social.stefan-muenz.de

News | Tagesschau: Pandemie in den USA - Corona-Hotspot Fleischfabriken


Amerikas Schlachthöfe haben mit heftigen Corona-Ausbrüchen zu kämpfen. Angesichts der Arbeitsbedingungen sind Übertragungen kaum auszuschließen. Trotzdem wird weiter geschlachtet.

Rund 5000 Mitarbeiter in amerikanischen Fleischfabriken sind an Covid-19 erkrankt, mindestens 20 sind gestorben. Dutzende dieser Fabriken stehen still, weil sie zu Hotspots für das Coronavirus geworden sind…

Audio: Web | MP3 | OGG

Gedanken: Wieder einmal zeigt sich eine der Perversionen der Lebensmittelproduktionen als eine unserer Schwachstellen. Seien es die Fleischfabriken in den USA, sei es bei Unternehmen wie Westfleisch in NRW. Wir müssen in der Land- und Viehwirtschaft und der darauf aufsetzenden Wirtschaft endlich massivst umdenken. Aber ja das ist unbequem und wir schieben es so lange wie nur irgend möglich vor uns her, nur um unsere Gewohnheiten nicht verändern zu müssen. Könnte man fast als Strukturkonservatismus sehen…

Tags: #de #news #usa #corona #corona-krise #corona-hotspot #fleischfabrik #fleischfabrik #lebensmittel #fleisch #massentierhaltung #mensch #tier #covid-19 #gedanken #tagesschau #ravenbird #2020-05-11
Info: Leider musste ich den Beitrag noch einmal neu einstellen, da etwas wichtiges gefehlt hat. Die Quelle.
Bisherige Kommentare beim alten Beitrag:

Da bekommt "Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben" noch eine andere Bedeutungsebene.

Ich meine, glaubt denn wirklich jemand das Leute, denen schon das Leid der Tiere in den Produktionsketten scheißegal ist, sich plötzlich für das Leid anderer Menschen interessieren?
Das Problem ist in meinen Augen zum Teil die Prägung auf Fleisch die von klein auf stattfindet und die generelle Ausrichtung auf Fleisch im Essen. Dazu kommt die generelle Entfremdung zwischen Mensch und Tier/Natur.
Die Prägung ist nur die Motivation.
Aber um Fleisch essen zu können muss man dazu fähig sein dauerhaft seine ethischen Werte auszuschalten, um die eigene Handlungsweise rechtfertigen und fortsetzen zu können, und wenn man das für Tiere kann, kann man es auch für das menschliche Leid das dadurch entsteht.
Naja das habe die Menschen über Jahrtausende geschafft. Nur Heute ist es nicht mehe nötig.
Dem möchte ich mich anschliessen.

Trotzdem dazu eine Frage, die mich seit ein paar Tagen erschreckt:
  • Für die Produktion von 1Kg Fleisch sind 5-10 Kg Getreide nötig (Getreideeinheiten)
  • Der Flächenertrag beim Anbau von Hülsenfrüchten ist ca 500 Kg / ha, also < 10% des Flächenertrags von Weizen.
Heißt das etwa, daß eine Ernährungsweise, die auf den klassischen Hülsenfrüchten basiert (Erbsen, Bohnen, Linsen, Ackerbohnen), die Nahrungsmittelversorgung der Menschheit erschwert? Sind Sojabohnen die Alternative?

Die Zahlen aus dem Gedächtnis aus einem WWF-Bericht zitiert.