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Stuttgart


Gestern ist in der taz frei nach dem Motto "Die Vernichtung der CDU" ein Artikel der Sorte "Die Vernichtung von Stuttgart" erschienen. Der Artikel strotzt dermaßen von Sarkasmus, dass man ihn kaum ohne spontane Bauchmuskelbewegungen lesen kann. Das nahm ich mal zum Anlass, diesen heutigen vielleicht letzten sommerlichen Schönwettertag zu einem Ausflug zu #S21 zu nutzen. War schon etliche Jahre nicht mehr in Stuttgart gewesen und kannte die umstrittene Großbaustelle um den HBF herum noch gar nicht aus eigener Erfahrung. Das habe ich heute mal nachgeholt und auch ein paar Bilder gemacht. Die gibts hier:

Fotos: Der patriarchalische Futurismus von Stuttgart

Ja, das geplante "Bahnhofsuniversum" #Stuttgart21 und das ganze schon existierende Gebäude-Ensemble drumherum signalisieren städtebaulich: maskuliner Größenwahn, kapitalistische Kälte, und isolierte Fußgängerzonen/Menschenlebensbereiche in einem allein für Autos gebauten Umfeld. Genau das ist die Zielscheibe dieses bitterbösen Artikels:
#S21 #Stuttgart21 Architektur (x) Foto (x) Gesellschaft (x) Medien (x)
Wenn man den Foto-Link anklickt kommt ne "Albums" Seite, aber dort nix von S21 zu sehen.

Ah, danke für den Hinweis! Ich hatte vergessen, es public viewable zu machen.

Das Bankenviertel, das zwischen Hbf und Milaneo ist, war schon immer eine einzige Katastrophe. Kalt, leer, abweisend. Das war aber schon lange vor dem Bau von S21 so.

Ja, stimmt, diese Beton- und Glasbunker gab es in den 70ern schon. Nun gibt es ja auch ein paar nette Altstadtwinkel in Stuttgart, die der Autor des sarkastischen Artikels wahrscheinlich nicht besucht hat. Aber wenn man die gegenwärtige Stadtanlage mal durch die Brille des Artikels sieht - es ist schon was dran. Die Stadt ist extrem Auo-fixiert gebaut. Fußgänger haben "ausgewiesene Gehege" abseits der vierspurigen Stadtadern. Das ist dort krasser als in den meisten anderen Städten.

das wird ganz bestimmt eine echte bereicherung der stadt werden ...