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Meinung | Die nötigen radikalen Veränderungen sind nur mit massivsten Druck von Unten möglich


Gestern Abend hatte ich im Rahmen des Barabends der Anarchistischen Gruppe Mannheim mehrere gute Gespräche. Dabei hat sich einmal mehr herauskristallisiert das die nötigen radikalen Änderungen um die Folgen des Klimawandels zumindest einigermaßen abzufedern, im Rahmen des gegenwärtigen Systems nur durch massivsten Druck von Unten, also von den Menschen selbst möglich sind, vor allen aber in der nötigen Geschwindigkeit möglich sind. Nur wenn wir es schaffen auf die Politiker der jeweiligen Regierungsparteien einen Druck aufzubauen das sie praktisch bis kurz vor das Zerreißen stehen, werden wir das was nötig ist erreichen. Und mit nötig ist wie gesagt nur das gemeint was es ermöglichen wird die übelsten Folgen des menschgemachten Klimawandels abzumildern. Für mehr ist es schon viel zu spät, dafür hätten wir schon vor 20 bis 30 Jahren anfangen müssen.

Dazu braucht es nicht nur hin und wieder oder regelmäßige Demos, dazu braucht es Dauerdruck und somit für die betreffenden Politiker auch Dauerstress. Dazu braucht es viele tausend Leute die vor dem Parlamenten und Regierungssitzen rund um die Uhr den Druck aufrecht erhalten. Aktionen die große Aufmerksamkeit erzeugen und auch Menschen die den führenden Politikern sogar direkt vor ihrem Wohnhaus durch Aktionen Druck machen. Nur so wird es diesen Politikern die schon lange das Primat der Politik über die Wirtschaft verloren bzw. verschenkt haben möglich sein, den Einfluss des Kapitals abzustreifen und das Nötige zu tun.

Und davon sind wir leider noch sehr weit entfernt, obwohl wir es an sich schon Vorgestern gebraucht hätten.

Tags: #de #meinung #politik #parlament #regierung #politiker #druck #klima #klimawandel #aktion #widerstand #ravenbird #2019-06-02
Tom Seh diaspora
Bis auf diese Passage :
"Menschen die den führenden Politikern sogar direkt vor ihrem Wohnhaus durch Aktionen Druck machen."
bin ich der gleichen Meinung
Wir werden nur dann den Maximalen Druck aufbauen können, wenn wir selbst so weit gehen. Klar das Grundstück/Wohnhaus sollten als Rückzugsort außen vor bleiben, aber darüber hinaus spricht imho nichts dagegen auch dort vor den Gebäuden z. B. durch kleine Demos, Schilder etc. Druck aufzubauen.
Tom Seh diaspora
humble or honest?
Hm da versagt mein Englisch nun wohl. Egal ja ehrlich. Den klar kann man damit argumentieren das man damit unbeteiligte Dritte (vor allen die Familie) mit hinein zieht. Aber auf der anderen Seite schädigen die betreffenden Politiker ihre eigenen Familien durch ihr politisches Handeln selbst massiv.
Genau das ist ja die Idee hinter #FridaysForFuture. Nicht nur demonstrieren, sondern eine Pflicht verweigern. Und das nicht nur einmalig, sondern einmal pro Woche. Es ist ja schon geplant, das Konzept auszuweiten. Am 20. oder 27. September soll es den ersten FFF-Tag geben, an dem auch Arbeitnehmer aufgerufen sind, die Arbeit niederzulegen (Generalstreik). Und FFF und Extinction Rebellion kennen die 3,5%-Formel. Da wollen sie hin. Aber ohne Autos anzünden und dergleichen, sondern so friedlich und ordentlich wie Gretas Zöpfe.
Es geht gar nicht darum eine Pflicht zu verweigern, und Fridays for Future ist so gut ich das auch finde nur ein kleiner Teil dessen was notwendig ist. Denken wir das weiter kommen wir schnell zum Thema Politischer Streik bzw. Generalstreik, aber der ist ja zumindest in rechtlicher Hinsicht ungeklärt (nein er ist nicht verboten). Wir brauchen harten permanenten Druck. Den nur so wird man Politiker aller Couleur dazu zwingen können endlich im Sinne der Menschen und nachfolgender Generationen zu handeln.
Dafür gibts bereits Extinction Rebellion. Die haben ja im April in London mit ihren intelligenten Straßensperren schon gezeigt, was sie drauf haben, und dass sie mehr als nur Demonstrationen wollen, nämlich zivilen, gewaltlosen Widerstand. Es gibt auch in DE schon viele Ortsgruppen davon: https://extinctionrebellion.de/ortsgruppen/
Es geht nicht darum was relativ kleine Gruppen drauf haben. Es geht darum das da ein Ruck durch die Bevölkerung gehen muss und die faulen Couch-Potatos ihren Arsch hoch bekommen und auf die Straße müssen. Wie gesagt es geht darum die Politik vor sich her zu treiben, sie dazu zu zwingen im Sinne der Menschen zu arbeiten. Und das Pronto!
tini diaspora
Die Groko wird bald platzen :)
Iat wahrscheinlich. Allerdings ändert das nichts daran das die Parteipolitiker massivsten Druck aus der Bevölkerung brauchen damit sie die nötigen Schritte tun.