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Items tagged with: Rezo


 
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Klimastreik (20.09.2019)

Dossier "Klima-Politik"


Am Freitag dieser Woche (20.09.2029) finden weltweit Klimakationen statt. Zur Unterstützung, Begleitung und Information stellt Europa.blog ab jetzt ein fortlaufend aktualisiertes Dossier zum Thema Thema "Klima-Politik" bereit. In diesem Dossier gibt es zwei Rubriken: "Daten | Fakten | Argumente" (hier werden Studien/Artikel/Beiträge/Erklär-Videos mit Daten, Fakten und Argumenten aufgeführt) und "Weitere Texte zur Klima-Politik" (hier sind informative und argumentationsstarke Hintergrundartikel aufgeführt).

#Klima #Klimapolitik #allefürsklima #Klimaerwärmung #Klimawandel #Klimakrise #Umweltpolitik #Klimaschutz #Umweltschutz #Umweltkrise #Politik #EU #Klimastreik #Klimademo #Rezo #Erderwärmung #Linke #BUND #GreenPeace

 
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Klimastreik (20.09.2019)

Dossier "Klima-Politik"


Am Freitag dieser Woche (20.09.2029) finden weltweit Klimakationen statt. Zur Unterstützung, Begleitung und Information stellt Europa.blog ab jetzt ein fortlaufend aktualisiertes Dossier zum Thema Thema "Klima-Politik" bereit. In diesem Dossier gibt es zwei Rubriken: "Daten | Fakten | Argumente" (hier werden Studien/Artikel/Beiträge/Erklär-Videos mit Daten, Fakten und Argumenten aufgeführt) und "Weitere Texte zur Klima-Politik" (hier sind informative und argumentationsstarke Hintergrundartikel aufgeführt).

#Klima #Klimapolitik #allefürsklima #Klimaerwärmung #Klimawandel #Klimakrise #Umweltpolitik #Klimaschutz #Umweltschutz #Umweltkrise #Politik #EU #Klimastreik #Klimademo #Rezo #Erderwärmung #Linke #BUND #GreenPeace

 
Langsam scheinen auch Vertreter*innen der Leitmedien zu begreifen ...

Klimakrise: Gemeinsam gegen den Golem


#Klima #Klimapolitik #allefürsklima #Klimaerwärmung #Klimawandel #Klimakrise #Umweltpolitik #Klimaschutz #Umweltschutz #Umweltkrise #Politik #EU #Klimastreik #Klimademo #Rezo #Erderwärmung #Linke #BUND #GreenPeace

 
maiLab - #Klimawandel: Das ist jetzt zu tun! (feat. #Rezo)

https://invidio.us/watch?v=4K2Pm82lBi8

"Immer mehr Menschen checken: Es ist allerhöchste Eisenbahn. Wir müssen CO2-Ausstoß reduzieren, ja! Aber wie? Die gute Nachricht: Wir haben den Plan. Und zwar einen wirklich guten, wissenschaftlich sinnvollen Plan."

#allefürsklima Globaler #Klimastreik 20.9.2019
Deutschland: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/
Österreich: https://www.fridaysforfuture.at/deinort
Schweiz: https://climatestrike.ch/events/

#fridaysforfuture

 

#Netzlese


Die Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim hat ein sehr ausführliches und zugleich verständliches Video zum Thema CO2-Bepreisung gemacht. Es ist eine gute Zusammenfassung der Debatte. Insbesondere gibt es sehr gut den Standpunkt der meisten Umweltverbände und der Wissenschaft wieder. | YouTube, 14.09.2019

#Netzlese #Klima #Klimapolitik #allefürsklima #Klimaerwärmung #Klimawandel #Klimakrise #Umweltpolitik #Klimaschutz #Umweltschutz #Umweltkrise #Politik #EU #Klimastreik #Klimademo #Rezo #Erderwärmung #Linke #BUND #GreenPeace

 

#Netzlese


Die Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim hat ein sehr ausführliches und zugleich verständliches Video zum Thema CO2-Bepreisung gemacht. Es ist eine gute Zusammenfassung der Debatte. Insbesondere gibt es sehr gut den Standpunkt der meisten Umweltverbände und der Wissenschaft wieder. | YouTube, 14.09.2019

#Netzlese #Klima #Klimapolitik #allefürsklima #Klimaerwärmung #Klimawandel #Klimakrise #Umweltpolitik #Klimaschutz #Umweltschutz #Umweltkrise #Politik #EU #Klimastreik #Klimademo #Rezo #Erderwärmung #Linke #BUND #GreenPeace

 
Lange Gespräche, wie die Politik in Zukunft mit der veränderten Lage in Bezug auf die Medienwirksamkeit von Influenzern wie #Rezo begegnen kann.

Was muss Politik tun, um sich im #Neuland medial zurechtfinden zu können?

Wir helfen gern weiter😉

#piratengc19 #gamescom2019 #gcc19

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Echt jetzt, Kinners...!?


So wirklich habt ihr nicht gerafft, was da die Kritik war, oder? Wollen wir vielleicht kurz nochmal nachdenken? Ich meine vielleicht könntet ihr dann selbst noch auf die Idee kommen, dass ein "Neustart" eurer fucking Politik vielleicht der bessere Ansatz wäre. Nur so nen Gedanke...

"Nach Rezo-Video: Junge Union fordert “Neustart” der Kommunikation bei der CDU"
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nach-Rezo-Video-Junge-Union-fordert-Neustart-der-Kommunikation-bei-der-CDU-4469522.html
#CDU #JungeUnion #Rezo #YouTube #NieWiederCDU #ZerstörungDerCDU #Politik

 

Weltklima auf der Kippe | Telepolis


Bei #Rezo waren es noch 9 Jahre und hier sind es nur noch 5 bis das #Klima kippt und der #Klimawandel irreversibel wird.

 

 
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Fundstück - arg übertrieben, aber gut!
#Rezo
#CDU
#Rezo #CDU

 
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Fundstück - arg übertrieben, aber gut!
#Rezo
#CDU
#Rezo #CDU

 
Freundin ruft an: „Hab Dich bei #Illner gesehen. Eines war auffällig: Es gab ausnahmsweise KEINEN herablassenden Kommentar über Dein Alter. Tja, traut sich wohl nach #Rezo & #FridaysForFuture keiner mehr.“ 💁‍♀️

 

#Rezosierung


"(...) Alles muss sichtbar sein. Kann man es nicht hören und vor allem nicht sehen, ist es in der Bildschirmgesellschaft nicht existent."

Link zum Essay von Dennis Hartmann:
https://neue-debatte.com/2019/06/04/dekonstruktion-und-umformation-rezo-und-die-diskursfuehrung-durch-youtuber/
#YouTube #Rezomusik #Rezo #Influencer #Aufmerksamkeit #Wissen #Politik #Gesellschaft #Digitales
Dekonstruktion und Umformation: Rezo und die Diskursführung durch YouTuber

 
CDU: Hip sein wollen aus Angst?

von #Rezo: Über 14 Millionen Aufrufe. Doch haben auch über 14 Millionen Menschen wirklich 55 Minuten lang das Video verfolgt? Oder haben vielleicht 5 Millionen nur geklickt, weil irgendwo stand: 9 Millionen haben schon geklickt? Vielleicht haben auch 3 Millionen mehrmals geklickt?
Oder anders: Wie weit reicht dieses Video tatsächlich? Ich gehe da mit Fleischhauer mit¹: Es dürfte auf die EU-Wahl nur einen marginalen Einfluß gehabt haben. In die Machtetagen wurde das Video nicht durch 14 Millionen Klicks gebracht, sondern durch die Berichterstattung über die Klicks. Das ist gar nichts anderes als wenn die Reichweite einer Talkshow² gemessen würde: „Oh, n Millionen Zuschauer! Da müssen wir dabei sein!“ Doch egal ob nun das Video die wahl mehr oder weniger oder gar nicht beeinflußt hat: Es hat Wirkungen auf die Art, wie Politik gemacht wird. Schon jetzt, peinlicherweise, doch dazu später.
Zunächst: Es gibt einen der CDU nahestehenden „Digital-Verein“, das cnetz. Die haben ein interessantes Diskussionspapier herausgebracht – egal was fefe medieninkompetent darüber lästert (er hat das Dokument offenbar nicht gelesen). Ich gehe mit fast allem mit, nur Punkt 3 (Kommunikation und die Influencer) scheint mir albern – und ist auch nicht im Takt des gesamten Dokumentes, als hätte man diesen Abschnitt an jemanden vom Marketing outgesourct. Auf jeden Fall: lesens- und überdenkenswert, auch wenn die Probleme der CDU nun ganz gewiß nicht meine Probleme sind.
Tja, und dann lesen das Leute bei der CDU auf den oberen Machtsprossen. Oder wahrscheinlicher: sie lassen lesen – und wohl auch denken. Und twittern dann doch, obwohl seit Trump und Musk doch öffentlich ist, daß für kleine Geister betreutes Twittern besser ist? Oder wie anders ist dieser anbiedernde und völlig aus dem Ruder gelaufene Tweet der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu begreifen? Die Diskussion dann ist überfliegenswert: Zunächst die berechtigten Sarkasmen, ob denn die CDU nicht mehr an der Regierung sei, sondern die Influencer namentlich Rezo? Bis dann der Vorgartenzwerg aufschreit, man wolle ihm seinen Spanien-Urlaub wegnehmen und überhaupt wäre Rezo voriges Jahr auf die Malediven geflogen – was er offensichtlich getan hat.
Frau Leikert hat dann recht schnell das Handtuch geworfen, vielleicht sucht sie ja noch nach dem Lösch-Knopf.
Ich lese das so: Flaischhauer hat Recht. Bei der CDU sind sie momentan ein aufgeschreckter Hühnerstall weit jenseits jeglicher Souveränitität. Anders als Fleischhauer wünsche ich mir, daß dieser Zustand anhalten möge.
Doch noch etwas zu Rezo: Ich habe, wie gesagt, das Video nur zu Teilen gesehen. Das Format, die Schnitte, die hektischen Handbewegungen, die hektische Sprache, die alarmistischen Vereinfachungen („zehntausende deutsche Wissenschaftler“) – das ist alles nicht meins, aber ich bin ja auch nicht Zielgruppe. In der Aussage aber hat der Mann natürlich Recht, das ist gar keine Frage.
Und obwohl ihm eine Bedeutung zugesprochen wurde, die er m. E. nicht hat, habe ich Angst, daß nun die Diffamierungsmaschine losfeuert. Der Maledivenurlaub paßt ja schon mal. Und vielleicht hat er ja auch seine Katze umgebracht und hat mal geschnupft. Vielleicht ist er ja überhaupt ein unfaßbar großes Arschloch. Kann ja sein.
Aber wenn man das Video schon ernst nimmt, dann soll man den Mann auch ernst nehmen. Reines Anti-Marketing hilft da nicht.
Und wer nach der SPD fragt: Wie peinlich ist denn? Daß Kevin Kühnert, der doch vorher durch Klugheit aufgefallen ist, bei dieser Schmierenkomödie mitmacht – peinlich!
¹ Das ist natürlich peinlich, bitte nicht weitererzählen. Aber seine Argumentation ist stringent, die Wadenbeißereien kann man überlesen.
² Ich sehe so alle paar Monate einmal in eine Talkshow hinein, länger als 3 Minuten geht meistens nicht. Das ganze Format scheint mir völlig aus der Zeit gefallen
CDU: Hip sein wollen aus Angst?
#Rezo

 
Was #Rezo auch zeigt: Die Wahrnehmungs- und Sinngebungsmechanismen haben sich verändert.

Rezo hat mit seinem YouTube-Beitrag nicht nur die politische Meinung vieler junger Menschen zum Ausdruck gebracht, sondern gleichzeitig den Wandel des Leitmediums in den öffentlichen Diskurs gebracht. Es wird in diesem Zusammenhang auch von der Rückkehr der Vorlesung gesprochen.

Die Wissenschaft tut sich schwer, das Ganze zu benennen.

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=741299

#Podcast #Politik #Medien

 
Warum CDU und SPD ihr Problem mit der Jugend nicht schnell in den Griff kriegen

Lange Überschrift, kurze Antwort: Weil es einen Neuansatz bräuchte, der Zeit dauert.

Aber von vorne: Es gab vor einigen, einigen Jahren schon Analysen, die beinhalteten, dass junge Wähler nicht die CDU in Zukunft wählten, sondern die SPD. Während diese Analysen wohl Recht behielten, was die CDU anging, lagen sie bei der SPD falsch. Wer Schokolade nicht mag, nimmt nicht automatisch eine Schokolade-Alternative, er kann auch was ganz anderes wählen.

Diese Analyse hat die SPD in eine Abwarte-Haltung versetzt, den Zuspruch vieler junger Menschen zu den Grünen war kein Alarmsignal. Man war ja Volkspartei, die Grünen nur Klientelpartei, die maximal 15% holt. Die CDU hat nicht reagiert, außer vielleicht indem man höchst diskutabel qualifizierte Menschen in den Bundestag setzte, ohne innere Gegebenheiten in Frage zu stellen. Wer so dauerhaft wiedergewählt wird, denkt, das geht eben auch immer so weiter.

Pustekuchen. Beide Parteien beinhalten einen Neulinge abschreckenden inneren Zustand. Als Neuling bekommt man das Gefühl, man müsse sich wie im Schrebergartenverein den biederen Zuständen anpassen, revolutioniert wird nicht. Das widerspricht aber dem Trend der Zeit, sich kaum anpassen zu müssen, weil man ein ungemein großes Angebot hat, mit dem man sich in seiner Freizeit beschäftigen kann. Wer will da in einen verstaubten Club, in dem man zu husten anfängt.

Es ist also kein neuer Zustand, dass CDU und SPD abschreckend auf Jugendliche wirken. Diesen Trend gibt es seit sicher mehr als 20 Jahren. Dieser Zustand lässt sich aber nicht mehr so einfach verstecken in der heutigen Zeit. Deswegen ist es im Grunde ein Leichtes, CDU und SPD eben über jene Klinge springen zu lassen. Wie im Video von Rezo zu sehen: Schon eine flotte Sprache lässt diese Parteien alt aussehen. Koppelt man das an offensichtlich zutreffende Argumente, wird es heikel mit einer Rhetorikantwort, will man auf Gedeih und Verderb außen vor halten, dass man eben überaltert und verstaubt daher kommt.

Und so kommen beim Video von Rezo eben schlicht diese Dinge beisammen: Stichhaltige Argumente mit Witz in klarer Sprache im passenden Zeitgeistoutfit. Da gegen schickt die SPD Lars Klingbeil im Gamerstuhl. Es sind eben in der SPD nirgends junge Leute, die hier Geschmack und Zeitgeist hochhalten hätte können. Die sind nicht da. Da hilft auch kein Gamerstuhl. Wenn sie in ein fremdes Land gehen und die Sprache der dort Lebenden nicht sprechen, die sie auch nicht verstehen, werden die Leute sie komisch anschauen. Am besten lernt man dann erst mal die Sprache.

Genau hieran hapert es gerade bei CDU und SPD: Man denkt, da wäre doch sicher irgendwie kurzfristig was zu machen, oder man könnte sich doch mal in die Sessel setzen, in denen sich die jungen Leute wohl fühlen, etwas Klimaschutz und fertig ist die Laube. Nee, dem ist nicht so. Da wird das nächste Thema kommen, das offensichtlich zu sehr die Interessen von Unternehmen bevorteilt, und dann ist wieder Ende im Gelände. Eine grundsätzliche Neuaufstellung dieser Parteien wird Jahre dauern, bevor sie fruchtet. Da rennen keine Massen denen die Tür ein, weil es keine Alternative gäbe. Ist in den letzten 20 Jahren auch nicht passiert.

Und schließlich wären wir dann am über allem stehenden Problem: Das wirkliche Missstände wegen der Unfähigkeit von Beteiligten zerschreddert werden, die nicht begreifen, dass es, so lange es diese Erde gibt, immer Katastrophenopportunisten gibt, die das Übel herbeisehenen und entsprechend befördern.
#CDU #Lars Klingebeil #Rezo #SPD

 
RT @MdBdesGrauens@twitter.com

Und dann halt auch ernst(er): #maischberger völlig fassungslos, als @nicosemsrott@twitter.com von der neuen Meinungsmacht des Einzelnen nach #rezo und Bewegungen wie #FFF redet und kritisiert, wie Pegida & Co. von den Medien erst groß gemacht wurden.

🐦🔗: https://twitter.com/MdBdesGrauens/status/1133852029108011010

 
#Rezo hat niemanden "desinformiert". Bei dieser Behauptung handelt es sich um eine gezielte Desinformation der #CDU. Dieses Spektakel dient der Ablenkung.

Teilen höchst erwünscht!

#Scientists4Future #ScientistsForFuture #FridaysForFuture
BPK: "Scientists for Future" zu den Protesten für mehr Klimaschutz - 12. März 2019
507.683 Aufrufe

https://www.youtube.com/watch?v=OAoPkVfeTo0

 
#Rezo gestern auf Twitter; der ganze Thread ist lesenswert, aber leider fest unmöglich hierher zu teilen.
Darum bitte direkt bei Twitter nachlesen:
#Rezo

 
#akk #rezo
#akk #rezo

 
#akk #rezo
#akk #rezo

 
"Ein offener Brief an alle - speziell an unsere Politik und die generation 40+:

Liebe Leute,

da ist dieser junge Youtuber, der gerade unser ganzes Land in Aufruhr versetzt. Was hat er gemacht? Er hat knapp eine Stunde lang in aller Klarheit und ohne eine Beschönigung einfach nur aufgelistet, was gerade bei uns passiert.

Er hat auf seine Art Dinge zusammengefasst, die wir alle wissen und doch auch irgendwie überhaupt nicht. Ich meine jetzt mal ganz ehrlich: Wer hat noch nie von der Drohnenbasis Ramstein, der Schere zwischen Arm und Reich oder der Dringlichkeit des Klimawandels gehört?

Das hat er also alles einmal glasklar zusammengefasst. Und wie reagiert unsere Politik? Völliges Chaos. Völlige Verblüffung. Schockstarre. Aggressivität. Rufe nach Zensur. So als hätte Rezo damit, dass er einfach aus seiner Sicht seine Recherchen zitiert ein Verbrechen begangen.

Es ist total leicht, in der jetzigen Situation unsere Politik als einen Haufen rückgratloser Ignoranten zu bezeichnen, sie zu beschimpfen und zu verfluchen. Aber ich will da nicht mitmachen, im Gegenteil – sondern eine ganz andere Perspektive reinbringen. Was passiert hier eigentlich im Hinblick auf die Psyche und die Bewusstseinsentwicklung von uns Menschen?

Ich will mit einer sehr einfachen Frage starten:

In was für einer Welt sind unsere Politiker versus unsere heutige Jugend und meine Generation aufgewachsen und was bedeutet dieser Unterschied für die Entwicklung unseres Bewusstseins?

Wenn ich vereinfacht davon ausgehe, dass unsere Machthaber heute im Schnitt um die 50-60 Jahre alt sind, dann heißt das folgendes:

Ihre Kindheit haben sie zwischen 1960 und 1990 verbracht. Wenn wir davon ausgehen, dass unsere Kindheit unser Weltbild ganz entscheidend bestimmt, dann können wir über einen Blick in diese Zeit verstehen, wie die Welt dieser Menschen funktioniert.

Was für eine Welt haben sie also damals kennen gelernt?

Damals war kalter Krieg. Zwei Weltkriege waren noch gar nicht so lange her. Es herrscht also eine beständige und subtile Angst, dass dieser Wahnsinn jederzeit wieder starten könnte. Die Welt ist in zwei große Lager gespalten und es könnte jederzeit alles explodieren.

Was für Schlüsse zieht ein Kind daraus? Ich behaupte, es lernt folgendes:

Krieg ist die Natur des Menschen. Menschen sind die natürlichen Feindes des Menschen. Wenn wir nicht extrem für Sicherheit sorgen, bricht ein neuer Krieg aus. Die Regierungen müssen harte Entscheidungen und Maßnahmen treffen, damit die Welt nicht explodiert.

Wir müssen den Feind in Schach halten, um zu überleben. Wer in dieser Welt zu weich ist, der geht unter. Die Komplexität dieser Angelegenheit ist für einfache Menschen nicht fassbar, deswegen muss das Volk nicht alles wissen und es braucht starke Machthaber, um uns in dieser Welt zu beschützen. Die Regierung muss den Informationsfluss kontrollieren, damit keine Panik ausbricht und der Feind keinen Vorteil erringt.

Das emotionale Klima in dieser Zeit ist die Angst. Da ist ständig die unterschwellige Angst vor einem neuem Krieg, vor Atombomben, vor dummen Entscheidungen. Ich benenne dieses Klima jetzt als „Angstland“. Wer im Angstland lebt weiß, dass jeden Moment etwas furchtbares passieren kann. Er ist in einem Zustand der Wachsamkeit und des Misstrauens. Er weiß, dass irgendwo der Feind lauert und er bereitet sich innerlich immer auf die mögliche Konfrontation vor. Da ist keine Zeit für viele Gefühle, für das aufarbeiten von Trauma oder anderes Hippiegetue.

Wenn du unter 30 bist, stell dir einmal vor, du wärst in dieser Realität aufgewachsen. Deine ganze Jugend und dein ganzes junges Erwachsenenalter lebst du im Angstland. Nicht fühlen, sondern funktionieren, beständig den Feind im Nacken. Meinst du, du könntest das dann einfach loslassen?

Gehen wir jetzt in die Realität der jungen Menschen, die unsere Politiker so abwertend als #Wohlstandshelden bezeichnen. Diese Menschen sind genau wie ich in einer Welt aufgewachsen, in der grundlegend Frieden herrscht. Unsere Eltern hatten Frieden und die meisten Großeltern, die Krieg selbst erlebt haben, sind bereits tot. Unsere Eltern haben angefangen zu fühlen.

Sie haben angefangen, ihre emotionalen Traumen anzugehen und haben sich als eine der ersten Generationen überhaupt erlaubt, dinge wie Frieden und Liebe ernsthaft zu Denken. Wir sind die Kinder einer mutigen Generation von inneren Pionieren, die nach dem ewigen Krieg der menschlichen Rasse endlich beginnt, die Option einer Welt des Friedens zu erdenken.

Unsere Eltern haben uns beschützt. Sie haben dafür gesorgt, dass wir uns in Frieden entwickeln konnten. Klar, wir haben auch unsere Kindheitsthemen aber von der ganz grundsätzlichen emotionalen Landschaft sind wir in einer Welt des Friedens und der Liebe aufgewachsen, die unsere Vorgänger uns ermöglicht hat. Außerdem sind wir Dank der sozialen Medien und des Internets von Klein auf mit der ganzen Welt vernetzt.

Für uns ist ein Dunkelhäutiger keine Sensation. Wir wachsen auf mit Videos von der ganzen Welt, wir gucken Vimes und Musicallys von allen Kontinenten, wir lachen gleichmermaßen mit und über Russen, Asiaten, Europäern, Afrikanern, Australiern und Amerikanern. Für uns sind wir alle eine Rasse. Wir haben schon mitbekommen, dass es da diese Ländertrennung gibt und dass sich alle lange gestritten haben – aber dieses grundsätzliche Gefühl von Feindschaft und Angst, das haben wir einfach nicht mehr. Wir bekommen es zwar geschult, aber wir kaufen es nicht.

Für uns ist die Menschheit eine gemeinsame Spezies. Für uns sind wir mehr unbekannte Brüder als Todfeinde. Wir haben von Klein auf die Bilder der Welt als ganzes gesehen und verstehen uns intuitiv als eine Spezies.

Was passiert mit einem Bewusstsein, das so aufwächst?

Wir leben nicht mehr im Angstland. Wir sind eine Generation des Mutes. Wir sind die neuen Pioniere. Aber wir haben nicht mehr die Aufgabe, die Welt zu entdecken. Wir haben die Aufgabe, uns als Menschen neu zu entdecken. Wir dürfen lernen wie es funktioniert, als Weltgemeinschaft, als vereinigte Rasse Mensch zu leben. Gesunde Beziehungen zu führen, mit Menschen, Nationen und der Natur. Unsere Reise führt nach innen.

Ihr habt alles dafür vorbereitet, dass wir diese Reise jetzt antreten können und dafür mag ich euch hier mal Danken.

Das heißt im Klartext: Ich als junger Mensch gucke mir die alten Filme an, in denen Regierungen perverse Experimente mit Kindern machen, um den bösen Russen einen Schritt voraus zu sein.

Unsere Eltern sehen diese Szenen und spüren innerlich ein „Naja, ist zwar falsch, aber so läuft die Welt halt.“

Wir sehen das und denken uns: „Das kann doch nicht sein. Wir sind doch alle Menschen? Wo ist der Feind, den wir bekämpfen sollen? Bekämpft diese Regierung nicht einfach nur ihre eigenen Menschen?“

Wir bringen ein neues Bewusstsein in die Welt. Wir entwickeln gerade ein Bewusstsein von Verbundenheit statt Trennung. Wir spüren intuitiv und von innen kommend, dass wir alle eins sind. Die meisten von uns spüren sogar bereits intuitiv, dass nicht nur die Menschen eins sind, sondern unser ganzer Planet eine große Verbindung ist und wir nicht wirklich von dem, was uns umgibt, getrennt sind.

Tief in uns spüren wir, dass das Angstland vorbei ist. Ihr habt alles vorbereitet, damit wir endlich den Mut fassen können, ins sprichwörtliche Neuland zu gehen. Wir können eine Welt erschaffen, in der wir alle eins sind, in der wir gemeinsam eine Symbiose zur Natur und eine funktionierende Weltgemeinschaft erschaffen können.

Nur jetzt beginnt ein gewaltiges Problem:

Das, was ich hier beschreibe, sind keine bewussten Prozesse. Wir jungen spüren diese neue Welt intuitiv, aber die wenigsten könnten dieses Gefühl wirklich in greifbare Worte fassen. Wir spüren einfach nur, dass der Ist-Zustand falsch ist. Wir haben als Generation die bisher stärkste Verbindung zu einer Intuition, die uns von innen heraus ruft, Verbindung statt Trennung zu leben.

Die alte Generation hat auch nicht bewusst, was sie da lebt. Um all diese Prozesse ins Bewusstsein zu holen, braucht es viel Zeit und Reflexion und die Generation unserer Eltern ist überhaupt die erste, die angefangen hat, sich diese zu nehmen. Unsere Politiker haben ihr ganzes Leben lang nur funktioniert und es irgendwem recht gemacht.

Da war keine Zeit, so etwas wie eine „innere Wahrheit“ zu erforschen oder festzustellen, dass ein Handeln aus dem „Angstland“ mehr echtes Angstland produziert.

Und hier kommt alles zusammen und hier erklärt sich, warum unsere Politiker gerade völlig ausrasten.

Im dieses „Neuland“ im Bewusstsein zu erreichen, benötigt es Offenheit. Die Bereitschaft, offen auszusprechen und zu reflektieren, was in einem vorgeht. Dann kann man es sich anschauen, feststellen wo Angst, Trauma und Unklarheit sitzen und damit arbeiten. Das Ergebnis ist ein freierer Geist, mehr Mut, Akzeptanz und Freude und weniger Schuld, Scham und Angst.

Wir jungen haben eine Welt vorgefunden, in der schon über viel offen geredet wird. Unsere Vorgänger haben ganze Arbeit beim brechen von Tabus geleistet. Wir sind in eine Welt geboren, in der es okay ist, sein Geschlecht zu wechseln, depressiv zu sein, über seinen Missbrauch zu sprechen und so weiter. Wir haben beobachtet, dass Offenheit immer wieder zur Freiheit führt. Sobald offen geredet wird, verändert sich was.

Wir spüren also intuitiv, dass Offenheit und Ehrlichkeit uns befreit – und das all die Geheimnisse, all das Verleugnen und ausblenden uns nur dahin zurück führt, wo wir als Menschen schon mal waren. Also ist es für uns normaler als für jede Generation vor uns, Dinge offen anzusprechen.

Aber die alten, die hatten diesen Luxus nicht. Die sind in einer Welt aufgewachsen, in der man funktioniert und geschwiegen hat. Da wurden Probleme nicht offen angesprochen. Da war noch ganz viel Sünde und falsch. Wer weiß wie oft ihnen als Kind gesagt wurde „So was sagt man nicht, über so was spricht man nicht, wer so und so ist kommt in die Hölle“.

Für diese Generation ist Offenheit ein Angstthema. Sie haben gelernt, zu verdrängen und ihre Gefühle abzuschalten, weil dafür noch kein Platz war. Unsere psyche tickt nach der Maxime „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“ - und dementsprechend blenden wir alles aus, was nicht in unser Weltbild passt. So sind wir Menschen einfach!

Und die Menge, die unsere alten in ihrem Leben ausblenden mussten, ist viel größer als wir uns das vorstellen konnten. Sie mussten das, um zu überleben.

Um das jetzt mal ins größere Bild zu übersetzen:

Was Rezo getan hat ist: Er hat alles offen angesprochen, was gerade läuft, aber eigentlich nicht richtig offen ausgesprochen wird. Damit hat er auch ganz viele Dinge ausgesprochen, die unsere Politiker, um zu überleben, einfach verdrängen MUSSTEN.

Ich kann nicht vom friedlichen und freien Deutschland erzählen, während ich eigentlich Krieg führe und die USA Atombomben bei mir lagert. Das geht nicht. Die Psyche muss eine Entscheidung treffen. Entweder Ausblenden oder verrückt werden. Ich denke kein Politiker, der diese Themen offen angesprochen hätte, hätte in der Vergangenheit politisch überlebt. Bis jetzt zumindest. Also entwickelt die Psyche Beipässe, um auszublenden, was einfach nicht sein darf und was mit dem gelernten Weltbild nicht übereinstimmt.

Daraus kann man nur schlecht einen Vorwurf machen, wir Menschen ticken einfach so – und es braucht eine massiv starke Persönlichkeit, ein starkes Netz und Unmengen an Reflexion, um diesen Prozess zu überwinden. Wir alle tun das, jeder von uns. So sind wir einfach.

Rezo spricht also alles offen an, was in der Psyche unserer Politiker nicht sein darf.

Und jetzt kommt das nächste Problem: Die Psyche kann nicht akzeptieren, was nicht sein darf. Wenn ein Politiker, der diese Themen über Jahrzehnte ausgeblendet hat plötzlich vollumfänglich akzeptieren müsste, was er da gemacht hat, würde er vermutlich eine Psychose bekommen.

Wenn ein Alkoholiker zum ersten mal hört, dass er ein Alkoholiker ist, wie reagiert er dann? Entweder er lehnt es ab, oder er flippt total aus. Das ist eine natürliche, menschliche Reaktion. Es passt nicht zum Selbstbild des Alkoholikers, also projiziert er alle damit verbundenen Gefühle auf den, der es ausspricht. Er braucht Zeit und viele kleine Schritte, um das zu akzpetieren.

Genau diesen Effekt sehen wir jetzt mit Rezo. Er hat mit seiner Offenheit in ein Wespennest gestochen. Er hat zu viel auf einmal offen angesprochen und eine zu breite Masse damit erreicht, als dass die Politiker es einfach wie gewohnt ignorieren könnten. Jetzt bekommt er die ganze Reaktionsbrandbreite der menschlichen Psyche ab.

Ich rufe hiermit offen zum Verständnis für unsere Politiker auf. SIE KÖNNEN NICHT ANDERS. Die Psyche lässt es kaum zu.

Zu akzeptieren, dass wir jetzt in eine Welt starten, in der Offenheit und Verbindung zum neuen Standard werden soll, das ist einfach zu weit weg von allem, mit dem sie aufgewachsen sind.

Bitte gebt ihnen Zeit und die Möglichkeit, die neue Wahrheit Schritt für Schritt zu akzeptieren. Greift sie nicht an sondern nehmt sie an der Hand. Je mehr Druck wir jetzt auf ihre Psyche aufbauen, desto mehr Widerstand erzeugen wir.

Aber in einer Welt der Verbindung müssen wir jetzt einfach Hand in Hand gehen und den Krieg im inneren wie im äußeren langsam aber sicher beenden.

Was heißt das im Klartext zusammengefasst:
Die jungen spüren instinktiv, dass wir in eine neue Welt und eine neue Art des Bewussteins starten. Sie spüren, dass die Zeit von Angst und Trennung einfach zu Ende geht.

Die alten waren zu lange in der Welt der Angst, als dass sie das so akzeptieren könnten. Außerdem ist eine Wahrheit, die von innen kommt, in ihrer Generation nichts wert. Aber genau das ist, was jetzt kommt.

Die jungen spüren den Wert der Offenheit und schauen sich ganz ungefiltert die Fakten an. Die Fakten sagen: Wenn wir als Menschheit JETZT nicht zusammen wachsen, dann gibt es bald keine Menschheit mehr. Also reagieren sie, weil ihr Geist frei genug ist, um zu reagieren.

Die alten können nicht akzeptieren, dass ihr Lebenswerk und alles, für was sie gearbeitet haben, plötzlich falsch sein soll. Sie haben so hart dafür gearbeitet, Deutschland aufzubauen und sie waren doch erfolgreich, können die jungen das nicht sehen?

Die jungen rufen jetzt nach einer verbundenen Welt. Einer Welt der Gemeinschaft und Symbiose.

Die alten haben einfach Angst, dass das mit Menschen nicht funktionieren kann – und sie wollen uns doch nur davor beschützen, dabei Naiv zu sein.

Und was tun wir jetzt?

Liebe Politik, liebe Menschen 40+.

Ich möchte euch heute in meiner Rolle als Geschichtenerzähler eine neue Geschichte anbieten.

Ihr seid Helden, die über Jahre den Raum gehalten haben, in dem wir aufwachsen und ein neues Bewusstsein entwickeln konnten. Ihr habt gemacht, was nötig war, damit wir die Zeit hatten, zu fühlen, zu lernen und unsere innere Wahrheit zu entdecken.

Ihr habt die Welt und vor allem Europa so lange stabil gehalten. In dieser Zeit konnten wir uns heilen, uns therapieren, das fühlen lernen und den inneren Sprung vom Angstland ins Neuland wagen.

Ich verneige mich vor euch, dass ihr diese Bürde für uns getragen habt. Ich weiß nicht, ob ich das geschafft hätte.

Ihr habt uns das alles ermöglicht.

Jetzt kommen wir mit der Mission, eine Welt zu entwickeln, in der wir als Gemeinschaft, CoKreativ mit der Natur und allem anderen zusammen leben können.

Bitte haltet uns nicht auf. Bitte helft uns. Lasst uns gemeinsam das Neuland erschaffen. Lasst uns gemeinsam eure Macht und unsere Visionskraft bündeln, um die Welt zu erschaffen, bei der wir tief in uns spüren, dass wir dafür hier sind.

Wir können uns jetzt das Paradies erschaffen. Es ist zwar verdammt viel Arbeit, aber gemeinsam packen wir das.

Seht uns bitte nicht als Bedrohung, die zensiert werden muss. Seht uns bitte als die Menschen, für die ihr all das erschaffen habt. Als die,, die unter eurer Sicherheit die Zeit hatten, ein Gefühl für eine neue Welt zu entwickeln.

Lasst uns jetzt gemeinsam eine neue Geschichte schreiben. Bitte.

Danke."

von Mark Oswald

#Wandel #Zeit #Politik #Rezo #Paradies #Klima #Bewusstsein #Krieg und #Frieden #Wahrheit #Prozess #Realität #Angst #Liebe

 
Oh! Ein #cdU-Meisterdetektiv.

 

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 

Bäm!


via @atarifrosch

Bild/FotoElias Schwerdtfeger wrote the following post Tue, 28 May 2019 16:06:38 +0200

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 

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Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

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Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 

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Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 

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Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

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Es hätte mich nicht gewundert wenn beim Tagesschau-Bericht zu #AKKgate & #Rezo plötzlich ein Clown in Bild springt und „April, April“ ruft. So gaga ist das alles... 🤦‍♀️

 

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Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 

Bäm!


via @atarifrosch

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Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 

Die Zerstörung des Journalismus


Ich verspreche es, ja, ich gebe sogar mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort: Dies ist meine letzte kommentarhafte Anmerkung zu Rezo, und auch meine längste.

Eigentlich sollte es zu den vornehmsten Aufgaben eines Journalisten gehören, im Vorfeld einer Wahl ins Archiv zu schauen und eine Bewertung der bisherigen politischen Arbeit von Politikern und Parteien im Lichte der aktuellen Wahlversprechungen, Wahlversprecher, Wahlprogramme und sonstigen Reklamelügen vorzunehmen, damit jeder Mensch dazu ermächtigt wird, eine vernünftige und kluge Wahlentscheidung zu treffen.

Diese Aufgabe wird von Journalisten und journalistischen Produkten durchgehend nicht mehr angegangen. Stattdessen setzen diese mit der ganzen Kälte und Dummheit der Psyche die politische Reklame durch weitere Emotionaliserung und Deintellektualisierung fort, bis hin zur politisch vollständig irrelevanten und selbstverständlich menschlich niemals ehrlich beantworteten Frage »Wie fühlen sie sich?« im Interview.

Die immer weiter und gefährlicher um sich greifende Neigung zur Irrationalität, Faktenflucht, Entintellektualisierung und Kurzsichtigkeit in der Politik ist die direkte Folge einer journalistischen Tagespraxis, die aus der Einsicht heraus, dass ihr eigentliches Geschäft die Vermarktung von Reklameplätzen ist, selbst schon seit Jahrzehnten Ton, Stil, Dummheit, Methodik und psychische Manipulation der Reklame auf- und angenommen hat, um die für das eigentliche Geschäft zentralen Reklameplätze um so besser und nahtloser einbinden zu können (und sich zugleich darüber verwundert und verbittert, dass niemand mehr für diese wie Reklame aussehende, kollektive contentindustrielle Leistungsverweigerung bezahlen will). Dies wird ergänzt um einen Strom der »Breaking News«, der alles Geschehene im Strom des aufgeregten Noch-Neueren mit sich ins Vergessen fortreißt, damit es keine Spuren und Erfahrungen bei Lesern und Zuschauern hinterlasse — bei einem rein psychischen Eindruck des Informiert-Seins, versteht sich.

Wenn ein junger und betont jugendlich aussehender YouTuber dann diese an sich journalistische Leistung erbringt, die von Journalisten seit Jahren verweigert wird (Archivversion gegen den gesetzlich erzwungenen Depublikationszwang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der BRD) und damit ein mittelgroßes Erdbeben im Wahlergebnis auslöst, weil er es geschafft hat, eine ganze Generation zu politisieren, dann zeigt er damit auch auf, wie wichtig diese an sich journalistische Leistung in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren gewesen wäre und wie sehr es das Gefüge der Gesellschaft verändert hätte, wären Menschen nur dazu ermächtigt worden, auf Grundlage eines journalistisch aufbereiteten Archivs informierte Entscheidungen zu treffen.

Was die »Zerstörung der CDU« unbeabsichtigt mit in den Fokus gerückt hat, ist die längst geschehene und doch immer weiter voranschreitende Zerstörung des Journalismus in Presse und Glotze, die schon jetzt eine leistungsschutzrechtgeschützte Ruine hinter den abbröckelnden Fassaden früherer Herrlichkeit und Unentbehrlichkeit hinterlassen hat. Dass Rezo bei diesem einen, auch für seine Verhältnisse außerordentlich erfolgreichen Video sowohl auf die Monetarisierung durch YouTube als auch auf Reklame verzichtet hat, obwohl auch er von Monetarisierung und Reklame lebt, ist eine durchaus fiese, unterschwellige Botschaft, an deren Zufälligkeit ich in einem wochenlang durch Recherche vorbereiteten Video nicht glauben kann und deren Sprengkraft zurzeit kaum ein Journalist wahrzunehmen willens oder imstande ist. Die von Rezo direkt angesprochene Generation ist indessen sehr wohl willens und imstande, diese unterschwellige Botschaft mindestens halbbewusst wahrzunehmen, und dort wird sie möglicherweise einen weit bleibenderen Eindruck als das kurzfristige tagesaktuelle Feuerwerk hinterlassen.

Es sind nicht nur die Zeit und das Geschäft der gerontokratischen Volksparteien, die gezählt sind und die sich auch mit Zensurforderungen — notdürftigst als »Regulierung der Meinungsfreiheit« getarnt — nicht mehr lange erhalten können, wenn diese Parteien so weitermachen. Es ist auch die Zeit und das Geschäft der journalistisch tätigen Contentindustrie, die abgelaufen ist, weil niemand mehr ihre Reklame und Leistungsverweigerung braucht.

#Contentindustrie #Journalismus #Rezo | Dieser Text ist eine Zweitverwertung aus meinem Blog Lumières dans la nuit,veröffentlicht unter den Bedingungen der Piratenlizenz, Abschreiben und Verlinken sind hoch erwünscht… 😉

 
Bild/Foto
Ihr müsst aber zugeben, dass die CDU in einer Sache weitaus besser ist als #Rezo: in der Zerstörung der CDU. #Zensur #AKK #Meinungsfreiheit
https://twitter.com/sarahbosetti/status/1133134165350780928

 
Diese Frau hat den Schuß nicht gehört.
Ich fand ja bei Merkel schon Scheisse, wie die jedes Problem durch Aussitzen lösen wollte. Aber diese Frau ist jetzt wirklich unterste Schublade.
Und dabei muss man sich vorstellen, von den 3 Kandidaten war sie noch das kleinste Übel neben Spahn und Merz.

#niemalscdu #Rezo #Zensur #Meinungsfreiheit

 
#SPON #AKK #Meinungsfreiheit #Demokratie #CDU #EuGH #Rezo