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First she took Berlin, now she takes Manhattan


Nachdem ich ja hier nun eh zum Sprachrohr von #GretaThunberg mutiert bin, walte ich mal meines Amtes und erzähle euch, was in der zweiten Hälfte dieses Jahres, also nach den Sommerferien, abgehen wird.

Im September wird in #NewYork ein #UN-#Klimagipfel stattfinden, und die große UN-#Klimakonferenz folgt dann im Dezember in #Chile. Beides also auf dem amerikanischen Kontinent. Auf der #FridaysForFuture-Demo in #Wien gab Greta heute am 31. Mai bekannt, dass sie nach den Sommerferien ein #Sabbatical nehmen wird, also eine mehrmonatige Auszeit von der Schule, um Amerika zu besuchen und an beiden Konferenzen, zu denen sie Einladungen erhalten hat, teilzunehmen.

Da sie nicht fliegt - zumindest nicht mit Fossilflugzeugen - könnte das mit der An- und Abreise einige Weile in Anspruch nehmen. Auch von New York nach Chile ist ein ziemlicher Weg mit dem Zug. Außerdem will ja jeden Friday for Future eine weitere Großstadt auf dem Weg erobert werden, und da gibt es so einige Weltstädte auf dem Weg. Deshalb also das Sabbatical. Auf dem Hinweg könnte sie vielleicht auch noch die iberische Halbinsel besuchen - da war sie bislang nämlich noch nicht. Außerdem ging die erste Eroberung Amerikas auch von dort aus.

Es wird wahrscheinlich schon ein lehrreiches Medienspektakel werden, eine CO2-neutrale Atlantiküberquerung für Greta zu organisieren. Genau das dürfte aber Kalkül sein. Die Menschen sollen sich Gedanken machen, Tüftler aus ihren Ecken kommen, und die Wirtschaft sollte deren Ideen endlich ernst nehmen, statt nur nach Profitabilität zu beurteilen.

Zunächst wird es also eine Technologie-Debatte geben für klimaneutrales, transkontinentales Reisen. Anschließend werden wir hoffentlich eine Mega-Klima-La-Ola im gesamten lateinamerikanischen Raum erleben, und eine mutige Greta, die dem Land mit dem mit Abstand höchsten CO2-Fußabdruck pro Person der Welt und seinen ganzen Climate-Deniern, angeführt von der falschen Trompete mit der Föhnfrisur, mal richtig heftigen Gegenwind bringen wird. Frei nach dem Motto: "Make the world Greta again" statt "Make America great again".

Quelle: Folgendes YouTube-Video - ab 3:24:00
https://www.youtube.com/watch?v=4vHektzKutw
Soweit ich weiß, finden immer Segelwettbewerbe für Atlantikquerungen statt. Ich würde dabei sterben, aber vielleicht ist Greta ja hochseesegeltauglich.
This entry was edited (4 months ago)

Ich glaube, dabei würde jeder Ungeübte erst mal tagelang nur kotzen. So rein physiologisch gesehen mit Vorwissen um die zurückliegende Ernährungsstörung bei Greta halte ich das von daher für keine so gute Idee. Gibt natürlich auch größere Segelschiffe. Aber ich glaube, davon würde das falsche Signal ausgehen. Die Kritiker würden sich die Mäuler zerreißen von wegen "da guckt, das kommt dabei raus, wenn man Fortschritt wie die Grünen will". Nein - es muss was richtig Geiles daher. Ein passagiertauglicher Cruiser mit Motor, aber der sonnen-, wind- und speichergetrieben. Vielleicht auch ein entsprechend angetriebenes Leichtflugzeug. Sie hat ja nichts gegen Fliegen, nur gegen Kerosin. Gratulation - wir beide haben die Technologie-Debatte hiermit eröffnet :-)

Na ich hatte keine wirklichen Technologien dabei.
Wind ist auf dem Meer grundsätzluch aber schon eine gute Energiequelle, egal ob das nach Christoph Kolumbus aus sieht oder nicht, immerhin hatte der keine Kühlschränke an Bord.
Man könnte ja die Segel neu erfinden und teilweise wie Wickie so anbauen, dass das Schiff bei zu viel Seegang ab hebt. ;-)
This entry was edited (4 months ago)

Ja, das hört sich schon mal gut an ... etwas, das wahlweise schwimmt oder fliegt. Es wäre einfach irre, wenn irgendeine von der Großindustrie bislang verschmähte Technologie Greta über den Teich bringen würde. Das wäre die perfekte Welle ;-)

Nachdem ich ja hier nun eh zum Sprachrohr von #GretaThunberg mutiert bin,
wait, what? du?

Ja, ist mir halt schon fast peinlich, dauernd alles so genau mitzuverfolgen, was mit diesem Mädchen zu tun hat. Hab dann schon manchmal das Gefühl, dass mich jemand für pervers halten könnte. Vielleicht wird es einfach besser verständlich, wenn ich sage, dass ich (für mich persönlich) einfach ziemlich sicher bin, hier einem Zeitgeschehen beizuwohnen, das in der Liga von Gandhi und Martin Luther King spielt. Als die damals wirkten, wurden sie auch nicht von allen als das erkannt, als was sie heute gelten. Ich habe keine Beweise, dass es sich hier um die gleiche Liga handelt. Aber von meinem Gefühl her ist es die gleiche Liga. Und deshalb möchte ich da ganz nah dran sein. Dazu muss ich Greta nicht persönlich begegnen. Die Videos von ihren Auftritten, von den Reden, von dem, was diese bewirken in den Köpfen, reichen mir vollkommen. Ich habe das Gefühl, einer längst überfälligen Veränderung beizuwohnen, die von ihr, von Greta, so ins Bewusstsein der Menschen zurückgebracht wurde, dass diese zu reagieren begannen.

Och, damit liegst Du nicht ganz falsch und die Faszination sei Dir gegönnt.
Mir persönlich fehlt nur Dein Blick hinter viele andere Dinge, die mir vorher nicht aufgefallen sind. Aber dann muss man eben selbst besser hin schaun.

@Stefan Münz: Das mit dem "Sprachrohr" ist gewiss übertrieben, aber ich wundere mich schon seit einiger Zeit, wie sehr Du Dich an Greta "festgebissen" hast. Da war manchmal das Gefühl von Personenkult im Raum. Daher finde ich Deine Erklärung sehr erhellend.

Es ist gut und vielleicht auch sehr wichtig, dass Du hier als eine Art Multiplikator agierst. Was ich aber für kontraproduktiv halte, ist eine permanent rosarote Brille. Die mag hier und da ganz nützlich sein, sie kann aber auch sehr schnell für partielle Blindheit sorgen.

Der Aktionismus (nicht abwertend gemeint!) von Greta & Co. ist gewiss ehrenhaft und hat meinen vollen Respekt, aber reicht das??? Diese Frage sollten sich Greta und Co unbedingt stellen! Und wenn sie es nicht selbst tun, muss man sie damit von außen konfrontieren.

Im Moment bin ich immer noch der Meinung(!), dass der ganze Aktionismus im Grunde zu wenig bewirken wird. Weil:
- es (zumindest im Moment) nicht danach aussieht, dass eine kritische Masse aktiviert werden kann,
- der eigentliche Schlüssel zur Lösung dieser Problematik, ein friedlicher und gesellschaftlich gewollter Systemwechsel, noch immer out of focus zu sein scheint.
Beides sind in meinen Augen jedoch Zwangsvoraussetzungen für einen nachhaltigen und zügigen ökologischen Wandel. Im Moment sieht's eher danach aus, dass die aktuelle Politik hier nur eher kleine Zugeständnisse macht, die die Welt bei weitem nicht retten werden ... und, dass mit Wahlabstimmungen zu Gunsten "grüner" Parteien lediglich der Bock zum Gärtner gemacht wird.

Ich denke, dass neben dem Würdigen auch ein konstruktives Kritisieren von ganz großer Wichtigkeit ist. Im Interesse aller.

Den friedlichen und gesellschaftlich gewollten Systemwechsel - wie genau willst du den bewerkstelligen mit einem Volk von Benzinmotorfanatikern, Grillmeistern und Kreuzfahrt- und Fernreiselustigen? Und das noch im Angesicht einer drohenden klimatischen Katastrophe? Mir war das alles mit der Klimaerwärmung bis vor wenigen Wochen auch nicht so klar. Ich wusste wie alle anderen, dass es so was gibt, aber dachte mir wie alle anderen, naja, so ein zwei Grad kanns von mir aus eh gerne wärmer werden. Aber wenn man sich erst mal mit den unumkehrbaren selbstverstärkenden Prozessen beschäftigt, die ab einem gewissen Stadium drohen, und welche Folgen das weltweit hat, was wiederum auch für uns massive Folgen haben wird, dann sieht die Sache einfach anders aus. Wir können leider nicht mehr warten, bis die Benzinmotorfanatiker sich für Elektromotoren begeistern, die Grillmeister für Tofu und die Reisebürokunden für Interrailreisen zur Nachhaltigkeitsfinka. Zumal die alle auch immer weiter nachwachsen, wenn man ihnen nicht irgendwann klar macht, dass das so nicht mehr geht.

Ich finde, die Klimakrise ist das beste, was überhaupt passieren konnte. Denn sie ermöglicht einen erzwungenen Umstieg auf nachhaltiges, kreislauf-orientiertes und sozialverträgliches Wirtschaften, ohne die Ideologismen des Sozialismus dafür zu benötigen, die aus nachvollziehbaren Gründen gesellschaftlich auf noch viel breitere Ablehnung stoßen würden. FridaysForFuture ist faktisch die Bekämpfung von Kapitalismus und Neoliberalismus, und mit verdammt guten Karten, jedenfalls viel besseren, als die ganzen Altlinken haben.

Ich verstehe auch nicht, wie man nicht sehen kann, dass sich schon längst was bewegt? Dass die routinierten Herrschaften plötzlich wie aufgeregte Hühner im Kreis umherflattern und lauter Peinlichkeiten von sich geben, zeigt doch, dass sie am Ende sind. Die werden auch nicht mehr, die sind Müllhaufen der Geschichte. Aber nur, weil da neuartige Kräfte walten, die sie nicht auf dem Schirm hatten. Das Neue ist vor allem die Beharrlichkeit. Während das Rezo-Video zwar einiges an Staub aufgewirbelt hat, könnte man das letztlich noch aussitzen, weil es eine einmalige Aktion war. Aber FridaysForFuture ist eben mehr. Es ist wöchentliches Streiken, das sich immer weiter ausweiten wird. Das ist innergesellschaftlicher, ziviler Widerstand - derzeit noch in einer sehr sanften Form, und scheinbar harmlos, weil vorgetragen von Kindern und Jugendlichen. Aber Erwachsene schließen sich schon massenweise an, und die globalen Streiks werden kommen.

Ich weiß halt nicht, worauf du da noch warten willst, wenn du diese Veränderungen doch selbst auch willst.

Da haben wir uns scheinbar missverstanden. Mir geht es nicht ums Warten, sondern um Beschleunigung - auch wenn ich nicht so recht weiß, wie das genau gehen soll.

Den 'friedlichen und gesellschaftlich gewollten Systemwechsel' wird man nur durch einen breiten Hinzugewinn von Bewusstsein erreichen können. Das mag utopisch klingen, ich hallte es jedoch nicht für gänzlich unmöglich. Das eigentlich kritische dabei ist, dass die Uhr brutal gegen uns läuft. Und daher bin ich dafür, dass bei FFF noch weitreichender gedacht und agiert wird.

Na siehste, dann sind wir uns doch vollkommen einig! :-)
Und genau in diese Richtung agiert Greta ja. Was glaubst du, warum sie nach Amerika geht? Sicher nicht, um Schule zu schwänzen. Sie geht dorthin, um in den USA und Lateinamerika das Gleiche anzurichten, was sie hier in Europa im vergangenen halben Jahr angerichtet hat. Und wenn du mich fragst - ich denke, sie wird von Santiago de Chile dann auch noch den Pazifik überqueren und in der ersten Jahreshälfte 2020 in Asien das Gleiche anrichten. Der Plan ist: es geht nur global. Es muss überall passieren, innerhalb möglichst kurzer Zeit. Die Leute müssen auf der ganzen Welt zu streiken anfangen. Greta ist, auch wenn sie keine Benzinmotoren mag, eine wandelnde Zündkerze, und das weiß sie.
Übrigens hat sie für den 20. oder 27. September - Termin ist glaube ich noch nicht ganz fix - einen ersten richtig globalen Streikfreitag "verordnet". Also einen, wo auch Arbeitnehmer ihre Arbeit bewusst niederlegen/verweigern und gemeinsam mit den Schülern auf die Straße gehen sollen. Bin mal gespannt, was daraus wird und ob das klappt. Es hängt viel vom gesellschaftlichen Meinungsklima ab, das herrscht. Aber was dessen Beeinflussung betrifft, hat Greta zuminest ganze Arbeit geleistet.

Grundsätzlich sind wir Homo sapiens bereits von der Kante abgestürzt, das belegen die Tiere, die als Kulturfolger direkt von uns abhängig sind und einfach mal "aussterben".
Da "wir Altökos" das seit Jahrzehnten überall anpinnen, geht es mir wie @Ulli Gabsch , es dauert zu lange und ich sehe die Leute das genauso aussitzen wie das Rezo-Video.
Sollten die Proteste für den Kapitalismus zu ungemütlich werden, wird man ein "Totschlagargument" heraus kramen, was sich mit einem gemäßigten Jahreswetter in Einklang bringen lässt. Denn die Proteste begründen sich auf den gefühlten heißen Sommer von 2018. Sollte der nächste "normaler" werden, geht auch niemand mehr protestieren. Das haben wir im Winter 1996 so erlebt, als die Ostsee zufror und alle meinten, das wir in Bezug auf die Klimaerwärmung spinnen.
Eine Masse von Menschen in Schwung zu setzen, ist furchtbar kompliziert, die Physik beschreibt das als Trägheitsmoment. Und ich fürchte physikalisch gesehen immer noch, dass das Lenzsche Gesetz nicht nur für drn Induktionsstrom sondern auch für die Menschen gilt.
Meine Befürchtung ist, dass wir erleben werden, was die Klimaveränderung für uns bedeutet, @Stefan Münz bekommt jetzt erst einmal nur eine Mückenplage am Rhein - unangenehm aber banal. Was wirklich weh tut, lassen wir gerade auf uns zurasen, weil wir das Problem seit den 90er Jahren ignorieren!
Der "Blackout" kommt und ich grusel mich das besonders davor, weil es mit dem behinderten Familienmitglied doppelt schwer wird. Aber eventuell haben wir. (ohne mich) damit die Chance als eine reduzierte Kleingruppe von Menschen auf der Erde neu zu formieren, umweltbewusster und ressourcenschonend.
Trotzdem bin ich froh, im hochnechnologischen Zeitalter auf der Erde gelebt zu haben.

Rein vom Bauchgefühl bin ich @Bettina Schwarz sehr verbunden. Ich hoffe aber, dass Dein Optimismus, @Stefan Münz, am Ende Recht behalten wird.

Wenn ihr unbedingt gerne schlechte Nachrichten bevorzugst - die gibt es. In den Prophezeihungen von Nostradamus ist bekanntlich - wie auch in diversen anderen Prophezeihungen - von einem dritten Weltkrieg die Rede, der irgendwann in unserer Zeit stattfinden soll. Eine Redewendung in diesen Prophezeihungen verhinderte bislang, dass ich das alles ernst nahm. Es heißt dort, dass der dritte Weltkrieg blöderweise gerade dann ausbricht, wenn sich die Menschheit endlich auf dem richtigen Weg befindet. Bislang hab ich immer gedacht: "Hä? Es geht doch alles nur immer weiter den Berg runter. Also schlechte Grundlagen für diese Prophezeihung". Doch angenommen, der Greta-Feldzug fruchtet tatsächlich, und die Länder beginnen tatsächlich damit, das mit den Treibhausgasen ernstzunehmen. Angenommen, das alles würde sich in vielen Ländern der Welt in einem Vormarsch ökologisch orientierter politischer Parteien und Kräfte manifestieren, und die normalen Menschen würden weltweit plötzlich Hoffnung schöpfen, dass sich nun tatsächlich was zum Besseren verändert. Dann wäre die Bedingung des Nostradamus erfüllt. Dann erscheint irgendein Typ auf der Bühne der Weltgeschichte, der "Mabus" oder so ähnlich heißt (zum Vergleich: Nostradamus hat - angeblich - auch Hitler vorausgesagt, nannte ihn aber "Hister"). Und dieser Mabus hat irgendwas damit zu tun, dass "der Westen" aus dem Osten heraus angegriffen wird. Mit Atombomben und allem was heute dazugehört.
Naja, nur so fürs Ich-glaube-keine-gute-Nachrichten-Gemüt, kein Verschwörungstheorie-Content :-)

In meinem Buch beziehen sich die Vorhersagen von Nostradamus auf je ein Universum. Bei der Vielzahl von Universen ist der 3. WK wie Lotto. ;-)
Grundsätzlich bin ich Optimist, aber das was ich "sehe" zeigt, dass man pessimistisch malen muss, damit die Leute die Dringlichkeit erkennen können.
Ansonsten kann man das eigene Leben beenden, finde ich aber aktuell nicht erstrebenswert.

Hach, wir werden wohl alle sterben! ;)