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»Individualisierung und Partikularisierung lassen keine gefestigten Milieus mehr entstehen, aus denen sich die Stammwählerschaft von Parteien rekrutieren ließe. Dafür gibt es aktuelle und kurzlebige Zusammenballungen von Wählergruppen, die sich themenorientiert finden, aber vielleicht auch bald wieder in verschiedene Richtungen auseinanderstreben. Die Dinge sind unberechenbar geworden.«

Wenn es stimmt, was DER STANDARD da schreibt, dann sind wir ja vielleicht endlich auf dem Weg in die Demokratie des 21. Jahrhunderts. Repräsentative Mehrheiten von Fall zu Fall, statt gut verfilzte Repräsentanten im Rentenalter. Delegated Voting nennt sich das Ganze. Die Piratenpartei setzt das Prinzip bereits seit Jahren intern erfolgreich ein. Sollte sich dann allerdings irgendwann auch mal in einer Reformierung der Wahlverfahren niederschlagen.
Ich denke, da ist was dran. Parteien werden wahrscheinlich immer bedeutungsloser und durch temporäre Interessenverbünde oder gar Einzelpersonen ersetzt.

Ich fand und finde die Idee von https://de.wikipedia.org/wiki/LiquidFeedback ja wirklich großartig und würde das gerne als Bürger nutzen können.

Ob das dann auch dazu führen kann, dass die Lobbyisten ihren großen Einfluss ein büßen?
Mit der von @Ulli Gabsch genannten Richtung schon, @hoergen s LiquidFeedback ist für Lobbyisten wieder einfacher zu steuern.
Vermutlich wird das dann auch das Verfahren, welches sich durch setzt.

Aus welchen Gründen soll LiquidFeedback einfacher für Lobbyisten zu steuern sein, als es das jetzige System ist?

@hoergen Nicht als das jetzige System, so wie ein System, in dem temporäre Interessenverbände und Einzelpersonen regieren, möglichst in kürzeren Wahlabständen.
Damit wäre es nach meiner Einschätzung schwieriger, da guten Einfluss zu haben. Aber ich kann dabei auch zu kurz sehen.