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Erdrandbewohner mastodon (AP)
"Politiker kritisieren Ausbeutung in Schlachthöfen"

Weil die Arbeitsbedingungen wegen Corona in die Schlagzeilen gerieten.

Vorher hats so gut wie keinen Politiker und keine Politikerin interessiert, obwohl alle wussten, wie die Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen aussehen. Hauptsache, das Fleisch ist schön billig.
jedie mastodon (AP)
@Erdrandbewohner
#Mindestlohn erhöhen, wäre eine Idee, damit der Verdienst wenigstens ein bisschen besser passt...
jedie mastodon (AP)
@Erdrandbewohner
Aber wie bei mehreren Bereichen, sollten sich die arbeitet ihn Gewerkschaften organisieren und für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen..
Erdrandbewohner mastodon (AP)
@jedie Damit das nicht passiert werden billige Arbeitskräfte aus (Süd-)Osteuropa eingestellt, die weder ihre Rechte kennen, noch sich Hilfe holen können, weil sie die Sprache nicht beherrschen.
jedie mastodon (AP)
@Erdrandbewohner
Ja, man sollte auch den billiglohnsektor abschaffen, sprich minijobs abschaffen. Dann würde sowas nicht so ganz möglich sein. Gut, dann wird einiges teurer, aber so muss es auch sein. Billig durch Ausbeutung ist halt scheiße.
@Erdrandbewohner @textbook Bemerken die Damen und Herren während ihrer kritischen Auseinandersetzung, dass die Frau, die politisch eigentlich für Schlachthöfe etc. verantwortlich sein sollte, letztens noch öffentlichkeitswirksam das billigste Billigfleisch aus genau solchen Schlachthäusern verkocht hat? Ich hoffe, Frau Klöckner beteiligt sich ganz tüchtig an der Diskussion... #dummheit #ichweißvonnix
@Erdrandbewohner Unsere Landtagsabgeordnete, die für Landwirtschaft zuständig ist, hat sich ständig mit denen angelegt. Weil es ihr Job ist. Die meisten Leute interessiert das aber nicht ständig. Deswegen findet das wenig Aufmerksamkeit. Und da Politiker.innen Informationen brauchen, sind sie drauf angewiesen, dass sich Menschwn darum kümmern: Betroffene, die sich melden, Medien, die recherchieren usw. https://www.eickhoff-weber.de/2016/04/29/missbrauch-von-werkvertraegen-und-leiharbeit-konsequent-ahnden/
@Erdrandbewohner Die nutzen den Anlass und die Aufmerksamkeit, die es jetzt gibt, um Forderungen zu stellen, die sonst nicht durchdringen. Man kann nicht alles zu jeder Zeit fordern und durchsetzen. Es braucht immer eine Aufmerksamkeit für ein Thema.
leftbit mastodon (AP)
@kaffeeringe @Erdrandbewohner Es braucht Aufmerksamkeit, um das Richtige zu tun?

Wahrscheinlich hast Du irgendwie Recht, aber das ist ein verdammt deprimierender Zustand. 😣

Blöderweise hält Aufmerksamkeit Leute nicht mehr davon ab, das Falsche zu tun... irgendwas ist kaputt mit der Aufmerksamkeit.
@leftbit @Erdrandbewohner Politiker-Tage haben auch nut 24 Stunden. Und sie haben viele Themen. Deswegen hilft es immer, wenn Themen von anderer Seite Aufmerksamkeit bekommen. Das ist doch der Grund, warum.man Demos macht oder Petitionen... Man muss ja nicht so tun, als würde sich sonst keine Politiker drum kümmern. Denen, die sich drum kümmern, denen gibt man damit Rückenwind.
Erdrandbewohner mastodon (AP)
@kaffeeringe PolitikerInnen müssen sich sich nicht selber um sowas kümmern. Worum sie sich kümmern müssen: Dass Gewerbeaufsichtsämter genügend Personal und Geld bekommt, dass DIE sich darum kümmern können. @leftbit
leftbit mastodon (AP)
@Erdrandbewohner @kaffeeringe Habe in den letzten Jahren nur den Eindruck gewonnen, dass das nicht passiert. Presse oder Aktivisten decken Missstände auf, Aufregung, Gesetze werden verschärft...

... aber nicht die Kontrollen. Und so ändert sich effektiv nichts....
phars mastodon (AP)
@leftbit @Erdrandbewohner @kaffeeringe
ist wohl muessig hier (und euch) zu sagen - aber ich hoer mich so gerne tippen:
deshalb brauchts starke organisierte belegschaften. die kontrollieren und generieren zugleich aufmerksamkeit.
@phr @leftbit @Erdrandbewohner Richtig. Du kannst halt ewig viele Regeln machen und jeden Tag Aufsichten vorbeischicken - oder du hast eine solidarische Belegschaft, die nicht alles mit sich machen lässt. Beides zusammen, wäre gut.
leftbit mastodon (AP)
@kaffeeringe @phr @Erdrandbewohner Plus ein effektiver Schutz von Whistleblowern.
leftbit mastodon (AP)
@kaffeeringe @phr @Erdrandbewohner Gibt aber auch Ecken, wo das nicht funktioniert. Beispiel Waffenrecht, Tierwohl, Fischerei...
Erdrandbewohner mastodon (AP)
@kaffeeringe Die Aufsicht liegt im staatlichen Aufgebenbereich. Wir sollten uns fragen, warum der Staat da seine Aufgebe nicht wahrnimmt, bwz. nicht wahrnehmen möchte. Das mit solidarischer Belegschaft usw. ist richtig, aber wir wissen, dass dies um so mehr ein Wunschtraum ist, je prekärer die Verhältnisse sind. Wir reden hier vor allem von Menschen aus Osteuropa und Leiharbeitern. @phr @leftbit
phars mastodon (AP)
@Erdrandbewohner @kaffeeringe @leftbit nicht von der hand zu weisen. aber (und dafuer bin ich nicht historiker genug) wie konne sich die arbeiterbewegung organisieren, als der staat keinen begriff von arbeitsbedingung hatte. ist der unterschied zu heute die sprachbarriere? (dergestalt, dass 'gastarbeiter' fuer den chef den vorteil haetten nicht so gut vernetzt zu sein?)
@phr @Erdrandbewohner @leftbit Das frag ich mich auch in anderen Bereichen heute auch. Wie haben es Fabrikarbeiter geschafft, von ihren Groschen Partei, Gewerkschaft, Wohlfahrtsverband, Sportvereine, Chöre, Zeitungen aufzubauen und heute sind die z.B. Pflegekräfte mit Gewerkschaftsbeiträgen überlastet - die sie inzwischen vom Staat über die Steuer sogar wieder zurück kriegen...
@phr @Erdrandbewohner @leftbit Vermutlich steht auch ihnen ihr Arbeitsethos teilweise im Weg. Die Arbeiter von früher hatten die Einstellung, dass sie als Männer und Arbeiter harte Arbeit ertragen müssen. Pflegekräfte von heute meinen, sie müssten sich vor allem um die zu Pflegenden kümmern und nicht um sich selbst... Also, als These. Ich frag danach, wenn ich Pflegekräfte treff.
phars mastodon (AP)
@kaffeeringe @Erdrandbewohner @leftbit ich glaube die industriearbeiter*innen, die pflegekraefte und die kuenstler*innen, kann man nicht so einfach vergleichen, da stehen eben kulturelle und (materielle) unterschiede im weg. in der kunst opfert man sich fuer das werk auf (weswegen es zum modell neolib. arbeitshaltung wurde), der industriearbeiter kann den stahl auch mal rumliegen lassen, was in der pflege nicht geht. die pflege braucht heute dringend die kunst und die industrie hinter sich.
Erdrandbewohner mastodon (AP)
@kaffeeringe Es ist ein Unterschied beim Streiken, ob die Bänder still stehen oder ob direkt von dir abhängige Menschen sterben. @phr @leftbit
leftbit mastodon (AP)
@Erdrandbewohner @kaffeeringe @phr Nimmt der Staat die Aufsicht nicht wahr, schadet das massiv dem Vetrauen der Bürger in ebendiesen. Das wird gefährlich.
@leftbit @Erdrandbewohner @phr Stimmt. Aber ich hab jetzt nichts dazu gelesen, dass es an der Aufsicht scheitert. Hast Du Links zum Einlesen?