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Globale Erwärmung und globale Verdunkelung


Dass beim Verbrennen fossiler Energieträger Treibhausgase frei werden, ist mittlerweile bekannt. Ebenso bekannt ist, dass diese Gase deshalb so heißen, weil sie in der Atmosphäre dafür sorgen, dass ein Teil des Sonnenlichts nach dem Auftreffen auf der Erde nicht mehr ins All zurückreflektiert wird und die zugehörige Wärme in der Atmosphäre bleibt. Folge: die Erde heizt sich auf (globale Erwärmung).

Weniger bekannt ist, dass andere Partikel, die beim Verbrennen fossiler Energieträger in die Atmosphäre gelangen, praktisch einen gegenteiligen Effekt haben. Dazu gehören Rußpartikel, kondensierter Wasserdampf und Aerosole. Diese sorgen für eine Verschleierung innerhalb der Atmosphäre. Es gelangt dadurch weniger Sonnenlicht überhaupt auf die Erde. Folge: die Erde kühlt aus (globale Verdunkelung).

Wenn nun beim Verbrennen fossiler Energieträger auch ordentlich Ruß in die Luft geschleudert wird, so wie das früher und teilweise heute noch bei Motoren, Maschinen und Kraftwerken der Fall war oder ist, kommt es fast zu einer Pattsituation: trotz der ausgestoßenen Treibhausgase macht sich die globale Erwärmung wegen der gleichzeitigen globalen Verdunkelung gar nicht so stark bemerkbar. Alles scheint gut, obwohl ein höllisches Gemisch in die Atmosphäre geblasen wird.

Wenn nun aber in den nächsten Jahrzehnten tatsächlich das meiste auf erneuerbare und nicht-fossile Energieträger umgestellt wird, dann passiert folgendes: Diejenigen Partikel, die für globale Erwärmung sorgen, bleiben wesentlich länger in der Atmosphäre als jene Partikel, die für globale Verdunkelung sorgen. Das heißt: je mehr wir auf Energieträger umstellen, die nicht nur keine Treibhausgase mehr emittieren, sondern auch keine Rußpartikel und andere Verdunkelungspartikel, desto stärker wird der Wirkungsgrad des Treibhaus-Effekts überhaupt erst werden.

Hier noch zwei Links zum Thema globale Verdunkelung. Zum einen der entsprechende Wikipedia-Artikel dazu:
Wikipedia: Globale Verdunkelung
Und zum anderen noch ein sehr informativer Artikel aus dem Jahr 2011 von der WWF-Jugend:
Globale Verdunkelung vs. globale Erwärmung
Klima


 

Warum sind eigentlich Kohlearbeitsplätze so viel mehr wert als andere?


Ich denke, alle, die sich mit dem Thema Klimaschutz befassen, kennen das ewige Lamento der Braunkohlelobby. Die armen Kumpel, ihre Familien und die ganze Gegend, wo es doch sonst nichts gibt! Ja genau, natürlich gibts da sonst nichts. Was sollte es in so einem verseuchten Gebiet auch anderes geben? Keine Landwirtschaft ist da möglich, und selbst die ärmste räumlich unabhängige IT-Startup-Klitsche kann sich nicht für den preiswerten Wohn- und Arbeitsraum in solchen Gegenden begeistern. Und im TV werden dann Kerle mit rußverschmierten Gesichtern gezeigt, die vielleicht 35 sind, und doch noch ihr ganzes Leben vor sich haben, und das Haus, und der Kredit und das alles. Wahnsinn, und das alles wollen diese bösen Klimahysteriker zerstören.

Es macht mich wütend. Diese 35jährigen wussten bei ihrer Berufswahl längst, dass sie damit auf eine Karte setzen, die wahrscheinlich nicht mehr lebenslang tragen wird. Dass es jetzt oder demnächst schon passiert und nicht erst rechtzeitig zur Rente - nun ja. Es war gewarnt worden. Außerdem wird immer so getan, als ob ein in die Arbeitslosigkeit gefallener Kohlekumpel so ziemlich die bemitleidenswerteste Kreatur auf Erden ist, viel bemitleidenswerter als die fünf mal so hohe Anzahl dürrer, blasser Hipsterbärte, die nie am geheimen Lagerfeuer auf das Hakenkreuz geschworen haben, und die mit ihren Solar- und Windenergie-Startups baden gingen und ebenfalls ihre Hauskredite nicht mehr zahlen können.

Ja, OK, der Mythos Kohle. Es war schon toll, als es Anfang des 20. Jahrhunderts gelang, in den Etagenwohnungen der Städte die Winterkälte durch Öfen mit Kohlebriketts zu vertreiben. Das muss unbeschreiblich gewesen sein - für uns Heutige. Mutter, der Mann mit dem Koks ist da!

Aber die Zeiten, sie ändern sich. Das war vor hundert Jahren. Auch rückwärts gewandte Geister sollten akzeptieren, dass die Zeit nicht stehen bleibt, die Probleme der Welt sich ändern und Dinge, die irgendwann mal vergöttert wurden, irgendwann auch mal verteufelt werden. So viele Kohlekumpel gibt es gar nicht, als dass die Finanzierung von deren Umschulung oder Frührente nicht bezahlbar wäre. Es wäre aber auch schön, wenn, nachdem die Wende im Regierungskopf erst mal vollzogen ist, auch die bisherigen Opfer der Solar- und Windenergie-Branche genauso entschädigt würden. Auch dafür sollte das Geld reichen.

Gesellschaft Politik

Du, @Stefan Münz wenn du jetzt die von den Politikern getroffene Entscheidung und den "Kult um Kohle, Kumpel und Revier" kritisierst, was haben die "Menschen in anderen Berufssparten" davon?

Du hast bestimmt auch konkrete Vorstellungen, wie dieses Programm
Vielmehr sollte sich umgekehrt der Rest der Wirtschaft die "Tugenden" der Kumpel zueigen machen: Füreinander statt Gegeneinander, Kooperation statt Konkurrenz, Einsatzbereitschaft statt betriebsamer Irrlichterei.
im konkreten politischen Handeln, in der Gestzgebung abzubilden ist, damit dies keine Pflichtübungen, keine Sonntagsreden und keine betriebsamer Irrlichterei bleiben.

Wann dem so ist, dann können du und die Gemeinschaft davon nur profitierten, wenn du bei der nächsten Bundestagswahl dies in dein eigenes Wahlprogramm schreibst und kandiderst oder sorgst dafür, dass der/ die Kandidat*in deines Vertrauens zur Kenntnis nimmt, dass der Wähler Stefan Münz diese bestimmte Erwartungen, konkrete Vorstellungen hat, was die Bundespolitik in der nächsten Legislaturperiode zu tun hat. Vlt. triffst du auf ein offenes Ohr und der/die Favoritin übernimmt deine Vorschläge in das Wahlprogramm. Mit ein wenig Glück sitzt die/der Favorit dann im Bundestag und arbeitet daran das Wahlprogramm zu realisieren :-).

Leider glaube ich das Märchen vom Bundestag nicht mehr. Das ist 20th Century. Wir brauchen neuere Formen von Bürgerbeteiligung, die 1. Lobbyisten-Einfluss verhindern und 2. als notwendig erkannte Reformen schneller realisierbar machen. So was wie Bürgerbüros, wo man jederzeit hingehen kann, um zu Themen zu votieren, die einen interessieren und wo man sich kompetent fühlt, und wo man auch Vorschläge zu votierbaren Optionen einreichen kann - wahlweise zu Themen auf kommunaler, föderaler, nationaler oder Staatenverbunds-Ebene. Wobei man eigene Votierungen auch ändern oder zurückziehen kann. Ich sage bewusst Bürgerbüros und nicht internet-basiertes Wählen. Alles so, dass nur Wahlberechtigte laut Wahlregister persönlich und geheim votieren können. Jedenfalls eine Lösung, die dem 21.Jh. und seinen Anforderungen an politisches Handeln gerechter werden als dieser Karrieristen- und Hinterzimmernasenverein.

@Stefan Münz also wie wissen beide, dass dies alles keinesfalls auf Mausklick passieren kann und eine langwierige langweilige Basisarbeit erfordert. Politik halt, wo gefühlt 80% Aufwand für Formalitäten betrieben wird. Aber wir haben halt nur dieses System. Und man kann auch versuchen politisch anstreben, dass bspw. das schweizerische Modell eingeführt wird. Nur - wenn keine*r sich findet, der/die versucht die Visionen zu verwirklichen, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch gering dass die Veränderungen kommen - meine Meinung.

Ja, stimmt, die Visionen fehlen. Vielleicht schreibe ich mal irgendwann noch grob zusammen, was ich mir in etwa vorstelle. Ein System, das Entscheidungsfindung für Regelungen oder Gesetzesvorhaben über ein flexibles Delegiertensystem in Verbindung mit Wahlzeiträumen und sichtbaren Zwischenergebnissen ermöglicht (direkte Demokratie, aber was völlig anderes als diese Volksabstimmungen, die auch ins letzte Jh. gehören). Und ein System, das auch Initiativen, sei es für oder gegen irgendetwas, direkt aus der Bürgerschaft heraus ermöglicht (komplexer, aber auch politisch wirksamer als das aktuelle Petitionsrecht).



 

Georgia Guidestones


1) Halte die Menschheit unter 500.000.000 in fortwährendem Gleichgewicht mit der Natur

2) Lenke die Fortpflanzung weise – um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern

3) Vereine die Menschheit mit einer neuen, lebenden Sprache

4) Beherrsche Leidenschaft – Glauben – Tradition und alles Sonstige mit gemäßigter Vernunft

5) Schütze die Menschen und Nationen durch gerechte Gesetze und gerechte Gerichte

6) Lass alle Nationen ihre eigenen Angelegenheiten selbst/intern regeln und internationale Streitfälle vor einem Weltgericht beilegen

7) Vermeide belanglose Gesetze und unnütze Beamte

8) Schaffe ein Gleichgewicht zwischen den persönlichen Rechten und den gesellschaftlichen/sozialen Pflichten

9) Würdige Wahrheit – Schönheit – Liebe – im Streben nach Harmonie mit dem Unendlichen

10) Sei kein Krebsgeschwür für diese Erde – lass der Natur Raum – lass der Natur Raum
Gesellschaft

Ich glaube, Mitgefühl, als Attitüde, genügt schon. Leicht gesagt, schwer gelernt (bzw. das »override« der Empathie, welches uns beigebracht wurde, entlernen).

Ja letztendlich ist die Gesellschaftliche Konditionierung des Einzelnen wozu auch die Erziehung durch die Eltern gehört wohl das grundlegende Problem.

@Stefan Münz
Vor dem Turmbau zu Babel gab es nur eine gemeinsame Sprache …...
Dieser Turmbau zu Babel erinnert mich oft an den Spruch : "Gott läßt die Bäume nicht in den Himmel wachsen " wenn mal wieder ein neuer Wolkenkratzer entsteht, der alle anderen noch überragen soll !




 

Verschwörungstheorien und YouTube


Im unten verlinkten Artikel erzählt die Sozialpsychologin Pia Lamberty darüber, warum vor allem YouTube ein verstärkender Faktor für die Verbreitung von Verschwörungstheorien ist.

Nun bin ich eine Zeit lang ja auch mal in den Bann aller möglichen Verschwörungstheorien geraten, oder besser gesagt, "alternativer Theorien", und ich kann bestätigen, dass YouTube in der Tat ein ideales Medium ist, um sich damit anzufüttern. Manches davon erschien mir durchaus plausibel (z.B. Feinstofflichkeits-Theorien und 9/11 als Inside-Job). Anderes dagegen überhaupt nicht (z.B. Flat-Earth oder Amis waren nie auf dem Mond), und dann gibt es noch jene Theorie, die ich leider immer noch für verdammt überzeugend halte, auch wenn ich sie natürlich nicht beweisen kann. Es ist die Theorie der Prä-Astronautik, die ja auch Erich von Däniken seit Jahrzehnten befeuert. Jedenfalls erscheint es mir beim Blick auf den Zustand der Menschheit wesentlich plausibler, dass diese vor vielen tausend Jahren, obwohl damals selbst erst gering entwickelt, mal eine anfängliche außerirdische Bildung genoss, wobei die Lehre aber irgendwann wegen Schwerbelehrbarkeit offenbar abgebrochen wurde. Abgesehen davon, dass diese Theorie sehr plausibel die ganzen Götter-Welten der alten Kulturen erklärt, gefällt mir auch die Idee, dass sich einige der edlen Außerirdischen (geplant oder ungeplant) mit Menschenfrauen gepaart haben könnten, woraus dann besonders befähigte und intelligente Halbgötter-Menschen hervorgingen, die auf der Erde zurückblieben. Das weitere Paarungsverhalten würde auch den allmählichen Verfall echter Intelligenz bei gleichzeitiger Verbreitung minderwertiger, gieriger und ausbeuterischer Intelligenz erklären. Naja, jetzt aber genug geschwurbelt :-)
Gesellschaft Medien

Ich denke, dass Verschwörungstheorien praktisch zur Menschheit dazugehören. Religionen sind ja da im Grunde auch nix anderes. Und selbst politische Ideologien (egal, ob rechts oder links) stehen dem mitunter erschreckend nahe. Verschwörungstheorien halte ich auch nur dann für bedenklich, wenn man dabei die logische Bodenhaftung verliert. Solange man dem Ganzen nicht wahnhaft verfällt, ist das doch null Problem. Wir Deutschen sind dabei vermutlich sogar eher zurückhaltend und unerfahren. Wenn ich da beispielsweise an diverse Gespräche mit Russen denke, dann habe ich den Eindruck, dass das dort um einiges exzessiver gelebt wird.

Und da Du es angesprochen hast: 9/11 halte ich immer noch für einen Inside-Job. Nicht weil ich mich in diese Sichtweise verbissen hätte, sondern weil die Logik in meinen Augen derzeit keine andere Annahme erlaubt. Wenn morgen irgend jemand um die Ecke käme und die zahllosen erdrückenden Indizien mal mit Logik zerlegen würde, wäre ich sogar erleichtert. Aber dieser Jemand kommt nicht. Warum???

Prä-Astronautik ist sicher keine wirre Theorie. Ist ja auch nicht grundsätzlich unwahrscheinlich. Vor längerer Zeit hat mich ebenfalls mal der Sachverhalt beschäftigt, warum es bereits in frühen Zeiten der Menschheitsgeschichte einen scheinbaren Wissenstransfer über Kontinente hinweg geben konnte - auch in Bezug Götterglauben. Heute vermute ich, dass uns dafür irgendwann vielleicht einmal die Quantenphysik die Erklärung liefern wird. Ich denke, unser derzeitiges "Alltagsweltbild" ist noch viel zu materie-orientiert. Weil wir schwerpunktmäßig nur das erfassen und verstehen können, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Das Dilemma dabei: die Physik ist um vieles größer - und somit für normale Menschenhirne gar nicht mehr erfassbar. Renommierte Physiker unterhalten sich heute über die 6, 7, 8 Dimension und Paralleluniversen, die eventuell nur wenige Zentimeter voneinander entfernt sein könnten. Alles nicht mehr vorstellbar - und trotzdem keine Verschwörungstheorie, sondern seriöse Wissenschaft.

Ja, diese etwas lockere Umgangsweise mit gewagten Theorien finde ich sehr angenehm. Theoriebildung ist ja ein kreativer Vorgang, der erst mal nur das Denkbare auslotet. Sich bereits dabei zu verkrampfen und bestimmte Gedanken nicht zuzulassen, ist eher kleingeistig.

Problematisch wird es, wenn versucht wird, Theorien gegeneinander auszuspielen, vor allem dort, wo das mit der klassisch-positivistischen Falsifikation am Modell nicht so einfach funktioniert. Etwa bei vielen geisteswissenschaftlichen Theorien (z.B. in der Linguistik), aber auch bei komplexen naturwissenschaftlichen Theorien (bestes Beispiel ist wohl derzeit die Klimawissenschaft). Da läuft halt viel über Konsensbildung unter Experten.



 

Altstadt-Idylle in Speyer





Das einzige parkende Auto ist hinter dem Pflanzenkübel verseckt :-)
Architektur Foto



 

Wenn ÖR-Sender umfallen, dann nach rechts


Der mit vielen Beispielen belegte Thread von https://twitter.com/stephanpalagan
über den Umgang der ÖR-Sender mit links und rechts zeigt doch, dass es da Tendenzen gibt. Hier als Lektüre im Threadreader:
#Buhrow #Omagate #Umweltsau #Nazisau Medien Poitik
Ich finde das Framing erschreckend. Wer das Lied entsetzlich findet, der wird als rechtsradikal und Gretahasser hingestellt. Ein besseres Totschlagargument gibt es zur Zeit nun wirklich nicht. Dann wird das Thema auch noch Richtung Rassismus (Oma = Ali) entführt. Im Moment empfinde ich alles rund um dieses Thema als völlig entartet. Selbst Martin Sonneborn (https://nitter.net/LarsWienand/status/1211698201557979137#m mit verlinkten Audobeitrag) scheitert grandios beim Versuch einen Kommentar abzugeben.

Ich bezweifle zwar, dass das Lied als Satire gestartet ist, das ist nur mein subjektiver Eindruck, man es dann als solche tarnen wollte und Burow das dann nochmal retten wollte mit einem "Anruf aus dem Krankenhaus".

Das Thema Klimakatastrophe sollte nicht dazu genutzt werden, dass man mit dem Fingerzeigen auf einzelne Gruppen beginnt, oder es zu einem politischen "Rechts - Links" macht, denn eines ist ziemlich sicher: Egal welcher radikalen rechts-links Ideologie, oder zu welchen Fundamentalisten man angehört, wir haben nur eine Erde. Und genau solche Kreationen und solche Diskussion lenken uns vom Wesentlichen ab: Der Rettung der Erde! Wann versteht das mal die Masse?!

@hoergen on Friendica Ich stimme dir vollkommen zu: das ganze Schmierentheater rund um #OmaGate ist ähnlich wie zuvor die Greta-Deutsche-Bahn-Geschichte letztlich nichts als Ablenkung vom eigentlich gemeinten Thema. Allerdings gibt es beim eigentlichen Thema, also dem Kampf gegen die Klimakrise, einen wichtigen Aspekt, der da immer wieder mit reinspielt. Es sind vor allem Rechte und Rechtskonservative, die sich mit aller Macht gegen die notwendigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Veränderungen stemmen. Oder noch allgemeiner: es ist das erklärte Patriarchat, das sich gegen diese Änderungen stemmt. Von dort kommen auch immer wieder die Provokationen, die dann dank virulierender Medien aus jedem harmlosen Lied oder Bild oder Satz einen Skandal machen, ein "IrgendwasGate". Deshalb gehört zum Kampf gegen die Klimakrise auch die Aufklärung über das Treiben derer, die sich dagegen stemmen, und ihre Beweggründe. Oder allgemeiner: der Kampf gegen die Klimakrise ist auch ein Kampf gegen das Patriarchat. Dazu muss man kein bekennender Feminist sein, genauso wenig, wie man ein bekennender Sozialist dazu sein muss.

Im Prinzip ja, aber wir sollten uns immer fragen: welchen Mehrwert bringt uns Diskussionen, die Ideologien in den Vordergrund rücken? Meines Erachtens ist das alles komplett verpuffte Energie. Man verhärtet unter Umständen hier noch die Fronten, weil man sie schafft.

Nimmt man die Ideologie aus der Diskussion, dann erhält man Menschen, die die Krimakatastrophe leugnen (aus allen Fraktionen! - es gibt z.B. auch "Linke" und Frauen, die das tun) und Menschen, die dafür kämpfen, die Klimakatastrophe soweit es irgendwie geht zu minimieren.

Meine Bitte hier ist: Macht solche Diskussionen nicht am Geschlecht, an der Hautfarbe, am erhobenen rechten Arm oder Faust fest. Den Luxus können wir uns bei Dingen leisten, bei denen es um nichts geht.

@stefan du bringst es auf den punkt, was mir Angst macht, ist die Tatsache das die Regierung immer noch kein Konzept hat oder gar absichtlich die rechten einfach machen lassen. Das kommt wohl den konserativen in der CDU CSU sehr entgegen.
Wenn die SPD ein bisschen Arsch in der Hose hätte, wären sie schon längst raus aus der Groko. Aber die hängen an der Macht und wissen bei Neuwahlen würden sie gnadenlos untergehen und das zurecht. ...

@hoergen

@hoergen on Friendica für mich sind das in dem Fall gar nicht die Fragen und die Punkte um die es gehen sollte, der Klimawandel ist unbestreitbar eines der wichtigsten Themen unserer Zeit und eine große Aufgabe die wir angehen müssen, aber das der #Buhrow bei so einer harmlosen Kacke einknickt und nach rechts umfällt das geht nicht. Man könnte ihm unterstellen er sei rechts, aber ich glaube der ist einfach überfordert und deswegen umgefallen, so eine Person gehört nicht an die Spitze einer Öffentlich Rechtlichen Runfunkanstalt, der gehört nach Hause zur Familie.

Ja, es hat etwas von Derailing, aber ich denke der Klimawandel, bzw. die notwendige Diskussion um diesen oder besser um die Bewältigung, wird eben auch dewegen derailed, weil Journalisten da nicht genügend Rückendeckung bekommen. Ob nun dieser Betrag wertvoll ist, ist eine andere Frage, aber es ist ein Beitrag und die Mitarbeiter und wir als Bürger haben keinen Vorteil davon, wenn der Chef Inhalte löscht die konservativ bürgerlichen und rechten Kräften nicht gefallen.

Da bin ich voll deiner Meinung. Das und wie Burow das gemacht hat, hätte eine Medienberatungsfirma in die absolute Verzweiflung geführt.
Das völlig Abstruse ist, dass beide Seiten sich gegenseitig vorwerfen es nicht zu verstehen und sich gegenseitig die Meinungsfreiheit einschränken wollen.



 

Es gut meinen


Vor dem Supermarkt weinte ein kleines Mädchen. Ich fragte sie, was los ist. Sie sagte, sie habe 200 Euro verloren. Da gab ich ihr kurzerhand 40 von den 200 Euro, die ich zuvor am Eingang gefunden hatte. Wenn Gott es gut mit dir meint, solltest du es auch gut mit anderen meinen.


 

Die Maeva-Trilogie


Derzeit stecke ich mitten in der Lektüre einer Roman-Trilogie, genauer gesagt, etwa knapp vor der Hälfte des zweiten der drei Bände. Der Autor, Dirk C. Fleck, ist kein typischer Belletrist, sondern eigentlich ein Journalist, der sich jedoch irgendwann immer intensiver mit Umwelt-Themen befasste, woraus schließlich diese Erzähl-Trilogie hervorging.

Der erste Band, Das Tahiti-Projekt, spielt im Jahr 2022. Der Text selber wurde 2008 veröffentlicht. Er handelt davon, dass die Südsee-Inselgruppe Tahiti sich aus der internationalen Staaten- und Wirtschaftsgemeinschaft zurückzieht und sich weitgehend unbemerkt eine neue, ökosoziale Verfassung gibt. Ein weiser junger Mann, der den Umdenkprozess wesentlich befeuert hat, wird für die ersten zehn Jahre zum Präsidenten gewählt. Unter seiner Herrschaft wird Tahiti komplett umstrukturiert. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu erneuerbaren Energien und natürlichen Bau- und Produktionsstoffen werden umgesetzt. Dazu kommt ein bedingungsloses Grundeinkommen, eine Geldwirtschaft mit "rostendem Geld" nach dem Vorbild des "Wunders von Wörgl", sowie eine Rückbesinnung auf erfolgreiche Praktiken und Erkenntnisse aus der indigenen Tradition des Landes.

Kurz bevor die zehnjährige Herrschaft des Präsidenten zuende geht, lädt dieser etwa 50 renommierte Journalisten aus aller Welt für mehrere Wochen ein, damit diese sich ein Bild von den Veränderungen machen und darüber berichten können. Unter ihnen ist auch ein für ein englisches Skandalblatt schreibender Journalist namens Cording, aus dessen Perspektive der ganze Roman schließlich auch geschrieben ist. Zwar nicht in Ich-Perspektive, aber dennoch wird letztlich das erzählt, was er erlebt. Cording ist ein Zynist des Typs "eigentlich Weltverbesserer, aber es geht halt alles in die falsche Richtung", der sich in die Brandherde der zunehmend kriselnden Welt begibt, um dort investigativ zu berichten. Als er einen Burnout zu bekommen droht, schickt ihn sein Chef als Vertreter seines Blattes nach Tahiti.

Bei der Einführungsveranstaltung bekommen allen eingeladenen Journalisten einheimische Begleiter(innen) zugewiesen, die den Journalisten das Land, die Technologien und alles erklären und ihnen bei Fragen mit Rat zur Seite stehen sollen. Cording bekommt eine auffällig hübsche junge Frau zugewiesen - wie sich herausstellt, ist es die Schwester des Präsidenten, der er zunächst eher aus dem Weg geht, aber so ähnlich beginnen ja Liebesgeschichten oft. Während sich die beiden also allmählich näher kommen, erfährt man viele, viele Details aus dem neuen, ökosozialen Alltagsleben der Tahitianer. Maeva, so der Name der jungen Frau, zeigt Cording Dinge wie z.B. eine on-demand-Magnet-Schwebebahn, Straßenbelag auf Pflanzenbasis und fahrende Geschäfte, die durch die Dörfer tingeln. Nach der gemeinsam organisierten, spektakulären Vertreibung einer amerikanisch-chinesisches Bohrplattform, die illegal in tahitianischen Gewässern errichtet wurde, folgt am Ende Maeva als neue Präsidentin des Landes ihrem Bruder nach, und Cording, der zwanzig Jahre ältere Haudegen an ihrer Seite, erhält die tahitianische Staatsbürgerschaft, eine Ehre, die so gut wie keinem Fremden sonst zuteil wird.

Im zweiten Band, Das Südsee-Virus, ist Maeva längst zur Ikone geworden. Dieser Band spielt im Jahr 2028. Nachdem die Journalisten alle über das Wunder von Tahiti berichtet hatten, befeuerte das weltweit den Widerstand gegen die Auswüchse des Kapitalismus. Dieser war angesichts zunehmender Folgen des Klimawandels längst kein unterdrückbares Randphänomen mehr. Besonders kleinere Entwicklungsstaaten mit einer ähnlichen kolonialen Historie wie Tahiti bildeten eine neue Staatengemeinschaft namens URP als bessere Konkurrenz zur müden und den alten Ausbeuterstaaten zu sehr verpflichteten UN. Maeva wird zur Präsidentin der URP gewählt und begibt sich auf eine Weltreise, um weiter für die Tahiti-Lösung zu werben.

Da bin ich jetzt gerade am Lesen. Lasse mich überraschen, wie es weitergeht. Ich freue mich auch schon auf den dritten Band, Feuer am Fluss, der 2035 spielt. Die alten kapitalistischen Pseudo-Demokratien kollabieren endgültig. Helfer aus den mittlerweile nach dem Vorbild von Tahiti neu entstandenen ökosozialen Staaten versuchen, im Chaos des Zusammenbruchs der alten Industrien und Konsumgesellschaften für neue Hoffnung zu sorgen.

Die Bücher gibts als Print im Buchhandel, als Hörbuch und als EBooks (z.B. Kindle). Weitere Infos auf der nachfolgend verlinkten Website.
Die Maeva-Trilogie
#Lesetipp Gesellschaft Klima Medien Politik Technik

klingt interessant, das kommt auf meine liste .. danke für den tipp..




 

Meteorschauer-Tipp


Es geht halt nur, wenn es klar ist (hab heute keine Sonne gesehen), und möglichst ohne Lichtverschmutzung (also in etwa dort, wo man in DE Windräder bauen darf):
Natur


 

2019


Vor ziemlich genau einem Jahr postete ich - eigentlich fast eher nebenbei - weil ich es einfach nur interessant fand - auf Twitter ein Video, das gerade viral ging, und in dem ein mir bis dato unbekanntes junges Mädchen auf einer Klimakonferenz in Kattowice (Polen) der versammelten Politiker-Elite die Levithen las. Allerdings musste ich zugeben, dass mich die Rede dieses jungen Mädchens schon irgendwie berührte. In dem heißen Sommer 2018 hatte ich auf GooglePlus noch über Presse-Artikel gespottet, in denen von einer neuen "Heißzeit" die Rede war. Ich fand diesen Ausdruck einfach lächerliche Panikmache. Ich hatte natürlich von Klimawandel und globaler Erwärmung schon gehört, aber es war kein Thema für mich. Im Gegenteil - ich ging eher frivol damit um, unter dem Motto "dann muss ich wenigstens nicht mehr auswandern, wenn das leckere Mittelmeerklima von alleine zu mir kommt".

Nach der Rede des Mädchens, die ich mir mehrmals anhörte, wurde mir aber doch klar, dass ich das bis dahin alles viel zu naiv und egoistisch und gedankenlos gesehen hatte. In den darauffolgenden Wochen wurde ich sensibler für das Thema. Las mehrere Artikel dazu, die mich durchaus aufwühlten und nachdenklich machten. An einem dieser Tage ging dann plötzlich ein neues Video des gleichen Mädchens viral. Diesmal vom Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Was sie der dort versammelten Geldelite vor den Latz knallte, war schlichtweg atemberaubend. Das war neu, das war geil. Das Mädchen war einfach der Hammer.

Nun begann ich mich auch für sie persönlich zu interessieren. Las Artikel darüber, wie sie nach Davos mit dem Zug gefahren war, weil sie nicht fliegen wollte wegen der hohen CO2-Emissionen von Flugzeugen, und las auch erste Anfeindungen ihrer Person. Es war irgendwie ein spannendes Feld.

Von da an ging es Schlag auf Schlag. Mit jeder Woche wuchs ihr Ruhm, fast jede Woche gab es neue Ereignisse zu berichten. Plötzlich wurde klar, dass dieses Mädchen nicht nur Reden mit ungewöhnlichem Inhalt halten konnte, sondern auch eine Jugendbewegung gegründet hatte, die das Thema auf die Straßen trug. Schwedens Boulevard-Presse kürte sie zur Ikone. Als sie Ende Februar, Anfang März erstmals nach Deutschland kam, war gefühlt schon die halbe Nation infiziert und kannte sie. Jedoch stark polarisiert: die einen liebten sie, die anderen hassten sie. Dazwischen gab es nichts mehr. Höchstens fröhliche Uninformiertheit.

Da ich persönlich sprachsensibel bin, war jede Rede dieses seltsamen aber wunderbaren Mädchens eine neue Offenbarung für mich. So voll von klassisch-aphoristischen Pointierungen, mit so wenigen klaren Worten so demaskierend, und das alles vorgetragen mit so einer einmaligen Mischung aus spröder Schüchternheit und Kämpfergeist - da hab ich mehr als einmal feuchte Augen bekommen. Natürlich ging nicht nur mir das so. Aber kaum jemand spricht gerne offen darüber. Schon gar nicht als alter Knacker. Was soll man denn da sagen? Dass man irgendwie platonisch verliebt ist in dieses Mädchen, weil sie einfach so irre was drauf hat? Weil sie so viele längst vergrabene alte Hoffnungen in einem weckt, und dass dieser Treibhausgas-Scheiß vielleicht doch noch zu der gesellschaftlichen Revolution führen könnte, die man sich seit Jahrzehnten vergeblich erhofft hatte, und die man längst begraben hatte?

Dann der Amerika-Trip in der zweiten Jahreshälfte. Ein Husarenstück im Lichte des Kamera- und Öffentlichkeitsrummels. Stoff für mehrere Roadmovies. Und zwei Seamovies. Die Einfahrt in den Hafen von New York, mit Bildern so heftig wie Leonardo di Caprio und Kate Winslet am Bug der Titanic. Eine Rede vor der UN, in der die junge Berühmtheit noch eins draufsetzte und Grimassen des freundlichen Hasses schnitt, die man so noch nicht gesehen hatte. Welche Schauspielerin wird dieses legendäre "How dare you" je mimen können?

Und sie entwickelt sich weiter. Lernt aus ihren eigenen Übertreibungen. Aber sie bleibt ein Phänomen. Vielleicht verglüht ihr Stern auch irgendwann. Was sie geschaffen und erreicht hat, ist aber längst nicht mehr rückgängig zu machen. Sollte die gegenwärtige menschliche Zivilisation diese Treibhausgas-Scheiße irgendwie überstehen, dann wird es in hundert Jahren in jedem noch so kleinen Kaff auf diesem Planeten eine Greta-Thunberg-Straße geben, eine Greta-Thunberg-Schule, und ein Greta-Thunberg-Denkmal. Ich bin froh, dass ich alter Knacker das noch live miterleben durfte, ganz ehrlich.
Gesellschaft Klima Medien
Danke, Namensvetter, das geht mir ähnlich.



 

In Valencia


Architektur Foto

Das war auch nicht vor 12 Tagen, sondern im Sommer vor zwei Jahren.

Ich wünsche einen schönen Geburtstag!



 

Die Sardinen - neue politische Kuschelbewegung aus Italien


Neue politische Bewegungen hat es in Deutschland in den vergangenen Jahren wahrlich genügend gegeben - von unerträglich rechts (#Pegida) bis zum Scheitern verdammt links (#Aufstehen). Es hat jedoch auch Bewegungen wie #PulseOfEurope oder #FridaysForFuture gegeben, die bewusst versucht haben, sich ideologisch nicht so genau zu verorten. Und von derartigen Bewegungen entstehen neuerdings immer mehr. Nicht nur in Deutschland. Es ist mindestens ein europäischer Trend. Protest, der aus einer eigentlich weitgehend unideologischen Mitte heraus kommt. Protest gegen die Freiheiten, die dem fortschreitenden Extremismus gelassen werden, Protest gegen (ideologisch bedingte) Reformstaus, und Protest gegen eine politische Elite, die den Bezug zum demokratischen Souverän verloren hat.

In #Italien ist gerade wieder so eine Bewegung entstanden. Noch ist unklar, wie weit sie es bringen wird, und welches Profil sie letztendlich hat. Sie nennen sich "die Sardinen" ("las sardinas"). Markenzeichen: so eng geballt zusammenhaltend auftretend, dass kein Durchkommen ist von außen. Aber auch mit der Nebenbedeutung: "die Masse machts". Die Forderungen sind moderat, aber aus heutiger Sicht leider umstürzlerisch: die Politik soll wieder ganz normal mit den Bürgern reden und Politik für sie machen, und der ganze Populismus mit seinen Kampagnen und seinen Fake-News soll sich zum Teufel scheren.
https://youtu.be/CxC9MueSFNQ
https://twitter.com/DeputadoFederal/status/1196618076063748097

in italien ist alles etwas anders. da gibt es regionen die sind tief rot oder richtig anarchistisch geprägt. und nicht nur in den größeren städten wie teileweise in deutschland sondern auch dort in den ländlichen gegenden. das kann sogar von dorf zu dorf anders sein.
wo in deutschland fast jedes dorf zumindest nationalkonservativ ist.

je dezentraler eine orga ist desto stabiler.

Das stimmt - ich erinnere mich, als ich mal vor vielen Jahren auf dem Gargano als Tourist in ein kommunistisches Dorf geriet. Da kam ich mir vor wie ein Dollarsäckchen, das aus der Hosentasche eines Großkapitalisten gefallen ist.



 

BASF


Architektur Foto


 

Erfahrungen mit Fediverse-App?


Hat jemand von euch schon mal die Android-App Fediverse ausprobiert und kann ein wenig darüber berichten? Ansonsten investiere ich die 3,19 € mal selber :-)
Medien Technik

Es gibt noch eine ähnliche:
https://play.google.com/store/apps/details?id=app.fedilab.android
Kostet 2,59€. Dort steht Friendica explizit dabei. Hab sie dann mal erworben und installiert. Kann mich jedoch bei meiner Instanz nicht anmelden. Die Instanz wird zwar erkannt, aber der Anmeldebutton wird trotz Eingabe der Anmeldedaten nicht freigegeben. Habs dann gleich wieder deinstalliert und den Kauf erstattet bekommen.

Wahrscheinlich funktionieren die alle letztlich nur mit Mastodon.

Wie auf dem github Repo zu lesen ist, ist das ein Fork von Tusky https://github.com/far-ahead/Fediverse

Soweit ich weiss wollte Fedilab (auch verfügbar im F-droid Store https://f-droid.org/en/packages/fr.gouv.etalab.mastodon/ ) einen umfassenderen Support für Friendica integrieren. Ich weiss allerdings nicht, welchen Stand das zur Zeit hat. Fedilab ist auch hier im Fediverse auf Mastodon recht aktiv @Fedilab

Sonst kenne ich nur noch @DiCa Support https://play.google.com/store/apps/details?id=cool.mixi.dica

Danke für die Infos! Ja, DiCa nutze ich bereits. Dachte mir aber, ich schau mich mal wieder um im Store, nachdem sich DiCa anscheinend nicht groß weiterentwickelt.



 

Berlin - 12. Juni 2020


So viel die #FridaysForFuture-Bewegung auch erreicht hat in den Köpfen: die Politik hat bislang nur den Schuss gehört, aber ist noch nicht wirklich wach. Winzige Klimaschutzpäckchen und die Zukunftslust einer Correga Tabs auf dem Nachttisch. Immer größere Teile der Bevölkerung fühlen sich nur noch verarscht und offenbar gewollt unverstanden. Und das sind keine Radikalen, weder links noch rechts. Es sind einfach nur Millionen Menschen, die kein Verständnis mehr haben für Reformstaus, geschuldet allein dem Interesse von Konzernen und Thinktanks, die keinerlei wirkliches Interesse an einer lebenswerten Zukunft haben, weil das ihrer Eternal-Growth-Philosophie widerspricht.

Zeit, dass wir uns darauf besinnen, dass wir der Souverän sind als #Demokratie. Unsere Institutionen waren von uns so gewollt. Aber wenn sie nicht mehr richtig funktionieren, müssen wir über neue Strukturen nachdenken und über neue Wege demokratischer Handlungsfähigkeit. Natürlich gemeinsam.

Digitale Wege bieten sich an. Aber es braucht auch analoge, physische Events, die aus einem Willen mehr machen als nur ein digitales "Like it". Man unterschätze nicht die Wirkkraft und Leitungsfähigkeit "mythischer Events" wie etwa Woodstock. Genau so was ist für 2020 in Planung. Für den 12. Juni 2020. In #Berlin. Das gesamte Berliner Olympia-Stadion, das bei Nutzung der Sportflächen bis zu 90.000 Besucher fassen kann, soll an diesem Tag zu einem klassischen griechischen Demokratie-Forum werden. Voll mit Leuten, die sich gegenseitig inspirieren und organisieren sollen. Eine in dieser Form bislang noch nicht dagewesene politische Großveranstaltung in der Neuzeit. Natürlich entsprechend medial beachtet und mit möglichen Folgewirkungen. Für ca. 30 Euro könnt ihr dabei sein. Aktuell sind die ersten 2.000 Tickets verkauft. Das Geld dient übrigens nur der Kostendeckung der Veranstaltung. Falls Gewinn anfällt, wird der für anerkannte Klimaschutz- oder Sozialprojekte verwendet. Es gibt für diese Großveranstaltung keine Sponsoren. Sie soll maximal ideologiefrei und unabhängig sein. Alles weitere auf der Website.
#FridaysForFuture-Bewegung #Demokratie #Berlin Gesellschaft Politik
Die Diskussion wird kontrovers.

Bürgerversammlung im Olympiastadion: Gefühlsgleichschritt der Bewegung


Eine Kondomfirma, eine Klimagruppe und „die Wissenschaft“ treffen sich als emotionale Masse im Stadion. Was kann da schon schiefgehen?

Ja, es gibt auch schon Schlaumeier, die wissen, dass so ein Tages-Event im Stadion allenfalls 250.000 kostet und der Rest natürlich an "Luisas Hintermänner" geht. Dabei haben die Initiatoren klipp und klar angekündigt, dass jeder übrig gebliebene Euro an gemeinnützige Organisationen gespendet wird.
Im übrigen sieht es zumindest momentan eher lau aus, was das Zustandekommen des Events betrifft. Aktuell sind nicht mal 5.000 Tickets verkauft, und die Mindestfinanzierungssumme, die bis Weihnachten erreicht sein muss, ist gerade mal zu einem Sechstel erreicht bislang.

Einer der dümmsten und bigotten Artikel, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Das sind wieder diese Typen, die alles ablehnen, was nicht einer "reinen Lehre" entspricht.. Aber was will man schon von der konservativen pseudolinken Tageszeitung erwarten. -> Tonne

Auf Twitter habe ich schon ähnliche Reaktionen auf den Event erlebt - und zwar auch bei Leuten mit Klimastreikbanderole im Benutzerbild und von "offiziellen" FridaysForFuture-Ortsgruppensprechern. Viele kommen vor allem mit dem Konzept "Eintrittspreis" nicht zurecht und halten das für elitär und für "Reiche, die unter sich bleiben wollen". Dass es sich um Crowfunding handelt, um etwas Ungewöhnliches auf die Beine zu stellen, wird anscheinend nicht überall so gesehen, auch im eher linken Spektrum nicht. Es wurde sogar schon gefragt, ob der Event denn mit Greta abgesprochen sei. Dabei ist es gar kein reiner FridaysForFuture-Event, auch wenn die Initiatoren eng mit FfF kooperieren.

Gibt es denn auch positive Kommentare? Vlt. kommt ja in der taz noch was - jedenfalls werden mitunter Dinge in der taz von unterschiedlichen Autoren unterschiedlich kommentiert.


Doch - es gibt durchaus Presseartikel, die den Event positiv behandeln, etwa dieser:

"Olympia" in Berlin? "Fridays for Future"-Aktivisten sorgen mit Idee für Euphorie

Und bei Bento ist ein recht ausführlicher und differenzierender Artikel erschienen:

29,95 Euro für einen Tag Demokratie: Was soll der "Petitionstag" im Olympiastadion?

Persönlich hätte ich es - zumindest was die Örtlichkeit betrifft - auch besser gefunden, wenn man mal was anderes als Berlin gewählt hätte. Dabei geht es mir nicht mal so sehr um den historisch politischen Beigeschmack des Berliner Olympiastadions, sondern einfach um Geographie. Würde man so was mal in Frankfurt oder Kassel machen, wäre das einfach "mehr Mitte".



 

Ländlicher Novembersonnenuntergang


Foto Landschaft

Die teif liegenenden Wolken dazu sind klasse.

wow, das ist ja ein beeindruckender radweg. aber vermutlich etwas unschön bei wind und regen ...

Nicht wirklich ein Radweg, sondern ein landwirtschaftlicher Nutzweg. Und so sieht er ja auch aus. Da fahren auch Traktoren drüber, nachdem sie ein Feld gepflügt haben, und verteilen den Matsch :-)
Aber dafür gibt es diese Wege kreuz und quer durch die ganze Wein- und Gemüsepfalz, abseits der Straßen.