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Hausaufgaben machen


Der Bonner Wissenschaftsjournalist und Fotograf Frank Fremerey schreibt ein allgemeinverständliches Buch über nachhaltiges und ökologisch verträgliches Wirtschaften. Dabei werden alle möglichen Aspekte thematisiert, nicht einfach nur "CO²-Reduktion" und derartige Reizwörter. Es geht auch um Spielregeln für Wirtschaft und Finanzen. Es geht um die intelligente Nutzung natürlicher Kreisläufe. Und um die Abwägung technischer Möglichkeiten. Das entstehende Buch betreibt selbst keine Wissenschaft. Es ist einfach ein Sachbuch, bei dem man nicht jedem vorgetragenen Argument zustimmen muss. Aber sich über diese Themen und Zusammenhänge zu informieren, das alles zu kennen und zum Leitbild politischer Entscheidungen zu machen (und nicht die Flüstereien großindustrieller Lobbyisten) wären die #Hausaufgaben, welche die Politik zu machen hätte.

Fremerey stellt das, was er für das Buch zusammenträgt, online zur Verfügung:

Klimafarm: Gesunde Nahrung. Gesunde Umwelt. Gesunde Profite.]
#Hausaufgaben Gesellschaft (x) Klima (x) Politik (x)
Ich hab jetzt mal in mein Interessengebiet eingelesen. Das Leitbild "Weltgarten" ist cool, auch wenn ich die Formulierung "Artgerechte Kinderhaltung" total doof finde ;) und es in diesem Konzept so auch nicht passt.
In einer Verstädterung konzentriert sich alles auf Wohnen, da bleibt wenig bis kein Platz für die Kinder, also zumindest nicht für ADHS-freie Kinder, die quasi von den übervorsorglichen Eltern (z.T. ja auch berechtigt), vor allem, was so an städtischen Gefahren droht, beschützt werden. Es sind viel zu wenig Freiräume in Städten, die es ermöglichen, dass die Kinder sozusagen selbstbestimmt und damit dann AHDS-frei sich entfalten können.
Mich beunruhigt an dem Leitbild, dass ich das abzüglich der Permakultur so schon im Studium gelernt habe, das ist aber schon vor 21 Jahren abgeschlossen und hätte damit bereits umgesetzt sein müssen, nicht von mir, ich habe Freiraumgestaltung nicht so wirklich gemocht.
So, ich danke Dir für den Anstoß und schau mal, ob ich heraus bekomme, was "grüne Kernkraft" ist.

@Bettina Schwarz Ich kann die Tendenz zu Landflucht und Verstädterung auch nicht wirklich nachvollziehen. Allerdings ist sie ein Fakt, und bei steigender Bevölkerungszahl sicher auch im Hinblick auf halbwegs menschenleere Naturfreiräume ein Beitrag zu mehr Artenreichtum. Aber Städte - und da gebe ich dem Autor recht - müssten ganz anders geplant und gebaut werden als heute. Das Schlimmste sind ja die endlosen Einfamilienhauswüsten rund um die inneren Städte. Das könnte man ganz anders lösen. Mit Grünanlagen auch mal im 10. Stock, mit Fußgänger- und Radfahrbrücken zwischen Häusern, mit aufgelockerten Gebäudekomplexen, die ganz verschiedene Wohnlösungen bieten usw.

@Stefan Münz Der Nachteil der menschenleeren Räume ist aber leider, dass die Fahrtwege zur Lebensmittelproduktion viel zu groß werden und wenn man sich wirklich mit "Permakultur" beschäftigt, dann weiß man auch, dass man direkt vor der Fläche leben muss, um einfach energiearm "mit ihr zu arbeiten". Hier hat man dann auch die Chance, dass die Kinder mit sich selbst einig sind, also ihre selbstverständlichen Freiräume haben.
Da ist hoffentlich noch Entwicklung in andere Richtungen möglich und ich hoffe, dass auch die Hundehüttensiedlungen an den Stadträndern potentiell da mitmachen können. Im Zweifelsfall baut man die so um, dass die kleinen Hüttchen zu Mehrfamilienhäusern werden können, ohne dass man dazu noch mehr Fläche versiegelt.