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Das große Klimakrisen-Panel von Davos


Heute fand die wohl wichtigste Einzelveranstaltung innerhalb des Treffens von Davos zum Thema Klimakrise statt. Das Video unten ist die Wiedergabe der Live-Aufzeichnung. Die eigentliche Session beginnt etwa bei Minute 4:00. Nach der Eröffnung kommt gleich die Rede von Greta Thunberg. Sie hat sich diesmal für leisere Töne entschieden, auch, weil sie gesundheitlich angeschlagen war und es gar nicht sicher war, ob sie würde teilnehmen können. Nichtsdestotrotz die bekannten klaren Ansagen, und die bekannten Zahlen. Wait? Die bekannten Zahlen? Der Volksverpetzer veröffentlichte heute einen Artikel, in dem mal nachgerechnet wurde, wie viele heute zu Gretas Auftritt erschienene Presseartikel tatsächlich die von Greta immer wieder genannten Zahlen aufgreifen. Ergebnis: kein einziger. (Link zum Artikel: Davos: Die Botschaft von Greta Thunberg, die dir alle Medien verschweigen). Aus diesem Grund kennen auch weiterhin die meisten Leute diese Zahlen nicht und sollen sie offenbar nicht kennen.

Im Anschluss an Gretas Rede gab es einen argumentativen Austausch mit Vertretern aus Wirtschaft und anderen Organisationen. Auch das ist in dem Video noch enthalten.

Gesellschaft Klima Medien Politik
Auch du hast in deinem Post die 340 Gigatonnen CO2, die uns für die nächsten 8 Jahre bleiben, nicht erwähnt...



 

Warum sind eigentlich Kohlearbeitsplätze so viel mehr wert als andere?


Ich denke, alle, die sich mit dem Thema Klimaschutz befassen, kennen das ewige Lamento der Braunkohlelobby. Die armen Kumpel, ihre Familien und die ganze Gegend, wo es doch sonst nichts gibt! Ja genau, natürlich gibts da sonst nichts. Was sollte es in so einem verseuchten Gebiet auch anderes geben? Keine Landwirtschaft ist da möglich, und selbst die ärmste räumlich unabhängige IT-Startup-Klitsche kann sich nicht für den preiswerten Wohn- und Arbeitsraum in solchen Gegenden begeistern. Und im TV werden dann Kerle mit rußverschmierten Gesichtern gezeigt, die vielleicht 35 sind, und doch noch ihr ganzes Leben vor sich haben, und das Haus, und der Kredit und das alles. Wahnsinn, und das alles wollen diese bösen Klimahysteriker zerstören.

Es macht mich wütend. Diese 35jährigen wussten bei ihrer Berufswahl längst, dass sie damit auf eine Karte setzen, die wahrscheinlich nicht mehr lebenslang tragen wird. Dass es jetzt oder demnächst schon passiert und nicht erst rechtzeitig zur Rente - nun ja. Es war gewarnt worden. Außerdem wird immer so getan, als ob ein in die Arbeitslosigkeit gefallener Kohlekumpel so ziemlich die bemitleidenswerteste Kreatur auf Erden ist, viel bemitleidenswerter als die fünf mal so hohe Anzahl dürrer, blasser Hipsterbärte, die nie am geheimen Lagerfeuer auf das Hakenkreuz geschworen haben, und die mit ihren Solar- und Windenergie-Startups baden gingen und ebenfalls ihre Hauskredite nicht mehr zahlen können.

Ja, OK, der Mythos Kohle. Es war schon toll, als es Anfang des 20. Jahrhunderts gelang, in den Etagenwohnungen der Städte die Winterkälte durch Öfen mit Kohlebriketts zu vertreiben. Das muss unbeschreiblich gewesen sein - für uns Heutige. Mutter, der Mann mit dem Koks ist da!

Aber die Zeiten, sie ändern sich. Das war vor hundert Jahren. Auch rückwärts gewandte Geister sollten akzeptieren, dass die Zeit nicht stehen bleibt, die Probleme der Welt sich ändern und Dinge, die irgendwann mal vergöttert wurden, irgendwann auch mal verteufelt werden. So viele Kohlekumpel gibt es gar nicht, als dass die Finanzierung von deren Umschulung oder Frührente nicht bezahlbar wäre. Es wäre aber auch schön, wenn, nachdem die Wende im Regierungskopf erst mal vollzogen ist, auch die bisherigen Opfer der Solar- und Windenergie-Branche genauso entschädigt würden. Auch dafür sollte das Geld reichen.

Gesellschaft Politik

Du, @Stefan Münz wenn du jetzt die von den Politikern getroffene Entscheidung und den "Kult um Kohle, Kumpel und Revier" kritisierst, was haben die "Menschen in anderen Berufssparten" davon?

Du hast bestimmt auch konkrete Vorstellungen, wie dieses Programm
Vielmehr sollte sich umgekehrt der Rest der Wirtschaft die "Tugenden" der Kumpel zueigen machen: Füreinander statt Gegeneinander, Kooperation statt Konkurrenz, Einsatzbereitschaft statt betriebsamer Irrlichterei.
im konkreten politischen Handeln, in der Gestzgebung abzubilden ist, damit dies keine Pflichtübungen, keine Sonntagsreden und keine betriebsamer Irrlichterei bleiben.

Wann dem so ist, dann können du und die Gemeinschaft davon nur profitierten, wenn du bei der nächsten Bundestagswahl dies in dein eigenes Wahlprogramm schreibst und kandiderst oder sorgst dafür, dass der/ die Kandidat*in deines Vertrauens zur Kenntnis nimmt, dass der Wähler Stefan Münz diese bestimmte Erwartungen, konkrete Vorstellungen hat, was die Bundespolitik in der nächsten Legislaturperiode zu tun hat. Vlt. triffst du auf ein offenes Ohr und der/die Favoritin übernimmt deine Vorschläge in das Wahlprogramm. Mit ein wenig Glück sitzt die/der Favorit dann im Bundestag und arbeitet daran das Wahlprogramm zu realisieren :-).

Leider glaube ich das Märchen vom Bundestag nicht mehr. Das ist 20th Century. Wir brauchen neuere Formen von Bürgerbeteiligung, die 1. Lobbyisten-Einfluss verhindern und 2. als notwendig erkannte Reformen schneller realisierbar machen. So was wie Bürgerbüros, wo man jederzeit hingehen kann, um zu Themen zu votieren, die einen interessieren und wo man sich kompetent fühlt, und wo man auch Vorschläge zu votierbaren Optionen einreichen kann - wahlweise zu Themen auf kommunaler, föderaler, nationaler oder Staatenverbunds-Ebene. Wobei man eigene Votierungen auch ändern oder zurückziehen kann. Ich sage bewusst Bürgerbüros und nicht internet-basiertes Wählen. Alles so, dass nur Wahlberechtigte laut Wahlregister persönlich und geheim votieren können. Jedenfalls eine Lösung, die dem 21.Jh. und seinen Anforderungen an politisches Handeln gerechter werden als dieser Karrieristen- und Hinterzimmernasenverein.

@Stefan Münz also wie wissen beide, dass dies alles keinesfalls auf Mausklick passieren kann und eine langwierige langweilige Basisarbeit erfordert. Politik halt, wo gefühlt 80% Aufwand für Formalitäten betrieben wird. Aber wir haben halt nur dieses System. Und man kann auch versuchen politisch anstreben, dass bspw. das schweizerische Modell eingeführt wird. Nur - wenn keine*r sich findet, der/die versucht die Visionen zu verwirklichen, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch gering dass die Veränderungen kommen - meine Meinung.

Ja, stimmt, die Visionen fehlen. Vielleicht schreibe ich mal irgendwann noch grob zusammen, was ich mir in etwa vorstelle. Ein System, das Entscheidungsfindung für Regelungen oder Gesetzesvorhaben über ein flexibles Delegiertensystem in Verbindung mit Wahlzeiträumen und sichtbaren Zwischenergebnissen ermöglicht (direkte Demokratie, aber was völlig anderes als diese Volksabstimmungen, die auch ins letzte Jh. gehören). Und ein System, das auch Initiativen, sei es für oder gegen irgendetwas, direkt aus der Bürgerschaft heraus ermöglicht (komplexer, aber auch politisch wirksamer als das aktuelle Petitionsrecht).



 

Georgia Guidestones


1) Halte die Menschheit unter 500.000.000 in fortwährendem Gleichgewicht mit der Natur

2) Lenke die Fortpflanzung weise – um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern

3) Vereine die Menschheit mit einer neuen, lebenden Sprache

4) Beherrsche Leidenschaft – Glauben – Tradition und alles Sonstige mit gemäßigter Vernunft

5) Schütze die Menschen und Nationen durch gerechte Gesetze und gerechte Gerichte

6) Lass alle Nationen ihre eigenen Angelegenheiten selbst/intern regeln und internationale Streitfälle vor einem Weltgericht beilegen

7) Vermeide belanglose Gesetze und unnütze Beamte

8) Schaffe ein Gleichgewicht zwischen den persönlichen Rechten und den gesellschaftlichen/sozialen Pflichten

9) Würdige Wahrheit – Schönheit – Liebe – im Streben nach Harmonie mit dem Unendlichen

10) Sei kein Krebsgeschwür für diese Erde – lass der Natur Raum – lass der Natur Raum
Gesellschaft

Ich glaube, Mitgefühl, als Attitüde, genügt schon. Leicht gesagt, schwer gelernt (bzw. das »override« der Empathie, welches uns beigebracht wurde, entlernen).

Ja letztendlich ist die Gesellschaftliche Konditionierung des Einzelnen wozu auch die Erziehung durch die Eltern gehört wohl das grundlegende Problem.

@Stefan Münz
Vor dem Turmbau zu Babel gab es nur eine gemeinsame Sprache …...
Dieser Turmbau zu Babel erinnert mich oft an den Spruch : "Gott läßt die Bäume nicht in den Himmel wachsen " wenn mal wieder ein neuer Wolkenkratzer entsteht, der alle anderen noch überragen soll !



 

Verschwörungstheorien und YouTube


Im unten verlinkten Artikel erzählt die Sozialpsychologin Pia Lamberty darüber, warum vor allem YouTube ein verstärkender Faktor für die Verbreitung von Verschwörungstheorien ist.

Nun bin ich eine Zeit lang ja auch mal in den Bann aller möglichen Verschwörungstheorien geraten, oder besser gesagt, "alternativer Theorien", und ich kann bestätigen, dass YouTube in der Tat ein ideales Medium ist, um sich damit anzufüttern. Manches davon erschien mir durchaus plausibel (z.B. Feinstofflichkeits-Theorien und 9/11 als Inside-Job). Anderes dagegen überhaupt nicht (z.B. Flat-Earth oder Amis waren nie auf dem Mond), und dann gibt es noch jene Theorie, die ich leider immer noch für verdammt überzeugend halte, auch wenn ich sie natürlich nicht beweisen kann. Es ist die Theorie der Prä-Astronautik, die ja auch Erich von Däniken seit Jahrzehnten befeuert. Jedenfalls erscheint es mir beim Blick auf den Zustand der Menschheit wesentlich plausibler, dass diese vor vielen tausend Jahren, obwohl damals selbst erst gering entwickelt, mal eine anfängliche außerirdische Bildung genoss, wobei die Lehre aber irgendwann wegen Schwerbelehrbarkeit offenbar abgebrochen wurde. Abgesehen davon, dass diese Theorie sehr plausibel die ganzen Götter-Welten der alten Kulturen erklärt, gefällt mir auch die Idee, dass sich einige der edlen Außerirdischen (geplant oder ungeplant) mit Menschenfrauen gepaart haben könnten, woraus dann besonders befähigte und intelligente Halbgötter-Menschen hervorgingen, die auf der Erde zurückblieben. Das weitere Paarungsverhalten würde auch den allmählichen Verfall echter Intelligenz bei gleichzeitiger Verbreitung minderwertiger, gieriger und ausbeuterischer Intelligenz erklären. Naja, jetzt aber genug geschwurbelt :-)
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Ich denke, dass Verschwörungstheorien praktisch zur Menschheit dazugehören. Religionen sind ja da im Grunde auch nix anderes. Und selbst politische Ideologien (egal, ob rechts oder links) stehen dem mitunter erschreckend nahe. Verschwörungstheorien halte ich auch nur dann für bedenklich, wenn man dabei die logische Bodenhaftung verliert. Solange man dem Ganzen nicht wahnhaft verfällt, ist das doch null Problem. Wir Deutschen sind dabei vermutlich sogar eher zurückhaltend und unerfahren. Wenn ich da beispielsweise an diverse Gespräche mit Russen denke, dann habe ich den Eindruck, dass das dort um einiges exzessiver gelebt wird.

Und da Du es angesprochen hast: 9/11 halte ich immer noch für einen Inside-Job. Nicht weil ich mich in diese Sichtweise verbissen hätte, sondern weil die Logik in meinen Augen derzeit keine andere Annahme erlaubt. Wenn morgen irgend jemand um die Ecke käme und die zahllosen erdrückenden Indizien mal mit Logik zerlegen würde, wäre ich sogar erleichtert. Aber dieser Jemand kommt nicht. Warum???

Prä-Astronautik ist sicher keine wirre Theorie. Ist ja auch nicht grundsätzlich unwahrscheinlich. Vor längerer Zeit hat mich ebenfalls mal der Sachverhalt beschäftigt, warum es bereits in frühen Zeiten der Menschheitsgeschichte einen scheinbaren Wissenstransfer über Kontinente hinweg geben konnte - auch in Bezug Götterglauben. Heute vermute ich, dass uns dafür irgendwann vielleicht einmal die Quantenphysik die Erklärung liefern wird. Ich denke, unser derzeitiges "Alltagsweltbild" ist noch viel zu materie-orientiert. Weil wir schwerpunktmäßig nur das erfassen und verstehen können, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Das Dilemma dabei: die Physik ist um vieles größer - und somit für normale Menschenhirne gar nicht mehr erfassbar. Renommierte Physiker unterhalten sich heute über die 6, 7, 8 Dimension und Paralleluniversen, die eventuell nur wenige Zentimeter voneinander entfernt sein könnten. Alles nicht mehr vorstellbar - und trotzdem keine Verschwörungstheorie, sondern seriöse Wissenschaft.

Ja, diese etwas lockere Umgangsweise mit gewagten Theorien finde ich sehr angenehm. Theoriebildung ist ja ein kreativer Vorgang, der erst mal nur das Denkbare auslotet. Sich bereits dabei zu verkrampfen und bestimmte Gedanken nicht zuzulassen, ist eher kleingeistig.

Problematisch wird es, wenn versucht wird, Theorien gegeneinander auszuspielen, vor allem dort, wo das mit der klassisch-positivistischen Falsifikation am Modell nicht so einfach funktioniert. Etwa bei vielen geisteswissenschaftlichen Theorien (z.B. in der Linguistik), aber auch bei komplexen naturwissenschaftlichen Theorien (bestes Beispiel ist wohl derzeit die Klimawissenschaft). Da läuft halt viel über Konsensbildung unter Experten.



 

Die Maeva-Trilogie


Derzeit stecke ich mitten in der Lektüre einer Roman-Trilogie, genauer gesagt, etwa knapp vor der Hälfte des zweiten der drei Bände. Der Autor, Dirk C. Fleck, ist kein typischer Belletrist, sondern eigentlich ein Journalist, der sich jedoch irgendwann immer intensiver mit Umwelt-Themen befasste, woraus schließlich diese Erzähl-Trilogie hervorging.

Der erste Band, Das Tahiti-Projekt, spielt im Jahr 2022. Der Text selber wurde 2008 veröffentlicht. Er handelt davon, dass die Südsee-Inselgruppe Tahiti sich aus der internationalen Staaten- und Wirtschaftsgemeinschaft zurückzieht und sich weitgehend unbemerkt eine neue, ökosoziale Verfassung gibt. Ein weiser junger Mann, der den Umdenkprozess wesentlich befeuert hat, wird für die ersten zehn Jahre zum Präsidenten gewählt. Unter seiner Herrschaft wird Tahiti komplett umstrukturiert. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu erneuerbaren Energien und natürlichen Bau- und Produktionsstoffen werden umgesetzt. Dazu kommt ein bedingungsloses Grundeinkommen, eine Geldwirtschaft mit "rostendem Geld" nach dem Vorbild des "Wunders von Wörgl", sowie eine Rückbesinnung auf erfolgreiche Praktiken und Erkenntnisse aus der indigenen Tradition des Landes.

Kurz bevor die zehnjährige Herrschaft des Präsidenten zuende geht, lädt dieser etwa 50 renommierte Journalisten aus aller Welt für mehrere Wochen ein, damit diese sich ein Bild von den Veränderungen machen und darüber berichten können. Unter ihnen ist auch ein für ein englisches Skandalblatt schreibender Journalist namens Cording, aus dessen Perspektive der ganze Roman schließlich auch geschrieben ist. Zwar nicht in Ich-Perspektive, aber dennoch wird letztlich das erzählt, was er erlebt. Cording ist ein Zynist des Typs "eigentlich Weltverbesserer, aber es geht halt alles in die falsche Richtung", der sich in die Brandherde der zunehmend kriselnden Welt begibt, um dort investigativ zu berichten. Als er einen Burnout zu bekommen droht, schickt ihn sein Chef als Vertreter seines Blattes nach Tahiti.

Bei der Einführungsveranstaltung bekommen allen eingeladenen Journalisten einheimische Begleiter(innen) zugewiesen, die den Journalisten das Land, die Technologien und alles erklären und ihnen bei Fragen mit Rat zur Seite stehen sollen. Cording bekommt eine auffällig hübsche junge Frau zugewiesen - wie sich herausstellt, ist es die Schwester des Präsidenten, der er zunächst eher aus dem Weg geht, aber so ähnlich beginnen ja Liebesgeschichten oft. Während sich die beiden also allmählich näher kommen, erfährt man viele, viele Details aus dem neuen, ökosozialen Alltagsleben der Tahitianer. Maeva, so der Name der jungen Frau, zeigt Cording Dinge wie z.B. eine on-demand-Magnet-Schwebebahn, Straßenbelag auf Pflanzenbasis und fahrende Geschäfte, die durch die Dörfer tingeln. Nach der gemeinsam organisierten, spektakulären Vertreibung einer amerikanisch-chinesisches Bohrplattform, die illegal in tahitianischen Gewässern errichtet wurde, folgt am Ende Maeva als neue Präsidentin des Landes ihrem Bruder nach, und Cording, der zwanzig Jahre ältere Haudegen an ihrer Seite, erhält die tahitianische Staatsbürgerschaft, eine Ehre, die so gut wie keinem Fremden sonst zuteil wird.

Im zweiten Band, Das Südsee-Virus, ist Maeva längst zur Ikone geworden. Dieser Band spielt im Jahr 2028. Nachdem die Journalisten alle über das Wunder von Tahiti berichtet hatten, befeuerte das weltweit den Widerstand gegen die Auswüchse des Kapitalismus. Dieser war angesichts zunehmender Folgen des Klimawandels längst kein unterdrückbares Randphänomen mehr. Besonders kleinere Entwicklungsstaaten mit einer ähnlichen kolonialen Historie wie Tahiti bildeten eine neue Staatengemeinschaft namens URP als bessere Konkurrenz zur müden und den alten Ausbeuterstaaten zu sehr verpflichteten UN. Maeva wird zur Präsidentin der URP gewählt und begibt sich auf eine Weltreise, um weiter für die Tahiti-Lösung zu werben.

Da bin ich jetzt gerade am Lesen. Lasse mich überraschen, wie es weitergeht. Ich freue mich auch schon auf den dritten Band, Feuer am Fluss, der 2035 spielt. Die alten kapitalistischen Pseudo-Demokratien kollabieren endgültig. Helfer aus den mittlerweile nach dem Vorbild von Tahiti neu entstandenen ökosozialen Staaten versuchen, im Chaos des Zusammenbruchs der alten Industrien und Konsumgesellschaften für neue Hoffnung zu sorgen.

Die Bücher gibts als Print im Buchhandel, als Hörbuch und als EBooks (z.B. Kindle). Weitere Infos auf der nachfolgend verlinkten Website.
Die Maeva-Trilogie
#Lesetipp Gesellschaft Klima Medien Politik Technik

klingt interessant, das kommt auf meine liste .. danke für den tipp..



 

2019


Vor ziemlich genau einem Jahr postete ich - eigentlich fast eher nebenbei - weil ich es einfach nur interessant fand - auf Twitter ein Video, das gerade viral ging, und in dem ein mir bis dato unbekanntes junges Mädchen auf einer Klimakonferenz in Kattowice (Polen) der versammelten Politiker-Elite die Levithen las. Allerdings musste ich zugeben, dass mich die Rede dieses jungen Mädchens schon irgendwie berührte. In dem heißen Sommer 2018 hatte ich auf GooglePlus noch über Presse-Artikel gespottet, in denen von einer neuen "Heißzeit" die Rede war. Ich fand diesen Ausdruck einfach lächerliche Panikmache. Ich hatte natürlich von Klimawandel und globaler Erwärmung schon gehört, aber es war kein Thema für mich. Im Gegenteil - ich ging eher frivol damit um, unter dem Motto "dann muss ich wenigstens nicht mehr auswandern, wenn das leckere Mittelmeerklima von alleine zu mir kommt".

Nach der Rede des Mädchens, die ich mir mehrmals anhörte, wurde mir aber doch klar, dass ich das bis dahin alles viel zu naiv und egoistisch und gedankenlos gesehen hatte. In den darauffolgenden Wochen wurde ich sensibler für das Thema. Las mehrere Artikel dazu, die mich durchaus aufwühlten und nachdenklich machten. An einem dieser Tage ging dann plötzlich ein neues Video des gleichen Mädchens viral. Diesmal vom Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Was sie der dort versammelten Geldelite vor den Latz knallte, war schlichtweg atemberaubend. Das war neu, das war geil. Das Mädchen war einfach der Hammer.

Nun begann ich mich auch für sie persönlich zu interessieren. Las Artikel darüber, wie sie nach Davos mit dem Zug gefahren war, weil sie nicht fliegen wollte wegen der hohen CO2-Emissionen von Flugzeugen, und las auch erste Anfeindungen ihrer Person. Es war irgendwie ein spannendes Feld.

Von da an ging es Schlag auf Schlag. Mit jeder Woche wuchs ihr Ruhm, fast jede Woche gab es neue Ereignisse zu berichten. Plötzlich wurde klar, dass dieses Mädchen nicht nur Reden mit ungewöhnlichem Inhalt halten konnte, sondern auch eine Jugendbewegung gegründet hatte, die das Thema auf die Straßen trug. Schwedens Boulevard-Presse kürte sie zur Ikone. Als sie Ende Februar, Anfang März erstmals nach Deutschland kam, war gefühlt schon die halbe Nation infiziert und kannte sie. Jedoch stark polarisiert: die einen liebten sie, die anderen hassten sie. Dazwischen gab es nichts mehr. Höchstens fröhliche Uninformiertheit.

Da ich persönlich sprachsensibel bin, war jede Rede dieses seltsamen aber wunderbaren Mädchens eine neue Offenbarung für mich. So voll von klassisch-aphoristischen Pointierungen, mit so wenigen klaren Worten so demaskierend, und das alles vorgetragen mit so einer einmaligen Mischung aus spröder Schüchternheit und Kämpfergeist - da hab ich mehr als einmal feuchte Augen bekommen. Natürlich ging nicht nur mir das so. Aber kaum jemand spricht gerne offen darüber. Schon gar nicht als alter Knacker. Was soll man denn da sagen? Dass man irgendwie platonisch verliebt ist in dieses Mädchen, weil sie einfach so irre was drauf hat? Weil sie so viele längst vergrabene alte Hoffnungen in einem weckt, und dass dieser Treibhausgas-Scheiß vielleicht doch noch zu der gesellschaftlichen Revolution führen könnte, die man sich seit Jahrzehnten vergeblich erhofft hatte, und die man längst begraben hatte?

Dann der Amerika-Trip in der zweiten Jahreshälfte. Ein Husarenstück im Lichte des Kamera- und Öffentlichkeitsrummels. Stoff für mehrere Roadmovies. Und zwei Seamovies. Die Einfahrt in den Hafen von New York, mit Bildern so heftig wie Leonardo di Caprio und Kate Winslet am Bug der Titanic. Eine Rede vor der UN, in der die junge Berühmtheit noch eins draufsetzte und Grimassen des freundlichen Hasses schnitt, die man so noch nicht gesehen hatte. Welche Schauspielerin wird dieses legendäre "How dare you" je mimen können?

Und sie entwickelt sich weiter. Lernt aus ihren eigenen Übertreibungen. Aber sie bleibt ein Phänomen. Vielleicht verglüht ihr Stern auch irgendwann. Was sie geschaffen und erreicht hat, ist aber längst nicht mehr rückgängig zu machen. Sollte die gegenwärtige menschliche Zivilisation diese Treibhausgas-Scheiße irgendwie überstehen, dann wird es in hundert Jahren in jedem noch so kleinen Kaff auf diesem Planeten eine Greta-Thunberg-Straße geben, eine Greta-Thunberg-Schule, und ein Greta-Thunberg-Denkmal. Ich bin froh, dass ich alter Knacker das noch live miterleben durfte, ganz ehrlich.
Gesellschaft Klima Medien
Danke, Namensvetter, das geht mir ähnlich.



 

Die Sardinen - neue politische Kuschelbewegung aus Italien


Neue politische Bewegungen hat es in Deutschland in den vergangenen Jahren wahrlich genügend gegeben - von unerträglich rechts (#Pegida) bis zum Scheitern verdammt links (#Aufstehen). Es hat jedoch auch Bewegungen wie #PulseOfEurope oder #FridaysForFuture gegeben, die bewusst versucht haben, sich ideologisch nicht so genau zu verorten. Und von derartigen Bewegungen entstehen neuerdings immer mehr. Nicht nur in Deutschland. Es ist mindestens ein europäischer Trend. Protest, der aus einer eigentlich weitgehend unideologischen Mitte heraus kommt. Protest gegen die Freiheiten, die dem fortschreitenden Extremismus gelassen werden, Protest gegen (ideologisch bedingte) Reformstaus, und Protest gegen eine politische Elite, die den Bezug zum demokratischen Souverän verloren hat.

In #Italien ist gerade wieder so eine Bewegung entstanden. Noch ist unklar, wie weit sie es bringen wird, und welches Profil sie letztendlich hat. Sie nennen sich "die Sardinen" ("las sardinas"). Markenzeichen: so eng geballt zusammenhaltend auftretend, dass kein Durchkommen ist von außen. Aber auch mit der Nebenbedeutung: "die Masse machts". Die Forderungen sind moderat, aber aus heutiger Sicht leider umstürzlerisch: die Politik soll wieder ganz normal mit den Bürgern reden und Politik für sie machen, und der ganze Populismus mit seinen Kampagnen und seinen Fake-News soll sich zum Teufel scheren.
https://youtu.be/CxC9MueSFNQ
https://twitter.com/DeputadoFederal/status/1196618076063748097

in italien ist alles etwas anders. da gibt es regionen die sind tief rot oder richtig anarchistisch geprägt. und nicht nur in den größeren städten wie teileweise in deutschland sondern auch dort in den ländlichen gegenden. das kann sogar von dorf zu dorf anders sein.
wo in deutschland fast jedes dorf zumindest nationalkonservativ ist.

je dezentraler eine orga ist desto stabiler.

Das stimmt - ich erinnere mich, als ich mal vor vielen Jahren auf dem Gargano als Tourist in ein kommunistisches Dorf geriet. Da kam ich mir vor wie ein Dollarsäckchen, das aus der Hosentasche eines Großkapitalisten gefallen ist.



 

Berlin - 12. Juni 2020


So viel die #FridaysForFuture-Bewegung auch erreicht hat in den Köpfen: die Politik hat bislang nur den Schuss gehört, aber ist noch nicht wirklich wach. Winzige Klimaschutzpäckchen und die Zukunftslust einer Correga Tabs auf dem Nachttisch. Immer größere Teile der Bevölkerung fühlen sich nur noch verarscht und offenbar gewollt unverstanden. Und das sind keine Radikalen, weder links noch rechts. Es sind einfach nur Millionen Menschen, die kein Verständnis mehr haben für Reformstaus, geschuldet allein dem Interesse von Konzernen und Thinktanks, die keinerlei wirkliches Interesse an einer lebenswerten Zukunft haben, weil das ihrer Eternal-Growth-Philosophie widerspricht.

Zeit, dass wir uns darauf besinnen, dass wir der Souverän sind als #Demokratie. Unsere Institutionen waren von uns so gewollt. Aber wenn sie nicht mehr richtig funktionieren, müssen wir über neue Strukturen nachdenken und über neue Wege demokratischer Handlungsfähigkeit. Natürlich gemeinsam.

Digitale Wege bieten sich an. Aber es braucht auch analoge, physische Events, die aus einem Willen mehr machen als nur ein digitales "Like it". Man unterschätze nicht die Wirkkraft und Leitungsfähigkeit "mythischer Events" wie etwa Woodstock. Genau so was ist für 2020 in Planung. Für den 12. Juni 2020. In #Berlin. Das gesamte Berliner Olympia-Stadion, das bei Nutzung der Sportflächen bis zu 90.000 Besucher fassen kann, soll an diesem Tag zu einem klassischen griechischen Demokratie-Forum werden. Voll mit Leuten, die sich gegenseitig inspirieren und organisieren sollen. Eine in dieser Form bislang noch nicht dagewesene politische Großveranstaltung in der Neuzeit. Natürlich entsprechend medial beachtet und mit möglichen Folgewirkungen. Für ca. 30 Euro könnt ihr dabei sein. Aktuell sind die ersten 2.000 Tickets verkauft. Das Geld dient übrigens nur der Kostendeckung der Veranstaltung. Falls Gewinn anfällt, wird der für anerkannte Klimaschutz- oder Sozialprojekte verwendet. Es gibt für diese Großveranstaltung keine Sponsoren. Sie soll maximal ideologiefrei und unabhängig sein. Alles weitere auf der Website.
#FridaysForFuture-Bewegung #Demokratie #Berlin Gesellschaft Politik

Gibt es denn auch positive Kommentare? Vlt. kommt ja in der taz noch was - jedenfalls werden mitunter Dinge in der taz von unterschiedlichen Autoren unterschiedlich kommentiert.

Doch - es gibt durchaus Presseartikel, die den Event positiv behandeln, etwa dieser:

"Olympia" in Berlin? "Fridays for Future"-Aktivisten sorgen mit Idee für Euphorie

Und bei Bento ist ein recht ausführlicher und differenzierender Artikel erschienen:

29,95 Euro für einen Tag Demokratie: Was soll der "Petitionstag" im Olympiastadion?

Persönlich hätte ich es - zumindest was die Örtlichkeit betrifft - auch besser gefunden, wenn man mal was anderes als Berlin gewählt hätte. Dabei geht es mir nicht mal so sehr um den historisch politischen Beigeschmack des Berliner Olympiastadions, sondern einfach um Geographie. Würde man so was mal in Frankfurt oder Kassel machen, wäre das einfach "mehr Mitte".



 

Die Feinde der Greta Thunberg


Eine Doku aus Österreich, die versucht, den Konflikt etwas ins Liebenswerte zu ziehen. Eine Reporterin wandert mit einer Greta-Ikone aus Pappe in Originalgröße herum, stellt sie vor allen möglichen Leuten auf und lässt denen dann freien Lauf, etwas zu Greta, FridaysForFuture und ihrer Ansicht zum Klimawandel zu sagen. Keine Sorge, es ist nichts Anstößiges dabei - dieses Video wurde gestern abend in Österreich im ORF1 um 20.15 als Primetime-Highlight gesendet. Der gesellschaftliche Konflikt dahinter wird bemüht entschärft, aber bleibt erkennbar. Der erste Versuch von seiten einer öffentlichen Rundfunkanstalt, den Konflikt massentauglich außerhalb von Talkshows zu dokumentieren - und das aber vor großem Publikum?

Gesellschaft Klima Medien Politik Video
Ich denke, dass eine differenziertere Sicht diesbezüglich nötig ist. Es ist schlichtweg infantil, wenn man in jedem Kritiker gleich einen Feind ausmacht. Probleme sind in aller Regel komplex … und unsere Klima-/Umwelt-/System-Probleme erst recht. So komplex, dass ein jeder damit im Prinzip auch reichlich überfordert ist. Und das ist dann der große Moment für jene, die vermeintlich einfache Lösungen anbieten, Probleme dramatisieren … oder auch ganz wegreden. Dass dumme daran: all jene werden diese Probleme kein Stückchen lösen (sondern eher eskalieren).

Dissens ist wichtig! Und Dissens ist in einer Demokratie etwas, was JEDER aushalten muss. Wer mit seiner Meinung in die Öffentlichkeit geht, muss auch bereit sein, andere Ansichten zu respektieren. Und das ist aktuell ein echtes Problem in unserer Gesellschaft. Es ist erschreckend schnell en vogue geworden, andere Meinungen sofort zu diskreditieren und zu vernichten. Was die meisten (noch) nicht bemerken: dieses Problem könnte das Klimaproblem leise und schnell überholen und die Menschheit vielleicht noch schneller an den Abgrund bringen.

Ganz deiner Meinung. Bin ebenfalls Demokrat und verwehre mich gegen autoritäre Umsturzversuche, von denen es aktuell wahrlich genügend gibt. Es bleibt nur das unangenehme von FridaysForFuture klar definierte Problem: Wenn die gegenwärtigen politischen Systeme es nicht schaffen, erforderliche Maßnahmen zu ergreifen, dann sind wir halt am Arsch. Und spätere Generationen werden dann die Schuld denjenigen politischen Systeme geben, die sich als ungeeignet erwiesen haben.



 

OK, Boomer


Bereits seit einigen Wochen fiel mir auf, dass in den sozialen Medien der Ausdruck #Boomer boomte. Gemeint sind damit Leute wie ich, die heute so zwischen 50 und 60 sind, also in den 60ern geboren wurden. Früher nannte man uns Baby-Boomer und hatte immer schon Angst vor uns, weil wir als Rentner die Bevölkerungspyramide auf den Kopf stellen würden. Doch die aktuelle Generation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat eher ein Problem mit unserem Klammern an Wohlstandserrungenschaften und unserer mangelnden geistigen Beweglichkeit angesichts globaler Bedrohungen wie dem Klimawandel. Sie wollen unser Gequatsche von demokratischem Interessensausgleich nicht mehr hören, das sie nur als Vorwand dafür wahrnehmen, dass wir unseren Lebensstil nicht hinterfragen wollen.

Auch die 25jährige neuseeländische Grünen-Politikerin Chlöe Swarbrick denkt so. Und sorgte mit einer Reaktion, die nicht mal eine Sekunde dauerte, für ein neues #Mem, das sich schnell durch die sozialen Medien verbreitete. Sie hielt gerade eine Rede zur Klimakrise und über das Jahr 2050, in dem sie 56 Jahre alt sein würde, als ein (älterer) Parlamentarier mit einer Bemerkung dazwischenfunkte. Die Sprecherin wischte den Zwischenruf mit einem souveränen "OK, Boomer" hinweg und setzte ihre Rede fort. Hier die Szene:



Für viele, die "OK, Boomer" trenden ließen, ist es eine Schlüsselszene. Jetzt redet die junge Generation, und jene Generation der Boomer, die es verbockt hat, soll wenigstens die Klappe halten. Schlimm genug, was sie angerichtet hat. Trotz allen besseren Wissens, das der breiten Bevölkerung spätestens seit den 80er Jahren bekannt war, haben sie nach dem Zusammenbruch des Sowjet-Kommunismus nichts Besseres zu tun gehabt, als einen Turbokapitalismus zu zünden, ohne jeden Gedanken an Nachhaltigkeit und künftige Folgen.

Nun waren ja nicht alle von uns Boomern in den vergangenen 30 Jahren nur mit Shareholder-Values und Renditen beschäftigt. Auch haben wir nicht alle der Vielfliegerei und fetten Autos gefrönt oder waren Massentierhalter. Doch die meisten von uns waren zumindest was die Sache mit den Treibhausgasen betraf Vergessende. Oder zumindest Prokastinierende. Und das, obwohl doch die meisten von uns wussten, dass sich das Verschleppen des Umstiegs auf klimaneutrale Energieen irgendwann rächen würde. Die Party war halt gerade so schön, und Apokalyptiker der Jahrtausendwende hatten sich eh alle vertan.

Das Mindeste, was wir tun können, ist, die Lage jetzt endlich auch ernst zu nehmen und der jungen Generation auf Augenhöhe zu begegnen und nicht von oben herab, mit üblichen Argumenten wie Lebenserfahrung.

Links zum Thema:


Ok Boomer: Die Bedeutung dieser Worte
https://www.mimikama.at/allgemein/ok-boomer/

Wie ein Minisatz die Generationen spaltet
https://www.jetzt.de/digital/das-meme-ok-boomer-bringt-die-alten-auf-die-palme

"OK, Boomer" - Warum dieses Mem deine Eltern aufregt
https://www.dasding.de/lifestyle/netztrends/Ok-Boomer-warum-dieses-Meme-deine-Eltern-aufregt,boomer-memes-100.html

OK Boomer, OK Millennial, we need to talk
https://edition.cnn.com/2019/11/08/opinions/ok-boomer-callan-filipovic/index.html
#Boomer #Mem Gesellschaft Medien
This entry was edited (5 months ago)

Oh, "außer der nächste Shitstorm, mit dem sie nicht umgehen können." Kannst du es?

gefährlich "der Einzige der auf FridaysforFuture Demos gegangen ist". Kann auf andere "nicht auf Demo gewesen" angewndt nicht mehr so stimmen. Ist es ein Kriterium, ob man auf bestimmte Demos geht?



 

Stuttgart


Gestern ist in der taz frei nach dem Motto "Die Vernichtung der CDU" ein Artikel der Sorte "Die Vernichtung von Stuttgart" erschienen. Der Artikel strotzt dermaßen von Sarkasmus, dass man ihn kaum ohne spontane Bauchmuskelbewegungen lesen kann. Das nahm ich mal zum Anlass, diesen heutigen vielleicht letzten sommerlichen Schönwettertag zu einem Ausflug zu #S21 zu nutzen. War schon etliche Jahre nicht mehr in Stuttgart gewesen und kannte die umstrittene Großbaustelle um den HBF herum noch gar nicht aus eigener Erfahrung. Das habe ich heute mal nachgeholt und auch ein paar Bilder gemacht. Die gibts hier:

Fotos: Der patriarchalische Futurismus von Stuttgart

Ja, das geplante "Bahnhofsuniversum" #Stuttgart21 und das ganze schon existierende Gebäude-Ensemble drumherum signalisieren städtebaulich: maskuliner Größenwahn, kapitalistische Kälte, und isolierte Fußgängerzonen/Menschenlebensbereiche in einem allein für Autos gebauten Umfeld. Genau das ist die Zielscheibe dieses bitterbösen Artikels:
#S21 #Stuttgart21 Architektur Foto Gesellschaft Medien
This entry was edited (7 months ago)

Das Bankenviertel, das zwischen Hbf und Milaneo ist, war schon immer eine einzige Katastrophe. Kalt, leer, abweisend. Das war aber schon lange vor dem Bau von S21 so.

Ja, stimmt, diese Beton- und Glasbunker gab es in den 70ern schon. Nun gibt es ja auch ein paar nette Altstadtwinkel in Stuttgart, die der Autor des sarkastischen Artikels wahrscheinlich nicht besucht hat. Aber wenn man die gegenwärtige Stadtanlage mal durch die Brille des Artikels sieht - es ist schon was dran. Die Stadt ist extrem Auo-fixiert gebaut. Fußgänger haben "ausgewiesene Gehege" abseits der vierspurigen Stadtadern. Das ist dort krasser als in den meisten anderen Städten.

das wird ganz bestimmt eine echte bereicherung der stadt werden ...



 

Kulturkampf


Gestern abend gab es einen Elternabend in der Klasse meines einen Sohns. Ich war irgendwie verhindert wegen Unlust auf Elternsprecherwahl und dergleichen Theater, habe aber heute von meinem Sohn (14 - das ist auch das Alter, um das es hier geht) erfahren, dass es wohl gut war, nicht dort gewesen zu sein, denn es sei dort zu einem Kontrollverlust gekommen. Nächste Woche macht die Klasse einen dreitätigen Ausflug in eine Stadt in der Nähe, in eine coole neuartige Jugendherberge und mit einigen Events auf dem Programm. Ursprünglich hieß es mal, dass alle Handys zuhause bleiben sollen, aber einige Kids haben angekündigt, dass sie sich daran nicht halten werden. Es gab dann eine ausführliche Diskussion zwischen Lehrern und Schülern, und am Ende einigte man sich darauf, dass die Handys doch mit dürfen, aber nur zu sinnvollen Zwecken wie Fotos, Navigation und Kommunikation in Hilfefällen genutzt werden sollen. Das hat nun gestern anscheinend einen Vater dermaßen auf die Palme gebracht, dass er völlig ausgerastet ist, wütend geschnaubt und fast das Mobiliar zertrümmert hat.

Als mir mein Sohn das heute erzählte, dachte ich spontan: "Ah, Ok, jetzt weiß ich auch endlich, was es mit diesem Okö-Faschismus auf sich hat". Und war einmal mehr froh, nicht dabei gewesen zu sein. Und klar soll mein Sohn sich keinen Stadtplan kaufen müssen, um sich zu orientieren, und wir kaufen auch nicht extra eine Kamera, damit er Erinnerungsfotos machen kann. Und das lassen wir uns sicher nicht von irgendwelchen fremden Elternteilen vorschreiben. Fertig aus.

Mag sein, dass hier auch einige so drauf sind wie dieser Vater. Aber das muss bei mir trotzdem mal raus.
Gesellschaft

War der Vater jetzt voll dafür oder voll dagegen?

Na, voll dagegen. Es ist halt so, dass es bis vor kurzem noch üblich war, dass die Handys auf Klassenfahrten zuhause bleiben sollten, und das Gefahr-dass-die-dann-nur-Daddeln-Argument überwog bei allen. Aber irgendwann kamen halt auch mal neue Argumente wie Navigation, Kamera usw. Lehrer sind oft hin- und hergerissen und bei den Eltern gibt es halt manche Hardliner, die es strikt verbieten wollen. Allmählich kippt da jedoch die Stimmung auch bei mehr und mehr Eltern, und das hat in diesem Fall wohl zu einem Wutausbruch geführt.

Danke für die Erklärung.



 

Ist Nicht-Reden das neue Reden?


Im Vorfeld der im September stattfindenden Internationalen Automobilausstellung (#IAA) treten offene Konflikte zwischen Klimaschützern und Autoherstellerkonzernen zu Tage. Die heutige Blockade-Aktion am Schienen-Ausgang des VW-Werks in Wolfsburg war sicher nur eine der ersten Aktionen dieser Art. Im Laufe des Herbstes hat #ExtinctionRebellion etliche Aktionen geplant - Blockaden, spektakuläre Aktionen, alles Futter für Presse und gesellschaftliche Debatten. Aber mit den eigentlichen Gegnern, den Energie-Magnaten, Autokonzernen, Großindustrien will man gar nicht mehr reden. Wenns hoch kommt noch mit Politikern. Aber auch da schwindet die Bereitschaft mit jedem Tag, den Regierungen wie unsere #GroKo nach außen hin etwas geschäftig tut, aber in Wirklichkeit nur hofft, das alles aussitzen und am Ende so weitermachen zu können wie bisher, mit den gewohnten, das fossile Wachstums-Mantra predigenden Zuflüsterern aus Finanz und Industrie.

Je mehr Menschen auch nur halbwegs begreifen, dass wir tatsächlich mit voller Fahrt auf eine irreversible, planetenweite und viele Jahrhunderte andauernde Umweltkatastrophe zusteuern, desto schneller wird das Verständnis für offensichtliches Nichtstun oder Tun-als-Ob schwinden - gegenüber Politikern, und auch gegenüber den größten Treibhausgasproduzenten. Noch ist vielleicht ein klein wenig Zeit, um sozialverträgliche Lösungen zu finden, für Stadt und Land, für unterschiedliche Lebensstile und Einkommen. Aber je mehr Zeit mit gewohnt souveräner, aber längst entlarvter Sonntagsrhetorik und Konservierungsversuchen alter Industrien oder Technologien verplempert wird, desto mehr Menschen werden sich dagegen radikalisieren. Es sind ja vorwiegend zu Frieden und Freiheit erzogene Menschen, und deshalb werden sie erst einmal zu gewaltfreien Widerstandsformen neigen, so wie es ja derzeit auch bei ExtinctionRebellion, EndeGelände usw. der Fall ist. Doch je häufiger es zu Blockaden oder ähnlichen Aktionen kommt, desto ruppiger wird das Verhältnis zwischen Aktivisten und Einsatzkräften werden. Irgendwann wird es Verletzte und vielleicht Tote geben. Und dann kann alles sehr schnell gehen. Rechte Gruppierungen werden sich dann ebenfalls zusammenrotten und mit privat organisierten Einsatzkräftetrupps ihrerseits die Hoffnung auf die Erneuerung ihres Dritten Reichs auf die Straßen tragen.

Auf Twitter habe ich heute zum ersten mal den Hash-Tag #NichtRedenIstDasNeueReden im Zusammenhang mit zunehmend wütenden Klimaschutz-Aktivisten gelesen. Greta hat es ja schon vor Monaten so ausgedrückt: "Simpy act. Because acting works". Es wird Mediatoren geben müssen, und zwar sehr viele und sehr gute. Politiker oder außerparlamentarische Mediatoren ohne Parteibuch, aber mit Gewissen, ohne amerikanisch-fossilistische Thinktank-Prägung, aber mit dem Mut zu sagen was sie wirklich wollen. Und es werden klimaschutz-wirksame Gesetze erlassen werden müssen, die einige Bürger und Unternehmen in ihren Gewohnheiten und Geschäftsmodellen hart treffen werden. Die Alternative ist, dass der demokratische Diskurs demnächst für lange verstummen wird. Und das wird dann alle treffen. In welcher Form auch immer.

@Gokh Ah, dann kommen wir aus dem gleichen Stall. :-)
Aber auch wenn wir das nicht beigebracht bekommen haben im Zusammenhang mit der Ausbildung, so sind wir doch zrotzdem auf den gleichen Weg abgebogen.
@Gokh

Der Meinung schließe ich mich vollkommen an!



 

Damen-Kränzchen


Mein heutiger Walk, zu dem auch das vorhin gepostete Froschperspektiven-Foto gehört, führte mich in ein Lokal, wo man schön draußen sitzen konnte im Schatten. Außer mir waren nur fünf Damen an einem anderen Tisch, die sich angeregt unterhielten. "Weißt du, die haben ja letztes Jahr ein Kind bekommen und es Greta genannt. Und da hab ich dann diese tolle Greta-Thunberg-Vase entdeckt und gleich bestellt. Die haben sich total darüber gefreut, als ich ihnen das zum ersten Geburtstag ihrer Kleinen schenkte".
Anschließend bestellte sich die Dame ein Rumpsteak. Und sagte noch: "Wisst ihr, ich will einfach nur leben und es mir gutgehen lassen".
Gesellschaft

Also ich fliege (so die Planung) nächstes Jahr nach Australien für 3-4 Wochen Urlaub. Ich habe aber auch kein schlechtes Gewissen: Ich habe kein eigenes Auto mehr, ich fahre fast nur mit ÖPNV und fliege selten.

So hat jeder seine CO2-Probleme. Ich hab Kinder. Jedes davon verursacht so viel CO2 im Jahr wie ein Überseeflug - mindestens :-)

Yo, wobei die Argumentation mit den 'Ihr sollt keine Kinder haben'... da kann man auch sagen: "Hey, bringt euch alle selbst um, das ist super für den Planeten." (Nein, sage ich nicht ;))



 

Die Entwicklung des Neoliberalismus


Auf den #NachDenkSeiten ist heute der erste Teil eines Fünfteilers erschienen, wo es um die Geschichte des Neoliberalismus in Deutschland geht. Also das, was wir derzeit haben, was Jüngere gar nicht anders kennen, und was uns zuverlässig ins Verderben führt, wenn wir das Ruder nicht bald herumreißen. Es wäre übrigens nicht das erste mal, dass uns ein entfesselter Marktliberalismus ins Verderben führt - auch das wird im ersten Teil des 5teiligen Essays beschrieben.

Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich im rheinischen Kapitalismus. Aus heutiger Sicht vielleicht eine Art Idealwirtschaftsform. Aber man sollte sie auch nicht glorifizieren. Sie funktionierte nur, weil die Wirtschaft immer weiter wuchs, und weil der Konsumismus immer weiter ausuferte. Anfangs ging es ja noch um Bedürfnisbefriedigung (Mobilität, Medienteilhabe). Aber schon als ich mit dem Nachdenken begann, so Ende der Siebziger, wurde ich im Elternhaus mit seltsamen Konsumkatalogen konfrontiert, die irgendwelche kreativen sinnlosen Sahnehäubchenartikel anboten für die moderne Hausfrau, die natürlich sonst schon alles hat.

Da war schon absehbar, dass es allmählich eng werden würde für den rheinischen Kapitalismus. Die tollen Wachstumszahlen ließen nach. Aber die Menschen hatten das Wirtschaftswachstum als Mantra schon so verinnerlicht, dass sie nur noch wollten, dass das immer so weitergeht. Egal wie. Diese Zeit war dann so in der zweiten Hälfte der 80er endgültig gekommen. Die "geistig-moralische Wende" des Helmut Kohl, der 1983 an die Macht kam, läutete letztlich den Sieg des Neoliberalismus ein. Nur wusste das damals kaum jemand. Geschweige denn, dass jemand ahnte, wohin das führen würde. Wir waren zunächst begeistert, als endlich der Telekommunikationsmarkt in Bewegung kam, und als das Internet ab Mitte der 90er zu boomen begann, war vielen klar, dass es ohne die "Enthebung" der Deutschen Bundespost vom Telekommunikationsnetz überhaupt keine Internetzugänge in Deutschland geben würde. Das war auch die Zeit, als die Telekom Bürger per Fernsehen bewarb, Aktien zu erwerben, um selber Teil zu werden der großen Wohlhabens-Party.

Ich freue mich jedenfalls über diesen klarsichtigen Zeitgeschichten-Essay auf den Nachdenkseiten. Je nachdem, wo man gerade selber steht mit seinen Vorstellungen von Wohlstand und seinem Wissen um die drohende Klimakatastrophe, kann dieser Essay helfen, die Welt, die man bislang für selbstverständlich gehalten hat, mal aus der Sicht eines Vogels zu sehen.
Die Entwicklung des Neoliberalismus aus der Perspektive Deutschlands – Die Nachkriegszeit
#NachDenkSeiten Geschichte Gesellschaft


 

Klima vs. Freiheit


Die Klimadebatte wird immer stärker zu einer Freiheit-oder-nicht-Debatte, einer Verbote-oder-Anreize-Debatte. Sie polarisiert sehr stark, wobei der Frontverlauf bei genauerem Hinsehen gar nicht mal so einfach ist. "Einfach" aus Sicht der Klima-Aktivisten meint oft, "naja, die CDU, die CSU, die FDP und die AfD sind Schönredner, Blockierer oder Leugner, und der Rest ist mehr oder weniger auf unserer Seite". Doch ganz so einfach ist das nicht. So gibt es nicht nur Wertkonservative aus der Naturschutzecke, die sich auf die Seite von FridaysForFuture schlagen, sondern umgekehrt auch diverse Gruppierungen innerhalb des linken Spektrums, die sich in ihrer Ablehnung der Klimaschutzbewegung kaum von der AfD unterscheiden. Auch KenFM hat sich mittlerweile gegen den menschengemachten Klimawandel und für Wissenschaft nach EIKE-Lesart geoutet.

So richtig angeheizt wird die Debatte natürlich noch durch die Person Greta Thunberg, die Art ihres Auftretens, ihren persönlichen Hintergrund, und den immer größer werdenden Rummel um sie, der mittlerweile um sich greift wie die Brände in Sibirien.

Die "Nachdenkseiten" versuchen sich ja gerne zwischen den Stühlen zu positionieren, um eben noch so was wie Debattenkultur dabei herauszukitzeln. Nachdem der Redakteur Jens Berger sich zu diesem Zweck allerdings mal ein wenig durch die Kommentarspalten gelesen hatte, fühlte er sich zu diesem Artikel genötigt:

Greta und ihre „Kritiker“ – woher kommt all die Boshaftigkeit auf etwas, das eigentlich doch nur positiv ist?



Der Artikel erschien gerade vorgestern, am 31. Juli. Schon zwei Tage später quillt das Redaktionspostfach mit Kommentaren und Leserbriefen über. Ich kann allen nur empfehlen, sich mal in die insgesamt 30 längeren Leserbriefe, die auf der unten verlinkten Seite versammelt sind, hineinzulesen. Da ist alles dabei - niemand wird also total glücklich oder einfach nur genervt davon sein. Vor allem sind aber auch viele Erklärungsversuche dabei - persönliche wie theoretische. Abendfüllend.

Leserbriefe und Kommentare zum Artikel „Greta und ihre Kritiker“

Gesellschaft Klima

ökodiktatur klingt wie veggieday. was bedeutet denn freiheit in diesem zusammenhang? niemand ist absolut frei. wir sind alle eingeschränkt. immer! die bezeichnung ökodiktatur in diesem zusammenhang ist meiner meinung nach nur die verunglimpfung der tatsache, dass man das system der einschränkungen gegeneinander verschiebt. also bspw. die einschränkung der radfahrer werden reduziert zuungunsten der autofahrer. die einschränkungen der bahnbenutzer werden reduziert auf kosten der flieger und autofahrer. dass dabei immer die autofahrer als partei auftauchen, deren rechte eingeschränkt werden, liegt in der natur ihrer aktuellen vorrechte: sie drängen alle anderen weg.

Sprich leben also in einer Automobilitätsdiktatur!!!!!
Konsumdiktatur!
Freiheitsdiktatur!
..
der gefallt mir gut!
Freiheitsdiktatur, muss ich mir aufschreiben!



 

Bildinterpretation erwünscht


Das kann man bei Amazon kaufen:

Bild/Foto

Finden tut man das, wenn man auf Amazon nach Fuck you Greta sucht:
@Greta Thunberg Gesellschaft Medien
Nicht direkt. Aber man findet es halt, wenn man nach "fuck you Greta" sucht. Und danach zu suchen ist mittlerweile verbreitet, weil sich in der Szene herumgesprochen hat, dass es entsprechende Sticker für über den Auspuff gibt.



 

Generalstreik? Wie geht denn das?


#FridaysForFuture, #ExtinctionRebellion und andere Organisationen rufen für den 20. September zum ersten globalen Streiktag auf. Das ist ein Freitag, aber es soll eben nicht nur ein "Schülerstreik-Freitag" werden, sondern einer, an dem auch Berufstätige und natürlich auch alle anderweitig Tätigen zum Streik aufgefordert sind.

Genauer gesagt, kursieren da eigentlich zwei Termine - der 20. September und der 27. September. Am 27. September sollte ursprünglich der Climate Action Summit 2019 in New York stattfinden. Der wurde aber anscheinend mittlerweile vorgezogen auf den 23. September. Wie auch immer, der 20. September soll der Start für den ersten globalen Klimastreik sein. Die Initiatoren erhoffen sich aber wohl, dass die Erwachsenen es nicht bei dem einen Streiktag belassen, sondern dass sich der Streik spontan ausdehnt. Im Grunde soll es ein Generalstreik werden.

Wie bei FridaysForFuture gibt es keine zentrale Organisation. Es geht einfach nur darum, am gleichen Tag an möglichst vielen Orten der gesamten Welt möglichst viele Streiks/Demos mit den gleichen Zielen zu beginnen.

Doch wie soll das eigentlich für Arbeitnehmer funktionieren? Welche Möglichkeiten haben sie, ohne ihren Job zu riskieren? Hier ein paar Vorschläge (auf Englisch):
#FridaysForFuture #ExtinctionRebellion Gesellschaft Klima Politik


 

Mit Stromreserven zocken


Im Juni 2019 stand die Stromversorgung von Europa mehrfach vor dem Zusammenbruch. Grund dafür sind jedoch keine Engpässe durch erneuerbare Energieen, sondern finanzielles Gezocke bei der Vorsorge für Schwankungen im Netz. Stichwort #Mischpreisverfahren.
Die #Piratenpartei hat dazu gestern einen interessanten Artikel veröffentlicht:

Warum das deutsche Stromnetz wirklich instabil ist


Abgesehen von den absurden Kosten, die bei zu geringen Vorräten entstehen, und die einfach auf die Stromendkunden umgelegt werden, ist dieses Gezocke auch brandgefährlich. Denn wenn es nicht schnell genug geht und das zentrale Stromnetz tatsächlich zusammenbricht, dann ist es nicht nach ein paar Sekunden wieder da, auch nicht nach ein paar Minuten, und auch nicht nach ein paar Stunden. Wie lange es tatsächlich dauert, und was bis dahin alles passieren wird, beschreibt dieser Twitter-Thread (ich habs auf tttthreads.com in ein zusammenhängendes Dokument konvertiert):


 

Wachsen euch auch schon Hörner?


In dem im Artikel beschriebenen Selbsttest konnte ich bei mir zumindest keine Hörner ertasten. Aber vielleicht hab ich nur nicht die richtige Stelle erwischt. Oder ich schaue doch noch genügend geradeaus und nicht so viel nach unten wie die Generation Smartphone. Denen wachsen sie jedenfalls vermehrt, die Hörner. Aber nicht wie bei Tieren üblich nach vorne heraus, sondern nach hinten heraus. Wird sicher lustig aussehen in 100 Jahren :-)
Gesellschaft Gesundheit Technik

Das ist ein Gnubbel an der beschriebenen Stelle. Die ist recht druckempfindlich und manchmal sticht es dort auch. Alte Männer gehen nicht zum Arzt. Habe ich noch nie checken lassen.

Das ist bestimmt der Einfluss des Satans.