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Ich habe auch einen Traum


Mein Name ist Greta Thunberg, ich bin 16 Jahre alt und komme aus Schweden. Ich bin dankbar, hier bei Ihnen in den USA zu sein. In einer Nation, die für viele Menschen das Land der Träume ist.

Ich habe auch einen Traum: dass Regierungen, politische Parteien und Unternehmen die Dringlichkeit der klimatischen und ökologischen Katastrophe begreifen und sich zusammen tun trotz all ihrer Differenzen, so, wie man es in einer Notsituation tun würde, und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Grundlagen eines würdevollen Lebens für jeden Menschen auf der Erde zu sichern.

Denn dann könnten wir Millionen streikende Jugendliche wieder zur Schule gehen.

Ich habe einen Traum, dass Verantwortung tragende Menschen und Medien damit beginnen diese Krise als den existenziellen Notfall zu behandeln, der sie ist. So dass ich nach hause fahren könnte zu meiner Schwester und meinen Hunden. Weil ich sie vermisse.

Eigentlich habe ich viele Träume. Aber wir schreiben das Jahr 2019. Es ist nicht die Zeit für Träume. Es ist die Zeit, um aufzuwachen. Es ist der historische Zeitpunkt, an dem wir auf breiter Front aufwachen müssen.

Und ja. wir brauchen Träume, wir können nicht ohne Träume leben. Aber für alles gibt es eine Zeit und einen Ort. Und Träume düfen nicht im Weg stehen, wenn es darum geht zu sagen was los ist.

Doch wo immer ich hinkomme, kommt es mir vor als wäre ich von Märchen umgeben. Unternehmer, gewählte Volksvertreter quer über das gesamte politische Spektrum verbringen ihre Zeit damit, Gutenachtgeschichten zu erzählen, die uns beruhigen und uns wieder einschlafen lassen sollen.

Wohlfühlgeschichten darüber, wie wir alles lösen werden. Wie wundervoll alles sein wird wenn wir erst mal alles "gelöst" haben. Doch das Problem, mit dem wir es zu tun haben, hat nichts mit der Fähigkeit zu träumen zu tun, oder sich eine bessere Welt vorzustellen. Das aktuelle Problem besteht einfach nur darin, dass wir aufwachen müssen. Es ist Zeit, der Realität ins Auge zu sehen, den Fakten, der Wissenschaft.

Und die Wissenschaft spricht nicht von "tollen Gelegenheiten, eine Gesellschaft zu erschaffen, die wir eh immer schon wollten". Sie spricht von unaussprechlichem menschlichen Leid, das immer schlimmer wird, je länger wir es hinauszögern zu handeln - wenn wir jetzt nicht anfangen zu handeln. Und ja, natürlich wird eine nachhaltig veränderte Welt auch viele neue Vorteile beinhalten. Aber eins muss klar sein. Es geht nicht vordringlich darum, neue "Green Jobs" zu erschaffen, neue Geschäftsfelder oder irgendwelches grünes Wirtschaftswachstum. Es handelt sich vor allem un einen Notfall, und zwar nicht um irgendeinen Notfall. Es handelt sich um die größte Krise, mit der es die Menschheit jemals zu tun hatte.

Und wir müssen sie entsprechend behandeln, damit die Menschen sie verstehen und als Notfall behandeln. Denn man kann keine Krise lösen, ohne sie als solche zu behandeln. Hören Sie auf den Leuten zu erzählen, dass alles gut werden wird, wenn es, nach momentanem Stand, alles andere als gut ausgehen wird. Da ist einfach nichts, was man verpacken und verkaufen kann oder in sozialen Netzwerken "mögen" kann.

Hören Sie auf zu versprechen, dass Sie, Ihre Geschäftsidee, Ihre politische Partei oder Ihr Plan irgendwas lösen werden. Wir müssen realisieren, dass wir noch nicht alle Lösungen haben. Wir sind sogar weit davon entfernt. Solange die Lösungen bedeuten, dass wir einfach nur auf irgendwas verzichten sollten.

Eine verhängnisvolle Energiequelle durch eine etwas weniger verhängnisvolle zu ersetzen ist noch kein Fortschritt. Dadurch, dass wir unsere Emissionen einfach nur nach Übersee exportieren, reduzieren wir unsere Emissionen nicht. Kreative Buchführung hilft uns nicht weiter. Doch genau da liegt das Problem.

Einige von Ihnen haben vielleicht schon mal davon gehört, dass wir, beginnend mit dem 1. Januar 2018, noch 12 Jahre haben, um unsere CO2-Emissionen zu halbieren. Aber ich glaube, dass kaum jemand von Ihnen weiß, dass es aktuell nur eine 50%ige Chance gibt, damit unterhalb der 1,5°C-Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zustand zu bleiben. Gerade mal 50%!

Und diese aktuellen, den heutigen Stand der Wissenschaft repräsentierenden Berechnungen, beinhalten nicht einmal nicht-lineare Kipppunkte oder unvorhergesehene Rückkopplungsschleifen wie das extrem schädliche Methan-Gas, das aus schnell auftauenden arktischen Permafrostböden entweicht. Oder schon eingeschlossene Erwärmung, die noch von giftiger Luftverschmutzung verdeckt wird. Oder der Aspekt des Ausgleichs, der Klimagerechtigkeit.

Eine 50%-Chance - also die statistische Wahrscheinlichkeit bei einem Münzwurf - wird auf keinen Fall genügen. Das wäre moralisch nicht zu verantworten. Oder würde jemand von Ihnen in ein Flugzeug steigen, wenn dieses mit 50%iger Wahrscheinlichkeit verunglücken wird? Oder um noch deutlicher zu werden: Würden Sie Ihre Kinder in ein solches Flugzeug setzen?

Und warum ist es so wichtig, unterhalb der 1,5°C-Grenze zu bleiben? Weil die vereinte Wissenschaft dies fordert, um das Klima nicht zu destabilisieren, um auf der sicheren Seite zu bleiben und keine Kettenreaktionen auszulösen, die sich der menschlichen Kontrolle entziehen. Sogar jetzt bei 1°C Erwärmung sehen wir schon einen inakzeptablen Verlust von Leben und Lebensgrundlagen.

Doch wo sollen wir anfangen? Nun, ich würde vorschlagen wir beginnen mal mit Kapitel 2 auf Seite 108 des letzten Jahres erschienenen IPCC-Reports. Dort steht, dass wir, wenn wir eine 67%ige Chance haben wollen, die globale Erwärmung unterhalb von 1,5°C zu halten, am 1. Januar 2018 noch ein Restbudget von 420 Gigatonnen CO2 haben, das wir ausstoßen dürfen. Und heute ist diese Zahl natürlich schon deutlich niedriger. Denn wir stoßen jedes Jahr 42 Gigatonnen CO2 aus, einschließlich Landnutzung.

Mit den heutigen Emissionsraten wird das Restbudget innerhalb der nächsten achteinhalb Jahren aufgebraucht sein. Diese Zahlen sind nicht meine Meinung. Sie sind nicht die Meinung von irgendwem oder irgendwelcher politischer Ansichten. Das ist Stand der aktuellen Wissenschaft. Obwohl viele Wissenschaftler selbst diese Zahlen noch für zu moderat halten, so sind es doch diejenigen, die von allen Nationen durch den IPCC akzeptiert wurden.

Und bitte berücksichtigen Sie, dass, wie das Pariser Abkommen klar festhält, diese Zahlen global sind und daher noch nichts aussagen über den Aspekt der gerechten Verteilung, die aber absolut notwendig ist, damit die Ziele global einhaltbar sind. Das bedeutet, dass reichere Länder ihren fairen Anteil leisten und ihre Emissionen wesentlich schneller Richtung null reduzieren, so dass die Menschen in ärmeren Ländern ihren Lebensstandard erhöhen können, durch Errichtung von Infrastrukturen, die es bei uns längst gibt. Also Straßen, Krankenhäuser, Schulen, sauberes Trinkwasser und Elektrizität.

Die USA ist der größte Kohlenstoff-Verseucher der Geschichte. Das Land ist auch weltweit Nummer eins als Ölproduzent. Und doch sind Sie die einzige Nation in der Welt, die ihre klare Absicht signalisiert hat, aus dem Pariser Abkommen auszutreten. Weil es - Zitat "ein schlechtes Geschäft für die USA ist".

Vierhundert-und-zwanzig verbleibende Gigatonnen CO2 am 1. Januar 2018, um eine 67%ige Chance zu haben, mit der globalen Erwärmung unterhalb von 1,5°C zu bleiben. Mittlerweile sind es bereits weniger als 360 Gigatonnen.

Das sind sehr unbequeme Zahlen. Aber die Menschen haben das Recht sie zu kennen. Und die ganz große Mehrheit von uns hat noch gar keine Ahnung, dass diese Zahlen überhaupt existieren. Nicht einmal Journalisten, denen ich begegne, scheinen je davon gehört zu haben. Geschweige denn Politiker. Und doch scheinen sich alle von ihnen völlig sicher zu sein, dass ihr politischer Plan die gesamte Krise lösen wird.

Doch wie will man ein Problem lösen, das man noch nicht einmal richtig erfasst hat? Wie kann man das Gesamtbild und den aktuellen Stand der Wissenschaft einfach ignorieren?

Ich glaube, dass es eine große Gefahr ist, so zu handeln. Egal wie politisch der Hintergrund dieser Krise sein mag, wir dürfen nicht zulassen, dass dies weiterhin nur eine parteipolitische Frage ist. Das Klima und die ökologische Krise interessieren sich nicht für politische Parteien. Unser Hauptfeind sind jetzt nicht unsere politischen Gegner. Unser Hauptfeind ist die Physik. Und mit der Physik können wir keine "Geschäfte" machen.

Alle sagen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, Opfer zu bringen für das Überleben der Biosphäre - und die Lebensgrundlagen künftiger und gegenwärtiger Generationen zu sichern.

Doch gerade Amerikaner haben in der Vergangenheit bereits große Opfer erbracht, um Widrigkeiten zu überwinden.

Denken Sie an die tapferen Soldaten der ersten Welle, die am D-Day in Omaha Beach an Land ging. Denken Sie an Martin Luther King und die 600 anderen Bürgerrechtler, die alles riskierten, um von Selma nach Montgomery zu marschieren. Denken Sie an Präsident John F. Kennedy, der 1962 ankündigte, Amerika würde "es schaffen, noch in diesem Jahrzehnt auf dem Mond zu landen und andere Dinge zu tun, nicht, weil sie einfach sind, sondern weil sie schwer sind...".

Vielleicht ist es unmöglich. Aber wenn man sich diese Zahlen anschaut - und wenn man sich den aktuellen Stand der Wissenschaft anschaut, unterzeichnet von allen Nationen - dann denke ich, das ist genau das, was uns jetzt bevorsteht.

Aber Sie sollten nicht all Ihre Zeit mit Träumen verbringen, oder dies als einen politischen Kampf betrachten, den es zu gewinnen gilt.

Und Sie sollten nicht die Zukunft Ihrer Kinder dem Zufall eines Münzwurfs überlassen.

Stattdessen sollten Sie sich geschlossen hinter die Wissenschaft stellen.

Werden Sie aktiv.

Tun Sie das Unmögliche.

Denn Aufgeben kann niemals eine Option sein.
Klima Medien Politik
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Amerika ist so gut wie erobert :-)


Die zweite von Europa ausgehende Eroberung Amerikas, letzten Monat stilecht mit der Überfahrt im Segelboot begonnen, um die primitiven Fossil-Wilden und "Denier" zu zivilisieren, macht Fortschritte. Zwar gibt es noch deutlichen Verbesserungsbedarf bei den Teilnehmerzahlen von #FridaysForFuture vor Ort. Und die Demos sind scheinbar auch zu etwas zu laut für die Ohren von Greta. Jedenfalls sieht sie inmitten der skandierenden Schüler dort immer ziemlich deplatziert und sich unwohl fühlend aus. Aber dafür hat sie in der vergangenen Woche gleich drei Husarenstücke abgeliefert, die ihresgleichen suchen. Die amerikanische Medienwelt ist jedenfalls aufgewacht, und die Menschen erliegen reihenweise diesem einmalig stocknüchternen Teenie-Charme mit der so authentischen und aufrüttelnden Botschaft.

Hier die drei Videos mit den Auftritten letzter Woche.

1. Interview mit Naomi Klein




Die Journalistin, Buchautorin und Aktivistin Naomi Klein hält zunächst eine kleine Einführung, um ihrem Publikum den Interview-Gast näherzubringen. Und dann folgt ein knapp einstündiges Interview mit Greta. Obiger Link zum Video springt etwa an der Stelle ein, wo Naomi Klein ihre Einführung beginnt. Da war vorher schon eine halbe Stunde noch mehr zum Thema, mit weiteren Rednern. Wer möchte, kann ja auch mal an den Anfang spulen.

2. Interview mit DemocracyNow




DemocracyNow ist ein reichweitenstarkes US-Politmagazin. Die Sendung wird laut Wikipedia international von über 700 Radio-, TV- und Internetsendern übernommen. Dort wurde Greta ebenfalls letzte Woche eine ganze Stunde lang vorgestellt und interviewt.

3. Interview bei The Daily Show




Die Daily Show hat ebenfalls sehr große Reichweite, hat aber eher unterhaltsamen Charakter. Das Format der Sendung ist "Promis aufs Tuch fühlen und beim Publikum für ein paar Schenkelkracher sorgen". Greta hat das derart souverän gemeistert, dass die Amis hinterher völlig aus dem Häuschen waren. Hier noch der Tweet dazu - man lese die Kommentare.

Tweet von DailyShow zum Interview mit Greta

Und das wars noch lange nicht. In der nächsten Woche, noch im Vorfeld des globalen Streiks, wird sie vom amerikanischen Kongress angehört auf Einladung der Demokraten. Ferner wird sie den Preis von Amnesty International, den sie im Juni schon erhalten hat, überreicht bekommen. Dann folgt am nächsten Freitag der weltweite Megastreik, und übernächsten Montag (23. September) dann ihr Auftritt bei der Klimakonferenz in New York. Falls das noch nicht reicht, wird Extinction Rebellion dann am 7. Oktober mehrere europäische Hauptstädte lahmlegen.
#FridaysForFuture Klima Medien Politik
Danke für die Übersicht und die kurzen Inhaltsangaben zu den Sendungen 😃
Sehr hilfreich, um mich zu orientieren in der amerikanischen Medienlandschft bzgl. Gretas Auftritte und Resonanz beim US-Publikum..



 

Profilbild-Generator


Wer sein Profilbild im Vorfeld des für den 20. September geplanten globalen Klimastreiks ebenfalls anpassen möchte, kann das hier tun:
Klima

Vielen Dank, für diesen nützlichen Hinweis. :-)

In Friendica wird der transparente Hintergrund des Profilbildes leider Schwarz dargestellt.
Darum habe für Friendica den transparenten Hintergrund mit Weiß aufgefüllt. So gefällt mir mein Logo für Friendica besser.



 

Weintrauben-Sonnenbrand


Weintrauben können #Sonnenbrand bekommen. Das sieht dann so aus (heute fotografiert, kilometerweise durch solche Bestände gelaufen):




Die Ursache: #Klimawandel. So eine klassische deutsche Rebsorte wie Riesling packt einfach nicht mehr diese Hitzewellen und diese Regenarmut. Solche Rebsorten werden entweder weiter nach Norden wandern, in bislang unerschlossene Weinanbaugebiete, oder in höhere Lagen der Mittelgebirge. In den bisherigen Anbauflächen werden sich neue Rebsorten durchsetzen, teilweise mediterrane, teilweise auch Neuzüchtungen. Dazu gibt es eine kleine TV-Reportage (YouTube, 5min.)
#Sonnenbrand #Klimawandel Foto Klima Natur
𝕽𝖎𝖈𝖍𝖆𝖗𝖉 doesn't like this.

Wir befinden uns zu Beginn / zur Mitte der Reife. Der Zuckergehalt fängt jetzt erst an sich zu entwickeln.



 

Geburtstag


Der Skolstrejk för Klimatet wird heute ein Jahr alt. Das aktuell auf dem Atlantik reisende Schild ist schon die zweite Generation, nachdem das erste an den Ecken doch ziemlich ausgefranst war.

Bild/Foto

Danke an #GretaThunberg für #FridaysForFuture!
#GretaThunberg #FridaysForFuture Klima Medien Politik


 

Ausrichtung und Positionierung FridaysForFuture


Der Aufstieg der #FridaysForFuture Bewegung ist in jedem Fall ein Fall für Geschichtsbücher, Romane und Filme. Doch mit dem Erfolg kommt auch die Notwendigkeit, überhaupt mal ein klares Profil zu haben. Wofür steht die Bewegung? Was will sie? Was will sie verhindern?

Bereits im April hat der deutsche Ableger der Bewegung sich auf seine grundsätzlichen Forderungen geeignet, die sich aber vor allem an die deutsche Bundesregierung richten. Bei der aktuell in Lausanne stattfindenden Konferenz von Vertretern der Bewegung aus über 30 Ländern wird versucht, das Profil übernational zu schärfen.

Dabei hat eine Gruppe der Delegierten einen Katalog aus über 20 konkreten Einzelforderungen erarbeitet. Doch dieser Forderungskatalog findet nicht die Zustimmung aller - auch nicht die von Greta Thunberg. Es kommt zu hitzigen Debatten und "Abkühlmaßnahmen".

Wohin wird sich FridaysForFuture entwickeln? Wohin sollte sich die Bewegung entwickeln? Bislang konnte die Bewegung auch deshalb so viele Leute an sich binden, weil sie ein vergleichsweise unscharfes Profil hatte, stattdessen aber eine Ikone. Doch je mehr Vertreter der Bewegung auch mal öffentlich oder in Medien für die Bewegung sprechen sollen, desto wichtiger wird es auch, dass die Bewegung nicht zu einem Sammelbecken für alles mögliche wird - von Atomkraftlobbyisten bis zu gewaltbereiten Ökokriegern. Wie aber lässt sich das Profil schärfen, ohne dass gleich ein ganzes Parteiprogramm daraus wird?
#FridaysForFuture Klima Politik

Ich würde die Presse auch rauswerfen, wenn sie fünf Tage lang den ganzen Tag da hocken, alles mitbekommen und nur auf irgendeinen Stressmoment warten, den sie dann zu einem Alles-oder-Nichts-Entscheidungskampf aufbauschen. Das ist keine Presse, das sind Geier.

Wie überaus demokratisch.
Jost Schwider doesn't like this.



 

Greta mal authentisch


Die "Delegationen" beim aktuellen #SmileForFuture-Summit in Lausanne sind länder-orientiert. So gibt es auch eine Delegation aus Schweden, zu der denn auch die "wer-hats-erfunden"-Gründerin Greta Thunberg gehört. Die versteht sich offenbar recht gut mit einer anderen Teilnehmerin der schwedischen Delegation, mit Gabriella Malki. Letztere hat sich mit Greta in diesen Tagen in Lausann mal persönlich getroffen und ein halbstündiges persönliches Video-Podcast-Interview mit Greta gemacht. Wenn Greta in ihrer Muttersprache reden kann, wird ihre Gestik gleich viel reicher. Für uns armen Nichtschweden hat Gabriella das Video jedoch mit englischen Untertiteln versehen. Wahnsinn. Anderswo braucht es zig Redaktionsmitglieder, um so was zu produzieren.

#SmileForFuture-Summit Klima Medien


 

Smile for Future


Letzte Woche haben sich Organisatoren und Aktivisten von#FridaysForFuture Deutschland erfolgreich in Dortmund getroffen. Man bereitet sich auf den Megastreik am 20. September vor, vernetzt sich und professionalisiert sich. Diese heranwachsende Generation ist einfach klasse und gibt so unglaublich viel Hoffnung!

Morgen, am 5. August, beginnt in Lausanne (Schweiz) eine internationale Variante davon. Sie nennt sich #SmileForFuture. Es geht unter anderem um Konsensfindung bei Forderungen, aber auch um Themen wie Streikorganisation. Isg. sollen mehr als 450 junge Menschen aus 37 Ländern an dem Event in Lausanne teilnehmen.

Mit dabei: #GretaThunberg. Für sie ist diese Woche in der Schweiz das Vorglühen für das Abenteuer ihres Lebens, die Rennsegelbootüberfahrt von England in die USA. Gleich am Montag soll sie offenbar eine Rede bei SmileForFuture halten. Am Freitag, den 9. August ist dann in Lausanne die wohl größte FridaysForFuture-Demo der Woche angesagt, an der Greta ebenfalls teilnehmen wird.

Hier gehts zur Website zu dem Event:
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#SmileForFuture #GretaThunberg Klima Politik


 

Klima vs. Freiheit


Die Klimadebatte wird immer stärker zu einer Freiheit-oder-nicht-Debatte, einer Verbote-oder-Anreize-Debatte. Sie polarisiert sehr stark, wobei der Frontverlauf bei genauerem Hinsehen gar nicht mal so einfach ist. "Einfach" aus Sicht der Klima-Aktivisten meint oft, "naja, die CDU, die CSU, die FDP und die AfD sind Schönredner, Blockierer oder Leugner, und der Rest ist mehr oder weniger auf unserer Seite". Doch ganz so einfach ist das nicht. So gibt es nicht nur Wertkonservative aus der Naturschutzecke, die sich auf die Seite von FridaysForFuture schlagen, sondern umgekehrt auch diverse Gruppierungen innerhalb des linken Spektrums, die sich in ihrer Ablehnung der Klimaschutzbewegung kaum von der AfD unterscheiden. Auch KenFM hat sich mittlerweile gegen den menschengemachten Klimawandel und für Wissenschaft nach EIKE-Lesart geoutet.

So richtig angeheizt wird die Debatte natürlich noch durch die Person Greta Thunberg, die Art ihres Auftretens, ihren persönlichen Hintergrund, und den immer größer werdenden Rummel um sie, der mittlerweile um sich greift wie die Brände in Sibirien.

Die "Nachdenkseiten" versuchen sich ja gerne zwischen den Stühlen zu positionieren, um eben noch so was wie Debattenkultur dabei herauszukitzeln. Nachdem der Redakteur Jens Berger sich zu diesem Zweck allerdings mal ein wenig durch die Kommentarspalten gelesen hatte, fühlte er sich zu diesem Artikel genötigt:

Greta und ihre „Kritiker“ – woher kommt all die Boshaftigkeit auf etwas, das eigentlich doch nur positiv ist?



Der Artikel erschien gerade vorgestern, am 31. Juli. Schon zwei Tage später quillt das Redaktionspostfach mit Kommentaren und Leserbriefen über. Ich kann allen nur empfehlen, sich mal in die insgesamt 30 längeren Leserbriefe, die auf der unten verlinkten Seite versammelt sind, hineinzulesen. Da ist alles dabei - niemand wird also total glücklich oder einfach nur genervt davon sein. Vor allem sind aber auch viele Erklärungsversuche dabei - persönliche wie theoretische. Abendfüllend.

Leserbriefe und Kommentare zum Artikel „Greta und ihre Kritiker“

Gesellschaft Klima

ökodiktatur klingt wie veggieday. was bedeutet denn freiheit in diesem zusammenhang? niemand ist absolut frei. wir sind alle eingeschränkt. immer! die bezeichnung ökodiktatur in diesem zusammenhang ist meiner meinung nach nur die verunglimpfung der tatsache, dass man das system der einschränkungen gegeneinander verschiebt. also bspw. die einschränkung der radfahrer werden reduziert zuungunsten der autofahrer. die einschränkungen der bahnbenutzer werden reduziert auf kosten der flieger und autofahrer. dass dabei immer die autofahrer als partei auftauchen, deren rechte eingeschränkt werden, liegt in der natur ihrer aktuellen vorrechte: sie drängen alle anderen weg.

Sprich leben also in einer Automobilitätsdiktatur!!!!!
Konsumdiktatur!
Freiheitsdiktatur!
..
der gefallt mir gut!
Freiheitsdiktatur, muss ich mir aufschreiben!



 

Malizia II


Aus gegebenem Anlass ein Link zu einem Schiff, das es wahrscheinlich nur gibt, weil die Fürstenfamilie von Monaco einfach nicht weiß wohin mit dem Geld. Immerhin wurde in diesem Fall etwas Sinnvolles damit angestellt. Eine hochseetaugliche Yacht, die allein mit Sonnen- und Wind-Energie betrieben wird, also Tag und Nacht fahren kann, ohne irgendwelche schädlichen klimaschädlichen Emissionen zu erzeugen.

Das ca. 18 Meter lange Schiff ist zwar antriebsmäßig auf der Höhe der Zeit, aber nicht auf Komfort ausgelegt, weil es eigentlich ein Sportsegelschiff ist. Keine Toiletten, keine Duschen - das alles muss 18th-Century-mäßig geregelt werden.

Mitte August wird die Malizia II von Großbritannien aus über den großen Teich nach New York segeln. Mit an Bord: Segelsportler Boris Herrmann aus Hamburg und Pierre Casiraghi, der Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco (beide segelerfahren und sozusagen die Crew), sowie ein Fotograf (für die Bilder, die um die Welt gehen werden), Vater Svantje und seine Tochter: Greta Thunberg.

Ca. zwei Wochen wird die Reise dauern. Dann wird Greta Neuland betreten, und die zweite von Europa ausgehende Eroberung Amerikas wird hoffentlich ihren Lauf nehmen. Mögen die Invasoren die 5-Welten-verbrauchenden Nachfahren der ersten Eroberung und ihren blonden Strohmähnenhäuptling in geeignete Reservoire verbannen.
Mono60 Malizia II
Klima Technik

hmm, das schiff hat ja flügel! vielleich6t könnte es auch noch einen spritzschutz gebrauchen ...:-)

Da auch die Finanzierungsfrage immer wieder Anlass zu Angriffen bietet, hat Greta auch das noch mal klargestellt (auch wenn jeder vernünftig denkende Mensch sich das eigentlich auch hätte denken können):



 

Greta Thunberg vor der französischen Nationalversammlung


Nach den ersten paar Minuten der Rede werden einige vielleicht den Wunsch verspüren, sich Seite 108 des letzten IPCC-Berichts anzuschauen. Das Dokument gibts hier: https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/sites/2/2019/05/SR15_Chapter2_High_Res.pdf

Im Vor- und Umfeld des Auftritts hatte es einigen Wirbel gegeben - der aber nur zeigt, wie lächerlich alle rechtskonservativen und rechtsradikalen Kräfte sich bei dem ganzen Thema anstellen, und das erst recht, wenn das ganze noch von einer jungen Frau vorgetragen wird. Das ist der Gipfel der Provokation für all jene, die anscheinend durch Benzin statt durch Muttermilch geprägt wurden. Hier ein paar Stimmen:

* https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Frankreich-Greta-Thunberg-mischt-Nationalversammlung-in-Paris-auf
* https://www.wz.de/panorama/thunberg-weist-kritiker-im-franzoesischen-parlament-in-die-schranken_aid-44296205
* https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/thunberg-kritik-an-macron-bei-nationalversammlung-16298967.html
* https://www.deutschlandfunk.de/paris-greta-thunberg-politik-muss-auf-wissenschaft-hoeren.1939.de.html?drn:news_id=1030832

Übrigens wird sie vom 5.-9. August bei Smile for Future in Lausanne (Schweiz) teilnehmen:
https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/greta-thunberg-kommt-nach-lausanne-278430.html
Ob sie zwischendurch noch mal heimfährt oder gleich noch weiter tourt, weiß ich auch nicht.

Klima Politik
This entry was edited (2 months ago)
Was bei all den Pressestimmen auffällt: Man lässt sich dazu aus, wer wen angreift, wie Greta gekleidet war, und welche politischen Fraktionen welche ihrer üblichen Grabenkämpfe austragen. Was keiner der Artikel berichtet, sind die Fakten und Zahlen aus ihrer Rede. Man könnte fast meinen, dass die Journalisten nicht zugehört haben... Vermutlich weil sie zu beschäftigt damit waren, den Kindergarten drumherum zu beobachten... m(

Genau das!
Und so wird es immer weiter gehen. Genau das hat sie in ihrer Rede entlarvt. Der Hinweis auf "Seite 108" war sozusagen die erboste Reaktion der Lehrkraft auf die Fahrigkeit der Schüler. Bin gespannt, ob noch irgendwo ein Artikel in einer Zeitung erscheint, der aufmacht mit "wir haben uns Seite 108 mal angesehen".

Ich wäre schon zufrieden mit einem Artikel in dem die Zahlen 420 (oder 360), 42 und 8 1/2 vorkommen... Dafür müsste man noch nicht mal das PDF lesen, nur ein paar Minuten Youtube schauen.

Möglicherweise haben die Massenmedien (und die Software-Industrie) einfach noch nicht kapiert, was sich daraus machen ließe. Sie denken, es gehe nur um abstrakte Zahlen, die man den Menschen nicht zumuten kann. Aber angenommen, das ganze würde als globales Game mit "Challenge = don't get beyond 0" inszeniert, mit täglichen Einblendungen in jedem Wetterbericht, wie viele Gigatonnen noch verbleiben, und was man persönlich tun kann, um nicht zum Game-Looser zu werden ... natürlich auch als App, welche die eigenen Aktivitäten trackt und einem anzeigt, wie viel man wieder zum Game-Loosing beigetragen hat, und wie viel bescheidener man sein müsste ... keine Ahnung. Aber so was in der Art könnte die Menschen von heute vielleicht bewegen. Wenn man ihnen dann noch einblendet, welche Abgeordneten und welche Fraktionen und Parteien wie viel CO2 verbrauchen, könnte das auch die Wahlen beeinflussen.



 

Generalstreik? Wie geht denn das?


#FridaysForFuture, #ExtinctionRebellion und andere Organisationen rufen für den 20. September zum ersten globalen Streiktag auf. Das ist ein Freitag, aber es soll eben nicht nur ein "Schülerstreik-Freitag" werden, sondern einer, an dem auch Berufstätige und natürlich auch alle anderweitig Tätigen zum Streik aufgefordert sind.

Genauer gesagt, kursieren da eigentlich zwei Termine - der 20. September und der 27. September. Am 27. September sollte ursprünglich der Climate Action Summit 2019 in New York stattfinden. Der wurde aber anscheinend mittlerweile vorgezogen auf den 23. September. Wie auch immer, der 20. September soll der Start für den ersten globalen Klimastreik sein. Die Initiatoren erhoffen sich aber wohl, dass die Erwachsenen es nicht bei dem einen Streiktag belassen, sondern dass sich der Streik spontan ausdehnt. Im Grunde soll es ein Generalstreik werden.

Wie bei FridaysForFuture gibt es keine zentrale Organisation. Es geht einfach nur darum, am gleichen Tag an möglichst vielen Orten der gesamten Welt möglichst viele Streiks/Demos mit den gleichen Zielen zu beginnen.

Doch wie soll das eigentlich für Arbeitnehmer funktionieren? Welche Möglichkeiten haben sie, ohne ihren Job zu riskieren? Hier ein paar Vorschläge (auf Englisch):
#FridaysForFuture #ExtinctionRebellion Gesellschaft Klima Politik


 

Das einzig Besondere an diesem Bild





Das einzig Besondere an diesem Bild ist, dass es selbst gemacht ist, dass ich einiges über nächtliche Zugverbindungen in Deutschland gelernt habe, und dass ich an dem gestrigen Tag in Berlin einen neuen persönlichen Rekord im Zufußlaufen aufgestellt habe - 23,5km an einem Tag :-)
Foto Klima Menschen
wo seid ihr denn lang gelaufen?

Das war keine Demozug, sondern eine reine Kundgebung an einem Ort. Viele sind dann hinterher noch die paar hundert Meter zum HBF gelaufen und von dort aus weiter nach Luckenwalde gefahren, wo gegen den Braunkohleabbau in Brandenburg demonstriert wurde.
Dass ich persönlich so viel gelaufen bin, lag einfach daran, dass ich vor allem nach der Demo noch viele, viele Stunden hatte, bis ich wieder zurück fuhr, und die Gelegenheit nutzte, um mir Berlin mal etwas zu "erlaufen". Wenn man mit der U-Bahn schnell irgendwo hin fährt, hat man hinterher immer nur Fragmente der Stadt im Kopf. Bin zwar am Abend auch noch mal mit der S-Bahn zum Ostbahnhof gefahren und hab mir dort die Gemälde auf den Mauerresten angeschaut, aber den Rest dann doch "am Stück". Hätte natürlich einen dieser vielen E-Roller nutzen können, die dort überall rumstehen. Aber ich wollte lieber in Ruhe "schauen" als mich dem Stress eines allseits unbeliebten Verkehrsteilnehmers auszusetzen.



 

Wieder mal auf Reise


#GretaThunberg geht - wohl zum letzten mal bevor sie in die USA und nach Südamerika geht - mal wieder auf Zugreise. Am kommenden Freitag (19. Juli) wird sie in #Berlin bei der #FridaysForFuture-Demo auftreten (die Demo beginnt um 10 Uhr im Invalidenpark). Und am 23. Juli soll sie - auf Einladung von Macron - eine Rede vor der französischen #Nationalversammlung in #Paris halten.



 

Lindner vs. Neubauer


Christian Lindner fällt ja vor allem gerne durch provokative Bemerkungen auf, mit denen er auf Schenkelklopfer bei Leuten hofft, die es lieben, mit ihrem deutschen Qualitätsverbrenner mit zweihundert Sachen immer auf der linken Spur zu rasen. Und die Plakate seiner Partei bemühen sich, die Konkurrenz mit grellen Neonfarben auszustechen.

Um so verwunderlicher ist dieses Machwerk: ein Zwiegespräch zwischen Lindner, der die streikenden Schulkinder anfangs wie kaum ein anderer verunglimpfte, und der deutschen Frontfrau von Fridays for Future, Luisa Neubauer. Keine Konfrontationen im hektischen Twitter-Format, sondern ein produktiver, auch in Details gehender Auseinandersetzungsversuch in Spielfilmlänge. Und nicht in Neonfarben, sondern in hoch-ästhetischem Schwarzweiß. Oder sollte ich sagen: in fifty shades of gray?

Wie auch immer - in der aktuellen, eher auf Konfrontation gebürsteten Atmosphäre rund um das Klima-Thema eine interessante Ausnahme, dieses Gespräch.

Klima Medien Politik Video

Ich habe nur mal, mangels Zeit, etwa 15 Minuten quergeschaut. Dass Lindner hier weniger gut rüberkommt als Neubauer, konnte ich da nicht feststellen. Mein subjektives Empfinden war da eher gegenteilig. Aber wie schon geschrieben - das beruht nur auf punktuell Gesehenem/Gehörtem.

Grundsätzlich finde ich dieses Format aber sehr gut - und vor allem: SEHR WICHTIG! Hierbei geht mir es gar nicht so ums Thema selbst, sondern um den Dialog und Gedankenaustausch auf Augenhöhe als solchen. In den letzten 5 Jahren haben sich hier regelrecht Abgründe etabliert, die wir schnellstens überwinden müssen, damit die Gesellschaft nicht völlig auseinander reißt.

Und wieder gibt es Leute, die nicht gerafft haben, dass Lindner und Neubauer in dem "Streitgespräch" exakt dieselben Positionen vertreten haben - nur Neubauer es nicht gerallt hat und auf Konfrontation gegangen ist.

Exakt die gleichen Positionen bestimmt nicht. Lindner will alles dem freien Markt überlassen und lediglich das "Restguthaben an CO2" politisch vorgeben. Neubauer will dagegen den Markt stark regulieren (genauer gesagt sogar völlig umdefinieren, was Marktziele betrifft), um die Klimavorgaben einzuhalten.



 

Spannendes Zwiegespräch


Der britische #Guardian hat vor ein paar Tagen ein "Zwiegespräch" ("Interview" wäre hier die falsche Bezeichnung) zwischen Alexandria Ocasio-Cortez, der jüngsten Abgeordneten im amerikanischen Kongress, einer Demokratin mit puerto-ricanischer Abstammung, dem Lager von Bernie Sanders zuzuordnen, und der allseits bekannten Greta Thunberg veröffentlicht. Ich hab das erst mal ein paar Tage vor mir hergeschoben, weil ich es auf Twitter schnell so oft verlinkt sah, dass ich dachte, OK, das brauchst du nicht auch noch verlinken, kennen eh alle schon.

Aber vielleicht kennen es ja doch noch nicht alle, und das Zwiegespräch ist wirklich interessant. Es geht unter anderem auch um die starke Klimawandel-Leugner-Szene in den Staaten. Greta fühlt da schon mal vor, was sie ab September an ihrem Reiseziel erwartet.
#Guardian Klima Medien
Also mir war das entgangen, danke für den Link.



 

Ein Long-Reader von 2017 - und keine leichte Kost


Der FREITAG hat heute auf Twitter auf einen längeren Artikel verwiesen, den die Zeitung bereits vor zwei Jahren veröffentlicht hat. Also zu der Zeit, als sich in Deutschland alles nur um Afghanen mit Messern drehte.

Vielleicht kein Zufall. Denn mehr CO2 in der Luft führt zu Verblödung. Bei 1.000 ppm (aktuell sind wir bei 415 ppm) sollen die kognitiven Fähigkeiten von Menschen um bis zu 21% schwinden. Außerdem nimmt bei globaler Erwärmung der Ozonanteil in der Luft stark zu, und es gibt eine Studie, die einen Zusammenhang zwischen Ozon in der Schwangerschaft und späteren Autismus-Diagnosen der Kinder nachgewiesen hat. Stattdessen freut sich das US-Militär über die Erwärmung. Denn 0,5 Grad Erwärmung erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines bewaffneten Konflikts um 10 bis 20 Prozent. Bei 5 Grad kann sich die selbsternannte Weltpolizei dann mal so richtig austoben. Falls sie bis dahin nicht von prähistorischen Viren dahingerafft wurden, die durch die Eisschmelze an den Polen frei werden.

Solche und noch etliche andere mögliche Szenarien, Zusammenhänge und nicht so bekannte Erkenntnisse der Klimawissenschaft stellt der Artikel vor. Ein Artikel, der auf Flugblätter gedruckt und in Schulhöfen in der großen Pause verteilt gehört.
Klima Medien

Planeten brauchen gar nichts. Sie sind einfach da und haben Eigenschaften. Wer so ein Ding bewohnt, ist gut beraten, sich diese Eigenschaften genau anzusehen und sich so zu verhalten, dass diese Eigenschaften so bleiben, wie es für das angenehme Bewohnen günstig ist.
Denn um Verzeihung bitten kann man Gaia jederzeit, sie wird allerdings nicht zuhören....

.... oder wie der große George Carlin zu sagen pflegt: "The planet is fine -- we are f*cked"



 

Brilliant mind speech


Diese Brilliant Mind Conference in Stockholm, wo #GretaThunberg vor eineinhalb Wochen auch Barack Obama getroffen hat, und wo jenes ikonische Schwarz-Weiß-Foto von den beiden entstand, das die große Runde gemacht hat, ist eigentlich so eine typische Exklusiv-Veranstaltung, wo sich innovative Unternehmer und Geister austauschen und gegenseitig den Bauch bepinseln. Braucht man denke ich nicht weiter drauf einzugehen. Aber Greta gehörte dort ebenfalls zu den "Rednern". Und hier ihre "brilliant mind speech":

#GretaThunberg Klima Medien Video

Ok, danke. Diaspora also nicht direkt...



 

Zwei Stunden "zur Sache" Klimawandel


Es hat heute - unter den Fittichen eines Naturkundemuseums und veranstaltet vom Sender Phoenix - ein Meeting zwischen Vertretern von #FridaysForFuture und (teilweise bekannten) Vertretern politischer Parteien im Bundestag gegeben. Solche Sachen werden natürlich auch nicht bekannt. Wenn man sie nicht bekannt macht. Hochkarätig!

#FridaysForFuture Klima Politik

Ein Stammtisch ist das sicher nicht.



 

Die Klimakrise ist eine Informationskrise


Schon gewusst? In Grönland schmelzen aktuell 2 Milliarden Tonnen Eis: täglich. Woher soll man so was auch wissen? Berichtet ja niemand drüber. Greta drückt das in ihrer Art zu reden sinngemäß so aus: "Wenn alle Medien kapieren würden, worum es hier geht, würden sie über nichts anderes mehr berichten. Sie würden so darüber berichten, als wenn der dritte Weltkrieg ausgebrochen wäre". Nun habe ich zwar schon den Eindruck, als ob das Thema mittlerweile häufiger "mitgedacht" wird. So kommt kein seriöser Bericht über die Reiselust der Deutschen mehr ohne Hinweis auf die CO2-Problematik von Flug- und Kreuzfahrtreisen aus. Doch das ist alles der falsche Tonfall. Das klingt alles so wie nach "neuestem Gängelband der Linksalternativen". Was fehlt, sind klare Berichte darüber, was aktuell schon passiert, welche Folgen das haben wird, und was bei welchen Erwärmungsszenarien voraussichtlich passieren wird. Und das alles samstags abends in ARD/ZDF, 90 Minuten lang. Mindestens zweimal die Woche. Dann würde sich was bewegen im Land. Leider haben die Öffentlich-Rechtlichen dazu wohl weder das geeignete Personal noch den Mut, sich gegen die aktuelle Politik zu positionieren.

Wichtiger Artikel vom Volksverpetzer:
Die wohl wichtigste Meldung fürs Klima, die du wahrscheinlich nicht gehört hast
Klima Medien

Ich denke wir haben tatsächlich "nur" noch ein Kommunikationsproblem unter den Menschen. You tube und soziale Medien sind der Anfang. Wahrscheinlich braucht man noch mehr Psychologie, um die Menschen zu erreichen.

https://www.rbb24.de/panorama/thema/2019/klimawandel/beitraege/Klima-skeptiker-leugner-psychologe-klimawandel-interview.html

"Welche Argumente könnten Skeptiker zum Nachdenken bringen?

Wir müssen unterscheiden. Menschen, die sich ganz stark eingemauert haben und schon komplett den Verschwörungstheorien glauben. Die wird nichts mehr überzeugen, weil Verschwörungstheorien der Natur nach so gebaut sind, dass sie argumentations- und faktenresistent sind.

Aber der Großteil der Klimaskeptiker oder Leugner ist nur unsicher und hat keine festgefahrene Meinung. Ich denke, bei diesen Menschen würde ich nicht allein auf die wissenschaftlichen Argumente des menschgemachten Klimawandels setzen, sondern viel darüber sprechen, was die Ängste auslöst. Also welche Möglichkeiten gegen den Klimawandel gibt es, die nicht die persönliche Freiheit einschränken. Wir müssen den Skeptikern außerdem zeigen, dass das nicht gleich den Umsturz der freien Marktwirtschaft nach sich zieht. Und wir sollten mehr über die wirtschaftlichen Chancen reden, zum Beispiel die ein wirtschaftlicher Umbau hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft bedeutet, die ganzen Arbeitsplätze die dadurch entstehen. Solche Argumente in den Vordergrund zu rücken, würde am ehesten helfen, die Menschen zu mitzunehmen."

Ich geb's zu mir fehlt auch oft die Geduld, ich versuche es weiter.

Doch, die Marktwirtschaft muss weg!
Ich habe bei meinem Artenschutz das Problem, dass die Auflagen gesetzlich vorgegeben sind, die Flächen, die für den Artenschutz gestaltet werden, wem gehören und daher nur der Kompromiss zwischen wirtschaftlichen Interessen und der Nische, in die die Arten noch irgendwie reinpassen könnten möglich ist.
Ich arbeite nicht für den Klimaschutz, aber ich fürchte auch hier die Besitztumswahrung und das ist ein massives Problem.

Ich glaube, nicht die Marktwirtschaft an sich ist problematisch, sondern dass in deren aktueller rein-kapitalistischer Form Erfolg nur der Gewinn ist, ohne Gegenrechnung von verursachten Schäden und Maßnahmen zur Nachhaltigkeit. Erst wenn das alles in die Billanzen mit einfließt und vom Gewinn tatsächlich abgezogen oder ihm hinzugefügt wird, werden Unternehmen ihre Strategien ändern (müssen). Also z.B. so wie beim Gemeinwohl-Ökonomie-Modell. Den genauen Rahmen und die Spielregeln dafür kann aber nur die Politik setzen. Mit den gegenwärtigen Regierungs-Hanseln - keine Chance.

jetzt könnten wir drüber streiten, ob das dann wirklich noch Marktwirtschaft ist, aber davon habe ich definitiv viel zu wenig Ahnung.

Naja, also ich will jedenfalls keinen Sozialismus nach DDR-Art. Mit 5-Jahresplänen für die gesamte Wirtschaft, mit lauter halbstaatlichen Betrieben, ohne echte Anreize für innovative Leistungen, ohne gesunden Wettbewerb usw. Geändert werden muss in unserem System das, was Rendite abwirft. Bislang wirft nur Rendite ab: Gewinnmaximierung für Investoren und Rationalisierung ohne Rücksicht auf Verluste bei Gesellschaft und Umwelt. Aber wenn das geändert wird in: Nutzen für Gesellschaft und Umwelt und nachhaltig, dann müssten die Betriebe andere Ziele verfolgen, Investoren müssten anders gefunden werden, und Produktionen oder Dienstleistungen müssten auf diese anderen Ziele hin optimiert werden. Die Betriebe könnten aber trotzdem weiterhin privatwirtschaftlich bleiben, und es könnte weiterhin marktwirtschaftlich bewährte Kräfte wie Nachfrage, Konkurrenz und Marken geben. Allerdings müsste der Staat oder ein anderes unabhängiges Organ die Wirtschaft genau und ständig kontrollieren und die Rahmenbedingungen für "Nutzen für Gesellschaft und Umwelt und nachhaltig" immer wieder neu und am Stand der Technik und an gesellschaftlichen Entwicklungen justieren. Naja, ich bin auch kein studierter Volks-Ökonom, von daher kann ich auch nur stammtischphilosophieren, was all diese Dinge betrifft :-)

Ja, ich hatte das schon so verstanden. Ich les Dich ja schon eine Weile und kenne Deine Gesellschaftsideen, die ich genau so mittragen kann.
Ich würde sie nur eben nicht mehr Marktwirtschaft nennen.

Bevor was weg kommt, brauchst du Mehrheiten.

Ja, stimmt. So lange man Leute an seinen Besitztümern und nicht an seinem gesellschaftlichen Erfolg misst, wird das dann auch nichts mit den Mehrheiten.