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Software-Rebellen - die Macht des Teilens


Eine sehenswerte ARTE-Dokumentation über freie Software und freies Wissen. Die Bedeutung offener Software wird hier nicht anhand langweiliger Anwendungsbereiche wie Betriebssystemen oder Office-Software demonstriert, sondern anhand von Software in Prothesen, Herzschrittmachern, Maschinensteuerung, Saatgut usw. Richard Stallman kommt ebenfalls ausführlich zu Wort.

Und es geht nicht nur um Programmier-Codes. Ich hab dieser Tage beispielsweise ein paar Änderungen in Open Street Map vorgenommen. Wahrscheinlich werde ich da in nächster Zeit noch mehr machen. Es macht einfach riesig Spaß, an so einem Riesending kleine Dinge in der eigenen bekannten Umgebung zu optimieren, um dann auch selber davon zu profitieren. Ich nutze nämlich Locus Pro und Magic Earth am Handy, und beide basieren auf Open Street Map. Meine Änderungen kann ich also beim nächsten Karten-Update auch dort sehen. Das ist einfach ein tolles Gefühl.

Die Doku dauert ca. 1 Stunde.



#OpenSource #OpenData #GNU #FreeSoftware #Stallman
#OpenSource #OpenData #GNU #FreeSoftware #Stallman Medien (x) Video (x)
Cool. Danke für den Link, ich habe den Download schon angestossen. Mediathekview macht's möglich, das dann direkt aus der ARTE-Mediathek runterzuladen. Oft gibt es die Filme auch in verschiedenen Auflösungen. Übrigens: OSS ;-)

Ich weiß, dass es das auch in der Mediathek gibt. Aber aus Verlinkersicht meide ich das, weil die Links dann nach einem Jahr oder so tot sind. Diese Praktik, für die die ÖR-Sender selber nichts können, aber der sie nun mal leider unterliegen, unterstütze ich als Linksetzer nicht. Deshalb der Link zu YouTube.

OSS !== Free software :-) (nicht meine worte aber die von Richard)

Ich persönlich habs eh nicht so mit ihm und seinen Wortklaubereien. Und auch generell nicht mit all seinen Ansichten. Aber trotzdem wichtig, dass er existiert. Denn er ist derjenige, der die entscheidenden Zusammenhänge rechtzeitig erkannt und eine Manifestierung dafür ins Leben gerufen hat, die wegweisend war und bleibt. Das ist sein historischer Verdienst.

Locus Map und Magic Earth benutzen zwar die Daten von OpenStreetMap, sind aber weder frei noch Open Source. Sie hängen davon ab, das die proprietären "Google Play Dienste" auf dem Smartphone installiert sind. Die Berechtigungen, die diese Applikationen anfordern geben unter anderem die eigene Kontaktliste preis, wer wann wen anruft, Zugriff auf sämtliche Dateien wie Fotos und Dokumente und Zugriff auf das Mikrofon. Das sie auch Zugriff auf GPS haben wollen liegt natürlich auf der Hand, aber... ich persönlich würde niemals einer proprietären Software erlauben stets genau zu wissen, wo ich bin.

Ich persönlich habs eh nicht so mit ihm und seinen Wortklaubereien. Und auch generell nicht mit all seinen Ansichten.
das sind keine wortklaubereien sondern hilft beim verstehen was freie software ist und warum open source software nicht immer frei ist.

Es kommt stark auf den Blickwinkel an.

Von einem anderen Standpunkt als Stallman ist die GPL auch keine freie Lizenz, aber ja, ich teile die Meinung von @Stefan Münz

Ich bin da bei Rudolf, diese zwei Begriffe hängen zwar zusammen, aber bedingen einander nicht zwingend.
Wobei freie Software eigentlich open source sein muss aber umgekehrt auf keinen Fall. Und wenn man den Begriff "freie Software" etwas lockerer sieht, dann kann man auch sagen "hey Leute, ihr dürft:

* Mein Programm für jeden Zweck verwenden
* Mein Programm studieren, analysieren, re-engenieren, wie ihr wollt
* Mein Programm verbessern und die Verbesserungen verbreiten
* Mein Programm weiter zu geben

Aber ich geb' euch nicht nicht den Source-Code (weil der mir peinlich ist z.B.) Ätsch!

Dann hat man (mehr oder weniger) freie Software ohne dass sie open source ist.
Umgekehrt ist es noch viel logischer und einfacher:

Hier ist mein Quelltext, ich habe da Urheberrecht drauf, alle Rechte vorbehalten. feddisch!

Und genau darum etabliert sich ja der Begriff FOSS bzw. FLOSS, weil man damit beide Aspekte in einem Wort erschlägt. Aber nicht selten ist nur ein Aspekt davon wichtig… und daher ist es schon wichtig und richtig die Worte auch richtig zu benutzen imho.

Stalman ist da allerdings manchmal umgekehrt pedantisch und faucht Leute an, wenn sie "open source" sagen selbst wenn sie open source meinen.
Erinnert mich an meine Englisch-Lehrerin, die mich ankeifte "nicht alle Menschen sind Schüler" als ich das Wort "pupil" benutze und es is' wohl ein häufiger Fehler, dass Leute "pupil" statt "people" sagen. Und als ich dann meinte ich würde aber Schüler meinen sagte sie "dann benutz' students"… daran fühle ich mich bei Richard manchmal erinnert.

Die Definition von "Open Source" beinhaltet mehr als nur, dass der Quelltext offen liegen muss.

1 Die Software (d. h. der Quelltext) liegt in einer für den Menschen lesbaren und verständlichen Form vor.
2 Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden.
3 Die Software darf verändert und in der veränderten Form weitergegeben werden.

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source

@Stefan Münz
Danke für die Info. Ich habe mir die Doku angesehen und finde sie sehr sehenswert.

@Dirk

Ich würde den Autoren der Wikipedia hier widersprechen. Aber ich muss zugeben, dass sie es Recht gut belegt haben.

Die angesprochene Problematik wird in dem von dir verlinkten Artikel auch behandelt:
Die Begriffe Open-Source-Software und Freie Software werden zwar häufig synonym verwendet, allerdings besteht die Möglichkeit einer unterschiedlich pointierten Interpretation. Obwohl sich in der eigentlichen Bedeutung die Open-Source-Definition kaum von freier Software unterscheidet, können beide Begrifflichkeiten bewusst verwendet werden, um unterschiedliche Assoziationen auszulösen.
(CC-by-sa Wikipedia)

Weiter unten im Artikel wird als Beispiel PGP genannt als quelloffene aber unfreie Software, die einerseits als "Open source" beworben und bezeichnet wird, aber andererseits nicht den genannten Kriterien der OSI erfüllt.

Also ich vermag einzusehen, dass "Open source" als Begriff hier besetzt und definiert ist, aber dann kenne ich keinen englischen Begriff, der beschreibt, dass Software (oder anderes) quelloffen aber unfrei ist.

Also: wie übersetze ich "quelloffen" für Diskussionen in englischer Sprache?

Das ist doch an sich genauso wie mit der Begriffsverwirrung in Bezug auf "freie Software" nach Definition der FSF.

Die genaue Definition von Open Source umfasst sogar 10 Regeln: https://opensource.org/docs/osd

Ich würde ähnlich wie statt "free" der Begriff "libre" verwendet wird, vielleicht von "open source" und "published source" sprechen, aber schwierig ist das alle Mal.

Free as in Freedom not as in free beer...
OpenSource kann auch unfrei sein, kommt halt auf die Lizenz an.

Das ist ja der ständige Streitpunkt.

In Bern hat RMS erzählt, jemand hätte ihm als Gründer von Open Source gratuliert. Sinngemäss sagte er demjenigen, das sei etwa so wie wenn jemand seine Spermien klaue, damit einen Zombie zeuge und behaupte, es sei sein Sohn.

Die Doku selbst mache den Unterschied im Übrigen ziemlich deutlich ohne darauf herum zu reiten.
Am Anfang (bzw. konsequent durchgehend) ist vom Begriff "Freie Software" (im Französischen glaube ich von "Software, libré") die Rede. Nach laaaanger Zeit (so 40 Minuten oder so) wird dann der Begriff "OpenSource" hinzugefügt und Stallman darf erzählen warum er das für unzutreffend hält und danach ist das Thema wieder erledigt und die Doku spricht weiter konsequent von Free Software.
Ich finde das ist der richtige Umgang damit.

Letztlich muss ich sagen… der Film war unterhaltsam, aber wenig lehrreich, das meiste was mir erzählt wurde wusste ich schon und ich habe mich dann eher über die dummen Bauern amüsiert, die sich haben auf's Kreuz legen lassen. (Natürlich nur für eine Sekunde, bis mir klar wurde, dass nicht jeder ein Aktivist ist und nicht jeder um die Probleme wissen kann).
Der Einstieg mit dem Herzschrittmacher hat mich ebenso amüsiert, das Gesicht des Arztes hätte ich gerne gesehen.

Wir müssen das wirklich nicht hier in den Kommentaren diskutieren, die sind das flasche Medium. Richtig ist, dass die FSF (Free Software Foundation) eher den ethischen Aspekt betont und die OSI (Opensource Initiative) eher den technischen Aspekt. (Ich bin in beiden Organisationen Mitglied).

Tatsächlich ist es aber so, dass die vier Freiheiten der FSF gar nicht so sehr unterschiedlich von den zehn Punkten der Definition von der Open-Source-Initiative sind.

Das haben sehr viele Menschen verstanden und daher den gemeinsamen Begriff FLOSS (Free/Libre Open Source Software) geprägt. Das ist auch der, den ich am liebsten verwende.

Nebenbei bemerkt spielt für mich das frei (wie in Freibier) auch eine grosse Rolle, weil ich gerne möchte, dass Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Ausstattung am digtalen Leben teilhaben können.

Den Beitrag auf Arte finde ich sehr gut und werde ihn auch zu Schulungszwecken verwenden. Einzig, dass eine Schule, die auf freie Software setzt ausschliesslich Apple-Devices einsetzt, finde ich fragwürdig.

Anderer Thread: Wenn Du mehr über Karen Sandler und ihren Herzschrittmacher erfahren möchtest, empfehle ich Dir ihren Vortrag "Cyborgs Unite!": https://media.ccc.de/v/froscon2017-2075-cyborgs_unite

@Dirk Deimeke Ist denn der Arte-Film frei im Sinne von urheberrechtlich unbedenklich in Schulungen verwendbar?

Öffentlich sicher nicht. Aber ich frage gerne einmal Arte an, ob ich das Video meinen Lehrlingen zeigen und erklären darf.

Richard Stallmann wird zusätzlich Amok laufen, weil das Video nicht im WebM-Format vorliegt bzw. auf einer unfreien Plattform angeboten wird.

Einzig, dass eine Schule, die auf freie Software setzt ausschliesslich Apple-Devices einsetzt, finde ich fragwürdig.
In der Schule in Indien benutzen sie Carts... Und ich dachte ICH so spät umgestiegen. Sehr nachhaltig! 👍
Wir müssen das wirklich nicht hier in den Kommentaren diskutieren, die sind das flasche Medium.
Naja haben wir ja im Grunde. Ich nehme hieraus mit, dass es für "OpenSource" eine Definition hat, die über die Wortbedeutung hinaus geht.
Wie gesagt fehlt mir dann irgendwie ein Wort für "quelloffen" aber du schlugst ja "published source" vor, mir sind noch ein paar mehr Ideen gekommen:

* Opened source
* Public source
* Public code
* Open code
* Open source-code

Und Kombinationen daraus.
Das haben sehr viele Menschen verstanden und daher den gemeinsamen Begriff FLOSS (Free/Libre Open Source Software) geprägt. Das ist auch der, den ich am liebsten verwende.
FOSS/FLOSS benutze ich halt wenn ich beides meine: Freiheiten/Rechte und offene Quellen. Und die anderen Begriffe, wenn mir nur einer der Aspekte wichtig ist.

Huch, was sind "Carts"?

https://de.wikipedia.org/wiki/Free/Libre_Open_Source_Software

Spannend an der Diskussion unter "uns Aktivisten" ist, dass dieser Streit pontielle neue Nutzer abschreckt, wenn noch nicht einmal wir uns einig sind.

Spannend an der Diskussion unter "uns Aktivisten" ist, dass dieser Streit pontielle neue Nutzer abschreckt, wenn noch nicht einmal wir uns einig sind.
Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die keine freie Software benutzen. Linux ist heute das dominierende Betriebssystem und fast ausnahmslos jeder benutzt es täglich remote.

Das bestreite ich nicht, aber die meisten tun das unbewusst.

Wahrscheinlich, aber man kann ja nicht von allen Leuten verlangen, dass sie sich mit diesen politischen Details auseinandersetzen. Genau das meinte ich ja oben wegen der "dummen Bauern". Die können ja nichts dafür, warum hätten sie sich je mit sowas beschäftigen sollen, nur weil mir das super wichtig ist?
Man erwartet von nicht-Juden ja auch nicht dass sie wissen was "koscher" genau bedeutet (oder halal). Und ich kümmere mich z.B. nicht die Bohne darum ob in meinem Shampoo Mikroplastik oder Silikone sind. Und so weiter. Also ich glaube wir werden nie nicht dahin kommen, dass alle Menschen vernünftig werden und verstehen was freie Software ist und sie deshalb bevorzugen etc. etc.
Was wir erreichen sollten ist, dass die öffentliche Hand das versteht und berücksichtigt und bevorzugt. Ich möchte Regierungen die auf FLOSS laufen.

Volle Zustimmung!

@Armada Deus Das bestreite ich nicht, aber die meisten tun das unbewusst.
ja, immer wieder lustig, wenn man zum beipiel den eltern erzählt wo alles linux drin ist... supermarktkasse, zigarettenautomat, ice infodisplays, smartphone (zum teil), ebookreader ... da kommt dann immer so ein erstaunter blick. :-D

Also ich glaube wir werden nie nicht dahin kommen, dass alle Menschen vernünftig werden und verstehen was freie Software ist und sie deshalb bevorzugen etc. etc.
das müsste in der schule gelehrt und gelebt werden. so das das für die nachkommenden generationen was ganz normales ist. so normal das der auch der gemüsebauer freie software benutzt und sich im bauernverband dafür stark macht, daß die landwirtschaftsmaschinen open hardware werden. zumindest der softwareteil in so einem gerät.

Ja, sehr viele embedded-Geräte, aber viele auch nicht, darum trau ich mich das nie zu behaupten, aber ich schätze 80% aller Webserver laufen mit Linux also immer wenn Mama auf Facebook klickt benutzt sie (wahrscheinlich) Linux.

@Armada Deus NIcht zu vergessen Android.

naja, android ist aber kein linux, da steckt nur linux mit drin.

Na klar ist Android ein Linux, es gibt halt viele Spielarten und Möglichkeiten diesen Kernel zu benutzen.
Aber Android hat ja "nur" einen Marktanteil von 80%, der Rest verteilt sich ja auf WebOS und Tizen und Sailfish und UbuntuPhone und iOS und WindowsCE und wie sie alle heißen.
Jetzt habe ich die gleiche Zahl für Webserver geschätzt (und der Rest mag sich auf Windows und BSD verteilen), aber ich nehme an, dass Mensch mehr als eine Webseite pro Tag anklickt bzw. mehr als einen Webserver. Aber oft nur ein Mobiltelefon.