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Gedanken | Was kostet uns das Verschlafen der Verkehrswende?


Eben habe ich diesen Artikel über die externen Kosten der Verschleppung der Verkehrswende gelesen. Also zum Beispiel Unfälle, Klimabelastung, Produktion aber auch langfristige Folgen. Darin enthalten war auch dieses kleine Video.

Es ist interessant zu sehen wie wir mit unserem heute meist stark motorisierten Individualverkehr die Allgemeinheit belasten. Die Lösung? ÖPNV, Fahrrad und gute Fußwege mit kurzen Strecken. Und wenn man wirkliche Lösungen will? Weg vom Kapitalismus und hin zu einer nachhaltigen bedarfsorientierten Wirtschaftsform mit starken solidarischen Grundsätzen. Den was auf Grund fehlender Nachfrage nicht produziert wird, muss auch nicht transportiert werden. Und weitgehend lokale Produktion schafft eben auch lokale Arbeitsplätze und weniger Transport- und Personenverkehr.
Tags: #de #gedanken #verkehr #verkehrswende #individualverkehr #auto #kosten #externe-kosten #allgemeinheit #kapitalismus #staat #system #ravenbird #2019-08-26
Wobei ich denke das die Kosten wenn man auch noch die globalen Kosten (sprich Klimaschäden) mit einrechnet wohl noch höher sind.
Gut das mal so aufgestellt zu bekommen. Natürlich klar, dass pro Schiene das sehr deutlich positiv für die Bahn rechnet. Ich halte das Ergebnis dennoch für realistisch
Bei der Schiene kommt es eben immer darauf an woher der Strom kommt und bei Bussen mit was sie fahren. Außerdem muss man klar sagen das es sehr stark darauf an kommt ob wir den urbanen Raum oder den schlecht erschlossenen und schwach besiedelten ländlichen Raum betrachten. Bei letzteren wäre ein gescheiter ÖPNV durchaus wünschenswert, aber lässt sich meist nicht effektiv gestalten. Den wenn ein Bus mit zwei Kunden durch die Gegend fährt, dann wird er weitaus mehr Abgase pro Person raus blasen als zwei kleinere Autos mit je einer Person. Und das sage ich so sehr ich mir auch einen gescheiten ÖPNV fürs Land wünschen würde.
Siggi hubzilla (AP)
Dazu kommt, dass die geschaffene Infrastruktur für ÖPNV, besonders gut ausgebaut in den Zentren, auch von denen finanziell mitgetragen wird, die ihn wenig nutzen können und in ihrer ländlichen Region von den Zentren nicht mitsubventioniert werden. Wenn die Provinz nicht noch mehr veröden soll (Stichwort Landflucht), sollte das die Politik endlich mitdenken.
Die Politik hat leider lange Zeit nicht mit gedacht in dem Bereich. Hier in Baden-Württemberg wurde es sogar lange Zeit aktiv gefördert das die Menschen raus aufs Land ziehen. Das Auto war günstig und allmächtig. Am besten zwei, drei Stück pro Haushalt.