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Geburtstag


Der Skolstrejk för Klimatet wird heute ein Jahr alt. Das aktuell auf dem Atlantik reisende Schild ist schon die zweite Generation, nachdem das erste an den Ecken doch ziemlich ausgefranst war.

Bild/Foto

Danke an #GretaThunberg für #FridaysForFuture!
#GretaThunberg #FridaysForFuture Klima Medien Politik


 

Smile for Future


Letzte Woche haben sich Organisatoren und Aktivisten von#FridaysForFuture Deutschland erfolgreich in Dortmund getroffen. Man bereitet sich auf den Megastreik am 20. September vor, vernetzt sich und professionalisiert sich. Diese heranwachsende Generation ist einfach klasse und gibt so unglaublich viel Hoffnung!

Morgen, am 5. August, beginnt in Lausanne (Schweiz) eine internationale Variante davon. Sie nennt sich #SmileForFuture. Es geht unter anderem um Konsensfindung bei Forderungen, aber auch um Themen wie Streikorganisation. Isg. sollen mehr als 450 junge Menschen aus 37 Ländern an dem Event in Lausanne teilnehmen.

Mit dabei: #GretaThunberg. Für sie ist diese Woche in der Schweiz das Vorglühen für das Abenteuer ihres Lebens, die Rennsegelbootüberfahrt von England in die USA. Gleich am Montag soll sie offenbar eine Rede bei SmileForFuture halten. Am Freitag, den 9. August ist dann in Lausanne die wohl größte FridaysForFuture-Demo der Woche angesagt, an der Greta ebenfalls teilnehmen wird.

Hier gehts zur Website zu dem Event:
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#SmileForFuture #GretaThunberg Klima Politik


 

Wieder mal auf Reise


#GretaThunberg geht - wohl zum letzten mal bevor sie in die USA und nach Südamerika geht - mal wieder auf Zugreise. Am kommenden Freitag (19. Juli) wird sie in #Berlin bei der #FridaysForFuture-Demo auftreten (die Demo beginnt um 10 Uhr im Invalidenpark). Und am 23. Juli soll sie - auf Einladung von Macron - eine Rede vor der französischen #Nationalversammlung in #Paris halten.



 

Brilliant mind speech


Diese Brilliant Mind Conference in Stockholm, wo #GretaThunberg vor eineinhalb Wochen auch Barack Obama getroffen hat, und wo jenes ikonische Schwarz-Weiß-Foto von den beiden entstand, das die große Runde gemacht hat, ist eigentlich so eine typische Exklusiv-Veranstaltung, wo sich innovative Unternehmer und Geister austauschen und gegenseitig den Bauch bepinseln. Braucht man denke ich nicht weiter drauf einzugehen. Aber Greta gehörte dort ebenfalls zu den "Rednern". Und hier ihre "brilliant mind speech":

#GretaThunberg Klima Medien Video

Ok, danke. Diaspora also nicht direkt...



 

Beata Ernman


Der #WDR hat sich dieser Tage erdreistet, seinem Publikum ein Ha-ha-lustig-Satire Video anzuempfehlen, in dem eine fiktive Schwester von #GretaThunberg, natürlich ebenfalls mit zwei Zöpfen, mit einem #Hummer zum Shopping fährt und das alles ganz doll findet. Haha, was haben wir gelacht! ^^

Nun hat Greta aber tatsächlich eine Schwester. Die ist jünger als sie, doch weil Greta so schmächtig wirkt, wirkt die Schwester in Wirklichkeit älter. Und diese Schwester heißt nicht Herta (wie in dem Superduper-WDR-Video), sondern Beata. Und sie heißt auch nicht Beata Thunberg, sondern Beata Ernman. Einen Hummer darf sie natürlich auch noch nicht fahren. Aber sie ist Gretas leibliche Schwester. Sie hat sich zwar kein ganz so großes Ziel gesetzt (die gesamte Welt zu retten), aber sie tut alles andere als einfach nur dahin zu vegetieren. Here she goes:

Naja, das würde ich nicht so ernst sehen. Pussy Terror haut schon das eine oder andere Mal eine flache Nummer raus. Und wenn schon alle den Narzissten Bömmelmann toll finden, dann finde ich diese Nummer nicht weiter erwähnenswert. Jeder sollte auch sein Niveau offen zeigen dürfen ;)
This entry was edited (6 months ago)

Stimme zu, aber die Geschichte der wahren Schwester fand ich jetzt trotzdem ganz interessant.



 

First she took Berlin, now she takes Manhattan


Nachdem ich ja hier nun eh zum Sprachrohr von #GretaThunberg mutiert bin, walte ich mal meines Amtes und erzähle euch, was in der zweiten Hälfte dieses Jahres, also nach den Sommerferien, abgehen wird.

Im September wird in #NewYork ein #UN-#Klimagipfel stattfinden, und die große UN-#Klimakonferenz folgt dann im Dezember in #Chile. Beides also auf dem amerikanischen Kontinent. Auf der #FridaysForFuture-Demo in #Wien gab Greta heute am 31. Mai bekannt, dass sie nach den Sommerferien ein #Sabbatical nehmen wird, also eine mehrmonatige Auszeit von der Schule, um Amerika zu besuchen und an beiden Konferenzen, zu denen sie Einladungen erhalten hat, teilzunehmen.

Da sie nicht fliegt - zumindest nicht mit Fossilflugzeugen - könnte das mit der An- und Abreise einige Weile in Anspruch nehmen. Auch von New York nach Chile ist ein ziemlicher Weg mit dem Zug. Außerdem will ja jeden Friday for Future eine weitere Großstadt auf dem Weg erobert werden, und da gibt es so einige Weltstädte auf dem Weg. Deshalb also das Sabbatical. Auf dem Hinweg könnte sie vielleicht auch noch die iberische Halbinsel besuchen - da war sie bislang nämlich noch nicht. Außerdem ging die erste Eroberung Amerikas auch von dort aus.

Es wird wahrscheinlich schon ein lehrreiches Medienspektakel werden, eine CO2-neutrale Atlantiküberquerung für Greta zu organisieren. Genau das dürfte aber Kalkül sein. Die Menschen sollen sich Gedanken machen, Tüftler aus ihren Ecken kommen, und die Wirtschaft sollte deren Ideen endlich ernst nehmen, statt nur nach Profitabilität zu beurteilen.

Zunächst wird es also eine Technologie-Debatte geben für klimaneutrales, transkontinentales Reisen. Anschließend werden wir hoffentlich eine Mega-Klima-La-Ola im gesamten lateinamerikanischen Raum erleben, und eine mutige Greta, die dem Land mit dem mit Abstand höchsten CO2-Fußabdruck pro Person der Welt und seinen ganzen Climate-Deniern, angeführt von der falschen Trompete mit der Föhnfrisur, mal richtig heftigen Gegenwind bringen wird. Frei nach dem Motto: "Make the world Greta again" statt "Make America great again".

Quelle: Folgendes YouTube-Video - ab 3:24:00
https://www.youtube.com/watch?v=4vHektzKutw

Rein vom Bauchgefühl bin ich @Bettina Schwarz sehr verbunden. Ich hoffe aber, dass Dein Optimismus, @Stefan Münz, am Ende Recht behalten wird.

Wenn ihr unbedingt gerne schlechte Nachrichten bevorzugst - die gibt es. In den Prophezeihungen von Nostradamus ist bekanntlich - wie auch in diversen anderen Prophezeihungen - von einem dritten Weltkrieg die Rede, der irgendwann in unserer Zeit stattfinden soll. Eine Redewendung in diesen Prophezeihungen verhinderte bislang, dass ich das alles ernst nahm. Es heißt dort, dass der dritte Weltkrieg blöderweise gerade dann ausbricht, wenn sich die Menschheit endlich auf dem richtigen Weg befindet. Bislang hab ich immer gedacht: "Hä? Es geht doch alles nur immer weiter den Berg runter. Also schlechte Grundlagen für diese Prophezeihung". Doch angenommen, der Greta-Feldzug fruchtet tatsächlich, und die Länder beginnen tatsächlich damit, das mit den Treibhausgasen ernstzunehmen. Angenommen, das alles würde sich in vielen Ländern der Welt in einem Vormarsch ökologisch orientierter politischer Parteien und Kräfte manifestieren, und die normalen Menschen würden weltweit plötzlich Hoffnung schöpfen, dass sich nun tatsächlich was zum Besseren verändert. Dann wäre die Bedingung des Nostradamus erfüllt. Dann erscheint irgendein Typ auf der Bühne der Weltgeschichte, der "Mabus" oder so ähnlich heißt (zum Vergleich: Nostradamus hat - angeblich - auch Hitler vorausgesagt, nannte ihn aber "Hister"). Und dieser Mabus hat irgendwas damit zu tun, dass "der Westen" aus dem Osten heraus angegriffen wird. Mit Atombomben und allem was heute dazugehört.
Naja, nur so fürs Ich-glaube-keine-gute-Nachrichten-Gemüt, kein Verschwörungstheorie-Content :-)

In meinem Buch beziehen sich die Vorhersagen von Nostradamus auf je ein Universum. Bei der Vielzahl von Universen ist der 3. WK wie Lotto. ;-)
Grundsätzlich bin ich Optimist, aber das was ich "sehe" zeigt, dass man pessimistisch malen muss, damit die Leute die Dringlichkeit erkennen können.
Ansonsten kann man das eigene Leben beenden, finde ich aber aktuell nicht erstrebenswert.

Hach, wir werden wohl alle sterben! ;)



 

So ne Art SELFHTML für den Klimawandel


So ne Art #SELFHTML zur Klimakrise wäre gut. Wo all die Sachen wie #Keeling curves, #TippingPoints und #CO2-Vorrat so erklärt werden, dass endlich alle verstehen, worum es da wirklich geht. Fordert #GretaThunberg in ihrer neuesten Rede von vorhin - gehalten auf der Eröffnungsveranstaltung zum #R20-Klimagipfel in #Wien:

Das Schöne an #selfhtml war, dass man es selbst lernen durfte. Die, die es nicht brauchten, kennen Deine Doku bis heute nicht.
Blöd an der Klimakrise ist, dass sie da ist und ALLE wissen, wie sie sich jetzt verhalten müssen. Greta hat das super rüber gebracht, mit dem Erfolg, dass 2/3 der Verursacher der Klimakrise meinen, dass "die kleine Rotzgöre" ihnen "nichts vorzuschreiben habe".
Hilft da ein #selfclimatechance? Eine tiefere Erklärung für den ganzen Prozess? Vermutlich nicht, denn auch das kann man "einfach mal nicht kennen wollen".

Mein Eindruck ist, dass sehr viele Leute die Doku kannten, obwohl sie gar nicht näher mit der eigentlichen Materie zu tun hatten. Viele haben einfach nur die Einführung gelesen - und haben so das Internet verstehen gelernt.
Richtig ist, dass das eine rein freiwillige Sache war, wohingegen man jetzt am liebsten allen ein nachgewiesenes Grundwissen zum menschengemachten Klimawandel als Basis für einen Schulabschluss gleich welcher Art verordnen möchte. Aber vielleicht funktioniert es ja auch über die Schiene des Interesses. Ich finde z.B. die Site https://www.klimafakten.de/ gar nicht schlecht. Aber noch besser wäre natürlich noch ein "Grundkurs Klima" mit Greta. Vielleicht entwickelt sie sich ja sogar mal in diese Richtung. Könnte ich mir durchaus vorstellen. Sie hat den analytischen Verstand, das nötige Wissen, aber auch das Feeling dafür, worauf Menschen reagieren.

Als ich noch studiert hatte, saß ich mal mit einem Timo in einem Kurs zu Funktionalanalysis. Timo hatte ein wunderbares Talent, Dinge auf den Punkt zu bringen. Er sagte zum Klimawandel: Das ist ganz einfach, da muss man gar nichts leugnen. Vor drei Milliarden Jahren war die Erde recht heiß, dann kamen die ersten Lebewesen und haben das Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre genommen, um sich zu ernähren, sind gestorben und unter die Erde gewandert. Heute ist die Erde sehr viel kälter und wir Menschen buddeln die verrotteten Lebewese von damals in Form von Erdöl und Erdgas und Kohle wieder aus und pumpen das CO2 wieder in die Atmosphäre. Also wird die Erde bald wieder die Temperatur von vor drei Milliarden Jahren haben.

Hehe, ja, so kann man es auch erklären :-)



 

Social Network für Klima-Aktivisten


Als #GretaThunberg am 20. August 2018 erstmals mit ihrem Schild vor dem schwedischen Reichstagsgebäude hockte, kam zufällig oder auch nicht zufällig (da scheiden sich die Geister) ein gewisser Ingmar #Rentzhog an ihr vorbei, machte ein Foto von ihr mit dem Schild und postete es in den sozialen Medien. Das allein sorgte zwar noch nicht für übermäßiges Aufsehen. Aber Rentzhog war mit einer Startup-Idee schwanger, die dem einsamen Mädchen mit dem Schild sicherlich gefiel. Seine Idee bestand darin, ein neues soziales Netzwerk speziell für Klima-Aktivisten und deren Kampagnen zu gründen. Als Thunberg dann im Herbst allmählich bekannter wurde, konnte Rentzhog davon profitieren, sie nachweislich als Erster entdeckt zu haben. Der Nimbus als Greta-Entdecker half ihm dabei, Investoren anzulocken und das Kapital für die Entwicklung seines geplanten Social Networks zusammenzutreiben.

Von rechten und konservativen Kreisen ist das Thema ja dann Monate später, als die Aktivistin binnen weniger Wochen zum Weltstar wurde, leidlich ausgeschlachtet worden, und es wurde sich genüsslich die Zunge über die Millionenbeträge zerredet, die Rentzhog aus dem Mädchen herausgepresst habe. Dass Thunberg selbst den Kontakt zu Rentzhog abbrach, nachdem herausgekommen war, dass er mit seinem frühen Foto von ihr Investment-Funding betrieb, tat nichts zur Sache.

Wie auch immer - die Investitionsbeträge kamen zusammen, und Rentzhog konnte sein Projekt realisieren. Ja, und da ist es nun also, das Social Network für Klima-Aktivisten mit der gewissen Vorgeschichte: www.wedonthavetime.org/.

Die Website des Networks empfiehlt, sich bei Interesse erst mal die Mobile App bei GooglePlay bzw. im Apple Playstore zu besorgen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich direkt im Web-Browser zu registrieren. Nach dem üblichen Prozedere mit E-Mail-Bestätigung hat man dann einen vollständigen Account.

Das Main-Panel des Networks besteht aus vier Tabs:
Following zeigt Beiträge von Leuten, denen man selber folgt.
Hot zeigt aktuell stark trendende Beiträge aus dem gesamten Network an.
Nearby funktioniert derzeit noch nicht und soll später mal das regional lokale Vernetzen von Aktivisten erleichtern.
News enthält aktuelle Hinweise aus Sicht des Betreibers.
Womit klar ist, dass es sich um eine zentral betriebene Plattform handelt. Auch wenn sich nach wenigen Tagen schon über 700.000 User registriert haben, ist noch nicht wirklich viel los dort. Unter den ersten gestarteten Kampagnen sind z.B. Forderungen danach, dass irgendwelche Länder den Klimanotstand ausrufen sollten, aber auch solche nach dem Ausbau bestimmter Bahnstrecken. In der Mobile App kann man sich zur Einstimmung auch erst mal seinen persönlichen CO2-Fußabdruck errechnen lassen.

Das ganze Design der Plattform ist deutlich mobile-first-zentriert und aufgeräumt. Wohin die Reise gehen wird, wird sich zeigen. Ob die innerhalb des Networks gestarteten Kampagnen tatsächlich Einfluss auf das haben werden, was sie fordern? Ob das Netzwerk tatsächlich Aktivisten vernetzen kann, die sich über bestehende Plattformen wie Facebook oder Twitter nie gefunden hätten? Und ob Greta Thunberg jemals mehr als 21 Follower (Stand heute 10. Mai) haben wird? :-)
#GretaThunberg #Rentzhog Gesellschaft Klima Netzwerke


 

Did you hear what I just said? Is my English OK? Is the microphone on?


"Haben Sie gehört, was ich gerade gesagt habe? Ist mein Englisch in Ordnung? Ist das Mikrofon an?" Das ist kein eins-zwei-drei-test-Check vor einem Live-Konzert, sondern eine neue Figur im rhetorischen Repertoire von #GretaThunberg - bei der Rede, die sie heute vor dem britischen House of Parliament gehalten hat. Der Guardian war so nett den kompletten Redetext zu veröffentlichen (siehe Link unten).

Abgesehen von dieser neuen Rhetorik-Figur findet sich in der Rede vieles im Wortlaut wieder, das alle, die nun schon mehrere Reden von ihr mitbekommen haben, längst kennen. "Greta hat eigentlich schon alles gesagt, nur noch nicht überall", meinte dazu jemand sinngemäß auf Twitter. Was soll sie auch anderes sagen? Das ist nun mal ihre Botschaft, und es ist ihre (selbst gewählte oder vom Publikum erwartete) Rolle bei all diesen Auftritten. Immerhin deutet sie an, was diese Botschaft letztlich alles impliziert, und was aber in gegenwärtigen parlamentarischen Kreisen durch die Bank als indiskutabel gilt - etwa die Ersetzung der gewinnbasierten (kapitalistischen) Wirtschaftsform durch eine kreislaufbasierte Wirtschaftsform. Doch diese Konsequenzen müssen andere fordern und auf die politische Agenda bringen.

Im Laufe des Sommers werden sich wohl mehrere neuere Protestbewegungen koordinieren, wie etwa #FridaysForFuture und #ExtinctionRebellion. Es wäre aber gut, wenn auch Protestbewegungen dazu stoßen würden, die stärker die finanzpolitischen und sozialen Aspekte des notwendigen Umdenkens vertreten. Also #Occupy, #Aufstehen, #Unteilbar, #PulseOfEurope und wie sie alle heißen.


 

Rede von Greta Thunberg in Straßburg (EU-Parlamentsausschuss Umwelt)


Hier die Rede von Greta Thunberg im EU-Parlament Straßburg:



Die deutsche Simultan-Übersetzung gibt es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=nKNEVP473L0

#GretaThunberg #Klima #EU
#GretaThunberg #Klima #EU Klima Politik Video


 

Interrail bei den Thunbergs


Osterferien. Auf Twitter lästern Männer, die meist Uwe, Siegfied oder ähnlich heißen, und deren Weltbild offenbar das Niedermachen guter Absichten ist, vielwissend darüber, dass es nun wohl vorbei sei mit #FridaysForFuture, weil jetzt alle Schüler brav mit ihren Eltern in den Flieger steigen würden, um nach dem Winter schnell mal Mittelmeersonne zu tanken.

Die Thunbergs selber werden jedenfalls ziemlich viel herumreisen in den Osterferien, aber natürlich mit dem Zug. So viel, dass sich wahrscheinlich ein Interrail-Ticket lohnt. Und die Ziele sind so hochkarätig, dass die globale Begeisterung für Greta und ihr konsequentes Eintreten für ein Umdenken in der Politik wohl noch weiter wachsen werden. Es wird viele neue Bilder und Zitate geben, die den Druck auf die Politik weiter erhöhen werden.

Den genauen Fahrplan kenne ich natürlich nicht. Aber ein paar Termine sind bekannt. Los geht es am Dienstag, den 16. April in Straßburg. Die EU-Grünen hatten beantragt, Greta vor dem EU-Parlament in Straßburg eine Rede halten zu lassen, doch das wurde offenbar abgelehnt. Dort haben einige der Herrschaften wohl bereits zu viel Angst vor den zu erwartenden verbalen Hieben. Stattdessen hat man sich darauf geeinigt, dass Greta in einer zusätzlichen Sitzung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit des Parlaments sprechen darf. Das alles wird live übertragen, und am Mittwoch morgen haben die Gazetten dann wieder neues Bild- und Zitierfutter.

Während darüber dann noch diskutiert werden wird, reisen die Thunbergs schon weiter, und zwar zu nichts Geringerem als dem Zentrum des Osterfestes, nach Rom. Dort wird es gleich am Mittwoch, den 17. April, zur Audienz von Greta beim Papst kommen. Ob die Idee des Handshakes von Mädchen und Pontifex angesichts der Schieflage der katholischen Kirche tatsächlich so gut ist, wird sicherlich diskutiert werden. Aber auf jeden Fall werden symbolträchtige Bilder um die Welt gehen, die wohl vor allem in Papst-treuen Teilen der Erde wie etwa Mittel- und Südamerika die Debatte befeuern könnten.

Am Karfreitag dann, also am 19. April, wird Rom eine riesige KarfreitagForFuture-Demo inklusive Greta erleben. Der Clou: Es wird 128 wie Heimtrainer aufgestellte Fahrräder geben, auf denen Schülerinnen und Schüler über Stunden in die Pedale treten werden, um über die Fahrrad-Dynamos den kompletten Strom für die Bühnenshow der Demo zu erzeugen.

Ob es noch weitere Termine geben wird in den Osterferien, weiß ich nicht. Aber ein paar für nächsten Monat hab ich noch:

Irgendwann im Mai wird Greta das wohl seltsamste Land der EU besuchen - so seltsam, dass es die EU verlassen will, aber nicht weiß, wie man sich richtig verabschiedet. Großbritannien. Dort haben Parlamentsmitglieder die Vorsitzende Theresa May zu überreden versucht, sich mit Greta zu treffen. Doch May mag das nicht. Ihr Land sei auf einem "guten Kurs" in Sachen Klimaschutz. Und außerdem hat sie ja aktuell viel wichtigere Dinge im Kopf. Wenn sie sich da nur mal nicht verschätzt. Sollte Greta irgendein Satz herausrutschen wie "globale Ziele wie die Einhaltung des Paris-Abkommens brauchen große Regulative wie die EU, und keine Spalterstaaten", dann wird man zwischen Aberdeen und Plymouth sicher flugs damit beginnen, die Urnen für ein neues Referendum zu polieren. Es könnte also ebenfalls ein spannender und hochpolitischer Auftritt werden.

Ende Mai dann, genauer, am 28. Mai, werden all die Uwes und Siegfrieds wirklich stark sein müssen: denn ihr Idol des starken weißen Mannes, der American Selfmade-Man schlechthin, Terminator Arnold Schwarzenegger, wird Greta in seiner Heimat Österreich im Rahmen der Jahresversammlung der R20 AUSTRIAN WORLD SUMMIT Initiative in Wien begrüßen. Bilder von zwei Klimastreitern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, und Bilder, deren Suggestivkraft wohl kaum noch zu toppen ist, wird das erzeugen. Vier Tage vorher, am 24. Mai, ist außerdem der zweite globale FridayForFuture-Streiktag angekündigt, an dem wieder so stark mobilisiert werden soll wie am 15. März, als weltweit über 1.5 Mio. Schüler an über 2.000 Orten demonstrierten.

Die Politik wird sich also trotz steigender Temperaturen warm anziehen müssen.
#GretaThunberg
This entry was edited (8 months ago)

Harald Lesch hat in einem Vortrag erzählt, dass zu seiner Jugend das ganze Dorf Spalier stand, als jemand "in die USA(!)" flog. Da fliegt man heute halt mal über Ostern oder Weihnachten hin, kost' ja nix (bis auf das Klima).

an der TU Illmenau

Ja, ich kann mich sogar erinnern, als Ende der 60er ein ganzes Mietshaus zusammenlief, als jemand mit seinen Angehörigen in den USA telefonierte. Das 20minütige Gespräch hat wohl ungefähr ein halbes Monatsgehalt gekostet ...

Oder im Januar auch in Köln:



 

E-Mails aus Dunkeldeutschland


Seit der Flüchtlingswelle aus Syrien, die im Spätsommer 2015 an der deutschen Grenze bei Passau für Bilder sorgte, die in die Geschichtsbücher eingehen werden, bis weit nach dem Chemnitz-Mord mit anschließendem Seehofer-Maaßen-Theater in fünf Akten gab es in "Schland" medial gefühlt keine anderen Themen mehr als Flüchtlinge, Fremde, Muslims, Axtangriffe in Vorortzügen, und natürlich das Hinschlachten der deutschen Jungfer durch dunkelhäutige Bestien, wodurch das südpfälzische Kandel zum Pilgerort für Rechte wurde.

Doch dann plötzlich, im zweiten Halbjahr 2018, kam Greta, 15 (mittlerweile 16), kaum 1.50m groß, und verschob mit ein paar legendären Reden und ihrer konsequenten Schulstreikidee einfach mal so den politischen Diskurs. Die Rechten sind zwar seitdem immer noch laut dabei, aber nur noch in der Verteidigungsrolle, als Klimawandelleugner. Das Diktieren der Themen, das, worüber die Medien berichten und was die Diskussionen mittlerweile bis in die letzten Stammtische und Foren befeuert, sind die Themen von oder zumindest rund um Greta.

Während sich die gewöhnlichen Rechten und Rechtskonservativen noch am Asperger-Syndrom von Greta oder der Plastikverpackung ihres Toastbrots auf einer 65stündigen Zugreise abarbeiten, kommen die Ultras mit der Schmach der Diskursverschiebung überhaupt nicht klar. Für sie bedeutet das: Krieg. Und Krieg ist hässlich, bedeutet Verachtung von Menschenleben. Seit Brenton Tarrant in Neuseeland über 50 Muslims dahinmetzelte und das Ganze per Headcam live auf Facebook streamte, weiß die Menschheit eigentlich auch, wo bei den rechten Ultras der Hammer mittlerweile hängt.

Früher hätte man E-Mails wie die, die im nachfolgend verlinkten Beitrag zitiert werden, als idiotische Phantastereien von Besoffenen abgetan und gut wars. Doch leider ist das alles nicht mehr so einfach. Die "Volks-Shooter" sind Real-Life-Gamer.


NSU 2.0 und Staatsstreichorchester: Geplanter Mord-Anschlag auf Greta Thunberg?






#GretaThunberg
#GretaThunberg Gesellschaft Politik
This entry was edited (8 months ago)

Unser Problem wird eher sein, dass nicht 65 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht sind für bessere Lebensbedingungen, sondern eher 650 Mio, vielleicht auch noch mehr. Das wird der deutsche Michel nicht verkraften und Faschisten an die Macht wählen, die ihm versprechen, das Gesindel draußen zu halten. Auch so können die Folgen des Klimawandels aussehen.
Wenn ich das richtig sehe überlässt man den Job momentan eher dem Ebolavirus .. :(

mʕ•ﻌ•ʔm verkriecht sich und versteckt schnell seine Adresse ..



 

Ein Fisch namens Greta


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Siehe auch: #GretaThunberg
#FridaysForFuture #GretaThunberg Gesellschaft Link Politik
This entry was edited (8 months ago)

Und es ist so falsch.
Denn wer voraussetzt, daß der Leser das schon verstehen wird, der setzt voraus, daß der Leser in derselben Filterblase vegetiert.
Das ist aber mindestens überheblich.

Ist aber nicht so, dass der Cartoonist, also Ralph Ruthe, davon gar nichts hat. Ganz im Gegenteil. Dank der großen Verbreitung der Grafik kaufen vielleicht auch mehr Menschen als sonst das entsprechende T-Shirt. Ruthe vertreibt seine Cartoons nämlich auch als bedruckte T-Shirts. Hier das "Riss-im-Aquarium-T-Shirt":



 

In einer seltsamen Welt leben


Ich widme diesen Preis den Menschen, die für den Schutz des Hambacher Waldes kämpfen. Und allen Aktivisten überall, die dafür kämpfen, dass fossile Brennstoffe in der Erde bleiben.

Wir leben in einer seltsamen Welt. In der die versammelte Wissenschaft uns sagt, dass wir noch 11 Jahre davon entfernt sind, eine nicht mehr rückgängig zu machende, und von Menschen nicht mehr kontrollierbare Kettenreaktion in Gang zu setzen, die wohl das Ende der Zivilisation bedeutet, wie wir sie kennen.

Wir leben in einer seltsamen Welt, in der Kinder ihre eigene Bildung opfern müssen, um gegen die Zerstörung ihrer Zukunft zu protestieren.

In der die Menschen, die am wenigsten zu der Krise beigetragen haben, diejenigen sind, die am stärksten davon betroffen sein werden.

In der die Politiker sagen, dass es zu teuer sei die Welt zu retten, während sie Billionen von Euro in die Subventionierung fossiler Brennstoffe stecken.

Wir leben in einer seltsamen Welt, in der niemand wagt, über unsere gegenwärtigen politischen Systeme hinauszuschauen, obwohl es offensichtlich ist, dass die Antworten, die wir suchen, innerhalb der Politik von heute nicht zu finden sind.

In der einige Menschen sich mehr Gedanken über die Schulpflicht von einigen Kindern machen als über die Zukunft der Menschheit.
In der jeder seine eigene Realität aussuchen und seine eigene Wahrheit kaufen kann.

In der unser Überleben von einem kleinen, rapide schrumpfenden Karbon-Vorrat abhängt. Und kaum jemand weiß überhaupt etwas davon.

Wir leben in einer seltsamen Welt. In der wir glauben wir könnten uns den Weg aus der Krise irgendwie bauen oder kaufen, die genau durch das Bauen und Kaufen von Dingen entstanden ist.

In der ein Fußballspiel oder eine Film-Gala mehr Medienbeachtung findet als die größte Krise, welcher die Menschheit jemals gegenüberstand.

In der Berühmtheiten, Film- und Popstars, die sich gegen alle möglichen Ungerechtigkeiten erhoben haben, sich nicht für Klimagerechtigkeit erheben, weil das mit ihrem Recht kollidiert, rund um die Welt zu fliegen, um ihre Lieblingsrestaurants, Strände und Yoga-Behandlungen zu besuchen.

Den katastrophalen Zusammenbruch des Klimas zu verhindern ist scheinbar unmöglich. Doch genau das müssen wir tun. Aber die Wahrheit ist: wir können das nicht ohne euch, das Publikum hier heute abend.

Menschen verehren euch Berühmtheiten als Götter. Ihr beeinflusst Milliarden von Menschen. Wir brauchen euch.

Ihr könnt euere Stimme nutzen, um das allgemeine Bewusstsein für die globale Krise zu schärfen. Ihr könnt dazu beitragen, dass aus Einzelnen Bewegungen werden. Ihr könnt uns helfen, unsere politischen Anführer aufzuwecken - und ihnen klarzumachen, dass unsere Hütte brennt.

Wir leben in einer seltsamen Welt.
Aber es ist die Welt, die meiner Generation übergeben wird. Die einzige Welt, die wir haben.

Wir stehen an einem historischen Scheideweg. Wir sind dabei zu scheitern, aber wir sind noch nicht gescheitert. Noch können wir es richten.

Es liegt an uns.



#GretaThunberg
#GretaThunberg Gesellschaft Klima Politik Video
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Friedensnobelpreis für Klima-Aktivistin?


Greta #Thunberg ist von norwegischen Abgeordneten für den #Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Das freut natürlich die gesamte #FridaysForFuture Bewegung und lässt alle, die das Mädchen nur als Objekt und Opfer einer gigantischen PR-Aktion sehen, noch mehr glühen.

Derweil kann man natürlich auch darüber diskutieren, was das Aufbegehren gegen eine Politik, die zu wenig gegen den Klimawandel tut, mit mehr Frieden auf der Welt zu tun haben soll. Auf den ersten Blick nämlich nicht viel. Doch der von Greta geforderte Politikwandel fordert auch einen grundsätzlichen ökonomischen Wertewandel. Das belegt das Zitat unten aus einer Rede von Greta sehr deutlich. Nicht mehr Konkurrenz soll die Wirtschaft bestimmen, sondern Kooperation. Das ist zwar beileibe auch kein völlig neuer Gedanke, aber es ist ein für die derzeitigen Eliten gefährlicher Gedanke. Und: Kooperatives Verhalten befördert friedliches Verhalten, wohingegen Konkurrenz das befördert, was wir allenthalben sehen: Betrug, Lügen, Egoismus, Gleichgültigkeit und Hass.
#GretaThunberg
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This entry was edited (8 months ago)

@Pheona A. McFallon, Ph.D. <your-niveau>Sorry, your teeth are too dentifrice white to tell the truth</your-niveau>