Skip to main content


 

Der Kapitalismus hat einen Brief an Greta geschrieben


Weiß zwar nicht so recht, ob ich das für einen ehrlichen Versuch des notwendigen Generationen-und Lifestyle-Dialogs halten soll, oder doch nur für aalglatte Einschmeichelei, die dieser Zunft ja zueigen ist. Aber diskussionsanregend in jedem Fall!

Gesellschaft (x) Klima (x) Link (x) Wirtschaft (x)
@stefan ich hatte den Artikel auch in meinem RSS Reader und fand ihn ehrlich gesagt widerlich. Wie sagt man da in Zeiten der Kilmaerwärmung? Ist das "Coldwashing"?

Ich lese da eigentlich nur "Oh ich fühle mich so schlecht ... aber Schuld sind die dummen Menschen und der notwendige Kapitalismus". Ausserdem wird da noch ein Generationenunterschied gemacht, der bei so einem Thema einfach nicht existiert, denn eine Katastrophe, die die Erde bedroht, hat so rein gar nichts mit einem Unterschied zwischen den Generationen zu tun. Da sind alle Menschen, aller Generationen egfordert.

Das was dieser Typ schreibt ist in meinen Augen widerlichster Managertalk aka Manipulation aka Propaganda. Dieses Onlineschreiben sollte meines Erachtens das Recht auf Löschung so schnell wie möglich geltend machen.
Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (vor 1 Woche)

Das Wörtchen "but" kommt recht häufig vor in dem Schreiben und wie Ned Stark gesagt hat: "alles, was vor dem Wort aber gesagt wird, ist ein Haufen Scheiße".
Aber (harr hrrr) es sind schon ein paar bedenkenswerte Aussagen drin in dem Schreiben, das sicherlich nicht von einem einsamen Seelchen in stundenlanger Gewissensnot mit Blick auf die Skyline verfasst wurde. So, wie ja auch Littlefinger tatsächlich ziemlich kluge Analysen der Politik in Westeros drauf hatte....

Ganz niedlich...
Da will jemand der Greta "Danke" sagen und hat es getan. Es hätte schlimmer sein können, finde ich.
Und womit er komplett Recht hat ist, dass wir alle uns ändern müssen. Er hat auch Recht damit, dass es auf Gretas Art und Weise aktuell kaum möglich sein wird, auch wenn das eigentlich der Weg wäre, mit dem man jetzt zumindest das 2°C-Ziel noch durchboxen könnte.
Da er aber selbst keine eigenen Wege findet, stimme ich zu, ist es im Ganzen eher Gejammer ins Blaue als eine tolle Nachricht an Greta. So will sie das bestimmt nicht lesen, also ich würde es mit ihren klaren Zielen so nicht lesen wollen! :)

@Bettina Schwarz das allfällige "sei selbst die Veränderung, die Du sehen willst" ist eigentlich der übelste Teil dieses Textes. Der Banker schreibt aus der Perspektive des Anbieters, er ist der, der die Angebote am Markt macht, ale anderen, die sich ändern sollen, müssen erst einmal all die Angebote, die seine Zunft zu machen pflegt, zurückweisen und dann würden er und seine Kollegen vielleicht keine Angebote mehr machen oder andere oder weniger.

Recht eigentlich eine Frechheit, wenn man es genau nimmt....

@Hartmut Noack Ich hab mir jetzt den Text mehrmals durchgelesen, womöglich übersetze ich einiges nicht korrekt in meine Muttersprache, aber ich finde, er bleibt sehr beim "wir", schon bei den Schuldzuweisungen genau wie bei dem, was verändert werden muss.
In meiner Übersetzung liest sich das niedlich, ich kann aber mit einer Abwertung leben, da dieser Brief die Welt nicht um wirft.

Solange alle politischen Entscheidungen, die das Thema berühren, letztlich "marktkonform" ausfallen, ist es leider nicht verwunderlich, dass sich ein Geldgeber als die entscheidende Spitze der Zivilisation betrachtet, spitzeneinsam traurig sinnierend darüber, das große Geld nun mal nur dort investieren zu können, wo das große Geld gemacht wird.

Meine Meinung:
Ich glaube das Kapitalismus(=Profit machen) und Nachhaltigkeit sich ausschließen. War für 'ne Zeit lang 'ne mehr oder weniger gute Sache, hat aber langsam ausgedient. Gibt genug Menschen mit Fantasie, die Ideen haben, wie wir es besser machen können, da brauchen wir nicht auf Bänker warten, bis die sich das vorstellen können. Ich lass mich überraschen wie es sich wandelt, dass es sich wandelt, dessen ich mir sicher (ist einfach nur logisch). Vielleicht geht's mit der Legalisierung von bestimmten Drogen einher (huch, darf man das hier schreiben?), macht die Menschen weniger verbissen. Letztendlich will jeder nur in Gemeinschaft leben, zusammen lachen, arbeiten, dazu lernen, gemeinsam Probleme lösen, Anerkennung bekommen, ein klein wenig Individualität, Kinder groß ziehen. Hab ich was vergessen?

Ja das Wichtigste: Lieben und geliebt werden.

@tini Wir brauchen zwar auch Menschen, die den Überblick behalten, die organisieren können, und die auch in großen Maßstäben denken und Verantwortung übernehmen können. Aber das sind sicher keine heutigen Banker. Die gehören in die Ausnüchterungszellen der Zukunft.
@tini