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Hexensuche


Den folgenden Text, den ich in diesem Posting auf Diaspora gefunden habe, habe ich mir mal erlaubt ins Deutsche zu übersetzen, weil es sich dann für einige User doch vertrauter und besser liest:

Eine meiner Freundinnen erzählte mir von einer lehrreichen Unterrichtsstunde am Gymnasium ihrer Tochter in diesem Winter. Sie haben dort gerade die Hexenprozesse von Salem als Unterrichtsthema, und ihr Lehrer sagte, er würde nun ein Spiel spielen.

"Ich werde jetzt herumgehen und jeder/m von euch ins Ohr flüstern ob ihr eine Hexe oder eine normale Person seid. Euer Ziel ist es anschließend, die größte mögliche Gruppe zu bilden, in der sich KEINE Hexe befindet. Am Ende wird jede Gruppe, in der sich mindestens eine Hexe befindet, ausscheiden."

Die Jugendlichen begannen, sich gegenseitig mit Fragen auszuquetschen. Zunächst bildete sich eine recht große Gruppe, doch die meisten SchülerInnen verteilten sich dann auf kleine, exklusive Gruppen, die alle abwiesen, bei denen sie nur den Hauch eines Verdachts hatten.

"OK", sagte der Lehrer. "Ihr habt nun euere Gruppen gebildet. Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen. Alle Hexen heben nun bitte ihre Hände."

Niemand erhob die Hand.

Die Kids waren verwirrt und warfen dem Lehrer vor, dass er ihr Spiel verdorben hätte.

"Tatsächlich? War denn irgendjemand in Salem wirklich eine Hexe? Oder glaubten alle nur was man ihnen erzählt hatte?"

So bringt man Kids bei, wie einfach es ist, eine Gesellschaft zu spalten.

Bleibt weiterhin offenherzige, wundervolle Menschen! Ausgrenzung, zum Sündenbock machen und Spalten zerstört weit mehr als es schützt. Wir hocken alle im gleichen Boot.
Gesellschaft (x)
Gefällt mir. Schöne Geschichte. Ich möchte noch eine dazu beisteuern.

Warum der Buddha kein Buddhist war (von Wolfgang Koch)

Von dem Meditierenden Max Glashoff, Präsident der Dachgesellschaft deutscher Buddhisten 1960-84, stammt der bemerkenswerte Ausspruch: »Nach langer Beschäftigung mit der Lehre des Buddha bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass ich kein Buddhist bin! Ich habe mir die Empfehlungen des Erleuchteten zur Richtschnur für mein Dasein genommen, um dem selbst geschaffenen Leiden möglichst ein Ende zu bereiten«.

Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Da wollte einer Buddhist sein, weil er es nicht war, oder umgekehrt, er wollte Nichtbuddhist oder Unbuddhist sein, weil er Buddhist war. So etwas konnte nur Zen-Praktikern einfallen.

Meine Lehrerin dachte nach, nahm einen Schluck aus der Teetasse. Dann wandte sie sich an mich: ...
Hier gehts weiter: https://blogs.taz.de/wienblog/2012/04/23/warum-der-buddha-kein-buddhist-war/

@Carlo Monenova Sehr schön verlinkt und passend, der Artikel!
Wenn man die Wahrheit erkennt, merkt man es daran, dass man einen unauflösbaren Widerspruch entdeckt.

Danke für die Übersetzung; mir kommt die sehr entgegen!

Woha - der taz-Artikel ist ja richtig gut, eine klare Absage an das typische Schudladendenken westlicher Prägung.

Das werde ich gleich mal posten.