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Von der bürgerlichen Rechten in den Rechtsterrorismus


Wer die "Arschlöcher fon Deutschland" (#AfD) wählt, mit ihnen koaliert oder es weiterhin versäumt, diese Partei als verfassungswidrig zu brandmarken, sollte sich im klaren darüber sein, dass das Eis sehr dünn ist:
#AfD) Gesellschaft Politik



 

Zurück in die Zukunft von 1985


Vor nunmehr 34 Jahren, im Jahr 1985, als auch der Film "Zurück in die Zukunft" sein Debut hatte, erschien das sogenannte "Klimamanifest von Heiligenroth". Als Bürger hat man davon seinerzeit nicht sehr viel mitbekommen. Aber die Politik hat es damals in die Hand gedrückt bekommen und kennt es seitdem. Hier kann man es als PDF komplett einsehen:

Das Klimamanifest von Heiligenroth


Bild/Foto
Klima Politik

@WeraWelt Ich sehe die 80er auch schon lange als "Epoche der Verdrängung". Wir wussten das alles eigentlich schon viel früher.

Auch in aller Deutlichkeit: Bundestagsdrucksache vom 31.10.1994 - Schlussbericht der Enquete-Kommission ->
https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/12/086/1208600.pdf



 

Ein Hauch von Andalusien





... in der Südpfalz
Architektur Foto Natur
Ein Hauch von Karibik ...
Bild/Foto

... in Hilden



 

Falsche Freunde?


Greta hat dieses Bild heute gepostet. Nachdem sich Greta und Obama aber so weit mir bekannt bislang noch nicht wirklich begegnet sind, ist das wohl eine Photoshop-Montage mit der Aussage "mit mir wollen die größten Herrscher der Welt posieren - also kann ich meinen Plan durchbringen!"
Putin ist nur noch zu blöd - sonst hätte er es längst begriffen und würde bereits ebenfalls um so eine solche Photoshop-Montage bitten. Oder Xi Jinping.

Gretas Strategie wird klarer: Im Lichte der Mächtigsten werde ich immer mächtiger, und als Mächtige verkünde ich euch dann, wo ihr lang müsst. Herkömmliche Politik und Verfassungen helfen ja offenbar nicht mehr. Unter allen anderen Umständen würde ich da jede Menge Göre-Verteufelungs-Vokabular aufbieten - genauso, wie es die Rechten derzeit gegen Greta aufbieten. Es nicht zu tun fällt mir in diesem Fall vor allem deshalb schwer, weil ich Obama eigentlich für einen der übelsten US-Präsidenten halte, den die Welt je hat ertragen müssen. Und weil Greta irgendwie auch ihren moralischen Anspruch an die Menschheit verrät, wenn sie sich mit so einem CO2-Mega-Pusher ablichten oder verphotoshoppen lässt.

Aber OK, die gute und leider allesentscheidende Sache. Ich hab zwar keine Ahnung, wie ein Mädchen in dem Alter ihr Anliegen in so einem Haifischbecken konsequent durchziehen will, aber ich vertraue mal auf ihr Asperger-Syndrom.
Jost Schwider doesn't like this.

"Aber OK, die gute und leider allesentscheidende Sache. Ich hab zwar keine Ahnung, wie ein Mädchen in dem Alter ihr Anliegen in so einem Haifischbecken konsequent durchziehen will, aber ich vertraue mal auf ihr Asperger-Syndrom."
Mich beschäftigt eigentlich viel mehr, wie es kommt, dass man eine 16-Jährige inzwischen seit 43 Wochen als Frontfrau benötigt, sich hinter ihr und ihren Altersgenossen versteckt, ohne dass es gelingt, ein hochdringliches Anliegen endlich in die wirklichen politisch bedeutsamen Entscheidungskanäle einzuspeisen. Im Gegenteil: Politisch zerbröckelt die Klima-Diskussion zunehmend...
Wer glaubt, die liebe Greta, wandle mit dieser Kampagne alleine, träumt. Sie benötigt ein hochprofessionell bestücktes Back-Office, welches diese ganze Kampagne steuert. Das alles mit dem Risiko, dass das Mädchen letztendlich als Klima-Greta seiner Persönlichkeit beraubt und verfeuert wird. Das sind meine Gedanken dazu.

@walter helbling
Mich beschäftigt eigentlich viel mehr, wie es kommt, dass man eine 16-Jährige inzwischen seit 43 Wochen als Frontfrau benötigt, sich hinter ihr und ihren Altersgenossen versteckt, ohne dass es gelingt, ein hochdringliches Anliegen endlich in die wirklichen politisch bedeutsamen Entscheidungskanäle einzuspeisen.

Und ich finde es erstaunlich, wieso man sich das fragt. Immerhin kämpfen bereits viele Organisationen seit Jahrzehnten unter unterschiedlichen Schwerpunkten dafür (Greenpeace, WWF, Nabu, BUND). Das scheint Euch irgendwie ja allen "durch die Lappen gegangen zu sein", bis Greta auf dem brennenden Einhorn durch die Wolken reitet. *hust* ;-)

Aber was haben denn Greenpeace, WWF, Nabu und BUND all die Jahre getan? Ich war selber auf einigen Vorträgen über Regenwaldzerstörung usw. in den letzten Jahren. Aber das wurde alles immer als isolierte Probleme behandelt. Da war niemand, der erklärt hat, welche Folgen das für den Klimawandelt hat, und wie das mit den selbstverstärkenden Effekten ist, wenn wir so weitermachen wie bislang. Klar gab es diese Warnungen - in wissenschaftlichen Publikationen. Aber sie wurden nicht wirklich in die breite Öffentlichkeit getragen. Auch nicht von diesen Organisationen. Dazu hat es - traurig genug - leider tatsächlich Greta bedurft.

@Stefan Münz Ja, das Problem ist immer die plakative Art und Weise zu argumentieren, wenn man in Diskussionen "schnell" reagieren muss. Wenn man in einem Thema tief drin steckt, passiert das leider, weil man eben weiß, was man meint. Dir gelingt das bei Twitter auch manchmal.
Ich habe es immer heraus gehört, vermutlich, weil ich es wollte, auch wenn ich bei allen vier Organisationen immer total angenervt von den "wir wissen alles besser, weil wir hier organisiert sind"-Charakteren bin. Die stehen leider immer vorne und fallen auf, meist durch gefährliches Halbwissen.

Was das Back-Office von Greta betrifft, stimme ich auf jeden Fall zu. Ihre Tweets und auch ihre Aktionen sind strategisch alle so wohl platziert - das würde sie mit Sicherheit nicht alleine so hinbekommen.
Aber dass die Klima-Diskussion zerbröckelt, sehe ich nicht so. Dass die Grünen nun seit Wochen in Wahlumfragen bundesweit vor der CDU liegen, ist auf jeden Fall eine Folge dieser Diskussion. Wenn die GroKotzer nicht so peinlich verbissen an ihren Posten kleben würden und einen Rest von Anstand hätten, dann würde die SPD jetzt die Koalition aufkündigen, dann die Kanzler-Vertrauensfrage stellen, und schon wäre nach derzeitgem Stand der Dinge der Weg für vorgezogene Neuwahlen frei. Das wäre das Mindeste, was in DE jetzt mal nötig wäre. Und dann einen ordentlichen ständigen Klimarat bilden, mit Wissenschaftlern und Technologie-Forschern besetzt, der das Rückrat für schleunige Reformen bildet.

..und ich Schussel habe einen Kommentar für Bettina verlegt..der ist irgendwo, aber nicht hier gelandet. Nochmals kurz: Ja, die Tätigkeit der von dir aufgezählten Organisationen ist mir bekannt, bin selbst Mitglied in zweien - einem davon aktiv. Die Schwierigkeit der von dir aufgezählten internationalen Organisationen besteht doch darin, dass ihr Aussagen seit Jahren wissenschaftlich unterlegt sind, Szenarien entwickelt werden, welche nachvollziehbar, wenn auch beängstigend sind.

Sie dringen jedoch damit nicht durch, sondern werden relativ schnell in eine Ecke gedrängt. Deutlich sichtbar ist dies jeweils an den riesigen Klimakonferenzen. Da werden vermeintliche "Vereinbarungen" getroffen, aus denen dann jeder Staat DAS herauspickt, was sich gerade halbwegs schmerzfrei realisieren lässt und sonst kann man im Notfall immer noch aus dem Club austreten... ein Trend der noch nicht vorbei ist, denn im Grunde genommen stecken wir ja in einem Wirtschaftskrieg. Da muss Umwelt hintenanstehen - in den Augen all jener, welche neue Umwelttechnologien NICHT als Wirtschaftsfaktor sehen.
Greta nun soll DAS gelingen, was bislang NICHT funktioniert hat: Die internationale politische Vernetzung. Ich zweifle am Gelingen, denn: Politisch kann man ja Anteilnahme zeigen, sogar ein bisschen applaudieren. Ziel ist aber lediglich, dass der Druck aus dem Kessel entweicht... die Bewegung erlahmt. DANN kann man ja einzelne Programmpunkte übernehmen und auf die eigene Parteifahne schreiben - und du merkst: Ich stecke schon wieder im nationalen Denken.
Die internationale Vernetzung und Umsetzung ist eine Herkulesaufgabe, erfordert Einigkeit bei den G-7 und dann wohl auch sehr viel Geld, denn die Voraussetzungen der einzelnen Länder sind sehr unterschiedlich... Freitagsdemos schaffen dies nicht - schon eher DIE Staaten, welche am schnellsten unter Klimawandel zu leiden haben werden. Sie bräuchten offene Ohren UND Unterstützung. Was für einen G-7 Staat technisch machbar ist, bedeutet für ein Schwellenland möglicherweise den wirtschaftlichen Ruin und Kollaps... Denn, machen wir uns nichts vor: Auch deutsche Firmen produzieren in Schwellenländern, weil Umweltvorschriften lockerer und Löhne tiefer sind. Das taucht dann in keiner CO2-Bilanz zu Deutschland auf...

Und das ist das große Problem beim Thema "Umwelt". Die war immer da, die ist "unsere Mutter" und wie man weiß, bekommen Mütter immer alles alleine hin.
Das "unsere Mutter" aktuell dabei ist, uns ins Nirvana zu schicken, fällt eben nur denen auf, die nah an ihr dran sind. Der Rest denkt "läuft schon".



 

Komme aus Athen, waren zu viele Eulen dort


Foto Tiere

Ist das nicht Hedwig?

"Eulen nach Athen tragen." Diese Formulierung kenne ich noch aus dem Lateinunterricht.



 

Demokratie und Handlungsfähigkeit


Auf Twitter trendet gerade das von Luisa Neubauer kreierte Hashtag #6MonateNixPassiert. Damit meint sie, dass es nun in Deutschland seit einem halben Jahr jeden Freitag Schulstreiks für eine politische Trendwende in Sachen Klimaschutz gibt, doch außer faulen Ausreden, Scheingetue und einfach nur noch peinlicher Hilflosigkeit gegenüber dem wachsenden Druck aus der Bevölkerung kommt von der Bundesregierung: nichts.

Nun ist das Nichtstun ja seit der Merkel-Ära, seit 2005, also seit etwa der Geburt vieler Jugendlicher, die jetzt bei #FridaysForFuture streiken, Programm. Oder genauer: das Tunlassen der Banken und Konzerne. Andere Werte gibt es keine (alles andere ist Folklore). Es ist eine ganze Generation von Politikern, die jetzt am Pranger steht. Karrieristen mit gekauften oder durch Copy&Paste erschwindelten Doktortiteln, fleißig vor allem beim Intrigieren und beim Verfilzen in Hinterzimmern, keine brüllenden Autoritäten mehr, sondern smart und deshalb scheinbar zeitgemäß - doch der Lack ist mittlerweile ab. Neue Generationen, die ganz andere Begriffe von Authentizität haben, entlarven mittlerweile gnadenlos und massenhaft all das hohle Sonntagsgerede der Postdemokraten der sogenannten Volksparteien. Dass die Grünen derzeit so davon profitieren, ist keine wirkliche Wendung zum Besseren, denn große Teile der Partei Grünen haben genau das gleiche Problem wie die nun ehemaligen Volksparteien. Es wird sich zeigen, wie viel mehr tatsächlich passiert, wenn die Grünen regieren.

Luisa Neubauer hat aber nicht nur viel Zustimmung für das Hashtag #6MonateNixPassiert erhalten, sondern auch kritische Anmerkungen. Die bemerkenswertesten davon lassen sich so zusammenfassen: In einer Demokratie ist es halt - anders als in einer Diktatur - mal nicht eben möglich, irgendwelche neuen Direktiven durchzuboxen, ohne Rücksicht auf Verluste. In einer Demokratie muss man Mehrheiten suchen und Kompromisse finden. Das ist das Wesen der Demokratie und genau der Grund, warum sie besser ist als jede Art von Diktatur. In Deutschland gibt es genügend Menschen, für die aktuell andere Probleme wichtiger sind als der Klimawandel. Mietpreise, Mindestlohn, Digitalisierung, Fachkräftemangel oder auch immer noch Zuwanderung. Die Demokratie hat den Vorteil, für all diese Menschen da zu sein, und nicht nur für diejenigen, die jetzt gerade schneller als die Polizei erlaubt CO2-neutral werden wollen.

Das ist zweifellos ein gewichtiger Einwand. Solange genügend Zeit ist, um auch mit ungünstigen Entscheidungen oder Kompromissen leben zu können. Was aber, wenn der Fall eintritt, dass diese Zeit nicht mehr zur Verfügung steht? Denn genau das ist ja die Argumentation der Klimaschutzbewegung. Sie argumentieren, dass, wenn wir nicht innerhalb der nächsten 10-15 Jahre den vollständigen Verzicht auf das Verbrennen fossiler Energieträger hinbekommen, der gesamte Planet sein Testament machen kann. Weil dann sogenannte Tipping Points überschritten werden, ab denen sich die Klimaerwärmung von selbst beschleunigt, und nach denen dann kein menschlich-technisches Gegenlenken mehr möglich ist. Wahrscheinlich ist aber nur wenigen von den Protagonisten der Klimaschutzbewegung, vielleicht nicht einmal Führungsfiguren wie Greta Thunberg oder Luisa Neubauer, bewusst, dass die Forderungen der Bewegung den üblichen demokratischen Mühlen eigentlich gar nicht mehr die Zeit lassen zu mahlen.

Nun gibt es auch in den Verfassungen demokratischer Staaten meist Ausnahmeregelungen für Extremsituationen. In Deutschland sind das die sogenannten Notstandsgesetze [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Notstandsgesetze], gipfelnd in der sogenannten Notstandsverfassung [https://de.wikipedia.org/wiki/Notstandsverfassung]. Die Verabschiedung dieser Notstandsgesetze war übrigens in Deutschland vor fünfzig Jahren ein wichtiger Punkt des Widerstands der 68er-Bewegung. Die befürchteten, dass die Notstandsgesetze der Schlüssel zu Missbrauch und zur Errichtung einer neuen Diktatur werden könnten. Wie auch immer - für Notstände gab es bislang nur zwei wichtige Ausprägungen: den Kriegsfall, und Naturkatastrophen besonderen Ausmaßes. An einen menschengemachten Klimawandel dachte bei der Verabschiedung der Notstandsgesetze noch niemand. Schon gar nicht an ungefähre Zeitfenster bis zum wissenschaftlich vermuteten Eintreten der Unumkehrbarkeit. Auch die staatlichen Eingriffe in Grundrechte, die in den Notstandsgesetzen geregelt sind (Zwangswehrpflicht im Kriegsfall, Aufhebung des Fernmeldegeheimnisses usw.), entsprechen nicht dem, was im Zusammenhang mit Anstrengungen zur Vermeidung des Erreichens der Tippling Points beim menschengemachten Klimawandel entscheidend wäre. Außerdem müssen die deutschen Notstandsgesetze heute auch im Rahmen der deutschen EU-Zugehörigkeit gesehen werden.

Es braucht also - nach Ansicht fast aller mit dem Themenkomplex vertrauten Wissenschaftler, einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf, der mit dem demokratischen Pluralismus nicht vereinbar ist, solange große Teile der Bevölkerung noch keine unmittelbaren persönlichen Wahrnehmungen oder Nachteile vom menschengemachten Klimawandel haben. Mehr kann ich dazu momentan auch nicht sagen. Nur, dass sich all das und nichts Geringeres letztlich hinter dem Hashtag #6MonateNixPassiert verbirgt.
This entry was edited (5 days ago)

Man könnte einwenden, dass es nur die richtigen Ereignisse sein müssen, damit was passiert - Stichwort Bankenkrise oder Fukushima.

Ja, das Begreifenkönnen der Klimakrise wäre wichtig. Den Input dazu gibt es längst. Wenn die TV-Teams statt im trüben EU-Dunst mal in Bangladesh oder Teilen Indonesiens filmen würden, könnten sie uns schon heute mit genügend verstörenden Bildern versorgen. Aber solange das im ÖR-Frühstücksfernsehen und in der Tagesschau einfach keine Themen sind, weil nicht "tagesaktuell" oder "sensationell" genug, reicht das wohl nicht. Aber eigentlich möchte ich auch nicht auf schlimme, spektakuläre, aber noch begrenzte Katastrophen mit vielen Opfern hoffen müssen.

Das Problem an der Geschichte ist, dass man damit kein Geld verdienen kann, dass sich Umweltschutz schon als etwas angesehen wird, "was sich von alleine regelt" und dadurch, dass das nicht wirklich greifbar ist, nimmt es "die Welt" nicht für wirklich schlimm.
Ich arbeite jetzt schon mehr als 20 Jahren in diesem Sektor, bin von meinem Vater dahin sensibilisiert worden, erlebe aber genau so lange, dass das eher als Philosophie angesehen wird, die man ernst nimmt, wenn sie wie im letzten Sommer erlebt wird, aber dann auch wieder gut ist.
Und selbst Du hast "erst" durch Greta vermittelt bekommen, was mit unserem Ökosystem geschiet und erst dadurch nimmst Du blühende Wegränder wahr, für die Umweltaktivisten seit über 30 Jahren ackern.
Ich bin sehr froh, dankbar dafür, dass mehr Menschen genauer hin sehen, fürchte aber, dass es noch genug andere Probleme gibt, die wir "auch noch" lösen müssen und dann der Schutz unserer Umwelt wieder in den Hintergrund treten. Ich hoffe aber, dass aus der FfF-Bewegung einige Menschen am Ball bleiben und diese loblose und vor allen brotlose Wissenschaft weiter zu führen und die Fäden in der Hand behalten, damit wir die anfallenden Probleme auch weiterhin lösen.
Also danke Dir, dass Du so aktiv Gretas Sprachrohr bist und damit das Problem in den Köpfen der Leute lässt.



 

Auffälliges am Feldrand





Fotos wie diese kann man derzeit zuhauf machen an Straßen- und Feldrändern in meiner Gegend. Die Feld-, Wald- und Wiesenblumen wuchern überall. Ganz anders als in all den Jahren zuvor. So anders, dass es kein Zufall sein kann. Da haben offensichtlich Leute in Gemeindeverwaltungen zusammengesessen und was ausgeheckt. Zahleiche Landwirte richten plötzlich 2-3 Meter breite Randstreifen an ihren Feldern ein für Wildgewächse und Blumen. Seitenbegrünungen von Straßen oder Begrünungen im Zentrum von Straßenkreiseln sind plötzlich nicht mehr nur "Begrünung", sondern ebenfalls Mischflora, wie sie ideal ist für Insekten, Vögel, Spinnen und viele andere Arten. Greta wirkt bereits. Nicht nur in der großen Politik. Es würde nur niemand zugeben von den CDU-Gemeinderäten :-)
Foto Klima Natur

In Tauber-Franken ist das leider noch nicht angekommen. Nur die Stadt Bad Mergentheim bemüht sich öffentliche Flächen bienen- und damit auch augenfreundlich zu gestalten.

Da hatte das ganze Imker"geheule" doch Erfolg!
Grundsätzlich sind sie langfristig an den Problemen mit den Honigbienen selbst Schuld, denn irgendwer musste ja unbedingt die Varroamilbe hier "einzüchten", weswegen es ja zu diesen großen Ausfällen gekommen ist. (Und dann klaun sie sich noch gegenseitig die letzten Bienen unter dem Hintern weg! *kopfschüttel*) Aber die ganzen Blühstreifen sind schon RICHTIG gut! Während wir vor drei Jahren noch ganz furchtbar die Schmetterlinge vermisst haben, flattert es hier rum - ich bin hin und weg!



 
»Individualisierung und Partikularisierung lassen keine gefestigten Milieus mehr entstehen, aus denen sich die Stammwählerschaft von Parteien rekrutieren ließe. Dafür gibt es aktuelle und kurzlebige Zusammenballungen von Wählergruppen, die sich themenorientiert finden, aber vielleicht auch bald wieder in verschiedene Richtungen auseinanderstreben. Die Dinge sind unberechenbar geworden.«

Wenn es stimmt, was DER STANDARD da schreibt, dann sind wir ja vielleicht endlich auf dem Weg in die Demokratie des 21. Jahrhunderts. Repräsentative Mehrheiten von Fall zu Fall, statt gut verfilzte Repräsentanten im Rentenalter. Delegated Voting nennt sich das Ganze. Die Piratenpartei setzt das Prinzip bereits seit Jahren intern erfolgreich ein. Sollte sich dann allerdings irgendwann auch mal in einer Reformierung der Wahlverfahren niederschlagen.

Ich fand und finde die Idee von https://de.wikipedia.org/wiki/LiquidFeedback ja wirklich großartig und würde das gerne als Bürger nutzen können.

Ob das dann auch dazu führen kann, dass die Lobbyisten ihren großen Einfluss ein büßen?
Mit der von @Ulli Gabsch genannten Richtung schon, @hoergen s LiquidFeedback ist für Lobbyisten wieder einfacher zu steuern.
Vermutlich wird das dann auch das Verfahren, welches sich durch setzt.

Aus welchen Gründen soll LiquidFeedback einfacher für Lobbyisten zu steuern sein, als es das jetzige System ist?

@hoergen Nicht als das jetzige System, so wie ein System, in dem temporäre Interessenverbände und Einzelpersonen regieren, möglichst in kürzeren Wahlabständen.
Damit wäre es nach meiner Einschätzung schwieriger, da guten Einfluss zu haben. Aber ich kann dabei auch zu kurz sehen.




 

Interview mit Volker Quaschnig über erneuerbare Energien


Dieses Interview in Spielfilmlänge, hervorragend geführt von "Jung&Naiv"-YouTuber Thilo Jung, deckt einmal mehr und noch deutlich gründlicher als das Rezo-Video auf, wie gewollt die ganze fossil-freundliche Politik der GroKo ist, wie dringend sie abserviert gehört, und wie es machbar ist, innerhalb von 10-15 Jahren alles von Verkehr über Heizen bis Produktion auf erneuerbare Energien umzustellen. Volker Quaschnig beschäftigt sich seit fast dreißig Jahren mit erneuerbaren Energien, kennt alle Technologien wie kaum jemand sonst und hat Fachbücher darüber geschrieben. Auch einer, den man sich regelmäßig in TV-Talkrunden wünschen würde.

Klima Politik


 

Dreamboat Annie





Sorry, war ein paar Tage lang beruflich verhindert. Werde wieder fleißiger werden :-)
(Dreamboat Annie?)
Foto Natur Pflanzen


 

Ewiges Wachstum ist Esoterik


Die Einschläge kommen näher. Die Ideologie - oder sollte ich besser sagen, die Idiotie - des grenzenlosen wirtschaftlichen Wachstums, dieser Bruttosozialprodukt-Götze - er wankt. Bringen wir ihn endlich zu Fall!
Gesellschaft Politik
Wenn das so einfach wäre. Die zwei Prozent stehen ja überall fest.
Kein Wirtschaftswachstum, keine Gehaltserhöhungen, keine Inflation.
Dann muss der EU Stabilitäts- und Wachstumspakt weg und auch weltweit müssen alle mitziehen.

Natürlich gibt es ewiges Wachstum. Fakt ist aber auch: In einem gesättigten Markt gibt es auch genau so viele Pleiten, sodass die Gesamtwirtschaft insgesamt stagniert. Ein ganz natürlicher Prozess.

Fakt ist aber auch, dass wir ohne ein Korrektiv wie den Markt nicht auskommen. Deshalb bin ich FÜR einen funktionierenden Zertifikathandel, denn er schafft ein Korrektiv gegen die Ausbeutung der Erde.

Die Wirtschaft kann doch trotzdem wachsen! Dann wachsen eben die Verkaufszahlen digitaler Güter, die verbrauchen weniger CO2 als ein Auto, dessen Herstellung Unmengen CO2 freisetzt.



 

Käferfrage





Google Lens meint, das sei ein Trauer-Rosenkäfer. Hab ich vorher noch nie gehört, diesen Namen. Kann das jemand botanisch bestätigen? Oder auch korrigieren?
Foto Pflanzen Tiere

ich habe die dieses Jahr auch das erste mal gesehen

Sind wir offenbar schon wieder beim Thema:

VERBREITUNG
Die Tiere leben in Wärmegebieten, vor allem in Nordafrika und dem restlichen Mittelmeerraum, östlich bis Transkaukasien auf Steppenheiden und Kalkböden. Auch kommt die Art in der Nähe von Waldrändern und blütenreichen Wiesen vor. Sehr selten sind sie auch in Südwestdeutschland zu finden. Durch den Klimawandel sind sie erstaunlicherweise auch im südlichen Ruhrgebiet zu finden. Sie fliegen von Mai bis Juli

Quelle: https://naturschutz.ruhr/der-trauer-rosenkaefer



 

First she took Berlin, now she takes Manhattan


Nachdem ich ja hier nun eh zum Sprachrohr von #GretaThunberg mutiert bin, walte ich mal meines Amtes und erzähle euch, was in der zweiten Hälfte dieses Jahres, also nach den Sommerferien, abgehen wird.

Im September wird in #NewYork ein #UN-#Klimagipfel stattfinden, und die große UN-#Klimakonferenz folgt dann im Dezember in #Chile. Beides also auf dem amerikanischen Kontinent. Auf der #FridaysForFuture-Demo in #Wien gab Greta heute am 31. Mai bekannt, dass sie nach den Sommerferien ein #Sabbatical nehmen wird, also eine mehrmonatige Auszeit von der Schule, um Amerika zu besuchen und an beiden Konferenzen, zu denen sie Einladungen erhalten hat, teilzunehmen.

Da sie nicht fliegt - zumindest nicht mit Fossilflugzeugen - könnte das mit der An- und Abreise einige Weile in Anspruch nehmen. Auch von New York nach Chile ist ein ziemlicher Weg mit dem Zug. Außerdem will ja jeden Friday for Future eine weitere Großstadt auf dem Weg erobert werden, und da gibt es so einige Weltstädte auf dem Weg. Deshalb also das Sabbatical. Auf dem Hinweg könnte sie vielleicht auch noch die iberische Halbinsel besuchen - da war sie bislang nämlich noch nicht. Außerdem ging die erste Eroberung Amerikas auch von dort aus.

Es wird wahrscheinlich schon ein lehrreiches Medienspektakel werden, eine CO2-neutrale Atlantiküberquerung für Greta zu organisieren. Genau das dürfte aber Kalkül sein. Die Menschen sollen sich Gedanken machen, Tüftler aus ihren Ecken kommen, und die Wirtschaft sollte deren Ideen endlich ernst nehmen, statt nur nach Profitabilität zu beurteilen.

Zunächst wird es also eine Technologie-Debatte geben für klimaneutrales, transkontinentales Reisen. Anschließend werden wir hoffentlich eine Mega-Klima-La-Ola im gesamten lateinamerikanischen Raum erleben, und eine mutige Greta, die dem Land mit dem mit Abstand höchsten CO2-Fußabdruck pro Person der Welt und seinen ganzen Climate-Deniern, angeführt von der falschen Trompete mit der Föhnfrisur, mal richtig heftigen Gegenwind bringen wird. Frei nach dem Motto: "Make the world Greta again" statt "Make America great again".

Quelle: Folgendes YouTube-Video - ab 3:24:00
https://www.youtube.com/watch?v=4vHektzKutw

Rein vom Bauchgefühl bin ich @Bettina Schwarz sehr verbunden. Ich hoffe aber, dass Dein Optimismus, @Stefan Münz, am Ende Recht behalten wird.

Wenn ihr unbedingt gerne schlechte Nachrichten bevorzugst - die gibt es. In den Prophezeihungen von Nostradamus ist bekanntlich - wie auch in diversen anderen Prophezeihungen - von einem dritten Weltkrieg die Rede, der irgendwann in unserer Zeit stattfinden soll. Eine Redewendung in diesen Prophezeihungen verhinderte bislang, dass ich das alles ernst nahm. Es heißt dort, dass der dritte Weltkrieg blöderweise gerade dann ausbricht, wenn sich die Menschheit endlich auf dem richtigen Weg befindet. Bislang hab ich immer gedacht: "Hä? Es geht doch alles nur immer weiter den Berg runter. Also schlechte Grundlagen für diese Prophezeihung". Doch angenommen, der Greta-Feldzug fruchtet tatsächlich, und die Länder beginnen tatsächlich damit, das mit den Treibhausgasen ernstzunehmen. Angenommen, das alles würde sich in vielen Ländern der Welt in einem Vormarsch ökologisch orientierter politischer Parteien und Kräfte manifestieren, und die normalen Menschen würden weltweit plötzlich Hoffnung schöpfen, dass sich nun tatsächlich was zum Besseren verändert. Dann wäre die Bedingung des Nostradamus erfüllt. Dann erscheint irgendein Typ auf der Bühne der Weltgeschichte, der "Mabus" oder so ähnlich heißt (zum Vergleich: Nostradamus hat - angeblich - auch Hitler vorausgesagt, nannte ihn aber "Hister"). Und dieser Mabus hat irgendwas damit zu tun, dass "der Westen" aus dem Osten heraus angegriffen wird. Mit Atombomben und allem was heute dazugehört.
Naja, nur so fürs Ich-glaube-keine-gute-Nachrichten-Gemüt, kein Verschwörungstheorie-Content :-)

In meinem Buch beziehen sich die Vorhersagen von Nostradamus auf je ein Universum. Bei der Vielzahl von Universen ist der 3. WK wie Lotto. ;-)
Grundsätzlich bin ich Optimist, aber das was ich "sehe" zeigt, dass man pessimistisch malen muss, damit die Leute die Dringlichkeit erkennen können.
Ansonsten kann man das eigene Leben beenden, finde ich aber aktuell nicht erstrebenswert.

Hach, wir werden wohl alle sterben! ;)



 

Wir schaffen das!


Wir schaffen das!
Und tatsächlich - seit der AfD die Hoheit über die wirklich wichtigen Themen geklaut wurden, ist Ruhe an der Front mit der angeblich unerträglichen Last, welche die Flüchtlinge darstellen.
Angela Merkel ist die viel gehasste, stille Figur, die hunderttausenden von flüchtigen Menschen ermöglicht hat, halbwegs menschlich in einem fremden Land und in einer fremden Kultur aufgenommen zu werden. Viele von den Flüchtlingen von 2015 sind mittlerweile wieder heimgekehrt. Andere sind noch hier und versuchen sich zu integrieren. Einige wenige sind negativ auffällig, kriminell oder djihadisiert. Aber das sind auch nicht mehr als es marodierende Nazis gibt. Merkel hat es geschafft, dass wir noch alle miteinander auskommen. Ohne viele Worte, ohne große Gesten. Oft nur durch ein hilfloses, aber ehrliches "ich würd gern mehr für euch tun". Man kann ihr vieles vorwerfen. Aber sie gehört auch mal geehrt für einiges. Und genau das ist heute geschehen:
Gesellschaft Politik
Ich gönne ihr die Auszeichnung von Herzen. Schade an der Geschichte ist für mich nur, dass ihr zum einen der Satz politisch fast den Kopf gekostet hätte, und er zum anderen für weitere Themen nicht mehr zur Anwendung kam.

Hohe Stickoxidbelastungen in den Städten? Wir schaffen das! Hoher Energieverbrauch und damit verbundener Klimawandel? Wir schaffen das! Zunehmend marodes Gesundheitswesen? Marode Schulen? Einkommensschere? Wir schaffen das! Wir schaffen das!

Mir und viele Andere hier im Land würden sich für die Kanzlerin noch viel mehr freuen,
wenn Sie eine Auszeichnung für die Bewältigung all der Probleme ( die Du aufgezählt hast )
bekäme !
Eine tolle Rede vor der Elite zu führen ist nichts gegen die Beseitigung der vielen Probleme im eigenen Land !
@Robert Kormann

@charisma71 ...was man aber eben nicht alleine schaffen kann!
Und mit der ganzen Lobby-Mafia ist das so wie bisher eben nicht zu bewältigen.



 

Ludwigshafener Walzmühle


Architektur Foto

Wusste gar nicht das es so was in Ludwigshafen gibt.
fährt man mit der S-Bahn immer vorbei ;-)

Jo wenn man bis nach LU kommt. ;-)




 

Bella Ciao


Nach der Rede von Greta Thunberg beim gestrigen Kirtag-Event im Rahmen des #R20-Summit in Wien geschah etwas Unvorhergesehenes. Die Moderatorin auf der Bühne wollte nach dem Applaus des Publikums gerade wieder das Mikro übernehmen. Doch vor dem rechten Bühnenrand erhoben sich aus dem Publikum plötzlich ein paar Jugendliche vor den Bühnenmikros, entrollten ein großes Transparent und begannen zu singen. Eine ziemlich eindringliche Melodie. Und sie bekamen dafür viel Beachtung. Die Moderatorin ließ sie gewähren. Das ganze Spektakel dauerte etwa zwei, drei Minuten.

Was die Jugendlichen da sangen, war aber nicht irgendwas, sondern eine historische Hymne des Widerstands: https://de.wikipedia.org/wiki/Bella_ciao

Die Klimaschutzbewegung hat diese alte Hymne für sich entdeckt. Bereits vor ein paar Monaten wurde ein interessantes YouTube-Video eingespielt, das dieses alte Lied für die Klima-Jugendbewegung neu aufgelegt hat:

#R20-Summit Gesellschaft Politik

gerade deswegen? wieso? bist du stalinist/leninist?

So böse sind die Commandantes auch nicht. Ich durfte die kennen lernen. Sehr weit links und da bin ich dabei.