel, Davos, Straßburg, Rom und London verschafft hat. Allenfalls glauben wir gerne, dass sie ihre Reden tatsächlich selber schreibt. Und die Faszination, die von ihr ausgeht, erleben wir als durch und durch echt.

Meine Erklärung geht so: Greta hat keine Hintermänner, oder genauer, die Hintermänner stehen nicht hinter ihr, sondern vor ihr. Die Hintermänner gehören zu denen, die Greta in ihren Reden angreift. Halbmaskuline Menschen an wichtigen Schalthebeln der industriellen und politischen Mächte, die im Halbschlaf oder Wachtraum eine Perle erblicken und das Mädchen an die Rednerpulte lassen. Stumme Verräter in hohen Positionen von Industrie und Politik, die verstanden haben, dass ihr Spiel gelaufen ist. Für die der Verrat das letzte ist, was sie noch für eine bessere Welt tun können, in der sie irgendwann aufzuwachen und Gnade zu erhalten hoffen. Müde Gestalten aus dem Gruselkabinett, von denen irgendwann jemand so was Legendäres sagen wird wie „Das tritt nach meiner Kenntnis – ist das sofort, unverzüglich“.

Die Welt muss und wird femininer werden. Wir werden es wohl nicht alle schaffen, Perlen wie Greta zu werden. Aber wahrscheinlich reicht es schon, wenn wir künftig wach bleiben, solange wir am Steuer der Welt sitzen, und Wände nicht für Nebel halten.

So weit meine "Szene 93". Sie ist mein Dank für die Lektüre der 92 Szenen aus dem Herzen. Weitergabe und Verwendung unter CC-BY-SA.
Gesellschaft Klima Politik

Ich lebe ja hier in RWE-Land und sehe die Plakate der AFD "Diesel retten", das ist der Gegenpol, sozusagen. Wir werden sehen wie sehr das verfängt....

Große Umwerfungen werden nicht von einzelnen Personen getan. Steve Jobs hat nicht das Smartphone erfunden. Und wenn Carl Benz das Auto nicht und Albert Einstein nicht die Relativitätstheorie erfunden hätte, so hätte es jemand anderes getan. Die Zeit war damals einfach reif und sie ist es heute auch. Es ist irgendwie schön, dass Greta jetzt die Speerspitze dieser Bewegung geworden ist. Das zeigt, wie dämlich wir Erwachsenen gewesen sind. Wir alle hätten die Perle sein können, aber wir haben es nicht gemacht. Wir haben einfach nicht so klar gesehen und nicht 100% gegeben.

Stimme größtenteils zu. Aber ob wir tatsächlich alle das Zeug zur Speerspitze gehabt hätten, wage ich doch zu bezweifeln. Denn es geht bei dem ganzen Hype um Greta (und auch übrigens in dem Buch) noch um eine zweite Sache, die ich in meiner "Szene 93" ebenfalls versucht habe, mit reinzuweben: ökologisch nachhaltig zu denken, also "Mutter Erde" nicht stärker zu belasten als nötig, erfordert "weibliches" Denken. Umwelt nicht mehr als Eroberungs- und Verfügungsbereich zu betrachten, sondern als erhaltenes Geschenk, das es sinnvoll zu nutzen gilt. Es ist kein Zufall, dass bei #FridaysForFuture viel mehr Mädchen als Jungs mitmachen. Der Umstieg kann nur wirklich gelingen, wenn die Gesellschaft sich geistig vom Patriarchat löst. Das fällt Männern und Jungs natürlich besonders schwer. Von Greta fasziniert zu sein hilft vielen von ihnen, sich in ersten Schritten in die richtige Richtung zu üben. Für viele ist es eine geradezu neuartige Erfahrung, ein junges weibliches Wesen nicht zu begehren, sondern zu bewundern für ihre überlegene Klugheit und Feinsinnigkeit. Es ist eine Art notwendiger Demut - schwer zu beschreiben.



 

Zeit für den Umbruch


Was derzeit passiert, ist mehr als erstaunlich. Das als jahrelang schier unverrückbar erlebte Erdreich der politischen GroKo-Landschaft mit schwarzer Null und schwarzer Geschäftigkeit gerät ins Rutschen. Fast schon so, wie im Herbst 1989 die DDR. Der ganze neoliberale Anspruch auf Deutungshoheit wankt. Noch ein paar Freitagsdemonstrationen, flankiert von frechen Enteignungsideen à la Kühnert und dem Monalisa-Lächeln von Greta, und der ganze Gasluftballon einer Elite mit gekauften Doktorarbeiten, Karrieregeilheit, unreflektiertem Jetset-Verhalten und dumpfbackigem intellektuellem Background wird hoffentlich platzen. Weil das alles so morsch ist, durch und durch. Völlig ausgehöhlt. Die Leute kapieren endlich, dass die Mächtigen nurmehr aufgebauschte Schatten lächerlicher, menschlich und moralisch peinlicher Zwerge sind. Rückwärts gewandte Gespenster, mit denen kein moderner Mensch mehr was zu tun haben möchte. Deshalb ist es so wichtig, jetzt mitzumachen bei den Demos, Protesten und Aktionen. Die Medien greifen es dankbar auf und verstärken es. Denn die große Mehrheit der Medienschaffenden ist auf der gleichen Seite. Das ist im übrigen auch der Sieg über die rechten Dumpfbacken: die haben sich die Medien zum Feind gemacht, weil sie sie als Lügenpresse bezeichneten. Das wird jetzt ihr Grab. Also: viele freundliche Bilder von einem friedlichen Protest. So gelingt der Change.
Gesellschaft Politik

Hoffentlich trügt Dich Dein Gefühl auch diesmal nicht.
Empören wir uns!

Tolle Rede! Ich kopier' das mal weiter. Link dann hierher?