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RT Deutsch kontert


Ich kenne das selber gut. Einen Artikel von #RTDeutsch zu verlinken hat meistens auch den Vorwurf zur Folge, man würde #Propaganda für #Putin verbreiten. Dass der Sender die russische Sicht demonstriert - geschenkt. Dass er russische Einflussinteressen befördern soll - geschenkt. Kaum ein Sender hat keine Interessen und keine dominierende Sicht der Dinge. Problematisch wird es dann, wenn fast alle Sender die gleichen Interessen verfolgen und alles gleich sehen, und wenn das alles kein Zufall ist. Denn erst dann beginnt #Propaganda im eigentlichen Sinne. Und genau darum geht es in diesem Artikel. Das kann man zwar auch wieder als Opfergetue abtun, sich entzündend an der Aufforderung des Vorsitzenden des Deutschen Journalisten Verbandes, Frank Überall, an die Landesmedienanstalten, für RT Deutsch keine Sendelizenz zu erteilen. Aber billiges Lamento ist der Artikel nicht. Er könnte so auch aus einem der unabhängigen News-Organe stammen, die in letzter Zeit entstanden sind - eben genau aus diesem Grund: weil der "offizielle" Journalismus in verkrusteten ideologischen Clustern und Seilschaften festklebt. Ausnahmen bei ZEIT, taz, FR und SZ bestätigen die Regel :-)
#RTDeutsch #Propaganda #Putin Gesellschaft Links Medien


 

Gemeinwohlökonomie - wo sie schon angewendet wird


#Gemeinwohlökonomie (#GWÖ) ist grob gesagt der Ansatz, den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens gar nicht oder nicht allein monetär zu bewerten, sondern (auch) ökologische und soziale Aspekte vergleichbar und messbar zu machen, so dass für jedes Unternehmen eine Gesamtbilanz aus monetärem Erfolg und Verbesserungen für Mensch und Umwelt erstellt werden kann.

Das Konzept stammt von dem Österreicher Christian Felber, der, wie man sich denken kann, in neoliberalen Wirtschaftskreisen bestenfalls verlacht wird. Doch mittlerweile wächst die Anzahl von Unternehmen, Vereinen und kommunalen Verwaltungen, die nach Gemeinwohl bilanzieren. Immer mehr Lehrstühle dazu entstehen an Universitäten, mit der Möglichkeit, sich im Wirtschaftsstudium entsprechend zu spezialisieren. Am weitesten voran ist man dabei jedoch in Spanien, und dort vor allem in der Comunitát Valencia. Das ist nicht nur die gleichnamige Stadt, sondern die ganze Region von etwa Peniscola bis runter nach Alicante. Dort werden, wenn ich recht verstanden habe, mittlerweile von der Regionalverwaltung nur noch Aufträge an Unternehmen vergeben, die selber nach Gemeinwohlökonomie bilanzieren.

Durch den ganz unten verlinkten Artikel, der sich mit der Einführung der Gemeinwohlökonomie in Valencia beschäftigt, bin ich denn auch seinerzeit auf das ganze Konzept aufmerksam geworden. Wer sich für das Thema interessiert, findet aber noch viele andere interessante Links. Hier ein paar davon (unsystematisch) zum Anfixen:

  • Internationaler Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie e.V.
  • Die Gemeinwohlökonomie-Bewegung
  • Asociación Federal Española para el Fomento de la Economía del Bien Común
  • Das Buch von Christian Felber über Gemeinwohlökonomie
  • Vortrag und Diskussion zur Gemeinwohlökonomie an der Heinrich-Böll-Stiftung (YouTube, 150min.)
  • #Gemeinwohlökonomie #GWÖ) Gesellschaft Links Wirtschaft
    Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (vor 3 Wochen)

    @Stefan Münz

    Viele Dinge könnten schon heute anders gelöst werden, wenn der politische Wille vorhanden wäre:

    https://www.pufendorf-gesellschaft.org/single-post/2019/01/23/Volles-Interview-der-SZ-mit-Stephanie-Kelton-Geld-ist-zum-Sch%C3%B6pfen-da-1612-2018

    Der Text entspricht zwar nicht ganz meinen Ideen, ist aber interessant, welche Möglichkeiten aufgezeigt werden.

    @Stefan Münz Wir, die sys4 (ping an @Wolfgang Stief), arbeiten seit 2 Jahren – immer wieder unterbrochen durch $ARBEIT – daran nach den Grundsätzen der Gemeinwohlökonomie auditiert und zertifziert zu werden. Für uns ist Gemeinwohlökonomie die Fortschreibung des Open Source Gedankens in Geschäftsmodelle – nicht in allen Belangen, aber es fühlt sich sehr danach an.

    Ende 2017 war ein sehr kompetenter und netter Berater bei uns, der in zwei Tagen mit mir das knapp 100 seitige Audit-Dokument durchgearbeitet hat. Bis wir soweit waren, mussten wir Überzeugungsarbeit leisten, dass auch eine (kleine) AG dem Gemeinwohl dienen kann; per Definition scheint sich AG und Gemeinwohl in den Köpfen der Macher der Gemeinwohlökonomie auszuschließen. Dieses Jahr steht auf meiner Agenda, unsere Unterlagen zu vervollständigen und dann einen Audit durchführen zu lassen.

    Schwierig und übergriffig finde ich Ziele im Katalog, die beispielsweise fordern die Kantine solle ausschließlich vegetarisch sein. It's never gonna happen… Ich will unseren Mitarbeiten schlichtweg nicht vorschreiben, wie sie sich zu ernähren haben. Stimmig finde ich wiederum regional und Bio einzukaufen. Von solchen übergriffigen Zielen existieren mehrere im Katalog. Das ist ärgerlich, denn wir werden sie wohl nie erreichen und es gäbe aber Punkte darauf.

    Mittlerweile haben wir auf Veranstaltungen einige andere Unternehmen (GLS Bank, Sparda Bank, Herrmandsdorfer, etc.) kennen und schätzen gelernt und wir fühlen uns in diesem Kreis und der Denke zuhause. Abstand halte ich zu den Esoterikern, die auch da selbstverständlich dabei sind. Es ist wie bei jeder neuen Partei (Gruppierung…): Wenn sie sich formiert, finden sich Viele zusammen, die prüfen ob sie hier Mitstreiter für ihre Interessen finden. An misslungenen Beispielen fallen mir da die Grünen und die Piraten ein. Die hatten auch $STRÖMUNGEN in ihren Reihen, von denen sie später Abstand genommen haben.

    Der Gemeinwohlökonomie wünsche ich, dass sie an klarer Linie gewinnt. Für uns steht sie für viele Dinge, die uns wichtig sind und die unser Verhalten als Geschäftsleute bestimmen.



     

    Fü(h)r uns, die Herde


    Prof. Rainer #Mausfeld ist ein 2016 emeritierter deutscher Professor für Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Wahrnehmungspsychologie, Kognitionswissenschaft und Geschichte der Psychologie. Seine seit 2015 veröffentlichten demokratietheoretischen und medienpolitischen Thesen sind umstritten. [Wikipedia]
    Nun, "umstritten" ist ja erlaubt und meint oft einfach nur "unerwünscht". Im Rahmen der Pleisweiler Gespräche hat Mausfeld am 22. Oktober 2017 einen Vortrag gehalten, der als zweistündiges Video auf YouTube verfügbar ist (siehe unten).

    Nur ein paar Positionen von vielen weiteren aus dem Vortrag:

  • #Repräsentative #Demokratie dient vor allem dem Machterhalt der #Eliten.
  • Es gibt den klassischen #Totalitarismus (Hitler, Stalin, Kim Jong Un, Erdogan), und es gibt einen modernen Totalitarismus (die gegenwärtigen westlichen Demokratien).
  • #Meinungsfreiheit wird gewährt, solange sie wirkungslos ist.
  • Solidarisierungsbewegungen unter den Beherrschten sind gefährlich, werden stets unterhöhlt und wenn nötig zerschlagen.
  • Das Nichtverstehen des eigentlich Offenkundigen wird induziert, etwa durch Belohnungsprinzipien für "Stiefellecker".
  • Der #Internationalismus, der eigentlich eine Hoffnung für weltweite #Solidarität war, wurde durch die neoliberale #Globalisierung in etwas Negatives verkehrt. Wobei an der Globalisierung überhaupt nichts global ist, sondern alles amerikanisch.
  • Überhaupt bedeutet im neoliberalen Falschwörterbuch so ziemlich jedes Wort das Gegenteil dessen, was es vorgeblich bedeutet.
  • News sind immer Fakes :-)

    Der Vortrag ist jedoch keine billige Brandrede, sondern besonnen, im Stil einer Universitätsvorlesung gehalten, und unterstützt durch zahlreiche Folien mit Bildmaterial.

  • Von Mausfeld kann man nur lernen.



     

    Etwa 2% Aussicht auf Erfolg


    hat eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Sie ist ein juristisches Instrument für den Fall, dass Bürger sich von der "normalen" Rechtssprechung nicht vertreten fühlen und stattdessen eine Verletzung persönlicher Grundrechte geltend machen. Mehr darüber erzählt Heribert Prantl in seiner wöchentlichen SZ-Kolumne:
    Links Politik Recht

    @Robert Dahlem

    Es ist mir völlig egal, was Du für berechtigt hältst.

    @Robert Dahlem Ja, es wird sicher so einige abstruse Dinge geben, die da versucht werden, zur Verandlung zu bringen. Immerhin gibt es die Möglichkeit der Einsicht in diejenigen Beschwerden, die tatsächlich verhandelt wurden - inklusive Ausgang (erfolgreich oder erfolglos)



     

    Mit LINKS zum Grundeinkommen


    Falls wieder mal eine Diskussion in die Richtung führt, dass Linke und Grundeinkommen inkompatibel seien, weil Linke im Grunde die gleiche (nur Erwerbs-)Arbeit-macht-frei-Ideologie vertreten wie ihre neoliberalen Widersacher, dann ist dieser Link vielleicht ein guter Einwand, versehen mit der Bemerkung, dass es auch neolinke Einstellungen gibt. Nur, wie bei Parteien üblich, noch nicht bis zur Parteispitze vorgedrungen.
    Gesellschaft Links Politik
    Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (vor 4 Wochen)
    Ja. Leider sind es bei der Linken offenbar nur Strömungen und nicht Parteiziel. Wäre das anders, würde ich mein nächstes Kreuzchen noch mal überdenken..



     

    Vitamin D: Champignons statt Teneriffa


    Mittel- und Nordeuropäer haben bekanntlich ein Vitamin-D-Problem, weil die Sonne nördlich etwa des 40. Breitengrades, selbst wenn sie mal scheint, in den Wintermonaten nicht genügend "Kraft" hat, um die Vitamin-D-Produktion im Körper anzukurbeln. Wer es sich leisten kann, verbringt den Winter im Süden. Für den Rest bleiben Möglichkeiten wie die mittlerweile eher verpönten Sonnenstudios, oder Nahrungsergänzungsmittel, oder - wie nun hier, "manipulierte" natürliche Lebensmittel. Zu den natürlichen Lebensmitteln, die Vitamin D enthalten, gehören Pilze. Die entwickeln das Vitamin allerdings auch nur unter UVB-Bestrahlung. Seit einiger Zeit schon gibt es "bestrahlte Vitamin-D-Champignons" auf dem Markt. Jetzt ist ihr Verkauf auch in Deutschland zugelassen.
    Gesundheit Links Technik
    Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (vor 1 Monat)

    Es gibt sogar ne eigene Webiste über das Vitamin: https://www.vitamind.net. Und ja, viele Expertenmeinungen :-)
    Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (vor 1 Monat)

    Danke für die URL. Um es im Sinne von Charles Bronson zu sagen "Es ist dieses verdammte Vertrauensproblem. Wem kannst du noch vertrauen" ;)

    Am meisten vertraue ich noch meinem eigenen Körper. Der hat mir schon einige male klar gemacht "wenn du so weitermachst, wars das mit uns in zwei, drei Jahren".



     

    Warum eigentlich 80 Zeichen pro Zeile?


    Ein sehr informativer Artikel über die Entstehung der Lochkarten und damit der EDV ist heute im Heise-Newsticker erschienen. Deren Erfinder, Herman #Hollerith, ein jähzorniger, aber erfolgreicher Tüftler mit deutschen (pfälzischen) Wurzeln, entwickelte die 1928 patentierten IBM-Lochkarten. Und diese hatten genau 80 Spalten. Dies, so der Artikel, »ist auch Ursprung der maximalen Breite von 80 Zeichen in verschiedenen Terminals oder E-Mail-Systemen.« Bild/Foto
    #Hollerith Geschichte Links Technik


     

    Richtig streiten - eine Artikelserie


    Von Jörg Phil Friedrich gibt es in der Zeitschrift Hohe Luft eine #Artikelserie zum Thema #Streitkultur, die vielleicht interessant ist für alle, die nicht nur verbal herumprügeln wollen in irgendwelchen Kommentarbereichen, sondern auch mal die Grundlagen davon reflektieren möchten. Bislang sind dort folgende #Artikel erschienen:



    Bevor ich mich jedoch über die dort vorgebrachten #Argumente streite, muss ich die Artikel erst mal selber lesen = #Todo für heute abend :-)

    Bild/Foto
    #Artikelserie #Streitkultur #Artikel #Argumente #Todo Gesellschaft Links Philosophie


     

    Das Jahr 2000 - in Visionen aus dem Jahr 1900


    Anlässlich der #Weltausstellung 1900 in #Paris stellten sich bildende #Künstler der Aufgabe, ihre Vorstellungen darüber, wie die Welt in hundert Jahren, also im Jahr 2000 aussehen wird, zu malen. Die gesammelten Bilder gibt es bei Wikimedia:

    France in XXI Century (fiction)

    Bild/Foto
    France in XXI Century. Air postman
    Jean Marc Cote [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons
    #Weltausstellung #Paris #Künstler Geschichte Gesellschaft Kunst Links Technik