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Rede von Greta Thunberg vor dem britischen Parlament (in deutsch)


Ich habe mich entschlossen, die Rede von Greta Thunberg, gehalten am 23. April 2019 vor dem britischen Parlament, mal ins Deutsche zu übersetzen, nachdem ich bislang keine Übersetzung gefunden habe und weiß, dass es viele Leute gibt, die von einem solchen Text doch mehr haben, wenn sie ihn in der eigenen Sprache lesen können. Ich hoffe, die Übersetzung enthält keine groben Fehler. Für kleinere entschuldige ich mich nicht, da ich kein Lindner-Profi bin was das betrifft :-)
Das Original ist übrigens hier zu lesen: You did not act in time



Ich bin Greta Thunberg. Ich bin 16 Jahre alt. Ich komme aus Schweden. Und ich spreche im Namen künftiger Generationen.

Ich weiß, dass viele von Ihnen uns nicht zuhören möchten – Sie sagen, wir sind doch nur Kinder. Aber wir geben nur wieder, was die versammelte Klimawissenschaft sagt.

Viele von Ihnen scheinen besorgt darüber zu sein, dass wir wertvolle Unterrichtszeit verlieren, aber ich versichere Ihnen, wir werden wieder in die Schule gehen, sobald Sie auf die Wissenschaft hören und uns eine Zukunft geben. Ist das zu viel verlangt?

Im Jahr 2030 werde ich 26 Jahre alt sein. Meine kleinere Schwester Beata wird 23 sein. So wie viele von Ihren Kindern oder Enkelkindern. Ein tolles Alter, hat man uns gesagt. Du hast dein ganzes Leben vor dir. Aber ich bin nicht so sicher, ob das so toll für uns werden wird.

Ich hatte das Glück, zu einer Zeit und an einem Ort geboren worden zu sein, wo uns alle dazu ermunterten, große Träume zu haben; Ich könnte werden was ich wolle. Ich könnte leben wo immer ich wollte. Leute wie ich würden alles haben was sie wollen, und noch mehr. Dinge, von denen unsere Großeltern nicht mal zu träumen wagten. Wir würden alles haben, was wir uns jemals wünschten und doch könnte es sein, dass wir nichts mehr davon haben werden.

Wahrscheinlich haben wir jetzt nicht mal mehr eine Zukunft.

Weil diese Zukunft verkauft wurde, damit ein kleiner Kreis von Leuten unvorstellbare Mengen von Geld machen konnte. Sie wurde uns jedes mal gestohlen, als Sie uns erzählten, nur der Himmel sei die Grenze, und dass wir alle nur einmal leben.

Sie haben uns angelogen. Sie haben uns falsche Hoffnungen gemacht. Sie haben uns erzählt, die Zukunft sei etwas, worauf wir uns freuen können. Und das Traurigste bei alledem ist, dass die meisten Kinder nicht mal eine Ahnung haben, welches Schicksal uns erwartet. Wir werden es nicht verstehen, bis es zu spät ist. Und doch sind wir die Glücklichen. Diejenigen, die am meisten betroffen sein werden, leiden schon jetzt an den Folgen. Aber ihre Stimmen bleiben ungehört.

Ist mein Mikrofon an? Können Sie mich hören?

Um das Jahr 2030, also in 10 Jahren, 252 Tagen und 10 Stunden, wird eine Situation eintreten, in der wir eine nicht mehr rückgängig zu machende Kettenreaktion in Gang setzen werden, die sich der menschlichen Kontrolle entzieht, und das wird höchstwahrscheinlich zum Ende der Zivilisation führen, wie wir sie kennen. Das wird passieren, wenn es bis dahin keine dauerhaften und einschneidenden Veränderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen geben wird, einschließlich der Reduzierung der CO2-Emissionen um mindestens 50%.

Und bitte beachten Sie, dass diese Schätzungen auf Erfindungen vertrauen, die noch gar nicht im großen Maßstab erfunden worden sind, Erfindungen, von denen angenommen wird, dass sie die Atmosphäre von astronomischen Mengen an Kohlendioxyd befreien können.

Außerdem berücksichtigen diese Berechnungen keine unvorhersehbaren Kipp-Punkte und Rückkopplungseffekte wie das extrem starke Methan-Gas, das aus dem rapide auftauenden arktischen Permafrost entweicht.

Diese wissenschaftlichen Berechnungen beinhalten auch weder die bereits gespeicherte Erwärmung, die durch toxische Luftverschmutzung verborgen ist, noch den Aspekt der Gerechtigkeit – oder Klimagerechtigkeit – der, im Pariser Abkommen klar festgelegt, absolut notwendig ist, damit alles weltweit funktioniert.

Wir müssen uns im klaren darüber sein, dass das nur Berechnungen sind. Schätzungen. Das bedeutet, dass dieser “Zeitpunkt ohne Rückkehrmöglichkeit” sowohl vor als auch nach 2030 eintreten kann. Niemand kann ihn sicher vorhersagen. Aber wir können sicher sein, dass er etwa in diesem Zeitbereich eintreten wird, denn die Berechnungen sind keine bloßen Meinungen oder wilde Spekulationen.

Diese Voraussagen sind durch wissenschaftliche Fakten gestützt, und bekräftigt durch alle Nationen durch den IPCC [Anm.: www.de-ipcc.de]. Nahezu jede einzelne nationale Wissenschaftskörperschaft auf der Welt bejaht vorbehaltlos die Arbeit und Ergebnisse der IPCC.

Haben Sie gehört, was ich gerade gesagt habe? Ist mein Englisch in Ordnung? Ist das Mikrofon an? Weil - ich habe so meine Zweifel.

Während der letzten sechs Monate bin ich durch ganz Europa gereist, habe hunderte von Stunden in Zügen, elektrischen Autos und Bussen verbracht, und wiederhole diese lebenswichtigen Worte immer und immer wieder. Aber niemand scheint darüber zu reden, und nichts geschieht. Tatsächlich steigen die Emissionen weiter.

Als ich herumreiste, um in verschiedenen Ländern Reden zu halten, wurde mir immer Hilfe angeboten, um etwas über spezielle klimapolitische Themen des jeweiligen Landes zu schreiben. Aber das halte ich nicht für nötig. Weil das Grundproblem überall das gleiche ist. Und das Grundproblem besteht darin, dass einfach nichts getan wird, um den klimatischen und ökologischen Zusammenbruch zu stoppen – oder zumindest hinauszuzögern, trotz aller schönen Worte und Versprechen.

Großbritannien ist jedoch noch mal sehr besonders. Nicht nur wegen seiner vergangenen Kohlestoffschulden, sonden auch wegen seiner gegenwärtigen, äußerst kreativen Kohlestoffberechnung.

Seit 1990 hat der UK 37% Reduktion bei den CO2-Emissionen auf seinem Territorium erreicht, laut dem Global Carbon Project. Und das hört sich ziemlich beeindruckend an. Doch leider beinhalten diese Zahlen keine Emissionen aus der Luftfahrt, der Schiffahrt und solchen, die mit Importen und Exporten zusammenhängen. Zählt man diese Zahlen hinzu, bleibt eine Reduktion von etwa 10% seit 1990 – oder ein Mittelwert von 0,4% pro Jahr, laut Tyndall Manchester.

Und der Hauptgrund für diese Reduktion ist nicht etwa eine Klimapolitik, sondern eher eine EU-Richtlinie von 2001 zur Luftqualität, die den UK im wesentlichen zwang, seine sehr alten und extrem dreckigen Kohlekraftwerke herunterzufahren, um sie durch nicht ganz so dreckige Gaskraftwerke zu ersetzen. Und von einer katastrophalen Energiequelle auf eine etwas weniger katastrophale zu wechseln verringert halt auch die Emissionen.

Doch das vielleicht gefährlichste Missverständnis über die Klimakrise ist, dass wir unsere Emissionen “verringern” müssten. Denn das ist weit gefehlt. Unsere Emissionen müssen komplett gestoppt werden, um unterhalb von 1,5-2 Grad Celsius Erderwärmung zu bleiben. Das “Verringern der Emissionen” ist natürlich nötig, aber es kann nur der Beginn eines schnellen Prozesses sein, der zu einem vollständigen Emissionsstopp innerhalb weniger Jahrzehnte oder weniger führen muss. Und mit “Stopp” meine ich netto null – und dann schnell weiter in den Negativbereich. Das schließt Politik, wie sie heute betrieben wird, aus.

Die Tatsache, dass wir über “Verringern” statt über “Stoppen” von Emissionen reden ist vielleicht die größte Kraft hinter dem Immer-so-weiter-Machen-wie-bisher. Die gegenwärtigen Anstrengungen des UK, neue fossile Energiequellen zu erschließen – zum Beispiel die Schiefergas-Fracking-Industrie, die Erweiterung der Öl- und Gasfelder in der Nordsee, der Ausbau von Flughäfen und die Baugenehmigung für eine brandneue Kohlemine – sind jenseits von absurd.

Dieses andauernde unverantwortliche Verhalten wird ohne Zweifel als eine der größten Fehler der Menschheit in die Geschichte eingehen.

Die Leute erzählen mir und den anderen Millionen von Schulstreikern immer wieder, dass wir stolz auf uns sein sollten für das, was wir erreicht haben. Aber das einzige, worauf wir zu schauen haben, ist die Emissionskurve. Und die steigt leider nach wie vor. Diese Kurve ist das einzige, worauf wir schauen sollten.

Jedesmal, wenn wir eine Entscheidung fällen, sollten wir uns selber fragen, wie diese Entscheidung die Kurve beeinflussen wird. Wir sollten aufhören damit, unseren Wohlstand und Erfolg in einem Diagramm darzustellen, das wirtschaftliches Wachstum zeigt, sondern in einer Kurve, welche die Emissionen von Treibhausgasen zeigt. Wir sollten nicht mehr nur fragen: „Haben wir genügend Geld um das duchzuziehen?“, sondern ebenso: „Haben wir genügend von dem zu sparenden Kohenstoff-Bugdet, um das durchzuziehen?“ Das sollte und muss zum Zentrum unserer neuen Währung werden.

Viele Leute sagen, dass wir gar keine Lösungen gegen die Klimakrise haben. Und sie haben Recht. Denn wie sollten wir? Wie “löst” man die größte Krise, der die Menschheit je gegenüberstand? Wie “löst” man einen Krieg? Wie “löst” man die erste Fahrt zum Mond? Wie “löst” man das Erfinden neuer Erfindungen?

Die Klimakrise ist sowohl die leichteste als auch die schwierigste Angelegenheit, mit der wir es je zu tun hatten. Die leichteste, weil wir wissen, was wir tun müssen. Nämlich die Treibhausgas-Emissionen zu stoppen. Die schwierigste deswegen, weil unsere gegenwärtige Wirtschaft völlig abhängig ist vom Verheizen fossiler Brennstoffe, und dabei Ökosysteme zerstört, um ein ewiges wirtschaftliches Wachstum zu erzeugen.

„Also, wie genau lösen wir das?“, fragen Sie uns – die Schulkinder, die für das Klima streiken.

Und wir sagen: „Niemand weiß das sicher. Aber wir müssen aufhören, fossile Brennstoffe zu nutzen, wir müssen die Natur wiederherstellen und viele andere Dinge, die wir noch gar nicht so richtig durchdacht haben“.

Dann sagen Sie: „Das ist aber keine Antwort!“

Also sagen wir: „Wir müssen anfangen, die Krise als Krise zu behandeln – und etwas tun, auch wenn wir nicht alle Lösungen haben.“

„Das ist immer noch keine Antwort“, sagen Sie.

Dann fangen wir an, Ihnen etwas über zirkuläres Wirtschaften und Renaturierung und die Notwendigkeit eines gerechten Strukturwandels zu erzählen. Dann verstehen Sie gar nicht mehr, worüber wir überhaupt reden.

Wir sagen, dass all die benötigten Lösungen niemandem wirklich bekannt sind, und dass wir uns deshalb gemeinsam hinter die Wissenschaft stellen müssen, um sie so zu finden. Aber Sie hören dabei nicht zu. Weil die Antworten zum Lösen einer Krise dienen, welche die meisten von Ihnen nicht mal in ihrem ganzen Ausmaß begreifen. Oder nicht begreifen wollen.

Sie hören nicht auf die Wissenschaft, weil Sie nur an Lösungen interessiert sind, die Ihnen erlauben, so weiterzumachen wie gewohnt. So wie jetzt. Und jene Antworten existieren nicht mehr. Weil Sie nicht rechtzeitig gehandelt haben.

Um den Klima-Kollaps zu verhindern, ist “Kathedralen-Denken” erforderlich. Wir müssen den Grundstein legen, obwohl wir noch nicht genau wissen, wie wir das Dach bauen müssen.

Manchmal müssen wir einfach einen Weg finden. In dem Moment, da wir uns entscheiden etwas zu erreichen, können wir alles tun. Und ich bin sicher, dass wir ab dem Moment, in dem wir anfangen uns zu verhalten wie in einer Notsituation, die Klima- und Ökokatastrophe verhindern können. Menschen sind sehr anpassungsfähig: wir können das noch richten. Aber die Gelegenheit dazu wird nicht mehr lange bestehen. Wir müssen heute anfangen. Wir haben keine Ausreden mehr.

Wir Kinder opfern nicht unsere Bildung und unsere Kindheit, damit Sie uns erzählen, was Sie für politisch möglich halten in der Gesellschaft, die Sie geschaffen haben. Wir sind nicht auf die Straße gegangen, damit Sie Selfies mit uns schießen können, und damit Sie uns erzählen, wie sehr Sie bewundern was wir tun.

Wir Kinder tun das, um die Erwachsenen aufzuwecken. Wir Kinder tun das für Sie, damit Sie Ihre üblichen Differenzen beenden und so handeln, wie Sie es in einer Krisensituation tun würden. Wir Kinder tun das, weil wir unsere Hoffnungen und unsere Träume zurück haben wollen.

Ich hoffe, das Mikofon war an. Ich hoffe, Sie konnten mich alle hören.
Klima Politik


 

Bundestagspetition: Risikoprüfung für Pestizide zum Schutz von Bienen / Insekten


Diese Petition läuft nur noch wenige Tage, hat aktuell 28.000+ Mitzeichner und müsste aber auf über 50.000 kommen, um das "Quorum" zu erreichen. Es handelt sich um ein sperriges, aber wichtiges Thema. Denn mit dem Bienensterben zerstört der Mensch letztlich die natürlichen Prozesse bei der eigenen Nahrungskette.



 

Grenzwertige Satire


Was Satire "darf" - da habe ich normalerweise ein relativ dickes Fell. Aber bei diesem Text konnte ich nicht genügend Bitterkeit aufbringen, um darüber noch dreckig lachen zu können. Es wäre noch in Ordnung, wenn es einfach nur abstrus wäre. Aber angesichts der Tatsache, dass es in jüngster Zeit immer wieder zu Übergriffen auf Rettungskräfte bei Unfällen, Bränden usw. gekommen ist, ist dieser Text geradezu "brandstiftend". Für meine Begriffe jedenfalls hochproblematisch.

Der Artikel ist in der taz erschienen, und zwar in der dortigen Rubrik "Wahrheit". Diese Rubrik versteht sich als Zone für auch mal etwas fiesere und schrägere Töne. Aber mit der Absicht, kritisch zu sein. Doch was soll das hier sein? Kritik gegen wen? Gegen Menschen, die ihr Leben einsetzen, um anderen zu helfen. Mit welchem Ziel? Jene kaputten Gestalten zu stärken, die Rettungsfahrzeuge bewusst nicht durchlassen oder Reifen von Rettungseinsatzfahrzeugen zu durchstechen? Sorry liebe taz, wenn ich darüber nicht so recht lachen kann.

Musste den Text 2x lesen, weil ich eine erhoffte intellektuelle Metaebene gesucht habe. Aber die gibt's scheinbar nicht.

In meinen Augen manifestiert hier der Autor auf das Peinlichste seine eigene Dummheit. Schon alleine die Aussage, dass Feuerwehrleute kein Hirn brauchen, zeigt entweder das Nichtvorhandensein eigenen Hirns, oder aber niederträchtige Bösartigkeit. Denn was Feuerwehrleute allein schon an Chemiewissen für die Gefahrenabwehr getankt haben müssen, ist beachtlich! Aber das wären ja belastbare Fakten - und um die geht's hier ja augenscheinlich gar nicht.

@stefan
...ich habe z.Zt. ein Probeabo der taz laufen; und solche Sachen machen mir das Zustimmen echt schwer; es ist etwas zuviel "dagegen", zu einseitig geworden in der taz...schade....



 

Links Bingen, rechts Bingerbrück, und hinten Büdesheim


Da oben stehen und Runterschauen ist also dieses vielbesagte "Bingewatching".

Das hab ich jetzt aber erst mal nachschlagen müssen, da ich selber so was nie tue :-)
https://de.wikipedia.org/wiki/Binge_Watching



 

Did you hear what I just said? Is my English OK? Is the microphone on?


"Haben Sie gehört, was ich gerade gesagt habe? Ist mein Englisch in Ordnung? Ist das Mikrofon an?" Das ist kein eins-zwei-drei-test-Check vor einem Live-Konzert, sondern eine neue Figur im rhetorischen Repertoire von #GretaThunberg - bei der Rede, die sie heute vor dem britischen House of Parliament gehalten hat. Der Guardian war so nett den kompletten Redetext zu veröffentlichen (siehe Link unten).

Abgesehen von dieser neuen Rhetorik-Figur findet sich in der Rede vieles im Wortlaut wieder, das alle, die nun schon mehrere Reden von ihr mitbekommen haben, längst kennen. "Greta hat eigentlich schon alles gesagt, nur noch nicht überall", meinte dazu jemand sinngemäß auf Twitter. Was soll sie auch anderes sagen? Das ist nun mal ihre Botschaft, und es ist ihre (selbst gewählte oder vom Publikum erwartete) Rolle bei all diesen Auftritten. Immerhin deutet sie an, was diese Botschaft letztlich alles impliziert, und was aber in gegenwärtigen parlamentarischen Kreisen durch die Bank als indiskutabel gilt - etwa die Ersetzung der gewinnbasierten (kapitalistischen) Wirtschaftsform durch eine kreislaufbasierte Wirtschaftsform. Doch diese Konsequenzen müssen andere fordern und auf die politische Agenda bringen.

Im Laufe des Sommers werden sich wohl mehrere neuere Protestbewegungen koordinieren, wie etwa #FridaysForFuture und #ExtinctionRebellion. Es wäre aber gut, wenn auch Protestbewegungen dazu stoßen würden, die stärker die finanzpolitischen und sozialen Aspekte des notwendigen Umdenkens vertreten. Also #Occupy, #Aufstehen, #Unteilbar, #PulseOfEurope und wie sie alle heißen.





 

Was die Briten letzte Woche im TV gesehen haben


Am Gründonnerstag abend lief auf BBC1 abends um 21.00 Uhr ein Dokumentarfilm zum Thema Klimawandel - mit ziemlich spektakulären Bildern. Erfreulicherweise ist die knapp einstündige Doku offen zugänglich - auch auf YouTube (siehe unten). Viele Briten werden den Film gesehen haben und sind damit hoffentlich gut vorbereitet. Denn nächste Woche bekommen sie Besuch von Greta.

Klima Politik Video
Ich möchte besser englisch können...



 

Olympisch


#Foto #photo #München #Munich #Olympia Architektur Foto
… und direkt daneben übt man sich im Rekord-Stau-Stehen … :-)



 

Koyaanisqatsi-Bilder in FullHD mit Musik von King Crimson




Das alles stammt aus dem Film Home (2009 film), den ich (im Gegensatz zu Koyaanisqatsi noch gar nicht kannte.
Kunst Medien Video


 

Schicksalswahl Europawahl - persönliche Betrachtungen


Auf ihrem derzeitigen Trip über Straßburg nach Rom wird Greta Thunberg nicht müde zu betonen, wie wichtig die im Mai anstehende Wahl zum Europäischen Parlament sei. Wahrscheinlich hat sie recht. Gerade am Beispiel der umstrittenen EU-#Urheberrechtsreform wurde denke ich deutlich, dass mittlerweile die meisten wirklich wichtigen Regulierungen eher auf EU-Ebene getroffen werden als auf nationaler Ebene. Ich wage mal die These: "Bei der nächsten Bundestagswahl können wir entscheiden, wer am Ende 100 Euro im Monat mehr in der Tasche hat und wer weniger. Aber bei der anstehenden EU-Wahl entscheiden wir, ob sich die europäische Zivilgesellschaft in eine lebenswerte und akzeptable Zukunft bewegen wird oder nicht".

Grund genug, wählen zu gehen. Und das Tolle ist: beim EU-Parlament gibt es keine 5%-Hürde. Auch kleine Parteien können es schaffen, einen oder wenige Abgeordnetensitze zu ergattern. Natürlich ist das CDU/CSU und SPD ein Dorn im Auge, weshalb sie dagegen klagen. Allein schon deshalb Grund genug, wählen zu gehen! Und natürlich #nieWiederCDU und #nieWiederSPD zu wählen.

Greta Thunberg hat uns ältere Wähler darum gebeten, unsere Stimme in dieser Wahl ihnen, also den Jugendlichen zu geben, die noch nicht wählen können, sich aber für die strikte Einhaltung des Pariser Klimaschutz-Abkommens einsetzen. Diesen Wunsch erfülle ich Greta gerne. Aber ich will auch keine Partei wählen, bei deren Haltung zum Urheberschutzgesetz es Zweifel gibt. Deshalb gilt für mich persönlich derzeit auch #soSchnellKeineGrüneMehr, solange es dort Figuren wie Helga Trüpel gibt.

Schon vor langer, langer Zeit, in den 80er Jahren, hab ich einige male #ÖDP gewählt. Doch irgendwann wurde mir das zu blöd, weil es auf Dauer einfach frustrierend war, eine 0,5%-Partei zu wählen, die nirgendwo den Hauch einer Chance hat, wirklich etwas politisch mitzugestalten, und sei es nur durch engagierte Opposition.

Doch jetzt spiele ich wieder mit dem Gedanken. Zumindest bei der EU-Parlamentswahl. Eben weil es dort keine 5%-Hürde gibt, und stattdessen einen Abgeordneten der ÖDP: Klaus Buchner (Wikipedia-Eintrag), der nicht nur in ökologischen Fragen klare Ziele verfolgt, sondern auch klar die EU-Urheberrechtsreform ablehnt.

Möchte das aber nur erst mal als Diskussionsanlass so sehen, und würde mich über weitere Argumente freuen, egal in welche Richtung. Natürlich darf mir dabei gerne auch die @Piratenpartei Deutschland die "Gretchenfrage" beantworten, also wie sie es mit dem Klimaschutz hält, und wie intensiv sie sich dafür einzusetzen gedenkt.
...ohne Greta, die darf ihr Ding machen, weil sie es gut kann...
Ich hatte die ÖDP vergessen, bis mich so ein 12-Fragen-Katalog wieder zu ihr brachte. Grundsätzlich versuche ich immer eine Vertretung mit ökologischem Gesichtspunkt zu wählen, so lange ich die Wahl wichtig finde und das sehe ich genau wie Du. Bin allerdings auch ziemlich hofnungsvoll, was ein einiges Europa an geht.
Natürlich war die Urheberrechtsreformabstimmung ernüchternd, aber da geh ich mit @Martin Vogel mit, der auf Twitter schrieb, dass genau diese Abstimmung ein Zeichen für die Politikerverklappung nach Straßburg/Brüssel sei und hier sehe ich das wichtigste Zeichen von uns Wählern, dass das nicht richtig ist. Allerdings frage ich mich dabei ernsthaft, ob dann so eine kleine Randpartei das richtige Zeichen von mir ist.



 

Gelbe Wochen auf den Äckern


#Foto #photo #Raps Foto Natur

Im ökologischen Landbau werden Wildblumenwiesen in die Felder gesetzt. waldstepper.de/natur.html So finden die Insekten die ganze Saison Nahrung.
This entry was edited (1 week ago)

Der Raps wird mittlerweile nicht mehr auf die Blüte gespritzt, sondern nur noch unterhalb. Macht diese Neonuk*dingens nicht weniger giftig, ist dann aber eben nicht direkt zum Bienenbaden da.
Auf Raps fliegen trotzdem alle, weil Raps gelb ist und Insekten wohl so süchtig macht wie uns Schokolade. ;) Problem ist eben, dass die nach Kontakt mit den Neoniko*dingens ähnlich wie wir nach einer langen Partynacht nicht mehr nach Hause finden.



 

Trauerscham, Scham total


Vorhin bin ich auf Twitter über folgende anregende Cartoongrafik gestoßen, gepostet von der Borgdrone, einem guten unbekannten Bekannten aus GooglePlus-Zeiten:




Meine erste spontane Reaktion darauf:

Was diese Frau bei den Worten empfindet, nennt man #Trauerscham. Gibts natürlich noch nicht, das Wort. Die Verwertungsrechte biete ich hiermit für den Meistbietenden feil. Weniger als 6stellige Angebote zwecklos ;-)

Aber im Ernst. Die Grafik und das Wort, das mir spontan dazu eingefallen ist, haben mich dann irgendwie nachdenklich gemacht. Wofür schämen wir uns? Für das, wovon wir annehmen, dass es von der gesellschaftlichen Umgebung nicht akzeptiert oder (noch schlimmer) lächerlich gemacht werden könnte - unabhängig davon, ob diese Annahme überhaupt richtig ist oder nicht.

Interessant wird es, wenn etwas, das wir bislang "schamlos" taten, weil wir es für normal hielten, durch irgendeinen Dreh in der Geschichte und/oder der öffentlichen Wahrnehmung plötzlich zum "Schamfaktor" wird. Bestes Beispiel ist ja die #Flugscham, andernorts auch #GretaEffekt genannt, wo Analysten der Tourismus-Branche derzeit schon fieberhaft nachrechnen, wie stark sich das wohl auswirken wird.

Bei der Flugscham gibt es aber aktuell schon einen gewissen gesellschaftlichen Konsens, der das trägt ("guck mal, diese Leute da wollen offenbar fliegen - ob die sich wohl Gedanken gemacht haben, dass das notwendig ist?"). Aber im Fall der Cartoon-Grafik? Wohl eher nicht. Auf den ersten Blick. Und auf den heutigen Blick. Und auf den mitteleuropäischen Blick.

Ähem - verstanden? Wir sind hier so was von ego-zentriert (wozu auch die Vergötzung verstorbener Angehöriger gehört, verbunden mit der unausgesprochenen Erwartung, selber später als verstorbener Angehöriger so vergötzt zu werden), wir können uns gar nicht mehr vorstellen, wie normal, alltäglich und banal der Tod in großen Teilen der Welt ist. Dort, wo die Leute gar nicht dazu kommen, ein Ego zu pflegen, und wo deshalb Tote ohne individuell gelebtes Leben bleiben. Klingt hart? Ist aber leider so. Also: schämt euch, wenn ihr einen einzigen Menschen betrauert, der über Jahrzehnte seine dreieinhalb Erden pro Jahr verbrauchte, um so was wie "bürgerliche Individualität" zu erlangen. Oder wie? Hey, also das geht nun doch nicht, wirklich nicht. Der Mensch wusste es doch gar nicht besser. Und so weiter. Ich will hier nicht urteilen. Aber das Thema geht tief ins eigene Fleisch, wenn man den Cut zulässt. In diesem Sinne schon mal: "frohe" Ostern!
#Trauerscham #Flugscham #GretaEffekt Gesellschaft Philosophie

Eine BÖSE Karikatur!
Du hast aber einen hübschen Text draus gemacht. ;)

Trotzdem mag ich Ostern lieber als Wettkampf der bergrunterrollenden Ostereier sehen. Auch das ist schon eine kulturelle Vermischung, immerhin durfte man in der Fastenzeit keine Eier essen und nahm dann die vergammelten zum Wettbewerb, aber es eint das ursprüngliche Fruchtbarkeitsfest mit dem katholischen - auf eine herzlich verbindende Weise.
Irgendwie bin ich mal wieder froh in einem gottesverachtenden Raum-Zeit-Kontinuum aufgewachsen zu sein.

Ja, das auffällig offene Bekenntnis zum fröhlichen #Heidentum gehört für mich zweifellos zu den erfreulichen Folgen der "neuen Bundesländer". Es gibt zwar auch eine Berliner Variante von aggressivem Atheismus, der sich kaum weniger idiotisch gebärdet wie die all die Götzendiener, die er verachtet. Aber insgesamt haben die Ex-DDRler wahrscheinlich viel mehr zur Säkularisierung im aktuellen Deutschland beigetragen als bekannt.
Das ist auch mal wieder eine Gelegenheit, meine Lieblingsverschwörungstheorie auszupacken: nämlich dass der Mensch in der normalen Natur auch nicht bei höher entwickeltem Gehirn auf all solch abstruses Zeugs gekommen sein kann, wie es der Fall ist. Da muss irgendwas anderes passiert sein. Die Lösung, die meine Lieblings-Verschwörungstheorie anbietet, ist unter dem Stichwort #PräAstronautik bekannt. Irgendwann vor ein paar zehntausend Jahren waren demzufolge Außerirdische hier, die wesentlich höher entwickelt waren und die über einen gewissen Zeitraum hinweg im Rahmen eines Feldversuchs probierten, die irdische Tierart "Mensch" kulturell zu erziehen. Dabei kam es offenbar sogar zu Paarungen zwischen Außerirdischen und Menschen. Die Menschen erwiesen sich jedoch auf Dauer als zu blöd, weshalb die Außerirdischen irgendwann wieder verschwanden. Doch natürlich hatten sie unter den Menschen für unglaubliche Memes gesorgt, die weitererzählt wurden - die Menschen erinnerten sich fortan an die Besucher als Götter. Und die von den Außerirdischen mit Menschenfrauen gezeugten Kinder waren die Halbgötter der Mythologie. Die davon abstammenden Viertelgötter, Achtelgötter usw. bis in moderne homöopathische Dosen hinein sind die sogenannten Blaublütigen, die Edlen, der Adel, die Besseren. Aber schon die Halbgötter haben sich daneben benommen. Kein Wunder, dass der homöopathische Abklatsch-Adel erst recht nichts mehr taugt.

*lach*
Dann glauben wir an ähnliche Theorien.
Allerdings finde ich, sollten diese weisen "Außerirdischen" mal wieder vorbei schaun, jetzt ist zu viel Blödheit hier. :)

Der aggressive Atheismus ist nicht nur in Berlin so, ich wurde so erzogen und hatte massive Probleme damit, als ich ohne elterlichen Einfluss dann mit streng katholisch erzogenen Menschen zusammen traf. (Ja, ich war sogar mit denen in katholischen Gottesdiensten und bin da so etwas "vom Glauben abgefallen", als sich für mich normal gebildete Menschen vor einem Götzenbild nieder knieten.) Die Freundschaft hat zum Glück die Auswirkungen unsere strengen Erziehungsmaßnahmen aneinander abgeflacht.
Ich finde, dass die Welt immer so laufen sollte, funktioniert aber leider nur in Ausnahmen.



 

Embalse de Guadalest



... da war ich 1974 das letzte Mal ...

Hast du da noch General Franco gewunken?

... auf den Briefmarken für die Postkarten nach Hause war er noch drauf ...




 

Rede von Greta Thunberg in Straßburg (EU-Parlamentsausschuss Umwelt)


Hier die Rede von Greta Thunberg im EU-Parlament Straßburg:



Die deutsche Simultan-Übersetzung gibt es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=nKNEVP473L0

#GretaThunberg #Klima #EU
#GretaThunberg #Klima #EU Klima Politik Video


 

NotreDame brennt? Quatsch! Fake-News, das ist 9/11!


Stell dir vor, du bist ein #Uploadfilter Algorithmus, der mit noch unbekannten Bildern der brennenden NotreDame-Kirche in Paris konfrontiert wird und entscheiden soll, wie das einzuordnen ist. Du vergleichst und vergleichst Bilder, und schließlich stellst du fest, dass es sich offensichtlich um einen der brennenden WTC-Tower von 9/11 handelt. Im nächsten Schritt sollst du anhand dessen die Behauptung prüfen, NotreDame stehe in Flammen...
#Uploadfilter Link Medien
Anderer Winkel, selber Quark: Die Bobs bei der Bild haben die falsche Dame herausgesucht:

https://bildblog.de/109772/falsche-dame/

Das ist genau das was Voss uns für die Zukunft zugedacht hat. Falls das überhaupt das richtige Wort ist, 'denken'.

Ok, Bild eben. Wobei die Kathedrale von Chartres wirklich sehenswert ist.




 

Für alle 1000 Views dieses Videos wird ein Baum gepflanzt


Für alle 1000 Views dieses Videos wird ein Baum gepflanzt. Natürlich steckt da ein Unternehmen dahinter, das auf Beachtung hofft. Aber es ist ja gut, wenn sich Werbung auch mal neue, faire Wege sucht.
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