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Ein Long-Reader von 2017 - und keine leichte Kost


Der FREITAG hat heute auf Twitter auf einen längeren Artikel verwiesen, den die Zeitung bereits vor zwei Jahren veröffentlicht hat. Also zu der Zeit, als sich in Deutschland alles nur um Afghanen mit Messern drehte.

Vielleicht kein Zufall. Denn mehr CO2 in der Luft führt zu Verblödung. Bei 1.000 ppm (aktuell sind wir bei 415 ppm) sollen die kognitiven Fähigkeiten von Menschen um bis zu 21% schwinden. Außerdem nimmt bei globaler Erwärmung der Ozonanteil in der Luft stark zu, und es gibt eine Studie, die einen Zusammenhang zwischen Ozon in der Schwangerschaft und späteren Autismus-Diagnosen der Kinder nachgewiesen hat. Stattdessen freut sich das US-Militär über die Erwärmung. Denn 0,5 Grad Erwärmung erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines bewaffneten Konflikts um 10 bis 20 Prozent. Bei 5 Grad kann sich die selbsternannte Weltpolizei dann mal so richtig austoben. Falls sie bis dahin nicht von prähistorischen Viren dahingerafft wurden, die durch die Eisschmelze an den Polen frei werden.

Solche und noch etliche andere mögliche Szenarien, Zusammenhänge und nicht so bekannte Erkenntnisse der Klimawissenschaft stellt der Artikel vor. Ein Artikel, der auf Flugblätter gedruckt und in Schulhöfen in der großen Pause verteilt gehört.
Klima Medien
Kurzzusammenfassung: Der Planet braucht uns nicht.

@Joachim Schaaf ...was nicht wirklich neu ist. :-/

Planeten brauchen gar nichts. Sie sind einfach da und haben Eigenschaften. Wer so ein Ding bewohnt, ist gut beraten, sich diese Eigenschaften genau anzusehen und sich so zu verhalten, dass diese Eigenschaften so bleiben, wie es für das angenehme Bewohnen günstig ist.
Denn um Verzeihung bitten kann man Gaia jederzeit, sie wird allerdings nicht zuhören....



 

Faro de l’Albir





Heute vor einem Jahr erklomm (oder besser: erwanderte) ich den Felsen über dem Ort Albir an der Costa Blanca. An der Spitze gibts einen Leuchtturm und der Ausblick auf die Küste von Albir, Altea und Calpe ist grandios, und auf der anderen Seite des Felsenvorsprungs "lauert" der Moloch Benidorm. Von alledem sieht man auf diesem Bild nichts. Hier gibts nur Leuchtturm, Meer und Licht :-)
Architektur Foto Meer Süden

Mit dem E-Bike nach Spanien klingt zwar verlockend - aber die Realität wären dann hunderte und aberhunderte von Kilometern auf Landstraßen ohne Radwege, oft stark befahren. Und das würde mich nun gar nicht mehr reizen, vom Gefahrenfaktor ganz abgesehen. Nein, aber mit der Bahn kommt man ebenso wie mit dem Auto gut in zwei Etappen bis dorthin. Nach Barcelona käme ich sogar schon bequem in 12 Stunden tagsüber, dank TGV in Frankreich. Und das E-Bike könnte ich mir dann dort vor Ort ausleihen, für kleinere Ausflüge in die Umgebung.

Klingt gut, also los! ;-)

Auf die Diskussion hin habe ich mal geschaut, wie man mit dem Zug von hier (Zuerich) nach Valencia mit dem Zug kommen kann. Stellt sich raus, man kann es in einem Tag schaffen (Umsteigen in Genf, Lyon, Barcelona Sants), trainline.eu laesst einen das Ticket durchloesen, mit 140 Euro ist man dabei.

Gar nicht mal schlecht eigentlich. Durchaus eine Alternative!

Danke für den Tipp mit trainline.eu! Es gibt auch trainline.de. Und ich Idiot suche immer noch bei bahn.de - zum Finden von Verbindungen zwar ganz OK, aber bei größeren europäischen Entfernungen werden dann keine Preise mehr angegeben, und man hat keinerlei Orientierung, was das kosten würde.



 

Brilliant mind speech


Diese Brilliant Mind Conference in Stockholm, wo #GretaThunberg vor eineinhalb Wochen auch Barack Obama getroffen hat, und wo jenes ikonische Schwarz-Weiß-Foto von den beiden entstand, das die große Runde gemacht hat, ist eigentlich so eine typische Exklusiv-Veranstaltung, wo sich innovative Unternehmer und Geister austauschen und gegenseitig den Bauch bepinseln. Braucht man denke ich nicht weiter drauf einzugehen. Aber Greta gehörte dort ebenfalls zu den "Rednern". Und hier ihre "brilliant mind speech":

#GretaThunberg Klima Medien Video

Abonniert! Wird das eigentlich irgendwo angezeigt, dass man unter den 1000 ersten Abonnenten ist? :-)

Üblicherweise steht rechts oben unter der Header-Grafik, von wie vielen Leuten der Kanal aktuell abonniert ist. Und bei dem von Greta steht da, als ich jetzt noch mal nachgeschaut habe, 655.

Nein, ich meine, dass ich nachweisen kann, dass ich zu den ersten 1000 gehörte? Aber das wäre wohl zuviel verlangt, da knapp am DSGVO vorbei... Besser ist das.



 

Zwei Stunden "zur Sache" Klimawandel


Es hat heute - unter den Fittichen eines Naturkundemuseums und veranstaltet vom Sender Phoenix - ein Meeting zwischen Vertretern von #FridaysForFuture und (teilweise bekannten) Vertretern politischer Parteien im Bundestag gegeben. Solche Sachen werden natürlich auch nicht bekannt. Wenn man sie nicht bekannt macht. Hochkarätig!

#FridaysForFuture Klima Politik

Ein Stammtisch ist das sicher nicht.



 

Wo die Billigheimer leben





Die Billigheimer leben deshalb dort, weil der Ort Billigheim heißt.
Foto


 

Die Klimakrise ist eine Informationskrise


Schon gewusst? In Grönland schmelzen aktuell 2 Milliarden Tonnen Eis: täglich. Woher soll man so was auch wissen? Berichtet ja niemand drüber. Greta drückt das in ihrer Art zu reden sinngemäß so aus: "Wenn alle Medien kapieren würden, worum es hier geht, würden sie über nichts anderes mehr berichten. Sie würden so darüber berichten, als wenn der dritte Weltkrieg ausgebrochen wäre". Nun habe ich zwar schon den Eindruck, als ob das Thema mittlerweile häufiger "mitgedacht" wird. So kommt kein seriöser Bericht über die Reiselust der Deutschen mehr ohne Hinweis auf die CO2-Problematik von Flug- und Kreuzfahrtreisen aus. Doch das ist alles der falsche Tonfall. Das klingt alles so wie nach "neuestem Gängelband der Linksalternativen". Was fehlt, sind klare Berichte darüber, was aktuell schon passiert, welche Folgen das haben wird, und was bei welchen Erwärmungsszenarien voraussichtlich passieren wird. Und das alles samstags abends in ARD/ZDF, 90 Minuten lang. Mindestens zweimal die Woche. Dann würde sich was bewegen im Land. Leider haben die Öffentlich-Rechtlichen dazu wohl weder das geeignete Personal noch den Mut, sich gegen die aktuelle Politik zu positionieren.

Wichtiger Artikel vom Volksverpetzer:
Die wohl wichtigste Meldung fürs Klima, die du wahrscheinlich nicht gehört hast
Klima Medien

Ich denke wir haben tatsächlich "nur" noch ein Kommunikationsproblem unter den Menschen. You tube und soziale Medien sind der Anfang. Wahrscheinlich braucht man noch mehr Psychologie, um die Menschen zu erreichen.

https://www.rbb24.de/panorama/thema/2019/klimawandel/beitraege/Klima-skeptiker-leugner-psychologe-klimawandel-interview.html

"Welche Argumente könnten Skeptiker zum Nachdenken bringen?

Wir müssen unterscheiden. Menschen, die sich ganz stark eingemauert haben und schon komplett den Verschwörungstheorien glauben. Die wird nichts mehr überzeugen, weil Verschwörungstheorien der Natur nach so gebaut sind, dass sie argumentations- und faktenresistent sind.

Aber der Großteil der Klimaskeptiker oder Leugner ist nur unsicher und hat keine festgefahrene Meinung. Ich denke, bei diesen Menschen würde ich nicht allein auf die wissenschaftlichen Argumente des menschgemachten Klimawandels setzen, sondern viel darüber sprechen, was die Ängste auslöst. Also welche Möglichkeiten gegen den Klimawandel gibt es, die nicht die persönliche Freiheit einschränken. Wir müssen den Skeptikern außerdem zeigen, dass das nicht gleich den Umsturz der freien Marktwirtschaft nach sich zieht. Und wir sollten mehr über die wirtschaftlichen Chancen reden, zum Beispiel die ein wirtschaftlicher Umbau hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft bedeutet, die ganzen Arbeitsplätze die dadurch entstehen. Solche Argumente in den Vordergrund zu rücken, würde am ehesten helfen, die Menschen zu mitzunehmen."

Ich geb's zu mir fehlt auch oft die Geduld, ich versuche es weiter.

Doch, die Marktwirtschaft muss weg!
Ich habe bei meinem Artenschutz das Problem, dass die Auflagen gesetzlich vorgegeben sind, die Flächen, die für den Artenschutz gestaltet werden, wem gehören und daher nur der Kompromiss zwischen wirtschaftlichen Interessen und der Nische, in die die Arten noch irgendwie reinpassen könnten möglich ist.
Ich arbeite nicht für den Klimaschutz, aber ich fürchte auch hier die Besitztumswahrung und das ist ein massives Problem.

Ich glaube, nicht die Marktwirtschaft an sich ist problematisch, sondern dass in deren aktueller rein-kapitalistischer Form Erfolg nur der Gewinn ist, ohne Gegenrechnung von verursachten Schäden und Maßnahmen zur Nachhaltigkeit. Erst wenn das alles in die Billanzen mit einfließt und vom Gewinn tatsächlich abgezogen oder ihm hinzugefügt wird, werden Unternehmen ihre Strategien ändern (müssen). Also z.B. so wie beim Gemeinwohl-Ökonomie-Modell. Den genauen Rahmen und die Spielregeln dafür kann aber nur die Politik setzen. Mit den gegenwärtigen Regierungs-Hanseln - keine Chance.

jetzt könnten wir drüber streiten, ob das dann wirklich noch Marktwirtschaft ist, aber davon habe ich definitiv viel zu wenig Ahnung.

Naja, also ich will jedenfalls keinen Sozialismus nach DDR-Art. Mit 5-Jahresplänen für die gesamte Wirtschaft, mit lauter halbstaatlichen Betrieben, ohne echte Anreize für innovative Leistungen, ohne gesunden Wettbewerb usw. Geändert werden muss in unserem System das, was Rendite abwirft. Bislang wirft nur Rendite ab: Gewinnmaximierung für Investoren und Rationalisierung ohne Rücksicht auf Verluste bei Gesellschaft und Umwelt. Aber wenn das geändert wird in: Nutzen für Gesellschaft und Umwelt und nachhaltig, dann müssten die Betriebe andere Ziele verfolgen, Investoren müssten anders gefunden werden, und Produktionen oder Dienstleistungen müssten auf diese anderen Ziele hin optimiert werden. Die Betriebe könnten aber trotzdem weiterhin privatwirtschaftlich bleiben, und es könnte weiterhin marktwirtschaftlich bewährte Kräfte wie Nachfrage, Konkurrenz und Marken geben. Allerdings müsste der Staat oder ein anderes unabhängiges Organ die Wirtschaft genau und ständig kontrollieren und die Rahmenbedingungen für "Nutzen für Gesellschaft und Umwelt und nachhaltig" immer wieder neu und am Stand der Technik und an gesellschaftlichen Entwicklungen justieren. Naja, ich bin auch kein studierter Volks-Ökonom, von daher kann ich auch nur stammtischphilosophieren, was all diese Dinge betrifft :-)

Ja, ich hatte das schon so verstanden. Ich les Dich ja schon eine Weile und kenne Deine Gesellschaftsideen, die ich genau so mittragen kann.
Ich würde sie nur eben nicht mehr Marktwirtschaft nennen.

Bevor was weg kommt, brauchst du Mehrheiten.

Ja, stimmt. So lange man Leute an seinen Besitztümern und nicht an seinem gesellschaftlichen Erfolg misst, wird das dann auch nichts mit den Mehrheiten.



 

Toulouse


Architektur Foto

"No time Toulouse" :-)
(Sorry, der musste raus)

to lose or not to lose ....



 

Wir waren 40.000


Über das Konzept zentraler Demos im Rahmen von #FridaysForFuture bin ich ja zwiespältig. Denn alles, was zentral organisiert wird, erfordert jede Menge Anreisen und damit jede Menge weitere CO2-Belastung. Ich habs mir selber auch gut überlegt. Mein Auto stößt etwa 100g/km aus. Macht bei 600km (300 hin und 300 zurück) 60kg. Immerhin hab ich das ganze Auto mit jungen Nasen vollbekommen, und so konnten wir die Sünde, mit einem PKW zu einer Klimakrisendemo anzureisen, zumindest verteilen. Ohne uns so Denkenden wären es halt keine 40.000 geworden. Und das war auch wieder wichtig, denn nur so gelangte diese Demo mal wieder in alle Medien und erreichte große Teile der Bevölkerung.

Es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis. Selbst dann, wenn man gefühlt der Älteste unter all den 40.000 ist. Ganz einfach ist es nicht immer. Wenn skandiert wird "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut", fühle mich dann eher als Teil des Problems - die Jugendlichen dagegen nicht. Ich bin vielleicht nicht der Mega-CO2-Sünder, aber ein paar Dutzend innereuropäische Flüge hab ich in meinem Leben auch zusammenbekommen, und etwa 200.000 gefahrene Autokilometer mit Benzinern und Hybriden.

Was mir sonst noch aufgefallen ist? Die meisten haben tatsächlich ständig ihre Lustriegel (alias Smartphones) in der Hand. Aber man sieht ja, was dabei raus kommt. Diese ganze Riesendemo wurde vorwiegend von SchülerInnen organisiert, und in den OrgaTeams von FridaysForFuture haben sich binnen kürzester Zeit demokratische Rituale für schnelle Entscheidungen ausgebildet, von denen die institutionalisierte Politik nur träumen kann. Und vieles davon tun sie nicht trotz, sondern vor allem mit Hilfe ihrer Smartphones!

Irgendwo schnappte ich auf, wo jemand sagte: "Nach zwei verlorenen Generationen passiert endlich mal wieder was politisch".

Hier noch ein paar Bilder:









































#FridaysForFuture #ac2106
#FridaysForFuture #ac2106 Klima Politik
This entry was edited (5 days ago)

Ich finde es bewundernswert und danke allen, die ihren Sorgen und Ängsten auf diese Weise Luft machen. Das ist notwendig und sinnvoll!

Beeindruckend war, daß nicht nur "die Jugend" am Tivoli zusammenkam, wie die Aachener Zeitung titelt, sondern auch viele Leute, die das Schulalter längst hinter sich hatten

Beeindruckend war auch, daß sich mal so die ganze Krefelder Straße sperren ließ.

Beeindruckend war genauso die Menge an (glücklicherweise überflüssigiger) Polizei in Aachen gestern.

Und negativ beeindruckt haben mich leider die etlichen Leute, die sich über die Verkehrsbehinderungen auslassen mußten...

Die Einbeziehung der Erwachsenen in die Proteste ist ja explizit die nächste "Zündphase" von FridaysForFuture - siehe https://de.globalclimatestrike.net/
Bin gespannt, wie gut das klappt.



 

Mondrian für den Alltag


Foto Kunst

Wir haben in der Gegend zwar einige mit dem Rad abgeklappert aber bis in Offenbach waren wir nicht.

Gbits dafür etwa schon eine Art Tourismus? :-)

Nein, wir wollten uns Speyer ansehen und am Rhein radfahren. Vor Ort mussten wir dann feststellen, dass das Fahren hinterm Deich nicht wirklich erquickend ist und u.a. der Kraut- und Rüben-Radweg viel schöner ist. Und dann haben wir die wahnsinnig vielen bemalten Strom- und Anderes-Häuschen bewundert und die, die wir gesehen, auch fotografiert haben. Die meisten gab es in Harthausen, wo wir eine tolle Ferienwohnung hatten.



 

Beata Ernman


Der #WDR hat sich dieser Tage erdreistet, seinem Publikum ein Ha-ha-lustig-Satire Video anzuempfehlen, in dem eine fiktive Schwester von #GretaThunberg, natürlich ebenfalls mit zwei Zöpfen, mit einem #Hummer zum Shopping fährt und das alles ganz doll findet. Haha, was haben wir gelacht! ^^

Nun hat Greta aber tatsächlich eine Schwester. Die ist jünger als sie, doch weil Greta so schmächtig wirkt, wirkt die Schwester in Wirklichkeit älter. Und diese Schwester heißt nicht Herta (wie in dem Superduper-WDR-Video), sondern Beata. Und sie heißt auch nicht Beata Thunberg, sondern Beata Ernman. Einen Hummer darf sie natürlich auch noch nicht fahren. Aber sie ist Gretas leibliche Schwester. Sie hat sich zwar kein ganz so großes Ziel gesetzt (die gesamte Welt zu retten), aber sie tut alles andere als einfach nur dahin zu vegetieren. Here she goes:

Naja, das würde ich nicht so ernst sehen. Pussy Terror haut schon das eine oder andere Mal eine flache Nummer raus. Und wenn schon alle den Narzissten Bömmelmann toll finden, dann finde ich diese Nummer nicht weiter erwähnenswert. Jeder sollte auch sein Niveau offen zeigen dürfen ;)
This entry was edited (5 days ago)

Stimme zu, aber die Geschichte der wahren Schwester fand ich jetzt trotzdem ganz interessant.



 

Rot-grüne Leuchtturm-Koalition


Architektur Foto
diese tut aber wenigstens was (vernünftiges)...



 

Woher all der Hass kommt


Daher kommt all der Hass, der letztlich auch zu Mord und Totschlag führt:

Medien
Auch wenn ich jede Nennung und Abbildung dieses Schundblattes grundlegend ablehne, aber leider hast du absolut Recht.

Ich finde nicht, dass Ihr "absolut Recht" habt: Nur Bild für den Hass verantwortlich zu machen, greift meines Erachtens zu kurz. Es ist nicht nur Bild, nicht nur verantwortungslose Politiker, nicht nur die Medien, nicht nur die AfD, die all diesen Hass schüren, sondern ist die gemeinsame Aktion dieser Akteure. Inwiefern diese gemeinsame Aktion untereinander abgestimmt ist - ob ausgesprochen oder unausgesprochen - sei mal dahin gestellt.

Allein an diesem Beispiel wird das klar: Ich weiß von keinem Strafverfahren gegen Bild auf Grund der genannten Titel"geschichten" wegen übelster Volksverhetzung.

Sagen wir so - es ist ein sich gegenseitiges Verstärken ähnlich gesinnter Akteure. Aber egal wie viele Möchtegern-Nazis da draußen in ihren Stuben hocken und ihre Abzeichen aus dem Zweiten Weltkrieg sammeln - ohne dieses Medienorgan mit Millionenauflage wären sie nichts, sie wären einfach nur vereinzelte Idioten, die nach dem fünften Bier anfangen vom Führer zu schwafeln. Würde man dieses Medienorgan zerschlagen, wäre zwar nicht die rechtsnationale Denke erledigt, wohl aber deren Mut, sich für legitim zu halten, inklusive der Hoffnung auf die "Machtübernahme" irgendwann.

Hm...
Aber würden sich diese Leute dann nicht ein eigenes "Organ" beschaffen?
Also egal was man macht, sie werden einen Weg finden und sich zusammen rotten und ihre Weltansicht kund tun, verpackt mit "Angst, Hass, Titten und den Wetterbericht" ist das dann für viele genießbar.

...dem Wetterbericht...

Aber wen sollte das interessieren? Kaum jemand. Klar würde es die gleichen rechten Netzwerkbildungen zwischen Ex-Ost und Ex-West geben wie jetzt auch. Aber ohne irgendetwas, das ihnen das Gefühl gibt, wirklich Macht zu haben, würden sie in ihren Facebook-Gruppen rum-haten und ansonsten würde niemand was davon mitbekommen. Im Idealfall würde der Staat noch eine Art "geschlossene Anstalt" Haube für diese Art von Bürgerdenke schaffen, und gut wärs. Gesamtgesellschaftlich betrachtet ist es ja nur eine (potentiell gefährliche) Minderheit, und als solche sollte man sie behandeln.

Wir sind aber gut regierbar, wenn wir in Fronten gegenüber stehen bzw., wie es Eure Nachdenk-Seiten so schön formuliert, mit tiefen Gräben zwischen uns. Und je mehr Gräben es gibt, umso besser.
Und in der Hinsicht ist "das Volk" sehr dankbar. Man liest / hört / sieht sich durch die Außenwelt und freut sich, dass sie selbst nicht die Schlimmsten, Blödesten sind. Es gibt also eine Sucht nach schlechten Nachrichten, an denen man 1. seinen eigenen Wert hochtechnen kann oder 2. lesen darf, dass es in der Nachbarschaft ja noch viel blöder aus sieht, als bei einem selbst zu Hause.
Und genau hier passiert dann bei Unzufriedenheit, dass man sich mit Solchen zusammen schließt, die ein beschissenes Leben wie man selbst hat, um sich stärker zu fühlen, ohne sich vetändern zu müssen.
Rechtsextremismus ist ein Mittel von Vielen dafür.
Glaube ich, beweisen kann ich das nicht und nachvollziehen auch nicht.

Wenn es denn eine Sucht nach schlechten Nachrichten gibt, dann sollte man doch eher gegen die Sucht vorgehen. Schließlich verteilt man ja auch nicht Heroin auf den Straßen, nur weil es eine Sucht danach gibt. :)

Diese Szene hat natürlich auch sein eigenes Organ oder Organe. Nehmen wir aber mal dieses genannte Schundblatt, als Einstiegspapier. Sie legitimiert das Gedankengut und macht es „gesellschaftsfähig“. Wenn diese Stufe mal erklommen ist, legt das die Basis für den "das wird man ja nochmal sagen dürfen" Unsinn. Und für mich ist das „gesellschaftsfähig“ machen schon eine Volksverhetzung.

Aber dann muss man das auch mit den Privatsendern machen.
Ich hatte 12 Jahre keinen TV und musste dann, weil die Tochter der Direktorin aus der Schule der Großen beim Dieter war, den Dieter an sehen. Bitte alle diese Sender noch einmal zur Schule schicken, von Klasse eins bis neun...
Da werden Dinge gesellschaftsfähig gemacht, das hätte ich mir persönlich nicht vorstellen können und in diesen Tonfall passt dann die Bild als eine seriöse Zeitung.
Und Tonfall ist genau das Stichwort - denn die Aggressionen, die man nicht nur vom Dieter sich anhören muss, sondern die da auch in der Ansage und der Werbung ab geht - da lebe ich irgendwie in einer komplett anderen Welt!
Die Frage ist dann: Wie bekommen wir diese Leute (die sich ausschließlich nur das freiwillig an sehen) wieder zurück aus den Gewohnheiten des "Omega-Rudels"?

Ich weiß nicht was „Dieter“ ist, aber ich denke das ist auch nicht wirklich wichtig. Natürlich sind viele Sender auf dem B!att Niveau. Dem kann man nur mit Ignoranz und Ächtung entgegentreten.

Ich werde immer wieder belächelt, wenn ich erzähle, dass es Naturvölker gab oder gibt (weiss ich leider nicht genau), die kein Wort für das Böse haben. Sie sagen, wenn es keinen Begriff dafür gibt, dann kann man es nicht nennen und es bekommt keinen Platz in unserem Leben.

Wenn du dir anschaust, was gerade in sozialen Netzwerken verbreitet wird, dann ist das das glatte Gegenteil. Daher auch meine einführenden Worte in meinem ersten Kommentar. Egal wie aufgeklärt, intelligent oder gebildet wir sind, unser aller Gehirn funktioniert auf die selbe Weise: Nennung erzeugt Aufmerksamkeit, Emotion, Bilder und Wiederholung sorgt für die Abspeicherung in unserem Langzeitgedächtnis und Prägung unseres Charakters mit all den Bildern und Emotionen.

Klassisches Beispiel: Denk mal nicht an weiße Mäuse. Oder beobachte dich mal selbst, wenn nur das Wort "AfD" auftaucht. Man ist schon so geprägt, durch die Dauerbefeuerung. Das sind Pfähle, die in unser intellektuelles und emotionales Gedächtnis rein gerammt werden. Sich dagegen zu wehren erfordert eine Menge Kraft .... oder Ignoranz. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, oder erst gar nicht entstehen zu lassen gibt es die Ächtung. Ablehnung.

Werbung und PR funktioniert exakt nach diesem Prinzip. Schaffe Aufmerksamkeit. Wenn es etwas Schlechtes ist, dann verwirre mit Informationen, bis es ein „neutraler“ Begriff wird. Damit hast du schon eine Verknüpfung zu etwas Schlechtem gelöscht „Früher war ja nicht alles schlecht“ ... „die haben ja auch gute Punkte“ usw. Es wird so lange diversifiziert, bis es keinen konkreten Angriffspunkt mehr gibt. Oder es wird ein konkreter Punkt geschaffen, damit wieder Aufmerksamkeit erzeugt wird.

Und, entschuldige den Ausdruck, die Vollidioten der „Anti-Fraktion“ fallen volle Kanne darauf rein und teilen wie die Furien Entrüstungsartikel in denen der Name immer und immer wieder wiederholt wird.. Das bezeichne ich immer wieder als #Hysteria und #Empöria

Die, die eigentlich dagegen sind, sind das wertvollste und mächtigste Werbeinstrument, die solche Organisationen oder Firmen aka Zeitungen haben. Um es mal drastisch und dramatisch zu formulieren: Das sind die perfekten Handlanger des Bösen.

Wenn keiner mehr darüber spricht, hat es auch keine gesellschaftliche Relevanz mehr.

Wenn Menschen darüber sprechen, versuche ich persönlich zu vermeiden diese Namen zu wiederholen. Stattdessen drücke ich meine Ablehnung so aus, dass , je nach dem, mein Gegenüber das Gesicht wahren kann. Ich lenke das Gespräch und die Aufmerksamkeit innerhalb des Themenkomplexes davon weg. Wenn es nicht anders geht, versuche ich den Themenkomplex zu beenden, so dass diese ständige Nennung gestoppt wird.
Nur weil sich alle mit Scheiße beschmieren, muss ich das nicht auch tun.

Wow!
Du hast heute meinen persönlichen Lieblingskommentar verfasst.

@Stefan Münz
Leider ist es damit nicht getan, aber klar, ein selbstbestätigendes Organ wäre weg.

In seiner aktuellen Kolumne https://www.spiegel.de/netzwelt/web/mordfall-walter-luebcke-die-braunen-schlaefer-erwachen-kolumne-a-1273204.html weitet Sascha Lobo diese These ein wenig aus, indem er schreibt "Nicht nur das Milieu, sondern auch größere gesellschaftliche Stimmungen können [...] ermutigend wirken." Es geht um das Verschwimmen der Grenzen aufgrund von "Verharmlosung durch Politik, Behörden und Zivilgesellschaft", was einen "passiven Resonanzraum" aufbaut (der deutlich über das Blatt hinaus geht).

Und das hat dann irgendwie auch mit @hoergen s Ausführungen zu Wiederholung und Umdeutung zu tun, denen ich definitiv zustimme.
Dank unscharfer Positionierung findet auch der letzte Idiot noch seine Legitimation, sogar mitten in der Gesellschaft.



 

Von der bürgerlichen Rechten in den Rechtsterrorismus


Wer die "Arschlöcher fon Deutschland" (#AfD) wählt, mit ihnen koaliert oder es weiterhin versäumt, diese Partei als verfassungswidrig zu brandmarken, sollte sich im klaren darüber sein, dass das Eis sehr dünn ist:
#AfD) Gesellschaft Politik



 

Zurück in die Zukunft von 1985


Vor nunmehr 34 Jahren, im Jahr 1985, als auch der Film "Zurück in die Zukunft" sein Debut hatte, erschien das sogenannte "Klimamanifest von Heiligenroth". Als Bürger hat man davon seinerzeit nicht sehr viel mitbekommen. Aber die Politik hat es damals in die Hand gedrückt bekommen und kennt es seitdem. Hier kann man es als PDF komplett einsehen:

Das Klimamanifest von Heiligenroth


Bild/Foto
Klima Politik

@WeraWelt Ich sehe die 80er auch schon lange als "Epoche der Verdrängung". Wir wussten das alles eigentlich schon viel früher.

Auch in aller Deutlichkeit: Bundestagsdrucksache vom 31.10.1994 - Schlussbericht der Enquete-Kommission ->
https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/12/086/1208600.pdf



 

Ein Hauch von Andalusien





... in der Südpfalz
Architektur Foto Natur
Ein Hauch von Karibik ...
Bild/Foto

... in Hilden



 

Falsche Freunde?


Greta hat dieses Bild heute gepostet. Nachdem sich Greta und Obama aber so weit mir bekannt bislang noch nicht wirklich begegnet sind, ist das wohl eine Photoshop-Montage mit der Aussage "mit mir wollen die größten Herrscher der Welt posieren - also kann ich meinen Plan durchbringen!"
Putin ist nur noch zu blöd - sonst hätte er es längst begriffen und würde bereits ebenfalls um so eine solche Photoshop-Montage bitten. Oder Xi Jinping.

Gretas Strategie wird klarer: Im Lichte der Mächtigsten werde ich immer mächtiger, und als Mächtige verkünde ich euch dann, wo ihr lang müsst. Herkömmliche Politik und Verfassungen helfen ja offenbar nicht mehr. Unter allen anderen Umständen würde ich da jede Menge Göre-Verteufelungs-Vokabular aufbieten - genauso, wie es die Rechten derzeit gegen Greta aufbieten. Es nicht zu tun fällt mir in diesem Fall vor allem deshalb schwer, weil ich Obama eigentlich für einen der übelsten US-Präsidenten halte, den die Welt je hat ertragen müssen. Und weil Greta irgendwie auch ihren moralischen Anspruch an die Menschheit verrät, wenn sie sich mit so einem CO2-Mega-Pusher ablichten oder verphotoshoppen lässt.

Aber OK, die gute und leider allesentscheidende Sache. Ich hab zwar keine Ahnung, wie ein Mädchen in dem Alter ihr Anliegen in so einem Haifischbecken konsequent durchziehen will, aber ich vertraue mal auf ihr Asperger-Syndrom.
Jost Schwider doesn't like this.

Nun, bei mir ist es genau umgekehrt, @Torsten Appelhagen

@Hartmut Noack das ist IMHO selten, ich beglückwünsche Dich dazu!



 

Komme aus Athen, waren zu viele Eulen dort


Foto Tiere

Ist das nicht Hedwig?

"Eulen nach Athen tragen." Diese Formulierung kenne ich noch aus dem Lateinunterricht.



 

Demokratie und Handlungsfähigkeit


Auf Twitter trendet gerade das von Luisa Neubauer kreierte Hashtag #6MonateNixPassiert. Damit meint sie, dass es nun in Deutschland seit einem halben Jahr jeden Freitag Schulstreiks für eine politische Trendwende in Sachen Klimaschutz gibt, doch außer faulen Ausreden, Scheingetue und einfach nur noch peinlicher Hilflosigkeit gegenüber dem wachsenden Druck aus der Bevölkerung kommt von der Bundesregierung: nichts.

Nun ist das Nichtstun ja seit der Merkel-Ära, seit 2005, also seit etwa der Geburt vieler Jugendlicher, die jetzt bei #FridaysForFuture streiken, Programm. Oder genauer: das Tunlassen der Banken und Konzerne. Andere Werte gibt es keine (alles andere ist Folklore). Es ist eine ganze Generation von Politikern, die jetzt am Pranger steht. Karrieristen mit gekauften oder durch Copy&Paste erschwindelten Doktortiteln, fleißig vor allem beim Intrigieren und beim Verfilzen in Hinterzimmern, keine brüllenden Autoritäten mehr, sondern smart und deshalb scheinbar zeitgemäß - doch der Lack ist mittlerweile ab. Neue Generationen, die ganz andere Begriffe von Authentizität haben, entlarven mittlerweile gnadenlos und massenhaft all das hohle Sonntagsgerede der Postdemokraten der sogenannten Volksparteien. Dass die Grünen derzeit so davon profitieren, ist keine wirkliche Wendung zum Besseren, denn große Teile der Partei Grünen haben genau das gleiche Problem wie die nun ehemaligen Volksparteien. Es wird sich zeigen, wie viel mehr tatsächlich passiert, wenn die Grünen regieren.

Luisa Neubauer hat aber nicht nur viel Zustimmung für das Hashtag #6MonateNixPassiert erhalten, sondern auch kritische Anmerkungen. Die bemerkenswertesten davon lassen sich so zusammenfassen: In einer Demokratie ist es halt - anders als in einer Diktatur - mal nicht eben möglich, irgendwelche neuen Direktiven durchzuboxen, ohne Rücksicht auf Verluste. In einer Demokratie muss man Mehrheiten suchen und Kompromisse finden. Das ist das Wesen der Demokratie und genau der Grund, warum sie besser ist als jede Art von Diktatur. In Deutschland gibt es genügend Menschen, für die aktuell andere Probleme wichtiger sind als der Klimawandel. Mietpreise, Mindestlohn, Digitalisierung, Fachkräftemangel oder auch immer noch Zuwanderung. Die Demokratie hat den Vorteil, für all diese Menschen da zu sein, und nicht nur für diejenigen, die jetzt gerade schneller als die Polizei erlaubt CO2-neutral werden wollen.

Das ist zweifellos ein gewichtiger Einwand. Solange genügend Zeit ist, um auch mit ungünstigen Entscheidungen oder Kompromissen leben zu können. Was aber, wenn der Fall eintritt, dass diese Zeit nicht mehr zur Verfügung steht? Denn genau das ist ja die Argumentation der Klimaschutzbewegung. Sie argumentieren, dass, wenn wir nicht innerhalb der nächsten 10-15 Jahre den vollständigen Verzicht auf das Verbrennen fossiler Energieträger hinbekommen, der gesamte Planet sein Testament machen kann. Weil dann sogenannte Tipping Points überschritten werden, ab denen sich die Klimaerwärmung von selbst beschleunigt, und nach denen dann kein menschlich-technisches Gegenlenken mehr möglich ist. Wahrscheinlich ist aber nur wenigen von den Protagonisten der Klimaschutzbewegung, vielleicht nicht einmal Führungsfiguren wie Greta Thunberg oder Luisa Neubauer, bewusst, dass die Forderungen der Bewegung den üblichen demokratischen Mühlen eigentlich gar nicht mehr die Zeit lassen zu mahlen.

Nun gibt es auch in den Verfassungen demokratischer Staaten meist Ausnahmeregelungen für Extremsituationen. In Deutschland sind das die sogenannten Notstandsgesetze [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Notstandsgesetze], gipfelnd in der sogenannten Notstandsverfassung [https://de.wikipedia.org/wiki/Notstandsverfassung]. Die Verabschiedung dieser Notstandsgesetze war übrigens in Deutschland vor fünfzig Jahren ein wichtiger Punkt des Widerstands der 68er-Bewegung. Die befürchteten, dass die Notstandsgesetze der Schlüssel zu Missbrauch und zur Errichtung einer neuen Diktatur werden könnten. Wie auch immer - für Notstände gab es bislang nur zwei wichtige Ausprägungen: den Kriegsfall, und Naturkatastrophen besonderen Ausmaßes. An einen menschengemachten Klimawandel dachte bei der Verabschiedung der Notstandsgesetze noch niemand. Schon gar nicht an ungefähre Zeitfenster bis zum wissenschaftlich vermuteten Eintreten der Unumkehrbarkeit. Auch die staatlichen Eingriffe in Grundrechte, die in den Notstandsgesetzen geregelt sind (Zwangswehrpflicht im Kriegsfall, Aufhebung des Fernmeldegeheimnisses usw.), entsprechen nicht dem, was im Zusammenhang mit Anstrengungen zur Vermeidung des Erreichens der Tippling Points beim menschengemachten Klimawandel entscheidend wäre. Außerdem müssen die deutschen Notstandsgesetze heute auch im Rahmen der deutschen EU-Zugehörigkeit gesehen werden.

Es braucht also - nach Ansicht fast aller mit dem Themenkomplex vertrauten Wissenschaftler, einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf, der mit dem demokratischen Pluralismus nicht vereinbar ist, solange große Teile der Bevölkerung noch keine unmittelbaren persönlichen Wahrnehmungen oder Nachteile vom menschengemachten Klimawandel haben. Mehr kann ich dazu momentan auch nicht sagen. Nur, dass sich all das und nichts Geringeres letztlich hinter dem Hashtag #6MonateNixPassiert verbirgt.
This entry was edited (2 weeks ago)

Man könnte einwenden, dass es nur die richtigen Ereignisse sein müssen, damit was passiert - Stichwort Bankenkrise oder Fukushima.

Ja, das Begreifenkönnen der Klimakrise wäre wichtig. Den Input dazu gibt es längst. Wenn die TV-Teams statt im trüben EU-Dunst mal in Bangladesh oder Teilen Indonesiens filmen würden, könnten sie uns schon heute mit genügend verstörenden Bildern versorgen. Aber solange das im ÖR-Frühstücksfernsehen und in der Tagesschau einfach keine Themen sind, weil nicht "tagesaktuell" oder "sensationell" genug, reicht das wohl nicht. Aber eigentlich möchte ich auch nicht auf schlimme, spektakuläre, aber noch begrenzte Katastrophen mit vielen Opfern hoffen müssen.

Das Problem an der Geschichte ist, dass man damit kein Geld verdienen kann, dass sich Umweltschutz schon als etwas angesehen wird, "was sich von alleine regelt" und dadurch, dass das nicht wirklich greifbar ist, nimmt es "die Welt" nicht für wirklich schlimm.
Ich arbeite jetzt schon mehr als 20 Jahren in diesem Sektor, bin von meinem Vater dahin sensibilisiert worden, erlebe aber genau so lange, dass das eher als Philosophie angesehen wird, die man ernst nimmt, wenn sie wie im letzten Sommer erlebt wird, aber dann auch wieder gut ist.
Und selbst Du hast "erst" durch Greta vermittelt bekommen, was mit unserem Ökosystem geschiet und erst dadurch nimmst Du blühende Wegränder wahr, für die Umweltaktivisten seit über 30 Jahren ackern.
Ich bin sehr froh, dankbar dafür, dass mehr Menschen genauer hin sehen, fürchte aber, dass es noch genug andere Probleme gibt, die wir "auch noch" lösen müssen und dann der Schutz unserer Umwelt wieder in den Hintergrund treten. Ich hoffe aber, dass aus der FfF-Bewegung einige Menschen am Ball bleiben und diese loblose und vor allen brotlose Wissenschaft weiter zu führen und die Fäden in der Hand behalten, damit wir die anfallenden Probleme auch weiterhin lösen.
Also danke Dir, dass Du so aktiv Gretas Sprachrohr bist und damit das Problem in den Köpfen der Leute lässt.



 

Auffälliges am Feldrand





Fotos wie diese kann man derzeit zuhauf machen an Straßen- und Feldrändern in meiner Gegend. Die Feld-, Wald- und Wiesenblumen wuchern überall. Ganz anders als in all den Jahren zuvor. So anders, dass es kein Zufall sein kann. Da haben offensichtlich Leute in Gemeindeverwaltungen zusammengesessen und was ausgeheckt. Zahleiche Landwirte richten plötzlich 2-3 Meter breite Randstreifen an ihren Feldern ein für Wildgewächse und Blumen. Seitenbegrünungen von Straßen oder Begrünungen im Zentrum von Straßenkreiseln sind plötzlich nicht mehr nur "Begrünung", sondern ebenfalls Mischflora, wie sie ideal ist für Insekten, Vögel, Spinnen und viele andere Arten. Greta wirkt bereits. Nicht nur in der großen Politik. Es würde nur niemand zugeben von den CDU-Gemeinderäten :-)
Foto Klima Natur

In Tauber-Franken ist das leider noch nicht angekommen. Nur die Stadt Bad Mergentheim bemüht sich öffentliche Flächen bienen- und damit auch augenfreundlich zu gestalten.

Da hatte das ganze Imker"geheule" doch Erfolg!
Grundsätzlich sind sie langfristig an den Problemen mit den Honigbienen selbst Schuld, denn irgendwer musste ja unbedingt die Varroamilbe hier "einzüchten", weswegen es ja zu diesen großen Ausfällen gekommen ist. (Und dann klaun sie sich noch gegenseitig die letzten Bienen unter dem Hintern weg! *kopfschüttel*) Aber die ganzen Blühstreifen sind schon RICHTIG gut! Während wir vor drei Jahren noch ganz furchtbar die Schmetterlinge vermisst haben, flattert es hier rum - ich bin hin und weg!